Wonach ist dir heute?

Es heißt, man brauche ein Dorf, um ein Kind groß zu ziehen. Es klappt zur Not auch alleine, aber so ein Dorf macht vieles leichter und schöner. Wen ich unter anderem zu meinem zähle, zeige ich euch heute hier. Fünf Frauen, die mir in den letzten Jahren auf ganz unterschiedliche Weise dabei geholfen haben, unsere zwei kleinen Kinder (Ruby, 5 Jahre, und Fitz, 3 Jahre) aufzuziehen und es noch tun.

Auf die Idee für dieses Shooting kam ich, als mich die nachhaltige Modemarke ARMEDANGELS fragte, ob ich Lust hätte, Botschafterin ihrer #DetoxArmy Kampagne zu werden. Deren Claim ist:

“Fighting everything toxic!”

Was auch mein Leitspruch fürs Muttersein ist. Denn spätestens in diesem Lebensabschnitt merkt man, dass man sich frei machen sollte von unnötiger Belastung. ARMEDANGELS produziert ohne Pestizide, Schwermetalle und giftige Lösungs- und Bleichmittel. Das ist gut für die Umwelt und die eigene Gesundheit. Schließlich ist unsere Haut unser größtes Organ. Es wird ausschließlich zertifizierte Bio-Baumwolle verwendet, die beim Anbau 40% weniger Wasser und 64% weniger CO2 verbraucht als gewöhnliche Baumwolle. Zur #DetoxArmy gehören viele Personen, die ich für ihre Haltung und ihr Tun bewundere: Autorin Ronja von Rönne und Viva con Agua-Mitgründer Michael Fritz zum Beispiel.

Es geht ums nachhaltig denken, langfristige Lösungen suchen und so kam ich auf die Idee, die Helferinnen meines Dorfes in den Jeans und Oberteilen von ARMEDANGELS zu fotografieren, sie euch zu zeigen und von ihnen zu erzählen. Plus einen Rabatt für euch gibt es auch. Los geht’s:

Meine Mama Thedea. 

Es gibt so viel, wofür ich meiner Mutter dankbar bin, aber eine Situation werde ich nie vergessen: Ich war mit Fitz hochschwanger und mein Mann und unsere Tochter bekamen plötzlich den schlimmsten Magen-Darm-Infekt aller Zeiten.

Was ich als Mutter gelernt habe: Man muss wissen, wann man nicht mehr gewinnen kann.

Obwohl ich dachte, meine Schwangerschaft schützt mich schon davor, den wirklich aussergewöhnlich fiesen Virus auch zu bekommen – machte ich plötzlich mit. Im ganz großen Stil. Und obwohl ich damals noch zu der “Ich schaff schon irgendwie alles alleine”-Fraktion gehörte, rief ich mitten in der Nacht meine Mutter an: “Kannst du kommen? Ich kann nicht mehr.”

Sie antwortete: “Bis gleich”.

Mitten in der Nacht setzte sich meine 70-jährige Mutter in Ostfriesland in ihren kleinen Smart und fuhr drei Stunden Richtung Hölle, zu uns. Wissend, dass es unmöglich war, diese miese Krankheit nicht auch zu bekommen.

Sie kam, putzte, wusch, kochte und umsorgte uns. Fuhr zurück nach Hause und – genau.

Für das und so viel mehr, werde ich ihr immer dankbar sein. Und versuchen, es wie sie zu machen. Da zu sein für meine Kinder. Besonders an Höllentagen.

Was wir tragen auf dem Bild: Ich habe die INGAA skinnyfit Highwaist in Gr. 29/34 und dazu das JAAMES-Shirt aus der Männer-Kollektion in M angezogen und direkt anbehalten nach dem Shooting, so wohl fühl ich mich in dem Outfit. Meine Mutter hat die INGAA skinnyfit Highwaist in Gr. 31/34 an und geschenkt bekommen. Die weiße Bluse UNELMAA in Gr. M hat sie sich direkt nach dem Shooting gekauft, weil sie so verliebt war.

 

 

Meine Schwiegermutter Hilfegard.

Natürlich heißt sie Hildegard. Aber mein Handy hat sie unter Hilfegard abgespeichert. Was ich lustig fand, weil sie uns tatsächlich hilft. Vor allem damit, wie sie ihren Sohn, meinen Mann, den Anwalt groß gezogen hat:

Einen Mann, der Frauen zu einhundert Prozent gleichberechtigt ansieht und sich so auch verhält, als Ehemann, Vater und Chef.

Einen Mann, der keine Angst hat, seine Liebe zu zeigen, sondern sie in großen Portionen vergibt.

