Ein Mahl etwas Gutes:

Heutet startet die neue Kolumne von Lynn Hoefer. Das erste köstliche Rezept: Pasta mit cremiger Kürbissauce, Salbei & Cashewkernen.

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Es gibt viele Dinge, die ich am Herbst liebe, aber es gibt nur diesen einen Laut, der für mich die Musik dieser Jahreszeit ausmacht: das Knacken von Eicheln unter meinen Laufschuhen an einem sonnigen Wochenende. So wie wir es gestern genießen durften. Das ist für mich so ziemlich das Beste.

Nach meinem Lauf kuschle ich mich gerne auf der Couch ein, am besten mit einer heißen Tasse Tee in der Hand und lausche dem Wind, der das Laub im Garten aufwühlt. Auch das ist Herbst-Musik in meinen Ohren. Irgendwann kommt zur schönen Musik natürlich mein knurrender Magen dazu, sodass es dann ganz schnell gehen muss. Dafür ist diese cremige Kürbissauce mit Salbei und Cashewkernen genau das Richtige. Sie ist ruck zuck vorbereitet, schmeckt so ziemlich jedem und ist gleichzeitig das perfekte Comfort Food an einem kalten Herbsttag. Das Rezept ist auch super für stressige Wochentage geeignet, da man nur das Kürbispüree vorrätig haben oder schnell machen muss, um ein einfaches und gesundes Abendessen zuzubereiten. Die Sauce schmeckt am besten zu Pasta, z.B. Vollkornpasta, und kann je nach Geschmack angepasst und variiert werden.

Aber nun mal von vorne: wer ist dieses Mädchen mit den Eicheln unter ihren Laufschuhen eigentlich?

Moin, moin, ich bin Lynn, norddeutsche Deern und Food-Bloggerin auf Heavenlynn Healthy. Auf meinem Blog findet ihr vor allem gesunde Rezepte, frei von Zusatzstoffen, raffiniertem Zucker und allem, was unserer Gesundheit sonst noch so schaden könnte.

„Oh nee, nicht noch so eine Clean-Eating-Tussi“.

Da kann ich euch beruhigen. Meine Leidenschaft ist zwar gesundes Essen, aber ich sehe das ganze Thema Ernährung etwas lockerer als viele meiner Kolleginnen. Meine Philosophie ist einfach: „Iss nichts, was deine Urgroßmutter nicht auch gegessen hätte. Außer Avocados und Quinoa. Du solltest immer Avocados und Quinoa essen“.

Meine Rezepte sind bunt, aufregend und immer nährstoffreich, ohne dabei auf Geschmack zu verzichten. Langweilige Blattsalate oder Kohlsuppen findet ihr bei mir nicht, dafür aber aromatische Curries und Eintöpfe, selbst gemachtes Frühstücksmüsli oder Rote Bete und Apfel-Punsch, der gerne auch zum Glühwein umgewandelt werden kann.

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Nun zurück zu dieser cremigen Kürbissauce. Sobald ich die ersten Kürbisse der Saison sehe, habe ich nur einen Gedanken: Kürbispüree! Kürbispüree ist so ziemlich das beste am Herbst, da es so vielfältig einsetzbar ist. Wer noch nie selbst Kürbispüree gemacht hat, der sollte schleunigst damit anfangen. Hier findet ihr eine detaillierte Anleitung. Ich sage nur so viel: selbst gemachter Pumpkin Spice Latte (nicht das überteuerte Gift von Starbucks), Pumpkin Pie Squares oder eben diese cremige Kürbissauce.

„Man kann im Herbst nicht genug Kürbispüree im Gefrierschrank haben“ ist mein persönliches Herbst-Mantra.

