Der Junge oben rechts auf der Karte guckt genau so skeptisch wie ich geschaut habe, als ich diese Woche zum ersten Mal während des Oktoberfests in München gelandet bin. In...

Super Shop- und Snackguide: München zur Oktoberfestzeit. Prosit!

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Der Junge oben rechts auf der Karte guckt genau so skeptisch wie ich geschaut habe, als ich diese Woche zum ersten Mal während des Oktoberfests in München gelandet bin. In meinem nordischen Kopf wechselten sich, als ich all die verkleideten und angeheiterten Menschen sah, zwei Worte ab: “Ähhh…” und “Ohhh”. Ich landete mit Muffensausen vor der Bombenstimmung und flog am nächsten Tag mit dem Gefühl, dass der Norden das Oktoberfest vollkommen verkennt. Und die Terroristen sich gehackt legen können. Für Obatzder, Hendl, Kaiserschmarrn und lauthals “Du! Hast! Die! Haare! Schön! Du! Hast! Die! Haare! Schön!” brüllen, riskier ich auch nächstes Jahr gern wieder mein Leben.

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Einer meiner Lieblingsläden für Mitbringsel ist das Obacht in der Ledererstraße 17, um die Ecke vom Marienplatz. Die Macher nennen ihr Geschäft “den Laden für Heimatgefühl”. Hier gibt es hübsche Brettchen, Bierkrüge, Bilder und und und mit Hirschen, Elchen und und und. Und: den Kräuterlikör Hirschkuss, siehe oben. Alle Produkte sehen modern, nicht steif traditionell und sehr geschmackvoll aus. Apropos Geschmack. In der ausliegenden Ladenbroschüre gibt es ein Rezept für Obatzder – die bayerische Käsecreme, ich zitiere:

Einen reifen, zimmerwarmen Camenbert mit der Gabel zerdrücken, mit der gleichen Menge weicher Sauerrahmbutter und einer fein gehackten Zwiebel vermischen. Nach Geschmack mit Salz, schwarzem Pfeffer, süssem und scharfem Paprikapulver und Kümmel würzen. Eventuell etwas Bier unterrühren. Damit er cremiger wird. Mit Schnittlauch bestreuen und mit einer reschen Brezn oder frischem Bauernbrot geniessen.

Obacht: Man kann statt dem Camembert auch jeden anderen würzigen Weichkäse, wie Weisslacker, Münster, Robiola oder Gorgonzola verwenden. Dazu passt sehr gut ein Paprikaconfit: Je eine gelbe, rote und grüne Paprika (wer’s mag: auch eine kleine Chilischote) fein würfeln und mit ca. drei Esslöffeln Gelierzucker und einem Schuss guten Olivenöls einkochen. Mit Salz und frisch gestossenem schwarzen Pfeffer würzen.

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Huch, bei Ludwig Beck gibt es ja auch eine Näh- und Knopfabteilung namens “Geknopft & Zugenäht”. Das Tollste: Es sitzen dort auch Kunden und stricken und nähen. So wie im Schaufenster unten.

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Am Marienplatz 28/ Ecke Rosenstraße, neben dem Apple-Store (wo man für umsonst seine Mails checken kann! Wusste ich vorher nicht… I love Apple…) befindet sich das japanische Restaurant Sasou. Siehe unten. Sasou bedeutet einladen, aber auch abholen. Daher kann man sich sowohl im Restaurant bedienen lassen oder etwas aus dem Schaufenster-Kiosk mitnehmen. Sushi (Nigiri, Maki, Inside/Out), Salate (japanischer Soba-Salat mit frischem Gemüse, Glasnudelsalat etc,), (Nudel-) Suppen, Scampis – alles frisch zubereitet in der offenen Küche. I love it!

Marienplatz

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Scampi

Sushi-PaketeCIMG1479

Am Marienplatz gibt es mehrere Stände mit frischem Obst. Diese frischen Jumbo-Datteln, siehe unten, empfiehlt die Verkäuferin, so zu essen, weil sehr süß, sie zu entkernen und mit Frischkäse zu füllen oder mit Speck (Datteln im Speckmantel) zu umwickeln und in der Pfanne oder dem Backofen anzubraten. Köööstlich!

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Wer ein tolles (vorwiegend kurzes) Abendkleid, tolle Pullover oder Hosen sucht, auf Designer steht, aber nicht auf deren Preise und sich noch gern beraten lässt, sollte unbedingt zu der “Kaiserin” nach Schwabing fahren. In die Kaiserstraße 71. Die Ladenbesitzerin ist auch Stylstin für Film- und Fotoproduktionen und verkauft Designerware günstiger als man sie sonst wo bekommt. Der Besuch lohnt sich wirklich sehr, wenn man sich was gönnen möchte. Oder einfach nur mal wieder hübsche Sachen sehen oder anfassen will.

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Ja mei, und dann ging’s für mi auf d’Wiesn. Und was lernte ich Anfängerin dort zuerst: Nur Touristinnen tragen non-stop High Heels. Die Einheimischen kommen und gehen in Ballerinas und tragen nur zwischendrin die hohen Hacken. Schlaue Mädels. Meine Füße brannten schon bevor ich das Hippodrom betrat.

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Aber als ich das unglaubliche Essen sah, waren alle Fußschmerzen vergessen. Diese Vorspeisenplatte, ein Traum! Radieschen, Schinken, Obatzder, Schnittlauch- und Schmalzbrot, Brezn – mhhh. Und dass das Bier (bzw. Radler) ernsthaft schmeckt, hab ich vorher auch niemandem abgekauft.

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Und dieses Hendl! Mit Gurken-Kartoffelsalat!

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Der Kaiserschmarn!!! Ahhh!! Das Foto ist miserabel, aber geschmeckt hat es göttlich!

AufdenBänken

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Der Champagner in Bierkrügen (mit Leucht-Eiswürfeln – hat die Miss Beckham designt?) scheuchte mich sogar tatsächlich mit auf die Tanzfläche und brachte mich dazu “duuuh biiist meeein Steeehrn” von DJ Ötzi mitzugröhlen. Und “Ein Prosit auf die Glücklichkeit!”. Bis mir eine Bayerin erklärte, es heiße “Ein Prosit auf die Gemütlichkeit”.

Champagnerkrug

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Natürlich sieht man auf d’Wiesn auch ganz viele…

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Schöhhhnes Wochenend’!

O’zapft is!

Ein Prosit auf die Glücklichkeit!

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