Wonach ist dir heute?

Eine neue Studie besagt, wer regelmäßig und vor allem früh Urlaub plant und sich somit – knickknack- auch lange darauf vorfreuen kann, ist ein glücklicherer Mensch.

Das erklärt, warum mein lieber Freund Dieter Braun und seine entzückende Gattin Ju die meiste Zeit fröhlich sind, wenn ich sie treffe. Die beiden Weltenbummler sind nämlich oft unterwegs und wenn gerade nicht, dann planen sie die nächste große Reise. Sonst werden sie ganz nervös.

Deshalb freue ich mich jetzt sehr, dass Dieter Braun (der Top-Typ unten rechts im Bild, hinter dem Riesenschädel), der auch noch ein fantastischer Illustrator ist, hier heute in seinem ersten Gastbeitrag vom soeben abgeschlossenen Safari-Urlaub in Afrika berichtet. Weitere Fotos dazu sind auch in seinem frisch gegründeten Brauntown-Blog zu sehen. Herzlich Willkommen in Bloggertown, lieber Diddi. Dann erzähl uns mal, wie es in eurem Afrika-Urlaub war… Ich lausche gespannt!

Hallo zusammen!

Anfang Februar war es mal wieder soweit. Nach zwei Jahren Pause sind Ju und ich zu unserer dritten Tansaniareise aufgebrochen. Es wird uns nicht langweilig. Jede Reise dorthin ist anders. Dieses Mal standen zwei neue Punkte auf unserer Liste, ein Besuch auf der Insel Sansibar und der Shu’mata, dem neuen Buschcamp unter der Leitung von Marlies und Jörg von der Hatari Lodge.

Die Hatari Lodge ist ja eh schon ein umwerfender Ort. Shu’mata steht dem in nichts nach. Dies (siehe unten) ist ein Blick vom höchsten Punkt des Hügels, auf dem sich das Camp befindet. 360 Grad Afrika pur. Man sieht Herden von Zebras in der Ferne und galoppierende Giraffen. Atemberaubend! Abends stimmt man sich mit einem Sundowner am offenen Lagerfeuer auf das Abendessen ein, das man mit Lilli und Thomas, den Managern des Camps, einnimmt. Die beiden sind echte Globetrotter und haben spannende Geschichten zu erzählen und helfen einem, tolle Safaris zu buchen.

Das Messzelt von Shu’mata ist toll eingerichtet, siehe oben. Beim Abendessen macht man schon mal Bekanntschaft mit ca. 12 Zentimeter langen Gottesanbeterinnen, oder mit riesigen Käfern mit metallenem Panzer. Man sollte sich nur vor den Skorpionen in Acht nehmen. Die klettern mit Vorliebe in kleine versteckte Ecken, also: Watch your shoes! Wir waren so vorsichtig, haben alles ganz genau gecheckt und schlussendlich keinen einzigen gesehen, bis auf den von Lilli in Alkohol eingelegten Monsterskorpion.

Dafür gibt es aber ganz viele Giraffen und Warzenschweine zu sehen. Das sind quasi die Haustiere der Hatari Lodge. Man sieht sie schon vom Panoramafenster des Bades aus. Ausser Rand und Band geratene Long Tailed Monkeys tanzen schon mal gerne auf den Dächern der Zimmer herum, auch zur Schlafenszeit. Aber das ist schnell vergessen, wenn man morgens aufwacht und durch das Moskitonetz in die Weite der Savanne blickt. Mit etwas Glück ist der Himmel klar und man erblickt den Sonnenaufgang vorm Kilimanjaro.

Beim Game-Drive kreuzten etwa tausende Zebras unseren Weg, doch die Big Five haben sich erfolgreich versteckt. Elefanten zum Beispiel, die wir auf früheren Reisen zahlreich gesehen haben, blieben unauffindbar. Einen Tag nach uns waren andere Shu’mata-Gäste von ca. hundert Elefanten umzingelt. Das ist eine absolute Seltenheit. Im Gegensatz zur Serengeti oder dem Ngorongoro Krater, wo gerne schon mal 20 Geländewagen um einen Baum mit schlafendem Leopard herumstehen, haben wir auf unseren Exkursionen kein anderes Fahrzeug gesehen. Das Naturerlebnis, die Weite der Landschaft, ist grossartig.

Auf Sansibar stand ein Besuch Stonetowns ganz oben auf unserem Reiseplan, die Altstadt ist das kulturelle Zentrum der Hauptstadt, Sansibar Stadt. Bekannt auch durch die tollen feingearbeiteten Holztüren. Die Atmosphäre der Stadt ist ziemlich relaxt. Es bleibt einem aber auch gar nichts anderes übrig, als sich im Schneckentempo zu bewegen, da es drückend heiss ist. Da die gesamten Insel seit Dezember ohne Strom war, liefen die Generatoren an jeder Ecke zusätzlich auf Hochtouren und sorgten für eine etwas anstrengende Geräuschkulisse.

Ein Spaziergang durch die Markthallen, besonders durch die Fischabteilung, wurden für uns zu einem visuellen wie geruchsintensiven Erlebnis. In der Stadt begegneten wir vielen Musikern mit ihren Instrumenten. Jedes Jahr im Februar findet in Stonetown eines der größten Musikfestivals Afrikas statt: das Sauti za Busara Festival. Dadurch wurde die Mischung der Besucher noch bunter.

Gewohnt haben wir auf Sansibar im “Anna of Zanzibar“, einem kleinen Ressort mit 4 sehr schönen Beachvillen. Der entspannte Teil der Reise setzte ein und wir folgten dem Rhythmus: Beine hoch, Buch vor die Nase, hin und wieder mal wegschlummern unter Palmen, zwischendurch eine leichte Mango-lastige Mahlzeit, segeln, schnorcheln, schlafen und sonst nichts… Das alles kann ich dir sehr empfehlen!

Und zu welchem Reiseziel kannst du uns wärmstens raten?

Ein entspanntes Wochenende wünschen dir

Dieter, Ju & Steffi

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. emma 9. März 2010 um 15:23 Uhr

    Klasse Aufnahmen. Da will ich bestimmt hin!

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