Auf meinem Blog liste ich bei jedem Gericht auf, wie die Zutaten eure Gesundheit fördern können. Beim Kürbis ist das relativ einfach. Rotes, orangefarbenes oder gelbes Gemüse steckt voller Beta-Karotin, einer Vorstufe des Vitamin A, das vor allem wichtig für unser Augenlicht ist. Neben Kürbis enthält diese Kürbissauce auch noch eingeweichte Cashewkerne. Wer jetzt gleich schreiend wegläuft bei dem Gedanken an die Kalorien und das Fett in Cashewkernen, den bitte ich noch etwas weiter zu lesen. Erstens biete ich eine kalorienärmere Alternative zu den Cashewkernen an und zweitens sind Nüsse überhaupt nicht so böse, wie sie von den Lebensmittelkonzernen gemacht werden. Oder habt ihr schon mal jemanden sagen hören: „Mensch, die ist aber dick geworden. Das muss an zu vielen Nüssen liegen!“? Nein? Seht ihr.

Cashewkerne gehören zu meinen Lieblingsnüssen, denn sie enthalten von allen Nüssen am wenigsten Fett. Natürlich haben Nüsse generell eine sehr hohe Nährstoffdichte, aber sie sind sehr wichtig für die Gesundheit unseres Herzens. 80% der Fette in Cashewkernen sind nämlich ungesättigt, weshalb sie eine der besten Präventionsmittel für Herz-Kreislauf-Störungen sind. Dazu strotzen sie nur so vor Mineralstoffen, wie beispielsweise Kupfer, das freie Radikale bekämpft oder Magnesium, das unsere Knochen stärkt.

Für den Geschmack kommt noch ein wenig Kurkuma, Gemüsebrühe und Knobi an die Sauce heran und fertig ist die cremige Kürbispasta. Getoppt mit gebratenem Gemüse wird ein kleiner herbstlicher Festschmaus draus, welcher der ganzen Familie schmecken sollte. Ok, hier halte ich mich vielleicht erst einmal zurück, denn mit Kindermäulern habe ich wenig Erfahrung. Feedback ist an dieser Stelle also sehr erwünscht, denn ich glaube unter Steffis Lesern befinden sich mehr Eltern als auf meinem Blog.

Viel Spaß beim Nachkochen und ich freue mich auf viele weitere Kolumnen mit euch!

Lynn

DAS REZEPT FÜR VIER PERSONEN:

Für die cremige Kürbissauce:

100g Cashewkerne, mindestens 2 Stunden in klarem Wasser eingeweicht

250g Kürbispüree  – hier findet ihr die Anleitung, ist wirklich schnell gemacht & schmeckt himmlisch. Aus einem kleinen Kürbis (500g) bekommt man ca. 400 – 450g Kürbispüree. Das restliche Püree könnt ihr z.B. in Smoothies geben, ins Porridge rühren oder euch an den oben genannten Rezepten versuchen.

1 Knoblauchzehe

5 Salbei-Blätter

1 TL Kurkuma

½ TL Kreuzkümmel

250ml Gemüsebrühe (wenn ihr sie selbst machen möchtet,  findet ihr hier eine Anleitung, dauert genau 5 Minuten und ist DER Dauerrenner in meiner gesamten Familie)

¼ TL Pfeffer

Salz nach Bedarf

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Für die Pasta:

1 TL Olivenöl

1 Knoblauchzehe

300g Champignons

1 Zucchini

100g Baby-Spinat

500g Vollkornpasta

eine Prise Salz

Basilikum, Koriander oder etwas Salbei zum Garnieren

 

Die Cashewkerne mindestens 2 Stunden in klarem Wasser einweichen lassen. Abtropfen und zusammen mit allen andern Zutaten in einen Mixer geben oder mit dem Pürierstab fein pürieren.

Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehe fein hacken oder durch eine Knoblauchpresse geben. Champignons putzen, Zucchini waschen. Beides in Scheiben schneiden, bzw. die Zucchini vorher halbieren. Den Baby-Spinat putzen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Knoblauch kurz scharf anbraten. Zucchini und Champignons dazugeben und ca. 5 Minuten auf mittlerer Hitze anbraten. Nun die Kürbissauce in die Pfanne geben und weitere 3 – 5 Minuten erwärmen. Den gewaschenen Baby-Spinat unterrühren. Die abgelöschten Nudeln hineingeben und alles gut verrühren.