Einen Mann, der immer offen bleibt für Neues, seinem Sohn gut gelaunt die Fingernägel farbig lackiert und ihm erzählt: “Wer weiß, vielleicht heiratest du ja mal einen Mann. Es gibt ganz viele Möglichkeiten in der Liebe.”.

Einen Mann, der immer mit anpackt, aber auch sagen kann, wenn er nicht mehr kann.

Einen guten Mann.

So einen Mann möchte ich auch groß ziehen. Danke, liebe Hilfegard, für das Vorbild. Vielleicht gelingt uns das ja auch.

Was wir tragen auf dem Bild: Meine Schwiegermutter die Jeans NESSAA in stone washed Gr.32 und das weiße Shirt Taraa in Gr. M. Ich die etwas weitere NESSAA-Jeans in light stone washed Gr.30. Die Socken hat Hildegards Mama gestrickt, trage ich seit 12 Jahren, seitdem ich mit ihrem Sohn zusammen bin.

 

Die Mama von Klara: Jana.

Sobald das Kind in den Kindergarten kommt, verliert man als Mutter den eigenen Namen. Plötzlich ist man nur noch “die Mutter von”. Jana ist die Mama von Klara und Romy, Rubys Freundinnen. Jana fiel mir das erste Mal beim Elternabend auf. Da übernahm sie freiwillig ein Amt. Sogar das, wofür man Geld eintreiben muss. “Mit so jemanden könnte ich niemals befreundet sein”, dachte ich.

Aber genau das ist es, wofür ich Jana heute sehr schätze. Sie ist die durch organisierteste Mutter, die ich kenne. Und während ich Frauen wie sie früher skeptisch auf Distanz hielt, wahrscheinlich weil ich selbst eher Mutter-Team “Last Minute & a little bit Chaos” bin, guck ich mir heute viel bei ihnen ab.

Jana hat immer Beschäftigungsmaterial für die Kinder dabei, wenn wir in Restaurants gehen. Jana weiß auch immer weit im Voraus, wann welche guten Kinderevents in der Stadt stattfinden und kauft einfach ein paar mehr Karten. Sie kommt sehr rechtzeitig, hat den besten Sitzplatz, was zu trinken und zu essen, während ich schweißgebadet kurz vor Beginn hereinstürme. Auf die von ihr freigehaltenen Plätze und dankbar über ihre mitgebrachten Kekse.

Als sie sah, wie ich vor lauter akuten Projekten 2019 ins Schwitzen kam, nahm sie einfach meine Kinder mit zu sich. Fuhr mit Ruby und ihren zwei Töchtern per Rad quer durch die Großstadt. Ließ Ruby spontan bei Klara schlafen.

Applaus möchte sie dafür nicht.

Als sie sah, wie hoffnungslos unsere Suche nach einem Haus ist, bot sie uns ihren (bald Ex-) Schrebergarten an. Tütete alles mit dem Verein ein, sprach es mit uns durch und jetzt freuen wir uns wie Bolle auf den Frühling.

Jana hat für sich und ihr Leben ein klares Konzept und das ist sehr inspirierend. Sie hat bewußt eine Festanstellung gewählt. Ist Führungskraft in einem sehr herausfordernden Beruf, arbeitet in Teilzeit und hat trotzdem freitags frei, seitdem sie Kinder hat. Vor allem für sich selbst. “Du darfst aber nicht vergessen, dass ich meine Mutter in der Stadt habe und sie mir hilft,” erinnert sie mich manchmal. Aber ich bin mir sicher, Jana würde es auch ganz alleine schaffen. Sie hat für 2020 alle Urlaube gebucht und schon im Oktober die Adventskalender fertig. Das Beste ist, dass wir gemeinsam laut darüber lachen können. “Du kennst mich doch!” sagt sie dann immer. “Ich möchte einfach nicht in Stress kommen.” Das tut sie wirklich nicht. Und das tut so irre gut.

Was wir tragen auf dem Bild: Jana trägt die Jeans INGAA x stretch Gr. 29/34 und das Lidaa-Shirt in Gr. SIch trage die INGAA skinnyfit Highwaist in Gr. 29/34 und dazu das JAAMES-Shirt aus der Männer-Kollektion in M

 

Krippen-Erzieherin Steffi.

Zwei Monate habe ich gebraucht, um ihr einen Brief zum Abschied zu schreiben. Nicht, weil ich keine Zeit hatte. Mir kamen nur jedes Mal die Tränen. Steffi hat sowohl unsere Tochter als auch unseren Sohn im Krippenbereich betreut. Unglaublich liebevoll. Unglaublich unaufgeregt. Hat uns bei Unglaublichem geholfen.

