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DIY or buy:

Eine neue Pinnwand ist wie ein neues Leben. Dadadada! Oder: Wie es helfen kann, zu visualisieren, wo man hin möchte.

Text & Fotos – Stefanie Luxat

Vor genau einem Jahr, habe ich mich getraut, mir ein eigenes Büro zu mieten. Das war ein großes Wagnis in meiner Welt. Es gibt eine sechsmonatige Kündigungsfrist und natürlich ist das ein großer, monatlicher Kostenpunkt mehr. Meine erste Mitarbeiterin Nina hielt damals meine Hand, beruhigte meine Nerven, wir veranstalteten hier einen Knaller-Event für Philips, der legendär wurde, weil danach über Monate deren Steamer ausverkauft war. Und so vieles mehr passierte seitdem in diesen Räumen.

Eine zweite Mitarbeiterin kam hinzu, wir ergoogelten, wie man Podcasts macht und machten einfach einen. Wir überlegten uns, wie cool es wäre, noch mehr Content zum Thema Empowerment und Entspannung zu kreieren und brachten das Endlich Ich-Abo an den Start.

Es wurde hier geflucht und gefeiert. Gelacht und geweint.

Und sehr viel gegessen.

Keine einzige Sekunde habe ich die Entscheidung, dieses Büro zu mieten, je bereut. Ganz im Gegenteil: Ich komme jeden Tag so, so gern hierher. Besonders, seitdem ich es auch einrichtungstechnisch ganz zu meinem gemacht habe. Die dänische Möbelmarke Muuto hatte zusammen mit Stoll Wohnbedarf mich für das erste Jahr ausgestattet und ich hätte die Einrichtung übernehmen können, doch ich habe mich in dem letzten Jahr so stark weiter entwickelt, dass mir danach ist, dies auch optisch in meinem Büro zu erzählen.

Wir zeigen euch das neue Büro im Juli und dann erzähle ich alles en detail, nur dies vorab: Jedes einzelne Möbelstück hat jetzt eine sehr persönliche Geschichte. In jedem steckt ein Stück Empowerment, weil ich die Macher kenne und sehr schätze.

So ist das auch in meiner Lieblingsecke, die ich euch heute schon mal vorab zeige: Meine rote Bank und die Pinnwand.

 

Wenn ich zum Arbeiten in Berlin bin, gönne ich mir manchmal eine Nacht im Soho House. Und – treue LeserInnen wissen jetzt, was kommt – ich bestehe immer auf das rote Bett unterm Dach. Das ist so irre gemütlich. Und hübsch. Letztes Mal hat es mir Wayne Carpendale weggeschnappt – WAYNE CARPENDALE! Thhh. Ich liebe also dieses rote Bett sehr. Als mir meine Freundin Xenia Rosengart, die den Concept Store Minimarkt betreibt und eine super Wohnberaterin ist, diese rote Bank von einem meiner Lieblingsdesigner Konstantin Grcic zeigte, war es um mich geschehen. Das war das allererste Stück fürs neue Büro und der Rest fügte sich Stück für Stück.

Als ich im Haus Hirt zu meinem vierzigsten Geburtstag Urlaub machte, entdeckte ich dort den großartigen Teppich von Jutta Werner. Er ist aus recyceltem Bonbonpapier fair in Indien produziert, Jutta überwacht das mit ihrem Designlabel nomad und hat dafür den German Design Award gewonnen. Bald mehr dazu.

Jetzt aber endlich zu dem eigentlichen Thema heute: Meiner neuen Pinnwand! Die hat sich Xenia ausgedacht und die großartige Andrea Potocki hat sie zusammen mit ihrem Mann und feinsten Materialien umgesetzt. Andrea erklärt euch heute, wie ihr sie selbst bauen könnt oder sie einfach bei Minimarkt bestellt. Dann fertigen Andrea und ihr Mann sie euch in echter Handarbeit in Berlin an und schicken sie euch einfach zu.

