Wonach ist dir heute?

In meiner Schulzeit habe ich gelernt, dass ein Einzelkind etwas Schlechtes ist. Kinder ohne Geschwister waren für mich in Marken gekleidete Soziopathen: verwöhnt, altklug und einsam, weil sie immer nur mit ihren Eltern in den Urlaub fahren mussten. Ich dagegen war von Kopf bis Fuß in Secondhandklamotten gehüllt, fühlte mich aufgrund meiner Geschwisterbande aber wie ein Power Ranger.

Heute bin ich genau das, was ich früher so ätzend fand: Die Mutter eines Einzelkindes.

In unserem ersten Elterngespräch in der Kita bin ich deshalb aufgeregt zu den Erziehern gelaufen und bat sie, bei meinem Kind vor allem auf eines zu achten: Dass meine Tochter keine rücksichtslose Göre wird. Denn sie wird ein Einzelkind bleiben. Mein Mann und ich wollen kein zweites Kind.

Eine Mutter in Großbritannien erlebte einen Shitstorm, als sie mit “done at one” (ich übersetze das mit “Eins reicht”) eine ähnliche Aussage auf Facebook machte. Kein Geschwisterchen für ihr Kind – ja, geht’s denn noch? Sie sei egoistisch, hieß es in den Kommentaren. Ihre Tochter würde verzogen sein und keine Möglichkeit bekommen sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. Und überhaupt: Solle sie eines Tages etwa ganz alleine die Altenpflege und das Begräbnis ihrer Eltern übernehmen? Die Mutter hielt den Anfeindungen beeindruckend schlagfertig stand. Ich dagegen bekam ein schlechtes Gewissen.

Für viele ist es selbstverständlich, dass, wenn man einmal mit den Kindern angefangen hat, sie nach und nach weiter bei einem eintrudeln. Auf einer Party fragte mich letztens ein entfernter Bekannter: “Und, wann kommt Nummer 2?” Als ich erklärte, dass unsere Familie mit drei Personen im Haus vollständig sei, schnappte mein Gegenüber nach Luft. Das Fest fand in einer wohlsituierten Gegend statt, in der die meisten Familien drei bis fünf Kinder haben. Ich hatte den Eindruck, dass Kinder ein Statussymbol sind. Auf uns Frauen liegt damit noch mehr Druck: Wir sollen schön sein, den Haushalt schmeißen, mindestens in Teilzeit arbeiten und dann auch noch fünf Kinder aus uns herauspressen. Ich habe für mich entschlossen: Da mache ich nicht mit.

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Die Gründe, ob und wie viele Kinder ein Paar hat, sehe ich inzwischen differenzierter, als in der 5. Klasse. Nach einer Scheidung und Kinderwunschbehandlung weiß ich: Es ist heute nicht mehr selbstverständlich ein Kind zu haben. Früher habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, ob meine Idee von Familie realisierbar sei. “Normal” ist inzwischen was anderes: Ich kenne immer mehr Paare, die sich – so wie wir vor drei Jahren – in eine Kinderwunschbehandlung begeben müssen, um überhaupt Eltern zu werden.

Zwischen der Leistungsgesellschaft und perfekten Welt auf Instagram ist die Unfruchtbarkeit großes Tabuthema. Dabei ist laut Familienministerium jedes 10. Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos. Ein noch größeres Tabuthema ist, dass selbst manche Paare trotz IVF, ICSI oder eingefrorener Eizellen nie Kinder bekommen. Es klappt einfach nicht. Wie schmerzhaft die Erfahrung einer fehlgeschlagenen künstlichen Befruchtung oder Fehlgeburt ist, wissen nur die Menschen, die diesen Weg hinter sich haben. So wie Anna Schatz, die hier bereits über ihren unerfüllten Kinderwunsch geschrieben hat. All diesen Paaren möchte ich in diesem Text die Hand reichen. Ich fühle auch als Mutter mit euch.

Klar, spüre ich manchmal die Sehnsucht nach einem zweiten Kind, vor allem dann, wenn ich sehe, dass meine Tochter so schnell wächst. Noch einmal ein neugeborenes Leben im Arm halten: Ja, das wär’ schön. Aber ich will keine weitere Hormonbehandlung machen und mich in dieses Auf und Ab zwischen Bangen und Hoffen begeben. Ich bin ehrlich: Mit 41 Jahren habe ich Angst vor einer Fehlgeburt, Missbildung oder Behinderung. Ich habe gesehen, wie Freundinnen mit niederschmetternden Diagnosen kämpfen mussten, während um die herum alle anderen niedliche Babys bekamen, die zufrieden in der Trage schliefen oder an der Brust nuckelten.

Schwanger zu sein war für mich auch per se kein Zustand, den ich vermisse. Der wachsende Bauch und die ersten Tritte sind beeindruckend, aber die Übelkeit, Wassereinlagerungen und komatösen Müdigkeitsanfälle brauche ich in meinem Alltag als Mutter eines Kleinkindes und selbstständige Journalistin nicht.

Darf ich so ichbezogen sein? Ich finde ja.

Mein Mann und ich sind uns einig, dass wir unser Glück nicht herausfordern, sondern einfach dankbar sein wollen: für ein gesundes, zauberhaftes, lustiges, fröhliches Mädchen, das bei allen unheimlich beliebt ist. Wir sind froh, dass die 4. IVF bei uns geklappt hat und wir den Alltag heute zu dritt so gut zusammen hinbekommen. Und klar, wird die Kleine von uns verwöhnt. Vor allem mit Liebe.

PS: Ohne Geschwister aufzuwachsen, ist nicht gar so schlimm, wie befürchtet. Das belegen inzwischen mehrere Studien.

