Nach dem Weg gefragt:

RICE-Gründerin Charlotte Hedeman Guéniau erzählt, wie sie sich mit Vollgas private und berufliche Träume erfüllt. Und wann und wie sie auf die Bremse treten muss. Plus: Ein Goodie für euch.

Es war ein grauer Tag in Hamburg, es regnete, ich war im Stress, schrieb parallel zu meinem Vollzeit-Job in Festanstellung abends in Windeseile mein erstes Buch. Und dann stand sie plötzlich vor mir in der Pfütze: die kunterbunte Charlotte Hedeman Guéniau. Eine gemeinsame Freundin machte uns bekannt und ich musste sofort lachen. Charlotte ist gute Laune auf zwei Beinen. Alles an ihren Outfits und in ihrem Leben ruft: „Lasst uns eine gute Zeit haben! Für alles andere ist das Leben zu kurz!“

Wir frühstückten zusammen und stellten die lustigsten Gemeinsamkeiten fest. Auch, dass wir beide in Italien ein Fuck it-Seminar besucht hatten und große Fans der Philosophie sind, sich nicht lange über etwas zu ärgern, sondern “Fuck it!” zu sagen. Das war vor sieben Jahren. Wir wurden Freundinnen, besuchten uns gegenseitig in Odense (Dänemark) und Hamburg, verreisten zusammen, berieten uns gegenseitig bei Projekten und unterstützen uns seit unserem ersten Treffen immer mit viel Herz und Ehrlichkeit.

Jetzt eröffnet Charlotte in Hamburg ihre erste Riceteria, eine Mischung aus Café und Interior-Shop. Dort gibt es nicht nur alles Tolle aus der Wohnaccessoire-Welt von Rice zu kaufen, plus sensationelles Essen, sondern auch regelmäßig spannende Events. Weil ich Charlottes Werdegang, ihren Mut und ihre Kreativität einfach sehr inspirierend finde, interviewe ich sie heute hier für euch. Ihr könnt ihr auch sehr gern Fragen stellen, die sie persönlich beantworten wird.

Am Tag der Eröffnung gibt es ein Lunchdate in der neuen Location mit ihr und mir und geladenen Gästen. Wir haben drei Plätze für euch reserviert. Wer einen davon gern hätte, hinterlässt einfach einen Kommentar und erzählt, warum er Charlotte gern treffen würde und sie sucht die drei Teilnehmer aus (UPDATE: die drei Teilnehmerinnen sind von Charlotte ausgewählt und werden per Email kontaktiert!). Plus: jede OhhhMhhh-Leserin bekommt als Willkommensgruß den ersten Kaffee im September und Oktober 2017 in der Riceteria (Eppendorfer Landstraße 144) von Charlotte geschenkt (einfach OhhhMhhh flüstern am Tresen).

Vielleicht nehmt ihr euch einfach jetzt einen davon und lest, was sie zu erzählen hat:

Liebe Charlotte, du warst Anfang zwanzig und hattest zwei Babies als du mit deinem Mann aus eurem Wohnzimmer heraus euer Unternehmen gegründet hast. Ohne große Strategie eher einem Gefühl folgend. Würdest du es heute wieder so machen? Und welche Ratschläge würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?

(lacht) Puh, ja, das war wild, aber wir hatten nach dem Studium und ein paar Jahren in Festanstellung den Wunsch nach einem flexiblen Familien- und Berufsleben. Wir wollten unsere Ideen umsetzen und etwas Eigenes schaffen. Ich bereue nichts davon. Im Gegenteil: ich würde meinem jüngeren Ich sagen, dass es sich nicht so viele Sorgen machen soll. Man steckt so viel Energie in Gedanken, was alles schief gehen könnte, statt sich einfach auszumalen, wie es so richtig hübsch glatt läuft. Tue einfach, was dein Herz sich wirklich wünscht und schau was passiert, wäre ein Rat. Hab auch einfach vier Kinder, wenn das dein Wunsch ist, am Ende funktioniert alles immer irgendwie.

Die besten Ideen und Lösungen kommen einem beim Tun. Nicht beim steif vor Angst sein.

Einfach loslegen. Es gibt doch diesen schönen Spruch: Am Ende läuft alles glatt. Und wenn nicht, ist es nicht das Ende. Oder so ähnlich.

Du bist mit deinem Mann Philippe zu Beginn in eurem Twingo voller Rice-Produkte und mit eurem Sohn Max auf der Rückbank von Geschäft zu Geschäft gefahren und ihr habt so Kunden geworben. Ist das der Spirit den man als Gründer braucht – dieses mich wird nichts und niemand stoppen? 

