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Alles fürs Klima:

Meine 10 einfachen Tricks für mehr Nachhaltigkeit zum jetzt gleich umsetzen. Für SpätzünderInnen wie mich.

Text – Stefanie Luxat

Morgen, am 20. September 2019, wird es weltweit Klimastreiks geben. In Berlin tagt das Klimakabinett, in New York wird das UN Climate Summit vorbereitet und um auf die anhaltende Klimazerstörung aufmerksam zu machen, hat die Fridays for future-Bewegung zum größten globalen Streik aufgerufen. Nicht nur SchülerInnen sind dazu eingeladen, mit zu demonstrieren, sondern auch Unternehmen, ArbeitnehmerInnen, einfach alle.

Wir streiken Morgen auch und gehen in Hamburg auf die Straße – Treffpunkt ist 12 Uhr am Jungfernstieg. Wir nehmen unsere Kinder mit und zeigen ihnen, wie wichtig uns ihre Zukunft ist. Hier findet ihr alle Demonstrationsorte und weitere Infos.

Was wir noch heute tun können:

Weil ich selbst Spätzünderin in Sachen Nachhaltigkeit bin, habe ich die 10 Tricks, die ich mir in den letzten zwei Jahren angeeignet habe und mit denen man noch heute etwas ändern kann, aufgeschrieben. Ich glaube fest daran, dass jede/r Einzelne von uns etwas verändern kann. Das Schwierigste ist der erste Schritt. Wenn man den geschafft hat, kommt der Rest fast von alleine. Das ist beim Laufen lernen das Gleiche wie beim nachhaltiger leben wollen. Der Ehrgeiz wächst, wenn man sieht, wie einfach das Vorankommen ist und das es sogar Spaß macht. Man darf sich nur nicht von dem Gedanken aufhalten lassen, es müsste gleich alles perfekt sein.

Ich bin weit davon entfernt eine Klima-Heilige zu sein.

Anfang des Jahres war ich eine Woche in Japan, aber das war bisher immerhin meine einzige Fernreise dieses Jahr und gerade letzte Woche habe ich getestet, wie es ist, die Hamburg-München-Strecke, die ich sonst oft geflogen bin beruflich, einfach mal mit dem Zug zu fahren.

Ich habe wieder angefangen, Fahrrad zu fahren, steige aber auch noch ins Auto.

Ich benutze oft Schraubgläser und Edelstahlboxen für mein Essen, erwische mich aber auch dabei, mittags Essen in Takeaway-Verpackungen zu holen.

Ich bin Vegetarierin geworden, kann mir ein Leben ohne Käse aber (noch) nicht vorstellen.

Wie gesagt: Ich übe fleißig. Ich glaub, es geht darum, sensibel zu werden und andere zu sensibilisieren, ohne zu predigen, eher indem man zeigt, wie irre einfach die ersten Schritte gehen, wieviel Spaß das auch machen kann und dann kommt der Rest von alleine. Das ist wie mit Kindern: Vormachen ist immer noch das beste Lehrstück.

 

Hier kommen meine 10 Tipps zum jetzt Loslegen:

1.) Alles aufbrauchen.

Ich halte nichts davon, im überstürzten Aktivismus, alle Plastiksachen oder noch nicht so nachhaltigen Dinge zu entsorgen. Ich brauche immer erstmal alles auf und suche dann Schritt für Schritt die nachhaltigere Variante. Alles andere würde ja nur noch mehr Müll erzeugen. So habe ich zum Beispiel erstmal alle Einweg-Rasierer, die ich noch hatte, aufgebraucht und bin erst dann auf diesen silbernen Rasierhobel umgestiegen.

Einzige Ausnahme: Nachdem ich ein Mal verstanden hatte, wie einfach eine Menstruationstasse zu benutzen ist, habe ich sie hier bestellt, mir vorher dieses Video angeschaut und seitdem nie wieder etwas anderes benutzt. Es ist ein irre gutes Gefühl all den Tampon-/ Bindenmüll zu vermeiden. Und man spart auch wirklich viel Geld.

 

2.) Aufräumen, sich bewußt machen, was man alles hat.

Vergangenes Wochenende habe ich in meinem Kleiderschrank die Sommersachen nach oben und die Herbst-/Wintersachen nach unten geräumt. Das ging überraschend schnell. Ich habe mittlerweile nur noch einen sehr überschaubaren Schrankinhalt (nur noch Lieblingseile, alles andere ist verkauft/gespendet). Was mir jedes Mal beim Aufräumen des Schrankes bewusst wird: Das ich eigentlich nichts Neues brauche. Ich muss nicht frieren, ich habe alles. Dass ich mir dennoch manchmal etwas Neues gönne, ist okay. Es ist schon signifikant weniger als früher, einfach durchs ständige bewusst machen, was ich alles habe.

