Komm se rein, die Haustour:

Heute sind wir zu Besuch bei Isa Grütering, die den wunderbaren Blog Hauptstadtmutti betreibt, nach dem Motto “Mutter werden, Frau bleiben”. Hereinspaziert!

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Wie war das noch gleich – hab’ ich erst Isa Grüterings wunderbares Buch Mama muss die Welt retten: Wie Mütter vom Wickeltisch aus Karriere machen entdeckt oder erst den wunderbaren Blog Hauptstadtmutti, den sie zusammen mit Claudia Kahnt von Berlin aus betreibt? Auf jeden Fall war ich gleich hin und weg. Vom Buch, Blog und Isa. Weil ihr Motto ist – Mama werden, Frau bleiben. Die Kinder von ganzem Herzen lieben und trotzdem die eigenen Träume nicht ad acta legen, sondern angehen und: weiter träumen. Und machen und tun. Sich nicht hinten anstellen, sondern irgendwie daneben.

Wie das funktioniert? Das wollte ich auch noch mal genauer wissen. Ganz entspannt beim Spaziergang durch ihre Berliner Wohnung, in der sie mit ihrem Mann und den beiden Söhnen Friedrich (2) und Gustav (4) wohnt.

Liebe Isa, Mama werden – Frau bleiben, wie geht das? Wie machst du das?

Für mich gab es nie diesen Unterschied zwischen Mutter und Frau. Mütter sind doch einfach Frauen, die Kinder haben. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich im Osten Deutschlands aufgewachsen bin, da wurde nie so ein Hype aus dem Mutterwesen gemacht, es gab auch keine Hausfrauen. Das ist eventuell der Punkt. Mir fällt es dadurch leichter, mich als Frau, statt nur als Mutter zu sehen.

 

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Warum glaubst du, ist das so wichtig, dass man sich selbst nicht dauerhaft hinten anstellt?

Weil die Kinder auch nur dann glücklich sind, wenn es die Mutter ist. Und ja, als Mutter bekommt man viel von seinen Kinder zurück, wie es immer so schön heißt aber die echte Anerkennung kommt, meiner Meinung nach, von anderen Erwachsenen, also aus dem Job oder vom Partner. Und deshalb kam es für mich auch nie in Frage, nicht zu arbeiten.

Und für mich sind Kinder Teil einer Familie, genauso wie mein Mann es ist und ich es bin. Es gibt bestimmte Regeln und Rituale für alle, zum Beispiel ist am Abend ab spätestens 20 Uhr Elternzeit. Die Kinder sind dann im Bett und haben nix mehr draußen zu suchen. Andersherum gilt für uns Erwachsene auch, dass die Smartphones am Tisch nix zu suchen haben und wir uns in unserer Freizeit auf die Kinder einlassen und nicht noch nebenbei e-Mails checken.

 

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Wie schaffst du dir Zeit für deine Arbeit?

Meine Kinder sind beide jeweils mit 1 Jahr in den Kindergarten gekommen und sie sind dort meist von 9 bis 16 Uhr. In Berlin sind wir mit der Betreuungsituation schon sehr verwöhnt. Hier in Pankow haben wir noch die alten Ost-Strukturen und gute Kindergärten mit langen Öffnungszeiten. Ich habe also Zeit zum Arbeiten. Ich teile mir mit meinem Mann die Betreuung am Nachmittag auf und habe dadurch auch 2 volle Arbeitstage, was toll ist. Ich meine, wie viele Männer machen das schon heutzutage. Es geht immer nur überall um die Mütter und die Emanzipation der Frauen aber eigentlich geht es doch eher um die Männer. Naja, wir haben das aufgeteilt und finden das beide gut. Wenn es mal ganz eng wird mit Terminen, sind meine Eltern auch mal schnell da und helfen.

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Und wie halten du und dein Mann eure Beziehung am Laufen? Investiert ihr bewusst in kinderfreie Zeit oder ähnliches?

Wir versuchen es zumindest. Wir haben einen Babysitter, den wir ab und zu einsetzen und dann weggehen. Und, unsere Kinder sind auch ab und zu bei den Großeltern. Das ist auch richtig gut für die Beziehung. Kind-Pause sozusagen. Das kann ich auch wirklich empfehlen für alle die Kinder haben, nehmt euch mindestens einmal im Jahr eine Kinderfreie Zeit. Das lohnt sich.

Ist an diesem Spruch was dran: “Ein Kind ist wie eine Handtasche, kannste überall mit hinnehmen, aber mit zweien, da wird’s schwierig.”?

Haha, ich wusste gar nicht, dass es so einen Spruch gibt. Wir wurden bei Hauptstadtmutti ja mal stark angegriffen, weil wir angeblich die Kinder nur als Accessoire sehen würden und die Mütter zu sehr im Fokus stehen.

Und, ja, es ist so, zumindest solange die Kinder klein sind, also unter 3. Bei uns wird es gerade immer einfacher. Wir brauchen immer weniger. Wir müssen nichts mehr zu essen mitnehmen, keine Flasche, keinen Kinderwagen, zurzeit arbeiten wir an der Windelsache. Danach wird es noch besser. Dann hören sie auch immer besser und man muss nicht ständig, wie blöde, hinterher rennen. Bis dahin bewegt man sich mit zwei Kindern manchmal schon etwas eingeschränkt.

Wir reden ja ständig mit anderen Müttern und uns wird immer erzählt, ab drei Kindern wird’s schwierig, da man ja nur zwei Hände hat und dann einfach vertrauen muss.

