Wonach ist dir heute?

Der goldene Oktober. Wahrhscheinlich hätte ich im Oktober geboren werden sollen, ich bin nämlich ein echter Herbst-Mensch. Ich lebte eine Zeit lang in Boston und NeuEngland ist im Herbst das Paradies auf Erden. Kürbisse, Äpfel, Farben, Sonne und blauer Himmel, das ist für mich Oktober. Zum ersten Mal den Kamin wieder anmachen, heiße Schokolade trinken, sich in einen schönen Greengate-Plaid mumifizieren und eine Inga-Lindström-Schmonzette einschalten. Genau meine Jahreszeit. Und kochen mit den Jahreszeiten ist ja gerade enorm in aller Munde und aller Magazine. En Vogue ohne Ende. Erntefrisch macht immer Sinn und lokal gekauft sowieso. Also ab in den eigenen Garten oder dem netten Obstladen umme Ecke.


Diese Cupcakes könnt Ihr mit  Frischkäsefrosting servieren, mit Sahne oder einfach Puderzucker darüber geben. Schmecken auch sehr sehr gut, wenn sie noch leicht warm sind (dann gerne Vanilleeis dazu). Easy to bake, sehr feiner saftiger Teig, frisch durch die karamellisierten Äpfel, mehr geht nicht. Und wenn Apple Zimt meetet, dann ist das Glück perfekt. Die passen noch viel besser zusammen als Gretchen Haase und Herr Dr. Meier, Posh und Becks, TomKat oder Marianne und Michael.

Apple Pie Cupcakes mit Cinnamon Creamcheese Frosting
Rezept (für ca. 12 Stück)
Zutaten:

120g Mehl
1 TL Backpulver
etwas Zimt
eine Prise Salz
125g Butter, zimmerwarm
170g Zucker
2 Eier
Vanillearoma
abgeriebene Orangenschale nach Geschmack
120ml Milch

1,5 Äpfel, in sehr feine Scheiben geschnitten
40g Zucker
1,5 EL Butter

1.) Backofen auf 165°C vorheizen, Muffinform mit Muffinpapierbackförmchen jeglicher Couleur auskleiden.
2.) Für die Äpfel Zucker und Butter erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Äpfel hinzugeben und ca. 8-10 Minuten lang köcheln lassen, bis leicht karamellisiert. Aus dem Topf nehmen und während Ihr den Teig zaubert, abkühlen lassen.
3.) Für den Teig Mehl, Backpulver, Zimt und Salz mischen, zur Seite stellen.
4.) Butter und Zucker mit dem Mixer schaumig rühren, dann Eier hinzufügen, Vanillearoma, Orangenschale und schließlich die Milch. Aber bitte nicht zu viel des guten. Feine saftige fluffige Cupcake-Teige nehmen es einem verdammt übel, wenn man sie schleudert wie in dem Breakdancer auf der Kirmes (MICH bekommt da auch niemand mehr rein). Nur so lange rühren, bis alles gerade so vermischt ist.


5.) Teig in die Förmchen füllen, zu ca. 2/3 voll. Apfelspalten je nach Naturell oder Stimmung des Bäckers fächerförmig oder kreuzundquer darauflegen, in den Ofen und ca. 16-20 Minuten lang backen. Bis …. Quizfrage…. bis wann? Riiiichtig. Bis kein Teig mehr am Stäbchen bleibt und das Zertifikat “gut so” vergeben werden kann.
6.) Auskühlen lassen, bevor das Frosting oder Sahne darauf kommt. Oder warm sofort vertilgen, heimlich hinter der Tiefkühlschranktür stehen und noch einen Löffel Vanilleeis hinterher werfen.

Als Frosting eignet sich bspw. das Frischkäsefrosting mit Zimtnote:

4 EL Butter (zimmerwarm)
115g Frischkäse Doppelrahmstufe (zimmerwarm)
240g Puderzucker (gesiebt)
Vanillearoma/-extrakt
Zimt

Butter und Frischkäse mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer verrühren, dann Puderzucker Esslöffelweise hinzugeben. Vanillearoma und Zimt nach belieben.

