Komm se rein, die Haustour:

Herzlich Willkommen Daheim bei Familie Kohlhoff, die das großartige Kinder-Modelabel macarons betreiben. Ein Interview um Mitternacht, zur heiligen Zeit, wenn die Kleinen schlafen…

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Liebe Julie, Danke für die schönen Fotos von euch. Hast du meine Interview-Fragen bekommen, bist du noch wach?

Liebe Steffi, es ist 0:19 nachts und nicht unüblich mich zu dieser Uhrzeit noch am Rechner anzutreffen. Mit zwei kleinen Kindern 4 und 1, ist vor allem die Zeit wenn beide schlafen heilig und wird von mir alternativ mit Arbeit für unser Label macarons, Yoga, Paarzeit oder Telefon/Freunde belegt. Heute Abend war hier in Stuttgart wo wir leben und arbeiten viel Arbeit angesagt- wir planen gerade auf Hochdruck den Winter 2015 und haben morgen früh ein wichtiges Meeting im Büro wo wir nächste finale Entscheidungen bezüglich der Kollektion festlegen werden. Das Team muss über jedes Teil, jeden Stoff, jedes Detail ganz genau Bescheid wissen. Parallel dazu gilt es jetzt die gesamte Sommer 14 Kollektion für die Produktion vorzubereiten- also jede Menge Arbeit.

Wie bekommst du das gewuppt mit zwei kleinen Kindern?

Mein Mann und ich teilen uns die Arbeit- wir wechseln uns ab, vor allem an den Nachmittagen- das klappt ganz gut. Ich arbeite jeden Vormittag – bin morgens, nachdem ich die ältere zum Kindergarten gebracht habe, um 8.15 im Büro und arbeite bis mittags. Mein Mann kommt meist gegen 9.00 Uhr ins Büro und bringt unsere Kleinste mit. Das klappt sehr gut, sie hat im Büro Spielzeug, beschäftigt sich aber auch mit allem, was sie so findet. Ich glaube daran, die Trennung von den Eltern, wenn es irgendwie möglich ist, so weit wie möglich nach hinten zu schieben. Babys und Kleinkinder fühlen sich natürlich im Umfeld der Eltern, vor allem der Mutter am wohlsten. Unsere Kinder sind wie in einer Metzger Familie mit der Thematik macarons aufgewachsen und wir haben sie von Baby an überall hin mitgenommen, selbst auf Produktionsbesichtigungen und Geschäftstermine. Wir sind immer herzlich empfangen worden.

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Und klappt das gut, so ein Familienbetrieb? 

Wir hatten heute nach dem Abendessen noch ein internes Designmeeting mit meinem Mann und meiner Schwiegermutter, die als Creative Director und Architektin wichtige Designentwicklungen bei macarons gibt. Bei uns klappt das Arbeiten in der Familie sehr gut, aber auch weil wir immer offen sind und sehr viel diskutieren. Es ist eigentlich wie bei Familie Marni oder Missoni oder anderen vornehmlich italienischen Modefirmen, wo auch die ganze Familie zusammen arbeitet. Für eine Beziehung ist der Weg in die Selbstständigkeit natürlich eine ganz schöne Probe. Man muss sich sehr gut und lange kennen und vollstes Vertrauen füreinander haben. Und man muss versuchen, dass es nicht nur noch das Arbeitsthema gibt – nicht immer einfach! Veit und ich schaffen es aber ganz gut – vor allem schauen wir in die selbe Richtung und haben die selben Ziele. Das verbindet dann auch! Aber die Entscheidung zusammen zu arbeiten als Paar muss jeder ganz individuell prüfen- die Chancen dass es klappt stehen 50:50.

Wie gut kannst du mit Kompromissen leben? Ich komm auf die Frage, weil du vor drei Jahren, als du keine Kinderklamotten deinem Stil entsprechend fandest, einfach selbst dein Label macarons gegründet hast…

Mit Kompromissen zu leben ist nicht mein Ding. Vor allem, wenn es um meine Kinder geht. Die Gesundheit und Ihr Wohlbefinden steht an oberster Stelle, so auch mit der Kleidung die sie auf der Haut tragen. Und die soll bitte chemiefrei, natürlich, farbintensiv und hervorragend designt sein. Und viel Platz für Bewegung bieten, denn mit skinny jeans für Kinder kann man mich jagen. So entstand ja auch die Idee zu dem ersten macarons Produkt, unserem Iconic-Piece Overall Oki- ein Must Have Anzug für Babys im Herbst und Winter. An dem Stoff hierfür, unserem IQ Fabric haben wir ein ¾ Jahr mit unseren Strickern in Süddeutschland getüftelt bis wir das beste natürliche, funktionale, weiche und hautfreundliche Textil entwickelt haben, für das wir bereits nominiert wurden.

