Wonach ist dir heute?

A wie… Ampeln

Meine Raststätten. Selten habe ich mich so über Ampeln gefreut. Top zum Luftholen und um den Schweiß in Ruhe den Rücken entlangrinnen zu lassen.

B wie… Bitte lass mich das überleben

In den Dokumentationen über die Klimakrise sahen die Fahrradwege in den fortschrittlichen Städten irgendwie breiter aus. In Hamburg hören die an ganz vielen Stellen einfach so auf. Einfach so! Oh goddogod.

C wie… CO2

Das ist schon geil: Die Luftzufuhr. Sonst kommste aus der Wohnung, ins Auto, ins Büro und abends denkste: Hab ich heute eigentlich schon mal richtig frische Luft eingeatmet? Na klar, an den Tagen mit den Kindern ist das anders. Nur kommt man da ja manchmal auch kaum zum Atmen. Hehe.

D wie… Du A%$“!?*

Autofahrer*innen können ja solche Arschlöcher sein. Fahrradfahrer*innen auch. Man sagt doch: Im Auto reagieren sich viele ab, lassen die Wut raus, die sie sonst unterdrücken. Ist das auf dem Rad das Gleiche? Hui.

E wie… Elektrofahrräder

Die Droge. Haste ein Mal davon gekostet, ist es schwierig, wieder Runterzukommen. Wie einfach das ist, sogar mit großem Vorbau und Kindern drin. Wie elegant man aussieht und alle so: Krass, die schwitzt ja gar nicht. Schwitzt sie wohl, wenn sie den Preis für das Elektrorad sieht.

F wie… Fahrradhelm

Mit meinem sehe ich aus wie eine Playmobilfigur. Komm mir jetzt nicht mit diesem Nackenschutzding, das sich aufbläst beim Unfall. Damit siehste auch aus wie von Playmobil. Ich sag nur: Halskrause bei den Ritterfiguren.

G wie… Getier

Ich bin doch jetzt Vegetarierin. Aber nicht mehr, seitdem ich Fahrrad fahre. Ständig esse ich kleine Tierchen. Weil ich vor lauter schwer Atmen natürlich den Mund auf hab.

H wie… Herrlich

Na gut: Vieles fühlt sich beim Radfahren auch herrlich an. Kein Stress bei der Parkplatzsuche. Das sich so sportlich fühlen. Das lässige Grüßen oder sagen wir mal Zunicken anderer Radfahrer – oder nick nur ich denen zu?

I wie… Ihhhh

Regen. Soweit bin ich noch nicht. Bisher bin ich Schönwetterfahrerin. Regen ist was für Fortgeschrittene. Das hat mit meinem Kindheitstrauma zu tun. Wir mussten bei Regen und Wind in Ostfriesland jeden Tag mehrere Kilometer mit dem Rad zur Schule. Ich hab mir damals geschworen: Wenn ich groß bin, muss ich das nicht mehr. Na toll, und jetzt ist es wichtiger denn je, Rad zu fahren.

J wie… die Jugend

Das sieht so gut aus, wie die jungen Mädels (oh Gott, hab ich das wirklich geschrieben? Bin ich schon so alt?) auf ihren Rennrädern sitzen. In den High-Waist-Jeans mit weißen Shirts. Der Hit! Nur: Bekommen die nicht Rücken davon? Oder Niere?

K wie… Kinder & Kastenfahrräder

Wer eine autofreie Stadt möchte, wird früher oder später auch ein Kastenfahrrad haben. Oder einen Anhänger. Weil, wie sollen wir sonst Kinder, Einkäufe und und und transportieren? Bisher sind die Kastenfahrräder leider preislich noch Ferraries. Wir haben einen Anhänger für die Kinder. Den häng ich mir jetzt hinters Rad. Meine einzige Sorge: Das ihn mir jemand samt Kinder abfährt.

L wie… Lange Zeit

… war mein Fahrrad in der Hecke eingewachsen. Vier Jahre. Dann hat mein Mann es daraus befreit, wir haben es angesprüht und mit lustigen Punkten beklebt. Das ist schon wieder sechs Jahre her. Es funktioniert nur noch ein Gang in der Schaltung. Und auf Punkte steh ich gar nicht mehr so. Aber ich bleib ihm treu. Wir haben schon so viel zusammen durchgemacht.

