Wonach ist dir heute?

1.) Frieden mit der fierzig.

Gestern hatte ich Geburtstag. Ich bin 41 Jahre alt geworden. 41. Ich habe mich die letzten Monate manchmal dabei erwischt, wie ich das weggenuschelt und/oder das Gesicht verzog. Das geht so nicht, habe ich beschlossen: Warum mache ich denn etwas eigentlich Wunderbares zu (m)einem Problem? Ich kenne Frauen (& Männer), die ihr Alter verheimlichen, weil sie Sorge haben, dass es ihnen schaden könnte. Whut? Da mach ich nicht mit. Ich bin ein-und-fiercig. Fierce lt. Übersetzung heftig, scharf, wild, anspruchsvoll, kämpferisch. Und es fühlt sich so gut an. Das darf ruhig jeder wissen! Freut euch drauf, wenn ihr es noch nicht seid. Feiert euch, wenn ihr zu diesem Club oder noch viel cooleren gehört! Ich tu’s!

 

2.) Eine richtig gute Geschenkidee.

Ich mag keine Geschenke. Nee, warte: Ich mag schon Geschenke, aber es ist irre schwierig, mir etwas zu schenken, dass ich auch wirklich mag. Damit ich mich so richtig freue, muss es schon etwas Besonderes sein. Auf keinen Fall besonders teuer, es muss mich irgendwie berühren. So wie diese Idee, die ich auf dem Blog Cup of Jo gefunden habe: Die Autorin Lisa Rubisch wünschte sich von ihren Freunden zum Geburtstag eine Nachricht – “a little booster of love”. Sie sollten ihr aufschreiben, was sie verbindet. Eine kleine Erinnerung, ein Foto oder etwas, dass sie ihr gern sagen würden.

Irre toll, oder? Das wünsch ich mir auch nächstes Jahr!

 

3.) Aufräumen, als sei man schon tot.

Bitte was? Also das ist ja wohl ein bisschen makaber! Stimmt, der Aufräumtrend namens Death Cleaning ist Marie Kondo für die ganz Harten. Dabei führt man sich beim Aufräumen immer wieder vor Augen, dass, wenn wir mal nicht mehr leben, unsere Sachen auch einfach größtenteils entsorgt werden. Der Gedanke soll dabei helfen, sich von unnötigen Dingen zu trennen.

Ich habe es am Wochenende ausprobiert und so doof ist es wirklich nicht. Mein Gedanke hinterm Hardcore-Aufräumen Daheim ist aktuell aber ein anderer. Ich denk immer: “Guck mal, liebes Universum. Ich räume schon so super auf, es wäre ein Leichtes direkt mit dem Wenigen, was wir wirklich lieben, in unser Traumhaus umzuziehen. Kannste uns ruhig eins schicken!!!”

Bisher hat das Universum noch keins rausgerückt. Falls ihr also noch Tricks kennt – ich bin zu allem bereit!

 

4.) Aufräumen mit Kindern. Oder: ein Wunder!

Das bisher Undenkbare funktioniert endlich ansatzweise bei uns: Die Kinder räumen mit auf. Nicht immer, aber schon viel häufiger als früher. Was geholfen hat: Ich habe ihr Kinderzimmer durchorganisiert. Es gibt jetzt in ihrem gemeinsamen Schrank für Spielzeug für alles, was sie lieben (Lego, Duplo, Verkleidungssachen, Eisenbahn, Magnet-Spiel) eine eigene, beschriftete Box. Möchten sie damit spielen, können sie es gern rausholen. Auch zwei auf ein Mal, aber es kommt anschließend alles wieder zurück in den Schrank. Wir üben das gemeinsam abends aufzuräumen und ich bin wirklich baff, wie gut das funktioniert.

 

5.) Weg mit allem, was nervt.

Okay, nur noch das und dann ist auch Schluss mit dem Thema Aufräumen. Es gibt doch so Themen, die einen stalken. Die einem immer wieder auf die Schulter klettern, mit dem Finger im Ohr bohren und so richtig nerven. Eigentlich buhlen sie nur um Aufmerksamkeit, aber wir haben keine Lust ihnen die zu geben, warum auch immer. Solche Themen habe ich natürlich auch ständig. Also habe ich eine Liste geschrieben “Was nervt” heißt die. Das tat schon mal irre gut, es einfach aufzuschreiben. Ich bin jetzt dran, eine Sache nach der anderen von dieser Liste zu streichen. Wie geil sich das anfühlt, dafür gibt’s kaum Worte. Was ebenfalls gut ist: Ich pass höllisch auf, das nichts Neues drauf hüpft. Auf die Schuler. Und auf die Liste.