 

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Was hat dir das Selbstvertrauen gegeben es mit deiner Idee vom eigenen Modelabel zu versuchen und wie bist du vorgegangen?

Ich hätte macarons immer nur zusammen mit meinem Mann gegründet. Er ist der Stratege, Organisator und hat das ganze Business KnowHow viel mehr als ich. Natürlich haben wir mit einem anständigen Businessplan begonnen und ganz vielen Recherchen. Wir haben wirklich bei Null angefangen. Es war sehr schwer in Deutschland alle Partner für Knöpfe, Garne, Bänder, Stoffe, Maschinen etc zu finden- die findet man ja nicht im Telefonbuch. Es ist uns ganz wichtig, deutsche Partner zu finden, die vornehmlich alles in Deutschland fertigen. Wir möchten die kleine feine deutsche Textilindustrie unterstützen und sind stolz auf unsere treuen Partnerschaften. Wir arbeiten hauptsächlich auch mit Familienunternehmen.

Was hast du davor beruflich gemacht?

Veit und ich haben unsere sicheren Jobs beide an den Nagel gehängt, er Unternehmensberatung, ich Produktmanagerin im Kindermodesegment, und haben uns voll unserem Baby macarons gewidmet mit dem Ziel zu zeigen, dass Kindermode made in Germany natürlich, stylisch und unique zugleich sein kann. Zudem, dass es möglich ist, regionales Handwerk zu unterstützen und etwas gegen diese Massenunternehmen zu setzen. Natürlich sind unsere Sachen viel teurer als H&M, aber dafür bekomme ich ein Luxusprodukt ohne Schnörkel aus besten, schadstofffreien Material aus dem besten Rohprodukt mit besonderem Design, was so schön ist, dass sich Leute von London nach Tokyo in die macarons Welt verlieben. Wir haben es uns so schwer wie möglich gemacht: wir kaufen nicht einfach einen fertigen Stoff- sondern sind mittlerweile Pioniere in ökologischer Textilentwicklung und eine der gefragtesten deutschen Newcomerlabels.

 

 

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Als frisch gebackene Mama, die ihre Tochter aber auch ihre Arbeit liebt, interessiert mich natürlich brennend wie du das mit der Kinderbetreuung wuppst und genügend Zeit zum Arbeiten findest – verrätst du es mir?

Ich arbeite sehr gerne mit Kind auf dem Rücken, vor allem wenn es müde wird und einschlafen möchte ist das ideal. Ich bin großer Babytragefan. Ich arbeite nicht mehr so viel von zu Hause wie früher als wir noch kein Atelier hatten, bis auf abends. Wir haben Glück, dass einmal die Woche eine gute Freundin der Familie für uns einkauft und mittags kocht und die Kinder in der Zeit nimmt. Die Großeltern sind um die Ecke und auch bereit immer einzuspringen, wenn wir Hilfe brauchen.

Frauen sind ja untereinander oft streng, ich könnte mir gut vorstellen, dass es hier heute einen Kommentar à la “und so geschminkt und gestylt läuft die Zuhause immer rum?” geben könnte. Daher lass uns die Antwort doch schon mal vorweg nehmen – siehst du immer so aus wie auf den Bildern?

Ich bin eigentlich eine sehr praktische, schnelle Frau. Zum stylen brauche ich gar nicht lange. Ich wünschte, ich könnte mir selbst noch kreativere Frisuren machen…aber roter Lippenstift ist meine Geheimwaffe. Die Kinder küsse ich ganz viel, aber lieber ohne rote Farbe.

 

 

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Eure Wohnung sieht nicht sonderlich Kindergeschützt aus – ist das deiner Meinung nach ein Gerücht, dass man alles kindersicher machen muss? Kannst du mir und anderen Frauen Mut machen, dass man sich auch mit Kind noch einigermaßen so einrichten kann wie man mag?

Wir haben bis auf ein Törchen an einer Steintreppe nie irgendetwas gesichert im Haus und auch nichts weggenommen. Die Kinder wissen ganz genau mit welchen Sachen sie spielen dürfen und mit welchen nicht, wir haben nie speziell etwas kinderfreundlich eingerichtet sondern immer so, dass es ins Konzept passt wie wir es mögen.