Vor allem beim Loslassen. Beim Vertrauen. Beim andere machen lassen.

Es ist einer der wundesten Punkte bei Eltern – die Fremdbetreuung. Das Wort ist genau so doof, wie es klingt. Es ist ja nicht so, dass man dem erstbesten Fremden auf der Straße sein Kind in die Hand drückt und gut gelaunt zur Arbeit spaziert.

Erzieher wissen in der Regel, was sie tun, oft noch viel besser als die Eltern.

Das zu verstehen, bedeutet Freiheit.

Steffi hat selbst zwei Kinder. Liebt ihren Beruf und glaubt an klare Regeln. Wissend, dass ihr sonst der Alltag mit so vielen Kindern bei der Arbeit um die Ohren fliegt. Ich bin ihr so unglaublich dankbar für alles, was sie uns und unseren Kindern beigebracht hat. Wäre sie nicht an den nötigen Stellen streng mit uns gewesen, würde mein Mann die Kinder morgens nicht pünktlich abgeben, hätte ich viel öfter weinend im Vorraum gesessen (siehe Mama-Meltdown-Text), würde unser Alltag nicht so gut flutschen, wären wir Vier nicht so glücklich mit unserem Leben.

Das ist es, was mir bei dem Brief an Steffi immer wieder die Tränen in die Augen getrieben hat: Die Dankbarkeit für alles, was sie uns als Familie geschenkt hat. Sie hat mitgeholfen, den Kindern Selbstständigkeit beizubringen. Für andere mit zu sorgen, auszukommen mit anders denkenden. Auch mal jemand doof finden zu dürfen und sich wieder zu vertragen. Sie war mit da, als unsere Kinder anfingen, sich was zu trauen und konnten sich auch bei ihr ankuscheln, wenn es ihnen dann doch zu viel wurde.

Es klingt immer so, als wäre die Kinderbetreuung durch Andere ein nötiges Übel, das man in Kauf nehmen müsse, um sein Leben finanzieren zu können. Ich sehe es als Bereicherung. Für uns und unsere Kinder. Sie lernen durch ihr Umfeld viel dazu. Wir Vier haben uns mittags oder auch abends viel Spannendes zu erzählen.

Aktuell sagt Ruby immer: “Du musst nicht, Mama, du willst.” Stimmt. Keine Ahnung, von wem sie das hat. Wahrscheinlich von Steffi.

Welcher Look auf der Bank zu sehen ist: Die FJELLA-Jeanss cropped in used blue und das LIAAMO Herrenhemd.

Von Steffi gibt es keinerlei Fotos im Internet und das möchte sie auch gern so lassen. Sie hat mir aber erlaubt, hier über sie zu schreiben. 

 

Unsere Miri.

Als wir zwei Kinder unter zwei hatten, wovon eins sich beharrlich weigerte länger als eine Stunde am Stück zu schlafen, wir aus Verzweiflung schon jegliche Betreut.de-Erlebnisse durch hatten, fragte ich irgendwann meine Hebamme, ob sie nicht Hilfe wüsste.

Und dann kam Miri, die beste Freundin meiner Hebamme. Miri ist selbst Mutter eines Sohnes. Ich musste ihr nichts erklären, sie packte einfach mit an. Das tut sie bis heute. Wenn es klappt, ein Mal die Woche nachmittags. Bei den Kindergeburtstagen, unseren seltenen Date-Nights. Ihr Sohn liebt unsere Kinder und andersherum noch doppelt so doll.

Miri hat uns und unsere Wohnung in den zweitschlimmsten Situationen gesehen und ist bei den schönen Dingen genau so dabei. Sie gehört zur Familie. Der Titel Babysitterin wird ihr nicht gerecht. Sie ist so viel mehr als das. Eher Zweit-Mama, Freundin, Retterin, Heldin – einfach unsere Miri.

Was wir tragen auf dem Bild: Miri trägt die Jeans INGAA x stretch Gr. 28/32 und das Lidaa-Shirt in Gr. SIch trage die INGAA skinnyfit Highwaist in Gr. 29/34 und dazu das JAAMES-Shirt aus der Männer-Kollektion in M

 

Der Rabatt: Mit dem Codewort DetoxArmyOhhhmhhh bekommst du im Online-Shop von Armedangels 15 Prozent Rabatt vom 16.1.2020 bis 13.2.2020 auf alle Produkte.

 

So, jetzt kennt ihr einen Teil meines Dorfes. Und wer gehört zu deinem?

Ich bin gespannt!