Mir bedeutet diese Pinnwand sehr, sehr viel. Zum einen weil sie irre gut aussieht, was für mich aber noch viel wichtiger ist: Sie zeigt mir meinen Plan für dieses Jahr. Themen, die ich umsetzen möchte. Ein Stimmungsbild, das ich gerne transportieren würde. Das motiviert mich jeden Tag und wenn ich mal vor lauter To Do’s oder PMS nicht mehr weiß, wo es lang gehen soll, schau ich einfach zu ihr.

Mir hat Moodboarding schon oft geholfen, hier findet ihr dazu einen weiteren Blogpost von vor fünf Jahren dazu. Vielleicht ist es ja auch was für euch. Es hilft besonders, wenn man ein neues Ziel sucht oder etwas visualisieren möchte für sich.

Schön ist auch, die Pinnwand anzuschauen und zu wissen, dass so eine coole Frau wie Andrea Potocki sie gebaut hat. Seit Jahren arbeiten wir zusammen, sie denkt sich in ihrer DIY-Kolumne regelmäßig die dollsten Dinge für uns alle aus, ich liebe ihren neuesten Scoop mit den Bastelboxen (bestellbar über order@wlkmndys.com) und bin einfach sehr stolz auf unsere Freundschaft und Zusammenarbeit über all die Jahre.

 

 

So, ich arbeite dann gleich mal fleißig weiter im Büro und freue mich auf eure Kommentare. Herzlichen Dank auch für die vielen lieben Nachrichten zu meinem Beitrag am Freitag zu den fünf Dingen, die ich letzte Woche gelernt habe. Ich bin schon so gespannt auf den Hotel Matze-Podcast diesen Mittwoch, da könnt ihr euch dann all meine Gedanken dazu und mehr noch mal anhören, wenn ihr mögt.

Und was steht bei euch diese Woche so an?

Herzlich,

Steffi

P.S.: Über diesem Beitrag steht Werbung, weil Marken und Shops genannt und verlinkt werden. Ich verdiene an nichts davon mit. Freue mich aber sehr, wenn ihr die Pinnwand von Andrea bei Minimarkt kauft, weil dann zwei starke Frauen mit ihren Unternehmen unterstützt werden.

 

DIY or BUY mit Andrea Potocki

Benötigtes Material

1.) Schattenfugen-Rahmen aus Massivholz im Maß von z.B. 70 x 100 cm – du kannst ihn zum Beispiel hier in deinem Wunschmaß und Wunschmaterial herstellen lassen. Ich empfehle Eiche Natur. Bei einem Schattenfugenrahmen wird automatisch eine Fuge von ringsherum 5 mm zu deinem Bildmaß hinzugerechnet. Möchtest du das nicht, dann musst du dein Wunschmaß entsprechend ändern. Beachte bitte, dass dieser industriell für dich hergestellte Rahmen eine Innenhöhe von 26 mm hat. das bedeutet, dass deine mit Stoff bezogene Kappa fix Platte (sie ist etwa 11 mm hoch) tiefer im Rahmen liegt, als hier wie hier bündig mit dem Rahmen bei dem Produkt, das mein Mann und ich anfertigen. Das ist auch schön! wenn es dich stört, dann könntest du dem bei deiner DIY Pinnwand entgegenwirken, indem du zwei der Kappa fix Platten vor dem Beziehen mit Stoff aufeinander klebst.

2.) Ungrundiertes Leinenbekommst du zum Beispiel hier oder du schaust dich nach einem Lieblingsstoff bei deinem Stoffhändler um. Auch ein klassischer Natur-Nesselstoff aus Baumwolle kann hübsch aussehen. Oder ein farbiger Stoff? Du entscheidest, wie deine Pinnwand aussehen wird.

