Wonach ist dir heute?

Ich hoffe, Eure Koffer sind gepackt. Es geht nämlich los. Alltagssorgen und Stress bitte aus dem Koffer rauswerfen und volle Ausstattung für Wohlergehen und Entspannung einpacken. Wir fahren in ein wahres Wellness-Paradies, das keiner 14 Stunden Flug bedarf. Die Sorte Wellness-Hotel, in denen man vor Wohlfühlen so tief in den Liegestuhl sackt, daß man das Gefühl hat, dort verschmolzen zu sein. Das Hotel “Das Kranzbach” liegt bei Garmisch, direkt am Fuße der Zugspitze. Berge, blauer Himmel, herrlich frische Luft. Zeit zum einatmen, jede Sekunde genießen, abtauchen aus dem Alltag.

Schon die Hotelhistorie bringt meine romantische Ader zum Schmelzen. Vor ca. 100 Jahren ließ hier die britische Aristokratin Mary Isabel Portman ein Schlösschen erbauen, das einem englischen Landsitz gleichen sollte. Ein Schloß, daß sie jedoch aufgrund der Kriegsgeschehnisse selber nie zu Gesicht bekommen sollte. Im Laufe seines Bestehens diente es als Unterkunft für Künstler, es wurde Freizeitstätte für Jugendliche, Olympioniken kampierten hier während der Olympischen Spiele 1936 und Erholungsstätte für US-Offiziere kurz nach dem zweiten Weltkrieg.

Seit 2007 erstrahlt es in neuem Glanze und wer gerne in Kaminzimmern sitzt, während draußen der Schnee fällt, wer gerne durch Wälder spaziert, beheizte Außenpools schwimmt und sich dann in Bademäntel einkuschelt, wer gerne Yoga inmitten von Bergwiesen erleben möchte, Sport in freier Natur mit würziger Bergluft bevorzugt, der sollte unbedingt in das Kranzbach reisen.

Meine liebe Freundin Evi hat es schon öfter ausprobiert und schwärmt in allerhöchsten Tönen. Ich denke, ich werde mich nicht erwehren können, beim nächsten mal einfach mitzufahren. Lecker und gesund zu essen, durchgeknetet zu werden und in Quellwasser zu schwimmen hört sich verdammt nach einem Jeanny-Urlaub an. Ganz entspannt, ohne zu viel Tüddel und Schischi, denn, wie sie sagt, das Kranzbach-Team ist so herzlich und nett, daß man sich einfach wohlfühlt. Ohne Ballkleid zum Frühstück, wie man es aus anderen Hotels kennt. Einfach fallen lassen und man selbst sein.

Wie holt Ihr Euch solches Wohlbefinden nachhause? Man kann ja (leider) nicht jedes Wochenende in so einem Refugium gastieren. Um so wichtiger ist es, Körper und Geist auch zuhause in Schuß zu halten. Ich versuche, neben all den vielen süßen Backwerken ausgewogen zu kochen. Nicht hochoffiziell hochwissenschaftlich nach irgendwelchen Tabellen oder Empfehlungen, einfach nach gesundem Menschenverstand. Wir essen nicht allzu viel Fleisch, häufiger Geflügel, viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und als echte Hanseaten mindestens einmal die Woche ein Fischgericht. Am liebsten im Backofen zubereitet, kombiniert mit dem, was sonst gerade da ist.

Dieses Wochenende: Zitronen-Kabeljau mit Kartoffen aus dem Ofen.

1kg Kartoffeln

3 Biozitronen

etwas brauner Zucker

Olivenöl

Zitronenthymian oder Rosmarin

30g Butter

1 Knoblauchzehe frisch

Salz, Pfeffer

Kabeljaufilets a ca. 180g (Menge hängt davon ab, wieviele Personen Ihr seid. Je ein Filet!)

Schmand oder Sour Cream als Dip für die Kartoffeln.

Hierzu einfach Kartoffeln säubern und mit Schale in Stücke schneiden, eine unbehandelte Zitrone vierteln. Alles gemeinsam in einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl, Zitronenthymian oder Rosmarin, Meersalz und Pfeffer mischen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Zwei weitere Biozitronen halbieren, mit der Schnittfläche nach oben ebenfalls auf das Backblech stellen, je mit 1 gehäuften TL braunem Zucker bestreuen und alles bei vorgeheiztem Backofen (200°C) 45 Minuten lang backen.

