Wonach ist dir heute?
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Die spinnen doch! Als ich mit meinem Mann raus aufs Land zog, waren meine Berliner Freunde entsetzt. Den Traum von einem Eigenheim konnten sie nachvollziehen, aber in ihrer Vorstellung war das eine lichtdurchflutete Altbauwohnung, die nicht nur top ausgestattet und geschmackvoll eingerichtet, sondern vor allem zentral gelegen ist. Wie kann man nur in ein Kaff nach Brandenburg ziehen? Ohne Cafés, Yogastudios, Biobäcker, Drogerien, Kunstgalerien, Designerläden, geile Restaurants oder einen Flughafen vor der Tür?! Verzichtest du da nicht auf viel zu viel? Wo bleibt denn da die Lebensqualität?

Auch ich hatte nach fast 20 Jahren Großstadtleben ziemlichen Bammel vor Shopping-Langeweile, kulinarischer Eintönigkeit und depressiver Einsamkeit. Meine Mädels nicht mehr regelmäßig treffen zu können, jeden Tag alleine im Home-Office zu hocken und meine sozialen Kontakte auf die Postfrau, muffige Nachbarn und Florians Oma zu beschränken – das wirkte auf mich als junge Mutter beängstigend.

Aber ich stellte fest, dass ich die Einsamkeit gut aushalten kann. Wenn ich dann die 60 Minuten mit dem Zug zurück nach Berlin fuhr, konnte ich die Vorzüge der Stadt viel mehr wertschätzen. Eines Tages spürte ich, wie ich am Alexanderplatz, umringt von vielen Menschen, plötzlich ein Gefühl von Panik in mir hoch krabbelte und ich mich nach der Abgeschiedenheit auf dem Land sehnte. In der Corona-Krise ist mir bewusst geworden: Hier im 3.041-Seelen-Kaff

Im Kreise meiner Kernfamilie, mit einem überschaubaren Konsum- und Freizeitangebot, lebe ich die Zukunft.

Wenn wir eins gelernt haben nach Merkels Ansage auf der Pressekonferenz vergangene Woche, dann: Es wird so schnell nichts wieder wie es war. Dachten wir vorher noch, irgendwann ruft jemand: “So, kann weitergehen wie bisher, viel Freude!” wissen wir jetzt – wir werden mindestens den Rest des Jahres mit vielen und vielem auf Abstand gehen müssen. Verzicht wird Thema. Auch für die nächsten Jahre.

Wir werden überdenken, wie wir leben können, oder alle, die es sich leisten können – möchten. Wirklich so eingequetscht in der Altbauwohnung ohne Ausweichmöglichkeit für die Kinder? Braucht es nicht doch noch einen Auslaufstall wie einen Schrebergarten? Oder gar ein eigenes Haus? Wie sichern wir uns am besten ab für eventuelle weitere Krisen? Wollen wir uns weiter so abkämpfen im Job und unsere Kinder wieder so selten sehen wie vorher oder lässt sich das nicht doch neu aufteilen, gleichberechtigter in der Mann-Frau-Beziehung, aber auch einfach zusammen als Familie? Lohnt es sich nicht für die gemeinsame gute Zeit, eine höhere Lebensqualität auf ein paar weniger wichtige Dinge zu verzichten?

All die Fragen haben wir uns schon vor gut drei Jahren gestellt. So kamen wir nach Brandenburg, mit Familienanschluss zu der meines Mannes. So kamen wir zu einem sehr günstigen, aber sehr renovierungsbedürftigen Haus. Ein Zuhause für uns, unsere Tochter und irgendwann meine Mutter, die nicht ins Altersheim soll und unsere eigene Altersvorsorge.

Wir beschlossen: Der Verzicht lohnt sich. Und merkten später: Was wir bekommen fühlt sich als viel mehr statt weniger an.

Wir haben nur überschaubar Geld, kein großes Erspartes, kein gigantisches Einkommen, aktuell ist mein Mann sogar in Kurzarbeit. Deshalb renovieren wir das Haus nur Stück für Stück. Was für uns total okay ist. Am Wochenende unternehmen wir meist Dinge, die wir draußen machen können und die nichts kosten: eine Radtour ins nächste Dorf, Wanderungen über die Felder oder Würstchen grillen im Garten. Dafür schauen wir beim Abwaschen nicht mehr in den Hinterhof, sondern auf einen See.