M wie… Muschibrand

Die Wahl der richtigen Unterhose ist kriegsentscheidend beim Fahrrad fahren. Hab ich schmerzlich gelernt. Mein Mutter jagt Touristen in Ostfriesland (mit ihrem E-Bike) die Küste hoch und runter. Dabei trägt sie eine Art gefütterte Radlerhose unter ihren Sachen. Da ist soetwas wie eine dicke Binde drin. Gibt’s im Fachhandel. Ich zieh das nicht an, aber ich träum davon. Heimlich.

N wie… Noch mehr sehen

Irgendwie sehe ich mehr, seitdem ich Fahrrad fahre. Neue Geschäfte, lustige Plakate, andere Menschen. Es gibt so viel zu gucken. Nicht alles ist schön, aber vieles sehr spannend.

O wie… Och, nun gebt mal nicht so an!

Ich bin die Langsamste. Mich überholen sogar Kinder. Das ist okay. Ich tue so, als sei das Konzept. Bin ich halt besonders achtsam, weißte? Alles eine einzige Meditation.

P wie… Platten

Wo und wie pumpt man heute eigentlich noch Reifen auf? Tankstelle? Nope. Fahrradpumpe? Hab ich nicht (mehr). Lohnt sich die Anschaffung? Oder lieber in ein Fahrradgeschäft, nett lächeln und um etwas Luft aus diesen tollen automatischen Dingern bitten?

Q wie… Querulanten

Das ist kein Fahrradweg!!!!! Geht’s noch langsamer, Uschi?!?!?!? Mensch, Uschi übt doch noch!!!

R wie… Richtig fahren

Uschi übt doch noch!!! Immerhin hat mich der Busfahrer heute früh keine 50 Meter mehr angehupt, das ich gefälligst von seiner Spur verschwinden soll. Sondern nur drei. Das ist doch schon mal was.

S wie… Sitzbeinhöcker

Aua.

T wie… Training

Vom Gefühl her hab ich bald mega durchtrainierte Beine. Vom Gefühl her.

U wie… Umweltschutz

Ich mache beim Retten der Welt mit – dieses Gefühl ist die große Belohnung beim Fahrradfahren (neben den irre durchtrainierten Beinen und der frischen Luft). Und wollen wir das nicht gerade alle?

V wie… Verheddern

Entweder sitze ich halb nackt auf dem Rad, wenn das Kleid zu kurz ist zum Fahren (oder hochweht). Oder es ist zu lang und verheddert sich in den Pedalen. Also mach ich jetzt Knoten. In die Kleider. Bevor sie welche in meine Beine machen.

W wie… Warnweste

Hahahahahahaha. Nein.

X wie… das Xte Mal

Dann überhol mich doch!!!!!!!!!!!

Y wie Youtube

Max Raabe hat ein sehr niedliches Lied zum Thema Fahrradfahren eingesungen. Hier klicken.

Z wie… Zukunft

Kindern lernen durch Abgucken. Wenn ich nicht Fahrrad fahre, werden sie es nicht als total normal empfinden. Also fahr ich, auch mit ihnen. Immer mehr. Und sie juchzen vor Freude. Und vielleicht ihr ja auch bald. Lasst uns Neues ausprobieren & unsere Zukunft mitgestalten.

 

Herzlich,

Steffi

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Julia 11. Juni 2019 um 07:37 Uhr

    Herrlich, einfach erquicklich so etwas früh morgens zu lesen!

    Antworten
  3. Romy 11. Juni 2019 um 07:50 Uhr

    Liebe Steffi, ich bin seit einem Jahr “umgestiegen” – wie Du aber auch nur bei schönem Wetter. Nun kann ich es mir anders nicht mehr vorstellen! Dir eine gute Woche!