Liebe für was man tut und eine riesige Portion Enthusiasmus braucht man unbedingt. Es wird verdammt hohe Hürden geben auf dem Weg zum Erfolg, aber die kann man bezwingen, wenn man an seine Idee glaubt, jemanden an der Seite hat, der einen anfeuert und sein Produkt regelmäßig überprüft, schaut wie man sich weiter entwickelt als Unternehmen.

Als wir losgelegt haben vor zwanzig Jahren, gab es noch kein Internet. Wir hatten damals das richtige Produkt zur richtigen Zeit, aber natürlich haben wir uns immer wieder den neuen Zeiten angepasst. Nicht hysterisch jedem Trend folgend, eher genau hinhörend, was zu unserer Marke passt und wie für sie der ganz eigene Weg ausschauen kann. Plus, das beste Pfund: haufenweise eigene, neue Ideen. Die sind pures Gold. 

Mittlerweile habt ihr in 50 Ländern weltweit in mehr als 2.000 Läden eure Produkte. Du hast vier Interior- und Kochbücher geschrieben und möchtest bis Jahresende die zehnte Riceteria eröffnet haben. Wie schaffst du es, dich dabei nicht zu verlieren und auch noch Zeit zu haben, das Leben genießen zu können?

Wenn man seine Arbeit liebt, muss man gewaltig aufpassen, dass man nicht zu viel davon hat. Denn trotz Liebe bleibt es Arbeit, Stress, bewältigt man Herausforderungen, ist angespannt. Ich bin auch schon öfter an den Punkt gekommen, wo mein Körper mir zeigte, jetzt brauchst du dringend Pausen. Und ich einfach unterbewusst gesagt habe “Nö!” und weiter gerannt bin. Immer noch eine Schippe drauf. Das führte dazu, dass ich eines Tages im Stress über eine eigentlich unwichtige Sache in Panik geriet.

Es war eine schlimme Panikattacke und endlich begriff ich, dass sich etwas ändern müsste.

Oder ich würde mit Vollkaracho Richtung Burnout schießen.

Was hast du konkret geändert in dem Moment?

Als die Kinder klein waren, habe ich freitags nie gearbeitet, sondern habe einfach mit ihnen rumgehangen. Als sie zur Schule gingen, dachte ich, brauch ich den Tag nicht mehr. Bis ich merkte, dass das völlig bekloppt war, ich brauchte dringend Zeit für mich. Vor fünf Jahren habe ich angefangen regelmäßig Sport mit einem Personaltrainer zu machen. Ich mache auch noch Yoga, Boxen und jedes Jahr besuche ich mindestens eine Woche ein Retreat. Und weil ich alles, was mir gut tut, auch immer sofort anderen empfehlen möchte, gibt es bei uns im Headoffice in Odense jeden Montag Sport für alle. Diese neuen Gewohnheiten geben mir neue Energie und Raum für Kreativität. Ich nenne das Investition in mich selbst.

Seit fast dreißig Jahren arbeitest du mit deinem Mann zusammen. Wie bekommt ihr das hin? Ich liebe meinen Mann sehr, bin mir aber sehr sicher, dass wir nicht auf Dauer zusammen arbeiten könnten. Oder funktioniert das, weil deiner Franzose ist?

Mein Mann und ich kennen uns seit 33 Jahren und arbeiten seit 20 Jahren zusammen. Ich habe ehrlich gesagt auch gar nicht daran geglaubt, dass das klappt.

Er ist sieben Jahre älter als ich und ich hatte Sorge, dass er versuchen würde, mich herum zu kommandieren.

Ich war schon vor meiner Selbstständigkeit in meinem Job bei einer dänischen Mode-Marke gefühlt mein eigener Boss. Das wäre für mich ein Rückschritt gewesen. Aber dann wurde alles viel einfacher als gedacht. Hauptsächlich, weil wir Stärken in unterschiedlichen Bereichen und verschiedene Interessen haben. Dadurch treten wir bei der Arbeit kaum über die Grenzen des anderen. Wenn wir gemeinsame Projekte haben, ist die Herausforderung größer. Da hilft es auch nichts, dass er Franzose ist.

Gab es in den zwanzig Jahren Selbstständigkeit auch Momente, in denen alles gefühlt schief lief und du einfach hinschmeißen wolltest? Wie hast du dann weitergemacht?