In unserem Dorf gibt es einen Supermarkt, das war’s. Wir gehen einmal in der Woche einkaufen, bzw. einer von uns und zwar mit einer Liste, damit es schnell geht und nichts fehlt. Wir essen immer zuhause. Die Eier fürs Frühstück bekommen wir von Oma, die den Karton – in diesen Zeiten – kontaktlos vor unsere Tür stellt. Früher haben wir sie regelmäßig besucht und sie hat uns viel beim Babysitten geholfen, damit ich mehr arbeiten konnte. Jetzt winkt sie uns über den Zaun zu. Am Anfang hatten wir alle Tränen in den Augen, weil wir uns nicht umarmen durften. Jetzt ist es zur neuen Normalität geworden, dass wir Abstand halten und wir den Alltag mit unserem Kind selber organisieren. Und dabei kommt auch meine Ehe noch mehr in der Zukunft an. Corona zwingt mich dazu, meinen Mann machen zu lassen. Loszulassen. Ich leb’ jetzt feministischer, aus der Not heraus hat es angefangen, aber jetzt wünsch ich mir selbst die Fortsetzung, weil ich sehe, wie gut es uns tut.

Ich erinnere mich noch, als wir frisch Hausbesitzer waren. Zwischen uns schlief unser Kind und der Abwasch musste mit kaltem Wasser in der Badewanne erledigt werden, weil es noch keine Küche gab. Das war nervig und bis heute klebt das Fett im Abflussrohr. Aber es war alles machbar. Jede Baustelle, die wir abschließen, verbindet uns. Weil nie etwas nach Plan geht haben wir gelernt, wie wir mit Geldsorgen, komplizierten Kredit- oder Bau-Anträgen oder Frust über Stillstand umgehen. Wir müssen Enttäuschungen verkraften, Geduld lernen und persönliche Einschnitte machen, die aber der ganzen Familie zu Gute kommen. Denn darum geht es hier: um uns.

Abends sitzen wir oft zusammen vor dem Ofen im Wohnzimmer oder auf der Terrasse und denken uns Umbaumaßnahmen aus, die wir vielleicht nie realisieren können. Trotzdem erlauben wir uns zu träumen, von einem Saunafass oder einer mit “Katzenköpfen” (so nennt man die Steine) gepflasterten Auffahrt. So lange es die nicht gibt, werden wir Berge von Sand unter unseren Füßen ins Haus tragen.

Auch die Einrichtung gestalten wir Zimmer für Zimmer, statt sofort das perfekte Haus haben zu wollen. Dafür haben wir auch gar nicht die Kohle. Wir stellen die Möbel deshalb immer wieder um, um zu gucken, ob sie woanders besser funktionieren, bevor wir etwas Neues kaufen oder wegschmeißen. Erst vor Kurzem haben wir das Bett in unserem Schlafzimmer umgedreht. Wahrscheinlich brechen wir damit jede Feng-Shui-Regel, aber wer kann schon zum Einschlafen die Sterne zählen?

Neben ein paar ausgesuchten Designerklassikern, wie der orangefarbenen Louis Poulsen Lampe über dem Esstisch, besitzen wir vor allem Erbstücke und Vintage-Möbel: Bauernschränke, Küchenstühle, Melkschemel, Kommoden und Tische, die wir neu lackiert haben, damit sie zu uns passen. Das ist unser Spirit: Wir versuchen, aus allem das Beste zu machen, auch wenn es im ersten Moment nach einem Haufen Schrott aussieht.

In Brandenburg sagt man: aus Kacke Bonbons machen.

Ende nächster Woche wird Frau Merkel sagen, wie unser zukünftiges Leben oder das für die nächsten zwei Wochen ausschauen wird. Ich weiß es jetzt schon, weil wir unsere Zukunft selbst in die Hand genommen haben. Wir haben eine Antwort auf die Frage, was uns wirklich wichtig ist gefunden und was wir aufgeben können. Andere müssen dies jetzt nachholen und ich kann nur anfeuern und sagen: Es lohnt sich sehr!

