Drüber nachgedacht:

Muss denn immer alles (sofort) Sinn machen? Oder: warum es sich lohnt sein Leben zu renovieren. Und die Wohnung.

Motivationsfensterbank

Am Freitag reiste meine Mutter an. Ich hatte sie angerufen: “Mama, bitte komm” hab ich gesagt. Tue ich sehr selten. Das letzte Mal vor zehn Jahren als ich Single war, hohes Fieber hatte und niemanden ausser Mama sehen wollte. Und das war jetzt im Renovierungschaos auch der Fall.

“Wann seid ihr denn endlich fertig?” fragen schon Freunde. Meine Mutter fragte beim Eintritt in unsere Wohnung: “Seid ihr irre?” Im Wohn- und Esszimmer stapeln sich die Kartons und Möbel, der Boden ist überall abgezogen, aber noch nicht wieder versiegelt, nur in der Küche und dem Schlafzimmer, weil man es nur Raum für Raum, wenn alle Möbel raus sind, tun kann, weshalb überall Pappen auf dem Boden liegen, Maschinen – meine Schwester nannte es: Truppenübungsplatz.

Es ist halt wie immer: es kam alles auf ein Mal. Die Renovierung, die Fast-Insolvenz eines kleines Betriebes mit 30 Mitarbeiten, die mein Mann als Anwalt retten sollte, ich bekam plötzlich einen schönen Auftrag nach dem anderen, mein Buch wurde so erfolgreich, dass plötzlich auch eine Buchtour denkbar war – was soll man da sagen: “Entschuldigung, rufen Sie in vier Wochen noch mal an, wir stehen gerade auf der Leiter?”. Also Chaos. Überall Staub. Nirgendwo frische Klamotten. Jede gefundene gewaschene Socke wurde gefeiert wie ein Tor des HSV, wie selten die sind, hat das Wochenende gezeigt.

Meine Mutter schnackte nicht lang, sondern packte mit an. Niemand kann so gut mit anpacken und putzen wie meine Mutter. Wenn meine Mutter etwas putzt, sieht es besser aus als beim Zeitpunkt des Kaufs. Kennt ihr das? Natürlich brachte sie selbst gekochtes Essen mit, die beste Medizin und Motivation.

“Also kauft ihr die Wohnung?” wurden wir in den letzten Wochen oft gefragt. “Nein? Aber warum macht ihr das dann?” – kam immer gleich hinterher. Die Frage, die wir uns stellten, war: Warum haben wir das nicht schon viel früher gemacht? Wir wohnen seit fünf Jahren in der Wohnung und leider war uns beim Einzug nicht klar, wie hellhörig sie ist, wie laut die Nachbarn über uns sind. Wir fühlten uns also nicht hundertprozentig wohl. Schauten uns nach anderen Wohnungen um, sogar nach einem Haus. Aber irgendwann merkten wir: es ist gerade nicht das zu finden, was wir suchen uns ansatzweise leisten könnten, über uns zogen ruhigere Nachbarn ein und wir entschieden uns endlich zu bleiben. Endlich die Wohnung so zu gestalten, wie wir sie haben möchten, soweit das bei einer Mietwohnung möglich ist und finanziell. Jetzt stecken wir also Geld in die Wohnung, ja, aber das würde man bei einer neu angemieteten Wohnung durch Abstand, Maklergebühr oder was auch immer auch tun. Es überrascht aber trotzdem viele.

Uns macht es glücklich. Es ist ein Riesenfrühjahrsputz. Wir trennen uns von fast allem, was wir mitgeschleppt haben, was uns aber schon lange auf die Nerven ging. Und es scheint auch über unsere Wohnung hinaus sich auf unser Leben zu übertragen: wir sorgen für Klarheit wo wir nur können. “Was tut uns gut, was nicht so? Und wie wird man letzteres los?” fragen wir uns immer wieder. Einen Nachmittag frisch frei gelegte Bodenfliesen in der Küche mit Betonreiniger und Spachtel bearbeiten – das hat durchaus therapeutische Wirkung! Da wird man beim Nachdenken nicht groß abgelenkt! Überhaupt, wie hochemotional diese “Wie will ich wohnen?”-Thema ist. Es geht ja nie nur um eine neue Couch, es geht umso viel mehr – wie will ich leben, was ist mir wichtig, wo lege ich Schwerpunkte, schaffe mir Raum, wie sehe ich mich selbst, wie will ich gesehen werden? Was oder wen möchte ich gern um mich haben?