Herzlich,

Fotos – Erik Cesla, Styling – Bettina Brenn

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Sophie 16. Januar 2020 um 08:42 Uhr

    Wow. Liebe Steffi, was für emotionale Worte. Da bleibt einem bei jedem Teammitglied deines Dorfes ein dicker Kloß im Hals und der Versuch in der S Bahn nicht gleich die Tränen kullern zu lassen. Wunderschön geschrieben. Auf dich und dein Dorf! Liebst, Sophie

    Antworten
    • Steffi 16. Januar 2020 um 08:45 Uhr

      @Sophie: Ohhh liebe Sophie, herzlichen Dank für deine lieben Worte! Die haben hier aber auch jedes Wort und noch viel mehr verdient. Ich wünsch dir einen ganz schönen Tag! Herzlich, Steffi

      Antworten
  3. Kerstin 16. Januar 2020 um 08:46 Uhr

    Also, vor allem bei der Geschichte mit deiner Mutter habe ich jetzt beim Lesen richtig Gänsehaut bekommen. Toll, dass du so viele hast, die mit anpacken. Bis jetzt sind wir mit Eltern und Schwiegereltern als Unterstützung klar gekommen. Bei (nur) einem Kind und meinem flexiblem Studium in seiner Kindergarten- und Grundschulzeit konnte ich viel auffangen. Im Februar starte ich ins Ref, das wird anstrengend und anders, ich bin gespannt, da mein Mann in seinem Job kein Home Office machen kann. Aber der größte Freundschaftsbeweis meiner Freundin Heike kam dann, als ich mich nicht traute, in meiner Prüfungszeit vor der Einschulung meines Sohnes um Hilfe zu bitten. Sie, selbst Mama von drei Kids, stand vor der Tür und sagte: „Du gibst mir jetzt die Liste mit den Sachen für Erstklässler, ich besorge dir das alles. Und ihr sagt mir, wie die Schultüte aussehen soll, ich bastle dir die.“ Das werde ich ihr niemals vergessen.

    Antworten
    • Steffi 16. Januar 2020 um 08:50 Uhr

      @Kerstin: Oh Gott hör auf, da heul ich ja gleich. Was ist denn Heike bitte für eine großartige Frau?! Solche Freundinnen braucht man echt, das ist pures Gold. Das wahre Gucci! Wenn man die hat, braucht man echt nichts anderes. Ich freu mich für dich! Herzliche Grüße an Heike, Steffi

      Antworten
  4. Moni 16. Januar 2020 um 08:53 Uhr

    Hallo Steffi, kannst du verraten welche Schuhe du auf dem Bild mit deiner Mutter trägst? Danke!

    Antworten
    • Steffi 16. Januar 2020 um 08:56 Uhr

      @Moni: Liebe Moni, die sind uuuuuuralt von COS. Sicher schon zehn Jahre alt. Aber so schlichte gibt es ja immer mal wieder. Hab ich auch schon mal bei Edited gesehen. Als Winterversion habe ich sie auch schon in nachhaltig bei Love it green im Schaufenster gesehen. Herzlich, Steffi

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  5. Peggy 16. Januar 2020 um 09:00 Uhr

    Guten Morgen, ein ganz toller Beitrag. Ich fände es sehr bereichernd, einen Wochenbericht von Jana zu lesen. Das klingt spannend. Viele Grüße, Peggy

    Antworten
  6. Alexa von Heyden 16. Januar 2020 um 09:04 Uhr

    Ich musste herzlich über “Hilfegard” lachen und natürlich auch vor Rührung ein bisschen weinen. Was für ein schöner Einblick in euer Leben, liebe Steffi <3! PS: Und wie bombe sehen bitte eure Mütter aus?!

    Antworten
  7. Desi 16. Januar 2020 um 09:09 Uhr

    Mir kullern die Tränen… So wunderschön berührend und so warmherzig geschrieben. Danke für den intimen Einblick an dem Du uns teilhaben lässt.

    Mein Dorf erfährt die größte Unterstützung durch meine wunderbaren Schwiegereltern, die wie auch wir in Hamburg wohnen. Bei unserem trubeligen Alltag mit 2 Kindern unter 5 – wovon eins mit einer Behinderung zur Welt gekommen ist, dem bald anstehenden Hausbau und dem ewigen Kampf gegen die Zeit – schlichtweg bei allem.