Mit Kräutern wie Basilikum oder mehr Salbei garnieren und sofort servieren. Ich bin ein riesiger Koriander-Fan, deswegen habe ich sie, wie auf den Fotos zu sehen ist, mit Koriander gegessen.

Guten Appetit!

Text & Bilder – Lynn Hoefer

15 Comments

  1. Antworten klara 24. Oktober 2016 um 08:34

    Hallo liebe Lynn,
    herzlichen Glückwunsch zu deiner ersten Kolumne! Sie ist so toll geworden, ich liebe es wie du schreibst und das Rezept werde ich auf jedenfall nachkochen.
    Drück dich
    Klara

    • Antworten Lynn 24. Oktober 2016 um 13:39

      Hi Klara, wie schön, dich hier begrüßen zu dürfen! Vielen lieben Dank für deine Unterstützung und die lieben Worte zu meiner ersten Kolumne. Ich bin immer noch total aufgeregt wie sie ankommen wird ;-). Ganz liebe Grüße,
      Lynn

  2. Antworten Lilli 24. Oktober 2016 um 10:12

    Liebe Lynn, herzlich willkommen auf Ohhmhhh und Du lockst mit dem tollen Rezept gleich schon ein Oh und ein Ah aus mir, werde ich gleich am Wochenende testen und den Herbst zelebrieren, danke. Lilli

    • Antworten Lynn 24. Oktober 2016 um 13:42

      Hallo Lilli,
      ich freue mich riesig, jetzt zu Team OhhhMhhh zu gehören. Ist echt eine Ehre für mich! Und wenn ich dir gleich ein Ohhh und ein Mhhh entlocken konnte, dann haben Steffi und ich doch alles richtig gemacht!
      Liebste Grüße,
      Lynn

  3. Antworten angelika 24. Oktober 2016 um 11:41

    Wunderbarer Beitrag, tolles Rezept, wird sofort probiert. Geschrieben als wenn man zusammen mit dir in der Küche stehen würde. Sehr, sehr ansprechend und wunderbar. Vielen Dank dafür!

    • Antworten Lynn 24. Oktober 2016 um 13:46

      Hallo Angelika,
      wow, danke für dieses liebe Kompliment. Da fühle ich mich gleich total erleichtert, denn ein wenig Bammel hatte ich natürlich schon, vor meiner ersten Kolumne hier. Ihr seid hier ja einen sehr hohen Grad an Professionalität und Schreibkunst gewöhnt.
      Ich schließe daraus: wenn man ein paar starke Glücksgefühle erleben will, dann muss man also nur eine Kolumne bei Steffi schreiben….so ist das also ;-).
      Liebste Grüße,
      Lynn

  4. Antworten Eva 24. Oktober 2016 um 12:05

    ohhhhmhhh 🙂 freue mich auf mehr!

  5. Antworten Michaela 24. Oktober 2016 um 13:09

    Mmmh. Werde ich ausprobieren. Kürbis liegt schon im Keller. Danke!

  6. Antworten Barbara 25. Oktober 2016 um 10:22

    Liebe Lynn !

    Wunderbar ,dein blog ,deine Rezepte und speziell Kürbis für den Vorrat .
    Die Nudeln habe ich mir gestern sofort gegönnt ,es war soooo lecker . DANKE dafür .
    Jetzt möchte ich für meinen Einpersonenhaushalt den Kürbis gerne haltbar machen und zwar in Gläser . Wird das wohl möglich sein??
    Dann hatte ich noch bei den Müsli angefragt ,wie gross denn die Auflaufform sein sollte ,bei 122 Portionen ??
    Freue mich auf deine Antwort .
    Lieben Gruss
    Barbara