“Bin ich Blau?” hab ich mich zum Beispiel gefragt, als unsere Küche gestrichen war im wunderbaren Hague-Blue No.30 von Farrow & Ball. Eine Idee von meiner Kolumnistin und Innenarchitektin Jutta Werner, bei der ich eine Designsprechstunde gebucht hatte, um auf neue Ideen für unsere Wohnung zu kommen. Für Freunde habe ich immer die dollsten Ideen, aber in meiner Wohnung schien es mir als sei ich betriebsblind geworden. Jutta hat das wunderbar aufgebrochen, jetzt sprudeln die Ideen wieder, die Ergebnisse werde ich euch in den nächsten Wochen zeigen. Und ach ja, ich bin Blau!

Und wenn es irgendwann nicht mehr Blau ist, dann wird sie eben umgestrichen, verdoritnochmal, es ist doch nur eine Wand! Warum macht man immer viel zu viel Theater, um so viele Sachen? Auch so eine Erkenntnis während der Renovierung: Leichtigkeit. Wie einfach man sie haben kann, wenn man den Ballast abwirft, sich nicht immer so einen Kopp macht. Kann man schon mal vergessen vor lauter Kram, den man mit sich rumschleppt, oder?

Und wenn so viel alter Müll weg ist, ist so herrlich viel Platz für neue Ideen. Beim Zusammenpacken unserer Sachen ganz am Anfang musste ich darüber nachdenken, wie es war als mein Mann und ich damals zusammen zogen, als unsere Sachen plötzlich gemeinsam in einer Wohnung standen – ich dachte, wie bekomm ich den komischen Sessel, die seltsame Holzfigur, dies und das von ihm bloß aus der Wohnung? Und er: was hat die denn alles für Tüddellüt? Darüber habe ich für das schöne Magazin Flair eine Kolumne geschrieben, erscheint am 17. April 2013 und wie es aussiehst, schreib ich jetzt wohl regelmäßig für Flair über das Zusammenleben-Thema, was mich unglaublich freut!

Schön ist auch zu sehen, wie Freunde uns unter die Arme greifen, vor allem mit Essen. Meine Freundin Willi zauberte ein köstliches Abendbrot, Annika und Torben das beste 3-Gänge-Menü, das wir je gegessen haben. Lustig zu beobachten ist, wie unsere Renovierung diverse Freunde ansteckt, sich auch um ihre Wohnungen zu kümmern, der Dominoeffekt.

Als meine Mutter und ich uns durch die Berge mit voll gestaubtem Geschirr in der Küche gearbeitet hatten, sagte ich ihr, ich müsse mal kurz los, etwas sehr, sehr Wichtiges holen. Kurz darauf war ich mit einem Paket vieler kleiner Blumensträuße aus meinem Lieblingsblumenladen Saxifraga zurück. Meine Mutter schaute mich fragend an. “Mama, das wird jetzt meine Motivations-Fensterbank! Wenn mir das hier alles über den Kopf wächst, schau ich einfach dahin und weiß: am Ende wird hier alles so hübsch sein.”

Jetzt ist sogar schon das Schlafzimmer so etwas ähnliches wie fertig. Die hübsche Bolia-Tapete hängt und jedes Mal, wenn ich vorbei gehe hüpft mein Herz. Und das ist es: dieses hüpfende Herz, dafür lohnt sich alles, das macht Sinn.

[herz steffi mitte]

46 Comments

  1. Antworten Aurelia 2. April 2013 um 14:26 Uhr

    Oh ja – da kann ich nur zustimmen 🙂 – von Zeit zu Zeit gehört eine Renovierung – Möbel-Neugestaltung – Ausmisten – Altes Wiederentdecken – Möbel-Umrücken – etc. einfach dazu: das gilt dann automatisch als “Seelenputz” und das kann nun wirklich nicht schaden – das tut so gut!!

    Ich befinde mich auch gerade mitten drinnen – nur renovieren im herkömmlichen Sinne tu ich nicht – jedoch umrücken – neugestalten – ausmisten – kleben – basteln – einfach NEUES!! 🙂

    Viel Spaß und Motivation wünsch’ ich dir!!
    Alles Liebe aus Wien – Aurelia

  2. Antworten Martina 2. April 2013 um 14:35 Uhr

    Liebe Steffi.
    Danke für diesen wundervollen Post. Er passt so gut zu der Sonne heute und auch wenn ich kaum Luft bekomme, weil der blöde Schnupfen zurück ist, jetzt hab ich gute Laune!!!
    Du wirst es auch nicht glauben, Dein Renovierungsfieber ist sogar bei mir angekommen. Ich habe neue Vorhänge gefunden und endlich einen Stoff für das Faltrollo für unser Bad. Der erste Sommer in dem wir nicht von der Sonne gebraten werden, wenn wir duschen ;-))
    Danke dafür!
    Sonnigste Frühlingsgrüße!
    Martina.