    Antworten
  4. Julia 11. Juni 2019 um 08:34 Uhr

    Wie sehr ich mein Münchner Radl und die herrlichen Radlwege vermisse. ALLES hab ich mit dem Rad gemacht (ok, mittlerweile sind die Münchner Radwege echte Highways – inklusive Stau und Rush Hour!). Hier in Wiesbaden (laut ADFC Rad-unfreundlichste (!) Stadt Deutschlands) hätte ich mein Totenhemd an beim Radfahren. Aber langsam tut sich sogar hier was. Nur: Ich hab noch zu viel Schiss. Immerhin ist Dein Helm grau. Meiner war weiß. Damit hab ich ausgesehen wie ein Champignon. Dann lieber Playmobil.

    Antworten
  5. Anna 11. Juni 2019 um 08:43 Uhr

    Lustiger Artikel am Morgen liebe Steffi! Ich erkenne mich in so vielen Sachen wieder…
    Dir einen schönen Start in die Woche!

    Antworten
  6. Andrea 11. Juni 2019 um 08:52 Uhr

    Fahrrad fahren ist toll! Bei schönem Wetter. Und ich bin auch immer so happy, wenn ich es wieder geschafft habe. Irgendwann fängt man auch an, mal jemanden zu überholen, tolles Gefühl! Viel Spaß dir weiterhin, es braucht auf jeden Fall noch weitere entspannte Fahrradfahrer, denn manche aggro Verkehrsteilnehmer sind echt heftig….

    Antworten
  7. Anni 11. Juni 2019 um 09:06 Uhr

    Super, dass du wieder Rad fährst liebe Steffi! Halte durch, es wird einfacher.
    Ich selber fahre jeden Tag mit dem Rad in die Firma, zum Glück ist es nicht so weit. Manchmal gönne ich mir den Luxus und lasse mich im Auto mitnehmen. Dann bekommt man innerlich einen Rückfall und denkt sich, es ist so viel einfacher mit dem Auto…..aber wir wollen ja uns und der Umwelt etwas Gutes tun und man quält sich dann doch wieder mit dem Rad. Mir wird oft gesagt, ich solle mir ein anständiges Rad kaufen, dann fällt einem auch das Fahren leichter und ist angenehmer. Das mag sein, passt aber auch nicht zu meinem Verständnis von Nutzen was man hat so lange es nicht völlig kaputt ist, etc. Luft in den Reifen bekommt man hier übrigens im Fahrradgeschäft, wenn man nett Fragt und u.U. noch einen Euro in die Kaffeekasse wirft.
    Einen Helm muss ich mir auch noch unbedingt besorgen, da bin ich echt kein Vorbild! Aber inzwischen habe ich eine super Regenhose, auch wen sie super teuer war, aber sie hält bisher einfach alles aus und ist dicht. Das kann ich nur empfehlen und im Büro immer Ersatzschuhe liegen haben. Was ich von Tag 1 an mache ist, im Büro dann ein anderes Oberteil anziehen, weil ich auf jeder noch so kurzen Strecke einfach durchgeschwitzt bin. Das liegt bestimmt nur daran, dass ich immer einen Rucksack auf dem Rücken habe….mir wurde mal der Gepäckträger geklaut (warum tut man sowas?!)….
    Also go on, Fahrradfahren ist toll! 😉

    Antworten
  8. Lilli 11. Juni 2019 um 09:19 Uhr

    Liebe Steffi, klasse Text – hab sehr gelacht und kann sooo mitfühlen. Ich bin durch meinen Mann wieder aufs Fahrrad gekommen, er liebt Radfahren, wir haben also beide unser Auto abgeschafft, in Berlin/Potsdam kein Ding – schon vor 20 Jahren, also lange vor Greta 😉 Wir machen mittlerweile sogar lange Radtouren und Steffi halt Dich fest, wir machen Radurlaub. Ich finde es mittlerweile ganz schön viel in der Natur unterwegs zu sein, aber nicht bei Hitze und nicht bei Regen und für Bergetappen radle ich auch zu Uschi-mäßig. Muschibrand ist ein tolles Wort, und wer es schon hatte, der weiß, wovon Du sprichst – Hölle!
    Du siehst auf Deinem Rad mit dem Helm Super aus und ich mag Uschis dotted bike  Und wo Du doch ein Holland und Dänemark Fan bist, die Radwege dort sind ein Traum, in Kopenhagen gibt es Rad-Highways, das macht sogar mir richtig doll Spass, schau Dir das mal im Urlaub an, aber Vorsicht, die haben auch Tempo drauf. Eine schöne Woche, Lilli