3.) Kappa fix einseitig selbstklebend 10 mm stark im Maß von z.B. 70 x 100 cm

4.) Starkes doppelseitiges Klebebandich empfehle dieses in einer Breite von 19 mm

5.) Holzleim ich verwende gerne diesen

6.) Stoffschere, Lineal oder Zollstock, Reißzwecken, hübsche Pinnwandnadeln

 

Und so geht’s:

Vorbereitungen:

Bevor du die Kappa fix Platte mit deinem Stoff beklebst, solltest du sie in den Schattenfugenrahmen legen und schauen, ob sie gut passt. Ohne Stoff solltest du ringsherum etwa 2 mm Platz haben. Bei einem klassischen Schattenfugenrahmen sind 5 mm Rand eingeplant – wir haben den Musterrahmen für das DIY so gefertigt, dass es keine stark sichtbare Fuge zwischen Platte und Rahmen gibt. Das ist Geschmacksache und du entscheidest wie deine Pinnwand aussehen darf. Hast du nicht mindestens 2 mm Platz, dann solltest du deine Kappa Platte mit einem Cuttermesser und Lineal etwas kleiner schneiden. Das ist gar nicht kompliziert. Mehr zu den Eigenschaften und Verarbeitungsweisen von Kappa Platten erfährst du hier.

Step 1

Arbeite auf einer sauberen möglichst staubfreien Arbeitsfläche.

Lege die Kappa Platte auf deinen Stoff und schneide im Abstand von etwa 5 bis 10 cm rings um die Platte herum dein Stoffteil für die Pinnwand zu.

 

Step 2

Jeder Stoff hat eine linke und eine rechte Stoffseite. Die rechte Stoffseite ist die “richtige” Stoffseite. Ist ein Stoff bedruckt, dann ist die rechte Stoffseite sofort erkennbar. Bei Leinengeweben ist die rechte Stoffseite nicht immer leicht zu ermitteln. Suche du dir einfach deine “richtige” Lieblingsseite aus.

Die rechte Seite des Stoffes zeigt nun zur Arbeitsfläche. Löse die Schutzfolie von der Kappa fix Platte und platziere die klebende Seite per Augenmaß mittig auf deinem Stoff.

Streiche sanft über die Platte. Super, dein Stoff klebt jetzt schon. Easy, oder? Drehe die Platte um und streiche nun erneut mit der flachen Hand über den Stoff, um alle Stellen fest zu verbinden.

 

Step 3

Klebe das doppelseitige Klebeband ringsherum an den Rand der Pinnwand-Rückseite – möglichst dicht, ein Abstand von bis zu 5 mm ist okay.

 

Step 4

Löse an der ersten der vier Seiten die Schutzfolie des Klebebandes. Lege den Stoffüberstand straff über die Plattenkante und drücke ihn auf das Klebeband.

Du kannst zur Hilfe eine Holzleiste benutzen und den Stoff so sehr sauber und gleichmäßig über die Kante der Platte nach oben führen.

 

Step 5

Wiederhole den Arbeitsschritt an den drei weiteren Seiten. Die Ecken sehen dann wie hier auf dem Bild aus.

 

Step 6

Um die Ecken schön flach zu bekommen, legst du sie zu einer kleinen Falte und verwendest flache Reißzwecken um den Stoff auf der Rückseite zu fixieren. Die Rückseite muss keinen Schönheitspreis gewinnen, du wirst sie später nicht mehr sehen.

 

 

Step 7

Nun kann die Platte schon im Rahmen befestigt werden!

Vor dem Verkleben überprüfst du nochmal den Sitz der Platte im Rahmen. Je größer du deine Fuge gewählt hast, desto genauer musst du nun beim Anbringen der Platte arbeiten, damit sie schön mittig sitzt.

Trage ringsherum ausreichend Leim auf die untere Leiste des Rahmens auf und presse deine mit Stoff bezogene Platte in den Rahmen. Du kannst einfach ein paar schwere Bücher auf der Platte verteilen, um sie zu beschweren. Nach 5 Minuten kannst du sie wieder entfernen und schon ist deine neue Luxat-Pinnwand fertig.