Fotos – Sandra Semburg

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Steffi 16. Oktober 2019 um 07:30 Uhr

    Liebe Alexa,
    ein toller Text mit so viel Wahrheit. Auch ich habe das Gefühl, dass eine Vielzahl an Kindern eine Art Statussymbol geworden ist, so wie es im Gegensatz vor 20 Jahren eher als “asozial” galt mehr als 2 Kinder zu haben. Auch ich empfinde es als Leistungsdruck. Den Satz “eins ist Keins” finde ich sehr herablassend und gönnerhaft, denn auch ich habe “nur” 1 Kind. Und, wenn eins wirklich keins ist wo kommt dann die ganze damit verbundene Arbeit und die Sorgen her? Aus gesundheitlichen Gründen wird es kein zweites Kind geben, aber ich habe keine Lust das jedem zu erzählen und mich zu rechtfertigen. Das ist privat und nicht wenig schmerzhaft für uns die wir gern noch ein Baby gehabt hätten. Ich habe mich damit abgefunden. Abfinden müssen. Kann das mein Umfeld auch?? Ich bin wirklich in der Lage mich für meine Umwelt zu freuen wenn ein Kind geboren wird, aufrichtig. Aber ich möchte nicht gerne ausgefragt werden oder gesagt bekommen ich hätte ja NUR eins. 🙁
    LG Steffi

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    • Alexa von Heyden 16. Oktober 2019 um 08:12 Uhr

      Liebe Steffi, ich finde auch, dass ich mit einem Kind ziemlich viel zu tun habe (was schön ist) und genau: Diese Sorgen um so ein kleines Wesen, meine Güte. Ich sehe an meiner Schwester, dass zwei Kinder eine andere Hausnummer sind, was z.B. die Belastung betrifft. Ich bewundere sie sehr, so wie ich jede Mutter bewundere. Natürlich möchte meine Schwester es auch nicht mehr anders haben. Ich bin dankbar für meine Familie und habe mich einfach davon verabschiedet, mich dauernd mit anderen zu vergleichen und deshalb zu glauben wir würde noch etwas zu meinem Glück fehlen. Alles Liebe!

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  3. Sara 16. Oktober 2019 um 08:00 Uhr

    Liebe Alexa,

    herzlichen Dank für den gelungenen Text. Ich, 36, selbst Einzelkind, unfreiwillig nach dem 3. Transfer immer noch kinderlos, schöpfe daraus Kraft. Und finde es bemerkenswert, wie viel Dankbarkeit und Demut in deinem Beitrag durchkommt. Dass es bei euch nach der 4. IVF geklappt hat, macht mir übrigens Mut. Danke für diesen wunderbaren Beitrag!

    LG

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    • Alexa von Heyden 16. Oktober 2019 um 08:14 Uhr

      Danke dir für deinen Kommentar und die Offenheit, liebe Sara. Ich finde, genau darum geht es beim “Empowerment”. Für mich ist es wichtig sich nicht nur auf der Erfolgsebene abzuklatschen, sondern vor allem in den Lebenslagen zusammenzuhalten, in denen sich alles schwer und zäh anfühlt. Nur das Beste für dich <3

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  4. Ina Bohse 16. Oktober 2019 um 08:16 Uhr

    Liebe Alexa,

    danke für den schönen Beitrag! Jeder sollte für sich entscheiden, wie viele Kinder sie/er bekommen möchte. Eins, zwei, drei… Da hat sich keiner einzumischen. Tun dennoch immer wieder viel zu viele.

    Ich möchte zum Beispiel gar keine Kinder. Trotz achtjähriger Beziehung mit einem tollen Mann.

    „Ihr könnt beide so gut mit Kindern und die lieben euch doch auch immer alle.“

    „Wollt ihr WIRKLICH keine eigenen?! Überlegt es euch doch noch mal!“

    „Ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst!“

    „Der Kinderwunsch kommt schon noch. Du bist ja erst 36, vier Jahre hast du ja noch.“

    Allen kann man es nie recht machen. Das Tolle: Wir müssen es auch nicht!

    Also yeah zum Einzelkind!

    Liebe Grüße,
    Ina

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    • Alexa von Heyden 16. Oktober 2019 um 08:21 Uhr

      Liebe Ina, deinen Standpunkt finde ich super straight und ehrlich. Es gibt ja diesen grausamen Hashtag #regrettingmotherhood. Demnach gibt es Frauen, die nach der Geburt mit ihrer Rolle als Mutter ganz und gar nicht happy sind. Gegenüber den Kindern finde ich das unsäglich unfair. Dann lieber so wie du von vornherein für sich klären: Nein, das ist es nicht.

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  5. Richard & Hugo 16. Oktober 2019 um 08:55 Uhr

    Ein toller, reflektierter Artikel zu dem Thema. Ich bin auch ganz Deiner Meinung. Es ist eine private Entscheidung der Eltern, ob man sich für ein zweites (weiteres) Kind entscheidet oder nicht. & wie Du sagst, es ist auch keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, überhaupt ein Kind zu bekommen. Ich bin unendlich dankbar & glücklich für Hugo & wenn er kein Geschwisterchen bekommen sollte, sind wir auch dankbar & glücklich, wie es ist!
    Ich denke außerdem, dass es gar nicht möglich ist, sein (Einzel)kind zu verwöhnen. Es ist in großen Teilen eine Frage der Erziehung. Natürlich bringt ein Geschwisterchen vieles mit sich, was sich positiv auf die gegenseitige Entwicklung auswirkt. Sowohl meine Frau als auch ich, haben je eine Schwester bzw. einen Bruder.