    Antworten
  9. Angela - designhaus no.9 11. Juni 2019 um 09:38 Uhr

    Schöner Artikel! 🙂 Ich lebe bereits seit 3 Jahren ohne Auto. Letzten Sommer habe ich mir dann wieder ein Fahrrad zugelegt. Immerhin bin ich doch bis ich 20 war nur damit unterwegs gewesen. Doch die Fahrrad-Welt hat sich ja mächtig verändert. Auf dem Fahrradweg herrscht Krieg. Was ist denn in den letzten Jahrzehnten nur passiert? 🙂
    Schöne Restwoche!

    Antworten
  10. Kerstin 11. Juni 2019 um 09:40 Uhr

    Guten Morgen, Uschi!
    Zwei Tipps für mehr Bequemlichkeit: Uralte Idee gegen fliegende Röcke unter https://cupofjo.com/2014/07/how-to-ride-a-bike-in-a-skirt/

    Außerdem für leichten Regen als Beinschutz, denn nichts ist schlimmer als vollgesogene Jeans an den Oberschenkeln…
    https://www.rainlegs.com/de/home

    Gerne im Fahrradladen kaufen, denn Versandhandel erzeugt auch irre viel CO2… 🙂

    Viel Spaß beim Radeln weiterhin!
    Kerstin

    Antworten
  11. Christina 11. Juni 2019 um 09:52 Uhr

    Haha.. hoffentlich atmest Du mehr O2 als CO2.
    Super Vorbild-Artikel und hoffentlich Ansporn für viele!

    Antworten
  12. Ina 11. Juni 2019 um 09:54 Uhr

    Herrlicher Artikel. Ich liebe Radfahren – durch die Stadt, durch die Natur, erst mit einem Kind im Sitz, dann mit zwei Kindern im Hänger, inzwischen nur noch mit Einkaufstüten vorn und hinten. Und ich kann Dich beruhigen – ich fahre ohne Radlerhosen unter meinen Klamotten, ohne Warnwesten aber dafür nicht mit langen Kleidern. Respekt! Aber ich habe wirklich sehr geschmunzelt bei Deinem lustigen Artikel. Halte durch liebe Steffi – mein Sohn (inzwischen 11) macht alle seine Wege durch die Stadt allein mit seinem Rad. Und er liebt die frische Luft & die Flexibilität. Und das schönste Radgefühl bekommt man wenn man nachts von einem netten Abend mit Freunden durch die sommerliche Stadt nach Hause fährt. Komm gut in Deine Woche.

    Antworten
  13. Nadine 11. Juni 2019 um 10:00 Uhr

    Liebe Steffi,

    mega gut!!!
    “Muschibrand” wird mein Wort der Woche.
    Und ich fange auch langsam an mein Rad zu lieben…. wenn es nicht gerade in der Werkstatt ist.
    Wünsche dir und deinem Rad eine sonnige Woche!
    LG

    Antworten
  14. Julia 11. Juni 2019 um 10:01 Uhr

    Grandios, ich hab Tränen gelacht. Seit ich neulich vor Rührung heulen musste, als die Fridays for future Kinder hier durch Düsseldorf zogen, beißt mir mein Schweinehund in die Wade, wenn ich mal wieder aus Bequemlichkeit zwei Kilometerchen mit dem Auto fahren will. Allerdings schwitze ich auch Blut und Wasser, wenn mein Zehnjähriger mit mir über die ultraschmalen Radwege durch den Stadtverkehr rollt. Aber wir kommen uns dennoch jedes Mal wie die Weltretter vor. PS: Die Matheaufgaben beim Abschicken des Kommentars sind eine Herausforderung für mich. Ich bin auch Journalistin, die können nur schreiben 🙂