Oh aber hallo! Es gab sehr toughe Momente. Ein Beispiel: Wenn man wächst, braucht man Unterstützung und die passende zu finden ist alles andere als einfach. Ich liebe meine Freunde, sie treiben mich an. Also habe ich auch ausprobiert mit Freunden zu arbeiten. Das funktioniert in vielen Bereichen wunderbar, aber es gab auch unschöne Geschichten. Und das geht dann ans Herz.

Es gab Momente, in denen ich alles hinschmeißen und einfach nur wegrennen wollte.

Aber irgendwie kommt man drüber hinweg und findet neue Wege, wie es besser für einen funktioniert. Ich habe zum Beispiel gelernt: nicht jeder Mitarbeiter muss mein Seelenverwandter sein. Man kann auch so toll zusammenarbeiten.

 

Du bist letztes Jahr 50 geworden. Hast du da ein bisschen Bilanz gezogen in deinem Leben – worauf du stolz bist, was du lieber hättest sein lassen sollen und was du dir für die Zukunft wünschst?

Ich mache regelmäßig ein Statusmeeting mit meinem Leben. Das letzte Jahr war für mich besonders hart. Ich versuchte mich auf den Auszug meines Sohnes vorzubereiten. Jetzt ist er weg und…

Ich hasse es. Das Haus ist so leer, ich vermisse ihn und seine 50 Paar Schuhe.

Ich vermisse seine Freunde – mein Kühlschrank ist viel zu voll. Ich bin mit der Situation total überfordert. Er hingegen ist so glücklich, lebt für ein Jahr in Luxemburg und macht dort ein Praktikum. Ich denke viel darüber nach, was ich mit meiner extra Zeit anfangen kann. Ich habe viele Ideen, erstmal ist die Riceteria jetzt mein Hauptfokus, mein neues Baby. Ich glaube so sehr an die Idee, das ein Shop so viel mehr sein kann als nur ein Shop. Nämlich ein Ort, wo man es gut haben kann, mit köstlichem Essen und Events, die einen auf neue Ideen bringen. Das möchte ich gern weiter entwickeln.

 

Wenn ich über Schlafmangel dank meiner kleinen Kids stöhne, sagst du immer „Genieß es!!! Es ist viel zu schnell vorbei!!!“ Ist das dein Rat an alle (berufstätigen) Mütter? Oder welchen hättest du früher gern bekommen?

Ja, mein Rat ist ernsthaft: genießt es!!! Am Ende erinnert ihr euch nicht an die schlaflosen Nächte, die überwindet man irgendwann. Es sind die gemeinsamen Erinnerungen und Momente, die zählen. Die Zeit vergeht wirklich so unglaublich schnell. Es fühlt sich später an wie nur eine Erdbeersaison. Ich habe das Gefühl, dass ich die Zeit mit meiner Tochter und meinem Sohn genossen und versucht habe, so viele Erdbeeren wie möglich zu sammeln (um in dem Bild zu bleiben) – aber trotzdem hat es mich geschockt, wie hart es ist, das Kind gehen zu lassen.

Mein zweiter Rat wäre, mach, was dich glücklich macht und versuche dir so viel Flexibiliät und Freiheit wie möglich zu schaffen.

Das ist mein Rezept zum glücklich sein. Natürlich muss jeder sein eigenes Rezept finden. Ich fand es nie schlimm, noch zu arbeiten, wenn die Kinder im Bett waren oder bevor sie aufwachen oder auch im Urlaub. Das ist mein Lebensstil, darin gibt es kein Job- und ein Familien-Fach, sie gehören zusammen und das ist gut so. Solange es regelmäßige Pausen gibt.

Amen! Ach Charlotte, ich bin so stolz auf dich! Ich freu mich schon darauf, dich und dein Team bei der Eröffnung der Riceteria am 11. Oktober 2017 zu feiern!

Danke, das wärmt mein Herz!

Text – Stefanie Luxat

Fotos – Silje Paul

36 Comments

  1. Antworten Katharina Dose 27. September 2017 um 09:07 Uhr

    Moin, moin!
    Wie es hat noch gar keiner geschrieben? Kann ich ja gar nicht glauben! … Dann mache ich mal den Angang! 🙂
    Das klingt nach einem super Laden! Mir gefällt das Konzept wahnsinnig gut und die Rice-Sachen machen einem einfach immer gute Laune!
    Ich finde Charlotte super inspirierend! Da ich selber gerade dabei bin herauszufinden, was mein Herz wirklich möchte… fände ich es unheimlich spannend bei so einem Event dabei sein zu können und euch Hammer-Frauen kennen zu lernen.