Ich mag es, wie entspannt und lässig ihr eingerichtet seid. Gibt es irgendeine Regel an die ihr euch haltet oder ist euch etwas wichtig für euer Zuhause, auf das ihr achtet beim Einrichten? 

Für unser zu Hause lieben wir den Mix aus alt und neu. Wir kaufen lieber einen guten Designklassiker und besonders ich liebe Flohmärkte. Mittlerweile lehnen wir Firmen wie Ikea komplett ab, genauso wie wir auch keine Kleidung bei H&M mehr kaufen. Wir unterstützen keine Firmen mehr, die so schlechte Produktionsbedingungen haben für Ihre Leute. In Sachen Einrichtung lieben wir es eher simplistisch.

 

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Was macht dein Mann da auf dem Bild?  

Auf dem Bild erfasst mein Mann jeden Artikel im System und hilft bei der Qualitätskontrolle. Zudem wird jedes Etikett von uns im macarons Team geknotet und da müssen alle mithelfen.

 


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Herzlichen Dank für das schöne Interview mit dir zu später Stunde! Schlaf schön!

[herz steffi mitte]

 

Fotos: Anna Damm

30 Comments

  1. Antworten Wasfürmich 16. Oktober 2014 um 09:29 Uhr

    Ein tolles Label, eine tolle Familie und so eine entspannte und hübsche Wohnung. Macarons rockt einfach ; )

  2. Antworten Farina 16. Oktober 2014 um 10:35 Uhr

    Sehr tolles Interview und eine noch sympatischere Familie!
    Ihr habt wirklich eine wundervolle Wohnung und einen ganz ausgezeichneten Geschmack was Möbel angeht.
    Das einzige was ich wirklich nicht mehr hören kann ist die Frase ” Wir kaufen nicht mehr bei HM, IKEA, etc.” und dann den Mac auf dem Tisch stehen haben… finde ich persönlich schwierig..

    • Antworten Lisa 16. Oktober 2014 um 16:54 Uhr

      Same Here! Allerdings ist es auch schön, wenn zumindest ein Bewusstsein herrscht . Alles politisch korrekt zu konsumieren ist einfach sau schwer!

    • Antworten macarons 16. Oktober 2014 um 23:42 Uhr

      Liebe Farina,

      danke für dein Kommentar-ich gebe dir vollkommen recht bezüglich der Apple Produkte. Gerade ein Zoo großes Unternehmen, was eine solche Monopolstellung auf dem Markt hat sollte sich für saubere Produktionsmethoden einsetzen und sich sozial engagieren. Die könnten so unglaublich viel Gutes bewegen. Aus diesem Grund stehen wir der Firma auch sehr Zwiegestalten gegenüber-leider haben Sie aber in der Praktikabilität die einfachsten, verständlichsten Produkte auf dem Markt mit gutem, schlichten Design. Habt ihr einen guten Vorschlag was hier eine Alternative sein könnte? Hat jemand Erfahrung mit dem ersten nachhaltigen Handy?

      • Kristiane 18. Oktober 2014 um 14:35 Uhr

        [So lange ich mir mit dem Fairphone Google ins Haus holen muss, stellt das für mich leider keine Alternative dar. Denn neben der Nachhaltigkeit ist für mich auch das Thema der Privatsphäre im Umgang mit Medien sehr wichtig.]

        Aber worauf ich eigentlich hinaus möchte: “Die könnten so unglaublich viel Gutes bewegen.” ist der Gedanke, der mir auch häufig bei dem Besuch erfolgreicher Blogs kommt.
        Nicht dass ich erwarte, dass sich diese Blogs im Besonderen dem Thema “nachhaltiger Konsum” widmen. Das wäre ähnlich dumm wie die Idee, dass nur ein “ganz oder gar nicht” glaubwürdig sei.

        Was ich aber immer wieder mehr als schade empfinde, ist, dass so viele der großen meinungsbildenden Blogs sich mit Marken zusammentun, die geradezu als Metapher für moralisch verwerfliches Handeln stehen. Ob das nun A wie Amazon oder Z wie Zara ist. Fragen nach Nachhaltigkeit, Datenschutz oder Moral scheinen da meist leider keinen Platz zu haben.