    • Antworten Steffi 2. April 2013 um 15:28 Uhr

      @Martina: Ach echt, dich haben wir auch angesteckt? Wie toll!! Freu mich riesig!! Und der Sonne scheint es auch zu gefallen -vielleicht hat sie nur darauf gewartet? Auf deine neuen Vorhänge? Hah, da ist die Lösung für den langen Winter!! 😉 Herzliche Grüße!!! Steffi

  3. Antworten Janine H. 2. April 2013 um 14:36 Uhr

    Ein sehr schöner Artikel! Ich bin jetzt fast ein Jahr in meiner von mir grundsanierten Wohnung, aber gerade im Frühling überkommt es mich dann auch. Umdekorieren, AUSMISTEN, reduzieren. Frühling reinbringen ( wenigstens in Form von Blumen und frischen Farben ). Großes Renovieren steht nicht an, aber das “Entschlacken” tut gut.
    Ich wünsche Euch noch viel “Courage” und auf dass Ihr euch dem Ende nähert.
    Schöne Idee auch mit der Motivations-Fensterbank 🙂
    Grüßli, Janine

    • Antworten Steffi 2. April 2013 um 15:30 Uhr

      @Janine H.: Selbst grundsaniert? Heidewitzka! Ich ahne jetzt glaub ich was das bedeutet! Entschlacken ist auch ein tolles Wort, ja, so fühlt es sich an. Mein Mann hat schon vier Kilo abgenommen – die Renovierungsdiät, haha! 🙂 Und ja, das Ende ist in Sicht: Samstag, wenn der NDR-Beitrag im Fernseh läuft, soll alles grob fertig sein, dann kommen nämlich Gäste!! Herzliche Grüße!! Steffi

      • Janine H. 3. April 2013 um 15:19 Uhr

        Oh, das ist jetzt falsch rübergekommen: nein, ich habe meine geliebte Wohnung (diesmal) nicht selbst grundsaniert :-), vielmehr sanieren lassen. Aber ich war nichts desto trotz täglich dabei und habe “super-visiert”. Und Material angekarrt.
        Ich hoffe, dass ihr das bis Samstag so einigermaßen hinkriegt und dann am Wochenende mal schön die Füße hochlegen könnt.
        Freu’ mich schon auf “nachher”-Photos ;_)
        Liebe Grüße aus dem grauen Berlin. Janine

  4. Antworten Chrischa 2. April 2013 um 14:49 Uhr

    Ha! Genau der richtig motivierende Post für eine “Renovierung” auch in meinem Leben. Ansteckend positive Worte, danke dafür!

  5. Antworten Ida 2. April 2013 um 14:52 Uhr

    Liebe Steffi,
    so schön, deinen Text zu lesen! Altlasten, Barrieren und sonstiges Gerümpel machen dem Wetter alle Konkurrenz und wehren sich gemeinsam mit ihm noch immer gegen Frühling. Und dabei wäre es ja so einfach, etwas zu ändern (Ganz im Gegensatz zum Wetter – leider)! Hochmotiviert durch deinen Post wird heute Nachmittag mein Kleiderschrank aufgeräumt, entrümpelt und Platz für Neues geschaffen:) Und die Wand im Wohnzimmer: Wieso nicht wirklich einfach umstreichen?
    Danke!
    Liebe Grüße
    Ida

  6. Antworten Angela - designhaus no.9 2. April 2013 um 15:00 Uhr

    Das Gefühl etwas Neues anzugehen, oder etwas neu zu machen kenne ich gut. Nachdem wir vor 8 Jahren unsere Wohnung ausgebaut und dann eingerichtet hatten, war das ein tolles Lebensgefühl. So, als ob man jetzt endlich angekommen ist und alles auf Null gestellt hat. Trotz vieler trüber Momente und dem Gefühl nie wieder einen Handwerker in der Wohnung haben zu wollen: es war eine tolle Zeit und hat doch Spass gemacht seine eigenen Ideen umzusetzen. Übrigens, wir haben nun wieder angefangen. Zwei Zimmer sind schon wieder neu gestaltet. Der Rest kommt pö a pö. Euch viel Spass auf dem Weg zu einem tollen Ergebnis.

