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Money, Money, Money:

Was bin ich wert? Und welchen Job kann und möchte ich mir leisten? Mein Vortrag aus Berlin noch mal hier für euch.

Als mich Edition F für einen Event mit der Sparkasse als Speakerin anfragte zum Thema Altersvorsorge und finanzielle Unabhängigkeit, musste ich erstmal überlegen. Ähnlich wie bei der Anfrage von Amorelie. Über Finanzen wird genau so wenig gesprochen wie über Sex. Dabei kann beides so viel Spaß machen. Gerade, wenn man seinen eigenen, ganz persönlichen Weg findet. Und das Thema nicht tabusiert, sondern darüber spricht.

Das nur kurz vorab: Dieser Blogbeitrag ist nicht gesponsert. Auch mit niemanden abgesprochen. Ich muss nur Werbung darüber schreiben, weil Marken genannt werden. Ich habe für den Vortrag in Berlin von der Sparkasse ein Honorar bekommen, aber damit war es abgegolten. Diesen Blogbeitrag schreibe ich völlig freiweillig, weil ich a) glaube, dass wir mehr über das Thema Geld und den eigenen Wert sprechen sollten, wir Frauen, aber auch die Männer und b) weil ihr es euch gewünscht habt, wie ich über zahlreiche Nachrichten bei Instagram erfuhr.

Dies ist mein zehnminütiger Original-Vortrag, den ich in Berlin natürlich live noch spontan hier und da abgeändert habe.

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Was bin ich wert?

Darüber möchte ich heute gern mit euch sprechen. Weil ich glaube: nur wenn man seinen Wert kennt, kann man gut verhandeln und genügend verdienen.

Ich habe dieses Jahr zu diesem Thema 3 Dinge gelernt, die ich heute mit euch teilen möchte.

Noch kurz zu meinem Hintergrund:

Ich komme aus einer Beamtenfamilie, die sind alle sehr sparsam und sorgen schon irre lange vor. Wohnen in Eigentum in der Kleinstadt.

Ich bin selbstständig, wohne in einer Großstadt, in einer Mietswohnung und muss mir das Thema Vorsorge gerade hart erkämpfen, weil ich es leider etwas verpennt habe. Also nicht das Geld verdienen, das tue ich seit zwanzig Jahren erfolgreich. Ich habe nur bisher nicht genügend davon zurückgelegt für die Rente. Beziehungsweise angelegt.

Das wurde mir klar, als ich einen Honorarberater hinzu zog, der mir meine Versorgungslücke ausgerechnet hat. Jetzt frag ich mich, wie ich in den nächsten 25 Jahren eine sechststellige Summe durch kluge Geldanlage erreichen kann, damit ich meinen heutigen, gar nicht mal so luxuriösen Lebensstandard halten kann im Alter. Also später statt Flaschen sammeln, auch mal ins Kino gehen kann.

Ich habe also dieses Jahr folgendes gelernt:

  1. Ich muss ganz genau wissen, was ich verdienen muss. Und ich muss meine kleinsten Kosten kennen.

Was ich verdiene und wie hoch meine Kosten sind, wusste ich schon immer. Ich hatte in meinem Finanzplan auch eine Rentenvorsorge. Ich wusste nur bisher nicht, dass die für später leider nicht reichen wird. Seitdem ich einen Honorarberater habe, steht dort also eine deutlich höhere Summe, die ich monatlich spare und investiere, um die Versorgungslücke hoffentlich Stück für Stück zu schließen.

Vielleicht haben manche von euch eine Wohnung oder ein Haus gekauft – dazu habe ich etwas Spannendes von meinem Berater gelernt:

Untersuchungen haben ergeben, dass Eigenheimbesitzer im Ruhestand ein größeres Vermögen haben als Menschen, die zur Miete wohnen und nebenbei noch sparen. Das liegt aber nur daran, dass Sie von der Bank quasi gezwungen werden, unter allen Umständen die monatlichen Raten für den Kredit zu bezahlen. Sie können das Geld nicht einfach für andere Dinge ausgeben. Die freiwilligen Sparer können schon – und tun das eben im Durchschnitt auch. Wenn man es aber schafft, dieses sehr langfristige Sparen – oder noch besser anlegen – konsequent durchzuhalten und nicht zwischendurch das angesparte Kapital anzugreifen, kann man langfristig mindestens das gleiche Vermögen erreichen.

Seit dieser Erkenntnis führen wir u.a. ein Haushaltsbuch, was ich früher als hochspießig abgetan habe. Es ist einfach nur ein Notizbuch, in das wir täglich unsere kleinen Kosten eintragen. Die großen Kosten sind wir vorher noch mal extra durchgegangen, auf der Suche nach Verbesserungsideen. Das Haushaltsbuch hilft ungemein zu sehen, wofür man wieviel ausgibt. Da tauchen Dinge auf, die mir bisher in meiner Finanzplanung durchgerutscht sind. Es sensibilisiert.

Unser Ziel ist auf gar keinen Fall, uns den Spaß weg zu sparen.

Viel mehr einen Überblick über unsere Situation und völlig unnötige Kosten zu bekommen. Wenn wir in unser Haushaltsbuch alles eintragen, notieren wir auch immer noch (Ein-) Sparideen: Zum Beispiel mein Amazon Prime-Konto. Weil man mein Mann auch eins hat. Wozu braucht man da zwei? Wenn ich etwas bestellen und kostenlos anliefern lassen will, schick ich ihm den Link. UPDATE: Herzlichen Dank für euren Hinweis, dass man bei Amazon Prime sogar einen Partner eintragen lassen kann, sprich jeder Zugang hat, aber nur ein Mal zahlt! Yeah!

Ebenfalls eingespart habe ich die Kourtney Kardashian-App, die ich nie benutze. Um zwei prominente Beispiele zu nennen, die kostentechnisch vielleicht gering wirken, aber viele kleine Kosten summieren sich zu großen Kosten.

Wir haben alle auftauchenden Kosten in Frage gestellt und sie neu bewertet. Ich kaufe zum Beispiel ein Mal die Woche in einem teuren Bio-Laden ein, aber das werde ich mir weiter gönnen, weil es auf unsere Gesundheit einzahlt und mir gutes Essen sehr, sehr wichtig ist. Das ist mein Gucci. Genau wie bestimmte Beauty- und Mode-Sachen, mit denen ich mich wohler und selbstbewusster fühle, was mir im Job und beim Geld verdienen hilft.