 

6.) Freiheit für die weibliche Lust.

Katja Lewina hat das beste, wirklich das allerbeste Buch geschrieben, das ich je zum Thema Befreiung der weiblichen Lust und Sex gelesen habe. Und das waren mehr als eins. Ihr gerade erschienenes Buch heißt: “Sie hat Bock”. Darüber sprechen wir in der neuen Endlich Om-Podcastfolge – ab jetzt überall kostenlos wo es Podcasts gibt (SoundCloud, Spotify & Apple Podcasts). Katja führt nämlich ein sehr spannendes Liebesleben und erzählt ganz frei daraus. Sie ist seit neun Jahren verheiratet, hat drei Kinder und lebt seit fünf Jahren in einer offenen Beziehung. Dadurch hatte sie sowohl mit befreundeten Paaren, Freundinnen oder auch Fremden Sex. Ihre Freiheit hat sie sich erkämpft, wie, erzählt sie sehr beeindruckend im Interview. Es ist eine großartige Inspiration, um sich noch freier zu machen. Im doppelten Sinne.

 

7.) Endlich anprobiert.

Wir haben uns eine kleine Mode-Rubrik für unseren Instagram-Kanal ausgedacht. Ein Mal im Monat probiere ich was an, was ich schon lange als Trend in der Mode beobachte und schreibe dazu, was ich darüber denke und wie ich es tragen würde. Die Rubrik machen wir mit freundlicher Unterstützung einer meiner Lieblingsmarken namens Closed. Genau, trag ich seit Jahren, kennt ihr. Bin gespannt, wie ihr die Rubrik finden werdet. Nächste Woche geht’s los.

 

 

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It’s happening… ⁣ ⁣ ⁣ @hbomax⁣ @courteneycoxofficial⁣ @lisakudrow⁣ @mleblanc⁣ @mattyperry4⁣ @_schwim_

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8.) Unsere Freunde sind zurück.

Falls ihr auch laut aufgeschrien habt vor Freude, als die Nachricht kam, dass die US-Serie Friends eine Mini-Fortsetzung in Form eines einmaligen Specials bekommt – we feel you! Wer es kaum noch erwarten kann, bis wir es sehen können, dem sei das Buch empfohlen, das ich hier schon mal gezeigt und sehr gern gelesen habe: “I’ll be there for you” von Kesley Miller.

 

9.) Da kommt gerade mein Mann rein und bringt mir etwas zu essen.

Das plus jeden Abend eine Wärmflasche, wenn ich schon auf der Couch liege und zu faul bin aufzustehen – das reicht mir ernsthaft an Geschenken. Na gut, wir wollen hier mal nicht auf Mutter Theresa machen. Die pinke Bluse gab’s auch noch. Berührt mich definitiv.

 

10.) Schöner schlecht drauf sein.

Das ist das Motto für die neue Ausgabe des Endlich Ich-Abos, die diesen Sonntag (1.3.20), morgens online geht. Die Nöhl-Ausgabe haben wir sie getauft und für unsere liebsten Mimimimi-Sätze schlaue Lösungs- bzw. Umdenk-Geschichten zusammengestellt. So habe ich nach einem schlimm verkackten Meeting Ole Tillmann getroffen für ein Podcast-Interview zum Thema “Wie präsentiert man sich und seine Ideen optimal” getroffen und noch viel von ihm gelernt. Wir haben Geschichten für alle, die manchmal denken “Ich kann nichts”, “Immer bin ich pleite”, “Ich kann nicht kommen” (beim Sex), “Ich hab nix zum Anziehen”, “Frisur hab ich auch keine” und vieles mehr. Das wird sehr lustig und erhellend, versprochen!

 

 

Und was macht dir gerade gute Laune? Ich bin gespannt!

Herzlich,

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Johanna 27. Februar 2020 um 07:47 Uhr

    Liebe Steffi,

    obwohl ich mit meinen 28 Jahren nicht ganz in deine Zielgruppe (was für ein schreckliches Wort, by the Way) passe, bin ich so sehr verliebt in dein Blog Magazine. Ich finde es so schön, wie vielfältig ihr mittlerweile seid, welche leichten und schweren Themen ihr aufgreift und dabei nie den Spaß dabei vergesst. Seit diesem Jahr habe ich nun endlich auch das Abo. 🙂
    Mein Liebling bleibt aber diese Kategorie: Immer wieder inspirierend, was für GUTE LAUNE Tipps du findest.
    Deswegen: Danke für den Blog, danke für Euch. 🙂

