Mein Lieblingsessen:

Heute mit Johanna vom Blog Pinkepank und ihrem köstlichen Spargel-Risotto mit Pinienkernen. Weil damit für den Moment einfach alles in Ordnung ist.

Lieblingsessen OhhhMhhh Pinkepank 3

Jetzt geht’s hier weiter mit meiner neuen “Mein Lieblingsessen”-Serie. Ich freu mich sehr, dass ihr die auch mögt. Dass Johanna, die unter ihrem hübschen Nachnamen Pinkepank bloggt, als Lieblingsessen Spargel-Risotto vorstellt, hat mich laut auflachen lassen. Weil: das ist noch eine weitere Gemeinsamkeit, die wir zwei haben und zack boum, gleich mochte ich sie noch ein bisschen mehr. Wir haben auch beide rötlich-braune Haare, sind schwanger, sie schon zum zweiten Mal und als ich sie das erste Mal getroffen habe, als sie mich ich weiß gar nicht mehr wo besucht hat, hab ich gedacht: Ach, ist die herrlich entspannt. Mit Kind und auch so. Und dann hat sie auch noch so einen Handbremsen-Hoch-Charakter, hält weder mit Zweifeln noch Begeisterung hinterm Berg, gibt einfach Vollgas. Johanna muss man einfach gern haben. Wetten, dass…?!

[herz steffi mitte]

Lieblingsessen OhhhMhhh Pinkepank

Die Zeit, in der ich mein Lieblingsessen kochen kann, ist begrenzt, nämlich auf ungefähr zwei Monate im Jahr – die Spargelzeit. Wenn es soweit ist und wir die ersten Stangen im Supermarkt oder auf dem Markt sichten, schreie ich vor Begeisterung auf und mein Freund verdreht die Augen. Er teilt meine Liebe für Spargel, naja, sagen wir, eher bedingt. Aber egal, da muss er durch – und wenn ich dann mein Spargelrisotto mit Pinienkernen gekocht habe und es auf dem Esstisch steht, findet er es meistens doch ganz gut.

Warum gerade Spargelrisotto mein Lieblingsessen ist, kann ich gar nicht so richtig erklären. Klar, einerseits liebe ich diese Mischung aus cremigem Reis mit würzigem Parmesan, knackigem Spargel und den nussigen Pininienkernen als Topping, aber hier spielt tatsächlich auch ein bisschen die Zubereitung eine Rolle. Dass man nach und nach die Flüssigkeit zum Reis gibt, am Besten am Herd stehen bleibt, um eben diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen, den Spargel, den man zwischendurch knabbern kann, den Duft von frisch gerösteten Pinienkernen…hach! Die Exklusivität von frischem Spargel ist vielleicht auch ein Grund, warum ich dieses Gericht zu meinem Liebling erklärt habe – Zutaten, die nicht immer zu haben sind, wecken schließlich Begehrlichkeiten, sind etwas Besonderes und werden dann auch automatisch als besonders gut und lecker wahrgenommen. Und ich liebe, liebe, liebe es, dass Risotto einfach immer gelingt, mir zumindest, ich weiß, dass das viele anders sehen und sich gar nicht erst an Risotto rantrauen. Dazu kann ich nur sagen: Los, traut euch, es lohnt sich! Und bei meinem Lieblingsrisotto hier sogar doppelt!

Lieblingsessen OhhhMhhh Pinkepank 4

Spargelrisotto mit Pinienkernen

Zutaten für 4 Portionen: 400 g grüner Spargel, 300 g Risottoreis,150 ml trockener Weißwein (150ml Spargelfond für Schwangere/Stillende), 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, 2 EL Butter, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss, Olivenöl, 2 EL Pinienkerne, 40 g frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:

1. Jeweils das untere drittel des Spargels schälen, die holzigen Enden abschneiden und den Spargel dann in einem knappen Liter kochendem Salzwasser 5 Minuten lang blanchieren. Die Spargelstangen herausnehmen, kalt abschrecken, die Köpfe abschneiden und die restlichen Stangen in dünne Scheiben schneiden. Den Spargelfond im Topf lassen, große Schöpfkelle bereitlegen.

2. In einer großen Pfanne (oder einem weiten Topf) das Olivenöl erhitzen, währenddessen die Schalotten und den Knoblauch schälen, fein hacken und im heißen Öl glasig schwitzen. Den Risottoreis dazugeben und ebenfalls glasig werden lassen, dann entweder mit dem Weißwein oder mit 150ml Spargelfond ablöschen. Den Herd auf mittlere Hitze runterdrehen, Deckel auf die Pfanne und den Reis kurz die Flüssigkeit aufnehmen lassen.

3. Die nächste Kelle Spargelfond dazugeben, unterrühren und zugedeckt den Reis wieder die Flüssigkeit aufsaugen lassen, zwischendurch immer mal wieder rühren und solange Spargelfond dazugeben, bis der Reis gar ist – er sollte außen weich sein, aber innen noch Biss haben.

Lieblingsessen OhhhMhhh Pinkepank 2

4. Den in der Zwischenzeit geriebenen Parmesan gemeinsam mit den Spargelringen und der Butter unter das Risotto mischen, gut mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen, vom Herd nehmen und mit dem Deckel noch 2-3 Minütchen stehen lassen.

5. In dieser Zeit in einer kleinen Pfanne ohne Fett die Pinienkerne anrösten, bis sie goldbraun sind und duften. Hier sehr aufmerksam sein, die Spanne zwischen goldbraun und schwarz ist minimal.

