Wonach ist dir heute?

Jetzt sprecht mir bitte alle nach: “lö KLA – FUU – TIIIII. CETTT öööö KLA-FUU-TIIIII.” JA, “Löklafutii” habe ich am Wochenende zum Nachtisch gö-ssau-beeeert. Franzosen, Côte d’Azur-Reisende und Desserterfahrene wissen jetzt sofort: ein Clafoutis, wie schön, der luftige französische Obstauflauf! Wer Pfannkuchen und süße Aufläufe mag, wird in Clafoutis total verschossen sein. Wer Marzipan liebt, wird mich nach Zubereiten dieses Rezeptes dringend umarmen wollen. Und wer jetzt sagt, da gehören doch eigentlich Kirschen rein, dem sei gesagt: Mais oui, eigentlich recht, die Ursprungsform des Clafoutis wird mit Kirschen zubereitet (und zwar unentkernten, was sicher schön für Kirschkernwettbewerbaffine, jedoch weniger schön für den Vorgarten der Gastgeber ist). Aber ein Clafoutis schmeckt auch ganz vorzüglich mit Beeren, Aprikosen, Pflaumen, Pfirsischen etc. Wirklich, versprochen. Ich mache mir meine Welt, wie sie mir gefällt oder heute einfach mal entsprechend den Zutaten, die mein Kühlschrank an Früchten noch offenbart.

Der Teig ist sehr schnell zusammengerührt und wenn dieser Nachtisch erst mal auf dem Tisch steht, dann dürfen sich wie bei unseren französischen Nachbarn einfach auch alle einen Löffel schnappen und gemeinschaftlich an der Erringung der Auflaufform mitarbeiten. Ich bin geneigt zu sagen, daß es diesen Clafoutis hier noch öfter geben wird. Vielleicht auch einfach klammheimlich für mich alleine in meinem Mini-Auflaufförmchen am Nachmittag oder zum zweiten Frühstück. “La vie est belle” und “Mhhh, Clafoutis!” hört man mich dann dazu flüstern und ich versinke in meiner Dessert-Traumwelt. Kommt Ihr mit? Hier entlang s’il vous plâit.

Clafoutis nach Tim Mälzer (aus: Born to Cook: Schmeckt nicht – gibts nicht)

Zutaten:

100g Marzipan in Stücken

150ml Vollmilch

4 mittelgroße Eier, getrennt

50g Zucker

25g Mehl, gesiebt

50g Stärke, gesiebt

1 Prise Salz

so viele und die Art von Beeren, wie Ihr möchtet oder zur Verfügung habt.

Puderzucker zum Bestäuben

1.) Backofen auf 190°C vorheizen.

2.) Das Marzipan und die Milch mit dem Stabixer fein pürieren.

3.) Das Eiweiß mit einer Prise Salz und ca. 20 g Zucker zu Eischnee mixen. Das Eigelb mit 30 g Zucker cremig rühren.

4.) Mehl und Speisestärke mischen, mit dem Eigelb verquirlen. Die Marzipanmilch hinzufügen. Dann vorsichtig den Eischnee unterziehen.

5.) Den Teig in eine Auflaufform füllen und die gemischten, gesäuberten Beeren darüber verteilen.

6.) Ca. 20 Minuten lang backen und dann mit etwas Puderzucker bestäuben.

Euch einen wundervollen Wochenstart und immer daran denken: La vie est belle!

All the love in the universe,

Jeanny

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. phoenics 4. Juli 2011 um 07:22 Uhr

    Ohhhh mhhh was für ein wunderbares Rezept. Mir läuft schon beim Lesen der Zutaten und Zubereitung sowie beim Betrachten der Fotos das Wasser im Munde zusammen…
    Ich weiß nicht, wo du diese wundervollen Rezepte immer herzauberst, aber ich LIEBE sie! 🙂