    LG, Richard & Hugo vom https://www.vatersohn.blog/

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  6. Laura 16. Oktober 2019 um 09:21 Uhr

    Hallo Alexa,
    danke für den Text! Ich finde es auch so verrückt, dass man sich als Frau immer für alles rechtfertigen muss – erst wird ständig gefragt, wann man das erste Kind bekommt… Ab dem 1. Geburtstag des ersten Kindes kommt die Frage nach dem zweiten.
    Meine Schwiegermutter hat übrigens direkt VIER Enkel bei mir “bestellt” (und ihr Sohn ist auch Einzelkind…) – Frechheit.
    Steffi, vielleicht findet ihr ja auch mal eine Frau, die einfach GAR KEIN Kind möchte und darüber schreibt. Das wäre bestimmt auch interessant! Liebe Grüße

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  7. Doreen 16. Oktober 2019 um 09:21 Uhr

    Liebe Alexa,

    danke für diese ermutigenden Worte. Fast täglich kämpfe ich gegen die “wann kommt das Nächste” Erwartungshaltung. Diese Selbstverständlichkeit, dass Kind 1 automatisch Kind 2 folgt, ist einfach ermüdend. Ich will es nicht mehr hören.
    Wir sind zu dritt ebenfalls “fertig”. Sobald ich das sage, folgen sofort Fragen wie “oh, ist euer Kind so schlimm?” Oder “klappt wohl nicht mehr?”. Was für eine Frechheit gegenüber jeder Frau. Selbst wenn beide Fragen zutreffend wären, hat doch niemand das Recht, dies so dreist zu erfragen? Diese gesellschaftliche Erwartung einer Familie mit 2 Kindern ist so 90er (meine Lieblingsantwort übrigens), dass es mich langweilt. Wir haben zum Glück nicht kämpfen müssen für unsere Kleine, auch ist sie echt nett im Umgang mit uns. Und trotzdem passt es genau so. Es wird kein zweites Kind geben und ich danke jeder Frau, die, aus welchen Gründen auch immer, ebenfalls offen und entschieden dazu steht.

    Antworten
  8. Lotta 16. Oktober 2019 um 09:35 Uhr

    Liebe Alexa,
    vielen Dank für deinen Artikel.
    Ich habe eine tolle Tochter und mit dem zweiten klappt es einfach nicht.
    Alle um mich rum haben schon längst die zweiten Kinder bekommen und ich habe mich eine ganze Weile richtig fertig gemacht das ich „nur eins” habe. Diese Sprüche wie „eins ist keins“ oder das Ausrechnen des besten Altersabstandes haben mich so doll unter Druck gesetzt.
    Dann ist mir aufgefallen das dieser Wunsch nach einem zweiten Kind mein Leben bestimmt, mich total einnimmt und traurig macht. Das ist so unfair meiner Tochter gegenüber. Sie ist so toll und ich bin so dankbar das ich sie habe. Ich genieße jetzt die Zeit mit ihr und wenn sie ein Einzelkind bleibt dann wird sie ein glückliches Einzelkind!

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  9. Tina 16. Oktober 2019 um 09:38 Uhr

    Liebe Alexa!
    Vielen Dank für deinen tollen und ehrlichen Text mit Einblick in einen sehr intimen und persönlichen Teil von Eurem Leben! Leider ist das Thema Kinderlosigkeit und Kinderwunsch immer noch ein Tabuthema und ich finde es so wichtig darüber mehr zu sprechen. Mir hat es persönlich sehr geholfen, als ich vor 6 Jahren eine niederschmetternde und sehr unsensible Diagnose von einer Kinderwunschklinik bekam, dass ich wohl keine Kinder bekommen kann… Zum Glück wurde uns woanderns besser geholfen und wir dürften bei der 1. ICSI das Wunder erleben und haben eine gesunde Tochter bekommen. Ich dachte damals auch, ich möchte das Schicksal lieber nicht heraus fordern und es ein weiteres Mal probieren und wollte, dass unsere Kleine Einzelkind bleibt. Doch nach 2 Jahren kam dann doch die Sehnsucht nach einem Geschwisterchen. Leider mussten wir dann erleben, wie es auch negativ beim Kinderwunsch laufen kann und 3 Hormonbehandlungen samt ICSIs haben nicht geklappt. Damit körperlich und seelisch klar zu kommen und weiter beim Arbeitgeber zu tun, als sei alles supi, ist ziemlich hart. Ich kann dich sehr gut verstehen und finde deine Entscheidung überhaupt nicht egoistisch und ich finde auch nicht, dass Einzelkinder etwas Negatives sind. Es hat viel Gutes, man kann sich doch intensiver kümmern, gerade später, wenn es um Hausaufgaben und evtl. Schulprobleme geht. Und außerdem kann man doch auch mit Freunden, Cousinen, Cousins usw. aufwachsen und da lernt man ebenso zu teilen und zurück zu stecken. Es ist doch ein blödes Vorurteil Einzelkinder per se als verwöhnt und verzogen zu betiteln! Wie arrogant so etwas zu sagen. Und etwas verwöhnt ist vielleicht sogar gut und ein Luxus, denn man genießen sollte 🙂
    Wir wurden dann vor 1 Jahr übrigens überrascht von der Nachricht, dass ich schwanger bin, ganz ungeplant und mit 41! Am Anfang ein Schock, weil die Sorge da war, ob wir das denn schaffen und ob alles gut geht, aber nun sehr glücklich über ein Baby im Arm…. Manchmal nimmt die Natur die Dinge ganz von selbst in die Hand und zeigt einem, dass man doch nicht alles planen kann im Leben, auch nicht mit modernster Medizin….und dann ist alles ganz anders als gedacht. Aber das ist ja das Schöne am Leben, es passiert, wenn man beschäftigt ist andere Pläne zu machen :)))
    Dies als Hoffnungsschimmer für alle, die in einer ähnlichen Situation sind und vielleicht gerade sehr traurig sind!!! Ich wünsche euch von Herzen ganz viel Kraft und liebe und verständnisvolle Menschen um euch herum!
    Alles Liebe
    Tina