    • Antworten Lynn 25. Oktober 2016 um 13:39

      Hallo Barbara,
      vielen Dank für deine Nachricht. Leider denke ich, dass sich das Kürbispüree nicht in zwei Gläsern haltbar machen lässt, da es ja keinerlei Konservierungsstoffe wie Zucker oder Essig enthält. Aber da lasse ich mich gerne eines anderen Belehren, denn Einmachen gehört nicht wirklich zu meinen Stärken. Mein Tipp ist es, das Püree in Ziplock-Tüten einzufrieren. Die halten sich knapp vier Monate, so mache ich es eigentlich immer.
      Bezüglich der Müsliriegel hatte ich dir bereits auf dem Blog geantwortet, das muss wahrscheinlich untergegangen sein. Meine Auflaufform ist 29 x 20 cm, bzw. von oben gemessen 33 x 25 cm. Die ganz normale Form von IKEA. Bei der Anzahl hatte sich eine zwei zu viel eingeschlichen ;-). Ich hoffe ich konnte dir deine Fragen beantworten. 🙂
      Ganz liebe Grüße,
      Lynn

  7. Antworten Melina 27. Oktober 2016 um 14:56

    hallo,
    das klingt superlecker!
    so ganz klar ist mir die Reihenfolge/das Rezept aber leider nicht. was heißt „nun die Kürbissauce in die Pfanne geben und weitere 3 – 5 Minuten erwärmen“ genau bzw. wann und wieviel Knoblauch kommen rein, denn der ist unter „für die Kürbissauce“ und „für die Pasta“ erwähnt…
    ich verstehe es so, dass man die Zutaten des Abschnitts „Kürbissauce“ (außer der einen Knoblauchzehe, die man mit der Knoblauchzehe aus dem Abschnitt „Pasta“ gemeinsam angebraten hat) einfach dazugibt – korrekt?

    • Antworten Lynn 28. Oktober 2016 um 18:10

      Hallo Melina,
      es tut mir Leid, dass die Methode noch nicht so klar geworden ist. Ich versuche mal es noch einmal verständlicher zu erklären.
      Also, zuerst gibst du alle Zutaten für die Kürbissauce (alle Zutaten die unter dem Punkt „für die Kürbissauce“ aufgelistet sind → da ist eine Knoblauchzehe drin) in den Mixer bzw. pürierst alles fein mit dem Pürierstab, wenn du keinen Mixer hast.
      Dann brätst du den Knoblauch der unter „für die Pasta“ gelistet ist zusammen mit der Zucchini und den Pilzen an.
      Nun musst du noch die Sauce dazugeben, die im Mixer, bzw. im Pürierstab ja noch kalt ist, bzw. abgekühlt sein kann. Diese vermengst du in der Pfanne mit dem Gemüse und erwärmst sie 3 – 5 Minuten oder so lange, bis sie heiß genug ist.
      Du kannst dann bereits die Pasta dazugeben und alles in der Pfanne vermengen oder erst die Pasta in den Schüsseln geben und die Sauce drüber verteilen. Das ist Geschackssache.

      Ich hoffe das ist jetzt etwas klarer geworden.
      Melde dich gerne wenn du noch Fragen hast.
      Ganz liebe Grüße,
      Lynn

  8. Antworten Anna-Maria 6. Januar 2017 um 18:02

    Liebe Lynn! Ich habe bis heute Deinen Tipp mit der Gemüsebrühe im Kopf gehabt und es heute endlich ausprobiert. Wahnsinn!! Das Gemüsebrühpulver-Inhalts-Ärgernis stört mich schon so lang und ich kann nicht fassen, wie super lecker und geschmacksintensiv Deine Variante ist! Ich hab das mit meinem 300-Watt-Pürierstab super hingekriegt und wenn es jetzt wirklich auch noch so lang hält, ist das gerade die Küchensensation meiner gerade beginnenden Hausfrauenkarriere, haha! Ich danke Dir herzlich!!
    Liebe liebe Steffi, in welchen Bereichen Du mich jetzt überall schon mit diesem Blog und sonst allem inspiriert hast, geht auf keine Festplatte!! Ganz liebe Grüße! Anna

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