  7. Antworten Patricia 2. April 2013 um 15:27 Uhr

    Oh Gott Steffi, das ist ganz toll geschrieben! Ich glaub das muss ich meinem Mann heute mal vorlesen …. wir werden demnächst umziehen – zu laut und wir fühlen uns einfach nicht wohl – und dass ist wohl mit das Wichtigste in einer Wohnung. Also tschakka Du schaffst das 🙂

  8. Antworten stefi_licious :) 2. April 2013 um 15:29 Uhr

    ja, ja und ja. zu allem, was du schreibst. wir haben ein haus renoviert. oder tun es immer noch. und ich weiß auch nicht, warum man meint, man würde sich bei bestimmten dingen bis in alle ewigkeit festlegen. wenn die tapete irgendwann doof ist, kommt sie runter. fertig. ich glaub, das ist ein bisschen deutsche erziehung, dass wir uns mit solchen sachen so schwer tun.
    ich wünsche euch jedenfalls noch ganz viel energie – denn die braucht man bei sowas ja doch ganz schön. haltet durch – hinterher ist man so stolz, dass man platzen könnte. 🙂
    herzliche grüße
    die frau s.

    • Antworten Steffi 2. April 2013 um 16:49 Uhr

      @stefi_licious: hach, das tut gut, das zu lesen. ich weiß auch nicht, warum wir alle immer so sparsam sind mit dem guten leben. klar, manchmal fehlt einfach wirklich das geld, aber die meisten sachen sind ja gar nicht so teuer, wenn man sie einfach selbst macht. das sich drüber ärgern ist viel teurer. was hab ich alles für sachen gekauft, die ich jetzt gar nicht mehr so doll finde. wahrscheinlich nur, um aus diesem unwohlgefühl daheim raus zu kommen. jetzt sehe ich, dass ich viel weniger brauche, weil ich es so pur schon schön finde. weißte, was ich mein? lieben dank für deine durchhalt-grüße!!! steffi

  9. Antworten Just Me 2. April 2013 um 15:31 Uhr

    Liebe Steffi,

    ich wünsche euch noch viel Kraft und Geduld, aber auch Mut, denn Dinge wegzutun ist mutig 🙂 Mein Mann tut sich sehr schwer damit, Sachen zu entsorgen, ich bin da wesentlich großzügiger und dementsprechend unterschiedlich sehen unsere Bereiche auch aus.
    Renovieren müssten wir auch dringend, aber davor laufen wir beide noch weg, solange einige Sachen nicht geklärt sind.

    Viel Spaß und weiter so!

    Haike

    • Antworten Steffi 2. April 2013 um 16:47 Uhr

      @Just Me: Liebe Haike, manchmal ist es lustig, wie sich die Sachen klären, wenn man stehen bleibt, einfach mit einem Teil anfängt, dann das nächste und irgendwann alles anpackt. Ich bin auch die ganze Zeit davon gelaufen – mach ich nie wieder, hab ich mir geschworen, lieber gleich anpacken, nicht so lange ärgern! 🙂

  10. Antworten Bine 2. April 2013 um 15:38 Uhr

    Du hast so Recht! Und vor allem so toll geschrieben! 🙂
    In meiner alten Wohnung (in einer anderen Stadt) habe ich erst nach über 5 Jahren angefangen, mich dort ansatzweise heimisch zu fühlen. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Wohnung nicht fertig, nicht meins ist. Es gab so viele Ecken, die mir nicht gefielen, die irgendwie übergangsweise so waren, wie sie waren … ein gutes Jahr später bin ich ausgezogen. Und auch noch eine Stadt weiter, sozusagen. Und wie war’s da? Ich war noch nicht ganz eingezogen und war angekommen! Es war so schnell alles da, wo es hin sollte. Natürlich gab und gibt es immer mal ein Fleckchen, das “überarbeitet” wird (nicht mit Pinsel, Schleifmaschine & Co.), aber es wird hier und da mal etwas umgestellt (das kleine Tischchen neben meinem Arbeitsplatz steht jetzt seit Kurzem im Schlafzimmer .. solche Dinge eben). Wo drin ich aber Meister und ganz großartig bin, ist Bilder zu tauschen und zu wechseln. Und das habe ich sogar in meiner Krefelder Wohnung bislang nicht ablegen können. Damit ich dazu jetzt auch immer eine Berechtigung habe und dafür vielleicht Bilder im Wohnzimmer einfach mal da lasse, wo sie sind, zieren jetzt zwei lange Bilderleisten die große Wand im Schlafzimmer. Da kann ich Bilder tauschen so viel ich will – ganz ohne Bohren. Und sagen kann auch keiner mehr was.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft, du wirst das Packen! Und am Ende freust du dich über so ein wundervolles Zuhause, dass deine Freunde neidisch sind und du dort gleich weitermachen darfst. 😉

    Liebe Grüße!
    bine

    PS: Vielleicht sollte ich deinen Post mal zum Anlass nehmen, auch etwas bei mir im Blog darüber zu schreiben. Es stehen so viele Veränderungen gerade vor der Tür. Und mein Kommentar zu deinem Post ist ja fast ein eigener Post wert. 😉 ich denke drüber nach.