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  10. Tanja 16. Oktober 2019 um 09:48 Uhr

    Liebe Alexa, danke für deinen Text. Umso mehr noch, als ich derzeit das Gefühl habe, dass “the more the merrier” omnipräsent ist – vor allem in der Insta-Blase. Und immer dann denke ich mir, solltest du nicht auch den Wunsch nach mehr als einem Kind haben? Und nach kurzem Nachdenken lautet die Antwort “Nein”. Aus mehreren Gründen: ebenfalls Team Kinderwunschklinik, wenig Backup von der Family, ebenfalls Journalistin mit unregelmäßigen Arbeitszeiten und und und. Unser Sohn ist dreieinhalb und schon langsam hören die Fragen nach Kind Nummer 2 auf. Es stört mich nicht, dass viele danach fragen, wundere mich aber doch über die Annahme, dass diese Norm “Vater/ Mutter/ zwei Kinder” in den Köpfen immer noch so verankert ist.

    Ich fühle mich komplett als Dreierbande. Und ich weiß, dass unser Kind definitiv kein verwöhntes Einzelkind wird – all das ist nämlich Erziehungssache, finde ich.
    Herzliche Grüße aus Österreich
    Tanja 🙂

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  11. Ina 16. Oktober 2019 um 10:13 Uhr

    Liebe Alexa,
    ein toller Artikel. Ich finde es auch völlig absurd, dass man ein zweites Kind bekommen muss, weil das erste Kind sonst verwöhnt ist. Ja, Geschwister sind toll, aber ich kenne auch so viele, die sich mit ihren Geschwistern nicht verstehen und das ist nicht schön.
    Meine Schwiegermutter kommentierte auch mal in die Richtung, dass eins ja gar nicht gehe. Frechheit!
    Als wäre das erste Kind auch nur durch das folgende Geschwisterchen richtig in der Welt.
    Wir hätten gerne noch ein zweites Kind, aber wir sind genauso eine vollwertige Familie, wenn es bei einem bleibt.
    Etwas wirre Gedanken am Morgen…
    Alles Gute für dich und deine Familie!

    Ina

    Antworten
  12. Sophia 16. Oktober 2019 um 10:30 Uhr

    Vielen Dank für die Denkanstöße Alexa! Es gibt wohl kaum eine persönlichere, intimere Sache als die “Familienplanung” . Dementsprechend sensibel sollten wir also alle tatsächlich mit diesem Thema umgehen finde ich. Ob keins oder eins oder am liebsten eine ganze Fußballmannschaft – das geht keinen Außenstehenden etwas an, das ist weder Small-Talk-Thema unter flüchtigen Bekannten noch ein Thema für die Kaffeetafel beim Familientreffen. Aus purer Neugier nachzufragen oder um seinem Gegenüber die eigenen Überzeugungen aufzudrängen sollte man niemanden zu nahe rücken. Wir können doch nie wissen, welche wunden Punkten wir eventuell drücken, welche Geschichten hinter den jeweiligen Entscheidungen stecken, welche Hintergründe es gibt. Also bemühe ich mich selbst um Zurückhaltung was unbedarfte Fragen angeht und versuche möglichst wenig zu werten, was ich bei anderen Müttern sehe ( was ja meistens ohnehin nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben ist) und mich möglichst wenig zu vergleichen. Denn wie sagte meine Oma immer “Jede Familie hat ihr Päckchen zu tragen”. Klappt natürlich nicht immer, aber ich übe 😉

    Ich ganz persönlich weiß nicht, wie ich entschieden hätte, wäre mein erstes Kind alleine zur Welt gekommen. Es brachte aber gleich noch ein Geschwisterchen mit. Da stellt sich dann die Frage gar nicht, ob und wann man Kind 2 “nachlegt” gar nicht. Da geht es gleich um die Nr. 3. Aber wer weiß? Hätte ich die Entscheidungsfreiheit gehabt, hätte ich mich vielleicht anders entschieden. Da ich mich immer zerissen zwischen den Bedürfnissen von zwei kleinen Menschen gefühlt habe ( und fühle) und immer gegen die Sorge ankämpfen muss, dabei eventuell keinem von beiden wirklich gerecht zu werden ,stelle ich es mir übrigens herrlich vor, zumindest einige Zeit lang ganz exklusiv Zeit für ein Kind zu haben, sich ganz auf dieses Kind konzentrieren zu können.
    Familie hat sooo viele Gesichter. Diese Vielfalt sollten wir schätzen, nicht bewerten.

    Viele Grüße
    Sophia

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  13. Sabine 16. Oktober 2019 um 10:38 Uhr

    Wie wunderbar, danke für diesen Artikel! Meine Tochter ist inzwischen acht Jahre alt, ein Einzelkind. So, wie ich eines bin. Und so gerne ich ein Geschwisterkind für sie gehabt hätte, war mir aber auch schnell klar: Ich will aber kein zweites Kind. Ich kenne meine Belastungsgrenze, bin selbstständig und würde einfach nicht mehr alle so hinbekommen, wie ich es gerne möchte. Und man kann auch anders dafür sorgen, dass das Kind kein egoistischer Fratz wird. Eine glückliche Familie wird schließlich nicht durch die Anzahl der Kinder definiert. Sondern durch Liebe, Harmonie und Zufriedenheit, die in dieser Familie zuhause sind. Da muss jeder für sich den richtigen Weg finden. Ob keins, eins oder mehr.
    Und wer da von außen reinquatscht, disqualifiziert sich selbst, bevor er Zeit hatte, den Mund wieder zuzumachen.