Es gibt also, so halte ich es für mich selbst vereinfacht: gute und böse Kosten.

 

So habe ich 2. gelernt: Welche Jobs ich mir leisten kann und welche nicht. Was dazu führte, zu erkennen wie viel ich wert bin. 

Seitdem ich weiß, dass ich viel mehr verdienen muss als ich dachte, muss ich genauer schauen, welche Jobs ich mir leisten kann und welche leider nicht.

Und das gilt nicht nur für Selbstständige, sondern auch für Festangestellte. Das gilt auch für Mütter. Gerade für Mütter, weil wir noch viel weniger Zeit zum Arbeiten haben als viele andere.

Ich habe, als ich noch viel für Magazine als freie Journalistin gearbeitet habe, oft zu hören bekommen: „Ah, du bist so teuer. Dich können wir uns gar nicht leisten.“ Bullshit. Ich bin sehr gut ausgebildet in diesem Beruf, habe viel Erfahrung, ich spare dem Chefredakteur, der viel teurer ist als ich, sehr viel Arbeit mit meinem Job. Helfe ihm (oder ihr) beim Geld zu verdienen. Wenn das nicht erkannt wird, bin ich dort nicht am richtigen Platz.

Dann kann ich mir den Job nicht leisten.

Kommt eine Firma auf mich zu, möchte mit mir zusammen arbeiten und nennt ein Honorar, das nicht meinem Tagessatz entspricht, mit dem ich mein Ziel nicht erreichen werde, muss ich den Job leider ablehnen.

Ich kann mir diesen Job nicht leisten.

Ich kann mir den Job auch emotional nicht leisten – weil ich weiß, dass meine Arbeit viel mehr Wert ist als sie bereit sind zu zahlen. Das wird zu schlechter Laune führen und mich demotivieren, genau wie mein Konto.

Ich möchte mir solche Jobs also auch gar nicht leisten, weil ich es mir wert bin, es nicht zu tun. Vielleicht hilft euch da der L’oreal-Jingle im Ohr zur Motivation: Weil ich es mir wert bin!

Die Zeit kann ich besser nutzen, um mir zu überlegen, wie ich in Zukunft mit einer größeren Idee mehr Geld verdiene. Am besten so, dass ich persönlich ab einem bestimmten Zeitpunkt gar nicht mehr viel dafür tun muss. Passives Einkommen nennt man das. Ein Mal Aufwand reingeben und die Idee dann für sich arbeiten lassen. Das kann das Entwickeln eines Produkts sein, das sich irgendwann von alleine verkauft. Ohne, dass man selbst noch jeden Handgriff selbst machen muss.

Es geht ums größer denken, um Größeres zu erreichen. Aus dem Kleinklein raus zu kommen.

Jetzt, wo ich weiß, was ich noch für ein großes Vermögen aufbauen muss, um bis an mein Lebensende abgesichert zu sein, kann ich mir kleine Ideen nicht mehr leisten. Ich muss jetzt größer denken, was ehrlicher Weise sogar Spaß macht!

Und bitte nicht falsch verstehen: Ich nehme jetzt nicht nur noch Jobs an, hinter denen viel Geld steckt. Ich lehne ehrlich gesagt mehr als 90 Prozent dieser Anfragen ab, weil ich mir meine Glaubwürdigkeit sonst kaputt machen würde. Was nicht an dem Geld liegt, sondern der seltsamen Sichtweise vieler Unternehmen auf ihre Zielgruppe. Ich möchte gute Geschichten und von echten Erlebnissen erzählen und keine platte Werbung machen.

 

Geld verdienen und haben sollte Spaß machen. Ich kenne so viele Frauen, die noch nicht fair für ihr Können bezahlt werden. Die aber auch zu unsicher sind, es einzufordern. Weil sie zum Beispiel denken: Ach, der Job macht mir aber doch so viel Spaß. Umso besser! Dann macht man ihn besonders gut und das sollte der Chef dringend wissen und finanziell würdigen. Weil gerade die guten Arbeitnehmer, die es wirklich drauf haben, oft fälschlicherweise denken, alle seien so gut. Sind sie nicht! Gute Mitarbeiter, die loyal, zuverlässig, engagiert und talentiert in ihrem Job sind, sind selten und pures Gold für Arbeitgeber. Also lasst euch entsprechend bezahlen.

Seht euren Job bitte nicht als Hobby, sondern als Absicherung für jetzt und die Zukunft. Besonders als Mütter. Ich höre so oft: Ich bin so dankbar, dass mein Arbeitgeber mich als Mutter überhaupt noch nimmt.

Da halte ich es mit Gründerin Verena Pausder, die ich vor kurzem interviewt habe, sie sagt:

Mütter in Teilzeit, gehören Vollzeit bezahlt.

Weil sie eh genau so viel arbeiten wie Vollzeitkräfte und weil sie sonst finanziell zu weit zurückfallen.“

Das gilt natürlich ähnlich für Väter in Teilzeit. Das ist vielleicht noch nicht überall sofort umsetzbar, aber es sollte eins unserer Ziel werden.

 

Und da sind wir auch schon bei dem 3. Punkt, den ich gelernt habe, dieses Jahr: Man muss Fragen stellen, um seinen Marktwert zu kennen.

Über Geld zu sprechen, darin sind viele leider nicht gut. Ich werde euch heute auch nicht genau sagen, was ich verdiene oder wieviel ich neuerdings spare, darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, in seinem Jobbereich eine Vertrauensperson zu finden, mit der man sich zu diesem Thema ehrlich austauschen kann. Das funktioniert wunderbar. Ich spreche mich mit Kolleginnen und Kollegen regelmäßig ab, was sie für Vorträge dieser Art oder andere Aufträge nehmen oder wie viel sie Mitarbeitern und Fotografen zahlen. Nur so weiß ich, wo ich im Markt stehe.

Was ich hingegen nicht mag, ist ausgefragt zu werden. Sprich statt, dass ein Austausch stattfindet, jemand zu mir kommt und alles von mir en detail wissen möchte, aber selbst nichts verrät oder anbietet im Tausch. Das sind oft hart erarbeitete Fakten, für die man im Lernprozess viel Schmerzensgeld bezahlt hat als Selbstständige.

Wenn man über Geld spricht, sollte dies auf Augenhöhe passieren.

