Wonach ist dir heute?
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Gewohnheiten sind so gemütlich. Manchmal ist das zu tun, was so viele machen, es auch. Also dachten wir wohl vor 13 Jahren, als wir in unsere Wohnung zogen: Da hatten die Vormieter ihr Esszimmer, da haben alle im Haus ihr Esszimmer, na, dann gehört da wohl ein Esszimmer hin. Wir hatten keine Kinder, noch nie vorher so groß gewohnt, dass ein Esszimmer überhaupt infrage kam. Doch unsere 95-Quadratmeter-Wohnung, ein klassischer Hamburger Knochen – in der Mitte ein langer Flur, davon am Anfang und Ende abgehend Zimmer – fühlte sich an wie ein Palast. Dass wir nicht verstehen konnten, was der eine in der Küche sagte, während die andere im Esszimmer war, feierten wir hart. So musste sich die britische Queen fühlen.

Nach und nach zogen mehr Bewohner*innen ein. Irgendwann waren wir zu viert. Und ich dachte:

Liebling, unsere Kinder haben die Wohnung geschrumpft.

Mit unserem ersten Kind, unserer Tochter, teilte ich mir noch ein (Arbeits-)Zimmer. Doch als Kind zwei, unser Sohn, kam, wurde er ihr Mitbewohner. Mein Zimmer war dahin. Jetzt teilte ich nur noch. Mit Mann und Kindern. Esszimmer. Schlafzimmer. Badezimmer. Küche. Wohnzimmer. Ich war nie mehr wirklich allein. Nur noch in Ausnahmefällen. Was schön und schrecklich zugleich sein kann.

Und dann kam die Pandemie und Alleinsein wurde das neue Gucci.

Zumindest für die mit Mitbewohner*innen. Ich erinnerte mich daran, dass ich Gemeinschaften immer dann sehr liebe, wenn ich mich davon auch mal kurz zurückziehen kann. Wie schön es sein müsste, wie früher ein eigenes Zimmer zu haben. Wie schade, dass das nicht ging.

Oder vielleicht doch?

Ich stellte alles in der Wohnung infrage und versuchte mich darauf zu konzentrieren, was wir in diesen Zeiten wirklich bräuchten als Familie. Gäste kamen keine, wir rutschten von einem Lockdown in den nächsten, trafen uns nur im Garten, wenn überhaupt. Wozu also ein Esszimmer?

Ich sah unser Esszimmer an und es kam mir so unzeitgemäß vor. Ein bisschen wie die britische Monarchie.

Noch am gleichen Tag stellten wir einfach schnell das eine Sofa auf die rechte Seite und den Esstisch mit ins Wohnzimmer links ans Fenster. Und BOOM! – plötzlich hatten wir 20 Quadratmeter zur freien Verfügung. Einen lichtdurchfluteten Raum, mit einer Flügeltür zum Ess- und Wohnzimmer verbunden. Wir entschieden: Dahin ziehen unsere Kinder. Also wurde deren altes Zimmer frei – und OH! MEIN! GOTT! Jetzt wäre endlich Platz für mein eigenes Zimmer.

Hoch motiviert räumten wir alles um. Die Moral von der Geschicht’ ist: Es ist noch so viel besser als gedacht. Das neue Ess- und Wohnzimmer fühlt sich noch gemütlicher an.

Wir betreiben Horizontal Parenting von der Couch rüber ins Kinderzimmer.

Wir spielen auch selbst viel lieber in dem hellen, schönen Zimmer mit unseren Kindern und sie sogar sehr gern auch einfach allein. Und warum ein eigenes Zimmer nicht nur mir unglaublich guttut, sondern auch meiner Ehe, habe ich hier im Endlich Ich-Abo aufgeschrieben.

„Heißt das, ihr sucht kein Haus mehr?“, werde ich jetzt öfter mal auf Instagram gefragt. Die Antwort ist: „Oh doch. Nach wie vor mit ganzem Herzen.“ Wir haben allerdings noch ein bisschen besser begriffen in den vergangenen Wochen, wie das aussehen sollte. Beziehungsweise wer von uns wie viel Raum dort für sich braucht. Das ist, neben all dem anderen, auch noch ein großes Geschenk. Egal, ob wir unser Haus finden werden oder nicht.