Das funktioniert auch mit Büchern und allem anderen: Einfach mal alle Schränke der Reihe nach aufräumen, ausmisten, Dinge spenden oder verkaufen. Danach ist man ganz bestimmt wählerischer, was man sich überhaupt noch kaufen möchte. Man weiß wieder genauer, was man alles besitzt und kauft auch nichts aus Versehen doppelt.

 

3.) Erstmal bei Ebay Kleinanzeigen & im Second Hand-Laden schauen.

Bevor wir neu Möbel oder Spielzeug anschaffen, gilt die Regel: Erstmal auf Ebay Kleinanzeigen schauen, ob es das nicht schon gebraucht zu kaufen gibt. Meist findet sich dort Spielzeug, Leuchten, was das Herz begehrt im gebrauchten Zustand und so viel günstiger. Oft findet man neben den Dingen auch noch eine niedliche Geschichte, die einem die Verkäufer zu den Dingen dazu erzählen.

Für unsere Kinder versuche ich mittlerweile ausschließlich Second Hand zu kaufen.

Was ich mir früher nur bedingt vorstellen konnte. Meine zwei absoluten Lieblingsläden in Hamburg sind Oh Dear und Fux Vintage. Unterhosen, Schlafanzüge und Socken kaufe ich noch neu (gibt es wenig in Secondhandläden), den Rest am liebsten gebraucht, auch von Kita-Mamas. Die Kinder wissen darum und manchmal denken wir uns selbst Geschichten aus, wer das Teil wohl vorher getragen und was darin erlebt hat.

Hier findet ihr einen Blogpost mit weiteren Tipps zum Thema Second Hand-Shopping und Trangs Tipps für Ebay Kleinanzeigen-Superfinds.

 

4.) Erstmal abwarten.

Diesen Sommer haben wir zwei Wochen Urlaub in Kopenhagen gemacht, meinem Shopping-Paradies (es war auch noch Sale-Zeit!). Ich hab mit mir selbst einen Deal abgemacht: Du kannst dir kaufen, was du möchtest – du musst nur mindestens eine Nacht darüber schlafen. Sofort kaufen ist nicht. Das selbst austricksen hat sehr gut funktioniert. Ich habe tatsächlich ein sehr schönes Kleid von einer meiner Lieblings-Designerinnen (Stine Goya) wieder zurückgehängt und nach zwei, drei Tagen gemerkt, dass ich auch ohne es weiterleben werde können. Das einzige, was ich mir dann wirklich kaufte: Handgetöpferte große Tassen fürs Büro. Die hatte ich schon am ersten Tag gesehen und der Wunsch sie als Erinnerung an diesen schönen Urlaub und tägliches Highlight im Büro zu haben, hielt bis zum letzten Tag.

 

5.) Alles ab zur Schneiderin!

Alle paar Monate spaziere ich mit einem großen Beutel voller durchlöcherter Kleidung zu einer entzückenden Schneiderin bei uns ums Eck. Dann stopft sie die Löcher in den Hosen unserer Kinder, näht Knöpfe an bei den Hemden meines Mannes oder an meinen Blusen, stopft Mottenlöcher in allem möglichen und ein paar Tage später hole ich alles wieder ab und sortiere es mit einem sehr guten Gefühl zurück in den Schrank.

Egal von welcher Marke und wie günstig oder teuer die Anschaffung der Kleidungsstücke war, finde ich das Reparieren immer die bessere Lösung als die Sachen wegzuschmeißen. Natürlich kostet das ebenfalls Geld, aber es ist immer noch günstiger zu reparieren als neu anzuschaffen und viel, viel nachhaltiger.

Als unsere Kinder Babies waren, haben wir von uns Erwachsenenbettwäsche übrigens einfach halbiert und als Kinderbettwäsche umgenäht. Wir hatte noch Einzelbezüge aus unseren Singlezeiten – kann man super für die Kinder aufbrauchen.

 

6.) Einen Wasserfilter einbauen lassen & auf Ökostrom umstellen.

Den Grohe-Wasserfilter nehme ich noch mit ins Altersheim, scherz ich gern. Ist aber kein Scherz. Mach ich wirklich. Den Hahn könnte ich täglich knutschen, so eine Erleichterung ist es, keine Wasserflaschen mehr schleppen zu müssen oder das Leergut wieder zurückbringen zu müssen. Das Leitungswasser wird einfach gefiltert und ist mit wenig oder mehr Kohlensäure versehen direkt immer vor Ort. Wir überlegen gerade, uns so einen Filter auch im Büro einbauen zu lassen. Dann braucht es nur eine Karaffe fürs Verteilen des Wassers und Edelstahlflaschen für die Mitnahme für unterwegs. Hier findet ihr alle Details zu unserem Wasserfilter Zuhause

Falls ihr auch noch fix auf Ökostrom umstellen möchtet – hier findet ihr Infos für den Wechsel und Anbieter.