In einem Umfeld, in dem klar ist: Ich helfe dir und du hilfst mir. Deshalb am besten unter Kollegen darüber sprechen, so dass beide Seiten davon profitieren. Wir machen das unter Freundinnen und Kolleginnen/Kollegen regelmäßig als Beratungs-Quickies.

Welchen Rat ich aber gern kostenfrei weitergebe ist dieser: Ich werde oft von Firmen, gern auch von Start-Ups angesprochen, ob ich ihnen bitte bei der Bewerbung ihrer Produkte helfen könnte. Sie hätten leider kein Geld, aber es wäre echt so lieb von mir, wenn ich helfen würde. Man würde doch so kämpfen…

Freunden und Menschen, die wirklich Hilfe brauchen, helfe ich jederzeit. Was mich bei diesen Anfragen nur stört ist, wenn ich dann plötzlich sauteure TV-Spots und ähnliches von denen sehe und merke: Sie wollten einfach nur sparen.

Dazu stelle ich mir immer vor, wie jemand bei Prada herein marschiert. Der Verkäuferin die Hand schüttelt, freundlich sagt: „Ich habe leider kein Geld, aber das Kleid ist so schön, das nehme ich jetzt so mit! Danke! “ Versucht raus zu spazieren – und, genau, die Alarmanlage springt an.

Bitte hört auf eure Alarmanlagen. Seid Prada, lasst euch nichts klauen, lasst lieber die Kreditkarten an eurer Kasse glühen und investiert in euch und eure Zukunft.

 

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

 

++++

Als ich Auszüge aus dem Vortrag bei InstaStories teilte, kam neben viel Zuspruch als Einwand von zwei Frauen, dass mit der Teilzeit sei ein unrealistisches Ziel. Und unfair sei es auch: den in Vollzeit arbeitenden gegenüber und den Nicht-Müttern.

Ich antwortete: “Ich glaube, man braucht Ziele, die zuerst unrealistisch erscheinen, um in der Realität voran zu kommen. Weil dann alte Muster aufgebrochen und diskutiert werden. Wenn wir immer nur daran festhalten, was alles (angeblich) nicht geht, kommen wir nicht voran. Warum nicht das Undenkbare ausprobieren und dabei lernen?”

Und der Frau, die schrieb, dass es unfair den (Noch-) Nicht-Müttern gegenüber sei, schrieb ich: “Wäre es nicht schön zu wissen, dass du aus finanzieller Sicht keine Angst davor haben müsstest, Kinder zu bekommen? Weil du nicht in ein finanzielles Loch fallen würdest, dass du nur sehr schwierig wieder aufholen können wirst?”

Das nur als Ergänzung meiner Gedanken.

Ich habe zu dem Thema Vorsorge dieses Jahr auch ein sehr ausführliches Interview mit Finanzbestsellerautorin Natascha Wegelin geführt. Es beantwortet auch Fragen wie: wie fängt man an, wo findet man einen unabhängigen Honorarberater et cetera. Wenn ihr euch also weiter in dieses Thema einarbeiten möchtet, wozu ich sehr rate, lest das Interview. Und Nataschas Buch Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können (*Affiliate Link). Und alles, was ihr zu dem Thema finden könnt. Werdet selbst Expertinnen, versteht das Thema, so kann euch niemand Mist verkaufen und könnt ihr euch selbst richtig absichern. Das sorgt gleich für noch mehr Selbstbewußtsein!

Es gibt keine Ausreden, es nicht zu tun.

 

Ich bin gespannt auf eure Gedanken!

Herzlich,

Steffi

Text – Stefanie Luxat

Fotos – Jule Zeller

38 Comments

  1. Antworten Heike 9. November 2018 um 08:14 Uhr

    Liebe Steffi, dieser Beitrag hat mir so gut getan, wenn gleich er mich auch so aufwühlt.
    Ich mache mir seit vielen Jahren unglaublich große Sorgen um die Zukunft in finanzieller Hinsicht (mein Mann betreibt einen kleinen Radladen, wurde dieses Jahr 60 und wir wissen diese Lücke, von der du sprichst, ist nicht mehr zu schließen).
    Es begleitet mich ständig.
    Ich frage mich, wie man – wenn man als Angestellte so wie ich arbeitet – trotzdem eine Chance hat mehr für die Rente zu sparen (ich bin 46), wenn man nicht die Möglichkeit hat sich Projekte auszusuchen, sondern nach Tarif bezahlt wird.
    Ich werde mir auf alle Fälle ein Haushaltsbuch zulegen und d ieses Buch lesen, von dem du sprichst.
    Ich möchte nicht das Gefühl haben: Ach, ich kann doch eh nichts tun, als mach ich einfach so weiter.
    Danke für diesen Impuls.
    Herzlichst
    Heike

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 09:09 Uhr

      @Heike: Lieber Heike, ich kenne dieses fiese Gefühl, dass einem fast den Boden unter den Füßen nimmt. Weißt du, was als einziges hilft: Loslegen! Sich mit dem Thema beschäftigen, deiner Angst entgegenschauen und genau das, was dir Sorgen macht, angehen. Du schaffst das, bestell dir das Buch (kostet 10 Euro), lies es, gibt es deinem Mann. Lest alles, was ihr zu dem Thema in die Hände bekommt (auch von anderen Autoren und Experten) und dann überlegt gemeinsam, wie ihr eure Zukunft angehen könnt. Es gibt so viele Möglichkeiten, ihr müsst nur anfangen! Und Projekte kann man sich immer aussuchen, auch neben dem Tarifjob. Auch für einen kleinen Radladen. Man muss nur auf eine Idee kommen, die über eure bestehende hinausgeht. Stichwort u.a. Passives Einkomen. Fragt eure Kunden, was sie sich noch wünschen würden, überlegt, welche Möglichkeiten es noch im Internet gäbe, denkt größer, ich muss es jetzt auch tun und es macht überraschend viel Spaß! Ihr schafft das! Herzliche Grüße, Steffi

  2. Antworten Jen 9. November 2018 um 08:46 Uhr

    Was für ein grandioser Beitrag! Ich feiere deine Themen und dich so sehr und dieser Vortrag zeigt einfach, wie wichtig es ist Dinge zu wagen und loszugehen! Hurra auf dich!