 

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  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Dominique 5. Mai 2021 um 14:36 Uhr

    Liebe Steffi!
    Danke für all die wunderbaren Inspirationen. “Eure” Esszimmerlampe ist nun auch bei uns eingezogen und ist so so schön. Wir sind begeistert. Ich hatte schon lang nach einer neuen Ausschau gehalten und wusste nie welche da gut rein passt. Und die fügt sich nun perfekt ins Gesamt.
    Ganz lieben Gruß Dominique

    Antworten
  3. Mia 22. März 2021 um 17:17 Uhr

    Sieht klasse aus!
    Aber haben eure Kinder jetzt ihren Schlafbereich offen zu eurem Wohnzimmer?

    Liebe Grüße
    Mia

    Antworten
  4. Ute 19. März 2021 um 16:05 Uhr

    Liebe Steffi,

    toll sieht das aus! Gewohnheiten sind wirklich bequem und man kommt manchmal gar nicht auf die Idee, einfach die Zimmer anders zu nutzen. Klar, manchmal gehts auch tatsächlich nicht. Mir gefällt hier seit Jahren (!) die Lichtsituation im Wohnzimmer nicht und durch einen winzig kleinen Anstoss nehmen wir das jetzt auch endlich mal in Griff. 🙂
    Eine Frage habe ich noch: woher ist denn dieser geniale Kletterturm für die Kinder?

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Ute

    Antworten
  5. Daria 17. März 2021 um 17:09 Uhr

    Hallo Steffi, lieben Dank für das Teilen mit uns. Eine kleine Frage: Ist der Muuto Teppich im neuen Wohn-/Esszimmer in der Farbe “off-white”? Lieben Gruß Daria

    Antworten
  6. Lena 17. März 2021 um 10:29 Uhr

    Hallo Steffi, lieben Dank für die Einblicke in euer Zuhause :-).
    Würdest du auch noch ergänzen woher der Kletterturm / die Kletterwürfel im Kinderzimmer sind?
    Das wäre super!
    Lieber Gruß Lena

    Antworten
  7. Ulrike Wolf 16. März 2021 um 22:26 Uhr

    Liebe Steffi,
    das klingt toll, und nach einem echten Gewinn für alle. Ich wünsche dir eine gute Zeit in deinem neuen Reich.
    Danke für die “was ist woher”-Liste. Aber der Teppich im Kinderzimmer ist leider nicht drauf, und der gefällt mir so gut, weißt du wo er gekauft wurde?
    Danke und liebe Grüße,
    Ulrike

    Antworten
  8. Tina 16. März 2021 um 22:11 Uhr

    Liebe Steffi!

    Schöner Artikel, vielen Dank!

    Mich würde interessieren, welche Wandfarbe ihr gestrichen habt?

    Liebe Grüße

    Tina

    Antworten
  9. Caroline 16. März 2021 um 16:41 Uhr

    Schöner Post! Manchmal muss man sich einfach von alten Seh- und Wohngewohnheiten freimache, um seinen Platz für sich optimal zu nutzen. Wir haben dasselbe auch schonmal für unser “helles” Zimmer überlegt (jetzt ist das Arbeitszimmer drin), hatten dann aber Angst, dass wir Abends im Wohnzimmer ganz still sein müssen, um die Kinder nicht wach zu machen. Ist das kein Problem für euch?

    Antworten
    • Steffi 16. März 2021 um 16:55 Uhr

      @Caroline: Liebe Caroline, es ist bei uns auch das hellste Zimmer, deshalb ist es so schön, da jetzt immer im Hellen zu spielen. Arbeitszimmer hatte ich auch überlegt, hätte ich aber niemals Ruhe gefunden, weil da alle sein wollen. 😉 Im Wohnzimmer benehmen wir uns wie immer. Schauen laut fern, machen Sport – die Kinder stört das null. Wenn die schlafen, schlafen sie. Vielleicht probiert ihr es einfach mal aus? Herzlich, Steffi

      Antworten
  10. Heike Dalibor 16. März 2021 um 13:47 Uhr

    Je mehr Raum man hat,umso mehr vergisst man, wie beengt man früher gewohnt hat. 95qm für 4 Personen ist echt groß. Mein Mann ist auf ca. 72 qm aufgewachsen. 4 Kinder, Opa und Eltern.
    Wie klein unsere Wohnung war, kann ich gar nicht mehr nachvollziehen, wenn ich das Haus sehe, denke ich, sehr klein. Wir leben heute, wenn wir uns das leisten können, auf vielen qm und wissen nicht mehr, dass das echter Luxus ist. Liebe Grüße