    • Antworten Steffi 2. April 2013 um 16:58 Uhr

      @Bine: Wie schön, dass du den Text magst! Ich war mir gar nicht sicher, ob euch das interessiert und jetzt bin ich so froh, dass es auf so viel Resonanz stößt! Ich bin wohl doch nicht die einzige mit der Situation! Und wie schön, dass du die passende Wohnung gefunden hast – ein erleichterndes Gefühl, oder? Ich weiß genau, was du meinst. Plötzlich ist dann alles so einfach. So wie wenn man endlich den richtigen Kerl trifft, haha! Herzliche Grüße, Steffi

      • Bine 2. April 2013 um 17:22 Uhr

        Mit der Wohnung hat’s geklappt, der richtige Kerl lässt leider noch auf sich warten. 🙁 Aber wie gut, dass es sich mit einer schönen Wohnung viel besser “warten” lässt. So hat man zumindest eine Baustelle weniger. 😉

  11. Antworten Julika 2. April 2013 um 15:53 Uhr

    Herrlich und weiter so!
    Ich als Architektin finde es immer wieder grandios, was so eine Renovierung der Wohnung, des Hauses, des Lebens so an tollsten Dingen mit sich bringt – da kann man wohl nur sagen: gut macht ihr das, so dass es Euch passt und ihr Euch im neuen alten Heim (und Leben) ganz ganz toll und zu Hause fühlt. : )
    Herzlich, Julika

  12. Antworten Jane 2. April 2013 um 16:15 Uhr

    haha, das kenne ich. ich habe in meiner Wohnung (ebenfalls zur Miete wohlgemerkt) die häßlichen klebrigen keimigen Plastikfußleisten durch wunderbare weiße Holzelisten ersetzen lassen. oh, so viel unverständnis 😉 dabei freue ich mich jedesmal, wenn ich hingucke. jetzt kommen noch holztüren und eine neue küche. und farbe und ein neuer flur. das wird ein chaos und, toll!

    • Antworten Steffi 2. April 2013 um 16:45 Uhr

      @Jane: Super! Genau so ist es, man muss immer dran denken: Ist für mich wichtig, is egal, was die anderen denken/sagen/wie sie gucken! Ich war total irritiert, dass unsere ersten Freunde, die die blaue Küche sahen nicht genau so wie wir vor Begeisterung ausgerastet sind. Aber darum geht’s ja auch nicht, wie mein Mann immer sagt. Recht hat er! 🙂

  13. Antworten Steffi Pörtner 2. April 2013 um 16:22 Uhr

    Liebe Steffi,
    hach, du sprichst mir aus der Seele. Ja, es ist anstrengend und nervenaufreibend so eine Renovierung und es geht niemals nie nur um eine Couch. Und daher ist es ganz toll, dass ihr euch so anstrengt, eure geliebte Wohnung zu verschönern, neu zu machen, an euch und euer Leben neu anzupassen. Denn ihr seid ja auch nicht mehr die, die ihr vor 5 Jahren wart. Oder 10. Oder wie lang auch immer. Also schicke ich euch noch ganz viel Kraft, Energie, gute Laune (die Sonne!) und bis Samstag zumindest ist geteiltes “Leid” (was ja eigentlich gar keins ist, ist ja was schönes!), nur halbes “Leid”.
    Einen fröhlichen Frühjahrslebensputz weiterhin wünscht die Steffi

  14. Antworten Holunderbluetchen 2. April 2013 um 16:47 Uhr

    Liebe Steffi, das ist so ein schöner Post und du triffst den Nagel auf den Kopf !!!
    Aber ehrlich gesagt, diese zappelnde Sidebar macht mich kirre. Könntest du das
    eventuell abstellen ? Ich glaube, nicht nur ich wäre dir sehr dankbar :-))
    Viele liebe Grüsse, helga

    • Antworten Steffi 2. April 2013 um 16:53 Uhr

      Liebe Helga,
      wie schön, dass du den Post magst und wie schade, dass dich meine Werbespalte stört. Die sorgt aber ehrlich gesagt dafür, dass ich hier auf dem Blog so schöne Sachen machen kann. Schau doch mal so drauf, vielleicht zappelt sie dann weniger in deinen Augen. Herzliche Grüße, Steffi

