Hatschiii:

Wie mich eine Grippe flachlegte und ich trotzdem eine gute Zeit hatte dank dieser Podcasts, TV-Serien & guter Artikel. (Funktioniert auch ohne Grippe)

Statt Ostern Eier zu suchen, fand mich diese gemeine Grippe, von der so viele fürchterliche Geschichten erzählen, und legte mich flach. Meinen Mann gleich mit, die Kinder auch zeitweise. Gott sei Dank waren wir bei meinen Eltern zu Besuch, die sich sehr lieb um uns kümmerten. Also konnte ich endlich mal in Ruhe wirklich krank sein, liegen bleiben, Serien gucken, Zeitschriften blättern, Arikel online lesen, Podcasts hören – bis es mir einigermaßen besser ging, was ich daran merkte, dass meine Eltern anfingen mich ähm zu na ihr wisst schon. Es wurde Zeit, in mein eigenes Bett in Hamburg umzusiedeln.

Was ich in den letzten eineinhalb Wochen geguckt, gelesen, gehört habe – mein Best-Of. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei. Man braucht dafür nicht zwingend eine Grippe:

Gelesen

Dieser Artikel von Elena Penner für Edition F hat mich sehr bewegt. Sie schreibt über ihre Fehlgeburt und wie sie beschloss zurück aufs Land in ihre Heimat zu ziehen, um endlich die Unterstützung zu bekommen, die sie sich wünscht. Als ich in meinem alten Kinderzimmer in Ostfriesland lag, habe ich auch sehr viel über das Thema nachgedacht. Krank sein macht einen ja sehr demütig. Hilfe zu bekommen, wenn man selbst zu kaum mehr etwas in der Lage ist, ebenfalls. Ich kann viele Gründe von Elena Penner nachvollziehen, sie treffen auf mein Leben auch hier und da zu. Der Wunsch alles zu vereinen: das Leben in der Großstadt, das Kinder haben, einen Job, der einen ausfüllt. Die Vorteile einer Kleinstadt: die Ärzte, die einen kennen, die Betreuungssituation durch Familie und Freunde, das Überschaubare. Aber auch: diese Enge, das nicht Verschwinden können in der Anonymität. Die große Auswahl an allem. Ich fände es großartig, wenn Elena Penner weiter für Edition F darüber schreibt, wie es ihr ergeht, zurück in der Heimat. Das würde ich wirklich gern lesen. Auch als Buch sonst.

 

Gespendet

Kurz bevor mich die Grippe erwischt hat, schrieb mir die Mummy Mag-Redaktion, dass sie Hilfe bräuchten für eine sehr besondere Frau. Die dreifache Mama Oryanne Dufour hat unheilbar Krebs und wünscht sich, in ihre Heimat Frankreich zurückziehen zu können. Dafür fehlt ihr das nötige Geld, weshalb es einen Spendenaufruf gibt. Ich habe bereits gespendet, vielleicht mögt ihr es ja auch tun. Wenn ja, dann hier. Und hier gibt es das sehr berührende Interview der Mummy-Mag-Redaktion mit Dufour.

Update: ich habe leider gerade erfahren, dass Oryanne leider schon verstorben ist. Ich bin mir aber sicher, dass jede Spende ihrer Familie sehr helfen wird. Also wenn ihr mögt…

 

Gehört

Joy Cho, die den Blog Oh Joy schreibt, wurde von Dr. Cassidy Freitas für ihren Podcast Holding Space interviewt. Über die Themen Creativity, Joy and Pain. Findet man über die Itunes-Podcast-Bibliothek. Ein schönes, entspanntes Gespräch darüber, wie man auch in Phasen, in denen es einem nicht gut geht, trotzdem kreativ sein kann. Am Anfang ist es etwas OMG-amerikanisch, aber dann wird es immer besser.

Ich wusste gar nicht, dass Oprah vergangenes Jahr eine Serie namens Super Soul Conversations gemacht hat. Dafür hat sie unter anderem mit Eckhart Tolle über das Ego und selbst fabrizierte Ängste gesprochen und mit Jimmy Kimmel über seine bewegende Rede zum Gesundheitssystem in Amerika nach der Herz-OP seines neugeborenen Sohnes. Beide Folgen sind sehr hörenswert. Findet man über Itunes.