    Antworten
  15. Franziska Bohmann 11. Juni 2019 um 10:03 Uhr

    Steffi, Du wirst echt jeden Tag cooler!! Next Step faire Klamotten! 😉

    Ich bin auch überzeugte und mittlerweile sogar passionierte Fahrradfahrerin, grade in der Stadt macht das einfach so viel Sinn! Auf so vielen Ebenen. Aber Achtung, von begeistert bis militant ist es nur ein ganz kleiner Schritt… ups.
    Seit zwei Wochen sind wir nun stolze Besitzer eines Lasten-Ebikes (für Kinder, Einkäufe, Bierkästen, Hund…) und das ist echt die absolute Steigerung von Fahrspaß! Ich trau es mich kaum zu schreiben, aber heimlich träume ich von Fahrrad-Urlauben… jetzt ist es raus, ich bin offiziell uncool geworden, hahaha!

    Allzeit gute Fahrt!

    Antworten
  16. Tammy 11. Juni 2019 um 11:06 Uhr

    Was für ein guter Zeitpunkt, seit Samstag radl ich nämlich auch wieder. Dieses Mal mit E-Bike, sonst kommst die Weinberge hier in Stuttgart niemals im Leben hoch. Und ich fahr auch noch lahm, der Arsch tut mir dermaßen weh, bin ständig auf der Hut vor Autos – aber vorbildlich mit Helm und Spaß. Dir gute Fahrt!

    Antworten
  17. Astrid 11. Juni 2019 um 11:36 Uhr

    Super, das du endlich in die Pedale trittst. Das ist auch ein super Vorbild für die Kinder. In Großstädten sollten eh alle Autos verboten werden, das wäre so viel entspannter und lebenswerter. Wir wohnen in Berlin und hatten noch nie ein Auto. wir machen alles mit dem Rad – und es ist kein Kastenrad. Unser Großer hat mit 4 Jahren Fahrrad fahren gelernt und seitdem fährt er selbst: erst in die Kita und seit 2 Jahren in die Schule. Die Kleine sitzt zwar noch im Kindersitz, aber sie ist schon ganz heiß drauf jetzt auch Rad fahren zu lernen.
    Viel Spaß beim Radeln weiterhin!

    Antworten
  18. Sabine 11. Juni 2019 um 11:48 Uhr

    Hallo Steffi,
    Whoop, Whoop! Du schaffst das 🙂

    Hier in Frankfurt gibt es öffentliche Radpumpen.
    Aber zu Geschäftszeiten pumpt wirklich jeder Laden einem gegen ein “Bitte” und ein Lächeln den Reifen auf 🙂

    Für Kleider/Röcke auch gut geeignet: Haarklammern und die Nupsis, die offene Verpackungen verschließen. Leiert den Stoff nicht ganz so aus, gibt dafür aber mitunter hässlichere Knitterfalten 🙂

    Frohes Radeln!

    Antworten
  19. Marion (Unterfreundenblog) 11. Juni 2019 um 12:03 Uhr

    S wie … selten so gelacht!
    Sowas von auf den Punkt, “Uschi”!

    Die Fahrradunterbuxe hatte ich diese Woche auch schon in der Hand … und zurückgelegt. Ich radle ja nur zum Biergarten (was heißt nur – immerhin 25 km hin und zurück!) und dann? Wackle ich mit dickem Damenbindenpo durch die Gänge? Näh!

    Herrlich Steffi, ich freue mich jetzt schon auf Teil 2 von Muschibrand & Co.