        Und so seufze ich und denke mir “Die könnten so unglaublich viel Gutes bewegen.” …

    • Antworten macarons 17. Oktober 2014 um 09:42 Uhr

      Liebe Farina, da gebe ich dir recht- wir würden am liebsten auch eine gute einfach verständliche, gut designte Alternative zu Apple Produkten finden.
      Aber leider ist es ein Fakt, dass das simplistische konzept und die einfache Anwendung der Produkte bisher noch sehr Benutzerfreundlich und Alltagsvereinfachend ist. Wir finden allerdings auch, dass gerade ein solches Monopolunternehmen als Vorbild agieren sollte und gerade hinsichtich sozialer Unterstützung und Ökologie hoch engagiert agieren muss. Hat jemand von Euch erfahrungen mit dem Fair Phone?
      In der Tat muss man allerdings irgendwo ansetzen und nach und nach seinen gesamten Haushalt und seine Lebensgewohnheiten umstellen und klare Zeichen setzen. Die geht bei solch großen Unternehmen in der Tat nur durch Boykott und Aufklärung.

  3. Antworten Nina 16. Oktober 2014 um 11:02 Uhr

    Danke für diesen Beitrag, ich liebe es, wenn Menschen so viel Leidenschaft versprühen! Hut ab vor dem Engagement! Passion is the new black!

  4. Antworten Nora 16. Oktober 2014 um 13:02 Uhr

    Wunderschön! Und da ist es wieder…das rosa Hundebild im Kinderzimmer. Das sprang mich vor einigen Tagen schon mal bei Pinterest an und ich fürchte, ich muss es haben. Wüsste da eventuell jemand eine Quelle? Vielen Dank!

    • Antworten macarons 17. Oktober 2014 um 09:43 Uhr

      Liebe Nora,
      das Bild hat Cléo von Ihrer Patentante geschenkt bekommen- aber in der Tat findet sich vielleicht die Quelle über Pinterest. Wie schön, dass es dir sofort aufgefallen ist!

  5. Antworten Ladystil 16. Oktober 2014 um 13:09 Uhr

    Bin ein bisschen traurig, dass meine Futzies (räusper!) dem Alter für dieses Label schon entwachsen sind. So nette Sachen!

  6. Antworten Lena 16. Oktober 2014 um 16:58 Uhr

    Julie und ihr schönes Kinderlabel habe ich im letzten Jahr schon anderswo entdeckt und ein Interview gelesen. Sie hat mich schon damals innerlich beschäftigt! Ich stimme ihr zu, dass es nicht gut ist, bei den Multis zu kaufen, deren menschenunwürdigen Produktionsbedingungen hinlänglich bekannt sind. Dennoch ist ihr Standpunkt nur möglich, weil sie offenbar das Glück hat, sehr privilegiert konsumieren zu können. Das kreide ich ihr nicht an, dennoch ist es ein Fakt, der nicht im Hinblick auf die propagierten Ansprüche nicht unbedacht bleiben darf. Es ist leicht, ein bewusstes Konsumieren zu fordern, wenn man es sich leisten kann, für eine Kinderstrickjacke 120 Euro auszugeben, obwohl das gute Stück maximal ein Jahr passen wird. Für ein Normalverdiener ist es nicht im Ansatz denkbar, bei Firmen wie macarons einzukaufen.

    Die Bemerkung oben, dass auf den Fotos Apple-PCs auf dem Tisch stehen, ist ein treffender Verweis auf die Doppelmoral der Diskussion. Gleichzeitig muss ich zur Verteidigung von Julie sagen: Irgendwo muss der Mensch anfangen. Und wenn ihre Priorität auf fairproduzierten Kinderkleidern aus hochwertigen Stoffen liegt, dann ist das ein valides Statement, dem vielleicht weitere Boykotte (zB gegen Apple-Produkte) folgen könnten.

    Meine Hoffnung ist, dass durch den Erfolg von Firmen wie macarons Nachahmer auf den Plan gerufen werden. Je mehr Firmen diese Schiene fahren, desto bezahlbarer könnten fairproduzierte Waren eines Tages werden!

    Schön, dass hier eine Diskussion angeregt wird.

    • Antworten Katja 16. Oktober 2014 um 20:16 Uhr

      Liebe Lena,

      du sprichst mir aus dem Herzen. Auch ich finde die macarons Kleidung unglaublich schön und den nachhaltigen Ansatz unterstütze ich voll. Aber in der Tat ist es sogenannten Geringverdienern schlicht unmöglich, sich solche Kleidung zu leisten. Und bei Kindern funktioniert die Regel “lieber weniger, dafür hochwertiger” leider nur beschränkt, eben weil sie so schnell rauswachsen. Das ist leider bei den meisten Produktanpreisungen im hochwertigen und designorientierten Bereich überhaupt kein Thema.

