Komm se rein, die Haustour:

Heute zeigt uns Isabelle Siegenthaler ihr Haus bei München und verrät 10 Dinge, die ihre drei Kinder ihr übers Leben beigebracht haben.

Gartenschlauch zwei

Als sie mit ihrem ersten Sohn schwanger war, wünschte sich Isabelle Siegenthaler zurückzukehren in ihre Heimat Bayern. Zuvor hatte sie mit ihrem Mann Martin in Düsseldorf gelebt. Der Wunsch wurde erfüllt und die beiden kauften ein Haus, gebaut Mitte des 19.Jahrhunderts, einen ehemaligen Bauernhof, der mehr aussieht wie ein altes Schul- und Pfarrhaus im Münchner Umland. Genauer: in Markt Schwaben.

Mittlerweile wohnen sie dort seit sieben Jahren, haben viel renoviert und drei Kinder: Laurenz (7), Felipa (3) und Theodor (1). Und ein Au-Pair namens Catalina.

Weil die 38-Jährige genau wie ihr Mann wieder berufstätig ist, sie betreibt das Kinderlabel Merci Marie, im Dachgeschoss hat sie sich ein Atelier eingerichtet, geht es Zuhause oft wild zu. Wie sie trotzdem die Ruhe behält und welche 10 Dinge ihre drei Kinder ihr über das Leben beigebracht haben, verrät sie hier:

Gartenschlauch

 

10 Dinge, die mir meine drei Kinder übers Leben beigebracht haben:

1.) Geduld haben: Geduld zählt wirklich nicht zu meinen Stärken. Meine drei Kinder haben mir beigebracht, dass es nicht immer auf jede Minute ankommt und jeder auch sein eigenes Tempo hat. Muss Laurenz morgens in die Schule, kann es mich zwar immer noch auf die Palme bringen, wenn er trödelt: Aber ich stelle auch fest, je mehr ich mich aufrege, desto weniger schnell geht es. Im schlimmsten Fall haben dann schon am frühen morgen alle schlechte Laune. Deswegen versuche ich ruhig zu bleiben. Wir haben es bis dato immer pünktlich geschafft.

2.) Den Moment genießen: Jetzt steht der Sommer vor der Tür und ich genieße es sehr, mit meinen Kindern draußen in der Natur zu sein. Besonders Pipa und Theo können eine gefühlte Ewigkeit im Gras sitzen und Ameisen beobachten oder im Sandkasten buddeln. In dieser Zeit hänge ich oft meinen Gedanken nach und bin glücklich und dankbar für diese geschenkten Auszeiten.Wiege

Esstisch

Blumen

3.) Leben und leben lassen: Ich habe in den letzten sieben Jahren gelernt, dass es wenig Sinn macht sich über alles und jeden aufzuregen. Und bin gelassener geworden. Es lebt sich um einiges leichter, wenn man entspannt bleibt im Zusammenleben und Umgang mit sich und anderen. Auch Toleranz ist dabei wichtig. Einfach mal andere Lebensphilosophien und Erziehungsansichten stehen lassen und akzeptieren.

4.) Vertrauen haben in sich und seine Kinder: Wir haben gelernt Vertrauen ins Leben zu haben, dass sich vieles in die richtige Richtung entwickelt, ohne dass man als Eltern groß eingreifen muss. Manchmal ist es besser, den Dingen auch mal ihren Lauf zu lassen. Für uns Eltern gibt es kein schlimmeres Gefühl, als die Angst, nicht das Richtige für sein Kind entschieden zu haben. Aber es gibt oft kein „richtig“ oder „falsch“, und damit muss man leben und eben das Vertrauen haben, dass es alles gut kommt.

Kuschelecke

Puppe

5.) Gelassen bleiben: Ein Schokofleck auf dem weißen Sofa (ja wir haben ein weißes Sofa) oder ein großes Loch in der neuen Hose… Dinge passieren und ich bin da um einiges gelassener geworden. Erst mal durchatmen und nicht gleich losschimpfen. Meistens ist alles nur halb so wild und später kann man sogar darüber lachen.

6.) Man nehme es mit Humor: Lachen macht das Leben schöner. Wir sind eine fröhliche Familie und mein Mann und ich können uns köstlich mit unseren drei Süßen amüsieren und auch über den größten Quatsch herrlich lachen. Das tut so gut und albern sein, kann auch als Erwachsener schön sein.

Baby

7.) Sich selbst Freiräume schaffen: Ich habe gelernt, dass es unwahrscheinlich wichtig ist, selbst glücklich zu sein und sich selber nicht zu vernachlässigen Mit kleinen Auszeiten wie z.B. ein schönes Wochenende mit dem Liebsten oder ein Shoppingtrip nach Paris tankt man neue Kraft und davon profitieren alle. Bin ich happy, ist es einfach auch leichter mit den alltäglichen Anforderungen und Stresssituationen klarzukommen.