  15. Antworten Jutta von Kreativfieber 2. April 2013 um 17:28 Uhr

    Ach, das ist ein ganz toller Post! Ich höre so oft von Freunden “Wir wissen ja nicht wie lange hier wohnen” als Wände-Weiss-Argument, und (leider ) stimmt es ja auch dass man heute schneller mal die Stadt wechseln muss, aber wenn man sich zu Hause nicht verwirklichen darf, wo denn dann? Und du hast Recht: Mütter können Dinge “neuputzen”! Ich bin am Zigaretten-graugelb-Schleim unseres Vormieters an den Fenstern verzweifelt, Mama kam zum Putzeinsatz und seitdem glänzen sie! Haltet gut durch, bald ist es geschafft, die Fensterbank sieht ja schonmal toll aus! Und die Küchenfarbe mag ich auch! Ich bin gespannt auf den Rest und hoffe wir dürfen ein bisschen was sehen! Liebe Grüsse, Jutta

  16. Antworten Aline 2. April 2013 um 17:33 Uhr

    Liebe Steffi,
    dein Beitrag ist eine tolle Hommage an die Veränderung. Du sprichst mir aus der Seele! Toll zu lesen.
    Liebe Grüße

  17. Antworten Aileen 2. April 2013 um 18:21 Uhr

    deine Texte sind immer so schön zu lesen (: du schreibst so unglaublich herrlich und erfrischend irgendwie 😛

    Ich stimme dir vollkommen zu (: es ist einfach erstaunlich wie gut es tun kann die Wohnung zu renovieren, sich von alten Dingen zu trennen und auch einfach mal was neues auszuprobieren, vor allem neue Farben (:

    ich wünsche euch noch ganz viel Spaß beim Renovieren und freue mich auf das Ergebnis (:

    Liebst,
    Aileen <3

  18. Antworten Filiz 2. April 2013 um 18:27 Uhr

    Find ich super! Sowohl deinen Post, als auch euren aktuellen “Renovierungswahn”! Ich brauche sowas öfter, nur leider meine bessere Hälfte nicht. Wenn es nach mir ginge, würden wir jedes Jahr einmal komplett neu renovieren 🙂 Es bringt so einen frischen Wind in die Wohnung und Veränderung, die m.E. in unserer heutigen Zeit des immer gleichen (gestressten) Alltags sehr wichtig ist. Sie zeigt (mir zumindest), dass wir nicht “stecken bleiben” in unseren Gewohnheiten.

  19. Antworten Sandra 2. April 2013 um 18:57 Uhr

    Hej, lese deinen Blog schon länger, aber schreiben tu ich dir heute zum ersten Mal 🙂 Ein toller Post, kann mich den anderen nur anschließen 🙂
    Über den Mama-Hilferuf hab ich sehr geschmunzelt, kenne ich nur selbst zu gut. Und eine Anpack-Mama ist natürlich erst recht fabelhaft!
    Ich wünsche euch noch viel Durchhaltevermögen. Ihr werdet ganz sicher mit großem Wohlgefühl in eurer – in neuem Glanze erstrahlenden – Wohnung belohnt. Ich bin schon soo gespannt, ob du uns was davon zeigen wirst!
    Liebe Grüße,
    Sandra

  20. Antworten Armida Darja 2. April 2013 um 19:02 Uhr

    Sehr schön geschrieben, ich finde es auch toll zu renovieren und freue mich über neue Tapeten, Kissenhüllen usw. Mein Schlafzimmer hat bis jetzt allerdings noch keine passende Tapete und die rohe Wand ist da weil ich mich noch nicht für die für mich perfekte Tapete entscheiden konnte. Aber das muss sein, die alte konnte ich oder wollte ich nicht mehr sehen auch wenn andere meinen “muss das jetzt sein” ja muss weil ich mich dann umso mehr freue wenn ich die perfekte Tapete für mich gefunden habe.