Unsere Berliner Freunde kündigen gerade alle nach und nach an, dass sie, wenn möglich, mit ihren Kindern ihren Sommerurlaub gerne bei uns am See verbringen würden. Für mich geht das klar, es gibt nur eine Bedingung: Sie müssen mir aus der Stadt ein Sushi-Menü mitbringen. Denn das vermisse ich in Brandenburg: ein richtig gutes Lachs-Sashimi. Aber das war’s dann auch schon.

 

 

Infos zu den Möbeln in der Villa Peng:

KÜCHE:

Schränke und Fronten: Ikea “Vedding”, Wasserhahn: No Name über Amazon, Griffe: Superfront, Kelim: Trendcarpet, grauer Schrank: Vintage (mit “Purbeck Stone” von Farrow & Ball lackiert), Bilder: Juniqe; Esstischlampe: Louis Poulsen, runter Tisch: Maßanfertigung, Stühle: Vintage Wishbone Chairs, roter Stuhl: Mycs, Rattan-Schrank: Ikea Stockholm Collection, Messing-Leo: À la Collection, SW-Print: Dear Sam, Lampe: Vintage, rosa Regal mit Bauholzplatten: Johanenlies, Fuchs-Eierbecher: Minimarkt, Wandfarbe im gesamten EG: “Wool” von Schöner Wohnen, weißer Lack für die Türen: “Wimborne White” von Farrow & Ball, Türklinken und Fenstergriffe: Klinkenfabrik

WOHNZIMMER:

Taubenblaues Sofa: Mycs, Kissen: HK Living, Nandi, weiße Bücheregale: Maisons du Monde, Tischlampen: Westwing, Couchtisch im Marmorlook: Westwing Collection, alle Gardinenstangen im Haus: “Pitres” von Loberon, Vorhänge: Ikea, runder Spiegel mit Bast-Kranz: Maisons du Monde, Schwedenofen: Globe Fire, Beni Ourain Teppich und Pouf: The Weavery, weiße Kommode: Vintage (mit weißer Kreidefarbe lackiert), schwarze Wandlampe: Vintage Serge Mouille, blau-weißer Print: Minimarkt, Reispapierlampe: Pachia, kleiner Messing-Tisch: Zara Home

EINGANG:
Patisserie-Fliesen: “Calvet Gris”von Vives, Vorhang: Vossberg, Schrank: Ikea, Kissen: Les Ottomans, Print: Dear Sam, schwarze Steckdosen: Busch-Jaeger (im ganzen Haus), Farbe Treppe: “Purbeck Stone“ von Farrow & Ball, Garderobe: Ikea, Wandfarbe im Bad: “Ash Grey” von Farrow & Ball, Mischbatterie: Grohe, Natursteinplatte: Made-to-measure vom Steinmetz

HOME-OFFICE:

Schreibtisch: Egon Eiermann, Bürostuhl: Vitra, Bild: Lumas, Rollos: Otto, Reispapierlampion: Pachia, Lowboard aus Eiche: Mycs, Sofa: Bo Concept, Kissen: Les Ottomans, Nandi, Anrichte mit Wiener Geflecht: Bolia, Print: Dear Sam, Viskose-Teppich: Home24, Messingtisch: Vintage Maison Charles (Erbstück), Wandfarbe: “B Boy” von Caparol Icons

SCHLAFZIMMER:

Bett: No Name, Leinenkissen: Syd Collection, schwarzes Wandregal: House Doctor, Prints: Juliane Kellersmann (li.), Dear Sam (r.), runder Spiegel: House Doctor, Kommode: Berliner Landjungs, Ikat-Kissen: Hello Petersen, Stuhl: Vintage, kleiner bunter Flickenteppich: The Weavery, Wandfarbe: “Grey Matter” von Caparol Icons

KINDERZIMMER:

Schreibtisch, Bank, Vorhang und Stehlampe: Ikea, Bilder: Juniqe, Teppich: Jill & Jim, Bett: Brio (im Secondhand-Kinderladen gekauft), Bettwäsche: Katha Covers, Tiermasken: Hay, Matten für die Leseecke auf dem Boden: Maisons du Monde, schwarze Wandlampe: House Doctor

GÄSTEZIMMER:

Bilder und Rahmen: Juniqe, Bett: Ikea, große Leinenkissen: Syd Collection, Samtkissen: Les Ottomans, Tagesdecke mit Ikatmuster: Vintage, Messing-Wandlampen: House Doctor, Muschellampe an der Decke: Vintage

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Iris 21. April 2020 um 08:55 Uhr

    Danke für den schönen Artikel. Folge schon länger dem villapeng Account. 🙂 Bin selbst als Stadtmensch (oder wie der Wiener sagt Betonkind 😉 ) aufs Land gezogen. Das wirklich einzige das mir fehlt ist das Lachs Sashimi. Ich kann dich also in so vielen Punkten verstehen. danke.

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  3. Alexa von Heyden 21. April 2020 um 09:28 Uhr

    @Iris – Danke für dein liebes Feedback!

    Antworten
  4. SU 21. April 2020 um 09:46 Uhr

    WOW! SCHÖN. DURCH UND DURCH.
    DIE GANZE WELT HÄLT INNE. WIR SITZEN ALLE IN EINEM BOOT AUF DIESEM PLANETEN… DAS IST FÜR MICH DIE BOTSCHAFT DIESER KRISE. ES IST EINE GROSSE CHANCE FÜR MEHR SOLIDARITÄT, MITMENSCHLICHKEIT UND LIEBE.

    WENIGER IST MEHR.

    DANKE FÜR DEN BERICHT!

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  5. Minna 21. April 2020 um 10:11 Uhr

    Ein toller Beitrag! Vielen Dank und beste Grüße nach Brandenburg!

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  6. Jana 21. April 2020 um 10:16 Uhr

    Ein wunderschönes Haus, eine richtige Perle! Hut Ab vor Alexa, wie sie und ihr Mann das alles gestemmt haben und immer noch tun und mittendrin ein Kleinkind. Ich freue mich sehr für sie, das alles nun auch genießen zu können. Alles Liebe, Jana

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  7. Sonja Vogler 21. April 2020 um 10:30 Uhr

    Toller Artikel und tolles Haus! Sehr erfrischend, dass nicht alles perfekt und durchgestylt ist 🙂

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  8. Heidi 21. April 2020 um 10:59 Uhr

    Liebe Alexa, natürlich folge ich dir schon eine Zeitlang auf Instagram. Selbst hab ich nun zum zweiten Mal saniert und alles wurde vor Corona fertig. Vielel Überraschungen fanden sich: Teer, mit dem das Parkett aufgeklebt wurde. Rostige Dachrinnen. Asbestplatten. Mauern, die doch einen Stahlträger erforderten, als man sie rausgerissen hatte. Ich weiß jetzt was Pfetten sind (nein, nix perverses). Es ist das Haus meiner Großeltern und ich sitze in dem Wohnzimmer, in dem vor einem Jahr meine Oma starb. Das ist nicht gruselig, sondern es wird einem warm ums Herz. Es war ein gutes Abschied nehmen und das Haus hat sich seitdem verändert, ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren. Ich blicke hinaus in das Blumenbeet, in das ich letztes Jahr zum ersten Mal in meinem Leben Tulpen gesetzt habe. Und tatsächlich kamen sie. Ich habe Rasen gesät, dort wo die Container der Baufirma das Gras abgetötet haben. Am Wochenende habe ich den Waschtisch meiner Uroma aus dem Keller geholt, werde ihn abschleifen und ummodeln zum Esstisch auf der Terasse. Ich weiß noch nicht wie, und die Zündkerze des Rasenmähers und diverse Löwenzahnpopulationen in den Pflasterritzen der Einfahrt stehen auch noch an. Aber es ist einfach schön. Wohnen war mir immer wichtig und ich hatte meist Glück bei meinen Umzügen. Aber es ist jetzt etwas ganz anderes. Mein Dorf ist klein, die nächste Hochschulstadt 50km entfernt (und wir reden jetzt nicht von einer Uni). Das Kino zeigt keine Arthausfilme. Hier kriegt man nicht so leicht eine Poké Bowl, geschweige denn einen Flat White (eher noch Cappuccino mit Sahne). Aber ich kann Bärlauch sammeln und sehe wieviel Schnee auf den Bergen schon geschmolzen ist. Und meistens brauch ich gar nicht so viel mehr.