    Antworten
  20. Jessica 11. Juni 2019 um 13:51 Uhr

    Sehr cool, Steffi!
    Als meine Chefin die Aktion „alle, die in der näheren Umgebung wohnen, fahren ab jetzt öfter mit dem Fahrrad“ ausrief, machte es Vielen keinen Spaß, weil ihre Art nicht sehr motivierend rüberkam. Jetzt, nach ein paar Wochen, tun‘s aber doch einige KollegInnen. Ich auch, zumindest 2x pro Woche. Die Strecke ist nicht lang, aber bei uns ist’s sehr hügelig. Macht Spaß, ein gutes Gefühl und verbindet noch ein bisschen mehr. E-Bike fänd ich peinlich. Noch geht’s gut so.
    Liebe Grüße
    Jessi

    Antworten
  21. Eva 11. Juni 2019 um 14:12 Uhr

    Oh Mann, Steffi, ich habe Tränen in den Augen vor Lachen! Wie herrlich lustig du das wieder geschrieben hast! Und dann noch Julias Kommentar zum weißen Champignon-Helm. Ich schmeiß’ mich weg!!! 😀

    Antworten
  22. Ferdini 11. Juni 2019 um 14:27 Uhr

    Liebe Steffi,
    wie cool, dass du mit Helm fährst! So kluge Frauen wie wir alle sollten eben auf ihre Köpfe aufpassen!

    Alles Liebe

    Frigge

    Antworten
  23. Anna 11. Juni 2019 um 14:32 Uhr

    Hallo, liebe Steffi,
    ja, Hamburg per Rad ist ‘ne echte Herausforderung.
    Aber das wird!
    Ich fahre jeden Tag zum Job u.a. Auch bei Regen. Da ich die gräuslichen Regenhose echt nicht über meinen Luxushintern bekomme, habe ich eine schöne Alternative gefunden. Die langen Regenmäntel von Happy Rainy Days haben eine Art Schürze, die auch vorneherum die Bein schützt. Wenn man sie nicht benötigt, wird sie nach hinten geknöpft. (Ähnlich wie die Mäntel der australischen Cowboys, haha). In knallrot sieht der Mantel auch noch recht gut aus und er ist vor allem lang genug auch für große Frauen wie uns.
    Viel Spaß beim Radeln.
    Ach ja: Gangschaltung reparieren lassen. Lohnt sich! Bringt mind. 2 km/h mehr!

    Antworten
  24. Sabrina 11. Juni 2019 um 14:52 Uhr

    Hallo Steffi,
    oh Gott, ich höre dich förmlich keuchen!!!
    Es ist wirklich ein Aha-Erlebnis, ein gutes Rad unter dem Hintern zu haben. Es fällt so unendlich leichter dann. Vielleicht eine Weihnachtswunschoption?
    Was auch wahnsinnig angenehm ist sind ergonomische Lenkergriffe. Nicht hübsch, aber das Handgelenk knickt nicht so ab.
    Danke übrigens an Kerstin für die Tipps mit dem Penny und den Regenüberziehern – kannte ich beides noch nicht!
    VG Sabrina

    Antworten
  25. Marion 11. Juni 2019 um 14:57 Uhr

    Liebe Steffi,
    Wie toll, dass du jetzt auch aufs Fahrrad umgestiegen bist!
    Was mir das Leben leichter und schöner macht: unser E-Lastenrad. Bei Wind und Wetter. Bin sogar jetzt, 3 Wochen nach Geburt von Kind Nr. 3, schon wieder damit unterwegs. Mit montierter Babyschale und ganz ohne Muschibrand
    Ob das am guten Sattel oder an der Langzeitradler-Hornhaut liegt?
    Lastenräder sind ja leider immer noch so teuer wie ein gebrauchter Kleinwagen. Deshalb war es toll, dass die Anschaffung letztes Jahr zu 50% vom Land Baden-Württemberg gefördert wurde. Bitte mehr davon!
    Liebe Grüße,
    Marion

    Antworten
  26. A-MN 11. Juni 2019 um 16:10 Uhr

    Ich als passionierte (hihi) Radfahrerin muss hier natürlich auch einen Kommentar hinterlassen 😉
    Wir wohnen in Bremen und haben kein Auto, wenn wir eins brauchen, leihen wir uns ein Carsharing Auto. Ansonsten machen wir ALLES und bei JEDEM Wetter mit dem Rad.
    Es lohnt sich, in gute Räder und gute (Regen-)Kleidung zu investieren und ggf. in wasserdichte Fahrradtaschen. Dann macht es echt noch mal mehr Spaß. Und wenn man ein gutes Rad hat, kann man direkt auch viel schneller fahren und hat weniger Muschibrand 😉