    Antworten
  8. Nina 16. Januar 2020 um 09:24 Uhr

    Liebe Steffi, jetzt sitze ich hier in der Küche und mir kullern Tränen über die Wangen. Und das schon seit dem ersten Absatz über deine Mama, die sich mitten in der Nacht ins Auto setzt und für euch da ist. Ich hab meine leider früh verloren und so konnten mein Kind und sie sich nicht mehr kennenlernen. Danke für diesen persönlichen & inspirierenden Einblick und die Hommage an diese wundervollen Frauen. Auch wir haben nach drei Jahren Hamburg hier inzwischen unsere Wohlfühlmenschen gefunden. Einer dieser Menschen ist auch die Bezugserzieherin meiner Tochter, die eigentlich fast wie eine Oma für sie ist und auch der herzlichste und unaufgeregteste Mensch, den ich je kennen gelernt habe. Irgendwie ist sie jetzt inzwischen auch ein Teil der Familie. Das muss ich ihr unbedingt mal sagen bevor die Kleine in die Schule kommt✊ Schön, dass es solche Menschen gibt und sicher auch wir für jemanden ein solcher Mensch sein können.

    Antworten
  9. Lisa 16. Januar 2020 um 09:41 Uhr

    Liebe Steffi,
    dieser Artikel ist so voller Liebe! Du gibst Anlass zu reflektieren; das ist ganz wundervoll, wenn auch ein bisschen schmerzhaft.
    Die Konstellation meines Dorfes sieht etwas anders aus, da meine Eltern beide starben, als unsere Kinder noch sehr klein waren.
    Meinen tränenreichen Abschiedsbrief schrieb ich vor einigen Jahren an unsere peruanische Babysitterin Maria. Sie war unsere Konstante & hat uns in so vielen Situationen unterstützt, in den alltäglichen wie auch den besonderen: bei der Geburt des 3. Kindes kam sie in einer Freitagnacht spontan zu den schlafenden Geschwistern. Sie kam scheinbar von unterwegs & brachte eine ordentliche Haschischwolke mit, über die wir im Taxi auf dem Weg ins Krankenhaus schmunzelten, heute gemeinsam mit unseren Kindern. Maria hielt etwas später die Kinder beim Umzug bei Laune, begleitete die Trauerfeiern meiner Eltern & fuhr manchmal auch mit uns in die Ferien.
    Danke Steffi für diesen besonderen Text-
    herzlich,
    Lisa

    Antworten
  10. Katrin 16. Januar 2020 um 10:24 Uhr

    Wie war, wie war. Ohne Hilfe geht es einfach nicht. Es ist schön zu sehen, dass alle Eltern die gleichen Problem haben und auf ihre Weise lösen.
    Wir haben dazu auch eine schöne Ergänzung gefunden. Unser Sohn suchte mit 3 Jahren irgendwann den Kontakt zu unseren Nachbarn, ein älteres Ehepaar. Über zunächst Zaungespräche entwickelte sich mit der Zeit eine wirkliche Männerfreundschaft zwischen 4 und 83. Vieles wofür wir keine Zeit hatten, setzte der “Drittopa” in die Tat um. Schneidebrett und Sense bauen, kein Problem. Zusammen heimlich Kekse essen, zu den Hühnern gehen, Mit Traktor fahren, alles traumhaft schön für Sohnemann. Umgedreht war das Paar nicht mehr so allein und hat einen “Nachbarenkel” gefunden, was wirklich freut. Manchmal geht alles von allein in einander über und das ist das größte Glück.

    Antworten
  11. Teresa 16. Januar 2020 um 11:03 Uhr

    Liebe Steffi,

    du hast ein wunderbares Dorf um dich und deine Familie herum.
    Besonders die Worte die du für deiner Schwiegermutter gefunden hast, haben mich sehr berührt.

    Freunde als ein Teil des Dorfes um einen herum zu sehen, darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Doch wenn ich es nun so sehe, dann wird mir bewusst, was für ein tolles Dorf ich um mich herum habe.

    Super, dass du wieder aus der Winterpause zurück bist!

    Lieben Gruß, Teresa

    Antworten
  12. Katja 16. Januar 2020 um 11:23 Uhr

    Liebe Steffi,
    danke für diesen tollen Text, der mir zeigt, dass ich eigentlich zu wenig Unterstützung habe.
    Meine Eltern wohnen weit weg und meine Schwester und Schwiegermutter haben immer so viele abartige Erziehungs- und Haushaltsratschläge auf Lager, dass ich auf deren Hilfe dann lieber verzichte. Das ist für mich keine Bereicherung, sondern zieht mich immer runter. Ich klopf mir jetzt einfach mal auf die Schulter, wieviel ich und mein Mann eigentlich alleine wupppen:-)
    Trotzdem muss ich mir Hilfe holen, denn auf Dauer geht es nur so.
    Danke für deinen Denkanstoß
    und liebe Grüße