Während dessen 30g Butter schmelzen und mit den Scheiben einer frischen Knoblauchzehe sowie ebenfalls Zitronenthymian oder Rosmarin vermischen. Wenn die 45 Minuten Kartoffenbackzeit um sind, weiße Kabeljaufilets ohne alles, besonders ohne Gräten, in eine Auflaufform legen, mit der flüssigen Knoblauch-Kräuterbutter bestreichen und alles (auch die Kartoffeln) ca. 10 Minuten lang weiterbacken.

Nach dem Anrichten die gezuckerten Zitronenhälften über die FIschfilets träufeln lassen und genießen. Zu den Kartoffeln einen Klecks Sour Cream, Schmand oder Creme Fraiche geben. Fühlt sich gut an. Weil: geht total einfach und ist schön leicht.

Euch einen schönen Start in die Woche. Lasst es ruhig angehen.

All the love in the universe,

Jeanny

 

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Sabine 14. März 2011 um 06:57 Uhr

    Oh Jeanny, da waren wir schon so oft in Garmisch (die Schwägerin lebt dort) und von diesem “Schmankerl” habe ich noch nix gehört…tztztztztzzzzzz……dabke für den Supertipp, den ich gleich abspeichere.
    Dir auch einen wunderschönen Wochenstart!
    Liebe Grüße
    Sabine

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  3. nike 14. März 2011 um 08:57 Uhr

    … heisses quellwasser … durchkneten lassen… hmmmm, ja, das würd mir jetzt auch gefallen! sieht toll aus, das kranzbach – und deine ofenkartoffeln auch!! ich liiiiiieeebe ofenkartoffeln, egal ob mit rosmarin oder thymian – da könnte ich mich reinsetzen!
    mein körper & mein geist brauchen jede menge musik, leckeres essen ( am liebsten viel regionales & saisonales obst & gemüse & cupcakes!) & zwischendurch mal einen saunatag!
    eigentlich ganz easy 🙂
    liebste grüsse & einen entspannten montag!

    … den kartoffeln im titel fehlt ein “f” und in der eigentlichen rezeptüberschrift en “l” … 😉

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  4. Dani 14. März 2011 um 13:07 Uhr

    Hach, das wär jetzt fein! 🙂

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  5. Hedi 14. März 2011 um 15:40 Uhr

    Leckerschmecker und so ein schönes Hotel. Wird gemerkt. Danke Euch,
    Hedi

    Antworten
  6. marlen 14. März 2011 um 21:26 Uhr

    mhhh, klingt super lecker. und geht vorallem schnell. da kann das selbstgemachte gewürzsalz gleich zum einsatz kommen!

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  7. Silke 17. März 2011 um 20:34 Uhr

    ich hab das heute zum schiwegervaterbekochungsabend gemacht- suuuuuuuuper lecker (und auch fürmich kochtrottel machbar…).

    die gezuckerte zitrone gibt dem ganzen eine sehr besondere note.

    vielen dank für das tolle rezept!

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  8. Marlene 18. März 2011 um 21:15 Uhr

    Ich habs auch ausprobiert. Gerade die Kombi der Kartoffeln mit den Zitronenstückchen hat mir sehr gut gefallen. Kommt wieder auf den Tisch!

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    • Virginia 18. März 2011 um 22:30 Uhr

      🙂 bei uns auch immer wieder. Ein komplettes Horstmann-Gericht, alles kleinschnippeln, in den Backofen und schwups lecker 🙂

      Schönes Wochenende 🙂
      J

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  9. Susanne 20. März 2011 um 21:18 Uhr

    Irgendwie muß ich den Post verpasst haben. Na, so was. Die Kartoffeln sehen nämlich fantastisch aus. Ich esse auch wahnsinnig gerne Ofenkartoffeln, auch gerne mit Rosmarin und Meersalz. Und erholen, das ist seit gut 14 Monaten ein Fremdwort geworden. Seitdem sind wir nämlich zu dritt. Aber ich glaube, irgendetwas muß ich wohl mal ändern… Liebe Grüße Susanne

    Antworten

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