    Antworten
  14. Lisa 16. Oktober 2019 um 10:39 Uhr

    Ich habe die Einzelkinder früher in meinem Umfeld nie wie beschrieben wahrgenommen. Peace.

    Antworten
  15. Vanessa 16. Oktober 2019 um 11:41 Uhr

    Liebe Alexa,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel. Wir selbst versuchen seit einem guten Jahr unser erstes Kind zu bekommen und es gibt eifach unfassbar unsensible Menschen. Den Kracher haben wir auf einer Geburtstagsfeier erlebt, wo eine Dame meinte, dass “das” doch wohl nicht so schwer sein kann und sie garnicht versteht, warum es bei manchen nicht klappt (als ob man selbst zu dumm wäre dafür) – weiß ein Glück wusste sie nicht, dass wir es seit geraumer Zeit probieren. Was ich damit sagen will: diese Fettnäppchen werden glaube ich immer wieder bedient, egal ob beim ersten Kind, Kind Nr. 2 etc. Es gibt einfach Themen, die muss man mit niemandem besprechen, wenn man nicht will. Aus den ganzen Kommentaren hier kann man schließen, dass das Thema Kinderkriegen/Kinderwunsch so bewegend ist und jede Geschichte anders! Danke für deinen Artikel!!

    Antworten
  16. Anja 16. Oktober 2019 um 11:54 Uhr

    Liebe Alexa,

    Ich finde es jedesmal wieder wichtig , darüber zu schreiben bzw zu reden warum der Familienstand so ist wie er ist. Ich glaube nur so kann langfristig mehr Sensibilität für Themen wie Kinderwunschbehandlung, Fehlgeburten und auch Kinderlosigkeit entstehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht immer einfach ist und auch das Gefühl von Übergriffigkeit entsteht, aber ich glaube auch, dass mehr Öffentlichkeit langfristig dazu führt, dass selbstverständliche Familienvorstellungen gebrochen werden. Danke allen, die dafür die Kraft haben und aufklären! Liebe Grüße Anja
    P.s. Ich finde die Unterstellung dass mehrere Kinder als Statussymbol gesehen werden, sehr oberflächlich. Eine Oberflächlichkeit, die nicht fair ist. Ja ich habe mehr als ein Kind. Ja und manchmal schaue ich voller Demut alle drei an: weil ich sie bekommen durfte , weil sie gesund sind , weil ich dankbar bin- Mit einem genauso wie mit dreien.

    Antworten
  17. Alexandra 16. Oktober 2019 um 12:17 Uhr

    Liebe Alexa,
    deine Geschichte kommt mir wie ein Spiegel meiner eigenen vor. Auch wir hatten 4 Behandlungen (ICSI) und daraus entstand unsere fröhliche kleine Tochter. Auch ich hatte immer wieder Angst vor einer neuen Behandlung und einer zweiten Schwangerschaft. Dennoch probierten wir es 2 mal. Erfolglos! Wir entschieden uns, das Glück nicht weiter herauszufordern, weil unsere Kräfte am Ende waren. Seit dem geht es mir körperlich und seelisch viel besser und wir sind sehr zufrieden zu dritt. Nur manchmal stört mich der Druck von außen.
    Vielen Dank für deinen Text!
    Liebe Grüße
    Alexandra

    Antworten
  18. Jana 16. Oktober 2019 um 12:30 Uhr

    Ach Alexa! Was für ein wichtiger und behutsamer Text! Ich habe meinen Sohn durch eine ICSI bekommen und bin nach der Geburt an einer schweren Depression erkrankt. Ich habe mir immer viele Kinder gewünscht, aber jetzt bin ich einfach nur froh, dass wir als Familie zu dritt glücklich, gesund und definitiv komplett sind.

    Antworten
  19. Tiziana Lauria-Schönneis 16. Oktober 2019 um 12:33 Uhr

    Liebe Alexa,

    So befreiend für mich zu lesen, dass es auch andere Eltern gibt, die so entscheiden. Ich bin selbst Einzelkind und hatte oft mit den Vorurteilen zu kämpfen egoistisch und verwöhnt zu sein. Und ich hoffe, dass es meiner Tochter nicht so gehen wird. Denn sie ist und bleibt ebenfalls ein Einzelkind. Weil wir das so wollen und entschieden haben. Meist höre ich “du bist ja noch jung, du überlegst es dir bestimmt nochmal.” Aber selten war ich mir einer Entscheidung klarer und sicherer und dennoch erdrücken mich die Erwartungen von außen oft, doch noch ein Kind zu bekommen. Vielleicht schreibt ihr mal einen Artikel über die Studien, die es dazu gibt. Die ganz klar zeigen, dass Einzelkinder keine egozentrischen Idioten sind. Und dass Geschwister haben auch eine Bürde sein kann.