    Antworten
  13. Sabine 16. Januar 2020 um 12:00 Uhr

    Ich lese einfach zu gerne deine Texte. So wunderschön ist es geschrieben. Mein Dorf – jeder benötigt Hilfe + es ist auch so wichtig auf andere zu achten. Deine Texte sprechen mich an. Irgendwie sind es immer genau die Themen, die mich beschäftigen. Gerne lasse ich mich von Dir daran erinnern das positive in den jeweiligen Situationen zu sehen. Liebste Grüße von einer Ostfriesin (das macht dich natürlich noch so so viel symphatischer ) Sabine

    Antworten
  14. Sarah 16. Januar 2020 um 12:14 Uhr

    Liebe Steffi, danke für diesen wunderbaren Text und Deine Hommage an diese tollen Menschen!
    Mein Dorf ist im Grunde wirklich ein Dorf, nämlich meine Nachbarn. Hier im Neubaugebiet in einem kleinen Dorf etwas außerhalb von HH habe ich den Jackpot gezogen im Nachbarslotto. Fast keiner von uns hat Eltern in der Nähe, meine wohnen 250km weg in Ostfriesland.
    Wenn Not am Mann ist, habe ich immer mindestens 3 Optionen, bei denen ich meine Kinder unterbringen kann. Die Kinder sind hier im Rudel aufgewachsen und kennen fast alle so wie ihre eigenen Eltern. Ich war schon mit “Fremd”-Kindern beim Frisör, zum Schwimmen, im Wildpark, hier wird zu abend gegessen oder geschlafen. Ich bin so dankbar für diese Gemeinschaft!

    Antworten
  15. Anke 16. Januar 2020 um 12:36 Uhr

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel
    Leider funktioniert der Gutschein-Code nicht.

    Antworten
  16. Juli 16. Januar 2020 um 13:53 Uhr

    Liebe Steffi,
    dieser Artikel der puren Wertschätzung ist total wunderbar zu lesen!
    Deine Texte sind immer so sooo ehrlich und frei raus, bitte schreib immer weiter!

    Unser Dorf hat eine Olga, die erstmal im Haushalt mit zwei kleinen Kindern unheimlich viel geholfen hat, damit ich auch mal spielen, vorlesen, was mit einem Kind alleine unternehmen konnte. Der Mann zwar sehr engagiert, aber leider selbstständig und Familie far away…
    Als ich dann die dritte Schwangerschaft aus gesundheitlichen Gründen die zweiten Hälfte im Bett liegend verbrachte, wurde sie Teil der Familie. Sie kochte, wusch, backte und saugte. Und das werde ich ihr nie vergessen. Auch das Jahr danach nicht, als ich teils auf allen Vieren kriechend, da Rücken- und Bauchmuskeln nach dem ausgedehnten „ Geschille“ verschwunden waren. Da schuckelte sie das Baby, ging mit ihm spazieren und ich konnte zur Physiotherapie. Es gab natürlich eine fette Lohnerhöhung, aber auf ihrem Karmakonto ist sie dadurch mindestens Millionärin geworden!

    Antworten
  17. Sophie 16. Januar 2020 um 17:14 Uhr

    Liebe Steffi,

    jetzt bestätige uns bitte, dass diese tollen Frauen alle geheult haben, als sie Deinen Text gelesen haben. Falls nicht, ich hab’s für jede einzelne getan.
    Was würden wir Frauen nur ohne uns Frauen machen…?!

    Liebe Grüße
    Sophie

    Antworten
  18. Julia 16. Januar 2020 um 18:23 Uhr

    Hach, was schöne Geschichten, ich heule ein bisschen vor Rührung. Und der Rabatt kommt gerade zur rechten Zeit: ich habe 2019 keine Klamotten gekauft. Detox, obwohl ich nie so mega viel und gerne Klamotten eingekauft habe. Aber ich habe gemerkt, was mir für meine Garderobe noch so fehlt. Neuer Vorsatz: 12 Teile in Jahr kaufen aber nur fair und nur wirklich geliebt. Zwei Sachen bei Armed Angels wurden soeben bestellt. Merci.

    Antworten
  19. Manuela 16. Januar 2020 um 19:08 Uhr

    Ich glaube das ist wundertollste und wärmste Form einer Kooperation, die ich je gelesen und gesehen habe. Ich bin ganz gerührt von deinen Worten und den starken Frauen in deinem „Dorf“. Die Produkte von Armed Angels liebe ich eh und du hast sie dermaßen geil in Szene gesetzt… Chapeau.

    Was ich besonders an diesem Artikel liebe:
    Das Statement das bleibt: wie müssen nicht alleine alles rocken.
    Danke, Steffi.

    Antworten
  20. Katharina 16. Januar 2020 um 20:43 Uhr

    Einfach nur toll! Vielen Dank für diese mega coole Werbung und den ausserordentlichen Text!