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  9. julia I mintlametta 21. April 2020 um 11:31 Uhr

    ach wie toll – inspirierend und mutmachend! nach über 20 Jahren in Hamburger-Hohe-Decken-Altbauwohnungen ziehen wir bald in ein kleines 60er-Jahre-Haus im Ruhrgebiet, da kommen mir die Gedankengänge sehr gelegen… das wird so anders aber die Vorfreude wächst!

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  10. Alexa von Heyden 21. April 2020 um 13:15 Uhr

    “Weniger ist mehr” ist hier auch mein Motto. Und es wirkt. Weniger Besitz = weniger Ballast.

    Antworten
  11. Alexa von Heyden 21. April 2020 um 13:17 Uhr

    @Heidi Ich kann den ganzen Tag nur noch an Poke Bowls denken 🙂 Nein, im Ernst! Danke für deine Schilderungen, du sprichst mir aus der Seele, klingt echt vieles ähnlich wie bei uns! Was machst du mit dem Bärlauch –rein in die Butter? Liebe Grüße!

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  12. Heidi 21. April 2020 um 13:26 Uhr

    Also das ist schon mal ziemlich geil: https://www.essen-und-trinken.de/rezepte/54437-rzpt-baerlauch-kartoffel-broetchen

    Und dann natürlich Bärlauchpesto. Und Quark mit Bärlauch. Und einen herzhaften Blechkuchen: Quark-Öl-Teig oder Hefeteig, Bärlauchpesto mit Crème fraîche mischen, verteilen und dann bunte Tomaten in Scheiben geschnitten drauf. Geht ganz easy.

    Ups aber morgen muss ich ins Büro… vermute man wird mich bei dem Geruch gleich wieder heimschicken.

    Antworten
  13. Anny 21. April 2020 um 13:42 Uhr

    So ein tolles Haus! Sehr beeindruckend was ihr mit wenig Budget draus gemacht habt… Wir gehen den gleichen Weg – immer Stück für Stück renovieren und dann wieder Kraft und Geld sammeln. Ich habe übrigens herrlichste Kindheitserinnerungen an dein Dorf, ich war einige Jahre dort im Sommerferienlager. Hach, die Brandenburger Seen sind einmalig schön.

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    • Alexa von Heyden 21. April 2020 um 18:48 Uhr

      Wie schön, dann kennst du die Gegend hier und weißt um die besondere Atmosphäre. Ich bin gebürtige Rheinländerin und hätte nie gedacht, dass ich mal in Brandenburg lande. Aber hier bin ich nun und sehr glücklich! Euch weiterhin viel Erfolg beim Bauen! Liebe Grüße
      Alexa

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  14. Sandra 21. April 2020 um 13:53 Uhr

    Ein sehr schöner Artikel, den ich so nur unterschreiben kann. (By the way: Als ich die vielen Fotos und eure tolle Einrichtung sah, zuckte ich innerlich leicht zusammen “oh je, da trudeln sicherlich 1000000 Nachfragen nach Wandfarbe, Klospülungsgriff und genau-diese-Küchensteckdosenleiste-muss-ich-haben ein”. Am Ende des Artikels dann: “Wow, vorbildliche Arbeit, Alexa weiss wie´s läuft!!”

    Antworten
    • Alexa von Heyden 21. April 2020 um 18:47 Uhr

      Danke für deine Rückmeldung! Geht noch mit den Nachfragen, ich habe ja relativ viel am Ende des Artikels verraten. Hast du noch etwas, das fehlt? Dann verrate ich dir gerne mehr Details. Liebe Grüße!

      Antworten
  15. Mumbai 21. April 2020 um 22:08 Uhr

    sehr offen und sympathisch geschrieben. Ich hoffe, dass diese junge Familie all ihre Wuensche erfuellen kann, aber sie werden es mit ihrer vernuenftigen Einstellung schaffen. Alles Gute!