    Also, springe ich gerne in den Lostopf…

    Liebe Grüße
    Katharina

    P.S.: spricht sie eigentlich auch Deutsch? Mein Englisch ist nicht sooo fluently, vor allem, wenn ich aufgeregt bin 😉

  2. Antworten Ursula 27. September 2017 um 09:14 Uhr

    Ah, wie schön. Da muss ich hin, bin Anfang November in Hamburg. Danke für das inspirierende Interview! Ursula

  3. Antworten Johanna 27. September 2017 um 09:26 Uhr

    Liebe Charlotte,
    Dein Urvertrauen, Deine Gelassenheit und Deine Kreativität beeindrucken mich und ich möchte Dich gerne treffen, weil (auf dem Sprung mit kleiner Tochter in die Freiberuflichkeit) ich ein Hauch davon einatmen möchte! 🙂
    Alles Gute für das neue Projekt & Danke, Steffi, für das erfrischende Interview,
    Johanna

  4. Antworten Katharina Daubner 27. September 2017 um 09:28 Uhr

    Liebe Steffi! Liebe Charlotte! Ich möchte endlich mal die Frau kennen lernen, die beim Yoga Retreat auf Ibiza mit einer Häkelmütze (?!) Frisbee über den Pool gespielt hat. Die Frau, die meine Melamin-Phobie, erworben während eines Au-Pair Jahres in Frankreich, geheilt hat. Dort versuchte man immer Porzellan zu imitieren, sah scheußlich aus und hatte die Anmutung von Wegwerfgeschirr. Und habe ich schon gesagt, dass ich bunt liebe? Mal ganz abgesehen davon, ich bin Mutter von 3 Kindern und hätte gern am 11. Oktober eine schöne bunte Auszeit mit lustigen, klugen und begeisterten Menschen. Herzliche Grüße von der Elbe, Katharina

  5. Antworten Katrin 27. September 2017 um 09:54 Uhr

    Ich wäre unwahrscheinlich gern dabei, aber es ist momentan zu viel, einmal quer durch Deutschland zu jetten

    Ein tolles Interview mit vielen Sätze, bei denen ich sage, sie hat so recht 😉
    Manchmal vergesse ich diese Leichtigkeit im Alltag, er überrollt mich dann, obwohl ich keine kleinen Kinder mehr habe, sondern für mich selbst alles perfekt hinbekommen möchte und dann an meine Grenzen komme…..auch 80% sind ok

    Irgendwann komme ich mal wieder nach Hamburg und schaue mir all die schönen Locations an, die Du so vorstellst – danke Euch Beiden für diese inspirierende Interview!!!! Und Dir Charlotte eine wunderschöne Eröffnung mit vielen gut gelaunten Menschen 😉 LG Katrin

  6. Antworten Mareike 27. September 2017 um 10:01 Uhr

    Oh wie schön! Ich würde mich riesig freuen, dabei zu sein und euch kennenzulernen. Das Interview inspiriert mich sehr, zu Hause mit drei kleinen Kindern da werden die Gedanken manchmal langsam… Vor zwei Jahren sind wir von Hamburg an die Nordsee gezogen und ich freue mich über jeden Trip in die alte Heimat, dazu noch zu einem so tollen Anlass, das wär was 😉

  7. Antworten Simone Hahn 27. September 2017 um 10:15 Uhr

    Das liest sich richtig gut – ich mag den Vergleich mit Kinderjahren und Erdbeerzeit, Danke dafür. Überhaupt mag ich Rice und jetzt auch die Frau die dahinter steckt 😉
    Leider ist HH viiieeel zu weit weg für mich, ich freu mich einfach auf Stuttgart – besser gesagt, wenn ich’s endlich schaffe vom Land in die Stadt zu fahen und dort in der Riceteria Kaffee zu trinken.
    Alles Liebe,
    Simone

  8. Antworten Anna 27. September 2017 um 10:20 Uhr

    Ich würde Euch einfach gerne mal kennenlernen 🙂

  9. Antworten Lisa 27. September 2017 um 10:35 Uhr

    Ich möchte in der Riceteria bitte SOFORT anfangen zu arbeiten!!!
    Als Maskenbildnerin komme ich aus einem kreativen, handwerklichen Beruf, zu dessen Voraussetzungen insbesondere auch die Freude an der Dienstleistung gehört.
    Liebe Charlotte & liebe Steffi, bitte meldet Euch bei mir, falls es noch Bedarf im Team der Riceteria gibt!
    Ich würde mich riesig freuen!
    Herbstliche Grüße, Lisa