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    • Steffi 27. Februar 2020 um 08:19 Uhr

      @Johanna: Guten Morgen Johanna, du gehörst aber sowas von in unsere Zielgruppe (Marie & Lesley sind genau so alt wie du, nee warte, noch ein Jahr jünger sogar!) und ich bin sehr verliebt in das, was du schreibst. Herzlichen Dank dafür, genau das ist mein Ziel, bei allem, was wir hier tun! Ich wünsche dir einen schönen Donnerstag! Herzliche Grüße, Steffi

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  3. Petra von FrauGenial 27. Februar 2020 um 12:13 Uhr

    Wir haben letztes Jahr für eine Freundin etwas Ähnliches gestaltet. Wir haben von uns jeweils einen Steckbrief geschrieben, wie wir sie kennengelernt haben, was für ein schöner Moment uns verbindet, welcher peinlichster Moment mit uns verbindet( das war das Witzigste überhaupt) . Die Liste kommt auch auf meine TODo Liste…und Alles Gute! Ab jetzt fängt das Leben aber mal soo richtig an!

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  4. Heike 27. Februar 2020 um 12:20 Uhr

    Hallo Steffi, grade heute morgen hatte ich diesen Gedanken beim Öffnen des Badezimmerschrankes. Was wäre, wenn du morgen schlimm krank oder mich schlimmer tot wärst. Ich will da jetzt echt aufräumen, na gut vielleicht morgen

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  5. ChristinaInAustralien 27. Februar 2020 um 14:36 Uhr

    Mir hat heute eine (australische) Studentin eine Mail geschrieben, die mit “Grüß Gott Frau Professorin” anfängt und dann auf English weiter geht. Voll süß. Von der Professorin bin ich noch gute 10 Jahre entfernt, aber so schlecht sieht das gar nicht aus…

    Außerdem und viel, viel, viel wichtiger kam heute Entwarnung, was das letzte Feuer in unserer Nähe angeht. Gelöscht. So ein Glück.

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  6. Micha 28. Februar 2020 um 08:09 Uhr

    Huhu Steffi,

    danke für die 10 Dinge. Magst du verraten mit welchem Schrank du das Aufräumproblem im Kinderzimmer gelöst hast? Wir haben eher ein Stauraumthema und ich habe für uns noch nicht die richtige Lösung gefunden… Trofast finde ich unfassbar hässlich, im Schrank wird es vergessen??, Regal schaut schnell chaotisch aus und staubt ein, aaaaah! Daweil haben wir wirklich nicht viel.

    LG

    Micha

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    • Steffi 28. Februar 2020 um 11:21 Uhr

      @Micha: Liebe Micha, die Kinder teilen sich ein Zimmer. Wir haben einen alten Holzschrank, den habe ich jetzt komplett entmistet und für Spielzeug freigeräumt. Sprich da ist alles in Kisten sortiert drin. Und dann haben wir einen sehr hohen Pax-Schrank von Ikea für alle Anziehsachen. Ich zeig nächste Woche mal bei Instagram Stories wie ich das sortiert habe, okay? Versuche ich! 🙂 Herzlich, Steffi

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  7. Christina 28. Februar 2020 um 09:51 Uhr

    Der Tip für „eine richtig gute Geschenkidee“ hat mich grad wirklich umgehauen und zu Tränen gerührt. Was für eine wundervolle Idee.
    Danke, dass du diesen tollen Blogartikel mit uns geteilt hast.

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  8. Karen 28. Februar 2020 um 11:18 Uhr

    Nun freu ich mich noch mehr auf Sonntag und meine was nervt-liste habe ich auch gerade angelegt.

    Ihr kommt mal wieder zur richtigen Zeit, beruhigend, denn es scheinen viele an den gleichen Themen zu sitzen, zu denken

    Antworten
  9. Anja 28. Februar 2020 um 11:24 Uhr

    Unser Sohn hatte am Sonntag Geburtstag und nicht alle Kinder kannten sich. da haben wir kleine Runde zum “Warmwerden” die Kinder gefragt, woher sie unseren Sohn kennen und was sie an ihm mögen. Das war sehr schön und kann ich nur empfehlen.

