Wonach ist dir heute?

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Puh, muss mich gerade erst ein Mal neu sortieren. Bei uns wurde am Wochenende eingebrochen. Laptop weg, Erbschmuck weg, Geschenke weg, kurz auch die gute Laune weg. Aber dann: Erkenntnis – wir leben, uns ist nichts passiert. Dann ist doch eigentlich alles gut. Und wenn man dann noch so tolle Freunde wie den Frank hat, der einem seinen Laptop leiht – ein Traum.

Also, auf geht’s weiter ins neue Jahr! Für alle, die das Gefühl haben, sie bräuchten auf dem Weg ins neue Jahr ein bisschen Glück oder gute Laune: dem empfehle ich Neujahrskuchen. Mit Sahne. In Ostfriesland, meiner Heimat, werden sie zum Jahreswechsel gebacken und den Gästen mit den besten Wünschen fürs neue Jahr angeboten.

Manche kennen die Neujahrskuchen auch als Krümel- und Eiserkuchen oder als knusprige Waffeln. Der Teig und Geschmack ist meist derselbe. Die Schmerzen bei der Herstellung auch. Einer gibt den Teig auf das Eisen (sieht ähnlich aus wie für Waffeln, die Prägung ist nur flacher, siehe unten), der andere muss ihn frisch aus dem Eisen genommen zu einer Tüte formen. Mit den Fingerspitzen. Das tut höllisch weh. Mit Einweghandschuhen geht’s einigermaßen.

Aber der Aufwand lohnt sich. Erstens ist es total gemütlich, die Neujahrskuchen gemeinsam herzustellen und zweitens schmecken sie fantastisch. Also, los geht’s!

Zutaten für circa 30 Stück: 450g Mehl, 200g weißer Kandis, 200g Butter, 1 Ei, 1 EL gemahlener Zimt, 1 EL gemahlener Anis, 1/2 Liter Wasser und 1 TL Kardamom + Magarine zum Einfetten des Eisens + für das Ausbacken am nächsten Tag circa 200g weißen Kandis in 1/4 Liter heißem Wasser auflösen  + Schlagsahne für den Verzehr

Zubereitung:

1) Kandis in heißem Wasser auflösen, die Butter in einem Topf auf der Herdplatte zum Schmelzen bringen und beides abkühlen lassen.

2) Butter cremig schlagen und nach und nach Ei, Gewürze, Zuckerwasser und Mehl dazugeben und alles gut mit dem Mixer vermengen. Den Teig über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

3) Vor dem Ausbacken den Teig noch mal ordentlich durch mixen und mit Zuckerwasser auffüllen, bis der Teig leicht vom Löffel tropft.

4) Eisen mit Speckschwarte oder Magarine einreiben, eineinhalb EL Teig in die Mitte geben und das Gerät zudrücken bis die Lampe am Gerät auf fertig schaltet bzw. die Waffel hellbraun ist.

4) Fertige Waffel mit Gabel aus dem Eisen nehmen und SOFORT zu einer Waffel rollen, siehe oben. Und gut auskühlen lassen. In Blechdosen aufbewahren. Mit Sahne servieren.

 

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. judith 27. Januar 2010 um 10:05 Uhr

    Oh, ja,,die kenn ich von meiner Mutter..jedes Jahr backt sie in mühevoller Kleinstarbeit und mit dem obligatorischen Waffeleisen diese köstlichen Leckereien..kamen übrigens bei unserer Silvesterfeier mit persischem Granatapfelsorbet wunderbar an!

    Antworten
    • ohhhmhhh 27. Januar 2010 um 10:57 Uhr

      Ohhh, persisches Granatapfelsorbet? Das klingt ja köstlich! Willste darüber nicht mal einen schicken Gastbeitrag hier machen??? Ich würde mich freuen!!

      Antworten
  3. yletta 28. März 2010 um 18:18 Uhr

    ….es gibt noch anderes Marsbewohner…die Neujahrskuchen lieben! Wie schön! Hier in direkter Berlinernachbarschaft, werden die jährlichen Produkte meiner ostfriesischen Wurzeln häufig mit banalen “Eistüten” verwechselt! Schön zu wissen, dass ich mit meinen Vorlieben nicht alleine bin!

    Gruß yl

    Antworten
  4. Anni 15. Dezember 2012 um 16:19 Uhr

    Hej hej!
    Ich wollte mal nachfrage, ob du mir sagen kannst, woher du das Neujahrskuchen-Eisen hast, bzw. von welchem Hersteller es ist!??
    Lieben Dank im Voraus und
    viele Grüße
    Anni

    Antworten
    • Steffi 16. Dezember 2012 um 18:52 Uhr

      @Anni: Hallihallo, das Eisen hat mir meine Schwiegermutter geschenkt, ich guck die Woche mal wie das heißt, sobald ich wieder Zuhause bin. Hast du’s sonst einfach mal gegoogelt? Herzliche Grüße, Steffi

      Antworten

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