  3. Antworten Katrin 9. November 2018 um 09:15 Uhr

    Guten Morgen Steffi,

    ein informativer Beitrag, der mich zum Nachdenken angeregt hat.
    Ok, für meine Rente habe ich zum einen eine Versicherung abgeschlossen, wo ich mit 65 Jahren einen gewissen Betrag bekomme und außerdem spare ich noch ein bisschen über meinen Arbeitgeber. Ansonsten habe ich keinerlei Rücklagen und lebe nach dem Motto “ich lebe jetzt und möchte es genießen, in jeglicher Hinsicht, wer weiß, wie lange ich Zeit habe”. Das mag blauäugig und nicht sehr schlau sein ….. 😉
    Jetzt sitze ich hier und denke, vielleicht sollte ich mich doch mit dem Ganzen nochmals auseinandersetzen und schauen, wie ich auch im Alter einen gewissen Lebensstandard halten kann. Denn die Erfahrung, wie es ist jeden Penny umzudrehen und sich nichts nebenbei leisten zu können, habe ich 10 Jahre als Alleinerziehende durchlebt und möchte nicht nochmal an diesen Punkt kommen.
    Und wenn Madame Moneypenny sagt, dass geht auch noch mit 50, dann ist es ja nicht zu spät 😉
    Vielen herzlichen Dank für Deinen Denkanstoß und die Offenheit, Themen anzusprechen, die “normalerweise” tabu sind!!! Liebe Grüße Katrin

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 09:20 Uhr

      @Katrin: Guten Morgen Katrin! Schön, dass er was bei dir auslöst. Ich möchte auf keinen Fall Panik verbreiten, ich hab nur genau wie du auch eine Versicherung schon vor Jahren abgeschlossen, jahrelang in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt und und und. Ich wollte einfach mal jemand Unabhängigen sich das anschauen lassen und feststellen, ob das für später reicht: Tut es leider nicht. Absolut komplett gar nicht! Ich bin sehr froh, es jetzt festzustellen, so weiß ich genau, was zu tun ist. Ich war bei einem unabhängigen Honorarberater zur Überprüfung und Beratung. Das kostet erstmal was, aber es wird einem auch kein unnötiges Produkt aufgedrängt. Als Alternative gibt es auch noch die Verbraucherzentrale, ist günstiger. Du machst das schon, leg einfach los! Herzlich, Steffi

  4. Antworten Romy 9. November 2018 um 09:22 Uhr

    Liebe Steffi,
    vielen Dank für deinen Post! Das Thema ist so unglaublich wichtig und ich bin unheimlich froh, dass du dich so öffentlich damit auseinander setzt! Generell frage ich mich immer, wie wir (oder so viele von uns) das so lang verpennen, beziehungsweise die Augen davor verschließen und auf das Beste hoffen konnten.
    Ich weiß nicht, wie das in Deutschland ist, da ich dort nicht sonderlich viel in die Rentenkasse eingezahlt hatte, aber hier in Schweden kann man sich die staatliche Rente, die einem theoretisch irgendwann zustehen würde, ganz einfach am Computer ausrechnen lassen (dass man am Ende wahrscheinlich ohnehin einen ganz anderen Betrag bekommen wird, ist eine andere Sache). Das ernüchtert extrem – und zwingt einen, sich wirklich mit dem Thema auseinander zu setzen und die private Vorsorge ernsthaft anzugehen.
    Mir wird wirklich mulmig, wenn ich sehe, wie vor allem Frauen, Mütter ihren eigenen Wert herunter spielen und sich damit auf Dauer in unhaltbare Situationen bringen, nicht nur in Bezug auf finanzielle Aspekte, sondern so viele mehr. Sich nicht mit seinem tatsächlichen Wert auseinander zu setzen, nicht das zu fordern, was einem zusteht, für sich und seine Zukunft zu sorgen, sondern auf andere (den Mann, den Staat, den Lottogewinn) zu hoffen, zeigt, wie wenig man sich selbst ernst nimmt. Diese blöde Bescheidenheit, die uns Mädchen/Frauen ewig eingetrichtert wurde und die uns irgendwie davon abgehalten hat, Forderungen zu stellen, ist so hinfällig. Du beschreibst es so schön, wie man über seinen eigenen Wert nachdenken und dafür einstehen sollte, und ich werde mir das jetzt hinter die Ohren schreiben, um nicht bei der nächsten Gehaltsverhandlung doch wieder einzuknicken.
    (Hier gab es neulich beispielsweise eine Untersuchung, dass viele Frauen, die sich gern von ihren Partnern trennen würden, dennoch in ihren Beziehungen/Ehen bleiben, weil sie sich keine eigene Wohnung leisten könnten – ich meine … Das ist schon heftig)

    Vielen Dank für deinen Input!

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 09:27 Uhr

      @Romy: Liebe Romy, hast du zufällig meine Podcast-Folge mit Meike Winnemuth gehört? Darin erzählt sie, dass schon ihre Mama in den 50ern in einer Camembert-Schachtel sich Geld angespart hat. Sie nannte es das Fluchtgeld. Für den Fall, dass sie mal vor etwas flüchten müsste. Die Geschichte mag ich so gern, weil sie zeigt, was passiert, wenn man dieses Geld nicht hat: Dann ist man gefühlt gefangen in einer Situation. Im Job oder auch einer Ehe. Man kann da trotzdem rauskommen, man muss sich nur schlau machen und sich dieses Fluchtgeld zurechtlegen, über die Finanzen (auch des Partners) informieren. Allgemein ist es einfach wichtig, das ekelige Gefühl, das man ja nur verdrängt, anzugehen. Danach gibt es so viel bessere Gefühle als Belohnung! Herzliche Grüße nach Schweden! Steffi

