Wonach ist dir heute?

Es soll ja angeblich wirklich noch ein, zwei Menschen geben, die den schönen, so kreativen und vor allem mit so leckeren Rezepten versehenen Blog Liebesbotschaft von Joanna noch nicht kennen. Damit jetzt aber alle wissen, woher man mal eben entzückende Ideen bekommt, was man Lustiges und Leckeres mit seinen Kindern (oder einfach nur dem Liebsten oder den liebsten Freunden) unternehmen kann (eine Pyjamaparty mit Motto-Buffet, ein Picknick mit Motto-Buffet etc.) oder wie man mal eben innerhalb von einem Tag ein Wohnzimmer bzw. die gesamte Wohnung umgestaltet, damit da auch jeder im Bild ist, zeig ich euch heute einen Einblick in Joannas Welt und als Mhhhontags-Rezept das so köstliche und kreative Buffet von Joanna zum Start von “Germany’s Next Topmodel”.

GMNT? Bitte? Ja, ich weiß. Ich gucke es eigentlich auch nicht mehr. Aber seitdem ich gehört habe, dass Joannas wirklich sehr hübsche Tochter Jil (Foto siehe weiter unten) bei der aktuellen Staffel mitmacht, muss ich gucken. Und dabei Joannas (das ist die Frau, die selbst aussieht wie ein Model, im blauen Blazer weiter unten) Rezepte ausprobieren, wie zum Beispiel: Sesam-Hähnchen-Spieße, Gemüse-Couscous, Himbeer-Tiramisu, Kokos-Joghurt-Crème und und und. Die Zutaten und Zubereitung findet ihr hier.

Und weil ich schon immer Joanna ein paar Fragen stellen wollte, haben wir noch ein kleines Interview geführt…

Liebe Joanna, ich bin immer wieder beeindruckt, wie kreativ du das Leben deiner Familie mit drei Kindern gestaltest. Woher nimmst du all die Ideen, was inspiriert dich dazu?

1. meine eigene Kindheit. Ich kann mich noch an unheimlich viele Details erinnern, meine Träume und Wünsche, Schönes und weniger Schönes. Das setze ich einfach um. Als Beispiel: ich habe meine Pausenbrote als Kind gehasst (jeden Tag dasselbe), und dementsprechend bekommen meine Kids morgens ein Vesper mit, auf das sie sich wirklich freuen. Also denke mir immer wieder etwas Neues aus.

2. Flohmärkte. Ich finde auf einem Flohmarkt nicht nur ein paar Gummi-Waldtiere, sondern innerhalb von Sekunden entsteht vor meinem geistigen Auge eine Waldlandschaft – mit den Kids Material im Wald sammeln gehen – Rahmen bauen – gestalten – Wald spielen. Oder ich finde ein paar kleine Plastikfische und sehe sie auf einer Torte. Ich finde einen Popcornmaker und sehe eine Pyjamaparty. Ich finde eine alte Tür und sehe einen Couchtisch. Ich kann nichts dagegen machen… es geschieht einfach.

3. meine Kinder inspirieren mich auch! Sie haben selbst oft ganz tolle Ideen… oder einfach nur ihr Wesen und ihre Vorlieben.

4. Zeit. Das hört sich zwar komisch an, es steckt aber ein bisschen Wahrheit drin: eine Mami, die in jedem Bereich den höchsten Anspruch hat, überall zu 100% perfekt alles erledigt: die ist abends so müde, da bleibt kaum kreative Energie übrig. Ich lege auf viele Dinge nicht so großen Wert, und kann sehr gut (Kinder-)chaos ertragen. Ist das Wetter gut, und alle haben Lust auf ein spontanes Sommerfest, dann ist mir egal, wie lange die Liste mit den unerledigten Aufgaben noch ist. Ich nehme mir Zeit für die kreativen Dinge mit den Kids (und lasse einiges dafür liegen..), weil mir mit ihnen nur eine kurze Zeitspanne bleibt. Kaum sind sie 16, fliegen sie schon in der Weltgeschichte herum, und kannst froh sein, wenn sie den Telefonhörer mal für 2 Minuten vom Ohr wegnehmen, um mit der Mutter zu sprechen.

5. Liebe. Ich liebe die Menschen. Ich liebe es, sie zu beschenken, zu inspirieren, und ihnen gut zu tun. Das ist auch keinesfalls auch meine Familie begrenzt, aber die ist nun mal meist in der Nähe *g*. Das hat nichts mit einer Aufopferung zu tun, ich bin einfach so randvoll mit Gutem, da bin ich froh, wenn mal was überfließen kann. Das drückt sich einfach aus.