    Antworten
  20. Petra 16. Oktober 2019 um 13:05 Uhr

    Liebe Alexa, du hast einen wunderbaren und sehr persönlichen Text geschrieben. Ich finde, dass es überhaupt keinen Unterschied macht, ob man gewollt oder ungewollt fünf Kinder hat oder gar keins oder alles dazwischen – Familienplanung in welcher Form auch immer ist eine absolute Privatangelegenheit, in die sich außer den betreffenden Eltern keine/r einzumischen hat! Ich bin selbst ein Einzelkind und bin nie verwöhnt worden, im Gegenteil, ich musste mir alles selbst erkämpfen, und trotzdem wage ich zu behaupten, ein soziales Wesen zu sein. Als Mutter von drei inzwischen großen Kindern gebe ich ganz offen zu, dass ich nicht immer glücklich mit der Situation war, denn die eigenen Bedürfnisse stellen sich erstmal ganz hinten an. Natürlich bekommt man letztlich viel zurück, und ich möchte meine 3 auf gar keinen Fall missen und liebe sie sehr, aber ich kann absolut verstehen, wenn jemand sich für nur ein Kind entscheidet oder eben auch für gar keins. Die Diskussion über „Regretting Motherhood“ finde ich unmöglich, denn bevor man ein Kind hat, kann frau nicht wissen, ob sie damit klarkommt. Wenn es also nicht klappt, finde ich es sehr mutig, offen darüber zu reden. Sich die Dinge vorher zu überlegen geht eben nur bis zu einem gewissen Punkt. Möge jede Frau ihre eigenen Entscheidungen treffen, ohne von Besserwisser*innen belehrt zu werden!

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  21. Lisa 16. Oktober 2019 um 13:32 Uhr

    Liebe Alexa & liebe Steffi,
    ‘ich bekomme im nächsten Leben ein Einzelkind’ , ist mit einem Augenzwinkern meine gängige Antwort, wenn es unter meinen dreien mal wieder Streit gibt…diese täglichen Konflikte zwischen den Geschwistern würde ich wirklich gerne missen.
    Ich möchte mich Anjas Meinung anschliessen: die Kinder als Statussymbol zu bezeichnen finde ich ebenso oberflächlich & plump, wie die Fragerei nach Kind Nummer 1 bzw. nachfolgenden Geschwistern. Das ist genau das gleiche Schubladen-Denken.
    Lieben Gruß,
    Lisa

    Antworten
  22. Steffi 16. Oktober 2019 um 13:53 Uhr

    Niemand hat mehrere Kinder explizit als Statussymbol bezeichnet, es wurde von Alexa und mir geschrieben, das Gefühl kommt auf es könne so sein – eine Ansichtssache. Für ein Gefühl muss man sich nicht rechtfertigen oder entschuldigen. Ein Gefühl ist nicht plump und oberflächlich. Dies sollte kein Angriff auf Familien mit mehreren Kindern sein, das käme mir nie in den Sinn! LG

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  23. Ulrike 16. Oktober 2019 um 14:25 Uhr

    Liebe Alexa, vielen Dank für diesen ehrlichen und mir aus der Seele sprechenden Text.
    Wir haben zwar für uns einen anderen Weg gewählt, und nach 9 Inseminationen und 7 ICSIs sind wir nun zu viert. Ich habe aber das vollste Verständnis für jede Frau, die diesen Weg für das 2. (oder auch natürlich das 1. oder 3…) Kind nicht gehen will. Es hat uns an den Rand unserer Kräfte gebracht, oft auch darüber hinaus.
    Die Kommentare der Umwelt zu dem Status als 3-Personen Haushalt kenne ich zu genüge…. warum wirst Du nicht Elternvertreter, Du hast doch nur eins…, klar, bei so ner Karrierefrau wie Dir, da ist keine Zeit für ein zweites Kind…, klar, dass Deine Tochter schon lesen kann, so ein Einzelkind kann ja viel besser gefördert werden…
    Im Nachhinein frage ich mich oft, wie ich das ausgehalten habe. Ich kann Dir zu Deiner bzw. Eurer reflektierten Entscheidung nur gratulieren! Wenn man mit sich selbst im Reinen ist, dann wird die Umwelt das irgendwann wahrnehmen und aufhören, sich ständig einzumischen. Und wenn nicht – wen kümmerts- Ihr habt ja Euch! In diesem Sinne alles Liebe!

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  24. Julia 16. Oktober 2019 um 15:33 Uhr

    “Mama, wenn dein Bauch dick wird, dann ist da mein Bruder oder meine Schwester drin, richtig?” “Ja ähm. Stimmt. Möchtest du denn einen Bruder oder eine Schwester?” “Nein, Mama, auf gar keinen Fall!” Schön, wenn alle in der Familie ähnlich fühlen. Nein, es liegt bei uns nicht daran, dass es nicht klappt. Wir haben keine andere “Ausrede” als “Es ist verdammt anstrengend, Eltern zu sein.” V.a. wenn man ohne familiäre Unterstützung Beruf und Kind wuppt. Und manchmal kommt das schlechte Gewissen, wenn ich sehe, wie sehr mein Umfeld kämpft, um schwanger zu werden. Mir ist es in den Schoß gefallen und es reicht dennoch. Das können viele nicht verstehen. Ich frage mich dann oft: Was genau sollte ich im zweiten Kind suchen, das mir das erste nicht geben konnte? Ich bin nicht mehr auf der Suche und das ist doch okay.