  5. Antworten Katharina 9. November 2018 um 09:24 Uhr

    Liebe Steffi,
    danke für den tollen Beitrag zu so einem wichtigen Thema.
    Meiner Meinung nach müsste das Thema „Finanzen“ in den Schulen vermittelt werden, weil es niemals wieder einfacher wird, als junger Mensch mit geringen Anlegebeträgen ein Vermögen aufzubauen.
    Gleichzeitig müssten immer die Ziele auf einem Visionboard sichtbar sein: Wenn die Finanzen stimmen, kann ich z. B. im Job auf Teilzeit gehen (weil ich es mir leisten kann, nicht weil ich Kinder habe) oder mir eine unbezahlte Auszeit nehmen, etc. Solche Ziele motivieren!
    Ich hatte das Glück, in einer Familie groß zu werden, in der mir bereits im Jugendalter gezeigt wurde, wie ich investiere, nicht mehr ausgebe, als ich einnehme, den Wirtschaftsteil einer überregionalen Zeitung lese, ein Vermögen aufbaue und meine Ziele definiere (so habe ich mir selbst erarbeitet, dass ich mit 35 Jahren auf eine 4-Tage-Woche gehen konnte).
    Finanzielle Intelligenz sollte jedoch nicht familienabhängig „vererbt“ werden, sondern für alle möglich sein – hier müssen Schulen handeln und gleichzeitig aufzeigen, wieviel Spaß es macht, am Wachstum der Wirtschaft (z. B. durch Aktienbesitz) zu partizipieren (auch wenn zugegebenermaßen zurzeit eine Durststrecke herrscht, die wir aussitzen).
    Danke also nochmal für die Awareness für das Thema und liebe Grüße, Katharina

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 09:29 Uhr

      @Katharina: Liebe Katharina, genau mein Gedanke! Und wie toll es klingt, wie du da von deinen Eltern erzogen und vorbereitet wurdest. Es wäre großartig, wenn solche wirklich lebenswichtigen Themen in die Schulen kämen! Herzlich, Steffi

  6. Antworten Janine 9. November 2018 um 09:24 Uhr

    Liebe Steffi,

    Vielen Dank für dieses sehr wichtige Thema!
    Manchmal wird mir auch Angst und Bange, wenn ich darüber nachdenke.
    Planst du eigentlich einen Podcast mit Natascha? Das wäre toll!
    Das schönste Wochenende für dich und danke für deine Arbeit!!!

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 09:28 Uhr

      @Janine: Liebe Janine, das ist eine schöne Idee, nur hat mein aktueller Podcast ja einen anderen thematischen Fokus, aber wer weiß, vielleicht bekomme ich das Thema noch über eine Kurve mit rein! Auf jeden Fall lieben Dank für die Idee! Herzlich, Steffi

  7. Antworten Martina 9. November 2018 um 09:50 Uhr

    Liebe Steffi,
    ein großartiger Artikel mit vielen Denkanstössen. Danke dafür!
    Ich find klasse, dass Du das Thema (nicht zum ersten Mal) publik machst.
    Leider hat sich die Denke bzgl. Arbeitgeber und Mütter noch nicht in den Köpfen der Chefetagen von grösseren Unternehmen herumgesprochen. Immer öfter bekomme ich mit, dass lieber ein Aufhebungsvertrag angebote wird, als eine “Teilzeit-Mutti” weiter zu beschäftigen. Damit fängt’s schon an… Dass diese “Teilzeit-Muttis” oftmals viel mehr leisten als die Vollzeit-Angestellten (Zeitdruck, Druck überhaupt und weniger Kaffee-Pausen) haben leider noch wenige verstanden.
    Vorsorge ist gerade heutzutage sehr wichtig.
    Ich wüsche mir noch weitere inspirierende Artikel von Dir zu diesem Thema – schon allein, weil Andere viel zu wenig offen und zu selten das Thema ansprechen.
    DANKE!
    Liebe Grüße,
    Martina
    Liebe Grüße,

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 10:51 Uhr

      @Martina: Liebe Martina, ja, die Geschichten kenne ich alle nur zu gut. Auch von Müttern, die das anderen Müttern antun. It’s a wild world! Aber das sollte uns nicht stoppen! 🙂 Herzlich, Steffi

  8. Antworten Melanie 9. November 2018 um 09:52 Uhr

    Boah, wie Recht du hast!! Und Verena Pausder auch.

    Mein erster Impuls auf diese Teilzeit-Arbeit aber 100% bezahlt werden, löst bei mir auch erst mal den Reflex aus… nee, geht ja gar nicht.

    Denn ich bin einer der wenigen Mütter in meiner (männerdominierten) Branche, die 100% arbeiten. Und ich bekomme oft zu hören, wie das denn geht, ob mein Kind während ich arbeite allein im Keller hocken würde und so Sachen. Von Männern und Frauen. Aber niemand fragt das meinen Mann…
    Wir haben das für uns super geregelt. Und es ist nicht leicht, ich mache mir oft Vorwürfe. Aber dann hole ich mich aus der negativen Gedankenspirale schnellstens wieder raus, denn die beste Mama kann ich nur sein, wenn ich glücklich bin. Da gehört bei mir ein erfüllender Job dazu.

    Ich finde, auch wenn ich momentan gefühlt in meinem Umfeld ein Einhorn bin, Frau in Führungsposition, 100% Pensum, Mutter eines 16 Monate alten Kindes, den Gedankenansatz sehr sehr gut. Evtl 80 % Pensum aber 100% Gehalt, aber wieso nur für Mamas? Papas sollte das gleiche zustehen, nicht?
    Es ist schon eine rechte Herauforderung, das Leben als solches zu organisieren und dabei den Spass und die Leichtigkeit nicht zu verlieren.
    Und die 100% Gehalt braucht es definitiv um für die Rente vorzusorgen.
    Von daher, neue Gedanken müssen her, so wie es jetzt ist, ist es okay – aber nicht ideal!
    Danke, Steffi!

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 10:49 Uhr

      @Melanie: Liebe Melanie, ha! Siehste! Jetzt weiß ich, was ich im Text noch ergänzen wollte: Das (und Papas) bei der Teilzeit in Vollzeit-Geschichte. Hol ich direkt nach! Hast du mein Interview mit Verena Pausder gelesen? Würde bestimmt für gute Gefühle bei dir sorgen! You are not alone! 🙂 Herzlich, Steffi

  9. Antworten me 9. November 2018 um 09:56 Uhr

    einfach nur großartig! und ja, wir sollten alle unrealistisch sein und der welt zeigen, was es heisst kinder zu erziehen! auch wenn ich nicht mehr davon profitieren kann, weil meine #lieblingsprinzen schon erzogen sind, so bin ich FÜR teilzeitmütter!
    und meine vorsorge, die habe ich klassisch gemacht, mit und wegen mr.right und meinem arbeitgeber, der auch sehr gut für mich sorgt.
    und das mit dem haushaltsbuch, darüber denke ich mal nach. ich habe zwar weder amazone prime noch die app, aber bestimmt gebe ich oft unnütz geld aus.

