Die DIY-Kolumne von Andrea Potocki:

Eine hübsche, einfache Alternatividee zum Weihnachtsbaum als DIY, Baumschmuck zum Selberbasteln & wem das zu viel wird, der bestellt einfach die Bastelbox.

Letztes Wochenende stand ich auf unserer Terrasse und zum ersten Mal duftete es nach Winter. Klirrend kalt war es an diesem Morgen, die Sonne schien und Eisblumen hatten sich auf den Tisch gemalt, an dem wir gefühlt gestern noch, dank des Traum-Herbstes, beim BBQ saßen. Es wird nun wirklich höchste Zeit für Winter- und Weihnachtsdekoration. I know, ich bin spät dran! Seid ihr denn etwa alle schon fertig?

Ich habe noch ziemlich viel zu tun und bin in meinem Zuhause meilenweit von Steffis und Xenias Durchdreh-Knallerdeko entfernt. Ideen gesammelt habe ich natürlich viele, gebastelt habe ich mit meinen Liebsten auch schon (wie ihr gleich weiter unten seht) und wie gut, dass ich DIYs aus meinen Foto-Produktionen dann einfach schnell bei uns Zuhause aufbauen kann.

So habe ich es wieder mit dieser Idee gemacht: Mit meinem Tannenbaum aus Metallringen, der nun in unserem Wohnzimmer an einem kleinen Haken von der Decke baumelt und pünktlich zum ersten Advent Weihnachtsstimmung in die Bude bringen wird.

Geht es nur mir und Steffi so oder findet ihr es auch Jahr für Jahr trauriger, einen schönen echten Baum für so wenige Tage in der Wohnung zu haben und dann nach den Feiertagen über den Balkon zu werfen? Ich bin noch unsicher, ob meine alternative Idee Begeisterung bei meiner Familie ernten wird. Die liebe Tradition will es nämlich anders. Aber sind Traditionen nicht auch dazu da, neu erfunden zu werden? Dekorieren kann man die Ringe doch mindestens genauso gut. Ich bin gespannt, ob ich es durchziehe oder dieses Jahr doch noch kneife.

Die Umsetzung der neuen Tanne erfordert nur ein bisschen Geschick beim Austarieren der Metallringe – das schafft aber jeder! Zum Basteln benötigt ihr drei günstige verzinkte Stahlringe. Die gibt’s zum Beispiel hier und ich habe die Größen ø 20 cm, ø 50 und ø 70 gewählt.

Nehmt stabiles Garn (zum Beispiel eines von diesen schönen) und messt euch 3 x 3 nach eueren Wünschen lange Garnstränge ab. Ich empfehle das Garn doppelt zu nehmen, dann könnt ihr es einfach am Ring mit einer Schlaufe einhängen und außerdem ist es stabiler. Ihr müsst euch nicht sofort exakt festlegen, ihr könnt die Länge später noch anpassen.

Beginnt mit dem obersten Ring, hängt die drei Garnstränge daran und schiebt sie per Augenmaß so, dass sie im gleichem Abstand hängen und ein gleichmäßiges Dreieck bilden. Fasst oben alle Garnenden zusammen, bringt den Ring in die Waage und macht einen Schlaufenknoten, der gleichzeitig als Aufhängung dient.

Nun muss der Ring am besten an einen Haken an der Decke gehängt werden, um entspannt weiter arbeiten zu können.

Hängt an den gleichen Stellen am obersten Ring drei weitere Garnstränge ein und verbindet den nächst größeren Ring mit deren Enden. Achtet darauf, dass die Ringe in der Waage bleiben. Ihr könnt jederzeit durch das Kürzen eines oder mehrerer Garnstränge die Position der Ringe verändern. So geht’s dann auch weiter mit dem dritten Ring. Da sich die Knoten an den Ringen gerne verschieben, empfehle ich euch, wenn alles perfekt positioniert ist, mit einem feinen Draht die Verbindungen zu fixieren.

Ich habe etwas Eukalyptus und Tannengrün an die Ringe gebunden und dann konnte auch schon dekoriert werden!

Möchtet ihr meine Dekoideen sehen? Los geht’s!

Bei uns gibt es dieses Jahr ganz viele Weihnachtswunderkugeln. Wunderkugeln, weil sie aus Seidenpapier gemacht werden und trotzdem schön stabil und erste recht gar nicht zerbrechlich sind. Zerbrechlich ist bei meinen Kids zwar kein Thema mehr, aber wir haben jetzt eine Katze und die ist wild. Oh ja! Die Papierkugeln haben wir selbst gebastelt und es hat so viel Spaß gemacht, dass wir auch viele hübsch verpackt verschenken werden.

Und natürlich verrate ich auch euch, wie ihr sie nachmachen könnt.