 

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Und was taugt das Gerücht, mit Kindern könnte man nicht mehr so wohnen wie vorher? Von Bodenvasen et cetera müsste man sich trennen? Bei euch sieht es nicht aus, als sei alles extrem kindersicher gemacht worden oder habt ihr das nur gut getarnt?

Nee, wir haben eigentlich alles so gelassen, wie vorher. Nur die gefährlichen Dinge, wie Waschmittel, Geschirrspültabs oder Werkzeuge, die sind ganz nach oben gewandert, die Steckdosen sind gesichert. Alles andere ist geblieben. Klar muss man am Anfang aufpassen mit Ecken und Büchern aber, ich denke, man unterschätzt Kinder. Sie lernen ziemlich schnell und sind auch sehr vorsichtig, wenn man es ihnen beibringt. Auch unser 2jähriger isst jetzt schon mit Porzellangeschirr, weil er einfach auch lernen soll, wie man damit umgeht. Er findet es toll, wenn er „Verantwortung“ haben darf.

 


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Euer Blog Hauptstadtmutti ist wie eine tolle Freundin, die einem sagt: “Du siehst toll aus und mit deinem Kind machste alles genau richtig!” Wie erklärst du dir, dass aber leider viele Mütter untereinander oft so hart zueinander sind, sich ständig kritisieren, statt sich uneingeschränkt zu unterstützen? Wie schützt du dich vor solchen Frauen und Attacken?

Ich stelle mir dann immer vor, dass alle Mütter irgendwie zu wenig Schlaf haben und viel Verantwortung. Das hilft und wir haben gerade was ganz Tolles aus Wien geschickt bekommen. Esoterische Öle von Max and Me, die sind für ganz unterschiedliche Zwecke und auch gegen Missgunst oder Attacken von anderen. Wir probieren das gerade aus und berichten dann auf dem Blog.


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Apropos Träume – was hast du denn für welche für die nächsten Tage und Monate?

Träume? Immer. Wir wollen Hauptstadtmutti wachsen lassen, vielleicht ein Printprodukt dazu oder andere Produkte oder noch einen Blog. Wir haben unendlich viele Ideen.

 

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Jetzt haben wir fast vergessen über eure Wohnung zu sprechen –  was war und ist euch hier beim Einrichten und Wohnen am wichtigsten?

Das wir auf einen Nenner kommen. Mein Mann und ich haben schon irgendwie den gleichen Geschmack aber es gibt schon auch Unstimmigkeiten darüber, was wir wohin stellen. Wenn wir dann aber auf Anhieb beide etwas gut finden, dann sind wir immer total glücklich. Ansonsten ist unsere Wohnung eine Mischung aus Klassikern, Erbstücken, Flohmarktfünden und Billi-Regalen. Wir haben eigentlich schon eine recht typische Berliner Wohnung, viel Raum und wenig Zimmer und wollen das auch so lassen, also recht offen mit viel Platz zum Spielen.

 

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Und wie hast du deinen Rabauken klar gemacht, dass du es genau so gern hättest? 

Normalerweise ist das Spielzeug im Kinderzimmer, aber die ein oder andere Kiste wandert dann doch mal woanders hin, wird aber am Abend wieder zurückgeräumt. Wir räumen auch jeden Abend zusammen auf. Im Kindergarten hab ich mal mitbekommen, wie das die Erzieherinnen machen. In welchem Ton und mit welchem Satz sie die Kinder zum Aufräumen bringen. Das wende ich, wenn nichts mehr geht, an. Funktioniert! Die haben auch so eine Hotelklingel dafür aber das ist mir dann doch zu hart.

 

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Herzlichen Dank für den schönen Besuch bei dir, liebe Isa!

 

VormHaus

Fotocredit: Jules Villbrandt

49 Comments

  1. Antworten Monika Thiede 20. August 2014 um 08:37 Uhr

    Ein schönes Interview Steffi! Und ich habe mich direkt bei dir wohlgefühlt Isa. Was ich besonders sympathisch finde, du steht zu deinem Kabelsalat neben dem Schreibtisch 😀 . Ich glaube, ich muss mal ganz schnell mal in dein Blog schauen.
    Liebe Grüße
    Monika

  2. Antworten ChristinaInAustralien 20. August 2014 um 09:39 Uhr

    Tolle Frau. Tolle Wohnung. Vielen Dank!

  3. Antworten Anne 20. August 2014 um 10:09 Uhr

    oh icy mag ja den Blog schon so gerne! Danke, dass auch die Wohnung so sympathisch ist und nicht so geleckt und durchgestylt, wie manch andere… Da fühlt man sich auch mal wieder weniger verlottert. toll!

  4. Antworten Garten Fräulein 20. August 2014 um 10:28 Uhr

    Da kriegt man ja richtig Lust aufs Mama werden! Wirklich toll danke für den schönen Beitrag. LG, Silvia

  5. Antworten Juliane 20. August 2014 um 10:33 Uhr

    Ein großartiges Interview und eine ganz wunderbare Einstellung – das Buch muss ich mir glaube ich auch gleich mal zulegen 🙂
    Und natürlich ist die Wohnung der Hammer! Danke für die Einblicke.
    Herzlichst Juliane

  6. Antworten Anna 20. August 2014 um 10:39 Uhr

    Hallo Steffi,es geht in dem schönen Beitrag zwar gar nicht um Mode,aber ich hab mich trotzdem in die Schuhe verliebt,die Isa auf dem letzten Bild trägt

  7. Antworten Anna 20. August 2014 um 10:40 Uhr

    Meinst du,du kannst fuer mich rausfinden,woher diese Schuhe sind? Das wäre so toll!:-)) Liebe Grüße,Anna