8.) Konzentration aufs Wesentliche: Als berufstätige Mutter bin ich oft versucht mehrere Sachen gleichzeitig erledigen zu wollen. Kinder spüren aber sofort, wenn man nicht richtig bei der Sache ist und dann heißt es gleich: „Mama, du spielst gar nicht richtig…“ Deswegen versuche ich nicht mehr noch parallel andere Dinge zu erledigen, sondern mich auf sie und ihr Spiel einzulassen oder ein Buch vorzulesen ohne ständig auf dem Smartphone Mails zu checken.

Kinder spielen

Isabelle

Kinderzimmer

Kinderbett

9.) Gesundheit ist das höchste Gut: Es klingt so banal, aber als Mutter bin ich sensibler für das Thema Gesundsein geworden. Ich weiß nun mehr zu schätzen, wie wichtig es ist, dass man selbst sowie die Familie & Freunde gesund sind.

10.) Die kleinen Dinge schätzen: Muttersein hat mich auch ein wenig demütig werden lassen und hat mir schon oft vor Augen geführt, wie wenig im Leben Materielles zählt. Man lernt die kleinen Dinge im Leben schätzen und diese haben viel mit Zeit, die man zusammen verbringt, zu tun. Wie zum Beispiel ein gemeinsamer Besuch im Zoo oder gemeinsam gebackener Kuchen.

Garderobe

Haus Schwaben

Vielen Dank für den Einblick in dein Leben, liebe Isabelle!

Steffi

Fotos (vom letzten Sommer) – Birgit Sfat

11 Comments

  1. Antworten Le Babypop! 28. April 2016 um 12:24

    Danke für diesen Einblick! Ein wunderschönes Zuhause habt ihr Isabelle! So schöne Farben und liebevolle Details! Hach, richtig inspirierend 🙂 Liebe Grüße, Lotta

  2. Antworten Angela - designhaus no.9 28. April 2016 um 12:34

    Hi Steffi,
    wieder eine schöne Haustour! Ich finde diese Einblicke immer toll, und obwohl ich es sehr genieße, mitten in München zu wohnen, ist so ein altes ruhig gelegenes Haus unheimlich verführerisch. 🙂 Schönes Wochenende!

  3. Antworten Sandra 28. April 2016 um 13:41

    Das sieht toll aus und Isabelle liest sich sehr sympathisch. Danke für den Einblick!
    Mich würde interessieren, woher die blaue Tasche ist, die an der Garderobe hängt 😉

    • Antworten Isabelle 28. April 2016 um 14:23

      Danke liebe Sandra! Die Tasche ist übrigens von “want les essentiels de la vie”. Gekauft habe ich sie bei Schwittenberg in München. Ich liebe sie auch vor allem die Farbe.

      • Sandra 28. April 2016 um 22:24

        Danke dir, Isabelle, für den prompten Hinweis!
        Ich kann die Tasche aber eben in genau dieser herrlichen Farbe online nicht finden.
        Stelle ich mich doof an oder gibt es sie nicht mehr?

      • Isabelle 29. April 2016 um 14:36

        Liebe Sandra, ich habe sie bereits schon vorletztes Jahr gekauft. Und auch nicht online, sondern direkt im Laden. Aber ruf doch bei Schwittenberg an: Die sind sehr nett dort. Schönes Wochenende,
        Isabelle

  4. Antworten Doro 28. April 2016 um 14:04

    Kinder sind sehr gute Lehrer..
    Immer wieder wahr und so richtig erkannt.

    Gerade “gelassen sein” finde ich für mich aber so wichtig. Ich habe es auch inzwischen gelernt und es macht das Leben so viel lebenswerter.
    Dinge, die man nicht mehr ändern kann, sind halt so. Was hilft es, wenn ich mich darüber aufrege?
    Genau: Hilft gar nichts.
    Die Erkenntnis war irgendwann da und gut. Seitdem ist alles etwas einfacher.

  5. Antworten Johanna 28. April 2016 um 17:45

    Liebe Isabelle, ein wunderbarer Einblick! Ganz begeistert bin ich von Eurem Stubenwagen. Wo kann man denn diese tolle Modell bekommen?
    xx

    • Antworten Isabelle 28. April 2016 um 18:27

      Liebe Johanna, der Stubenwagen ist ein Familienerbstück…darin lagen schon mein Mann und mein Schwiegervater. Aber ich glaube es gibt ein recht ähnliches Modell bei Car-Möbel.de
      Viel Erfolg bei der Suche, lieben Gruß

  6. Antworten Nathalie 21. Mai 2016 um 20:54

    Liebe Isabelle,
    mir gefällt euer dezenter Farbton im Esszimmer wahnsinnig gut. Wie heißt denn der Farbton und von welchem Hersteller ist sie?

    Viele Grüße,
    Nathalie

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