Ein Mahl etwas Gutes:

Dieser köstliche Kürbis-Wirsing-Eintopf macht unser Immunsystem fit für den Herbst. Dank der lieben Kohllegen!

Text – Lynn Hoefer

Für mich steht der September für Neuanfang. Anstatt im dunklen Januar an guten Vorsätzen zu scheitern, setze ich mir lieber im September neue Ziele. Da scheint noch die schöne Spätsommersonne und da sind meine Energiereserven durch den Sommer noch voll aufgetankt. Ebenfalls gibt es mir irgendwie einen kleinen Kick noch so richtig viel aus den verbleibenden vier Monaten des Jahres herauszuholen. Natürlich gut gestärkt mit dem heutigen Herbsteintopf.

Der Herbst ist definitiv meine Lieblingszeit auf dem Wochenmarkt. Es herrscht dort gerade solch eine Fülle an Farben und Aromen – was für besonders leckere und gesunde Lebensmittel steht. Die Natur hat das ganz schön klug ausgetüftelt und den Herbst zur Saison der besonders nähr- und vitalstoffreichen Lebensmittel auserkoren. Allen voran natürlich der strahlende Kürbis mit seiner orangefarbenen Haut.

Die Farbe der Lebensmittel deutet übrigens häufig auch auf ihre Vitalstoffe hin. Rote oder orangefarbene Lebensmittel wie Kürbis, Karotten, Tomaten oder Süßkartoffeln sind besonders reich an dem Farbstoff Betacarotin, der im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Das ist wichtig für gesunde Augen, aber besonders auch für ein intaktes Immunsystem.

Ebenfalls sind Herbst und Winter die Zeit des dunklen Blattgemüses. Ich habe ja neulich bereits im Endlich Ich-Livechat darüber gesprochen, dass dunkles Blattgrün zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt zählt. Da es früher im Winter so gut wie kein Obst bei uns gab, musste man seinen Vitamin- und Mineralstoffbedarf durch Wintergemüse decken. Es scheint also kein Zufall zu sein, dass Grünkohl, Wirsing, Mangold oder Spinat so reich an Vitalstoffen sind. Sie decken wirklich fast das gesamte Spektrum an Vitaminen ab und enthalten sogar eine signifikante Menge an Eisen.

Deshalb sollte man eigentlich täglich dunkles Gemüse in seine Ernährung integrieren. Das geht z.B. auch ganz easy durch tiefgefrorene Kräuter oder TK-Spinat. Meine zwei Geheimwaffen!

In diesem Eintopf habe ich quasi das beste aus beiden Welten miteinander kombiniert. Der Eintopf wird durch den Kürbis schön sättigend und aromatisch und der Wirsing versorgt unseren Körper mit einer guten Portion Vitamine, wie z.B. Vitamin K, das essentiell für unsere Knochen ist.

Wichtig für den Geschmack des Eintopfes sind frische Kräuter wie Rosmarin und Thymian, die dem Eintopf ein himmlisches Aroma verleihen. Ohne es jetzt über-romantisieren zu wollen: man merkt wirklich bei jedem Bissen, dass der Eintopf dem Körper gut tut.

Übrigens lassen sich Eintopfe prima einfrieren – das ist eine meiner Lieblingsarten des Meal Preps. Wie alle Eintöpfe schmeckt auch dieser am zweiten Tag noch besser. Dann ist er so richtig schön durchgezogen und aromatischer. Ebenfalls wird er nach erneutem Aufwärmen etwas sämiger und reichhaltiger in der Konstistenz. Das mag ich ganz besonders.

Weitere Eintöpfe aus meinem Fundus sind der “Ich-hab-mich-lieb”-Eintopf, Cannellini-Bohnen-Eintopf, Kurkuma-Vanille-Eintopf oder der Bali Buddha Gemüseeintopf. Damit seid ihr top vorbereitet auf den Herbst.

Also macht’s euch gemütlich!