  8. Antworten Alex 20. August 2014 um 10:47 Uhr

    Tolle Frau, tolle Wohnung – typisch Berlin 😉 und süße Kinder :))

  9. Antworten Kristina 20. August 2014 um 11:11 Uhr

    Liebe Isa, danke für den Beitrag. Deine Wohnung ist wunderschön und authentisch. Ich bekomne immer die Krise, wenn ich durchgestylte, aufgeräumte Wohnungen von Leuten mit Kindern sehe, d.h. eine unrealistische Momentaufnahme die einen unter Druck setzen kann 😉
    Wo gibt es denn das tolle Supermanposter aus Deiner Küche?
    Alles Liebe, Kristina

  10. Antworten Heike 20. August 2014 um 12:02 Uhr

    Also, scheinbar ist nicht nur mir sofort aufgefallen, dass diese fantastische Wohnung eben normal aussieht und auch mal ne Plastiktrinkflasche im Bild ist und der Kabelsalat und und und. Das macht sie doch gleich noch viel sympathischer, weil so ist das echte Leben doch, oder? Oft sind die gezeigten Wohnungen so super aufgeräumt (will ja jeder, klar), aber es tut so gut, wenn mal nicht alles so perfekt ist und man ahnt, dass diejenige wohl extra 2 Tage Urlaub genommen hat, die Kinder bei der Oma nächtigen mussten, damit der Zustand für die Fotos auch so bleibt. Hat so gut getan! Alles Liebe und viel Erfolg beim Umsetzen der vielen Ideen!

  11. Antworten Annika 20. August 2014 um 12:10 Uhr

    Wow…endlich mal eine “Mutti” in der ich mich wieder finde.
    Das Aufräumen klingt sehr nach mir…gemeinsame Mahlzeiten ohne Handys, der eigene Beruf, der einem mehr als wichtig ist, das Haus, das trotzdem noch so aussieht wie vorher, der Vater, der der Mutter in nichts nachsteht…und nicht zuletzt die Auszeiten, verschafft durch Oma&Opa: drei kleine Söhne und trotzdem mal ein Wochenende unterwegs, Ostern hoffentlich sogar eine ganze Woche zum Tauchen. Herrlich. Ich freu mich und kann mir gut vorstellen, dass viele Mütter giftig darauf reagieren. Die Müttermafia lauert überall – auch im Ruhrgebiet…
    P.S. Und ja…drei (kleine) Kinder auf zwei Erwachsene ist ein schlechter Betreuungsschlüssel, immer mal wieder!

  12. Antworten Anne 20. August 2014 um 12:54 Uhr

    @Kristina: die Antwortfunktion spinnt, also hier nochmal:
    “und ausserdem sind Borsten schön” von Nadia budde.
    habe auch das Poster gerade entdeckt! 🙂
    http://www.kinderpostershop.de/epages/61444106.sf/seca9ae9e976a/?ObjectPath=/Shops/61444106/Categories/Illustratoren/Nadia-Budde

  13. Antworten Coco 20. August 2014 um 13:13 Uhr

    Liebe Isa, liebe Steffi,
    aus dem wahren Leben gegriffen! Danke dafür! Das Aufteilen der Betreuungszeit mit KITA und Mann funktioniert bei mir ganz genau so wie bei Dir Isa (auch die gleichen Zeiträume C-:). Und das gibt wirklich unglaublich viel Luft und Zeit. Und funktioniert super!

    Grüße, Coco

  14. Antworten Kristina 20. August 2014 um 13:32 Uhr

    Danke. Gibt es dort auch als Postkarte 🙂

  15. Antworten Kristin 20. August 2014 um 14:29 Uhr

    Ja, sehr symphatisch- gestylt & trotzdem leben in der Wohnung Menschen!
    Toller Beitrag!!!
    Ich habe auch eine Fashionanfrage- das Jeanskleid ist toll- wo kann man das erstehen?
    Danke für Antwort! Liebste Grüße von Kristin

  16. Antworten Sophie 20. August 2014 um 15:31 Uhr

    Mal davon abgesehen, dass ich allen vorherigen Kommentaren zustimme. Aber steht da ein ECHO auf dem Schreibtisch!!! Wuahhh!

  17. Antworten Angelika 20. August 2014 um 16:50 Uhr

    Kommentar
    was anderes: auf woman.at, Abteilung Liebe, sind die Parallelfotos vom Bauch deiner Mama und deinem Bauch drauf.
    LG aus Innsbruck

  18. Antworten sophie 20. August 2014 um 21:35 Uhr

    Liebe Steffi, liebe Isa,
    ich lese Eurer beider jeweiligen Blog gerne, häufig und mit großem Vergnügen! heute dachte ich—gibts doch nicht??? ist Euch auch schonmal aufgefallen, daß irgendwie gefühlt alle, alle, alle Mami – Wohnungen, die sich auf Euren blogs finden lassen die gleichen Stühle zu haben scheinen? Kein Wohnzimmer- oder Küchentisch ohne Eames-Chairs…?Könnt Ihr Euch das erklären? 😉

    • Antworten Steffi 21. August 2014 um 18:53 Uhr

      @sophie: Ach echt? Haha, das ist die Eintrittskarte für unsere Blogs! Du hast keine Eames-Chair? Dann kommst du hier net rein! 😉

