Wonach ist dir heute?

Ich hatte sie lange nicht beachtet. Meinen Cupcake-liebenden Backrezepte-Blick erhobenen Hauptes an ihnen vorbeiziehen lassen, was gar nicht so leicht war in den letzten Monaten. Denn Whoopie Pies machen sich gerade daran, den geliebten kleinen Cupcakes das Prinzessinnen-Krönchen abzunehmen und man sieht sie in allen wunderschönen Foodblogs.

Sie sehen aus wie Prinzen-Rolle-Kekse, Kuchenwhopper oder wie meine liebe Freundin Swantje sagte Riesenmacarons, nur mit dem Unterschied, daß hier Küchlein im Amerikaner-Style gebacken und dann wie ein Sandwich dank leckerem Frosting verbunden werden. Man könnte sie auch Inside-Out-Cupcakes nennen. Warum sie so heißen, wie sie heißen, ist kuchengeschichtlich noch umstritten, aber unumstritten ist: ich werde sie nicht mehr übersehen und die tausend Gestaltungsmöglichkeiten vollends auskosten.

Jeden nur erdenklichen Kuchen kann man zu Whoopie Pies machen: Schokoladenkuchen, Sandkuchen, Möhrenkuchen, Red Velvet, den Teig mit Schokotröpfchen veredeln oder Nüssen. Das Frosting in der Mitte kann das heißgeliebte Frischkäsefrosting sein, Nutella-Buttercreme oder Marshmallow-Fluff. Wer dann noch so lustig ist wie ich, kann das ganze dann noch in Zuckerperlen wenden, mit Blaubeeren füllen oder halb in flüssige Schokolade dippen. Man merkt schnell: ich bin im Whoopie Pie – Fieber und meine erste Erfahrung mit dem Kuchenwhopper möchte ich Euch nicht vorenthalten, denn der war DELIZIÖS, dank der Buttermilch sehr saftig und hat meine eine ganze kleine Familie begeistert.

Chocolate Whoopie Pies (Rezept von http://www.joyofbaking.com/WhoopiePies.html, für ca. 6-8 Whoopie Pies, je nach Grösse)

Zutaten:

170g Butter

150g Zucker

1 Ei (groß)

Vanille-Extrakt

60ml Buttermilch

120ml lauwarmes Wasser ODER lauwarmer Kaffee

230g Mehl

75g Backkakao

1 TL Backpulver

1/4 TL Natron

1/4 TL Salz

1.) Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen, zwei Backbleche mit Backpapier versehen.

2.) Butter und Zucker schaumig rühren. Dann das Ei und die Vanille hinzufügen. Alles gut bei mittlerer Stufe vermixen.

3.) Buttermilch mit Wasser bzw. Kaffee mischen.

4.) Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz gut vermischen, evtl. sieben.

5.) Abwechselnd Buttermilch- und Mehlmischung zum Teig hinzufügen und schön verrühren.

6.) Den Teig auf die Backbleche geben. Jetzt wird es ein bisschen tricky, denn die kleinen Teilchen werden plötzlich beim Backen sehr groß. Ich empfehle deswegen, nicht mehr als 6 Stück auf ein Blech zu geben und ihnen genügend Abstand untereinander und vom Backblechrand zu geben. Sonst verbünden sich die Schokoteige zu einer großen Schokoplatte. Was vielleicht auch nicht schlecht schmecken muß, aber wenig hübsch aussieht. Ich habe das Gefühl, das funktioniert am besten mit einem Eisportionierer, denn dann ist man sicher, dass alle Whoopiepie-Hälften gleich groß sind und sie haben eine schöne runde Form. Wer keinen Eisportionierer in seiner Küchenschublade hat, kann das auch mit Esslöffeln gut bewältigen.

7.) 9-10 Minuten lang backen und vollständig auskühlen lassen.

8.) In der Zwischenzeit das Frosting zubereiten. Ich liebe Frischkäsefrosting und habe daher mein Standardrezept hierfür genutzt: 25g zimmerwarme Butter mit 50g Doppelrahm-Frischkäse und 250g Puderzucker vermischt.

9.) Frosting auf die flache Unterseite eines Whoopie Pies sprühen/streichen und dann mit einer zweiten Hälfte belegen. Wenn sie nicht sofort verzehrt werden, einfach noch mal kurz in den Kühlschrank stellen wegen des Frostings. Ansonsten: Verzieren, wonach das Herz gerade kräht oder pura natura essen.

Viel Spaß beim Nachbacken und

all the love in the universe,

Jeanny

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Hedi 24. August 2011 um 07:42 Uhr

    Sehr hübsch sind deine kleenen Pies. SChmecken die eher nach Keks oder Kuchen?

    Sonnige Grüße, Hedwig

    Antworten
  3. Nadine 24. August 2011 um 07:58 Uhr

    Die sehen so aus als würden sie eher nach Kuchen schmecken 🙂

    Delicious!!!

    Direkt gepinnt!