 

7.) Zurück zum Sonntagsbraten oder gleich VegetarierIn werden.

Ernährungsexperte Bas Kast hat es bei mir im Endlich Om-Podcast so schön formuliert: Wir brauchen eine Rückkehr zum Sonntagsbraten. Die Massenproduktion von tierischen Produkten ist neben der Klamottenüberproduktion der größte Klimakiller.

Wer noch heute etwas Gutes tun möchte, braucht einfach nur den Fleischkonsum eingrenzen.

Statt täglich Fleisch zu essen, erstmal runter auf nur noch drei Mal die Woche, dann ein Mal die Woche und wer weiß, vielleicht merkst auch du irgendwann: Eigentlich brauche ich ja gar kein Fleisch mehr zu meinem Glück. Ich bin jetzt fast ein Jahr lang Vegetarierin und kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen.

“Aber mein Mann ist Fleischesser durch und durch!” höre ich dann oft und glaube sofort, dass es hart ist, so jemanden vom Gegenteil zu überzeugen. Es gibt aber schon tolle Beispiele. Wir halten uns an Altbewährten ja oft nur fest, weil wir Angst vor der Alternative, dem Neuen haben. Genau diese Angst kann man schnell verringern mit wirklich guten Rezepten, die genauso sättigen und gut schmecken wie eine Mahlzeit mit Fleisch.

Lynns lebensverändernde Lasagne hat schon so manchen Fleischesser bekehrt, einfach mal ausprobieren, hier findet ihr das Rezept.

 

8.) Mahlzeiten planen, weniger wegschmeißen & besser verpacken.

Früher haben wir oft Lebensmittel wegschmeißen müssen. Weil in wilden Wochen doch alles anders kam als geplant, wir zu viel eingekauft, aber dann doch nicht gegessen hatten. Heute versuchen wir die Woche genauer zu planen und realistisch einzuschätzen, was wir kochen und essen werden. Dann wird nur dies eingekauft und wir geben alles, es auch zu kochen. So sparen wir die Verschwendung von Lebensmitteln, Müllproduktion und sparen sogar noch Geld.

Für unterwegs nehmen wir Brote, Obst, Gemüse, Nüsse et cetera in Edelstahlboxen und Bienenwachspapier mit. Alu- und Frischhaltefolie konnten wir damit komplett aus unserem Haushalt werfen. Getränke transportieren wir in Edelstahlflaschen und wiederbenutzbaren Bechern to go.

So oft wie möglich versuchen wir in Unverpackt-Läden zu kaufen, wo man die Einkäufe statt in Plastik verpackt, direkt in mitgebrachte Behälter abfüllen kann. Joghurt kaufen wir zum Beispiel immer in Gläsern, die wir anschließend abwaschen und weiter benutzen für den Transport von Lebensmitteln. Und unser Spülmittel füllen wir im Unverpacktladen direkt in die alte Verpackung nach, statt eine neue zu kaufen.

Wir versuchen immer einen Büdel dabei zu haben, eine Stofftasche für Einkäufe und haben in der Küche eine kleine Biomülltonne.

 

9.) Einfache Tricks im Badezimmer, z.B. die Podusche. Doch, wirklich.

Feuchttücher sind der Albtraum jeder Kläranlage. Nicht nur sind sie sehr schwer zu entsorgen, sie setzen auch noch die Kläranlagen regelmäßig Schachmatt, wenn man sie einfach ins Klo wirft (gehören in Restmüll). Nachdem mir das Aktivistin Milena Glimbovski im Podcast erklärt hatte, schafften wir uns direkt die Podusche von happypo an. Die sieht aus wie eine übergroße elektrische Zahnbürste mit dickem Bauch. Sie ist ein Mini-Bidet, wirklich sehr einfach zu benutzen (einfach mit Leitungswasser befüllen und los) und man fühlt sich herrlich frisch danach.

Statt Wattepads benutze ich die waschbaren Abschminkpads von Lamazuna. “Kann man nicht auch einfach einen Waschlappen nehmen?” fragte mich mal eine Followerin bei Instagram. Na klar, egal was, Hauptsache, es ist wiederbenutzbar.

Slipeinlagen und Ohrstäbchen ohne Plastik gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, genau wie Duschseifen (mag ich) und Haarseifen (tue ich mich schwer mit, höre aber viel Gutes über die von Lush). Und wer dann noch gern nachhaltig Sex haben möchte – dem empfehle ich die Kondome von Einhorn.

