Wonach ist dir heute?

Die Salatsaison hat bei mir diese Woche offiziell begonnen und ich bin sowas von bereit. Natürlich meine ich mit Salaten keine traurigen Eisbergblätter, die chronisch an Geschmacksmangel leiden und die maximal mit einer Gurkenscheibe und einer halben Tomate garniert werden. Nein, ich rede von Geschmacksexplosionen, von knackigen grünen Blattsalaten, dünnen Gurkenscheiben, von aufregenden Kombinationen (hallo Datteln und Minze) und frischen Kräutern. Und natürlich von einfachen, aber dennoch raffinierten Dressings, welche die Aromen der einzelnen Zutaten so richtig zur Geltung bringen.

Irgendwie hat es sich bei mir so ergeben, dass ich pro Sommersaison immer den gleichen Salat zubereite. Ähnlich wie mit einem Song bringt der Geschmack von manchen Salaten also ganz konkrete Erinnerungen an den Sommer 2020 oder den Sommer 2018 hervor. Der Grillsalat mit Pfirsichen ist beispielsweise definitiv mein Sommersalat 2020.

Heute habe ich euch ein Rezept mitgebracht, das einen minimalen Aufwand hat und somit auch das ideale Mittagessen ist. Solche Rezepte sind wirklich meine und ja auch eure liebsten. Schnell und einfach sollte es sein, aber bitte mit maximalem Geschmack und Zutaten, die dem Körper guttun. All das trifft auf meinen Sommersalat 2021 zu. Er enthält nämlich eine Zutat, die ziemlich wahrscheinlich mein Produkt des Jahres wird: Kichererbsen-Couscous.

Kichererbsen-Couscous besteht, wie der Name schon sagt, aus Kichererbsen und nicht, wie sonst üblich, aus Weizen. Das ist natürlich für Menschen mit Glutenintoleranz ideal. Doch auch für alle anderen ist Kichererbsen-Couscous eine prima Salatgrundlage, denn Hülsenfrüchte sind ein großer Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Außerdem sind Kichererbsen ein Star unter den darmfreundlichen Lebensmitteln. Sie enthalten eine unlösliche Art Ballaststoffe, die direkt in den Dickdarm gelangt und dabei außergewöhnlich gut hilft, die Darmschleimhaut und die Darmflora gesund zu halten. Deswegen sind die runden, kleinen Hülsenfrüchte meine Nummer Eins und Bestandteil vieler meiner Rezepte.

Seitdem ich den Couscous entdeckt habe, esse ich ihn mittags wirklich häufig, weil es so fix geht. Man muss ihn nicht kochen, nur mit heißem Wasser übergießen, was auch den Abwasch minimiert. Klar, das ist bei Weizen-Couscous auch so, doch wenn ich selbst koche, versuche ich Weizen zu meiden. Meistens schnippele ich einfach dazu, was der Kühlschrank hergibt und voilà, fertig ist ein schnelles Mittagessen, das meinem Körper Energie und gute Laune schenkt. Im heutigen Rezept habe ich den Salat etwas griechisch verfeinert, mit (veganem) Feta, Gurken und Kirschtomaten, also doch recht klassisch. Das i-Tüpfelchen sind allerdings die Datteln und die frische Minze, denn sie sind der Geschmacksfaktor in diesem Salat. So wird aus einem unscheinbaren Couscous-Salat ein neues Lieblingsgericht.

Sollte Couscous nicht so euer Ding sein, gibt es auch noch andere sättigende Grundzutaten, die einen Salat zu einer Hauptspeise machen. Sättigende Komponenten sind in meiner Küche meistens Quinoa (wie in dem Grillsalat vom letzten Jahr), Reis oder Reisnudeln (wie in dem Rezept, worüber ich Steffi kennengelernt habe), Brot (wie in der Erdbeer-Panzanella), Hirse, Linsen oder eben ganze Kichererbsen. All diese Zutaten sind nämlich reich an Ballaststoffen und pflanzlichen Proteinen und sorgen für langanhaltende Energie.

Ich hoffe, dass euch der Salat diesen Sommer häufig begleiten wird, egal ob beim Grillen, beim Picknicken, im Büro (ist ja auch wieder Thema) oder beim schnellen Mittagessen fürs Home Office. Verlinkt @ohhhhmhhh und mich @heavenlynnhealthy gerne in euren Instagram-Stories – darüber freuen wir uns immer sehr.

Habt einen schönen Sommer und wir sehen uns hier nach der Sommerpause wieder.