      Wäre schön, wenn das mehr ins “Design”-Bewusstsein gelangen würde, damit Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen kein elitäres Thema bleiben.

      Vor dem Engagement und der Power von Julie kann ich aber nur den Hut ziehen, toll!

      Viele Grüße von Katja

      • Lena 16. Oktober 2014 um 21:30 Uhr

        Liebe Katja,
        nicht nur so genannten Geringverdienern bleiben solche Welten aus Geldgründen verschlossen. Mein Mann und ich haben beide Jobs mit gutem Einkommen und kaufen Kinderkleidung sowohl aus finanzieller Überlegung aus als aus Gründen der Nachhaltigkeit fast nur Second Hand, bzw, die Kinder tragen die Sachen der großen Vettern auf.
        Eventuelle Schadstoffe sind aus gebrauchten Klamotten längst herausgewaschen, das ist ein Vorteil von Flohmarktkäufen. Nur Schuhe werden bei uns neu gekauft.

      • macarons 17. Oktober 2014 um 00:17 Uhr

        Zudem wählen wir jedes einzelne Accessoire wie Knöpfe, Bänder, Reißverschlüsse, Gummis von deutschen Traditionsunternehmen, die noch mit echter Leidenschaft Ihre Produkte in Deutschland produzieren aus. Bei uns kommen somit nur getestete, gesunde und hochqualitative Materialien zum Einsatz. Somit entsteht ein hochwertiges Produkt, was natürlich auch seinen Preis hat-keine Frage. Wir sagen jedoch immer-die Haut ist das grösste Organ des Menschen-über die Haut nehmen wir alles auf-natürlich auch Schadstoffe-vor allem bei noch zarter, empfindlicher Haut unserer Kinder.

    • Antworten macarons 17. Oktober 2014 um 00:15 Uhr

      Liebe Lena,
      danke für dein ehrliches Statement.
      Für uns ist jede Meinung sehr wichtig und deshalb bedeutet es uns sehr viel, wenn wir mit unseren Fans wachsen können- dabei spielen Kommentare wie deiner eine wichtige Rolle.

    • Antworten macarons 17. Oktober 2014 um 00:16 Uhr

      macarons ist ein High-End Kinderdesignlabel. Das besondere ist, dass wir anders als viele andere Unternehmen am Ursprung beginnen: nämlich bei den deutschen Spinnereien, wo wir das GOTS zertifizierte Ursprungsprodukt, nämlich biologische Wolle oder Baumwolle in höchster Kategorie einkaufen und nach den streng kontrollierten Standards nach GOTS speziell für uns färben lassen. Alle weiteren Schritte vom stricken, weben, walken, konfektionieren werden intensivste von uns persönlich gesteuert. Wir können jeden einzelnen Schritt erklären und fahren in wöchentlichen Abständen zu all unseren tollen Partnern.

    • Antworten Nanne 17. Oktober 2014 um 21:37 Uhr

      Ich denke, ob man als PC ein Apple-Produkt oder ein anderes Produkt kauft, ist bezüglich der Fairness egal. Die sind alle nicht gut produziert. Dann darf man keine Elektronikprodukte benutzen (abgesehen vom fairphone, das laut einer Freundin von mir richtig gut ist – aber selbst die Produzenten haben es nicht geschafft, komplett fair zu produzieren, weil es die Strukturen (noch) nicht gibt).
      LG Nanne

  7. Antworten Ally 16. Oktober 2014 um 20:32 Uhr

    Weiß jemand wo die wahnsinnig tollen Fische über dem Wickeltisch her sind ?? Ich kann nicht einschlafen ohne diese Fischiiies 😉
    D A N K E