 

10.) Immer auf dem Laufenden bleiben & sich nicht entmutigen lassen.

Ein Trick, um mit der Nachhaltigkeit am Ball zu bleiben, ist den richtigen Leuten zum Beispiel bei Instagram zu folgen:

  • Madeleine Alizadeh (heißt bei Instagram DariaDaria) fährt so gut wie alle Strecken per Nachtzug. Weil ich das ständig sehe, fragte ich mich irgendwann auch selbst, ob ich das nicht auch hinbekomme statt zu fliegen.
  • Das Enorm Magazin wirft immer wieder schlaue Fragen zum Thema auf, genau wie
  • Milena Glimbovski (benutzt Stoffwindeln für ihr Baby & erklärt wie es geht)
  • Philip Siefer (organisiert jetzt Unfuck the World-Events in Berlin) und viele andere.

Firmen, die man sich mal genauer anschauen sollte, weil gutes Konzept: 

  • Forrest Gum – erstes deutsches nachhaltiges Kaugummi
  • GLS Bank – unterstützt nachhaltige deutsche Unternehmen
  • Backmarket – bereiten elektrische Geräte (auch Iphones!) wieder auf und verkaufen sie
  • Sir Plus – im Rettermarkt kann man Lebensmittel kaufen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum gerade abgelaufen ist
So, los geht’s! Mit was fängst du an beziehungsweise was tust du schon?
Und noch ein Satz zum sich nicht entmutigen lassen: Es gibt immer Menschen, die einem all das vermiesen wollen. Das würde doch nichts bringen. Das sei doch Greenwashing des eigenen Gewissens. Und überhaupt, habe man nicht dies und das letztens noch falsch gemacht und mimimimimimmimi.
Nicht entmutigen lassen, einfach weitermachen! Wir schaffen das.
Herzlich,
Steffi

Text – Stefanie Luxat

Foto – Mika Baumeister/Unsplash

34 Comments

  1. Antworten Katja S. 19. September 2019 um 08:10 Uhr

    Danke für deine Tipps. Zum Teil habe ich sie schon umgesetzt für anderes habe ich jetzt Ideen bekommen. Wir sind schon 2017 auf Ökostrom umgestiegen aber erst dieses Jahr auf Biogas. Einfach weil ich vorher nicht wusste, dass es das gibt und dass das geht. Darum möchte ich es hier ergänzen.

  2. Antworten Sonya 19. September 2019 um 09:41 Uhr

    Liebe Steffi,
    wie toll, danke für den tollen Text und die Tipps!! Ich habe mich eigentlich immer schon für recht nachhaltig gehalten, wir kaufen seit Jahren fast ausschließlich im Biomarkt oder frisch und regional auf dem Wochenmarkt, konsumieren wenig Fleisch und wenn dann nur aus artgerechter Haltung, haben ein Elektroauto. Aber dann: eigentlich wollte ich nur unsere Wohnung umdekorieren, die aber nachdem wir 3 statt 2 Personen wurden, viel zu voll und unübersichtlich war. Es musste weniger werden und dabei hat mir so unglaublich toll ein Marie Kondo-Beraterin geholfen. Es ist genau, wie Du in Punkt 2 schreibst, das “sich bewußt machen” was man bereits alles besitzt hilft enorm, den Konsum zu beschränken. Und durch die Leichtigkeit, die nach dem Aussortieren der vielen Dinge entstand, kann ich den Fokus so viel besser auf ein nachhaltiges Leben legen. So habe ich die vielen Plastikflaschen im Bad radikal reduziert, wir nutzen inzwischen Seife zum duschen, top! Wattestäbchen aus Bambus und die Podusche kommt auch noch – hatte davon schon in Deinem Interview mit Milena gehört aber nachdem Du sie hier noch einmal erwähnt hast, sind die Feuchttücher jetzt raus ;-). Weniger Reinigungsmittel (das meiste kann mit Essigwasser geputzt werden) und wenn dann biologisch abbaubar. Wir planen die Lebensmittelhaltung besser, verbrauchen viel mehr, schmeißen weniger weg. Wir bestellen weniger online, kaufen dafür mehr gebraucht. So möchte ich z.B. versuchen, die Herbst-/Winter Kleidung für unsere Tochter in diesem Jahr ausschließlich gebraucht zu kaufen. Und es ist so richtig: nicht alles muß auf einmal! Schritt für Schritt macht es wirklich Spaß, ist mehr eine Bereicherung als das es eine Einschränkung ist. Man kann sich auf Instagram ganz schnell eine eigene “Filterbubble” erstellen und bekommt so immer neue Tipps und Anregungen für kleine Veränderungen. Wir sehen uns auf der Klimademo! 🙂