Wo hast du denn so toll kochen und backen gelernt?

LOL… wer sagt denn, dass ich toll kochen kann? Ich koche nur nach folgenden Prinzipien: frisch + lecker (jaaa.. auch für die Kids… begrenzte Menüwahl) + schnell. Über die Jahre haben sich da meist bombensichere Gerichte etabliert. Und von denen können ja auch andere profitieren, dachte ich mir… Als ich von Zuhause auszog, konnte ich NICHTS kochen. Ich habe mir das langsam über Kochzeitschriften oder -bücher selbst beigebracht. Deshalb kann ich NICHTS zubereiten, was ich damals aß: meine Mum hat mich nur zum Kartoffelschälen in die Küche gelassen. Und woher stammt das Gerücht, ich könnte toll backen? Ich dekoriere meine Torten, ich backe sie nicht!

Sag mal, du siehst so entzückend aus in deinem blauen Blazer – arbeitest du selbst auch als Model?

Danke für den Lacher des Tages, liebe Steffi!

Hätte doch sein können. Deine Tochter Jil macht’s doch auch. Apropos. Musst du Jil gerade Zuhause einsperren, damit niemand merkt, dass im TV Aufzeichnungen laufen oder darf sie vor die Tür? Gewinnt Jil GMNT? Und ist Heidi nun so böse wie so viele sagen oder doch entzückend, was hat Jil verraten?

Grinsiiiiiiii…. das kommt darauf an, was du für Insider-Infos zahlst!

Ach ja, stimmt ja, man muss da so Knebelschweigeverträge unterschreiben. Sprechen wir lieber übers Bloggen. Wie kamst du dazu?

Der Hauptgrund für meinen Blog war, dass meine Eltern vor ca. 3 Jahren ins Ausland gezogen sind. Ich wollte ihnen die Möglichkeit geben, am Alltag ihrer Enkelkinder ein bisschen Anteil zu haben. Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass meine Texte + Ideen viele Frauen inspirieren und ermutigen. Wenn ich also nur einer einzigen Frau im Alltag weiterhelfen kann, und ihr etwas von meiner Lebensfreude und Liebespower abgeben kann… dann ist das das Allerschönste für mich. Es bewegt mich immer sehr, wenn ich von meinen Lesern feedback bekomme… ein Firmenchef, der sich oft Motivation für seine Mitarbeiter holt (!), oder eine Mutter, die trotz menschlicher Tragödie ihre Lebensfreude wiedergefunden hat… da weine ich oft vor Überwältigtsein vor dem pc. Manchmal schreibt jemand einfach nur: “ich liebe dich” oder “DANKE!”, und das trifft mich mitten ins Herz. Das ist so kostbar für mich.

Stimmt, das ist auch meine Hauptantriebskraft. Wie hast du denn eigentlich gelernt, so schöne Fotos zu machen?

Ich kann keine Fotos machen: die macht meine Kamera. Ich drücke nur drauf und mache ALLES auf Automatikmodus. Was schade ist, denn sicher gäbe es zig Möglichkeiten… Meine Technik heißt: wo ist ein schönes Motiv? Klick. Fertig. Mir geht es oft nicht so sehr um den künstlerischen Anspruch, sondern mehr darum, die Idee zu zeigen oder zu dokumentieren. Es raubt mir den Atem, wenn ich so manch andere Blogs von Frauen sehe, die jedem Profi-Fotografen locker Konkurrenz machen könnten. WOW.

Ich mag ja auch deine Osterdeko sehr, wie kamst du auf die Idee und vor allem: hast du den Federkranz selbst gemacht oder verrätst du, wo man ihn kaufen kann? Und was oder wer inspiriert dich zu deinen Deko-Ideen?

Oh wow! Danke für das liebe Kompliment! Es stand kein Konzept dahinter, ich dekoriere bei uns so oft um, dass sich eine kleine große Anzahl an schönen Dekoobjekten gesammelt hat. Klassische Behälter wie weiße Schüsseln/Glasvasen in einfachen Formen, frische Blumen… mehr ist es gar nicht. Das kann man immer wieder variieren, und jahreszeitlich verändern. Da ich weiße Sofas habe, stimme ich auch die Farbe der Kissen immer ein bisschen auf die Jahreszeit ab – so hat man eine völlig neue Atmosphäre zum kleinen Preis. Den Federnkranz habe ich spontan von einem Dekoladen mitgenommen – übrigens liegt er bereits im Keller, ich fand die Wand zu vollgehängt. Im Grunde reduziere ich ständig. Ich glaube, es steht schon wieder zu viel herum.

