Wonach ist dir heute?
Brautkleid

12 Bilder am 12ten: Heute aus Berlin – vom Brautkleid-Casting, einer Hosen-Anprobe bei Designer James Castle, Frühstück beim Lieblingsfranzosen Fleury und und und

Berlin ist meine heimliche Geliebte. Erzählt das nicht Hamburg, sonst flippt die aus, lässt es regnen und stürmen, bis ich mich nie mehr traue von meinem lieben Berlin zu sprechen. Hamburg und ich gehören zusammen, sind schon lange ein Paar. Es ist gemütlich mit uns zweien, wir kennen uns gut, manchmal zu gut, manchmal wird’s ein bisschen öde. Dass es mich dann nach Berlin zieht, versteht meine nordische Schönheit nicht wirklich. Ich glaub sie nimmt es Berlin immer noch übel, dass es Anfang der Neunziger nur ein Mal pfeifen musste und so viele Hamburger angerannt kamen und für lange Zeit blieben.

Bei diesem Ausreisetermin vergangenes Wochenende gab es einen sehr konkreten Auftrag für mich in Berlin: die liebsten Freunde treffen, ein Brautkleid casten, eine pinke Stoffhose von dem großartigen Nachwuchsdesigner James Castle anprobieren und noch schnell etwas Gutes in den liebsten Cafés und Restaurants essen. Siehe oben: ein Mini-Käsekuchen-Stück aus dem “Kaffee Mitte”. An, siehe unten, der U-Bahn-Station Weinmeisterstraße.

 

Und das ist der wunderbare Designer James Castle, siehe unten. Zusammen mit seiner ebenso wunderbaren Freundin Marlene. Zusammen schreiben sie den ganz besonders wunderbaren Fashion-Blog spruced. Und darin zeigt James auch oft seine neuesten Entwürfe, wie vergangene Woche diese großartige pinke Stoffhose, die Marlene hier auf dem Foto trägt. Eigentlich hatte ich mir so eine ähnliche, aber natürlich nur halb so schöne Stoffhose bereits bei Zara Online bestellt, aber da James seine selbst geschneiderte für gerade mal 100 Euro verkauft, habe ich das Zara-Teil sofort zurück geschickt. Und jetzt warte ich voller Vorfreude auf ein (pinkes?) Päckchen aus Berlin!

Falls ihr jetzt auch denkt, ihr könnt ohne diese pinke Hose nicht in den Sommer starten, schreibt James an [email protected] Er kann auch andere Farben ausser pink!

Wir hatten hier doch schon mal das Thema verspätete Geburtstagsgeschenke. Herrlich, in Berlin bei Marlene und James wartete noch dieses entzückende “Let them eat…”-Bild auf mich. Ist das bitte hübsch? Wird sofort weiß gerahmt und in meine Küche gehängt. Würde am liebsten jetzt sofort zu Ikea fahren. Geduld ist eine blöde Kuh.

Gut gewählte Schriften können selbst dem nervigsten Wort eine Schönheits-Op verpassen. Personaleingang – während man es ausspricht sieht man schon gelangweilte, genervte Mitarbeiter mit gesenkten Köpfen hinter grauen Türen verschwinden. Aber dieser Schriftzug auf dem Personaleingang vom Camper Hotel in Berlin, der verspricht irgendwie mehr. Der hat so etwas Schelmiges à la Grundschule. Da könnte ein klitzekleines bisschen Spaß lauern hinter der Tür.

Wo schläft man eigentlich hübsch in Berlin? Paris? London? New York? Kopenhagen? Wo auch immer? Wir finden immer wieder Hotelperlen bei Design Hotels. Für aussergewöhnliche Nächte, wenn man mal ein bisschen auf dicke Hose machen möchte.

Kommen wir zum Hauptausflugsgrund nach Berlin: das Brautkleid-Casting bei Kaviar Gauche. Ich darf hier ja nicht zu viel verraten, der Bräutigam liest mit. Aber mei war des a Gaudi! Und a Uffregung!

Dieser Haufen an Brautkleidern, der stetig wuchs (siehe unten) wurde von uns der Kleidersarg genannt. Und Nein, das sind nicht meine Brautschuhe, damit würde ich ganz sicher schwer stürzen.

Seit Monaten hatte ich sie auf Styleserver angeschmachtet, jetzt bei einem Preis von nur noch 30 Euro habe ich die Leder-Clutch bei Wald im Sale erstanden.

Ich liebe Berlin für die ständig aufpoppenden Food-Läden. Die vielen kleinen Delis, kreativen Restaurant-Ideen – auch wenn nicht immer alle überleben, einen Versuch ist es wert. Und im Deli bei Luigi Zuckermann funktioniert es ja zum Beispiel ganz gut…

Aber das leckerste Frühstück gibt es nach wie vor im Fleury (Weinbergsweg 20), da kann man sich endlich wie eine Französin fühlen und aus dem kleinen Shop kulinarische Geschenke mitbringen wie diesen Lov-Tee und Schokolade.

Und als Wochenend-Ausklang: der Flohmarkt auf dem Ankonaplatz. Die meisten Verkäufer haben dort zwar Apothekerpreise, aber hin und wieder findet man dort auch großartige Perlen wie diese Schreibmaschine von Erika.

Leider hat mir jemand ein großes, beleuchtetes Qui-Schild vor der Nase weggeschnappt. Mon dieu, quelle catastrophe!

Auf einen schönen Dienstag!

Alles Liebe,

Steffi

Ach so: wie immer gibt es bei Caro von Draussen nur Kännchen auch alle anderen 12 von 12-Teilnehmer zu sehen!