Viel Spaß beim Nachbacken und hübsches Wochenende.
All the love in the universe,

Jeanny

Und wie immer herzlichen Dank an meine Fotografin Jessica Preuhs, die das entzückende Bild in Schürze von mir gemacht hat.

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Roboti 24. Oktober 2010 um 12:18 Uhr

    Die muss ich versuchen! Danke fürs Rezept!

    Antworten
  3. Victoria 24. Oktober 2010 um 18:07 Uhr

    hm, wie lecker! und wie toll deine fotos dazu immer aussehen, ich bin begeistert. leider werde ich wohl in nächster zeit nicht dazu kommen, die nachzubacken – seit dem 18.10. bin ich nämlich Mami 🙂 die leckeren cupcake-rezepte hier haben mich durch die schwangerschaft begleitet und offensichtlich zu meiner guten ernährung beigetragen – der kleine ist nämlich kerngesund und as sweet as a cupcake 😉
    vielleicht leite ich den ooohmmmh-link einfach an meine freundinnen weiter, in der hoffnung, dass sie mir mal ein paar cupcakes vorbeibringen 🙂
    liebe grüße
    vici + little j ^^

    Antworten
    • Virginia 24. Oktober 2010 um 18:24 Uhr

      oh. ohhhh. unser cupcakebaby ist da, wie schön 🙂 und wie spannend für dich. herzlichen glückwunsch euch. genieße die zeit und lass dich wirklich umsorgen und bebacken. das gehört so. lebt euch gut zusammen ein und alles gute!!!

      j

      Antworten
  4. lou 25. Oktober 2010 um 13:35 Uhr

    oooooooooooooooooooohhhh.. leeecckkker!!

    Antworten
  5. gudrun 25. Oktober 2010 um 23:42 Uhr

    Vielen Dank für das super leckere Rezept! Ich hab’s heute für Gäste ausprobiert und es schmeckte genauso gut wie die Fotos und dein netter Text versprochen hatten!

    Antworten
  6. Sabine 18. November 2010 um 19:03 Uhr

    Hallo, habe noch keine Erfahrung mit den cupcake, also hier meine Frage muß ich das Frischkäsefrosting nochmal nachdem ich es auf die cupcakes getan habe in den Kühlschrank geben? Und wie lange darf das Frosting überhaupt auf dem cupcake sein? VG Sabine

    Antworten
    • Virginia 18. November 2010 um 21:42 Uhr

      Hallo Sabine, wenn die Cupcakes nicht sofort gegessen werden, würde ich sie auf jeden Fall in den Kühlschrank stellen. Da ist Frischkäse ja eigentlich am liebsten. Am besten aber ein halbes Stündchen vor dem Verzehr rausholen, sonst ist das Frosting zu kalt und hart. Das Frosting hält sich – wenn im Kühlschrank aufbewahrt – ca. 2 Tage. Ob auf dem Frosting oder noch nicht 🙂

      Viel Spaß beim Nachbacken!
      J

      Antworten
  7. Miriam 29. November 2010 um 00:58 Uhr

    Hallo! Wir haben grad die ersten dieser Cupcakes veputzt. Ich glaube die werden zum Buero-Backwettbewerb genommen. Obwohl mein Mann ja die Apfelmus-Spice Cupcakes auch super fand. Wichtige Frage an die Expertin : Wie verhinder ich, dass das Papier so sehr an den Dingern klebt. Jeder Kruemel ist Gold wert.

    Antworten
    • Virginia 29. November 2010 um 08:14 Uhr

      das ist eine sehr sehr gute frage. manchmal passiert es, manchmal nicht. und das bei ein und demselben rezept. es beschleicht mich demnach das gefühl, es könnte an den papierförmchen themselves liegen. genau so, wie manche förmchen sich mit fett vollsaugen, andere wiederum nicht. wenn man förmchen bei amerikanischen herstellern kauft, lohnt es sich immer, auf das prädikat “grease-proof” zu achten. ich werde mal nachforschen, miriam.

      schönen woche dir!
      j

      Antworten
Mehr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht
* Erforderliche Felder sind markiert