      • Sophie 21. August 2014 um 20:12 Uhr

        Nein, keine Eames Chairs bei uns bisher…
        Trage aber seit gefühlt immer schon den Wunsch, welche zu haben mit mir herum und jetzt grade akkut auch seit einigen Wochen den Plan durch Herz und Kopf, “endlich” tatsächlich welche zu erwerben… und seit dem achte ich da verstärkt drauf… Und sehe sie plötzlich Ü B E R A L L, selbst im Loungebereich bei Mc Café auf der Brenner- Autobahn ;-( ist wie das Phänomen mit den Kindervornamen. Meine mich zu erinnern, am Anfang meiner Studienzeit den Plan zu haben: sollte ich je mal Kinder haben und dann ein Mädchen… Dann heißt sie Ella. Und jetzt gibts allein nur bei uns in der kita F Ü N F Ella’s und ich hatte N I E mit jemandem darüber über meinen Plan gesprochen. Wir hatten alle irgendwie stillschweigend nebeneinander die selben Namens- Pläne… Und wohl auch alle die selben Stuhl-Wunschträume (Eames!) und bei beiden dachte ich jeweils lange zeit ich sei total Autark-individuell-Avantgarde mit meinen tollen Plänen (!!!) Dabei war ich ja ganz offensichtlich genauso “beeinflusst” wie wir alle, alle, alle… und frage mich, wie ich das eigentlich finden soll…
        Herzliche Grüße Sophie

  19. Antworten Julia 20. August 2014 um 22:02 Uhr

    Liebe Steffi, liebe Isa, unglaublich schöne Wohnung, interessantes Interview, tolle Frau etc.pp.: ich mag Eure beiden Blogs wahnsinnig gern und lese seit ich auch Mutter bin, echt viele Blogs zum Thema – aber eins muss ich loswerden: dieses “Mutter werden, Frau bleiben”- ich KANN es nicht mehr hören! Warum wird immer vorausgesetzt (nix für ungut), dass wenn man Mutter wird, man keine Frau mehr ist? Ich hab das Gefühl, das muss überall so krass betont werden, dass man doch ja das gleiche Leben weiterführen soll, muss, natürlich ist es noch toller als vorher, aber man will ja noch unbedingt High Heels und sexy sein etc.pp., damit man FRAU ist. Hallo? Also ich persönlich denke, man ist sowieso weiter Frau, das stellt einem niemand in Frage – und ob man es schafft, weiter so gestylt, gut informiert, mit genug Pärchentüdelü weiterhin etc. zu bleiben, tja, das wird man dann sehen. Aber jedenfalls muss keine zukünftige MUTTER in Deutschland fürchten, in die Falle zu tappen, NICHT auf all diese Dinge zu achten, weil ÜBERALL darauf hingewiesen wird: VORSICHT! SONST BISTE NUR NOCH MUTTER!
    (und wieder meine ganz persönliche Meinung/Erfahrung): Dass man als Mutter nicht mehr als attraktive Frau wahrgenommen wird, liegt ganz klar an den (deutschen) Männern! Ich sags Euch, in anderen Ländern wurde ich trotz Babybauch oder Kinderwagen nett angeschaut, in Deutschland schaut ein Mann durch einen durch, wenn er einen Kinderwagen sieht. Zumindest zu 90 %! Da kann man noch so schick aussehen (und Kind/KInderwagen gleich mit)…noch nicht mal aufm Spielplatz trauen sich die Väter ein bißchen zu flirten…
    Aber das ist ein anderes Thema. Ich musste mich nur kurz an dem Motto aufhängen. Hoffe, das ist okay!
    Ansonsten weiter so und liebe Grüße,
    Julia

    • Antworten Steffi 21. August 2014 um 19:26 Uhr

      @Julia: Liebe Julia, ich bin ja neu in dieser Mama-Welt, wusste gar nicht, dass dieses Motto so oft thematisiert wird. Ich versteh das nicht als Vorwurf an wen auch immer. Ich interpretier das Motto von Isas Blog eher als liebevolle Erinnerung an einen selbst, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, nicht zu vergessen, dass Sekunde, wie ging noch dieser schöne Spruch “Mama happy, Mini happy” ist. Einen gesunden Egoismus zu haben. Ich hab viele Mütter kennengelernt, die sich diesen Egoismus nicht trauen, die denken, dass es ihnen nicht zusteht, die sich nicht trauen, Zeit nur für sich beim Partner oder der Familie einzufordern.

      Um “sexy sein” geht es mir da gar nicht, viel mehr darum, mich in meiner Haut wohl zu fühlen. Nicht ständig auf die doofen, brüchigen Fingernägel zu gucken, sondern dank einstündiger Auszeit (der Mann schiebt das Kind) bei einer Maniküre hübsche Nägel zu haben, da gern hin zu gucken, mich schön zu fühlen/nicht mehr zu ärgern und ja, auch irgendwie wieder mehr Energie zu haben, um dem Wurm anschließend wieder meine volle Aufmerksamkeit zu geben. Dass wenn es dem Wurm nicht gut geht, so was wie eine Maniküre weit hinten ansteht, is’ auch klar. Sag ich nur lieber noch mal kurz zur Sicherheit. Das ganze Thema ist ja doch sehr sensibel wie ich immer wieder merke. 😉

      In der Berufswelt hab ich oft miterlebt, dass man sobald man Mama ist so einen Mama-Stempel aufgedrückt bekommt und eben nicht mehr auch als Frau/ gleichwertiges Mitglied der Arbeitsgesellschaft gesehen wird. Vielleicht steckt das auch noch ein bisschen in dem “Frau sein”-Thema drin und ich mag das Motto deswegen so gern. Und wer nicht berufstätig sein möchte als Mama – jede wie sie möchte! Ich würde deshalb niemals so was sagen wie “die ist NUR Mutter”. Überhaupt – ich finde, das muss jeder für sich entscheiden und alle anderen sollen mal schön die Klappe halten.