  10. Antworten Bettina Brakelmann 27. September 2017 um 10:39 Uhr

    So viel positive Energie, ganz ganz toll! Leider kann ich nicht mal eben zur Eröffnung nach Hamburg kommen. Aber wie wär’s denn mit einer Riceteria irgendwo im Ruhrgebiet? Wir würden uns riesig freuen!
    Und ich würde dann gerne und ausführlich auf meinem Blog living.ruhr darüber berichten. Also liebe Charlotte, du bist hier herzlich willkommen 🙂
    Liebe Grüße aus Bochum, Bettina

  11. Antworten Anne 27. September 2017 um 12:09 Uhr

    Hallo, ihr Lieben,

    der Artikel passt heute wie Arsch auf Eimer, wenn ich mich mal so unverblümt ausdrücken darf. 1.000 Dank dafür!

    Ich saß im Auto vor der Waschstraße und wartete, während ich den Artikel las. Auszeiten muss man nehmen wie sie kommen, so viel habe ich bereits gelernt. Danach wollte ich ins Büro hetzen, um endlich den Stapel auf dem Schreibtisch, den ich seit Tagen gekonnt ignoriert hatte, in Angriff zu nehmen, um vor dem nächsten Termin wenigsten ein bisschen was gegen das (schlechte) Gewissen getan zu haben.

    Was soll ich sagen… Ich war sehr gerührt. Ihr habt mich abgeholt, könnte man sagen! Ich bin auch selbstständig und habe drei Kinder. Und einen tollen Mann, der mich unterstützt, wo er nur kann. Auch, wenn er mich manchmal nur hört und nicht versteht. Ich habe mich damals aus dem Impuls heraus selbstständig gemacht, mir meinen Job nicht von engstirnigen Vorgesetzten und Kollegen madig machen zu lassen. Denn ich liebe, was ich tue! Sein Geld mit etwas zu verdienen, was man liebt, ist ein echtes Privileg, finde ich! Aber manchmal geht dieser Gedanke verschütt und man fragt sich, was man da eigentlich treibt. Und warum? Als ich startete, wollte ich die Weltherrschaft an mich reißen, nicht mehr und nicht weniger. Heute denke ich, die Weltherrschaft wird überbewertet und es tun auch etwas kleinere Brötchen. Das Komplizierteste an der ganzen Sache ist tatsächlich, nicht von Projekt zu Projekt zu hüpfen, sondern sich zwischendurch auch einmal Zeit zum Atmen zu nehmen. Atmen hilft ja allgemein sehr. Sei es bei bockigen 4-jährigen oder anstrengenden Mitmenschen, aber dass nur am Rande. Deshalb danke ich euch für dieses “Es ist doch alles gut, guck doch mal, wie schön dein Leben ist und was du erreicht hast!”- Gefühl, diese flauschige Bauchgefühl kann ich hoffentlich noch ein paar Stunden über den Tag retten!

    Und, liebe Charlotte: Herzlich Willkommen im Norden! Ich freue mich sehr darüber, dass du unsere Welt noch ein bisschen bunter machst! Wir können doch alle ein bisschen (mehr) Konfetti im Alltag gebrauchen! Frühstücken würde ich ausgesprochen gerne bei dir, ob zur Eröffnung oder später, ich werde mir diesen funkensprühenden Ort auf jeden Fall anschauen!

    Sonnige Grüße
    Anne

  12. Antworten Kathrin 27. September 2017 um 12:14 Uhr

    Liebe Steffi, liebe Charlotte,

    das klingt nach einem super schönen Event. Ich würde sehr gerne Charlotte und auch Dich, Steffi, mal persönlich kennen lernen. Ich bin gerade am überlegen mich selbstständig zu machen und kann da sehr gut Inspiration und eine kleine Auszeit von meinem zahnenden Mädchen gebrauchen. Bis zum 11. Oktober ist die Eingewöhnung in die Kita auch hoffentlich abgeschlossen und ich hab noch etwas auf das ich mich in meinem Urlaub freuen kann (außer natürlich Zeit mit meinem Kind zu verbringen – ist ja klar…. aber das kann ich dann am Nachmittag 😉 ).