    • Antworten Steffi 19. September 2019 um 16:37 Uhr

      @Sonya: Liebe Sonya, so ist es! 🙂 Und lustig, an das Interview mit Milena denke ich auch oft zurück. Wie schnell all das was sie erzählt hat, bei uns auch Normalität geworden ist und vorher so undenkbar war! Herzlich, Steffi

  3. Antworten Evelin 19. September 2019 um 10:14 Uhr

    Handy / Tablet / Laptop gebraucht kaufen – hab ich grad gemacht (bei Refurbed) – das Handy war wie neu! Oder gleich eins von Fairphone oder Shift kaufen. Das Fairphone hatte ich davor für 5 Jahre (noch so ein Tipp, Elektrogeräte so lange wie möglich nutzen), es war ein prima Handy und funktionierte sehr gut. Ich wollte diesmal aber eine bessere Kamera, da war Second Hand eine gute Alternative.

    Zu einer nachhaltigen Bank wechseln, z.B. Umweltbank, GLS.

    Das nächste Auto eine Nummer kleiner kaufen. Wir sind eine fünfköpfige Familie, passen aber mit etwas Quetschen in einen Golf Plus.

    Ernährung schrittweise umstellen. Ich bin seit 25 Jahren Vegetarierin, aber dachte ich könne nicht auf Milch und Joghurt verzichten. Den Joghurt habe ich schrittweise durch Sojajoghurt ersetzt, jetzt ist die Milch dran – mit z.B. Hafermilch mischen, dann immer weniger Kuhmilch und immer mehr Hafermilch nehmen. Die Geschmacksnerven gewöhnen sich um! Beim Joghurt schmeckt mir der Sojajoghurt inzwischen viel besser als der aus Kuhmilch.

    Liebe Grüße!
    Evelin

  4. Antworten Lisa 19. September 2019 um 10:19 Uhr

    Liebe Steffi,
    den Grohe blue lieben wir auch sehr! Vor kurzem haben wir unsere Nespresso- (die Kapseln sind so schlimm!) gegen eine kleine Siebträgermaschine ausgetauscht.
    Ich bin auch davon überzeugt, dass jeder in seinem Alltäglichen anfangen kann & muss, & so im großen Ganzen auch etwas bewirken kann!
    Danke, Du bist ein Vorbild✨
    herzlich,
    Lisa

    • Antworten Steffi 19. September 2019 um 16:35 Uhr

      @Lisa: Liebe Lisa, sehr gut, nimmst du deine auch mit ins Altersheim?! 😉 Ich sag immer, wenn ich mich scheiden lasse, kommt der Dyson und die Grohe mit zu mir! 🙂 Herzliche Grüße, Steffi

  5. Antworten Stefanie Hombach 19. September 2019 um 10:38 Uhr

    Schöne Tipps. Das Meiste mache ich ohnehin auch schon, teilweise unbewusst bzw. weil ich es so von Kindertagen an kenne.

    Ich teste gerade die Haarseife von DM und mag sie tatsächlich sehr gerne. Da werde ich vielleicht auf Dauer komplett umsteigen, wenn der Vorrat an Shampoo aufgebraucht ist.
    https://www.dm.de/alverde-naturkosmetik-festes-shampoo-mit-kokos-p4058172009006.html

  6. Antworten Marie 19. September 2019 um 12:15 Uhr

    Eine Frage zur Podusche: ist es wirklich nachhaltiger als Klopapier, sich mit nem elektrischen Gerät und Trinkwasser den Hintern zu säubern? Meine Kinder hab ich übrigens ohne Feuchttücher einfach ins Waschbecken gehalten..

    • Antworten Steffi 19. September 2019 um 16:29 Uhr

      @Marie: Liebe Marie, ha, ich glaub es gibt ein Missverständnis: Die Podusche ist KEIN elektrisches Gerät. Das war vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Sie erinnert vom Aussehen an eine elektrische Zahnbürste, ist aber vollkommen von Hand betrieben. Hilft das? Herzlich, Steffi

  7. Antworten Richard & Hugo 19. September 2019 um 16:51 Uhr

    Hi Steffi, vielen Dank für Deine Tipps, die ganz klar zeigen, dass weniger mehr ist. Dass es nur diesen ersten Schritt braucht um in seinem direkten Umfeld, in seinem Alltag, mit ein paar Kleinigkeiten so so viel zu bewegen, wenn wir alle mitmachen.
    Ich versuche auch, das Auto öfter stehen zu lassen & mit dem Fahrrad zu fahren oder wir verzichten auf Plastiktüten beim Einkaufen.