6. Das Risotto in Schalen anrichten, mit Parmesan und Pinienkernen dekorieren und genießen. Guten Appetit!

So, einen Grund, warum Risotto, im Frühling mit Spargel, im Sommer mit Zitrone oder frischen Kräutern, im Winter mit Fenchel, roter Bete oder Kürbis, mein Lieblingsessen ist, habe ich noch: Risotto macht mir so ein wohlig warmes Gefühl im Bauch, es fühlt sich einfach rundum gut an, es zu essen – kurz, wenn es Risotto gibt, ist für den Moment einfach alles in Ordnung.

Herzliche Grüße,

Johanna


13 Comments

  1. Antworten Sandra 9. Juni 2014 um 08:53 Uhr

    Ich liebe Spargel und auch deshalb, weil es ihn nur zu einer bestimmten Zeit gibt – genau wie Kirschen!
    Seitdem wir hier in Belgien leben, müssen wir leider feststellen, dass unsere Nachbarn nocht so große Spargelfans sind. Zähneknirschend stehe ich im Supermarkt und lasse den halbvertrockneten, an den Füßchen eingepackten Spargel dann doch liegen und plane ein Wochenende bei meinen Eltern am Niederrhein….!
    Gros bisou
    Sandra

  2. Antworten Sarah | feiertäglich 9. Juni 2014 um 09:17 Uhr

    Liebe Steffi, liebe Johanna, mhh jummy…tolles Lieblingsessen! Ich habe eine ganz ähnliche Schüssel in meinem Küchenschrank…nur der Inhalt fehlt. Ich denke, dass sollte ich dringend bald mal ändern. Danke für das leckere Rezept! Liebe Grüße, Sarah

  3. Antworten Claudia 9. Juni 2014 um 10:26 Uhr

    Liebe Steffi, liebe Johanna,
    lecker, lecker, lecker. Das wird gleich morgen nachgekocht.
    Mein Mann mag zwar auch nicht so gern Spargel –
    aber das find ich eigentlich ganz gut. Dann bleibt mehr für mich.
    Beste Grüße von Claudia
    (ebenfalls Spargelfan und schwanger, allerdings blond ; )

  4. Antworten ullatrulla 9. Juni 2014 um 10:56 Uhr

    Was für ein süßes Bild mit Bauch! Wenn mir jetzt jemand so ein Risotto kochen würde, könnte ich auch so aussehen. Nur mit dunklen Haaren, hihi.
    Liebe Grüße, Daniela

  5. Antworten Daniela 9. Juni 2014 um 11:01 Uhr

    Tolles Rezept!! Ich werd es mir direkt aufschreiben und die nächsten Tage ausprobieren 🙂

  6. Antworten Sabine LiebesSeelig 9. Juni 2014 um 13:18 Uhr

    Ein wunderbares Rezept! Ich liebe Risotto auch zu jeder Jahreszeit und in allen möglichen (und unmöglichen) Kombinationen – und mit Spargel wird’s ganz besonders toll!
    Wie gut, dass die Spargelzeit noch nicht ganz vorbei ist :-)!

    Liebst,
    Sabine

  7. Antworten AD vom Restaurant am Ende des Universums 9. Juni 2014 um 14:02 Uhr

    Spargel und Risotto sind ja für sich allein schon was ganz tolles!! 🙂

  8. Antworten Beate 9. Juni 2014 um 20:03 Uhr

    Zufälle gibts…ich habe gerade meinen Bruder in England besucht und seine bezaubernde Frau hat uns genau dieses Risotto gekocht, noch ein ,zwei Extrazutaten vielleicht aber sonst…einfach himmlisch. Und mein Mann hat kauenderweise gemurmelt “…das beste Risotto was ich je gegessen hab.” Da muss ich wohl demnächst mich doch mal ran trauen.
    LG aus der Hauptstadt

  9. Antworten Maria 9. Juni 2014 um 22:09 Uhr

    Oh, das klingt nach einem tollen Gericht!!
    Und es sieht auch so aus. Das muss ich mir unbedingt merken! ♥

    LG Maria

  10. Antworten Ninotschka 10. Juni 2014 um 19:22 Uhr

    Ein Lieblingsessen auch von mir… Ebenso gut: Pilzrisotto mit getrockneten Steinpilzen und frischen Kräutersaitlingen. Supergut! Für mich schmeckt’s aber am Besten ohne Knoblauch, weil dann die feinen Aromen vom Spargel/den Pilzen viel besser zur Geltung kommen. Zudem ganz wichtig: Der Fond muss die ganze Zeit auf einer eigenen Platte vor sich hin kochen, während man den nach und nach zugibt… Der Garprozess sollte nicht unterbrochen werden, wenn kältere Flüssigkeit hinzukommt, sonst wird’s schnell matschig. Außerdem ein (umstrittener) Grundsatz: Risotto muss bei uns unbedingt flüssig sein, d.h. vom Löffel tropfen… Also, am Schluss – bevor die Hochzeit mit Parmesan und Butter stattfindet und ein paar Minuten gemeinsames ziehen mit Deckel auf ausgeschalteter Platte angesagt ist – nochmal eine großzügige Kelle Fond drüber!

  11. Antworten Suse RevoluzZza 12. Juni 2014 um 08:13 Uhr

    Das ist ja ein Super-Rezept! Gleich Spargel in unserer Bio-Kiste fürs Wochenende bestellt! Ich glaube, statt Spargelfond nehme ich eingefrohrene Gemüsebrühe, sonst wirds den Kindern zu spargelig.
    Danke für den Tipp!

  12. Antworten Frederike 15. Juni 2014 um 22:19 Uhr

    Das hört sich richtig lecker an und muss unbedingt noch ausprobiert werden, bevor es keinen Spargel mehr gibt!
    Ich mag Spargel auch total gerne, vorallem den grünen.
    Danke für das tolle Rezept 😉

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