      Und das mit dem Flirten auf dem Spielplatz – das werde ich ganz bald mal testen! Echt, da wird nicht geflirtet? Da bin ich ja beruhigt! Ich finde Papas mit Kindern so niedlich, dachte schon, ich muss meinem ne ganz miese Spielplatzjacke schenken, damit er mir nicht geklaut wird! 😉

      So, Milchdracula schreit!
      Schönen Abend dir!
      Steffi

      • Julia 21. August 2014 um 21:54 Uhr

        Hallo Steffi,

        na klar, ich hab Dich glaub ich, schon richtig verstanden! 🙂 mein Kommentar war auch mehr allgemeint auf diesen Tenor aus/das Motto so alleine stehengelassen aus…
        Und Du hast total recht, im Berufsleben wird man gern ausgebremst (Männer werden nie gefragt, wie sie das hinkriegen, Familie und Beruf zu vereinbaren, nech)..
        Jaa, sich wohl in der Haut zu fühlen, ist total wichtig. Ich schaffe es seit Wochen nicht zum Frisör, zur Pediküre, zur Haarentfernung! Aber sicher bald irgendwann! Kindergarteneingewöhnung rulez. Ich kenne den Spruch “happy wife, happy life” 😉
        Wenn man das Kind/die Kinder mal nicht Vollzeit um sich hat, freut man sich umso mehr auf sie bzw. konzentriert sich viel lieber auf sie..Ohne diese ständigen Gedanken im Hinterkopf, ichmussdochnoch achunddasmussichnocherledigen etc.
        Daher finde ich, gute Kinderbetreuung ist das A und O für happy wife 😉 besonders wenn man weiter arbeitet! (ich bin selbständig)
        Tja und Dein Mann würde auch noch in ner unschönen Jacke angeflirtet werden, so wie ich den von Bildern beurteilen kann! 😉
        Genieß Deine Kleine und alles Liebe!

  20. Antworten Cathrin 20. August 2014 um 23:14 Uhr

    Hallo zusammen,
    eine Frage habe ich an Dich Steffi: Den Respekt und die Unterstützung, den Du von anderen Müttern einforderst für das Leben dass sie mit Ihren Familien leben, gibst Du selbst diese Unterstützung auch Müttern, die nicht arbeiten und 3 Jahre Elternzeit machen? Würde mich mal interessieren, es kling nämlich nicht so. Dem vorigen Kommentar von Julia schließe ich mich voll und ganz an. In meinen Augen sind solche Blog-Beiträge genau so kontraproduktiv im verständnisvollen und offenen Umgang von Müttern untereinander, weil der Druck auf die nicht Berufstätigen unter uns so ganz schön hoch ist und man immer das Gefühl hat, sich rechtfertigen zu müssen. Aber andersrum ist es ja genauso, ist das nicht absurd??? Jeder soll doch nach seiner Facon glücklich werden, oder?
    Ich habe meine Entscheidung übrigens nie bereut und freue mich auch schon sehr auf das was nach der Elternzeit kommt, was auch immer es sein mag.
    Herzliche Grüße und alles Gute für Dich und Deine Lieben,
    Cathrin

    • Antworten Steffi 21. August 2014 um 19:31 Uhr

      @Cathrin: Liebe Cathrin, ich bin genau deiner Meinung: jeder nach seiner Facon, unbedingt! Und jeder sollte das für sich entscheiden und alle anderen sollen mal schön die Klappe halten. Genau so! Herzliche Grüße, Steffi P.S.: Eine meiner liebsten Freundinnen hat sogar 4 Jahre Elternzeit gemacht! Hah! 😉

  21. Antworten Marianne 20. August 2014 um 23:34 Uhr

    I like! Isa und Wohnung! Nice!
    Wie war das mit der #verbeleibenendenbodenvasenzeit? 😉
    also ich sag immer alle sind eben anders und nach Kind 1, bei dem man absolut nichts verändern musste (bin da nicht der Typ für – finde auch so eckschutz und so komplett unnötig) kann bei Kind 2 aka dem kleinen rambo ans ich nichtmal am Tisch was stehen – da klettert er immer drauf. Wirft aber prinzipiell um sich.

    Liebe Grüße und hoffentlich weiter viel zu lesen von den Muttis samt Accessoires ;)))

  22. Antworten Franzi 21. August 2014 um 06:56 Uhr

    Liebe Steffi, ich schließe mich Julia an. Das Interview ist sehr interessant, aber ließ mich schon bei der Einleitung “…. da gab es auch keine Hausfrauen.Das ist eventuell der Punkt. Mir fällt es dadurch leichter, mich als Frau, statt nur als Mutter zu sehen…” schlucken. Mit anderen Worten, wer eine Hausfrau ist, ist eine “Übermutter” und keine Frau? Vielleicht lese ich auch das nur so und fühle mich etwas in eine Schublande gedrängt. Ich bin “DIE FRAU DES HAUSES” und ich bin eine FRAU. Ich habe meine Weiblichkeit nie verloren, geschweige denn mal in Frage gestellt, Warum auch? Ich gönn mir den Luxus zu Hause zu bleiben. Ich habe mich damals bewusst für “Heim und Herd” und gegen lange Betreuungszeiten in der Kita entschieden. Was nicht heißen soll, dass ich Frauen verurteile, die andere Modelle leben.
    Meine persönliche Meinung ist, dass Frau mit Kind = verlorene Weiblichkeit ein gemachtes Problem von Frauen und Medien sind.

    Das restliche Interview fand ich wieder super!!!!