    LG, Richard & Hugo vom https://www.vatersohn.blog/

  8. Antworten Teresa 19. September 2019 um 18:25 Uhr

    Liebe Steffi, sehr gute Tipps – Sir Plus kannte ich noch nicht (ich hab bloß die too-good-to-go-App, die funktioniert ähnlich).
    Mein ganz einfaches Mittel zur Müllvermeidung und Weltverbesserung: Die erweiterte Familie, die partout die Weihnachtsgeschenke nicht abschaffen will, aber trotzdem nichts braucht, bekommt seit ein paar Jahren von mir Oxfam-Unverpackt-Geschenke zu Weihnachten. Eine Ziege, einen Haufen Mist, ein Essenspaket für Familien, einen Bienenstock – gibt sehr viele schöne Sachen und der Weihnachtseinkauf ist in fünf Minuten online gemacht: https://unverpackt.oxfam.de/
    Ich war anfangs skeptisch, was Tanten und Onkel wohl dazu sagen, dass sie nichts “für sich” geschenkt bekommen, aber alle fanden prima, dass auf diese Weise auch jemand anders was von unserem Weihnachten hatte.
    In diesem Sinne: Ist ja bald wieder Advent! 😉

  9. Antworten SU 19. September 2019 um 20:36 Uhr

    Liebe Steffi,

    anregen, anfangen und nicht aufgeben! Finde ich super, dass du es so ehrlich schreibst!

    Mein Motto: JEDE(R) FÄNGT DA AN, WO ES GAR NICHT SO WEH TUT, ALSO KEIN GROSSES OPFER BEDEUTET.
    Bei mir ist es das FLIEGEN: ICH HEBE NICHT (MEHR) AB! Zugfahren ist ein reines Abenteuer, in jeder Beziehung ; ) . Meine Tochter fand z.B. die Fahrt mit dem Schlafwagen nach Italien “sooo gemütlich”.
    Man überlegt sich dann wirklich gut, ob man wirklich schon zum 10. Mal nach Mallorca düsen muss, oder eifach “nur” nach Sylt oder Rügen fährt, den Kids ist das sowieso meist egal……. Nächtes Jahr geht’s nach Lissabon mit dem Zug (2 Übernachtungen im Schlafwagen x 2 = 4…..) Eine echte Reise.

    Worauf könnt ihr verzichten, ohne dass es weh tut???
    Viel Spaß beim Überlegen.

  10. Antworten Jana 19. September 2019 um 22:03 Uhr

    Liebe Steffi, toller Artikel. Die Haarsseife und Haarspülung von Lush (beide lila gegen fettige Haare) kann ich sehr empfehlen. Das Shampoo schäumt gut, die Spülung glättet das Haar schön.
    Liebe Grüße, Jana

  11. Antworten Yvonne 19. September 2019 um 23:54 Uhr

    Hi! Ich bin morgen dabei! Dennoch habe ich heute morgen im Radio einen Kommentar gehört, der ein Gefühl beschreibt, was in letzter Zeit bei mir bei dem Thema ebenfalls hochkommt und in mir arbeitet.
    https://www.deutschlandfunkkultur.de/autoritaere-weltverbesserer-schamgefuehl-als-moralkeule.1005.de.html?dram:article_id=459055
    Nichtsdestotrotz viel Spaß morgen beim
    Global Strike day . Lg Yvonne

  12. Antworten Ricarda 20. September 2019 um 01:12 Uhr

    Liebe Steffi,
    Marion Garz macht hier in Berlin in der Ackerstraße ganz wunderbare feste Shampoos (keine Haarseife, glaub ich). Die liebe ich. Benutze sie seit einem halben Jahr bereits. Und würde mich da eher als pingelig bezeichnen. Soll ich euch mal ein Probestück schicken? https://www.instagram.com/yourlovingnature/?hl=de
    Der Artikel ist sehr inspirierend! Danke.
    Liebe Grüße. Ricarda.

  13. Antworten SU 20. September 2019 um 07:22 Uhr

    @ Yvonne

    Danke für den Link!

    GENAU DAS DARF NICHT PASSIEREN! WIR DÜRFEN UNS NICHT SPALTEN LASSEN. NIEMALS!
    IM KERN SIND WIR ALLE GLEICH!
    NICHT OST GEGEN WEST, SCHWARZ GEGEN WEISS, RECHTS GEGEN LINKS, ARM GEGEN REICH…. NEIN!!!!
    https://www.youtube.com/watch?v=yATzcGsPB7Y

    WE ARE THE WORD! LIEBE GRÜSSE AN ALLE!