  10. Antworten Ariana 9. November 2018 um 10:09 Uhr

    Liebe Steffi,
    Ich bin ein großer Fan von deinem Blog, die ich seit Jahren folge.
    Ich finde es aber immer noch ein bisschen schade dass die Mütter, die in Vollzeit arbeiten zu wenig erwähnt sind.
    Mütter, die in Vollzeit arbeiten, sind in Deutschland immer noch die Ausnahme.
    Ich komme aus Portugal, habe Pharmazie studiert und arbeite seit Jahren in der Pharmaindustrie in Deutschland. Es macht mir einfach total viel Spaß.
    Nach meiner erste Tochter bin ich wieder in Vollzeit eingestiegen und musste lernen mit mitleidigen Blicken, schlechtem Gewissen und Sozialneid umgehen zu können. Ich habe den Gleitzeit Vorteil, kann sehr sehr früh anfangen (schon um 6.30) und kann dann meiner Kindern auch früher abholen. Muss mich aber trotzdem immer für meine Entscheidung rechtfertigen müssen. In Portugal und eigentlich in die meisten EU Länder ist so was ganz normal und Mann wird nicht ständig dafür kritisiert.
    Ich fühle mich aber trotzdem manchmal wie eine Exotin und würde mich freuen wenn wir (Vollzeit berüfstätig Mütter) nicht vergessen würden.
    Sorry für die Schreibfehler, deutsch ist aber nicht meine Muttersprache.
    Liebe Grüße aus München,
    Ariana

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 10:45 Uhr

      @Ariana: Liebe Ariana, hast du meinen Film auf Instagram zu Verena Pausder gesehen? Und mein Interview mit ihr im She’s Mercedes-Newsletter gelesen? Würde dir bestimmt sehr gefallen! Da geht es genau um das Thema! Herzlich, Steffi

  11. Antworten Amy @apidaecandles 9. November 2018 um 10:21 Uhr

    Liebe Steffi,
    so ein unerwartetes Thema von Dir! Um so toller finde ich Dein Beitrag.
    “Seid Prada, lasst euch nichts klauen.” … mein neues Mantra.
    Danke liebe Steffi für Deinen sehr motivierenden Vortrag.
    Und du sahst umwerfend aus!
    Liebe Grüße,
    Amy

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 10:44 Uhr

      @Amy: Liebe Amy, ah, echt? Ich dachte, nach dem Madame Moneypenny-Interview ist es konsequent das noch mal anzusprechen. Ich finde es genau so wichtig wie alle anderen Themen. Das ist doch die Mischung des Lebens: Ernstes und Heiteres. Freu mich sehr, dass du jetzt ein neues Mantra hast! Das vergisst man nicht so schnell, oder? 🙂 Herzlich, Steffi (die gleich zum Mobilisieren muss, weil die Highheels für fiese Rückenschmerzen gesorgt haben, hahahah!)

  12. Antworten Franziska 9. November 2018 um 10:25 Uhr

    Liebe Steffi,
    vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich gebe zu trotz BWL Studium langweilt mich das Thema Finanzen sehr.
    Da mein Vater ein Lebemann ist und nur im “Hier und Jetzt” sein Geld sehr großzügig ausgibt, wird es uns als Kinder wohl nicht erspart bleiben im Alter für ihn mitzusorgen.
    Für meinen Sohn möchte ich das nicht! Grund genug das Thema nochmal anzugehen und alle Kosten aufzustellen.
    Vielen Dank für diesen Input!
    Liebe Grüße Franzi

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 10:42 Uhr

      @Franziska: Liebe Franzi, oh ja, das wird auch noch spannend, das Thema. Wieviele nicht genau wissen, ob die Eltern überhaupt gut genug abgesichert sind. Das müssen wir hier irgendwann auch noch mal besprechen. Herzlich, Steffi

  13. Antworten Dorthe 9. November 2018 um 11:10 Uhr

    Liebe Steffi,
    Danke, dass du uns deinen Vortrag hier zeigst.
    Ich fand dein Interview neulich ja schon spannend. Gerade bin ich ja auf Arbeitssuche, da das Magazin, bei dem ich war, eingestellt wird. Dort war ich als 450€–Kraft angestellt. Habe auch nach Feierabend gearbeitet, eigene Projekte umgesetzt, war mit vollem Herzen dabei … trotzdem bleibt ein doofer Nachgeschmack, wenn auf der Abrechnung immer „Aushilfslohn“ steht und vom Chef gar nicht so richtig gesehen wird, dass man viel mehr ist und macht als eine Aushilfe. Das man ein fester und wichtiger Teil des Teams ist.
    Damals hatte ich wirklich einen Mini–Job gesucht. Aber jetzt kommt für mich nur eine Teilzeitstelle in Frage. Damit das, was ich kann und leiste auch honoriert wird (obwohles mir noch sehr schwerfällt, es so zu sehen …).
    Doch erst gestern habe ich einer anderen Mami erzählt, wie schwer es ist, in diesem Bereich eine Teilzeitstelle zu finden. Wenn überhaupt werden Vollzeitkräfte gesucht. Oder wieder Aushilfen. Sie erzählte mir, dass sie jetzt immer so argumentiert: Sie schafft in ihren Teilzeitstunden mindestens genauso viel wie ihre Vollzeit Kollegen. Denn sie arbeitet viel effektiver, gerade weil sie nur diese Stunden hat. Ich finde den Ansatz von Verena Pausder daher auch echt gut. Denn, wie meine Freundin ja auch sagt, hat man am Ende des Tages genauso viel geschafft (für weniger Einkommen).
    Viele sagen mir auch, ich soll auf keinen Fall wieder einen Mini–Job annehmen … wegen der gesetzlichen Rente. Die kommt aber in deinem Finanzplan eigentlich nicht wirklich vor oder? Weil es zu ungewiss ist? Und eh zu wenig sein wird? Könnte man darauf denn nicht doch direkt verzichten und alles allein sparen? Na ja, da brauche ich wohl einen Berater … aber erst mal wieder Einkommen ;–)

    Also, lieben Dank, Steffi! Ach und wie witzig … Verena Pausder kannte ich nur über die Digitalwerkstatt(Box) … wünscht die Lütte sich vom Weihnachtsmann…