    Antworten
  16. Mumbai 21. April 2020 um 22:09 Uhr

    sehr offen und sympathisch beschrieben. Ich hoffe, dass diese junge Familie all ihre Wuensche erfuellen kann, aber sie werden es mit ihrer vernuenftigen Einstellung schaffen. Alles Gute!

    Antworten
  17. Alexa von Heyden 22. April 2020 um 11:11 Uhr

    @Mumbai: Dankeschön, wir freuen uns über das positive Feedback und geben die guten Wünsche zurück!

    Antworten
  18. Yvonne 23. April 2020 um 08:02 Uhr

    Sehr schöner Artikel. Ich lese immer gerne Veröffentlichungen von Dir und sie sind oft eine tolle Inspiration!
    Trotzdem möchte ich einmal erwähnen, dass das nicht für alle das Wohnen der Zukunft ist. Ich wohne in Berlin in einem Haus aber sehr nah an der Innenstadt. Und für mich würde Brandenburg nicht in Frage kommen. Ich mache sehr gerne Wochenendausflüge dorthin, aber ich bin immer froh, wenn ich wieder zu Hause bin. Für mich gehören Kinobesuche und Filmpremieren, der Cafébesuch mit einer Freundin und die große Auswahl beim Einkaufen und regelmäßige Restaurantbesuche zu meinem Leben. Ich könnte darauf nicht dauerhaft verzichten, auch wenn ich es jetzt gerade muss. Aber, das muss ja jeder für sich entscheiden. Ich fand nur gerade beim Überfliegen der Kommentare, dass das Landleben hier sehr einstimmig als einzige Alternative der Zukunft gefeiert wird.
    Das Covid 19 auch das Stadtleben verändern wird, ist klar. Ich hoffe aber zum besseren und dass die Vorzüge weiterhin bestehen bleiben.

    Antworten
    • Alexa von Heyden 23. April 2020 um 08:35 Uhr

      Danke dir, liebe Yvonne. Ich sehe das ganz ähnlich wie du: Die Nähe zur Stadt ist mir auch nach wie vor wichtig. Ohne eine Zuganbindung wäre ich nicht so weit rausgezogen. Ich denke nicht, dass das Landleben die einzige Alternative für die Zukunft ist, aber wir hatten damals das Gefühl keine Perspektive in Berlin zu haben – die Mieten wurden uns zu teuer und dann ergab sich die Chance mit dem Haus. Auf Instagram findest du Kommentare, denen mein Landleben viel zu öde ist 😉 Ich denke wie bei so vielen Dingen ist eine Balance wichtig. Für unsere Tochter wollen wir auf jeden Fall, dass sie nicht nur das Dorf kennt und wollen sie später auf eine Schule schicken, die in der Stadt ist und viel mit ihr reisen, damit sie die Welt sieht und ein offener Mensch bleibt. Well, wenn das Reisen dann möglich ist!

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  19. Ina 23. April 2020 um 09:08 Uhr

    Ja, den Gedanken hatte ich auch, Yvonne. Wir wohnen in den letzten 3 Jahren berufsbedingt zwar in einer Kleinstadt aber eine Stunde Autofahrt weg von der nöchsten größeren Stadt und all unseren Lieben. Jetzt hat sich beruflich endlich was geändert und wir können wieder näher ranziehen und uiii, wie freu ich mich darauf, ganz spontan am Abend noch mit meinem Patenkind eine Runde drehen zu können. Darum geht es mir bei meinem Lebensgefühl. Es ist echt nicht leicht, das für sich persönlich rauszufinden und dann auch damit im Reinen zu sein. Das schöne ist ja, dass sich immer alles auch irgendwie wieder ändern lässt 🙂

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  20. Mila 23. April 2020 um 21:39 Uhr