    Antworten
  25. Heike 16. Oktober 2019 um 15:37 Uhr

    Liebe Alexa,
    deine Worten haben mir so gut getan, obwohl unser ICSI-Versuche inzwischen solange her sind. 13 wird unser Sohn in 10 Tagen. Lange danach habe ich mich immer wieder rechtfertigen müssen, warum wir NUR ein Kind haben.
    Irgendwann war ich es leid.
    Auch so Sprüche wie: Ein Kind ist kein Kind , machen mich heute noch so wütend.
    Gerade von Müttern, die ohne lange warten zu müssen schwanger wurden und sich nie Gedanken machen mussten, ob es überhaupt jemals klappt.
    Heute bin ich soviel selbstbewusster, so unendlich dankbar Mutter sein zu dürfen, mit allen Höhen und Tiefen. Ich bin so gerne Gast auf deiner Seite Alexa.
    Alles Gute für dich und deine wunderbare kleine Familie!
    Heike mit Linus

    Antworten
  26. Maren 16. Oktober 2019 um 17:29 Uhr

    Liebe Alexa, danke für diesen wunderbar ehrlichen Beitrag. Ein interessanter Gedanke mit dem ich mich noch nie beschäftigt habe. Ein Kind oder zwei ist völlig irrelvant. Wichtig ist doch das man als Familie glücklich ist. Alles andere ist nicht entscheident. Zum Glück wurde ich in meinem Umeld noch nie mit dieser Frage konfrontiert. Und ich werde, wenn alles gut geht, im Juni zum ersten Mal Mutter, auch Mithilfe einer ICSI-Behandlung. In meinem Umfeld definiert sich niemand ausschließlich über das “Muttersein”. Ich bin mit einer alleinerziehenden Mutter groß geworden. Meine Mutter musste in der DDR ohne Unterhalt meines Vaters zwei Kinder allein großziehen und das ohne Parteizugehörigkeit. Überhaupt kenne ich aus der Generation meiner Mutter nur arbeitende Mütter mit maxmal ein bis zwei Kindern. Insofern ist meine Prägung von vorneherein eine ganz andere. Wie auch immer, ich versuche nach dem Motto “jeder nach seiner fasson” zu leben, möglichst ohne zu werten.

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  27. Martina 16. Oktober 2019 um 18:14 Uhr

    Liebe Alexa,
    Du sprichst mir aus dem Herzen!
    Wir sind auch “nur” zu dritt.
    Hätten gerne ein zweites Kind gehabt – ich bin selber Einzelkind und habe mir früher immer gedacht: mindestens zwei!
    Inzwischen denke ich “dann sollte es halt so sein” und sehe unseren Sohn als Geschenk.
    Auch in unserem Bekannten- und Freundeskreis gibt es einige Fälle ungewollter Kinderlosigkeit. Und ihnen fällt es oftmals nicht leicht. Damit muss man erstmal klar kommen, wenn das Leben eigentlich anders verlaufen sollte.
    Also habe ich mir irgendwann gesagt: sei froh! Wir haben einen super, fitten und gesunden tollen Sohn!
    Was mich jedoch auch immer wieder nervt: irgendwie wird man von diesen “viele-Kinder-Müttern” manchmal nicht für voll genommen. “Ach – Du hast ja nur ein Kind. Da ist ja alles soooooooo einfach!” Ach ja – echt?
    Ich denke mir dann “tja, selbstgewähltes Schicksal. Dich hat keiner gewungen mehr als ein Kind zu bekommen”.
    Vielen Dank für deinen tollen Text und die ehrlichen Worte.
    Und wie so oft im Leben würde mehr Toleranz uns allen gut tun.
    Wie Steffi immer so schön sagt “Jeder hat sein Drama”. Und warum ein Paar nur ein oder zwei bis zehn Kinder hat am Ende vielleicht das Schicksal entschieden – oder die Eltern ganz bewusst.
    Liebe Grüße
    Martina

    Antworten
  28. Julia 16. Oktober 2019 um 23:36 Uhr

    Liebe Alexa,
    ich habe in meinem Umfeld zum Glück sehr viele Familien, die nur ein Kind haben. So fühlte ich mich nie von außen unter Druck gesetzt, dass ich nach zwei Fehlgeburten, einer schlimmen Schwangerschaft und einem sechs Wochen zu früh mit Notkaiserschnitt geborenem Kind keine Kraft mehr für ein zweites hatte. Ich hatte aber lange ein schlechtes Gewissen, dass ich meinem Kind Geschwister vorenthalte. Nun ist der Kleine schon fast elf und wir genießen die Dreisamkeit. Uns allen fehlt gar nichts. Es ist gut, so wie es ist. Liebe Grüße, Julia

    Antworten
  29. Simone 17. Oktober 2019 um 00:03 Uhr

    Liebe Alexa, liebe Steffi, danke für den ehrlichen Text. Ich habe nur eine Anmerkung: auch ein Baby oder Kind mit Mißbildungen oder Behinderung kann niedlich sein (genau so wie ganz ‘normale’ Babys manchmal echt krass un-niedlich sein können). Ich verstehe Deine Angst, die hat wahrscheinlich so ziemlich jeder der sich mit dem Thema Kinderwunsch auseinandersetzt. Und trotzdem: Sind wir da nicht schon weiter, als diese Kinder ausschließlich als Belastung, vor der man Angst haben muss darzustellen?? (Klick-Tipp zum Thema: https://thislittlemiggy.com/special-needs-spotlight/ — Amy hat selbst eine Tochter mit Behinderung und stellt jede Woche das Leben einer Familie, in der mindestens ein Kind behindert ist , vor)

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  30. Steffi 17. Oktober 2019 um 17:11 Uhr