Eure Lynn

Kürbis-Wirsing-Herbsteintopf

Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit30 Min.
Portionen: 6

Zutaten

  • 1 rote Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 EL natives Kokosöl oder Olivenöl
  • 1 Hokkaido-Kürbis ca. 1 kg
  • 300 g Wirsing
  • 3 Stängel Rosmarin
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Fenchelsamen
  • 1 EL Thymian frisch oder getrocknet
  • 200 g Berglinsen
  • 1,5-2 Liter Wasser
  • 2 EL Gemüsebrühenpaste oder 2-3 TL gekörnte Gemüsebrühe
  • Frische gehackte Kräuter wie Rosmarin Petersilie oder Dill
  • 1 Bio-Zitrone
  • Meer- oder Steinsalz und Pfeffer

Anleitungen

  • Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und klein hacken. Den Kürbis und Wirsing in mundgerechte schneiden. Den Rosmarin fein hacken und alle Gewürze in einer kleinen Schüssel vermengen. Etwas Zitronenschale abreiben und den Saft auspressen. Die Linsen gründlich abspülen.
  • Das Öl in einem großem Kochtopf oder Bräter leicht erhitzen. Die Zwiebel darin ca. 2 Minuten glasig andünsten. Den Knoblauch dazugeben und kurz mit anbraten. Die Hitze reduzieren, alle Gewürze dazugeben und weitere 2 Minuten anbraten.
  • Nun die den Kürbis und Wirsing dazugeben und ca. 2 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. 1,5 Liter Wasser, die Gemüsebrühe (Paste oder gekörnt), Zitronenschale und die Linsen dazugeben und auf hoher Hitze aufkochen. Ggf mehr Wasser dazugeben, falls der Eintopf nicht genug mit Wasser bedeckt ist. Das kommt etwas auf die Größe der Gemüsestücke an.
  • Die Hitze reduzieren und ca. 30 Minuten köcheln lassen.
  • Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Kräutern garnieren.

Text – Lynn Hoefer

Fotos – Lynn Hoefer

21 Comments

  1. Antworten Anne | ZeichenBlog.net 23. September 2019 um 09:38 Uhr

    Hallo liebe Lynn,

    dein Rezept kommt wie gerufen! Ich habe gerade sooo Hunger auf Herbst. Wirsing und Kürbis finde ich eh schon total lecker und diese Kombination probiere ich gerne aus.

    Viele herbstliche Grüße
    Anne

    • Antworten Lynn Hoefer 23. September 2019 um 10:39 Uhr

      Guten Morgen Anne,
      juhu! Das ist ja toll. Man ist jetzt echt so richtig bereit für Wohlfühlessen, oder?
      Ganz viel Spaß beim Ausprobieren!
      Liebe sonnige Grüße
      Lynn

  2. Antworten Lisa 23. September 2019 um 12:15 Uhr

    Liebe Lynn,

    das Rezept klingt fantastisch und deine Begeisterung für die Zutaten hat mich gleich angesteckt. Vielen Dank! Ich hoffe, dass wir es diese Woche gleich ausprobieren können.

    Liebe Grüße
    Lisa

    • Antworten Lynn Hoefer 23. September 2019 um 12:38 Uhr

      Hallo Lisa,
      ja, ich komme da wirklich ins Schwärmen. Toll, dass es dich angesteckt hat. Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen. 🙂
      Liebste Grüße
      Lynn

  3. Antworten Jessica 23. September 2019 um 21:07 Uhr

    Hmmmm, das klingt wunderbar. Ich habe gerade einen leuchtenden Kürbis in der Speisekammer und noch unklar, was ich daraus zubereite. Mit Deinem Rezept ist alles geritzt. Ich werde den Eintopf mal in der Tanjine ausprobieren, die wir seit kurzem besitzen, das passt bestimmt. Herbstliche Grüße

  4. Antworten Christiane 23. September 2019 um 22:08 Uhr

    Hallo Lynn, wie hebst du den Eintopf bis morgen auf? IM Topf in dem er gekocht wurde und dann in den Kühlschrank?
    Vielen lieben Dank!
    Christiane

    • Antworten Lynn Hoefer 25. September 2019 um 13:35 Uhr

      Hallo Christiane,
      ja genau, im Winter oder Herbst lasse ich den Eintopf im Kochtop abkühlen. Am nächsten Tag gieße ich ihn dann in Glasbehälter um und lagere ihn im Kühlschrank.
      Man kann ihn aber natürlich auch direkt in der ersten Nacht in den Kühlschrank stellen, falls es in der Küche zu warm ist. Im Zweifel immer im Kühlschrank lagern.
      Ganz liebe Grüße
      Lynn

  5. Antworten Jessica 25. September 2019 um 13:02 Uhr

    Leider haben wir den Weg nach Marokko noch nicht bestritten, daher die Tanjine hier gekauft und uns Nordafrika damit nach Hause geholt.
    Der Eintopf ist wirklich super lecker…und ja, heute noch mal mehr als gestern! Übrigens hatte unser Supermarkt die Linsen nicht vorrätig, ich habe Kichererbsen genommen, passt auch wunderbar.