    LG
    Nadine

    Antworten
  4. nike 24. August 2011 um 08:17 Uhr

    die sind mir in diversen blogs auch schon über den weg gelaufen. schöne bilder, sehen zum anbeissen aus. allerdings bin ich immer noch geflasht von dem hübschen buch, das gestern auch als nachtlektüre herhalten musste. 🙂 ich mag es sehr! merci!
    einen schönen sonnigen mittwoch,
    libste grüße,
    nike

    Antworten
  5. Manuela 24. August 2011 um 08:50 Uhr

    Wow, die sehen toll aus! Kein Wunder dass sie den hübschen Cupcakes Konkurrenz machen. Das muss ich unbedingt mal nachbacken!

    Antworten
  6. marla 24. August 2011 um 09:10 Uhr

    Haps, ich brauche unbedingt einen Red Velvet Whoopie Pie. Noch nie in Bäckereien gesehen, also selber nachbacken.

    Liebe Grüße aus B.
    Marla

    Antworten
  7. Fee 24. August 2011 um 10:10 Uhr

    Ich habe auch schon zweimal Whoopie Pies gebacken. Die sind sooo lecker und so praktisch. Man macht sich nicht dreckig beim Essen :)! Das Rezept für meine Kürbis-Whoopies hatte ich noch adaptiert(http://feeistmeinname.blogspot.com/2010/10/kurbiscremeschnittchen-aka-verungluckte_10.html), die Zitronen Whoopies habe ich dann mehr oder weniger selbst entwickelt (http://feeistmeinname.blogspot.com/2011/07/jetzt-guck-doch-nicht-gleich-so-sauer.html). Das geht echt total einfach… Mjam, jetzt habe ich da wieder Lust drauf :)!

    Antworten
  8. Nicki 24. August 2011 um 10:40 Uhr

    Ui wie toll … die sehen total köstlich aus und vor allem, es sind mal nicht so viele, also auch mal für den “kleinen Hunger” zwischendurch!! 😉

    Werd ich ausprobieren …

    LG
    Nicki

    Antworten
  9. Summi 24. August 2011 um 10:44 Uhr

    Jeanny, bis jetzt warst du meine Cupcake-Queen, jetzt auch meine Whoopie-Queen… Danke für deine tollen Rezepte. Ich drucke sie mir aus (auch wegen deiner tollen Fotos) und sammle sie ganz altmodisch in einem hübschen Ordner!LG aus LG, Summi

    Antworten
  10. Ivonne 24. August 2011 um 12:25 Uhr

    Die Idee mit den Perlen finde ich sehr bezaubernd. Wie immer 😉

    Antworten
  11. Anni 24. August 2011 um 13:05 Uhr

    Jammi! Jammi, jammi, jammi!
    Dabei wollte ich mich doch in nächster Zeit mal ein bisschen gesünder ernähren…
    Hmm. Vielleicht mache ich ‘ne Ausnahme für die hübsch anmutenden Dinger. 😉

    Antworten
  12. Gini 24. August 2011 um 20:03 Uhr

    Kann man die auch mit dem aktuellen Lieblings-cupcake-Muffin-was-auch-immer-Rezept machen? Oder laufen die mir dann zu sehr auseinander?

    Antworten
    • Virginia 24. August 2011 um 20:51 Uhr

      Hallo Gini, das kann man pauschal nur sehr schwer beurteilen. Wichtig wäre wohl, daß es ein eher zähflüssiger Teig ist und die Teige unterscheiden sich in ihrer Konsistenz ja manchmal erheblich. Auch bezüglich der Backzeit muß man ein wachsames Auge haben, aber wie ich immer sage: einfach probieren. Hast Du einen bestimmten Muffin/Cupcake hierfür im Auge?

      Liebe Grüße, Jeanny

      Antworten
      • Gini 25. August 2011 um 15:58 Uhr

        Mhmm nicht direkt…Ich nehme mal an dass zB dein chai-cupcake oder der mit Lavendel aufgrund der Milch zu dünn sind. Aber ich werds mal mit irgendeinem Teig von festerer Konsistenz probieren und dir Bescheid geben 🙂

  13. Katrin 24. August 2011 um 21:23 Uhr

    Wow, die kannte ich noch gar nicht! Die Idee ist echt super, das muss ich mir unbedingt merken 🙂

    Danke fürs Teilen!

    Antworten
  14. niner // We Choose Organic baking Blog 29. August 2011 um 22:34 Uhr

    mmhmmmmm ICH LIEBE whoopie pies!

    Sehen super yummy lecker aus, vielen Dank für den tollen Blogpost.

    Liebste Grüße from one baker to another 🙂
    niner 🙂

    Antworten
  15. Rina 11. März 2012 um 14:46 Uhr

    hey 🙂
    wunderbares Rezept hab es etwas abgeändert und ich muss sagen die Dinger machen süchtig ! Total saftig und schokoladig, herrlich !
    Liebe Grüße und vielen Danke den Beitrag war mein Startprojekt !:-*

    Antworten

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