    Antworten
  27. Sarah 11. Juni 2019 um 19:56 Uhr

    Haha, I feel you! Ichbin lezzten Sommer das erste Mal nach gefühlt 10 Jahren wieder Rad gefahren. Mit der Familie, alle gut im Radfahrer trainiert. Ich war 2x beim Arzt, weil ich sicher war, die Schmerzen können nicht normal sein. Wochen tat mein Bein weh. Ernsthaft. Seitdem hab ich Angst vor den Dingern. Aber dann Dir werde ich nun mein Rad 1. schick absprühen und 2. nochmal fahren. Vielleicht erstmal kurze Strecken 😉 Es gehen übrigens auch nur noch 2 von 7 Gängen. Aber das ist einer mehr als bei dir! Ha! Dann schaffe ich das ja wohl auch….

    Antworten
  28. Manu 11. Juni 2019 um 20:12 Uhr

    Mädels googelt mal Protective Lolita … das ist eine graue schicke bike-unterhose die muschibrand verhindert – aber keinen so arg dicken Polster einsatz hat…

    Antworten
  29. Sarah 11. Juni 2019 um 23:51 Uhr

    Was für ein herrlich schöner Artikel!

    Antworten
  30. Mareike 12. Juni 2019 um 07:41 Uhr

    Ach, wie sympathisch, dass es noch andere gibt, die sich mit dem Radfahren etwas schwer tun!

    Ich wohne in einer sogenannten „Fahrradstadt“ und in meinem Haus hat jeder einzelne Nachbar ungelogen drei bis vier Räder im Fahrradkeller stehen.

    Bei mir scheitert das Radfahren am exzessiven Schwitzen. Etwa der Fahrt zur Arbeit mit dem Rad nimmt es jede Leichtigkeit, wenn ich mich nach der Ankunft bei der Arbeit erstmal waschen und immer Wechselklamotten dabei haben müsste.
    Und so beschränkt sich meine Teilnahme an der Fahrradkultur auf die Bewunderung gut und gänzlich unfunktional gekleideter Radfahrer (aber mit Helm, versteht sich).

    Antworten
  31. Doreen 12. Juni 2019 um 08:58 Uhr

    Liebe Steffi,
    wunderbar erfrischend und herrlich ehrlich! Danke, Du hast mir den Morgen erhellt!

    Antworten
  32. Kim-Jasmin Kirchhoff 12. Juni 2019 um 12:01 Uhr

    Hast Du auf Insta Werbung bekommen von der neuen Periode Unterwäsche Ooshi (gesprochen Uschi, passt also)? Das könnte der urbane Ersatz sein für die Fahrradhose Deiner Mutter 😉

    Antworten
  33. Eva 14. Juni 2019 um 13:21 Uhr

    1. Gegen den Brand hilft es, den Winkel des Fahrradsattels zu ändern und ihn etwas zu kippen oder auf ein gepolstertes Modell zu wechseln oder ihn zu polstern mit so einem Überzieher. Ich habe gute Erfahrungen mit einem Ledersattel gemacht. Schön geschmeidig. Hatte ich auch mal: einen Rocksattel. Da lehnst du lässig wie auf ‘nem Barhocker drauf. Freihändig fahren ist dann allerdings nicht angeraten.

    2. Statt Knoten im Saum: Ich habe immer eine Holzwäscheklammer dabei. Knittert nicht so.

    3. Es fährt sich bestimmt leichter, wenn die Fahrradtasche auf der richtigen Seite klemmt. Eselsbrücke: Der Reflektor muss nach hinten zeigen. 😉