 

Gesehen

Okay, das war eine semigute Idee: Die TV-Serie JERKS bei den eigenen Eltern zu schauen. Jedes Mal, wenn Fahri Yardim nackt ist oder Doggystyle-Sex hat, was in der neuen Staffel irgendwie oft vorkommt, näherten sich meine Eltern meinem Zimmer. Peeeeeeeinlich. Sogar Christian Ulmen verbietet seinen Eltern, Jerks zu gucken. Den Humor kann man der Generation auch irgendwie schwer erklären. Warum ich die Tür nicht einfach zugemacht habe? Na, ich muss doch meine Kinder im Blick behalten. Hehe.

Ich dachte mir, wenn ich schon das Maxdome-Probeabo abschließe, um Jerks  zu schauen, guck ich mal, was es da noch so gibt. Zack, Teeniealarm. Genau das richtige Niveau für Grippekranke hat die Serie Famous In Love. Hübsches Mädchen macht überraschend Film-Karriere in Los Angeles. Mit den üblichen Dramen. Herrlich. Gleich mal komplett geguckt.

Ebenfalls bei Maxdome: Late Night Berlin. Die neue Sendung von Klaas Heuer-Umlauf, die Montagabends um 23 Uhr auf Pro Sieben läuft. Gar nicht so doof. Sogar ganz lustig. Und ein Knaller-Studio. Endlich mal etwas Modernes und nicht immer diese Einrichtung, die mich an Kreißsäle erinnert: dieses gemütliche Orange, das vielleicht nicht nur Babies, sondern auch Zuschauer vom Schreien abhalten soll. Oder soll es dazu anregen?

Richtig verliebt bin ich in The Marvelous Mrs Maisel (gibt es über Amazon Prime). Die zweifache Mutter wird von ihrem Mann verlassen in den 50ern und verarbeitet die Geschehnisse in ihrem neuen Leben als Komikerin. So entzückend, so motivierend, einfach aufzustehen und der Grippe in den Allerwertesten zu treten!

Ah und das noch: My next guest… mit David Lettermann auf Netflix! So geil, jede Folge. Aktuell neu ist das Gespräch mit Jay-Z. Sehr beieindruckend! Sehr!

 

Geshoppt

Bevor uns die Grippe umgenietet hat, waren wir noch schnell in Groningen, wie oft, wenn wir meine Eltern in Ostfriesland besuchen. Wo wir geshoppt, gegessen und leckere Smoothies getrunken haben, poste  ich gleich bei InstaStories und werde es unter Highlights abspeichern.

 

(An-) Geguckt

Am Wochenende habe ich mich aufgerafft und wir haben uns einen Strebergarten angeschaut. Leider war der nicht unser Kaliber. Wir brauchen wirklich einen, der nur überschaubar viel Arbeit benötigt. Falls also noch jemand etwas von euch hört über eine hübsche Anfänger-Laube mit Garten zu einem fairen Preis – sagt bitte Bescheid!

 

Bleibt oder werdet schön gesund!

Herzlich,

Steffi

 

Foto – Unsplash/ Kinga Cichewicz

13 Comments

  1. Antworten Sanne 11. April 2018 um 13:23 Uhr

    Oryanna ist leider verstorben 🙁

    • Antworten Steffi 11. April 2018 um 13:51 Uhr

      @Sanne: Liebe Sanne, Danke fürs Bescheid geben. Das war ja leider absehbar, ich glaube, ihre Familie wird das Geld trotzdem sehr, sehr gut gebrauchen können, da ist bestimmt jede Spende willkommen. Herzliche Grüße, Steffi

  2. Antworten Lilli 11. April 2018 um 13:53 Uhr

    Liebe Steffi, schön, dass Du wieder da bist, hoffe, Du bist bald wieder ganz fit. Danke für die Groningen Tipps, lädt doch mal zu einem schönen Wochenendtrip ein. Freue mich, dass hier bald wieder mehr los ist. Ich bin auch nicht gut im krank sein, daher kann ich gut verstehen, dass Du Ablenkung gesucht hast, ich lese dann immer sehr viel. Welcome back, Lilli

    • Antworten Steffi 11. April 2018 um 15:19 Uhr

      @Lilli: Liebe Lilli, juhu, du bist auch noch da, dann kann es ja weitergehen! 🙂 Hier geht’s jetzt wieder rund, halleluja, hab es selbst so vermisst! Also bis ganz bald, herzliche Grüße, Steffi

  3. Antworten Julia 11. April 2018 um 13:57 Uhr

    Oryanne Dufour ist leider schon am 28.3. an ihrer schweren Krebserkrankung verstorben. Die Spendenseite existiert aber weiterhin und jede Spende wird ihrem Mann und den gemeinsamen drei Kindern helfen! Vielleicht magst Du den Beitrag dahingehend verändern.