    Antworten
  21. Nora 16. Januar 2020 um 21:17 Uhr

    Guten Abend! Was für ein tolles Dorf Du und Deine Familie um Euch habt! Ich wünsche mir, mir so etwas für mein baldiges erstes Kind auch aufzubauen. Ähnlich wie Peggy würde ich mich auch über einen Wochenbericht von Jana und auch Miri freuen :).

    Wie schön, dass Du wieder da bist und uns mit Deinen Geschichten bereicherst.

    Herzliche Grüße
    Nora

    Antworten
  22. Janine 16. Januar 2020 um 21:48 Uhr

    Liebe Steffi,

    NIEMAND schreibt so schön wie du und berührt mich mit seinen Texten immer mitten im Herz.
    Danke, dass du das machst und uns an deiner Welt, deinem Dorf, teilhaben lässt!

    Alles Liebe, Janine

    Antworten
  23. Sarah 17. Januar 2020 um 08:57 Uhr

    Wow. Als nicht Mama trotzdem sehr emotional zu lesen! Danke für deine Offenheit!

    Antworten
  24. Isa 17. Januar 2020 um 10:00 Uhr

    Liebe Steffi,
    einmal mehr gedacht und endlich geschrieben: Danke für deine großartige Arbeit! Der Text ist so wunderschön und die Frauen auf den Fotos so toll “eingefangen”. Es ist wirklich herzwärmend und gleichzeitig empowernd, wenn eine Fellow-Mutter sagt: Natürlich schaffe ich das nicht alleine. (Falls ich dich richtig verstanden habe 😉 ) Die Jeansen von Armedangels liebe ich auch, es sind die Besten! Und, netter Side-Effekt, ich weiß nicht ob beabsichtigt: Keine von euch trägt eine Mom-Jeans. obwohl das natürlich naheliegend gewesen wäre 🙂
    Herzlich, Isa

    Antworten
  25. Sandra 17. Januar 2020 um 16:53 Uhr

    Liebe Steffi, toll geschrieben! Ich möchte auch gerne so eine „Jana“, das klingt wirklich toll, weil ich auch eher Team „Unorganisiert“ bin… eine Beispielwoche von Jana wäre der Knüller!

    Antworten
  26. Beate Kern 18. Januar 2020 um 06:38 Uhr

    Hust, schnief, schneuz… zum Glück bin ich ja anscheinend doch nicht die Einzige, die Pippi in de Oochen bekommen hat. Was für ein wunderbarer Text.
    Da ist mir sofort mein Brief eingefallen, den ich Weihnachten 2015 spontan an unsere Erzieher verfasst hatte. Ich habe ihn tatsächlich noch auf dem Rechner gefunden:

    Liebe ErzieherInnen + HelferInnen der Kita Hummelflug,

    heute kam mir auf dem S-Bahnsteig eine Lehrerin meines Sohnes Moritz entgegen. Mittleres Alter, zerzauste Haare, Jeans, Steppjacke eigentlich ganz normal – aber sie sah nach so einem langen Tag in der Schule recht müde und einfach k.o. aus. Dennoch schenkten wir uns ein Lächeln und wünschten dem anderen einen schönen Feierabend. Ich hatte an diesem Tag wichtigen Besuch in meiner Firma empfangen und trug Business-Schick und kam mir plötzlich so verkleidet vor.
    Warum ich Euch das erzähle… es gibt so viele Menschen da draußen, die tagtäglich in ach so wichtigen Meetings sitzen, mit Schlips und Anzügen, die denken, sie und ihre Arbeit wären der Mittelpunkt der Welt. Ich habe mittlerweile beides kennengelernt, habe selbst Wochen in einer Integrationskita gearbeitet und über Jahre an einer Gesamtschule unterrichtet. Und dann kam die freie Wirtschaft mit alle den Eitelkeiten, mit dem Budget-, Zeit- und Termindruck. Resümee im Nachhinein – es sind zwei verschiedene Welten.
    Wie oft habe ich mir seitdem gewünscht, dass die Leute mal für einen Tag tauschen könnten und würden, um zu sehen, wie es „auf der anderen Seite“ wirklich läuft. Um Köpfe wieder zurecht zu rücken, Sachverhalte zu relativieren – um einfach zu zeigen, was wirklich wichtig ist.
    Natürlich sind Erzieher und Lehrer keine Heiligen und natürlich habe ich auch in der freien Wirtschaft Gleichgesinnte gefunden. Doch keine Arbeit war für mich so stressig, aber gleichzeitig so befriedigend und abwechslungsreich wie die Jahre mit den Kindern & Jugendlichen.
    Ich danke euch von Herzen, dass Ihr den Stress aushaltet und die Freude teilt, dass Ihr meistens sehr viel Geduld habt, dass Ihr liebevoll und wenn nötig auch konsequent handelt, dass Ihr tröstet, erzählt, singt, lacht, träumt… eure Arbeit ist so wichtig, so wertvoll – weil sie sich um unsere kleinen Menschen dreht.
    Dass dies nicht immer angemessen honoriert wird, hat meiner Meinung nach mit Unwissenheit (und Politik) zu tun. Jeder von uns besuchte einst Kindergarten und Schule. Demnach denken die Leute zu wissen, wie es läuft. Doch ich bin fest überzeugt, wenn der Einzelne nur ein paar Tage mit euch mitlaufen würde, dann würden viele eine ganz neue Perspektive und Einstellung gewinnen.
    Lange Rede. Jeans oder Hosenanzug – das ist nichts was am Ende des Tages von Bedeutung ist. Unsere Familie weiß, was ihr tagtäglich leistet. Wir danken euch!
    Und Moritz möchte mal Erzieher werden …