  21. Antworten Kathi 2. April 2013 um 19:36 Uhr

    Liebe Steffi,
    Vielen Dank für den Text! Ich mag deine Art zu Schreiben wirklich sehr! Wir sind gerade in die Schweiz gezogen und haben die Gelegenheit genutzt unsere ganzen Sachen auszumisten. Das hat richtig gut getan! Jetzt sitze ich in unserer neuen Wohnung, leider mit einem dicken Schnupfen, blättere in meinem Ostergeschenk ” Wunderbare Wohnideen ” von Holly Becker und würde am liebsten gleich die Ärmel hochkrempeln und loslegen. Noch viel Durchhaltevermögen fürs Renovieren für Dich und Deinen Mann! Ich bin schon sehr auf das Ergebnis gespannt.
    Herzliche Grüsse,
    Kathi

  22. Antworten juniwelt 2. April 2013 um 19:54 Uhr

    Liebe Steffi, mit diesem Text sprichst Du mir Mut zu! Wir haben ne tolle Wohnung aber auch die bedarf einer Renovierung. Die ersten Schritte sind gemacht und ich freu mich auf die Veränderung 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Juniwelt

  23. Antworten Johanna 2. April 2013 um 20:00 Uhr

    Sehr hübsche Motivationsfensterbank! Und Blumen sind sowieso immer gut! Mich hat auch gerade das Frühjahrsentrümpelungsfieber gepackt, die Wohnung ist einfach zu voll. Und mit Baby wird’s ja nicht gerade weniger…
    Ich würde am liebsten viel öfter entrümpeln und umräumen, verkaufen, neu kaufen, streichen, tapezieren – nur leider möchte mein Freund genau das Gegenteil. Es soll am Besten alles genau so bleiben, wie es ist. Naja. Soviel zum Thema Zusammenleben. In diesem Sinne auch noch herzlichen Glückwunsch zu deinem Job bei Flair!
    Ich bin schon gespannt, wie eure “neue” Wohnung aussieht!
    Viele Grüße von Johanna

  24. Antworten Katrin 3. April 2013 um 07:46 Uhr

    Liebe Steffi, was für ein wunderbarer Artikel! Es scheint wohl vielen gerade so zu gehen. Als ich Ostermontag aus dem Norden zurückkam, habe ich auch direkt losgelegt und Klamotten ausgemistet, Dinge weggeschmissen und eine LANGE Liste geschrieben mit dem Titel “Mein Leben entrümpeln und verschönern”. 🙂 So vieles will ich schon lange machen, hier etwas umräumen, da eine Lampe reparieren, etc., etc. Bin über den Blog “365 Less Things” gestolpert und befolge die Tipps, jeden Tag etwas wegzuwerfen, was ich nicht mehr brauche oder nur noch aus sentimentalen Gründen aufbewahre..
    Auf einen wundervollen Frühling!
    LG Katrin
    P.S.: Werde Samstag auf alle Fälle Nordtour schauen, freu mich drauf!

  25. Antworten anette 3. April 2013 um 10:37 Uhr

    Voila! Hab grad eeendlich den schwindelerregend hohen alten Zeitschriftenberg neben meinem Bett ausgemistet. Immerhin ein klitzekleiner Anfang 😉 Auf jeden Fall hast Du es wieder mal geschafft mich ordentlich zu inspirieren…Merci dafür und frohes Werkeln weiterhin! Liebe Grüsse von Anette

  26. Antworten Julie 3. April 2013 um 12:37 Uhr

    Was für ein schöner Post, liebe Steffi! Ich glaube, ich gebe auch viel zu oft viel zu viel darauf, was andere sagen! Recht hast du! Und wirst dafür belohnt… Ich freu’ mich auf das Ergebnis! Mehr Mut!

  27. Antworten Heike 3. April 2013 um 13:39 Uhr

    Liebe Steffi,

    nichts ist so zermürbend, wie renovieren und dabei in der Wohnung leben. Aber nichts ist auch so inspirierend! Vieles kann man planen, aber manches muss einfach wachsen. Das sagt eine, die seit 8(!) Jahren in einem über 100 Jahre alten Bauernhaus lebt, renoviert, ausbaut, saniert und sich einen Traum nach dem anderen verwirklicht. Im Erdgeschoss, ein alter Ladenraum, mit angrenzender Werkstatt, wurde in den letzten eineinhalb Jahren zu einem Beratungs(t)raum saniert und umgebaut. Viel schöner, als er ursprünglich geplant war, (manche Dinge, die ich so nach und nach entdeckt habe wurden intergriert) und urgemütlich. Dahinter soll mal mein Büro entstehen. Im ersten Stock (Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer) bleibt dieses Jahr alles, wie es ist. Aber im zweiten Stock habe ich mein bisheriges Büro umgeräumt und Dank Deiner Inspirationen zu einer Kreativwerkstatt mit Büroanteil 😉 umgestaltet. In den Sommerferien wird das Zimmer daneben (das meiner Tochter) neu tapeziert und umgeräumt und wie ich mich kenne, wird die Renovierung auf meine “Werkstatt” ausgeweitet. Da müsste dringend der Boden abgeschliffen und neu eingelassen werden 😉 ..
    Werkeln kann ich ja solange draussen, auf der überdachten Veranda. Und da es eh ein Durchgangszimmer ist…
    Halte durch, Du wirst belohnt! Dann fühlst Du Dich zuhause (und) neu inspiriert!
    Viele liebe Grüße

    Heike

  28. Antworten Chrissi 3. April 2013 um 19:52 Uhr

    Sehe ich genauso wie du! Und diese schönen Vasen… Woher hast du die denn? Vor allem die größere ganz rechts hat es mir angetan!