    • Antworten Steffi 11. April 2018 um 15:18 Uhr

      @Julia: Liebe Julia, das ist so furchtbar, aber war ja leider auch absehbar. Ich glaub, sie hat sich bestimmt trotzdem über die viele Unterstützung gefreut und ihre Familie kann jeden Cent gut gebrauchen. Ich habe es im Artikel dazu geschrieben. Herzlichen Dank und liebe Grüße, Steffi

  4. Antworten Julia B. 11. April 2018 um 13:59 Uhr

    Juhu, Steffi ist wieder da! Wie schön! Danke für die Tipps – ich habe auch noch einen guten Podcast für dich: “Getting curious” mit Jonathan van Ness, der Beyonce aus dem “Queer Eye” (Netflix) Team. Sehr unterhaltsam! Lass es dir gutgehen, liebe Grüße!

  5. Antworten Peggy 11. April 2018 um 14:07 Uhr

    Sag mal, ‘Strebergarten’ war ein Freudscher, oder? Sehr geil!!! Vielen Dank wie immer für den Gratisservice – ich liebe deine Schreibe! Gute Besserung auch vom Krankenlager (hier isses das Knie, Sport is halt nix für alte Menschen… hehe)
    Liebe Grüsse
    Peggy

    • Antworten Steffi 11. April 2018 um 15:07 Uhr

      @Peggy: Liebe Peggy, das ist mein Sprachfehler, siehe vorherigen Post über Strebergärten! 🙂 Sport ist Mord, das war doch schon immer klar!! Gute Besserung dir! Herzlich, Steffi

  6. Antworten Anna 11. April 2018 um 21:38 Uhr

    Liebe Steffi, Danke, für die Erwähnung von Elinas Artikel bei Edition F.Ich fand ihn auch sehr bewegend. Elena schreibt fantastisch, finde ich. Ich hoffe auch, sie schreibt weiter und immer weiter. Ich bin übrigens auch total im Podcast-Fieber. Die Folge von Oprah mit Eckart Tolle ist wahnsinnig gut. Ich empfehle noch „Dear Sugar“ von Cheryl Strayed. Heute hab ich den Podcast von Laura Malina Seiler gehört. Ich bin mir noch nicht sicher, ob dieses „happy, holy,confident“-Ding mir nicht ein Ticken too much für meine durch und durch norddeutsche Seele ist, aber der Podcast über die Beziehung zu den eigenen Eltern war sehr gut. Liebe Grüße!

  7. Antworten Steffi 14. April 2018 um 14:05 Uhr

    Liebe Steffi,

    ich finde es erstaunlich, dass ihr jetzt auch einen Schrebergarten sucht, die Idee hatte ich schon vor 2-3 Jahren… finde das auch echt nicht schlecht. Aber dann sagte mein Mann “Wenn mein 15-jähriges ich das sehen würde, würde es mir eine runter hauen…”. 😀 So haben wir die Idee wieder verbannt… aber vielleicht denke ich jetzt nochmal drüber nach 😉

    Liebe Grüße aus München
    Steffi

  8. Antworten Kathrin 17. April 2018 um 11:12 Uhr

    Da hast du aber Glück gehabt mit eineinhalb Wochen, bei uns (in der ganzen Region eigentlich) dauert die Grippe dieses Jahr extrem lange, einen Monat liege ich schon flach und habe mich auch durch unzählige trash Formate gezappt. Jerks bei den Eltern? Bist du wahnsinnig, ich hab nur die erste Staffel gesehen und mich schon gefragt “ist man eigentlich irgendwie gestört wenn man das schaut” (und das frage ich mich nicht mal bei den krassesten Horrorfilmen) Die Lateshow von Klas finde ich auch sehr gut und “famous in love” hört sich gut an, mal schauen ob es das bei Amazon prime gibt.
    Viele Grüße Kathrin

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