    • Antworten Lynn Hoefer 25. September 2019 um 13:37 Uhr

      Hi Jessica,
      auch eine tolle – und nachhaltigere Art und Weise ;-).
      Schön, dass dir der Eintopf geschmeckt hat. Auch mit Kichererbsen.
      Ganz liebe Grüße
      Lynn

  6. Antworten Marie /ich-im-glueck.de 25. September 2019 um 13:47 Uhr

    Hallo Lynn,
    Danke für die Inspiration. Meine Liebe zur saisonalen Küche ist um noch ein Rezept reicher geworden. Statt Knoblauch und Zwiebeln (vertrage ich nicht) habe ich Asafoetida genommen. Und ja, da gerade auch die Kartoffelernte ist sind auch paar leckere Linda Knollen dazu gekommen. Lecker! Bei 4 Personen plus Besuch war der Eintopf schnell weg. Frage: wenn Du Brot dazu reichst, welche glutenfreie Variante würdest Du empfehlen ? Könnte ich es vielleicht auch selber machen?

    • Antworten Lynn Hoefer 25. September 2019 um 13:54 Uhr

      Hallo Marie,
      das ist ja toll! Ich war gerade dabei die anderen Kommentare zu beantworten, als deiner reingeflattert kam. Uh, da muss ich an dieser Stelle ein wenig Eigenwerbung einschieben:
      Ich habe in meinem ersten Kochbuch ein wirklich leckeres und einfaches glutenfreies Brot und auch in meinem neuen Kochbuch (kommt im Februar) sind drei weitere glutenfreie Brötchenrezepte drin. An den Rezepten habe ich wirklich lange gefeilt, weil glutenfreies Backen wirklich nicht so einfach ist. Meine Schwester hat Zöliakie, weshalb ich da so viel ausprobiere und weshalb alle meine Rezepte glutenfrei oder mit glutenfreier Option sind. Wenn du etwas kaufen möchtest, kann ich dir die Backmischungen vom Bauckhof sehr empfehlen. Ich selber ernähre mich allerdings nicht glutenfrei und esse zu diesem Eintopf gerne ein Dinkel-Roggen-Vollkorn-Sauerteigbrot vom Biohof. Sauerteig ist ja generell viel bekömmlicher als anderes Brot, weshalb ich das eigentlich immer im Haus habe.
      Ganz liebe Grüße
      Lynn

  7. Antworten Jana 25. September 2019 um 20:27 Uhr

    Liebe Lynn, normalerweise bin ich nicht so die Kommentiererin. 🙂 ABER: Dieses Rezept hat mich jetzt schon zweimal sehr glücklich gemacht und dafür möchte ich dir danken. Das ist einfach köstlich. Danke dafür und dass du so tolle Ideen hast. Jana

    • Antworten Lynn Hoefer 26. September 2019 um 13:05 Uhr

      Hallo Jana,
      ich bin auch nicht so die Kommentiererin, aber glaub mir, sie bedeuten einem so viel! Vielen Dank für das liebe Feedback!
      Liebste Grüße
      Lynn

  8. Antworten Kirsten 27. September 2019 um 16:06 Uhr

    Hi liebe Lynn. Den Hokaido-Kürbis verwendest du mit Schale, richtig? Ich werde mich nämlich jetzt ans Kochen machen 🙂 Danke und Liebster Gruß

  9. Antworten Franz Kun 28. September 2019 um 22:06 Uhr

    Der Eintopf war ausgesprochen lecker.

  10. Antworten Christina 2. Oktober 2019 um 09:19 Uhr

    Wahrhaft ein tolles Rezept für ein herbstlichen Eintopf. Ich liebe die bunten Farben im Herbst und das frisch geerntete Gemüse.
    LG Christina

  11. Antworten Lynn Hoefer 2. Oktober 2019 um 11:18 Uhr

    Hallo Christina,
    wie schön! Mir geht es ganz genauso.
    Liebe Grüße
    Lynn

  12. Antworten Lynn Hoefer 2. Oktober 2019 um 11:18 Uhr

    Hallo Franz,
    das freut mich total.
    Viele liebe Grüße
    Lynn

  13. Antworten Torsten Fieck 6. Oktober 2019 um 19:34 Uhr

    Sooo lecker! Sogar meine Kinder waren begeistert, und das will etwas heißen

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