Ein Mahl etwas Gutes:

Heute gibt es eine kleine innere Heizung zu essen – ein ganz einfaches Curry. Aus 5 Zutaten. Also… fast! Lynn Hoefer erklärt, wie’s funktioniert.

Wäre ich ein typischer Food Blogger, dann hätte ich das Curry heute wirklich so genannt – eins aus nur 5 Zutaten! Wir Food Blogger können nämlich nicht so gut zählen. In den meisten Fällen könnt ihr sicher sein, dass ein 5-Zutaten-Rezept immer noch einige nicht aufgelistete Lebensmittel enthält. Häufig kommen da sogar eine ganze Menge zusammen, denn Food Blogger vergessen beim Zählen herzlich gerne in ihren Augen banale Zutaten wie Öl oder Knoblauch .

Nehmt beispielsweise mein heutiges Rezept. Wie gerne hätte ich es 5-Zutaten-Curry genannt: Kartoffeln, Brokkoli, Kokosmilch, Spinat und Thai-Curry-Paste. Man, hättet ihr mich gefeiert, oder? Ein Curry aus nur fünf Zutaten?

Nur bin ich eine ehrliche Haut und will euch nichts vormachen: Knoblauch, Öl und etwas Gemüsebrühe lassen das Curry einfach tausendmal aromatischer schmecken. Auf einmal sind wir also schon bei acht. Auch ein Schuss Sojasauce oder Honig intensiviert den Geschmack noch einmal um Welten. Dann muss das Curry ja auch noch mit Reis serviert werden, was uns auf insgesamt 11 Zutaten bringt. Seid ihr jetzt schon raus? Ich hoffe nicht, denn dann würde euch dieses Life-Changing-Rezept entgehen.

Zum Schluss träufle ich gerne noch frischen Limettensaft über jede Portion, da man dann weniger nachsalzen muss und es den Geschmack noch intensiviert…ups, da waren es dann doch zwölf…

Im Grunde meinen wir Food Blogger es ja auch nur gut. Wir wollen zum Kochen animieren, weil das Spaß macht. Ja sogar Stress abbauen soll es können. Nur vergessen wir dabei häufig, dass nicht jeder so viel Zeit in der Küche verbringen will und kann wie wir. Deshalb habe ich versucht, dieses Curry so simpel wie möglich zu halten ohne dabei auf intensiven Geschmack zu verzichten. Die Zubereitung beläuft sich auf 40 Minuten, inklusive Schnibbeln. Ehrenwort!

Nun hoffe ich natürlich, dass euch das Rezept genauso gut gefällt wie das letzte und ich eure Kreationen bei Instagram und Facebook bewundern kann. Das letzte Feedback war wirklich der Hammer – ihr seid die besten!

Ach so: und noch etwas kann dieses sensationelle Curry, es schmeckt nicht nur super, es heizt auch von innen. Toller Nebeneffekt, wenn es jetzt bald viel kühler wird, oder?

Das Rezept ist für vier Personen oder zwei, die es gleich zwei Tage nacheinander essen möchten!

Zutaten:

2 EL natives Olivenöl

2 Knoblauch-Zehen

1 – 2 EL Rote Thai-Curry Paste (je nachdem wie scharf ihr es mögt)

900g Kartoffeln

400g Brokkoli

800ml Kokosmilch

250ml Gemüsebrühe

2 EL Sojasauce

1 EL Honig

100g Blattspinat

250g Vollkornreis

2 Limetten (optional, aber ohhh…mhhh)

 

Zubereitung:

Kartoffeln ungeschält waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Brokkoli waschen und in kleine Röschen schneiden. Knoblauchzehen fein hacken. Den Spinat waschen und abtupfen.

Olivenöl in der Pfanne erhitzen und Knoblauch und Thai-Curry-Paste darin anbraten. Die Kartoffelstücke dazugeben und ebenfalls eine Minute anbraten. Mit der Kokosmilch und der Gemüsebrühe ablöschen und die Brokkoli-Röschen dazugeben.