    4. Du hast jetzt schon schöne Beine. Erinnerst Du Dich noch an “Schwabbel adé”?

    Antworten
  34. Christina 14. Juni 2019 um 23:04 Uhr

    Auch nach 32 guten Ratschlägen und Motivationssprüchen kann ich mich nicht zurückhalten 😉
    Investiere in gutes Material! Dein Rahmen ist glaube ich zu klein für dich (und wenn du eh schon ein neues Rad brauchst kaufe gleich ein Pedelec. Damit fährt es sich soooooo entspannt, nur ein bißchen die Beine bewegen. Dafür ein Auto abschaffen und schon ist der Preis locker wieder raus. ;-))
    – Es gibt Inzwischen „Antiplattreifen“, damit entfällt bei mir seit 7!! Jahren täglicher Benutzung das Schlauchwechseln und ständig Aufpumpen.
    – Außerdem habe ich mirENDLICH einen Sattel mit „Schlitz“ in der Mitte gekauft. Entlastet herrlich im kritischen Scheuerbereich. Ich merke nix mehr!
    – ich habe ein riiiiesiges rotes Regencape, das mich auch bei Regen gut trocken hält. Ich freue mich aber über den tollen Tipp zu den Rainlegs! Danke!
    Viel Freude bem Radeln und halte durch! Ich konnte es zunächst auch nicht glauben, aber irgendwann kommt der Punkt, da stehst du morgens in der Haustür und denkst „Nieselregen oder stickiges Auto? – ach egal, ich fahr kurz durch den Regen.“
    Grüße!

    Antworten
  35. Kalu 17. Juni 2019 um 09:14 Uhr

    Ein sehr witziger Artikel 🙂
    Mein Tipp: Kauf dir ein leichtes Rad und einen guten Sattel. Das sind Welten. Ich bin auch in deinem Alter und fahre ausschließlich Rennrad- das Ding fährt sich von allein und sieht noch saucool aus 🙂

    Antworten
  36. Nadine 22. Juni 2019 um 10:33 Uhr

    Ich schließ mich dem Tipp mit dem Sattel an – Muschibrand und Sitzbeinhöcker hören sich ganz danach an!
    Ich fahre auf einem 100 € Sattel, der noch beweglich ist und gut gegen Rückenschmerzen, die Anschaffung hat sich total gelohnt!
    Und was auch helfen kann, Sattelhöhe/Einstellung verändern. Manchmal kriegt man dann mehr Kraft auf die Pedale!
    Ich hatte früherauch ein Rad mit nur einem von drei Gängen und das ging trotzdem super! Und es war nicht der erste…
    Ich hab bei der letzten Jobsuche tatsächlich explizit nach einem Job gesucht, der mit dem Rad gut erreichbar ist. Das macht so viel an Lebensqualität aus. Wir suchen aktuell ne Garage damit wir in Ebikes (einschließlich Lastenrad) investieren können, und langfristig unser Auto abschaffen. Ein neues wollen wir nicht mehr kaufen, zumal Elektroautos auch wenig Klimafreundlich sind.
    LG Nadine

    Antworten
  37. Micha 21. Juli 2019 um 20:03 Uhr

    Bonjour Steffi,

    lesen hier nur Frauen, oder habe ich nur das Gefühl? Vielleicht trauen sich ja auch die vielen mitlesenden Männern nicht, auf einen dieser tollen Beiträge zu antworten? Andererseits bin ich als (männliche) Krankenschwester ja auch wieder nicht so DER Mann. Hach, wäre auch noch schöner, hier jetzt weitere Klischees zu bedienen. Dieser Fahrradfahrbeitrag war einfach klasse und erfrischend zu lesen. Danke. Ich fahre ja auch jeden Tag mit meinem Rad zur Arbeit und zurück. Naja, außer vielleicht bei absolut extremen Schneesturm. Aber Regen und so machen mir nüscht mehr aus. Dementsprechend funktionell sieht manchmal auch meine Bekleidung aus, was mir aber nicht immer gefällt. Liebe Grüße sagt der

    Mischkabär!

    Antworten
    • Steffi 22. Juli 2019 um 10:37 Uhr

      @Micha: Lieber Micha, was für ein schöner Kommentar! Wir freuen uns riesig, dass du hier liest und du bist ganz bestimmt nicht der einzige Mann! 🙂 Du inspirierst uns dazu, unsere zweite geplante Fahrrad-Geschichte bald zu machen. Herzlich, Steffi

      Antworten

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