  8. Antworten HIMMELSSTÜCK 17. Oktober 2014 um 07:04 Uhr

    Super sympathisch! Hätte ich Kinder, ich wäre jetzt im Kaufrausch…

  9. Antworten Christiane 17. Oktober 2014 um 09:17 Uhr

    Die Tatsache, dass ich seit langem “stille” Leserin dieses Blogs bin, deutet auf meine Affinität zu schönen und hochwertigen Dingen etc. hin und dass ist auch so. Beruflich betreue ich Mütter/Väter/Eltern, bei deren Kindern eine Behinderung diagnostiziert worden ist. Der kulturelle und finanzielle Hintergrund der Eltern ist sehr unterschiedlich. Was alle Eltern meiner Meinung nach jedoch vereint ist der Wunsch, ihrem Kind das Beste zu geben. Das bedeutet für manche Bioessen und Kleidung aus dem Luxussegment, für andere Essen aus dem Supermarkt und Hennes und Mauritz, um es mal schwarz/weiß zu zeichnen. Jedes Leben hat andere Bedingungen und es geht mir nicht um richtig oder falsch. Freuen würde ich mich aber darüber, wenn in solchen Interviews auch der Satz stünde “wir freuen uns, dass wir unser Leben so gestalten können/unser Kind nicht schon früh in die Krippe musste” etc.

  10. Antworten Marianne 17. Oktober 2014 um 22:49 Uhr

    Da stimme ich auch zu, dass teure Klamotten für viele so nicht drin sind, ABER wenn man sich etwas leisten möchte, weiß man hier ja zumindestwoher der Preis kommt. Im Gegensatz zu großen Marken, wo man hauptsächlich den Namen bezahlt. Mit Second Hand ist aber ein guter Vorschlag gekommen, für alle die bewusst kaufen wollen.
    Das gut/böse abtauschen nervt mich ehrlich gesagt ein wenig, Hauptsache so viele als möglich fangen wo an. Kleidung, Nestle…fangt an wo ihr wollt oder könnt. Wir, die Konsumenten, entscheiden jeden Tag.
    Und natürlich kann man alles lassen mit baby, hat bei uns Super geklappt.
    Bis Nummer zwei kam. Keiner kann einem sagen, was wie kommt. Sieht man dann schon.

  11. Antworten Patricia 18. Oktober 2014 um 13:48 Uhr

    Spannendes Interview und eine scheinbar sehr nette Familie, danke dafür. Ich finde, man sollte in Sachen Umwelt und Gesundheit einfach einmal irgendwo anfangen. Diese Themen beschäftigen mich sehr, und ich habe schon viele Schritte gemacht und einiges geändert, aber es gibt noch so viele Baustellen. Ich versuche es, pragmatisch zu sehen. Kleider tragen wir auf, kaufen sie second hand und flicken oder basteln damit anstatt Kaputtes gleich wegzuwerfen. Beim Essen achten wir auf Saisonalität und Regionalität. Und wir versuchen allgemein bewusst du konsumieren. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und man kann nicht das ganze Leben auf den Kop stellen. Menschen mit solch einer Leidenschaft motivieren mich aber und es ist interessant zu lesen, worauf andere Familien besonders viel Wert legen. Danke Steffi für das Interview

  12. Antworten Jessica 18. Oktober 2014 um 23:31 Uhr

    Bitte, bitte, sagt mir wo ihr die Wickeltischauflage
    her habt m:)))) die ist jaaaa sooo toll!!

    Lieben Gruß

  13. Antworten Claire 19. Oktober 2014 um 06:26 Uhr

    Liebe Julie,

    ich habe zwar keine Kinder,war aber trotzdem sehr interessiert in eurem Onlineshop unterwegs !!!
    Gerade deswegen wäre es natürlich Wahnsinn,wenn ihr vielleicht irgendwann auch mal für Erwachsene designt…wer weiß was die Zukunft bringt 🙂
    Bis dahin würde ich mich sehr freuen,wenn du vielleicht noch ein paar Modelabels nennst bei denen du kaufst…gerne online,oder Tipps für Läden in Düsseldorf und Umgebung!!!
    Benutzt du auch ausschließlich Naturkosmetik???
    Ein gesondertes Interview darüber wäre natürlich äußerst interessant!!!
    Liebe Grüße
    C L A I R E

  14. Antworten Memo 7. November 2014 um 10:09 Uhr

    Hallo, ich kann gar nicht genau sagen, warum mich dieses Interview so aufgeregt hat, eigentlich macht ihr ja vieles richtig. Dennoch, wie so oft, ist es offenbar eine Frage des finanziellen backgrounds ob man sich dieses ” gute Gewissen” leisten kann oder eben nicht. Und die Bemerkung ” wir gehen was unsere Kinder betrifft keine Kompromisse ein” mag für den ein oder anderen Leser ein Schlag ins Gesicht sein, der dies aus besagten finanziellen Gründen tun muss. Schön wäre es, wenn ansprechendes, fair produziertes Design auch für weniger Betuchte bezahlbar wäre.

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