Liebe Joanna, herzlichen Dank für die tollen Rezepte und das nette Gespräch! Ich drück Jil auf jeden Fall die Daumen! Alles Liebe, Steffi

Fotos: Liebesbotschaft

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Virginia 4. April 2011 um 07:39 Uhr

    Wow. Wunderschön. Ich spiere ja schon wirklich oft in den tollen Blog. Jetzt nach dem bezaubernden Interview sicher noch öfter.
    Wunderschöne Bilder. Tolle Deko. Prima Wochenenanfang. Danke Joanna und Steffi!

    Antworten
  3. Saskia aus Bayern 4. April 2011 um 08:06 Uhr

    Ich LIEBE Joannas-Blog, es ist wie eine Sucht!! Jeden Tag muss ich schauen ob sie was neues gebloggt hat. Toll das ihr darüber berichtet, den auch euer Blog ist wie eine Sucht :)))
    Bitte bitte macht alle weiter so.

    Liebe Grüße
    Saskia aus Bayern <3

    Antworten
  4. Ordnungshüterin 4. April 2011 um 08:19 Uhr

    Ja, auch hier ein Outing! Ich hänge auch an der Liebesbotschaft-Nadel! So herzlich, locker-flocker und ideenreich! Vielen Dank, Steffi, für das Interview!
    Liebe Grüße
    Die Ordnungshüterin

    Antworten
  5. Anni 4. April 2011 um 08:47 Uhr

    Oh, da gehör(t)e ich ja wirklich noch zu den 2-3 Leuten, die Joannas Blog nicht kannten. Der ist ja ganz entzückend! Vielen Dank für die Vorstellung. Der wird ab sofort unter den Favoriten abgespeichert. Und der Jil drück’ ich natürlich auch die Daumen!
    Ganz liebe Grüße!
    Anni

    Antworten
  6. Katja 4. April 2011 um 09:27 Uhr

    ….ich kenne zwar Joanna`s Blog in- und auswendig, aber trotzdem danke für das Interview und die schöne Zusammenfassung.

    Herzlichst…Katja

    Antworten
  7. Susanne 4. April 2011 um 09:45 Uhr

    So ein schöner Post! So schöne Fotos und so ein erfrischendes Interview! ” Ich laß einiges dafür liegen”, sagt Joanna und das hört sich wundervoll an. Würd’ ich auch sehr gerne können…Und dieses Buffett macht mir richtig gute Laune bei diesem miesem miesem Wetter hier. Außerdem kannte ich den Blog Liebesbotschaft noch nicht, aber jetzt. Liebe Grüße Susanne

    Antworten
  8. Betty 4. April 2011 um 13:25 Uhr

    Genial, danke fürs das tolle Interview, ich zähle schon ganz lange zu Joannas Fans;-)

    *wink* aus Wien
    von Betty

    Antworten
  9. soisses 4. April 2011 um 13:40 Uhr

    also ich stehe dazu: ich schau gntm, wenn ich daheim bin und zeit hab… 😉

    und wer ist jetzt mutter und wer tochter??? unverschämte gene sind das *tsss* 🙂 na dann kuck ich mir jetzt mal den blog an – denn ja, ich kannte ihn noch nicht.

    biba dani

    Antworten
  10. mae 4. April 2011 um 19:10 Uhr

    ganz besonders toll finde ich diese entspannte einstellung, mal fünfe gerade sein zu lassen, wenn zB das schöne wetter nach draußen lockt. zeit, mit seinen lieben zu verbringen ist wahrlich kostbarer, als die wohnung zu staubsaugen. sehe ich ähnlich. SO schafft man unvergessliche erinnerungen…

    hoffentlich habe ich jetzt noch genug zeit für meinen lieben, wenn ich jetzt täglich 2 blogs studieren muss. 😉

    PS: also, iiich gucke ja GNTM… und das gerne!!!

    Antworten
  11. Sindy 5. April 2011 um 12:30 Uhr

    So wunderschön und beeindruckend, was Joanna da auf die Beine stellt.

    Und Euch Lieben vielen Dank fürs Teilen und aufmerkam machen!

    Liebe Grüße, Sindy

    Antworten
  12. Chefkoch 6. April 2011 um 10:55 Uhr

    Ich mache die Fotos auch so, aber die werden nie so schön wie diese hier 😉

    Antworten

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