    Lieben Gruß
    Kathrin

  13. Antworten Mariana 27. September 2017 um 12:36 Uhr

    Liebe Charlotte, liebe Steffi, danke für den tollen Interview der so inspirierend und aufheitern ist. Ich bin mit meine Familie sehr oft in Dänemark , auch gerne auf Fyn – dieses Wochenende waren wir in Svendborg – und liebe die einfache Art der dännen, das Leben zu nehmen. Ich brauche ein wenig Mut und Ideen wie ich mein Weg zum Zufrieden werden finden soll. Ich befinde mich in eine Job Pause, nachdem ich mit kleinkind Vollzeit gearbeitet habe. Unsere Tochter ist inzwischen 4 und ich würde es anders als bisher machen weiß aber nicht richtig wie und was. Bin …Und da die Dännen die glücklichsten Menschen sind,wäre toll wenn ich am 11 Oktober dabei sein dürfte. Lieben Gruß, Mariana

  14. Antworten julia | mintlametta 27. September 2017 um 12:48 Uhr

    R-iesig
    I-nspirierend
    C-ool
    E-inzigartig
    !
    Weise, ehrliche, authentische Worte, was für ein schönes Interview und -bäm!- Danke für die Vorab-Einblicke in die Riceteria, diese herrlich bunte (und minte…) Welt – vor allem bei dem Foto von oben würde ich am liebsten gleich direkt eintauchen in den Erwachsenen-“Kaufmanns(Kauffrau-)laden”. Und wo sich hier die Nächte mit zwei kleinen Kindern gerade eher wie Spargelstechen denn wie Erdbeersaison anfühlen, käme ein unter-euch-mischen sehr gelegen – vielleicht klappt es ja zur Eröffnung !

  15. Antworten Julia Klein 27. September 2017 um 12:54 Uhr

    Vielen Dank für dieses tolle Interview!
    Das kommt für mich (zwischen den Zeilen) genau zur richtigen Zeit. 🙂
    Mich würde interessieren ob es eigene Grafiker/Illustratoren gibt die sich um die wunderschönen Designs kümmern? Und gibt es etwas, bei all diesen wunderschönen Farben und Mustern auf den Produkten, was Charlotte eigentlich selbst gar nicht mag? 🙂
    Liebe Grüße,
    Julia

    • Antworten Steffi 27. September 2017 um 15:24 Uhr

      @Julia Klein: Liebe Julia, hier kommt die Antwort von Charlotte: Liebe Julia, freut mich sehr, dass du das Interview magst! Wir haben sogar mehrere Leute bei Rice, die unsere Muster entwerfen, eine davon ist meine Tochter. Ich liebe all unsere Designs, sonst würden sie nicht produzieren lassen. Alles Liebe, Charlotte

  16. Antworten Meike 27. September 2017 um 13:15 Uhr

    Authentisch, HERZlich, bunt, voller Leben und eine runde Brille

  17. Antworten Alexa 27. September 2017 um 13:16 Uhr

    Liebe Steffi!
    Liebe Charlotte!
    Da wäre ich ja sehr gerne dabei in dieser wunderschönen Location und mit vielen tollen Frauen.
    Ich würde Dich, liebe Charlotte, dann gerne nach Deinen Tipps zum Umgang mit dem Auszug des Sohnes befragen. Das steht mir nämlich nächstes Jahr auch bevor. Und mir ist jetzt schon komisch.
    Liebe Grüße, Alexa

  18. Antworten Beate 27. September 2017 um 17:26 Uhr

    Frauenpower!
    Ich habe vor einigen Tagen meine gesammelten Berlin-Freundinnen spontan zum China-Buffet anlässlich meines 39. Geburtstages eingeladen. Warum bis zum 40. warten, habe ich mir gedacht. Zum Schluss saßen neun sehr unterschiedliche Mädels am Tisch. Und was soll ich sagen – das Experiment ist bestens geglückt. Was haben wir gelacht – neben gutem Wein und leckerem Essen. Wieder einmal habe ich gemerkt, wir sitzen am Ende des Tages wirklich alle irgendwie im selben Boot. Mit all unseren Zweifeln, Ängsten und Unzulänglichkeiten. Und ich liebe jede einzelne meiner Freundinnen dafür. Schon lange habe ich mich nicht mehr so ausgelassen gefühlt (…das dürfen nur nicht meine drei Männer zu Hause hören).

    Lange Rede. Was ich sagen möchte. Gern würde ich Euch verrückten Hühner mal kennen lernen.

    Liebste Grüße aus Berlin

    Beate

    • Antworten Steffi 27. September 2017 um 19:11 Uhr

      @Beate: Amen! Genau so ist es! Schöne Idee, einfach schon mal den 39. zu feiern, wer weiß was alles bis in einem Jahr schon wieder anderes ist! Auf dich! Herzlich, Steffi P.S.: Charlotte zieht Ende der Woche die drei Teilnehmer, ich drück dir die Daumen!

