Wonach ist dir heute?

Hollerküchle

Aaaaalso, ich werde ja schon busy bee im Freundeskreis genannt und dachte: zwei Bücher im Jahr – wie krass cool ist das denn?! Ja, nix da! Das macht Lisa Nieschlag mit links! Die produziert nicht nur ein großartiges Koch- und Backbuch nach dem nächsten (Grüße aus meiner Küche: Leckere Geschenke selbst gemacht, DAYlicious, Anni kocht für Kinder, Anni kocht in Münster…), die hat auch noch ihre eigene Agentur (Nieschlag und Wentrup), bloggt regelmäßig (Liz & Jewels), gibt Workshops, fotografiert wie ‘ne Eins und gibt ihr Wissen weiter dann ist sie auch noch so nett und entspannt und unterstützt andere Frauen, echt jetzt! Ekelig, ne? Fuuurchtbar! Kaum zum Aushalten! Ih bah! Also solche Frauen machen mich echt, also echt, also wirklich, jetzt mal ehrlich, also – sehr glücklich! Hah! Weil: Lisa tut was liebt und ist damit sehr erfolgreich. Geht’s noch besser? Und weil das manchmal so leicht und locker klingt: nüscht da, dafür muss man ganz schön rocken, aber hey, dafür gibt es dann auch haufenweise glückliche Tage!

[herz steffi mitte]

Hollerküchle aufgegessen

Liebe Steffi,

Du hast mich nach meinem Lieblingsrezept gefragt. Da gibt es einige. Meistens kommen mir da süße Sachen in den Sinn. Und bei vielen ist ein Schuss Nostalgie dabei. Denn ich lande oft in meiner Kindheit und bei meiner Großmutter, die ihre sieben Enkel mit Rohrnudeln, Zwetschgenkuchen und Kaiserschmarrn verwöhnte. Als ich älter wurde, kam ich ihrer Kochkunst auf die Schliche. Es war die Butter. Die kam in alles hinein und zwar reichlich. Ausgebacken wurde in Butterschmalz! Kein Wunder, dass es so lecker schmeckte!

Letzten Sommer ging’s in die Berge nach Bayern. Der Holunder stand in voller Blüte. Eine weiße Pracht. Der Duft des blühenden Holunders versetzte mich sofort zurück in meine Kindheit. Die Magie der Düfte, Wahnsinn.

Meine Cousine und ich pflückten die Blüten, legten sie ein und machten Holundersirup daraus. Mit unseren Kindern mischten wir Eier, Milch, Mehl und Salz und tauchten die Blüten in den Teig. Nach dem Ausbacken wurden sie mit einer dicken Schicht aus Puderzucker bestäubt. Holunderküchlein sind nichts, was ich tagtäglich essen könnte und auch nach dem Verzehr von zwei Blüten bin ich mehr als satt. Aber da gibt es eben dieses ‚Etwas“, was sie zu einem besonderen Rezept für mich machen, ganz zu schweigen davon, dass sie ein absoluter Hingucker sind.

Das Foto ist eines meiner Liebsten. Bei dem fliegenden Puderzucker will ich gleich den Finger ausstrecken und mich wieder berieseln lassen. Er passt toll zu den fedrig-leichten Blüten in der Vase auf der alten Holzbank. Ein bisschen fühl ich mich wie in einer Schneekugel: geschüttelt und in einer kleinen ganz eigenen Welt!

So, hier nun aber das Rezept, damit alle gewappnet sind für den Sommer, wenn die Büsche wieder voll hängen mit weißen Blüten und die Kindheit ruft!

Liebe Grüße, Lisa

Lisa_Nieschlag

Holunderküchlein

Zutaten: 10-15 frisch aufgeblühte Holunderblütendolden, 2 Eier, 250 ml Milch, 1 EL Zucker, 1 Prise Salz, 150 g Mehl, Reichlich Öl (oder Butterschmalz) zum Ausbacken, Puderzucker

Zubereitung:

Die Holunderblüten mit langem Stiel pflücken, leicht ausschütteln, auf kleine Insekten prüfen und verwelkte Blüten abknipsen. Die Blüten am besten nicht waschen. Mehl in eine Schüssel geben und mit der Milch glattrühren. Eier, Zucker und Salz dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig 30 Minuten quellen lassen. Das Fett in einer Pfanne erhitzen. Die Holunderblüten am Stiel in den Teig tauchen und im heißen Fett schwimmend goldgelb backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, mit Puderzucker bestäuben und frisch servieren.

Und in dieser Küche zaubert Lisa ihre Köstlichkeiten:

Kitchen_1_Lisa_NieschlagKitchen_2_Lisa_Nieschlag

Fotocredit Portrait: Anna Haas, alle anderen Lisa Nieschlag

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Sabine LiebesSeelig 16. Juni 2014 um 08:30 Uhr

    Das Rezept liest sich toll, ausgebackene Holunderblüten hab ich seit Jahren nicht mehr gegessen – wird mal wieder Zeit :-)!
    Danke für die Anregung und die wunderbaren Bilder dazu!

    Liebst,
    Sabine

    Antworten
  3. Kreativmomente 16. Juni 2014 um 08:39 Uhr

    Ich liiiiiiiiiieeeebe Hollerkiachl!!!!!
    Nicht nur wegen dem Namen…. ;o)

    Einen guten Start in die neue Woche!
    Liebe Grüße
    Christine

    Antworten
  4. Kristina 16. Juni 2014 um 10:57 Uhr

    Liebe Steffi, ich dachte Du läßt Dich im Wellnessurlaub mit Schwangerschaftsmassagen verwöhnen. So viel zum Thema “busy bee” oder auch “wild working animal virus”. ;-))) Herzliche Grüße, Kristina

    Antworten
  5. Ina 16. Juni 2014 um 16:34 Uhr

    Du hast vergessen, dass Lisa auch noch Mutter ist 😉

    Antworten
  6. Frl. Wunderstolz 17. Juni 2014 um 06:11 Uhr

    Jaaaaaaaa, da ist schon was Wahres dran. Vor einem Jahr noch, hätte ich auch gedacht: “Wie per*ers ist DAS denn bitte? Warum macht die denn so viel auf einmal und lacht dabei noch?”
    Es geht um ein Gefühl. Das weiss ich heute, weil ich selbst angefixt bin. Es ist das Gefühl, genau DAS beruflich zu machen, was man liebt. Allen Unkenrufen zum Trotz, seiner Passion nachzugehen. Dann “arbeitet” man nicht mehr. Egal wieviel “Rush” Dich durch den Tag begleitet.
    Ich habe 4 grosse Sachen parallel laufen und irgendwie klappt das Alles.
    Guess what? Weil’s SPASS macht und sich einzig und alleine RICHTIG anfühlt.
    In diesem Sinne wünsche ich Dir zur wurmfangenden, unmenschlich frühen Uhrzeit, einen wunderschönen Wellness-Tag!
    Lot’s of love,
    Frl. Wunderstolz

    Antworten
  7. Claudia 17. Juni 2014 um 22:35 Uhr

    Liebe Lisa, liebe Steffi,
    ich habe diese Küchlein gestern gleich ausprobiert und ich kann nur sagen: Boooooa!
    Danke fürs Rezept! Mein kleiner Sohn fragte heute Mittag prompt:
    “Machen wir diese…, diese Huladings heut wieder?”
    Heute nicht. Aber morgen!
    Beste Grüße,
    Claudia

    Antworten

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