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ENDLICH OM:

Optimieren wir zu viel an uns herum? Trendforscherin Corinna Mühlhausen sagt: Nein. Und verrät was die Zukunft bringt in Podcastfolge 17.

Text: Stefanie Luxat

Gestern Abend war es wieder so weit. Ich kam spät aus Berlin und dachte: Ich muss. Ich muss noch diesen Blogpost schreiben. Ich muss noch den Podcast pünktlich fertig haben. Ich muss doch alles optimal machen, dachte ich. Doch dann erinnerte ich mich an das Gespräch für den Podcast mit Trend- und Zukunftsforscherin Corinna Mühlhausen, die sagt: Selbstoptimierung kann auch heißen, Dinge langsamer und bewusster anzugehen. Also machte ich Feierabend und ging schlafen.

Die Selbstoptimierung hat ein schlechtes Image. Wenn wir das Wort hören, erscheinen im Kopf Menschen, die alles perfekt machen wollen. Alles noch besser. Und dabei ganz schön in Stress kommen. Selbstoptimierung kann man aber auch so verstehen, dass man sich einfach das Beste für einen selbst herauspflückt, um ein Leben den eigenen Wünschen entsprechend zu haben. Auch: Mit der Zeit zu gehen, sich den Entwicklungen anzupassen.

Darüber spreche ich heute mit Corinna Mühlhausen. Ihr Job ist es, die Wünsche, Sehnsüchte und Stimmungen der Menschen weltweit vorauszusagen. Die 48-Jährige Professorin weiß, warum wir heute schon Dinge tun und was uns in Zukunft wichtig wird. Wie wir essen, wohnen, arbeiten und leben möchten. Unser Gespräch ist ein bisschen wie gemeinsam in die Glaskugel zu schauen, was ich sehr spannend fand.

 

 

Wir sprechen aber auch darüber, wie wir auf uns selbst aufpassen. So dass uns das ständige Müssen und all das Neue nicht überfordert. Corinna Mühlhausen erzählt von ihrer Morgenroutine und auch, wie sie versucht, ihren Kindern das zu viel an Digitalem zu ersparen. Wir sprechen über die größte aktuelle Sehnsucht der Deutschen: die Natur. Und warum wir trotzdem alle bei Instagram abhängen. Sie berichtet auch, warum gerade viele wieder anfangen einzukochen wie früher unsere Großmütter, warum Sitzen das neue Rauchen ist und welches Arbeitsmodell für uns alle das große Glück bedeuten könnte.

Apropos Glück: Wer mir bei Instagram folgt, weiß – ich horte wie wild den Haferdrink Barista von Oatly. Der schäumt und schmeckt einfach am besten. Ständig ist die Sorte ausverkauft und wie viele andere schlage ich zu, wenn ich ihn irgendwo entdecke. Und viele LeserInnen schicken mir schon Bilder, wenn sie ihn irgendwo entdecken. Oder wie sie selbst horten. Jetzt startet Oatly in Deutschland eine große Werbekampagne, die euch bestimmt bald auffallen wird: “It’s like milk but made for humans” ist der Werbespruch, von dem ich euch auch in dieser Podcastfolge erzähle, und dafür wurden sie2015 in Schweden von der Milchindustrie verklagt. Deshalb kommen wir jetzt damit nach Deutschland, sagen die Macher von Oatly. Ich liebe deren Humor! Hier in Deutschland wird die Kampagne ganz bestimmt auch für Diskussionen sorgen. Was gut ist. So wusste ich zum Beispiel auch lange nicht, dass die Fleisch- und Milchindustrie zusammen mehr Treibhausgase erzeugen, als der gesamte Verkehr. Oatly hat viele spannende Infos auf der Website zusammen gestellt. Mehr als jeder wissen will, sagen sie, haha! Schaut doch dort mal vorbei.

So, jetzt bin ich gespannt wie ihr die Podcastfolge mit Corinna Mühlhausen findet. Freue mich wie immer sehr über euer Feedback.

Ihr könnt euch die Podcastfolge über ItunesSpotify und Soundcloud anhören.

Herzlich,
Steffi

Text: Stefanie Luxat

Foto: Unsplash

16 Comments

  1. Antworten Anne 5. April 2019 um 15:06 Uhr

    Ja, ich will! (Ich habe leider kein Instagram).

  2. Antworten Anne 5. April 2019 um 19:08 Uhr

    Dankeschön 🙂

  3. Antworten Helen 5. April 2019 um 20:00 Uhr

    Huhu, versuch vllt. auch mal Haferdrink mit Soja (2% Soja+10%Hafer, glaub ich) von dm- schäumt auch gut + is lecker. Viele Grüße nach HH, Helen

  4. Antworten sina 5. April 2019 um 22:49 Uhr

    Liebe Steffi,
    ein ganz tolles interessantes Gespräch mal wieder. vielen Dank! Und ich liebe die Barista Hafermilch auch sehr und muss sie immer Hamstern:-)
    Liebe Grüße aus Berlin!

  5. Antworten su 6. April 2019 um 11:40 Uhr

    Liebe Steffi,

    ich bin gerührt von den Aktionen der Jugend für Klima, Umwelt & Co. GÄNSEHAUT!
    Schluss mit dem Geschwafel. Lasst uns alle zusammen überlegen, was jede/r einzelne tun kann, auf was er/sie verzichten kann.

    MEIN NEUES MOTTO: ICH BLEIB HIER. ICH HEB NICHT (MEHR) AB.