    Ganz lieben Gruß
    Franzi

    • Antworten Steffi 21. August 2014 um 19:43 Uhr

      @Franzi & @Cathrin: Hallo ihr beiden! Ich glaub, Isa sieht das genau wie ihr. Jede Frau macht was ihr gefällt! Und am besten ohne die Entscheidungen der anderen (berufstätige Frau/ nicht berufstätige Frau/ Hausfrau/ Mutter/ Nicht-Mutter/ Mutter-von-nur-einem-Kind und und und) zu bewerten. Das wollen wir auf keinen Fall und tun wir auch nie zu sagen: “Du machst es richtig!”, “Du völlig falsch!” – das steht doch niemandem zu und wäre auch Kacke. Genau so sollten wir Frauen vielleicht uns hier und da auch locker machen und nicht immer gleich überall Angriffe auf unsere Lebensmodelle vermuten, nur, weil jemand mal sagt, ich lebe so und so und ich liebe es. Heißt doch nicht gleich, dass dann Lebensmodel B nicht genau so dufte ist und die andere was dagegen hat. Hoffe, ihr wisst was ich meine. Ich liebe es eine Frau zu sein und halleluja, seitdem ich ein Kind auf die Welt gebracht habe, finde ich uns Frauen noch tausend Mal geiler (dachte, eine Steigerung wäre gar nicht mehr möglich!), aber manchmal machen wir uns das Leben unnötig schwer. Wisst ihr was ich meine? Ab und zu könnten wir alle vielleicht einfach ein bisschen stolzer auf unsere Entscheidungen/ Lebensmodelle sein und sie leben statt sie vor imaginären und realen Angreifer/innen zu verteidigen bzw. das Gefühl zu haben, uns rechtfertigen zu müssen. Einfach mehr Selbstbewusstsein, weniger schlechtes Gewissen, oder? Hach, Männer können das doch so gut! Herzliche Grüße, Steffi

  23. Antworten Cathrin 21. August 2014 um 10:23 Uhr

    @Franzi: das sehe ich genauso, Du sprichst mir aus der Seele. In meinem Umfeld kenne ich natürlich viele Mamas, die das Thema Beruf und Familie ganz unterschiedlich leben und keine macht der anderen Vorhaltungen deswegen oder spricht abfällig über das jeweilig andere Modell. Letztendlich sind es doch überall die gleichen Sorgen und Freuden im Alltag die uns beschäftigen.
    Liebe Grüße,
    Cathrin

  24. Antworten Julia 21. August 2014 um 11:18 Uhr

    Ich muss hier noch was ergänzen: Isa sagt ja im ersten Satz “Für mich gab es nie diesen Unterschied zwischen Mutter und Frau. Mütter sind doch einfach Frauen, die Kinder haben.” – wo sie ja vollkommen recht hat 😉
    Ich wollte nur sagen, dass ich es so doof finde, dass immer extra gesagt werden muss “Du bist aber AUCH noch ne Frau” – na ist doch logisch, oder???! 😀
    Und das mit dem Hintenanstellen…nun ja, ich fände es auch einfacher für alle Mütter, wenn man einfach mal akzeptiert, dass man sich, mit Babys und kleinen Kindern für eine gewisse Zeit “hinten” “anstellen” MUSS. Ist so. Natürlich kann man bestimmte Bereiche seines Lebens weiterführen (nicht wie vorher. Es ist nie wieder wie vorher! Und das ist auch gut so) – aber nicht alles, und ja, alles wird anders. Oft die Prioritäten (und warum auch nicht?? Schließlich hat man ein Kind, wie großartig ist das denn!), die Ansprüche werden runtergeschraubt, oft möchte man gar nicht mehr soviel arbeiten, weil man sich auf dieses süße Wesen konzentrieren möchte! Spätestens mit 2 Kindern wird einem klar, man kann keine 8-10 Stunden am Tag arbeiten, ohne Betreuung, sonst hat man diese Zeiten halt nicht mit den Kindern verbracht. Ist aber okay. Wenn man sie betreuen lässt, ist es aber natürlich auch okay! Mach ich auch. Aber man muss sich entscheiden und allein das ist schon ein Unterschied zum Leben vorher (wie auch,hmm, mach ich mir jetzt nen Kaffee oder schreibe ich noch diese Email? Hmm oh das Kind schreit…). Man überlegt halt, was ist besser für mich, was ist besser für das Kind (denn das wird seine Bedürfnisse auch anmelden!)… es geht nicht alles. Kann man auch einfach akzeptieren. Zumindest nicht ohne Abstriche hier und da…Mir wurde gerade ein Wahnsinnsjob angeboten, den ich aber nicht machen kann mit 2 Kindern unter 3, weil ich dabei soviel reisen müsste, dass wir dann eine Vollzeit-Nanny bräuchten.. Tja. Zähneknirschend, aber ich hab es akzeptiert. Und auch mit einer gewissen Erleichterung, denn ich bin selbständig und da ist die Flexibilität, die man hat, wenn das Kind krank wird etc., doch größer..