  14. Antworten SU 20. September 2019 um 07:31 Uhr

    ….. : (

    WORLD….meinte ich natürlich….Aber: Am Anfang war das WORT ; )

  15. Antworten SU 20. September 2019 um 09:17 Uhr

    Huhu…. ich nochmal….das Thema lässt einen ja nicht los…

    Also, auch nicht “GUT” gegen “BÖSE”……..

    Ich schlage vor, überhaupt nicht GEGEN etwas zu kämpfen, sondern FÜR etwas. Das ist der Unterschied. LIEBE statt HASS…. OMMMMMMMMMMM bis später am Jungfernstieg : )

  16. Antworten Carla 20. September 2019 um 09:23 Uhr

    Hallo Steffi, danke für deinen so passenden Text. Meine Töchter und ich bemühen uns auch in Sachen Nachhaltigkeit: Wachstücher (kann man easypeasy selbst machen), Edelstahlflaschen und Glascontainer wenn was altes ersetzt werden kann, Plastikfrei einkaufen ist noch besonders schwierig für uns (habe nun eine Biogemüsekiste getestet, super!), GLS und Ökostrom seit einigen Jahren, war schnell gewechselt, sehr wenig Fleisch und Milchprodukte und wenn doch dann bio/Demeter am besten, und von allem weniger konsumieren. Ach und ein Sprudelgerät tut’s für uns auch, der Grohe ist etwas pricy und bei einem Wandauslass nicht zu installieren.
    Ich ärgere mich vor allem über die Menschen im Umfeld, die den Finger auf das zeigen was man eben (noch) nicht hinbekommt. Warum können wir uns nicht einfach alle unterstützen? es geht sowieso nur zusammen, jeder trägt dazu bei was er kann und will.
    Mein Seifentipp ist eine kleine Firma im Odenwald, ich liebe die Produkte, Shampoo, Duschseife und festes Deo (von natural-pure-solids.de).

    Danke für deine tolle Arbeit. Ich genieße vor allem deine Interviews!

    Liebe Grüße von Carla

  17. Antworten Lena 20. September 2019 um 11:00 Uhr

    Mir ist irgendwann aufgefallen, wie viel unnötiger Müll in unserer Küche entsteht. Seitdem: waschbare Lappen statt gelbe Spülschwämme, Jutebeutel statt Brötchentüte, Silikondeckel statt Folie, Backmatte statt Backpapier, loser Tee im Tee-Ei statt Teebeutel, Gewürze zum Nachfüllen statt neue Dose. Und auch: Kindersnacks möglichst oft selbst backen und einfrieren statt zu kaufen.
    Alles so einfach und langfristig viel preiswerter!

  18. Antworten Christina 21. September 2019 um 00:33 Uhr

    Einfach einen Anfang zu machen, ist das Wichtigste. Dann hat man das Gefühl der Ohnmacht schon mal überwunden. vieles andere findet sich dann von allein.
    Was wir noch sehr einfach finden ist Brot/Brötchenbeutel beim Gang zum Bäcker, Box beim Gang zur Käsetheke mitnehmen und hartnäckig bleiben, wenn die Verkäufer routinemäßigen zur Verpackung greifen.
    Etwas schwieriger, aber nun wunderbar: das zweite Auto durch ein Elektrorad mit Anhänger oder gleich ein Lastenrad ersetzen. Es regnet viel seltener, als man zunächst denkt und man kriegt wirklich alles, was man im Alltag benötigt auch mit (wir sind fünf).
    Ein kleines Auto fahren(hier ein Corsa als Autogasumbau). Wenn wir ein großes brauchen (etwa zwei/drei Mal im Jahr) leihen wir eines.
    Grüße Christina

  19. Antworten Steffi 21. September 2019 um 14:02 Uhr

    Du sprichst mir aus der Seele…
    Bzgl. Seifen hab ich eine ganz tolle Marke entdeckt: Lima (https://limacosmetics.de/). Finde Gesichtsreinigung so schwierig, wenn man nicht eine total unkomplizierte Haut hat. Und so ne gute wie die Verbena-Seife hatte ich noch nie. Inzwischen nehmen wir davon auch die Duschseifen und die Schokoseife als Rasierschaum. Klappt super!
    Liebe Grüße von der Steffi vom Elisabethplatz (ja, meine Freundin war neidisch ;-))

  20. Antworten Christina 22. September 2019 um 13:03 Uhr

    Danke für die offenen Worte und die Anregungen. Da waren einige dabei, über die ich so noch nicht nachgedacht habe.
    LG
    Christina

  21. Antworten Susanne 23. September 2019 um 08:05 Uhr

    Ich halte mich auch an dem Gedanken fest, dass es eine Rolle spielt, was ich in Richtung Nachhaltigkeit so tue! Auch wenn dann manchmal von einigen Seiten dieses “was soll ein einzelner schon erreichen” kommt…
    Wir verwenden z.B. keine Alu- oder Frischhaltefolie mehr, haben Trinkflaschen, Brotdosen und einen SodaStream. Ausserdem mache ich unser Waschmittel selber, wir verwenden feste Seife/ Shampoo, leben vegan bzw. vegetarisch. Wer noch Anregungen zum Selbermachen braucht: die Bücher von Smarticular sind super!