 

Um deine Pinnwand aufzuhängen gibt es viele Möglichkeiten. Praktisch sind diese Bilderrahmen-Aufhänger, die du einfach hinten am Bilderrahmen anschraubst. Wo wird deine Pinnwand hängen?

Falls du Fragen zu den Steps hast, dann immer her damit, ich beantworte sie dir gerne und helfe, wenn du während der Umsetzung ins Schwitzen geraten solltest.

Herzliche Grüße,

Andrea

 

Text & Fotos – Stefanie Luxat

Anleitung – Andrea Potocki

6 Comments

  1. Antworten Lilli 14. Mai 2019 um 08:14 Uhr

    Liebe Steffi, ein Mood-Board, davon bin ich seit Jahren ein Fan, ich habe eins im Büro und zu Hause. Es stecken Erinnerungen daran, Dinge auf die ich mich freue und Artikel und Fotos, die mich inspirieren, es ist mein persönliches – sozusagen mein analoges pinterest. Ich bastle mir die immer selbst, manchmal aus schönem festen Karton oder ähnlich wie Andrea mit Stoff, zu Hause habe ich mir einen tollen afrikanisch inspirierten Stoff besorgt und damit einen alten Bilderrahmen bezogen, denn wir wollen Ende des Jahres nach Südafrika und so gibt nicht nur der Board Inhalt Inspiration und Vorfreude, sondern schon das Board an sich. Wir gestalten gerade unseren Balkon um und ich habe ganz viele Ideen gesammelt, um es wohnlicher zu machen, die hängen auch am Board. Dir danke für die Inspiration am Dienstag Morgen, danke auch an Andrea, die das wie immer fabelhaft umsetzt…und Dein Büro, diese rote Bank, ein Traum, danke auch an Xenia für die Inspiration. Lg und eine schöne Woche, be inspired, Lilli

    • Antworten Steffi 14. Mai 2019 um 10:28 Uhr

      @Lilli: Liebe Lilli, das klingt großartig! Und du erinnerst mich an was – unseren Balkon. Heieiei, da könnte ich am Wochenende auch mal ran. Schickst du mir kurz dein Moodboard dazu? 😉 Herzlichste Grüße, Steffi

  2. Antworten Angela - designhaus no.9 14. Mai 2019 um 11:05 Uhr

    Ich liebe mein Visionboard. Es hängt direkt neben meinem Schreibtisch und zeigt meine kompletten beruflichen Ziele und Wünsche. Es ist immer wieder toll, jeden Tag einen Blick drauf zu werfen und sich einen Motivationsschub zu holen.

  3. Antworten Darya 14. Mai 2019 um 17:24 Uhr

    Ach wie toll!!!!! Danke danke danke für die DIY Anleitung, das ist das perfekte kleineProjekt für unsere neue Wohnung! Neue Wohnung = neuer Lebensabschnitt = neue Ziele direkt auf der Wand festhalten. Übrigens – der Umzug nach Hamburg war nun seit zwei Jahren auf meiner aktuellen Pinnwand (einfach eine große Leinwand mit Waschi Tape umrandet) gepinnt und geht nun endlich auch in Erfüllung. Ganz liebe Grüße und viel Freue im neu-gestalteten Office. Freue mich auf das Update!

  4. Antworten Britta 14. Mai 2019 um 22:13 Uhr

    Was für eine grandiose Idee!! Vielen Dank für diesen tollen Tipp, da möchte ich am Liebsten gleich loslegen. Und ich habe tatsächlich am letzten We nach einer schönen Pinnwand Ausschau gehalten und leider keine gefunden. Steffi magst Du mir noch verraten welche Wandfarbe Du hinter der aufgehängten Pinnwand verwendet hast? Das sieht einfach genial aus.

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