  29. Antworten Anna 3. April 2013 um 20:23 Uhr

    Respekt, wirklich! Wir renovieren grade eine Wohnung VOR dem Einzug, haben allein zwei Wochen damit verbracht alles ab- und rauszureissen und haben nun das getan, was uns persönlich am glücklichsten macht: eine professionelle Hilfe geholt. 😉

  30. Antworten Ute 3. April 2013 um 20:42 Uhr

    Liebe Steffi,
    manchmal kommen die Gedanken von anderen doch gerade zur rechten Zeit. Wir überlegen auch gerade, ob es sich wirklich lohnt, in einem gemieteten Haus, das Dach selbst auszubauen. Aber ja, jetzt weiß ich, es lohnt sich. Wir sind noch lange nicht so weit wie ihr – erst in der Überlegungsphase – aber ich freu mich schon, wenn mein Herz dann irgendwann auch hüpft. Danke für deine inspirierenden Worte.
    Liebe Grüße
    Ute

  31. Antworten Britta 3. April 2013 um 21:56 Uhr

    Liebe Steffi,

    ein toller Post!
    Welch schöne Idee mit der Blumen-Fensterbank, ich hoffe, sie ermutigt dich immer wieder, wenn du es grad brauchst.
    Letztes Jahr um diese Zeit fingen wir mit dem Renovieren an, drei Monate lang Staub und Dreck und dazu schwanger. Da hätte ich auch ab und an eine Blumen-Fensterbank gebraucht :-). Aber jeder Teilerfolg motiviert weiter zu machen und wenn ich mal fertig seid, werdet ihr stolz sein wie Bolle! Und das völlig zurecht. Ich bin schon sehr gespannt auf deine Bilder!

    Haltet durch und alles Gute!
    Britta

  32. Antworten Katrin 4. April 2013 um 09:21 Uhr

    Wunderschöne Geschichte und sehr motivierend, weil ich gerade auch mein Arbeitszimmer in Angriff nehmen will — danke! Und kann man Deine Mutter irgendwo ausleihen?

  33. Antworten missmenke 4. April 2013 um 20:21 Uhr

    Liebe Steffi, ich stecke mitten in den FFF-Vorbereitungen und wollte nur mal kurz auf deiner Seite schauen, wie man deinen Namen denn nun richtig schreibt. Und bin dann hier bei diesem Artikel hängen geblieben. Deine neue Fensterbankdeko zeigt schon, dass sich der ganze Aufwand wahrscheinlich mehr als lohnt und zum Schluss alles wunderschön aussehen wird.
    Wir wohnen auch in einer “Übergangswohnung”, die zu gut ist, um auf Biegen und Brechen auszuziehen, aber nicht gut genug, um ein Leben lang zu bleiben… ich kenne das Dilemma. 😉

  34. Antworten sarah h. 5. April 2013 um 23:59 Uhr

    die vasen schauen echt wahnsinnig toll sommerlich aus (auch wenn der leider noch weeeeeit entfernt ist :/)
    lustigerweise hab ich das 1. bild von deinem post ja zuerst mal auf einem amerikanischen blog entdeckt . bevor ich deinen post überhaupt gelesen hab .. jaja so toll ist dein blog dass er sogar rund um die welt gelesen wird .!! 🙂

    liebe grüße und schönes wochenende .

  35. Antworten sarah 24. April 2013 um 22:33 Uhr

    Hallo stefanie, ich habe schon öfter hier auf deinem blog vorbeigeschaut und finde deine ideen immer ganz hübsch. aber heute habe ich deine neue kolumne in der flair gelesen und war enttäuscht. haben die deinen text so verändert oder gekürzt? irgendwie habe ich die fröhliche, spritzige steffi gar nicht darin wiedererkannt. schade…

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  • Muss denn immer alles (sofort) Sinn machen? Oder: warum es sich lohnt sein Leben zu renovieren. Und die Wohnung.

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11. Juni 2019

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Nach dem Weg gefragt:

04. Juni 2019

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ENDLICH ICH:

01. Juni 2019

Endlich Om:

31. Mai 2019

Na sowas:

29. Mai 2019