  22. Antworten Ch 23. September 2019 um 10:57 Uhr

    Mein Mann und ich benutzen seit 6 Monaten die Douce Nature Fleur de Shampooing Haarseife, gibt’s für viele Haartypen, und sind restlos begeistert. Seitdem brauche ich nämlich nicht mal mehr Spülung, vorher waren meine Haare trotz Spülung immer super trocken und brachen schnell ab. Wir reisen sehr viel und sparen dadurch Gewicht + Platz, und die Seife tut auch bei verschiedenen Wassertypen immer ihren Job. Love it!
    Übrigens hatte unser Bio-Supermarkt die Seife nicht im Sortiment – bis wir danach gefragt haben 😉
    Hier ist ein Test-Ergebnis über die Seife, alles organische Inhaltsstoffe. Ich hoffe, das sieht jetzt nicht zu sehr nach Werbung aus, wir sind wirklich Fans!

    https://www.violey.com/de/douce-nature-fleur-de-shampooing-trockenes-haar_p_18605.html

    P.S. Dein Post macht so eine Hoffnung! Ich hatte sie schon fast verloren, aber finds mega schön, dass sich langsam auf richtig breiter Ebene was tut!!

  23. Antworten Melissa 24. September 2019 um 11:41 Uhr

    Liebe Steffi,
    Welche Duschseife kannst Du empfehlen? Bei normaler Seife wurden bei mir immer total schnell die Fliesen extrem dreckig…
    Viele Grüße

    • Antworten Steffi 24. September 2019 um 12:15 Uhr

      @Melissa: Liebe Melissa, da suche ich auch noch die richtige. Die, die ich ausprobiert habe, haben bisher alle dann doch meine Haut austrocknen lassen. Ich teile die Lösung, sobald ich sie habe! 🙂 Herzlich, Steffi

  24. Antworten Katrin 25. September 2019 um 10:50 Uhr

    Gut gesagt, besser kleine Schritte als keine Schritte. Wir nutzen eine wiederbefüllbare Silikonflasche (ich glaube von squeezy…?) statt Quetschi in der Brotbox, mit Apfelmus aus dem Glas befüllt oder Saft. Seit einer Weile schneide ich alte Baumwollklamotten in Stücke und benutze sie statt Papiertaschentüchern bzw. Feuchttüchern. Kann man waschen oder, wenn sie sehr verkackt sind, auch in den Müll schmeißen (da wär die Klamotte eh gelandet). Brötchentüten und Käsepapier sammeln wir und zweitnutzen sie zum Beispiel für Pausenbrote. Und, was in Berlin prima funktioniert, die Zu-verschenken-Kiste vor der Haustür, wo viele ausrangierte Sachen doch noch einen glücklichen Besitzer finden.

  25. Antworten Katie 27. September 2019 um 10:21 Uhr

    Liebe Steffi, danke – da sind einige gute Tipps dabei! Was meines Erachtens manchmal leider untergeht ist die Frage der Relationen.. Der CO2 Fußabdruck eines Langstreckenflugs ist so hoch wie der von 137.000 Plastiktüten! Bienenwachspapier ist ja nett und gut (verwende ich auch), aber ehrlich gesagt Pillepalle verglichen mit dem Effekt der jährlichen Urlaubsreise.

  26. Antworten Ökomaus 27. September 2019 um 11:36 Uhr

    Hi Steffi,
    vielen Dank für diesen Artikel.

    Ich bin auch nicht so ein großer Fan von Haarseife, vor allem, weil ich sehr dickes Haar habe, das viel Feuchtigkeit braucht.
    Lush kann ich leider nicht empfehlen. Die Shampoobars schäumen zwar schön, sind aber leider gar nicht gut für die Kopfhaut. (Das Tensid Sodium Lauryl Sulfat steht im Verdacht, krebserregend zu sein und wirkt sich austrocknend auf die Kopfhaut aus, vg. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/shampoo-giftig-ia.html).
    Allerdings finde ich das Shampoo von Neolumbo z.B. toll! (https://shop.original-unverpackt.de/collections/haarpflege/products/nelumbo-shampoobars?variant=12338534711340).

    Alles Liebe und weiter so, du bist mein journalistisches Vorbild 🙂

    Ökomaus

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