    Allein dass wir hier diese Entscheidungsmöglichkeit haben, ist doch auch so ein Riesen-Privileg! Es ist hier alles (ich meine nicht diesen Blog, sondern die Grundeinstellung in ähnlichen Artikeln) so von dieser SORGE geprägt “Ogott, was ist wenn ich aus meinem alten Leben rausfalle, bloß nicht…” anstatt von der FREUDE “hurra, mein Leben hat sich verändert! Wie geil ist das denn! ich kümmere mich um mein Baby und das mit Freude und Zeit und Hingabe! Es geht nicht um MICH, es geht um UNS”
    (so jetzt hab ich genug Großbuchstaben verbraten, sorry ;-))!
    Einen schönen Tag allen Müttern und Noch-nicht-Müttern und Vielleicht-Müttern und Nie-Müttern etc. 🙂
    Julia

  25. Antworten Julia 21. August 2014 um 11:20 Uhr

    mein letztes PS: “Meine persönliche Meinung ist, dass Frau mit Kind = verlorene Weiblichkeit ein gemachtes Problem von Frauen und Medien sind.”@Franzi: ganz genau so seh ich es auch!
    jetzt ist aber Schluss..
    liebe Grüße, Julia

  26. Antworten MomPower 21. August 2014 um 12:01 Uhr

    Danke für das tolle Interview! Die Diskussion in den Kommentaren finde ich fast NOCH interessanter, denn das ist genau das, was in Deutschland fehlt: absolutes Verständnis untereinander und Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensmodellen. Darüber hinaus fehlen sehr oft die echten Wahlmöglichkeiten für Mütter, die immer auch Frauen sind. Viele Mütter haben gar nicht die Möglichkeit, nach ihren Möglichkeiten wieder arbeiten zu gehen, weil die Rahmenbedingungen nicht so gut sind wie in Isa’s Fall (Kinderbetreuung) oder weil es keinen passenden Job gibt. Hoffentlich wird das eines Tages anders sein!
    Herzliche Grüße
    Cathrin von MomPower.de

    • Antworten Steffi 21. August 2014 um 19:49 Uhr

      @MomPower: Jep, so ist es! Oder weil einfach gar kein Mann da ist, der einem vieles abnimmt. Der noch Nerven hat, wenn man selbst gerade keine mehr hat und und und. Für unsere Diskussion hier haben allein erziehende Mamas wahrscheinlich noch nicht mal Zeit. Die haben meinen größten Respekt. Ich bin so dankbar, dass ich sowohl das Schöne als auch Geschreie teilen kann. Herzliche Grüße, Steffi

  27. Antworten andrea 21. August 2014 um 13:27 Uhr

    Eine Frau, die man gern als Nachbarin hätte, schöne Wohnung, nette Lektüre! Ich finde den Beitrag schön, noch viel mehr aber die Diskussion. Die Unterscheidung in Frauen/Mütter ist meines Erachtens medial erfunden von Frauenheften, die Themen brauchen oder von Autorinnen, die ein Buch schreiben möchten (bitte keinen Angriff vermuten! Soll keiner sein!). Will nur sagen: KEINE/R in meinem Umfeld hat je den Gedanken geäußert, dass eine Mutter keine Frau mehr ist. Vor allem stört mich der darin implizierte Gedanke, dass eine Frau dann eine Frau ist, wenn sie Zeit hat, sich zu stylen und schick aussehend unter Menschen geht oder wilden Sex hat. Ich fühle mich auch als Frau, wenn ich im Schlabberlook und mit Fetthaaren auf dem Balkon hocke und seit 2 Monaten keinen Sex hatte.
    Dem Thema “Mutter werden, Frau bleiben” liegt ein schräges Frauenbild zugrunde.

    Und diese in den letzten Jahren öffentlich aufgekommene Frage “wie vereinbar man Job und Kinder” ist irgendwie komisch. Meine Mutter, meine Tanten, meine Omi waren alle immer berufstätig. Mal Vollzeit, mal Teilzeit. Das wurde nie thematisiert. Ich meine nicht, dass das keine tolle Leistung ist, die es nicht auch zu würdigen gibt. Klar kann man darüber sprechen, wie das gut gehen kann und welche Wege es gibt. Aber es medial ständig als Thema hochzuhalten, ist irgendwie banane. Oder Titel die GQ mit “Hilfe! Ich werde Papa… Wie bleibe ich Mann und halte auch meinen Job?”

  28. Antworten Sophie 22. August 2014 um 00:42 Uhr

    Noch ein Beitrag zur “Mutter werden – Frau bleiben”
    Disskussion. Isa’s “Hauptstadtmutti”-Blog war mein Einstieg in die Welt der “Mami-Blogs”… Der erste, der mir unterkam, mittlerweile lese ich einige, viele mit oft glücklicher Begeisterung…
    Ich finde nämlich schon: Es verändert sich eigentlich ALLES, in dem Moment in dem man Mutter wird. Diese totale Verschiebung von Zeitkontigenten, die Verantwortung die auf einen zuschwappt, die Erschöpfung der Anfangsjahre…
    Ich hab mich eigentlich gefühlt wie eine Schlange, die sich häuten muss und fand das auch durchaus einen schmerzlichen Prozess. Die ersten Monate hab ich auch noch Nägel lackiert 😉 wenn mal ein Zeitfenster aufging… Später verschwand das Bedürfnis, einfach weil andererseits drängender war… Eigentlich, finde ich, wird’s erst so richtig “brenzlich” mit dem Gefühl von drohendem Selbstverlust wenn die Kleenen so 1 1/2 sind und man 1 1/2 Jahre lang schlecht geschlafen hat und tagsüber selten für länger als 1 1/2 Stunden einen Gedanken entwickeln konnte und nur noch selten wie ” vor dem Mama werden” in aller Sorgfalt eine Sache zum Abschluss bringen konnte.

    Das alles hat weniger, finde ich, mit Frau sein oder nicht Frau sein zu tun, sondern vorallem mit der Frage: wieviel von der Person, die ich war, bevor ich Mama wurde, kann ich als Mama noch sein???