    Liebe Grüße,
    Dorthe

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 12:13 Uhr

      @Dorthe: Liebe Dorthe, genau, jede Situation ist so persönlich, dass sie am besten direkt mit einem Experten besprochen werden sollte. Und du dir entsprechende Lektüre besorgst. Schau dich doch als Anfang u.a. mal bei Madame Moneypenny um und suche dir einen (sehr wichtig: unabhängigen) Berater. Du kannst auch mit deiner Bank sprechen, nur ist deren Ziel natürlich, dir ihre Produkte zu verkaufen. Daher einfach erstmal einarbeiten in das Thema, Dinge verstehen und dann loslegen! Du schaffst das! Herzlich, Steffi

  14. Antworten Maria 9. November 2018 um 12:13 Uhr

    Liebe Steffi,

    ich kann meinen »Vor-Schreiberinnen« nur zu 100 % beipflichten – VIELEN DANK für den Wachrüttler, das A…treten und den Finger in die Wunde legen. Anders gehts anscheinend nicht – und bei mir leider üüüüüberhaupt nicht.

    Ich bin selbstständig und arbeite viel und meistens hart und das nicht immer zu den Honorarvorstellungen, die ich mir wünsche … aber das wäre nun Jammern auf hohem Niveau.

    Das Einzige, was ich bei Deinem Vortrag und dem Blogspot kritisieren mag (und hoffentlich darf) ist, dass das alles im Zusammenhang mit der SPARKASSE läuft/lief. Denn die SPARKASSE hat mich beim Start meiner Selbstständigkeit (vor 18 Jahren) komplett hängen lassen, doof angemacht (weil ich erst 23 Jahre alt war) und als dann mein Vater starb und Schulden bei der SPARKASSE hatte, auf’s Schlimmste im Regen stehen lassen (und nebenbei auch noch über den Tisch gezogen).

    Danke Dir! Vielmals!
    Und NICHT der Sparkasse.

    Wir schaffen das – auch ohne die SPARKASSE.

    Liebe Grüße,
    Maria

    • Antworten Steffi 9. November 2018 um 12:17 Uhr

      @Maria: Liebe Maria, es tut mir leid, dass du so eine Erfahrung mit dieser Bank gemacht hast. Es gibt aber überall schwarze Schafe, das ist leider auch wahr. Was kein Argument für oder gegen die Sparkasse sein soll. Ich habe bei dem Event zugesagt, weil ich die Art mag, wie Edition F zusammen mit der Sparkasse das Thema angegangen ist. Aber wie du ja auch gelesen hast, halte ich mich da völlig neutral, mir ist wichtig, dass sich Frauen in diesem Bereich weiterbilden und niemanden (egal welcher Bank oder welchem auch unabhängigen Berater) blind vertrauen. Wir müssen uns einfach schlau machen, damit uns niemand veräppeln kann. Herzlich, Steffi

  15. Antworten Katja 9. November 2018 um 13:11 Uhr

    Liebe Steffi,
    meine Erleuchtung war: Ich kann mir diesen Job nicht leisten. Ich arbeite seit einem Jahr als freie Journalistin und Autorin und muss nach vielen Jahren Festanstellung erst noch die Guten von den Bösen unterscheiden lernen. Ich habe gerade ein großes Buchprojekt abgesagt, weil ich es mir nicht leisten kann. Ich könnte heulen – weil es so schön geworden wäre. Aber es geht ja nicht nur um Lametta, sondern auch um Butterbrot. Ich war nicht immer Dein Fan – aber jetzt haste mich auch gecatcht!
    Alles Liebe und vielen Dank
    Deine Katja

  16. Antworten Sarah 9. November 2018 um 13:38 Uhr

    Liebe Steffi,

    wie gut, dass du locker und offen über Geld sprichst und viele Frauen sich hier Inspiration und Mut für ihr eigenes Leben mitnehmen können. Zum Beispiel für das kommende Gehaltsgespräch.

    Warum sprechen wir Frauen eigentlich so ungern über dieses wichtige Thema und stehen nicht für unseren Wert ein? Vielleicht, weil wir es gewohnt sind, uns erst einmal hinten anzustellen. “Sei nicht so gierig, sei nicht so forsch, sei zufrieden mit dem was du hast und sag brav danke!“ Gehört als kleines Mädchen, verinnerlicht fürs Leben. Und so machen wir uns lieber abhängig, schauen auf zu unseren Männern oder schuften hart und sind unseren Vorgesetzten dankbar dafür, zumindest ein winziges Stück vom großen Kuchen abzubekommen. Und schämen uns gleichzeitig heimlich dafür…

    Meine Mutter ist hoch gebildet, war beruflich erfolgreich bis sie sich entschied zu Hause bei ihren Kindern zu bleiben. Mir wird bei jedem Besuch schmerzlich bewusst, was es bedeutet alt und arm zu sein.

    Zum Glück gibt es immer mehr Frauen, die sich wie du klare finanzielle Ziele setzen und hart dafür arbeiten, diese zu erreichen. Das setzt jedoch auch einige Privilegien wie z.B. Bildung und Gesundheit voraus. Und somit ist und bleibt die finanzielle Absicherung im Alter leider für die kommenden Jahrzehnte ein Riesen-Thema für alle, insbesondere für Frauen, insbesondere für Mütter. In diesem Sinne heißt es wohl oder übel für die meisten von uns „Nachsitzen!“ und du hast heute einen schönen Denkanstoss dazu gegeben!

    Liebe Grüße, Sarah

    (Kleiner TV-Tipp zum Abgang: Ich bin gespannt auf die Menschen hautnah-Reportage am 15.11.2018, die wunderbar zum Thema in deinem Artikel passt! “Arm trotz Arbeit – Warum viele Frauen so wenig verdienen”)

  17. Antworten Julia 9. November 2018 um 15:49 Uhr

    Liebe Steffi, vielen Dank für deinen neuen super wertvollen Artikel zum Thema Geld. Du hast mich durch das Interview mit Natascha Wegelin schon angefixt. Madame Moneypenny ist schon gelesen, jetzt bin ich bei “Bali statt Bochum”. Ich kann mich dir nur anschließen: einfach anfangen!!! Mittlerweile macht es richtig Spaß. Hab schon meine Versicherungsübersicht angefordert und bin gespannt, was die Verbraucherzentrale bzw. Honorarberatung dazu sagt. Diese Gefühl es selbst anzupacken und sich nicht auf andere verlassen zu müssen, fühlt sich verdammt gut an. Gönn dir dein Gucci – zählt doch als Investition ins Humankapital 😉 Danke für deinen tollen Blog!