      • Beate 2. Oktober 2017 um 11:01 Uhr

        Und? Und? Und? …komme mir schon tenny-stalker-mäßig vor, weil ich jeden Tag schaue, ob das Los, die Wahl, der gute Wille … auf mich gefallen sind.
        Stehen die Glücklichen denn schon fest?

        Liebste Grüße Beate

  19. Antworten friederike 27. September 2017 um 20:15 Uhr

    Hallo Ihr Lieben, was soll ich sagen? Ich liebe Rice! Die riceteria in Hamburg ist soso schön! Ich durfte dort bereits Kaffee trinken, habe Charlotte kurz getroffen und bin begeistert. Hier komme ich gerne wieder her! Ganz liebe Menschen arbeiten dort. Bis bald wieder
    Liebe Grüße
    Friederike
    By insta ferrikahjalmarsdottir

  20. Antworten Lilli 27. September 2017 um 21:05 Uhr

    Liebe Steffi, was für ein schöner Blogpost. Charlotte Rice ist eine tolle Frau, ich komme ja nicht aus Hamburg und ich kann auch nicht am 11., aber ich muß Dir für den Post danken und ein Loblied auf Euch zwei Inspirationsquellen singen. Bin sogar nur wegen der Riceteria schon mal nach Stuttgart gefahren, werde sicher auch bald mal ein Hamburg Weekend dafür einplanen. Wenn ich so durch meine Wohnung schaue, sehe ich von hier Charlottes Bücher, die Flow auf einem Stapel von wird nie weggeworfen und auch Deine Bücher, alles in dem ich so gerne rumschmökere. Und dann ist da sehr viel pink und gelb in meiner Wohnung und sie ist total inspiriert von Charlotte und weil ich mich damit so wohl fühle, bin ich unendlich froh, dass es Charlotte und Rice gibt. Wie schön muß es sein, genau wie bei Dir auch, sein Leben mit einem Jobkonzept zu füllen, dass man genau das tut, von dem man geträumt hat es zu tun, es einen erfüllt, andere bereichert und man selbst auch noch davon leben kann – dafür bewundere ich Euch sehr. Mange Tak für den Beitrag und danke, dass es Euch beide gibt – Ihr habt einen Platz in meinem Herzen. Liebe Grüße, Lilli

  21. Antworten Andrea 27. September 2017 um 22:28 Uhr

    Hallo ihr beiden!
    Ich habe den Text gelesen und musste die ganze Zeit grinsen.
    Ich habe vor 9 Monaten einen Onlineshop für Stoffwindeln eröffnet (das war 6 Wochen vor der Geburt meines 3.Kindes), alle hielten mich für verrückt, aber jetzt bin ich so froh, dass ich diesen Weg gegangen bin. Ich kann für eine Herzenssache arbeiten mit viel Liebe und Herzblut! Einfach das machen wofür man brennt, ist so toll!
    Ich würde euch beiden wahnsinnig gerne treffen, mir Inspiration holen und einen schönen Kaffee trinken, ganz in Ruhe ! Die gibt es nämlich so gut wie nie mit 3 kleinen Kindern und Selbstständigkeit!
    Danke für das tolle Interview.
    Eure Andrea

  22. Antworten Tina Wienstroth 27. September 2017 um 23:42 Uhr

    Liebe Steffi,
    liebe Charlotte,

    das ist ja ein tolles Goodie. Schon die Überschrift fand ich spannend. Ich finde es toll, wie jemand so für seine Ideen brennt, etwas so tolles auf die Beine stellt und trotzdem zeigt, dass man nicht immer perfekt sein kann und muss.
    Gerne würde ich – nur für mich – einen Ausflug vom Rhein an die Elbe machen und Euch beide kennenlernen.
    Liebe Grüße
    Tina

  23. Antworten Sabine 28. September 2017 um 00:27 Uhr

    Wow… inspirierende Frau… euch beide in der Riceteria zu treffen wäre ja mal super, dafür würde ich echt überlegen von wien anzureisen, muss aber leider arbeiten… Glg