    Antworten
  11. Andie 16. März 2021 um 09:40 Uhr

    HI Steffi, Sieht super aus und der Esstisch passt da perfekt hin….als gäbe es gar keinen anderen Platz dafür! Freut mich für euch, dass ihr so eine tolle Lösung gefunden habt 🙂 LG aus München, Andie

    Antworten
  12. Katharina 16. März 2021 um 09:34 Uhr

    Liebe Steffi! Habe eure Umräumgeschichte schon im Abo mit viel Interesse verfolgt. Schön, dass du uns jetzt noch einen Einblick ins neue Kinderzimmer gibst! Toll ist es geworden! Woher habt ihr denn den schönen Spielturm mit der Rutsche? Liebe Grüße

    Antworten
    • Steffi 16. März 2021 um 09:41 Uhr

      @Katharina: Liebe Katharina, das freut mich! Der Spielturm ist von baubau. Stell ich gleich bei Instagram auch noch mal genauer vor. Wir hatten den über die Ferien ausprobiert, sehr hochwertig produziert, hat einen stolzen Preis, aber wer den Platz hat, hat auf jeden Fall gute Laune bei den Kids! 🙂 Herzlich, Steffi

      Antworten
  13. Maria 16. März 2021 um 09:27 Uhr

    Hi Steffi!
    Sieht total schön aus!
    Die Kinder schlafen auch da, oder? Ich frage mich, wie macht ihr es dann abends, wenn man sich auf dem Sofa unterhalten will, oder Gäste da sind und es lauter wird..?
    Aber jedenfalls toll, flexibel zu bleiben und immer wieder mal umzuräumen. Das haben wir als junge Mädels ja auch alle gemacht, oder?

    Antworten
    • Steffi 16. März 2021 um 09:31 Uhr

      @Maria: Liebe Maria, Gäste? 😉 Das Gute ist, unsere Kinder schlafen sehr, sehr tief, wenn sie erstmal schlafen. Das heißt, sollten irgendwann abends wieder Gäste kommen, sollte das gehen. Wir gucken abends laut fern, machen da Yoga und und und und hören sie nebenan seelig schnarchen. Genau, und sonst räumen wir genau wie früher einfach wieder um. Hatte ganz vergessen, wieviel Spaß das macht und wie einfach es eigentlich auch ist! Herzlich, Steffi

      Antworten
  14. Anita 16. März 2021 um 09:01 Uhr

    Ohhh jetzt würde ich so gerne DEIN Zimmer sehen!!!

    Antworten
    • Steffi 16. März 2021 um 09:26 Uhr

      @Anita: Liebe Anita, dann komm schnell zu uns ins Endlich Ich-Abo. Das lohnt sich nicht nur wegen meines Zimmers, es gibt auch noch viele andere tolle Wohngeschichten. Und es tut so gut und damit unterstützt du uns, hier weiter so schöne Geschichten machen zu können und unser gesamtes Team fair zu bezahlen. Herzliche Grüße, Steffi

      Antworten
  15. Carla 16. März 2021 um 07:37 Uhr

    Liebe Steffi,
    so ist es:
    Diese Pandemie fordert uns enorm heraus und lehrt uns viel – auch das Umdenken und Neufinden von Gewohnheiten! Da kann man Corona ja eigentlich schon recht dankbar sein:-)
    Danke für den Impuls und den Einblick in euer Zuhause,
    Pommes-Carla (nicht Ayurveda-Carla)

    Antworten
    • Steffi 16. März 2021 um 08:46 Uhr

      @Carla: Guten Morgen liebe Carla! Ja, ich weiß, was du meinst! Wobei ich mir stattdessen auch anderes gut hätte vorstellen können, um zu dem Teil der Erleuchtung zu kommen. Es darf dann jetzt auch mal vorbei sein mit der Pandemie, vermisse so Vieles gerade sehr. Liebste Grüße von Aryuveda-Steffi (und bald wieder Pommes-Steffi)

      Antworten

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