    Dieses hier werde ich auf jeden Fall nachbacken! Danke! 🙂

    vlg phoenics

    Antworten
  3. Sandra 4. Juli 2011 um 07:31 Uhr

    Lecker! Was für ein tolles Rezept; ich liebe Marzipan 🙂

    Viele liebe Grüße von Sandra

    Antworten
  4. Sabine 4. Juli 2011 um 08:24 Uhr

    Oh Jeanny, bin gerade wütend über meine “faule Brut”, da kommt mir diese Ablenkung gerade recht. Den mach ich mir mal ganz alleine und gebe denen nix ab! So, ätschi bätschi!
    Ziehe mich jetzt schmollend zurück und werde es mal mit dem Mantra “La vie est belle!” versuchen. Vielleicht hilft es ja….!
    Dir einen viel schöneren Wochenstart als den meinigen!
    Liebe Grüße
    Sabine

    Antworten
  5. Aylin 4. Juli 2011 um 08:30 Uhr

    Ich liebe die Fotos, die du machst!!
    Darf ich fragen welche Kamera du benutzt?
    Viele Grüße,

    Aylin

    Antworten
  6. Dani 4. Juli 2011 um 09:24 Uhr

    Oh wie wunderbar!
    Wir haben am Sa eine ganz wundervolle Le Creuset Quicheform erstanden und ich suche schon die ganze Zeit nach einem Rezept, das mich anlacht. Gefunden. Danke liebe Jeanny! Clafotis hatte ich so gar nicht auf dem Schirm.
    Jetzt freu’ ich mich aber. 🙂
    Tolle Bilder, wie immer.

    Liebsten Gruß,
    Dani

    Antworten
  7. Katharina 4. Juli 2011 um 09:43 Uhr

    Mmmmh… klingt gut und wird vielleicht bald nachgemacht. Vorausgesetzt ich finde endlich mal so schöne Quicheformen…

    Liebe Grüße, Katharina

    P.S.: Habe ich eigentlich irgendwie die Auslosung von euren H&M-Picknicksachen verpasst…??

    Antworten
  8. Hedi 4. Juli 2011 um 09:45 Uhr

    Lecker, Jeanny. Ich glaube, ich muß Deine Nachbarin werden und dann lade ich mich einfach jeden Sonntag bei Euch ein.

    Hedwig

    Antworten
  9. Michaela 4. Juli 2011 um 10:07 Uhr

    Wow! Das sieht sehr gut aus, hört sich gut an und wird sicher auch so schmecken.
    Das MUSS ich ausprobieren 🙂
    Danke fürs Rezept.

    Antworten
  10. nike 4. Juli 2011 um 11:20 Uhr

    sieht traumhaft aus!

    Antworten
  11. Bee 4. Juli 2011 um 12:36 Uhr

    liebste ja,
    danke für dieses tolle rezept…. wollte ich immermal ausprobieren, mich aber nie rangetraut… ich habe von dem namen des desserts auf seine zubereitung geschlossen und das reichte mir dann auch schon… ABER schön bei dir zu lesen, dass es sooo einfach ist. wird bald gemacht.
    am wochenende habe ich dein trifle-rezept zubereitet. ich habe es minimal abgewandelt (irgendwann gibts auch dazu einen post von mir) und ich muss dir wirklich sagen es war hervorragend! und die tolle ikea-schüssel steht auch schon auf meinem ikea-einkaufszettel… nichts wie hin.
    glg,
    bee

    Antworten
  12. Hedi 4. Juli 2011 um 20:22 Uhr

    P.S.: Warum kann man Eure Beiträge nicht mehr liken? Wenn ich auf like gehe, klickt er immer wieder zurück. Manchmal kann ich auch nicht kommentieren. Komisch.

    Antworten
  13. Dani 5. Juli 2011 um 20:28 Uhr

    Sooo, hab’s getan! 🙂

    Antworten
  14. 25. August 2011 um 13:45 Uhr

    hi!

    geht das auch mit pflaumen??? und sehe ich das richtig: man braucht 4 schüsseln, in denen man die “bausteine” anrührt? ich hoffe mal, dass der auflauf so lecker ist, dass die spülerei sich lohnt… *lächel*

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  15. ygor 6. Mai 2012 um 15:08 Uhr

    welchen durchmesser hat denn deine form?

    Antworten

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