  24. Antworten Reserl 28. September 2017 um 07:29 Uhr

    Ein tolles Interview und ich liebe die kunterbunte Welt von Rice, ich möchte da unbedingt hin in die Riceteria auch wenn Hamburg ein ganz schöner Weg ist, egal.
    Ich liebe alles bunte und die Bilder sind superschön, ganz viel Erfolg für die Riceteria in Hamburg, aber ich bin mir absolut sicher, das wird ein Riesenerfolg und ich hoffe die nächste Eröffnung ist dann in meiner Nähe in München vielleicht, schön wäre es.
    Liebe Grüße vom bunten Reserl, die da sicher sehr gut hinpassen würde

  25. Antworten Maggie 28. September 2017 um 16:21 Uhr

    Wow, die Frau ist ja der Hammer! Die rice-Sachen kennt man ja, aber dass dahinter eine so inspirierende Story steckt, hätte ich gar nicht gedacht. Also danke für die Einblicke!

  26. Antworten Moni 29. September 2017 um 08:03 Uhr

    Hi,
    toller Artikel über eine sehr inspirierende Frau mit Ideen, Power, Lebenslust und einen tollen Blick auf die Realität und sich selber. Die Welt braucht mehr Menschen mit einem solch achtsamen Blick auf sich, seine Familie und Mitarbeiter.
    Herzlichen Glückwunsch zum tollen Laden, den wunderschönen Produkten und ich komme gerne auf einen Kaffee vorbei…… LG

  27. Antworten Sandra Schneider Neelmeyer 29. September 2017 um 13:22 Uhr

    Liebe Steffie
    Liebe Charlotte
    Herzlichen Glückwunsch! Tolles Interview und einfach ein tolles Koncept. Ich lebe hier auf der schönen Insel Fyn und mein Lieblingscafe ist in Odense die Riceteria. Du und dein Team Charlotte habt durch eure farbenfrohes Koncept eine tolle Location geschaffen in der gemütlichen Stadt Odense auf Fyn. Immer wenn ich Besuch hab aus Deutschland, landen wir garntiert auf einen Cafe bei euch und shoppen abschliessend. Viel Erfolg und weiter so!!! Herzlichst Sandra aus Fyn/Fünen

  28. Antworten Marie 29. September 2017 um 17:44 Uhr

    Hey Girls.
    Tolles Interview. GRL PWR.
    Und neuer Store in Eppendorf? Find ich Mega! Meine Hood braucht noch viel mehr Gute Laune. Und Farbe. Und Lunchspots.
    Was ich Charlotte fragen würde? Woher das Leikleid ist! Grrrr.
    Cya (maybe)
    Marie

  29. Antworten Juliane Preu 30. September 2017 um 22:39 Uhr

    Oh, ich wär sehr gern bei der Eröffnung dabei.
    Einfach, weil seit dem Auszug meines Mannes im Februar bei mir so viel Stress ist und so wenig für mich und von mir übrig bleibt, dass es mir gut täte, mal rauszukommen und was ganz anderes zu machen als sonst. Inklusive Glück für die Augen und den Magen…

    Liebe Grüße,
    Juliane

  30. Antworten Christine Traut 1. Oktober 2017 um 17:36 Uhr

    Liebe Steffi,
    liebe Charlotte,

    so eine feine Riceria wäre doch prima in Zürich. Wenn ich es mir ganz fest wünsche, dann werdet Ihr ja vielleicht eine hier eröffnen… Beim nächsten Hamburgbesuch schaue ich auf jeden Fall mal rein.

    Ich habe eine Frage an Charlotte: Wie findest Du die für Dich passenden Retreats? Ich liebe dieses Urlaubsformat auch sehr, weiss aber nie so genau, wo ich sie suchen soll bzw. was mich dann dort erwartet.

    Liebste Grüsse und Danke für das interessante Interview!
    Christine

  31. Antworten Julia 2. Oktober 2017 um 23:02 Uhr

    Ich liebe dieses Interview! Es lässt mich zumindest für den Augenblick allen Stress und alle Sorgen, all die schlaflosen Nächte vergessen. Wie wahr, es geht so schnell vorbei. Auf dass das Gelesene noch lange, lange nachwirkt …

  32. Antworten Frances Sachs 9. Oktober 2017 um 09:50 Uhr

    Oh, ich würde zu gern bei der Shopperöffnung dabei sein! Habe gerade gesehen, dass sie am Mittwoch ist. Das wäre ein Traum!
    Wir haben einige Teile von Rice und sie machen immer gleich gute Laune am Frühstückstisch. Die Kinder lieben die Farben und Muster und ich die andauernd tolle Qualität. Es kommen immer wieder neue Lieblingsstücke dazu. Gerade für Partys sind sie auch ein super Highlight auf dem Buffet.

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