  18. Antworten Joana 10. November 2018 um 15:47 Uhr

    Liebe Steffi,
    danke für den Beitrag! Seit Anfang dieses Jahres beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Finanzen und Altersvorsorge.
    Geld war bei uns Zuhause einerseits allgegenwärtig (meine Mutter hat meine drei Geschwister und mich alleine grossgezogen – Geld war immer knapp und daher ein grosses Thema) und andererseits ein Tabu-, ja sogar Angstthema (mein Vater hat einen Offenbarungseid geleistet nachdem sich mein Eltern getrennt haben). Ich musste 37 Jahre alt werden, um mich diesem Angstthema anzunehmen.
    An einer Sache hat meine Mutter nicht gespart: Bildung. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Ich habe studiert und verdiene heute sehr gut. Dennoch habe ich beim Thema Finanzen – vor allem bei dem Thema deines Blogbeitrags “mein Wert” noch viel zu lernen. Im Sparen bin ich gut – darin, für mich und meinen Wert einzustehen (noch) nicht.
    Gerade habe ich mich entschlossen, eine Wohnung für meine Mutter zu finanzieren – sie hat wie gesagt vier Kunder alleine grossgezogen, immer gearbeitet und aufgrund der Ausgaben für einen 5-Personenhaushalt kaum was für die Rente zurücklegen / sparen können… Die Entscheidung, meiner Mutter etwas zurückzugeben fühlt sich erwachsen und richtig an. Gleichzeitig wirft sie drängende Fragen für mein eigenes Alter auf – meine Rentenlücke ist gross und ich werde nichts erben. Meine ersten Berufsjahre habe ich sehr wenig verdient und musste mein Bafög zurückzahlen. Jetzt habe ich einen Traumjob und werde gut bezahlt – das fühlt sich toll an. Jetzt stehe ich vor der Entscheidung selber eine Familie zu gründen. Ich tue mich schwer “ja” dazu zu sagen – vor allem vor dem Hintergrund meiner Altersvorsorge und was ich beruflich und damit auch (zeitweise) finanziell aufgeben müsste (Gehaltseinbussen, ggf. Karrierestagnation). Die 100% Bezahlung bei 80% Beschäftigung wären eine Lösung 😉
    Viele liebe Grüsse,
    Joana

  19. Antworten Sara 10. November 2018 um 18:47 Uhr

    Vielen Dank für diesen Vortrag. Es ist für uns Frauen so wichtig über Finanzen der Familie sich auszukennen.
    Ich selbst stehe an einem Scheideweg , alleinerziehend, 10 Jahre TZ bis 70% gearbeitet. Und nun habe ich aufeinmal 50% angestellt und 30% selbstständig. Viele die in dem selben Bereich arbeiten, raten mir zur vollständigen Selbstständigkeit. Nur ich habe Angst vor den ernormen Fixkosten, wie Krankenversicherung, Rente oder Krankheit.
    Gleichzeitig merke ich, wie Selbstständigkeit und angestellt auf meine Kräfte geht.

  20. Antworten Susanne Boll 12. November 2018 um 09:31 Uhr

    Liebe Steffi,

    vielen Dank für Deinen wirklich tollen Beitrag ! Ich bin seit Jahren dabei, an meiner eigenen Einstellung zum Wert meiner Leistungen zu arbeiten (ich arbeite auch freiberuflich) – und Pricing ist echt ein mühsames Thema. Davor habe ich mich lange Zeit gedrückt…

    Dein “Prada-Beispiel” ist so schön anschaulich – das werde ich mir merken! Ja – man kann es sich nicht leisten, sich unter Wert zu verkaufen. Zumal ich jeden Auftrag – egal ob gut honoriert oder nur mager – mit dem selben Qualitätsanspruch erfülle. Die Erkenntnis – und dass sich diese wirklich verfestigt – ist ein mühsamer Weg. Vielen Dank für die Erinnerung daran – ich würde mich freuen, häufiger über dieses Thema zu lesen und immer wieder angestupst zu werden.

    Liebe Grüße
    Susanne

  21. Antworten Nina 12. November 2018 um 21:13 Uhr

    Liebe Steffi – hast Du gute Tipps, wie man einen Honorarberater findet? Bei meiner Recherche wurde immer wieder davor gewarnt, dass viele Berater einfach nicht gut seien…
    Wo sucht man denn eigentlich? Beim Verband der privaten Berater?

    Danke für Deine Hilfe, Nina

  22. Antworten Sandra 13. November 2018 um 12:12 Uhr

    Liebe Steffi,
    vielen lieben Dank für Deinen Beitrag – er kam genau zur rechten Zeit. Ich hatte jetzt nach meiner Elternzeit ein Jobangebot, das zwar recht interessant klang aber einfach unterirdisch bezahlt werden sollte. Ich habe hin und her überlegt, ob ich es dennoch machen soll, denn als Mama weiß man ja auch nie, was noch so kommt. Aber mein Bauchgefühl war nicht gut, ich wäre jeden Tag dort hingefahren und hätte mir dabei gedacht, “ich bin unterbezahlt”.
    Nach Rücksprache mit meinem Mann, haben wir gemeinsam beschlossen, “ich bin Prada” und habe den Job abgesagt – es fühlt sich gut an und ich bin mir sicher, es wird für irgendwas gut sein!
    Danke Dir und lieben Gruß!

  23. Antworten Steffi 13. November 2018 um 12:23 Uhr

    Ein toller und wichtiger Vortrag und Artikel. Danke dafür! Ein Gedankengang meinerseits: da die Gehaltsschere bei Männern und Frauen so deutlich auseinandergeht (Stichwort: equal pay day) und Frauen immer noch weniger verdienen nur aufgrund ihres Geschlechts, ist es da nicht pi mal Daumen genommen so; wenn eine Frau in Teilzeit wie Vollzeit bezahlt WÜRDE – dass sie dann quasi wie ein Mann bezahlt würde? Wäre das eine Art Gleichberechtigung wie sie so in der Realität nicht stattfindet? Vielleicht bin ich auch nur Banane im Kopf 😉 Aber so meine Milchmädchenrechnung.
    LG Steffi

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