Das Curry circa 25 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. In dieser Zeit 500ml Wasser zum kochen bringen, den Reis dazugeben und 25 – 30 Minuten köcheln lassen.

Sobald die Kartoffeln bissfest sind, den Spinat kurz unterrühren bis er einfällt und das Curry mit der Sojasauce und dem Honig abschmecken. Nach dem Servieren auf jede Portion ein Schuss Limettensaft träufeln und sofort genießen.

 

Guten Appetit!

Weitere Curry-Rezepte findet ihr übrigens auf meinem Blog – ich freue mich auf Euch!

Lynn

Text & Bilder – Lynn Hoefer

7 Comments

  1. Antworten Melanie 23. Oktober 2017 um 10:25 Uhr

    Hi Lynn,

    das Rezept hört sich super an! Ich hab fast alles Zutaten hier, nur die Curry Paste fehlt. Hast du vl eine leckere Alternative? Das wäre toll, dann kannn ich nämlich sofort anfangen…

    Vielen Dank und liebe Grüße von Melanie

    • Antworten Lynn 23. Oktober 2017 um 10:35 Uhr

      Hallo Melanie,
      um weniger Zutaten in der Liste zu haben, habe ich hier die Curry-Paste erwähnt. Du kannst es aber auch ohne machen. Das brauchst du anstatt:
      1 daumengroßes Stück Ingwer
      2 TL Ingwerpulver
      2 TL Kurkumapulver
      2 TL ganze Kreuzkümmel-Samen oder gemahlenen Kreuzkümmel
      1 kleine Chili (oder 1/4 TL Cayenne-Pfeffer, oder 1/4 – 1/2 TL Pfeffer oder einen TL Chili-Paste, irgendwas, was ein bisschen anheizt)
      Die Kerne der Chili mit Handschuhen entfernen. Den Ingwer und die Chili fein hacken. Alle Gewürze vermengen und zusammen mit dem Ingwer, Chili und Knoblauch im Olivenöl erhitzen damit sich das Aroma entfaltet. Dann einfach wie in der Anleitung steht weiterkochen.
      Das Curry ist dann eher orientalisch und nicht asiatisch wie mit der Curry-Paste. Aber schmecken tut es trotzdem fantastisch!
      Ich hoffe das hilft dir! Wenn du nicht alle Gewürze im Schrank hast, dann improvisiere: süßes Paprikapulver, Curry-Pulver, etwas Zimt…da gibt’s kein richtig oder falsch. 🙂
      Liebe Grüße,
      Lynn

      • Melanie 23. Oktober 2017 um 11:26 Uhr

        Wow! Das klingt ja toll! Werde vl noch Zittonengras ergänzen für den Thaigeschmack.
        Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort 😀 LG!

  2. Antworten Martina R. 23. Oktober 2017 um 13:22 Uhr

    Hallo Lynn,
    klingt sooo lecker und steht jetzt für nächstes Wochenende auf dem Plan – habe gestern sechs Portionen vorgekocht (schnelle Asia-Pfanne und Gemüsespaghetti mit Mandeldrinksosse und Schafskäse).
    Welchen Vollkorn Reis benutzt du? Meiner muss nämlich 40 Minuten kochen. Und könnte ich den nicht weglassen?

    • Antworten Lynn 24. Oktober 2017 um 07:25 Uhr

      Hallo Martina,
      Oh yay – schick mir gerne ein Bild, wenn du es gekocht hast! Ich benutze ganz normalen Naturreis, also nicht den vorgekochten und der ist bei mir immer schon nach 25 – 30 Minuten gar. Kann aber sein, dass es da Unterschiede gibt. 40 Minuten ist ja auch noch im Rahmen :).
      Ganz liebe Grüße,
      Lynn

  3. Antworten Katharina 23. Oktober 2017 um 18:12 Uhr

    Wie viele Portionen sind das ungefähr?

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