    Und da… Hat mir im Nachhhinein zb der “Hauptstadtmutti”-Blog von Isa immer viel Spaß gemacht, denn er zeigt er ja immer auch ein Stück Biographie. Man kann sich n bischen “inspirieren lassen”… “Wie macht die das denn eigentlich? Mit Job, Look, Kindern? Etc…” – das fand ich in der Phase des sich-orientierens am Anfang der Mami-Zeit echt schön! Irgendwie ermutigend! Und zum anderen hat mir immer das Gefühl von “Solidarität” total gefallen, das durch den Blog und ähnliche Blogs entsteht. Ich dachte oft ” hei, ja, mir fehlen Teile meines “alten Lebens” ( zb Montag Abend in die Chorprobe gehen! Das klappt bis heute nicht mehr…) aber… So isses nu jetzt eben und dafür hatte ich jetzt auch was neues dazu gewonnen: nicht nur den Zwerg und die vielen schönen Gefühle für ihn sondern auch diese schöne Solidarität mit anderen Mamis!
    Die “Hauptstadtmuttis”, die vorgestellt werden, sind ja nämlich schon, finde ich, -für ne “Mutti” sofort erkennbar – so angezogen, wie’s als Mutter “Sinn” macht, sich an zu ziehen. Macht einfach nicht mit allen Klamotten ( und Schuhen!!!) besonders viel Spaß, den Roller abends vom Spielplatz heim zu schleifen, oder das Kind in die Kita zu tragen!
    Und jedesmal wenn man aus dem Büro kommt erst mal umziehen macht auch keinen Spaß…

    Ich finde, man wird jemand anderes als Mutter. Ich würde nie wieder zurück wollen und wieder die sein, die NUR die schicken Ausgeh- und Büroköamotten trägt und wahnsinnig viel Zeit hat zum Schminken. Und die Haare machen und die Nägel und die Augenbrauen und und und … Ich bin das immernoch gerne ab und an… Aber ich bin genau so gerne die, die den Halben Tag draußen ist und wind und Wetter mit nimmt und das verdreckte Kind abends euphorisch nach Hause verfrachtet… Und dabei T R O T Z D E M Klamotten anhat, die Spaß machen. Dass das geht… Kann man sich bei Blogs wie Hauptstadtmutti “anschauen” und das find ich total schön!! Vielen dank, ihr lieben Mami- und jetzt- erst Mami-Blogger-Mädels dafür, dass ihr mit Eurer Zeit und den Mühen die Ihr Euch mit Euren Blogs macht uns anderen Mamis das Leben als Mamis ” schön zeichnet”: mir gibt das viel! Es macht Spaß und inspiriert mich und ich finde’s toll, dass ihr das macht!

  29. Antworten Julia 22. August 2014 um 11:39 Uhr

    @Sophie: “Eigentlich, finde ich, wird’s erst so richtig “brenzlich” mit dem Gefühl von drohendem Selbstverlust wenn die Kleenen so 1 1/2 sind und man 1 1/2 Jahre lang schlecht geschlafen hat und tagsüber selten für länger als 1 1/2 Stunden einen Gedanken entwickeln konnte und nur noch selten wie ” vor dem Mama werden” in aller Sorgfalt eine Sache zum Abschluss bringen konnte.
    Das alles hat weniger, finde ich, mit Frau sein oder nicht Frau sein zu tun, sondern vorallem mit der Frage: wieviel von der Person, die ich war, bevor ich Mama wurde, kann ich als Mama noch sein???”

    Genau das kann ich 1 zu 1 unterschreiben! Besonders auch “in aller Sorgfalt eine Sache zu Ende bringen” – haha! :)) Wieviel von der Person kann ich als Mama noch sein….mal mehr mal weniger?!

    Super Kommentar!

    • Antworten Marianne 22. August 2014 um 15:44 Uhr

      Da muss ich mich direkt noch anschließen! Fand die Babyzeit auch immer noch ziemlich Selbstbestimmt (kann man ja bei allem mitnehmen…) und so von etwa 1-fast 3 viel schwerer für mich als Individuum, eben wie gesagt: mal was fertig machen wär nett 😉
      LG

  30. Antworten Ananda 22. August 2014 um 22:27 Uhr

    Hallo alle zusammen,

    was für eine Diskussion! Ich habe zwei wunderbare Kids, 3 Jahre und 1 1/2 die das größte für mich sind und mich jeden Tag aufs neue staunen lassen darüber das das Leben solche Wunder hervorbringt…! Und egal ob als “berufstätige Frau/ nicht berufstätige Frau/ Hausfrau/ Mutter/ Nicht-Mutter/ Mutter-von-nur-einem-Kind und und und”

    Schlafentzug ist eine anerkannte Foltermethode!

    Und genau das macht uns das Leben hin und wieder etwas schwerer als wir es gerne hätten…

  31. Antworten Christina 26. August 2014 um 13:31 Uhr

    @Isa – Liebe Isa, sehr schöne, stylische, aber auch gemütlich Grißstadtwohnung! Da ich mal wieder unsere Kinderzimmer umdekoriere, würde ich mich freuen, wenn du mir einen Tipp geben könntest, wo ich schöne Lampen fürs Kinderzimmer finde. Auf dem einen Foto kann man eine graue Lampe erkennen ? Dürfte ich fragen, was das für eine ist ? Ganz lieben Gruß aus Frankfurt, Christina

  32. Antworten Christian 17. Oktober 2014 um 13:37 Uhr

    Das Poster/Lehrtafel mit der Lebensentwicklung ist ja genial!!

  33. Antworten Marion 28. Dezember 2014 um 15:53 Uhr

    Liebe Isa, mich würde interessieren, wo du den großartigen Sekretär gefunden hast? Bin schon länger auf der Suche nach einem so schönen Stück! Viele Grüße, Marion

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