    Schöne Bilder, weil ehrlich und bewohnt und nicht überfrachtet mit den üblichen instagrammbejubelten Möbelstücken. Ich ziehe den Hut vor der Eigenleistung von Alexa und ihrem Mann, so ein Projekt braucht echt einen langen Atem. Wir haben gemeinsam mit 10 weiteren Familien ein Mehrfamilienhaus in Prenzlauer Berg geplant und gebaut – das hat viel Arbeit bereitet (wenn auch weniger konkret handwerklicher Natur) und noch mehr schlaflose Nächte, aber so konnten wir alles ganz genau nach unseren Vorstellungen und Bedürfnissen gestalten (und das zu einem Preis, von dem man eigentlich nur träumen kann, da Selbstbauer). Ich fahre gern nach Brandenburg raus zum Spazieren und Wandern, gestehe aber, dass ich dort niemals leben könnte. Vielleicht weil ich schon im Herzen von Berlin aufgewachsen bin. Den ruhigen Blick auf den See würde ich jahrein, jahraus vermutlich einfach nicht aushalten 😀 Und meine Kinder auch nicht 😀
    Was mich mal interessieren würde: Alexas Haus ist doch ein Altbau, aber die Decken sehen dafür recht niedrig aus. Oder täuscht das auf den Bildern wegen Perspektive und so?

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  21. Madeleine 24. April 2020 um 08:20 Uhr

    Ein toller Artikel- vielen Dank dafür!
    Auch wir stecken gerade mitten in der Renovierung und so manches Mal wünsche ich mir, das es endlich fertig ist und wir es einfach genießen können. Gerade weil wir auch “noch” eine Fernbeziehung führen.
    Dadurch das wir eine Patchworkfamilie sind und ich mit meinen beiden Kindern aus dem schönen Hamburger Umland, zurück in meine Heimat ziehe ist die Vorfreude unglaublich groß. Hier gibt es weniger Attraktionen, dafür mehr Natur.
    Deine Tour macht meine Vorfreude größer und auch Mut. Für uns hat diese schwierige Zeit auf jeden Fall etwas gutes- wir sind zusammen.

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    • Alexa von Heyden 25. April 2020 um 09:02 Uhr

      Ja, so geht es uns hier aus. Dafür bin ich jeden Tag dankbar und weiß: mehr brauch ich nicht. Viel Erfolg beim Renovieren! Liebe Grüße!

      Antworten
  22. Doro 24. April 2020 um 08:55 Uhr

    Ein wunderbarer Artikel! So schön zu sehen, was es heißt, sich Gedanken um die Zukunft zu machen und wie man für sich die Frage beantworten kann: Wie wollen wir künftig leben.

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  23. Julia 24. April 2020 um 11:57 Uhr

    Wow, ein toller Artikel! Danke für den Denkanstoß. Ich bin auch ein Stadtkind, aber die Sehnsucht nach Grün wächst in Tagen wie diesen. Liebe Grüße

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  24. Anna 29. April 2020 um 11:23 Uhr

    Schöner Text! Wir leben die Zukunft… das klingt erst ein bisschen surreal, aber es stimmt und es erdet. Ihr habt alles richtig gemacht 🙂
    Wir sind Anfang März auch in unser eigenes Haus gezogen, stecken zwar noch mitten im Umbau, aber es schenkt uns soviel Lebensqualität! Morgens einfach im Jogger auf der Terasse zu sitzen – um uns das Bauchaos – und die Ruhe zu genießen und sagen zu können, das ist unsers, das machen wir uns jetzt hübsch für die nächsten Jahrzehnte, ganz egal was Corona vor der Haustür treibt. Das klingt vielleicht etwas egoistisch, aber das ist es nicht, wir freuen uns schon, mit Familie und Freunden bald gemeinsam im Garten zu sitzen und sie teilhaben zu lassen. Viele liebe Grüße nach Brandenburg!

    Antworten
    • Alexa von Heyden 29. April 2020 um 14:44 Uhr

      … “gemeinsam im Garten zu sitzen und sie teilhaben zu lassen” – das ist auch gerade mein großer Wunsch. Liebe Grüße zurück!

      Antworten
  25. Stefanie 29. Mai 2020 um 12:35 Uhr

    Sehr schön! Leider schwierig lebbar mit einem Mann an der Seite, der nicht Bio-Deutsch aussieht…

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