Eure

Kichererbsen-Couscous-Salat

Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 10 Min.
Portionen 4 Personen

Zutaten
  

Für den Salat

  • 150 g Kichererbsen-Couscous oder Couscous nach Wahl
  • ½ rote Zwiebel
  • 300 g Kirschtomaten
  • 60 g Kalamata-Oliven entsteint
  • ½ große Gurke
  • 150 g veganer Feta
  • 50 g Datteln entsteint
  • eine gute Handvoll frische Minzblätter
  • eine gute Handvoll frischer Basilikum

Für das Dressing

  • 4 EL natives Olivenöl
  • 2 EL heller Balsamico oder Rotweinessig
  • 1 EL frischer Zitronensaft ggf. mehr
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Honig oder Ahornsirup
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 1 gute Prise Kräuter-Gewürzsalz
  • 1 gute Prise frisch gemahlener Pfeffer

Anleitungen
 

  • Den Kichererbsen-Couscous in eine hitzebeständige Salatschüssel geben mit 225 ml kochendem Wasser übergießen, kurz umrühren und quellen lassen.
  • Die Zwiebel und die Oliven jeweils in Ringe schneiden, die Kirschtomaten halbieren. Die Gurke erst längs halbieren und dann in feine Scheiben schneiden. Den Feta würfeln und die Datteln kleinschneiden.
  • Für das Dressing die Knoblauchzehe auspressen und zusammen mit allen anderen Zutaten verrühren. Ggf. noch mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Den Couscous mit einer Gabel auflockern. Alle Zutaten dazu geben (die Minz- und Basilikumblätter ggf. mit den Händen kleiner zupfen). Das Dressing über dem Salat verteilen und gut vermengen.

Notizen

Aufpeppideen:
  • Für einen lauwarmen Salat brate ich gerne 200 g Champignons in Scheiben in der Pfanne an und lösche sie mit 1 EL Tamari (glutenfreie Sojasauce) ab. Schmeckt prima dazu.
  • Ein Bund Rucola würde hier auch sehr gut passen. Alternativ auch Babyspinat.
  • Manchmal gebe ich auch noch zwei Esslöffel Kapern dazu. Das mag ich persönlich sehr gerne.
Produktempfehlungen:
  • Die veganen Feta-Sorten von Violife und Bedda finde ich wirklich sehr empfehlenswert. Sie kommen sowohl geschmacklich als auch von der Konsistenz her an normalen Feta heran. Keine dieser Empfehlungen ist gesponsert.
  • Kichererbsen-Couscous gibt es von Alnatura und von der Firma Müller’s Mühle. Beide Sorten sind glutenfrei. Von Alnatura gibt es ebenfalls Dinkel-Couscous, falls ihr euch weizenfrei ernährt. Glutenfreien Couscous ohne Kichererbsen gibt es auch von Alnavit (gibt es z. B. bei Alnatura, Budni oder Müller). Keine dieser Empfehlungen ist gesponsert.
Alternativen:
  • Solltet ihr Verdauungsprobleme mit Hülsenfrüchten haben, könntet ihr auch erst einmal nur zur Hälfte Kichererbsen-Couscous und zur Hälfte z. B. Dinkel-Couscous verwenden und euch langsam herantasten.
  • Solltet ihr keine rohen Zwiebeln vertragen, könnt ihr sie parallel zur Couscouszubereitung mit heißem Wasser übergießen und stehen lassen, bis ihr den Salat zusammenfügt. So werden sie etwas bekömmlicher. Wenn ihr sie gar nicht vertragt, lasst sie einfach weg.

Fotos: Lynn Hoefer

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Katharina 29. Juni 2021 um 11:28 Uhr

    Hallo liebe Lynn,

    das Kichererbsen-Couscous kannte ich schon aber so gut hat mein Couscous (Salat) noch nie geschmeckt!
    Soooooo köstlich! Vielen lieben Dank!!

    Viele Grüße aus Hamburg
    Katharina

    Antworten
  3. Julia 26. Juni 2021 um 11:53 Uhr

    Ach, Lynn!!! Deine Rezepte! 🙂 Ich liebe sie. Ich finde die Ideen mit den Anmerkungen/Notizen/Alternativen immer mit so viel Liebe und Detail gemacht. Man merkt, dass du die Rezepte wirklich häufig kochst und viel rumprobierst. Bei mir gibt es heute Mittag “Jannis Goldenes Curry”. Warte auf dein 3. Buch.
    Viele Grüße

    Antworten
  4. Steffi 23. Juni 2021 um 13:45 Uhr

    Super Lecker! Vielen Dank für das Rezept, den gibts jetzt definitiv öfter und ich hab mich auch endlich getraut den veganen Schafskäse zu testen und ich muss sagen der is echt lecker und kommt wie du sagst dem “echten” reativ nahe.
    kannst du in etwa sagen wie lange er sich im Kühlschrank hält?
    Grüße Steffi

    Antworten
  5. Laura 23. Juni 2021 um 09:14 Uhr

    Juhu, endlich wieder Lynn 🙂

    Antworten
  6. Sarah Piepers 22. Juni 2021 um 09:57 Uhr

    Super Rezept! Verrätst du noch wo du den Kichererbsen couscous kaufst? Hab ich noch nie gesehen!

    Antworten
    • Lynn Hoefer 22. Juni 2021 um 10:07 Uhr

      Liebe Sarah, na klar, der ist von Alnatura. Steht auch oben im Rezept :). Es gibt ihn aber auch von einer anderen Marke bei Edeka und Rewe, habe ich oben auch vermerkt. Der von Alnatura schmeckt mir aber am besten.
      Ganz liebe Grüße und viel Freude beim Zubereiten,
      Lynn

      Antworten

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