    Wir müssen alle irgendwie mit ins Boot, dann werden wir stark und erreichen viel. Dadurch gewinnen wir unendlich viel mehr dazu als wir zu verlieren glauben.

    Durch die Schüler- und Studentenproteste keimt in mir seit Jahren zum ersten Mal Hoffnung und echte Zuversicht auf.

    Allen einen schönen Tag und ein schönes Leben!

    • Antworten Steffi 8. April 2019 um 11:45 Uhr

      @su: Liebe Su, das nicht mehr so viel abheben ist auf jeden Fall wichtig, aber es gibt noch so viele andere Wege, die auch wichtig sind. Die Stelle zur Fleisch- und Milchindustrie, wie wir durch weniger Konsum von beidem auch schon sehr viel verändern können. Freu mich, dass du so euphorisch bist! Herzliche Grüße, Steffi

  6. Antworten Tina 6. April 2019 um 13:56 Uhr

    Liebe Steffi, jaaaa ich will!
    Ich habe ebenfalls kein Instagram und bin immer soooo begeistert von Deinen Beiträgen, egal ob hier oder im Podcast. Ein schönes Wochenende! Liebe Grüße, Tina

  7. Antworten Katja Schmidtke 6. April 2019 um 15:34 Uhr

    Liebe Steffi, danke für das Interview. Seit ich letzte Woche einen Vortrag von Zukunftsforscher Harald Welzer über genau diese Themen gehört habe, laufe ich wie besoffen von der Idee der Autofreiheit durch unser Viertel! Wie sicher wäre es plötzlich! Der Weg der kleinen Schritte aus Kopenhagen hat mich sehr inspiriert! Danke!

  8. Antworten Charlotte 10. April 2019 um 13:58 Uhr

    Hallo Steffi,
    ich höre Deinen Podcast sehr gerne, aber über die Werbung für den Haferdrink bzw. genauer: über Deinen Kommentar, das wir den Haferdrink doch einfach mal einen Tag in der Woche ausprobieren sollten, habe ich mich gewundert. Du predigst auf der einen Seite Fleisch- und Milchverzicht und steigst aber dann ohne mit der Wimper zu zucken in einen Langstreckenflug nach Japan (Instagram Stories).

    Alleine ein Flug von Hamburg nach Madrid und zurück erzeugt in etwa soviel CO2, wie Du durch rund zwei Jahre Fleischverzicht einsparen könntest (Quelle: Fluter Magazin, akt. Ausgabe: Klimawandel).

    Wie sieht es dann erst mit einem Flug nach Japan aus?

    Ich bewerte dies nicht, ich berichte nur von einem Gefühl der Inkonsistenz, das bei mir aufgekommen ist (im Fluter-Artikel heißt es dazu so schön: Wir sind alle Klimaheuchler, halten Fliegen, Smartphone, Kosmetika, Autofahren für alternativlos).

    Viele Grüße und danke für die tollen Podcasts, Charly

    • Antworten Steffi 11. April 2019 um 14:47 Uhr

      @Charlotte: Liebe Charlotte, es freut mich, dass du meinen Podcast gern hörst. Wenn du ihn gern hörst, weißt du ja auch, dass ich eine Sache nie darin tue: Predigen. Das ist nicht meins. Ich gebe Ideen und Tipps und Tricks weiter, die mir geholfen haben oder mich in meiner Denke weiterbringen, aber ich schreibe niemanden vor, was er tun soll oder auch nicht. Nirgendwo. Nie tue ich so als würde ich was auch immer perfekt machen im Podcast – ich ernähre mich gesund, aber nicht zu 100%. Ich lebe schon viel nachhaltiger als früher – aber nicht zu 100%. Ich habe sehr lange überlegt, ob ich nach Japan fliege. Zwei Jahre arbeiten wir schon an der Japan-Geschichte, dein Vorwurf, dass ich das mal eben einfach so machen würde, ist also Quatsch. Ich überlege mir schon sehr lange sehr genau, welche Flüge ich knicken und dafür lieber Bahn fahren kann. Japan war immer ein Traum von mir und den habe ich mir jetzt erfüllt. Ich habe auf jeden Fall ein schlechtes Gewissen was den Flug angeht. Aber ich ernähre mich seit diesem Jahr vegetarisch, das soll keine Ausrede sein, aber es ist für mich ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Und ich erreiche mit jeder Podcastfolge tausende Menschen, die für das Thema sensibilisiert werden. So wie auch dich. Das ist doch auch schon mal was. Ich glaube nur nicht, dass es uns weiterbringt, andere, die versuchen, für das Thema zu sensibilisieren und selbst versuchen so viel wie möglich besser zu machen, dafür zu kritisieren, dass sie es nicht gleich perfekt machen. Das erinnert mich daran, dass Greta Hunberg gerade dafür kritisiert wurde ein in Plastik eingeschweißtes Sandwich dabei gehabt zu haben. Lass uns doch lieber gemeinsam noch mehr Menschen inspirieren, überhaupt mal anzufangen, über Umweltschutz et cetera nachzudenken und Dinge zu verändern. Das wäre in meinem Sinne. Liebe Grüße, Steffi

  9. Antworten Sonja 19. April 2019 um 07:12 Uhr

    Hallo Steffi, vielen Dank für diese tolle Podcastfolge, das war so ein interessantes Gespräch! Das Wohnprojekt in Wien, das in eurem Beitrag erwähnt wird, finde ich super spannend. Ist euch das verantwortliche Architekturbüro vielleicht bekannt? Schöne Ostertage und viele Grüße!

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