Ihr benötigt:

– Mini-Ballons und ggf. Ballonpumpe
– Seidenpapierstreifen (ihr benötigt unbedingt nicht färbendes Seidenpapier, das nicht zu dünn ist. Es weicht sonst schnell auf und wird matschig. Ich habe dieses als Basis verwendet und dieses mit Punkten für die Deko-Schichten)
– Kleister
Konfetti aus Seidenpapier (hier auch unbedingt vorher einen Test machen. Es darf nicht abfärben)
– Pinsel
Draht-Aufhänger
– Satinband
– Lineal
– Schere
– Küchenkrepp
– Nadel
– Holzstäbchen
– Altpapier zum Abdecken der Arbeitsfläche oder eine abwischbare Bastelltischdecke

So geht’s:

Bereitet den Kleister nach Packungsanleitung zu.

Deckt die Arbeitsfläche mit Altpapier oder einer abwischbaren Tischdecke ab. Füllt etwas Kleister in einen Becher und legt den Pinsel, die Seidenpapierstreifen und das Konfetti bereit. Es ist eine gute Idee eine Rolle Küchenkrepp in der Nähe zu haben, damit ihr euch zwischen den Arbeitsschritten die Finger vom Kleister befreien könnt.
Füllt die Ballons mit Luft. Das klappt mit einer Ballonpumpe sehr einfach. Die Größe der Ballons ist gleichzeitig die Größe eurer Wunderkugeln. Schön ist es, wenn ihr euch für unterschiedliche Größen entscheidet. Bei mir haben die Kugeln einen Durchmesser von 75 mm und 90 mm und ich habe ein Lineal verwendet, um diesen Durchmesser ungefähr abzuschätzen, bevor ich die Ballons verknotet habe.

Je Ballon braucht ihr 3 bis 4 Schichten Papier, um eine stabile Wunderkugel zu basteln. Kleistert den Ballon mit dem Pinsel ringsherum dünn ein und klebt Papierstreifen um den Ballon. Die Streifen haften sofort super auf dem eingekleisterten Ballon. Taucht den Pinsel in den Kleister und streicht das Papier so auf den Ballon, dass es schön flach liegt. Keine Sorge, Falten sind ganz normal und fallen später nicht mehr auf. Kleistert das Papier möglichst nah entlang des Ballonknotens, damit später nur eine kleine Öffnung bleibt.
Scheint der Ballon an manchen Stellen noch stärker durch, als an anderen, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass ihr hier noch eine Schicht mehr ankleben werden solltet. Achtet auch besonders im Bereich des Ballonknotens auf ausreichend Lagen. Die Papierstreifen können in kleinere Teile gerissen oder geschnitten werden.

 

Habt ihr genügend geklebt, dann könnt ihr mit dem Motivseidenpapier weitermachen. Klebt, bis der Ballon vollflächig bedeckt ist. Auch hier könnt ihr Streifen jederzeit kürzen und wieder neu ansetzen.

Wenn ihr buntes Konfetti auf eine einfarbige Kugel aufbringen möchtet, benötigt ihr mindesten drei Schichten Seidenpapier als Basis, bevor mit dem Konfetti begonnen wird. Die bunten Papierpunkte verteilt ihr wild auf der Kugel.

Sieht die Wunderkugel aus, wie ihr euch das gewünscht habt, dann schneidet etwa 50 cm Garn zurecht, knotet dieses an den Ballonhals und hängt euer Werk auf. Lasst die Kugel über Nacht trocknen.

Am nächsten Morgen:
Welch Wunder, die Ballonkugeln sind fest geworden und sehen gar nicht mehr so schrumpelig aus.
Jetzt dürft ihr mit einer spitzen Nadel oben nah am Ballonhals in den Ballon stechen. Dadurch, dass er am Papier klebt, platzt er nicht wie ihr es kennt, sondern wird sich langsam vom Papier lösen. Manchmal muss man mit einem Holzstäbchen nachhelfen und den Ballon leicht nach innen drücken, damit er sich löst. Habt Geduld und achtet darauf das Garnende im Blick zu behalten, denn hiermit könnt ihr den abgelösten Ballon jederzeit aus dem Inneren der Kugel zurück holen.

Meist ist die Öffnung, durch die ihr den Ballon entfernt habt, nun etwas zu groß. In diesem Falle pinselt ihr das Loch mit etwas Kleister ein und klebt 3 – 4 kleine Stücke Seidenpapier (vielleicht auch ein paar bunte Konfettipunkte) darauf. Lasst die Kugel erneut für einige Stunden trocknen.
Stecht mit einer dicken aber spitzen Nadel (oder einer Ahle) ein neues Loch (das kann auch an einer anderen Stelle sein), um hier die Aufhängung durchzuschieben. Fädelt je 25 cm Satinband durch die Öse der Aufhängung und verknotet die Enden. So kann euer Meisterwerk direkt an einen Zweig gehängt werden.