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  10. Theresa 28. Februar 2020 um 12:21 Uhr

    Liebe Steffi, der freie Freitag wird immer noch schöner durch den offiziellen Start ins Wochenende mit eurem Newsletter dazu. Es ist wie bei Johanna – die 10 Dinge, die gute Laune machen, mag mich mit am meisten. Dieses Jahr werden sich ich und die 40 auch verbinden. Ich habe noch keine Ahnung wie ich das feiern will. aber der Mann einer guten Freundin hat letztes Jahr zur 40 eine Schnitzeljagd in der Stadt veranstaltet. Als erstes ging es mit dem Taxi (wir haben keine Zeit für die bvg) ins Willy Brandt Haus, Ausstellung zum ModeMagazin Sybille. Damit war jegliche Panik verflogen (habe wohl kurz an Junggesellinnen Abschiede gedacht) Und er hatte die Idee dass alle Freundinnen eine Collage über die gemeinsame Zeit mit der Freundin machen. Das war so schön und so unterschiedlich, ja nach Freundin halt. (Fotocollage, Gedicht, Psycho Test a la “mädchen“, Brief). Herrlich.
    Hab es gut, das Wochenende. Ich freue mich dann schon mal vor auf das neue und auf Friends (ahhhh).

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    • Steffi 29. Februar 2020 um 17:37 Uhr

      @Theresa: Liebe Theresa, das freut mich so sehr! Genau so haben wir es uns ausgedacht! 🙂 Die Schnitzeljagd, vor allem die Collagen deines Freundes klingen großartig. Herzliche Grüße & bis Morgen im neuen Abo dann! Herzlich, Steffi

      Antworten
  11. Nadine Greck 28. Februar 2020 um 13:56 Uhr

    Liebe Steffi,

    10-Dinge-die gute-Laune-machen ist meine absolute Lieblingskolumne von Dir! Mit so vielen abwechslungsreichen Perspektiven, die mich immer zum Schmunzeln bringen und mir wirklich gute Laune machen!

    Ich gebe Dir und Euch noch einen Ausblick: Ich bin mittlerweile Mitglied im “Fast-Mitte-Fiercig-Club” – und das ist auch mega! Da passiert so richtig viel! Das Netzwerk brodelt, Familie und Freunde bereichern das Leben ungemein!

    Macht es Euch alle hübsch am Wochenende – wirklich schön, dass wir alle da sind!

    Viele Grüße,
    Nadine

    Antworten
  12. Elisabeth 29. Februar 2020 um 16:45 Uhr

    Liebe Steffi,

    Friends kommen (einmal) zurück??? Wow, tolle Neuigkeiten! Wweißt du da genaueres?
    Und kannst du ein Beispiel für die Nervliste geben? Spontan fällt mir das Regal ein, dass ich Freitag nach Monaten endlich angebracht habe, um endlich Musik/Podcasts in der Küche über ordentliche Boxen und nicht nur übers Handy hören zu können. Das hat vielleicht genervt… warum habe ich das nicht früher gemacht!? 🙂

    LG und freue mich schon wahnsinnig auf die neue Abo-Ausgabe!

    Antworten
  13. Nicole 2. März 2020 um 17:22 Uhr

    Liebe Steffi!
    Die Sache mit dem Haus: Könnt Ihr das bitte zuvor ausprobieren, irgendwie. Wir hatten auch die Idee vom Haus, von Kind 1 an. Ganz romantisch, Garten, viel Platz, individuell auf unsere Familie zugeschnittene Gestaltung… Haben wir dann auch alles umgesetzt. Sah superschön aus, fühlte sich aber auch nach drei ganzen Jahren noch nicht richtig an. Es war nicht romantisch, da viel mehr Arbeit und Verantwortung, dadurch irgendwie viel weniger Zeit für die Kinder, sozial etwas völlig anderes, dabei waren wir in der gleichen Stadt, in einem richtig guten Viertel, aber die Leute waren trotzdem ganz anders als in den urbaneren Stadtteilen. Es gab viel weniger Miteinander, viel weniger Offenheit, viel weniger Nachbarschaftliches. Ich konnte kaum was mit dem geliebten Fahrrad erledigen. Schulen, Kindergärten, Babykurse (mit Kind 2 dann) waren ganz anders von der Struktur. Irgendwie kein easy going und life mehr. Muss nicht so sein! Gibt ja genügend andere Stories. Kann aber! Deshalb genau hingucken und wenn möglich, vorher ausprobieren – bei Freunden, über Haustausch… Wir sind nach drei Jahren zurück in die Stadt gezogen, zwar seitdem immer noch auf der Suche nach bewohnbarem Eigentum, aber sowas von glücklich und alle aufgeblüht (in der Stadt??? verrückt was!? 😉 hier. LG! N

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  14. Kika 4. März 2020 um 10:44 Uhr

    Liebe Steffi,

    ich glaube es garnicht, so viele Kommentare und keine fragt nach deinem sensationellen Oberteil! Ich bin mal so frei und frage… 🙂

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