    Der Brief hängt übrigens bis heute im Erzieher-Zimmer 🙂

    Liebe Grüße Beate

    Antworten
  27. Nadine 18. Januar 2020 um 09:06 Uhr

    Guten Morgen,
    auch mir sind die Tränchen bei deinem Beitrag gekommen. Was für wunderschöne liebe Worte, ja, Liebeserklärungen!

    Ich bin mir meinem Dorf bewusst geworden, meiner lieben Mama, meinem Vater (der immer und immer wieder meine Töchter betreut, Reli und Physik mit ihnen lernt, zufällig am Unterrichtsende an der Schule vorbeifährt und sie mit nimmt- und die Nachbarskinder auch), der lieben Bärbel (unsere ehemalige Tagesmutter), meiner Schwester, Chipi und und und.
    Ich bin dankbar für all die Menschen von denen meine Mädels lernen können und eine gute Beziehung haben.

    Antworten
  28. Marike 18. Januar 2020 um 21:03 Uhr

    Liebe Steffi,

    Grande!!
    Ich les Deinen Blog und hör deine Podcasts. Soo gerne ! Echt! Zwei
    Toll- inspirierend und herzerwärmend- Danke für die viele gutes Energie! Meiner Schwiegermamma habe ich bei unserer Hochzeit auch gedankt!
    Du machst das ganz toll! Super!! Marike

    Antworten
  29. Aus dem Leben der Karoline 20. Januar 2020 um 14:14 Uhr

    Hallo Steffi,
    in so einem schönen Dorf möchte man ja glatt für immer bleiben! Ich bin wirklich so unendlich glücklich, wenn Hilfe angeboten wird und nehme sie gerne an. Es tut mir gut, als Mutter heranzuwachsen. Denn Powerfrau bin ich, das muss aber nicht heißen, dass man alles alleine stemmen muss. Zu meiner Frauen-Squad-Bereicherung-Gang gehört eindeutig meine Schwester, mein Mann und meine langjährige Freundin, die ich seit den Schultagen kenne und die liebe Doreo. Die netteste Kioskbesitzerin überhaupt 🙂

    Viele Grüße, Karoline 🙂

    Antworten
  30. Katharina 20. Januar 2020 um 14:15 Uhr

    Liebe Steffi,

    ich möchte mich unbedingt anschließen: so berührende Texte. Bei deiner Mama hatte ich schon einen Kloß im Hals und bei deiner Schwiegermutter und den Worten, die du für sie und deinen Mann gefunden hast, kamen Gänsehaut und ein Tränchen dazu.
    Wunderschön! Und eine Inspiration, Hilfe anzunehmen und nicht immer alles alleine lösen zu wollen.

    Alles Liebe, Katharina

    Antworten
  31. Annett 28. Januar 2020 um 10:06 Uhr

    Heulheulheul – liebe Steffi, was für ein schöner Artikel liebe Steffi.
    Da möchte ich gleich Dankesbriefe schreiben.
    Danke 🙂

    Antworten
  32. Ann 19. Februar 2020 um 10:40 Uhr

    Liebe Steffi,
    deinen Artikel finde ich toll, warmherzig, dankbar, demütig und doch so positiv.
    Aber weißt du, was ich schade finde? Das dein Dorf, wie auch meins, und das von vielen vielen anderen, nur aus Frauen besteht. Müttern, Schwiegermüttern, Nachbarinnen, Babysitterinnen. Wo sind die Väter, Schwiegerväter und all die anderen Männer?
    Warum fragen wir die gar nicht erst wenn Not am Mann (an der Frau) ist? Trauen wir Ihnen zu wenig zu? Bieten sie sich nicht an?

    Antworten

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