Fertig!

Habt ihr Lust, das auszuprobieren? Dann habe ich noch eine ganz besondere Überraschung für euch: Sie heißt „WLKMNDYS in the Box“ und bedeutet, dass ihr die Weihnachtswunderkugeln als Bastelset bei mir bestellen könnt. Die Box enthält alles, was ihr benötigt, um 8 Kugeln zu basteln. Sogar Kleisterpulver, ein hübscher Pinsel und Draht-Aufhänger sind dabei und tollstes Seidenpapier mit Gold- und Silbereffekten, sowie Konfetti plus ein Step-by-Step Heftchen mit meinen Basteltricks. Das heißt: Ihr könnt sofort loslegen und das lästige Zusammentragen der Materialien fällt einfach aus! Die Boxen kosten 21,90 Euro und sind auch eine wunderschöne Geschenkidee für alle, die gerne basteln. Yay? Dann schreibt mir fix an order@wlkmndys.com und dann geht das Paket schnell auf die Reise zu euch.

Kleistern ist nicht so euer Ding? Dann habe ich noch ein easypeasy DIY in petto, das mit einer einzigen günstigen Baumarktzutat superschnell gemacht ist und sehr elegant aussieht: Creolen – nicht für die Ohren, sondern für die Zweige!

Zum Basteln benötigt ihr günstigen Stahldraht in Messing und Kupfer, einen Seitenschneider und eine kleine Flachzange.

Der spezielle Draht hat die super Eigenschaft eine starke Federwirkung zu haben. Dadurch legt er sich automatisch in die schöne kugelrunde Form. Schneidet euch etwa ein bis zwei Meter vom Stahldraht ab und legt das Stück mehrmals um eure Hand, bis ihr die von euch gewünschte Form erreicht habt. Wickelt ein Ende mit Hilfe der Flachzange mehrfach eng an einer Stelle um eure Ringe, so dass der Drahtanfang versteckt wird. Habt ihr etwa 5 Runden gewickelt, legt ihr einen Stift als Platzhalter über euren Ring und wickelt darüber. So entsteht eine Aufhängung. Entfernt den Stift wieder und wickelt fünf weitere Runden. Anschließend schneidet ihr das Drahtende eng an eurer entstandenen Creole ab. Fertig und wunderschön, oder?

Habt eine eine zauberhafte Vorweihnachts-Bastelzeit und macht es euch gemütlich!
Herzlichste Grüße aus meiner WLKMNDYS DIY-Zentrale,
Andrea

– Idee, Umsetzung, Text und Step-Bilder: Andrea Potocki

– Fotos: Jacob | Reischel

6 Comments

  1. Antworten Anne 4. Dezember 2018 um 07:45 Uhr

    Eine (wenn auch noch nicht selbst ausprobierte) Idee zum Weihnachtsbaumdilemma. Bei Instagram wurde mir gerade eine Werbung mit Mietweihnachtsbäumen gezeigt. Vielleicht wäre das eine Alternative.
    Die Kugeln sind wahnsinnig chic, ich bin aktuell nur etwas kleistergeschädigt, nachdem ich mit zwei Schulklassen damit gearbeitet habe.

    • Antworten Andrea 4. Dezember 2018 um 19:47 Uhr

      Liebe Anne,
      haha, kleistergeschädigt! Ich find diese lustige Matscherei immer super. Und jedes Ergebnis ist so hübsch.
      Hab einen wunderbare Weihnachtszeit und herzlichste Grüße,
      Andrea

  2. Antworten Katharina 4. Dezember 2018 um 07:58 Uhr

    Liebe Andrea, die Kleister-Kugeln sind der Knaller! Vielen Dank für die wunderschöne Idee an diesem regnerischen Dienstagmorgen!
    Herzlich, Katharina

    • Antworten Andrea 4. Dezember 2018 um 19:49 Uhr

      Liebe Katharina,
      so gerne! Und bei Regen einfach gleich losbasteln – dann scheint auf jeden Fall im Haus die Sonne.
      Hab einen tolle und gemütliche Weihnachtszeit und herzliche Grüße,
      Andrea

  3. Antworten dani 4. Dezember 2018 um 08:52 Uhr

    Ihr Lieben,

    in der Tat hat es mich dieses Jahr auch gepackt und ich möchte keinen sterbenden Baum mehr in der Wohnung haben. Klingt vielleicht drastisch – aber am Ende ist es nichts anderes.
    Ich überlege aktuell einen künstlichen Baum anzuschaffen. Aber so richtig gefällt mir dieser Gedanke noch nicht. Vielleicht wäre euer “abstrakter” Baum da eine Überlegung wert. Ich denke mal drüber nach. Insbesonder, wie wohl unsere Katzen das finden würden…hmm.

    Danke für den (weiteren) Denkanstoss,
    alles Liebe

    dani

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