    Liebe Alexa,
    du sprichst mir aus der Seele. Auch ich habe “nur ” ein Kind, meine Tochter wird morgen 6. Und ich war sofort problemlos schwanger. Dafür bin ich bis heute einfach nur dankbar und ergeben und weiß das wirklich sehr zu schätzen. Muss es aber trotzdem nicht nochmal haben. Die Schwangerschaft war so schlimm (extreme Übelkeit mit Dauermedikation bis zum 8. Monat), dass ich schon damals wusste: so kann ich mich nicht um ein kleines Kind kümmern. Will ich auch gar nicht. Aber irgendwie kommt man sich manchmal echt “unnormal” vor, weil jeder die ersten 3 Jahre nur auf die Ankündigung des 2. Kindes wartet. Das Gute ist: das geht vorbei :-). Bei uns wartet keiner mehr. Und ich genieße die Zeit mit meiner großen Kleinen und finde es so schön, dass ich mit ihr jetzt schon richtig tolle Sachen unternehmen und interessante Bücher lesen kann und nicht ständig zwischen den Bedürfnissen eines 2-3 jährigen und ihr jonglieren muss.
    In diesem Sinne: freu dich einfach auf die nächsten Jahre 🙂
    Liebe Grüße aus München
    Steffi

    Antworten
  31. Eva 17. Oktober 2019 um 17:14 Uhr

    Liebe Alexa,

    ich lese diese ehrlichen, klaren Zeilen, alle darauf folgend Kommentare, Geschichten und Erfahrungen. Und ich kämpfe gegen den immensen Kloß im Hals, der sich sekündlich in ein paar Tränen aufzulösen droht. Gewissenhaft weiß ich das allerdings zu verhindern, denn neben mir sitzt EIN Kind, mein Kind.
    Auch sie ein Einzelkind, ein ganz wunderbares noch dazu.
    Es ist eine solche Gemeinheit, dass Familien mit einem Kind Glück kaum erlaubt zu sein scheint. Oder Zufriedenheit. Vollständigkeit.

    Wir sind so dankbar, genießen dieses Familienleben so sehr, in dem jeder einen, seinen Platz gefunden hat. In dem alle miteinander reden, für- und wegen einander da sind. In dem die gemeinsame Zeit ganz intensiv, ganz bewusst wahrgenommen und erlebt wird. Weil es doch so unendlich kostbar ist.

    Die Respektlosigkeit, mit der so, so oft über dieses Familienmodell geurteilt wird, empört mich immer wieder. Und erschüttert jedes Mal meinen Glauben daran, dass für uns doch eigentlich alles gut ist. Es verletzt sehr, dass alles das, was für uns den größten Wert hat, für so viele andere einfach ein “nur” ist.

    Von Herzen danke ich allen, die die Definition von “Familienglück” den Familien überlassen.

    Und danke dir, dass du so tief in deine Seele blicken lässt und diese Stärke beweist.

    Eva

    Antworten
  32. Stefanie 17. Oktober 2019 um 17:26 Uhr

    Irgendwie fände ich den Text noch geiler, wenn sie sich einfach für ein Kind entschieden hätte, ohne die lange Rechtfertigung, dass es medizinische Gründe gibt, die eigentlich dem Wunsch nach dem Zweiten, im Weg stehen. Es suggeriert also, dass es dann doch – wenn es keine triftigen Gründe gibt – besser wäre ein zweites Kind zu bekommen. Und beklagt dennoch die Gesellschaft, die das von der Frau erwartet. Verstehe ich nicht.

    Antworten
  33. Eva 17. Oktober 2019 um 17:32 Uhr

    Liebe Alexa, ich lese diese ehrlichen, klaren Zeilen, alle darauf folgend Kommentare, Geschichten und Erfahrungen. Und ich kämpfe gegen den immensen Kloß im Hals, der sich sekündlich in ein paar Tränen aufzulösen droht. Gewissenhaft weiß ich das allerdings zu verhindern, denn neben mir sitzt EIN Kind, mein Kind. Auch sie ein Einzelkind, ein ganz wunderbares noch dazu. Es ist eine solche Gemeinheit, dass Familien mit einem Kind Glück kaum erlaubt zu sein scheint. Oder Zufriedenheit.Vollständigkeit. Wir sind so dankbar, genießen dieses Familienleben so sehr, in dem jeder einen, seinen Platz gefunden hat. In dem alle miteinander reden, für- und wegen einander da sind. In dem die gemeinsame Zeit ganz intensiv, ganz bewusst wahrgenommen und erlebt wird. Weil es doch so unendlich kostbar ist. Die Respektlosigkeit, mit der so, so oft über dieses Familienmodell geurteilt wird, empört mich immer wieder. Und erschüttert jedes Mal meinen festen Glauben daran, dass für uns doch eigentlich alles gut ist. Es verletzt sehr, dass alles das, was für uns den größten Wert hat, für so viele andere einfach ein “nur” ist. Von Herzen danke ich allen, die die Definition von “Familienglück” den Familien überlassen. Und danke dir, dass du so tief in deine Seele blicken lässt und Stärke beweist. Eva

    Antworten
  34. MadameStein 17. Oktober 2019 um 18:57 Uhr

    ENDLICH schreibt mal jemand über dieses Thema! DANKE 🙂

    Antworten
  35. Jule 18. Oktober 2019 um 09:27 Uhr

    DANKE!!!
    Genau das musste endlich mal gesagt werden!

    Antworten
  36. Sabrina 18. Oktober 2019 um 10:41 Uhr

    Obwohl ich das Glück hatte, mit drei Geschwistern aufzuwachsen und auf Anhieb mit meiner Tochter schwanger zu werden, habe ich nun das Gefühl, zu dritt komplett zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass mein Kind ein empathischer guter Mensch wird, weil wir sie dazu erziehe und sie all die Liebe kriegt, die ich habe.
    Ich versuche immer wieder wirklich zu verstehen, warum es in unserer Gesellschaft so en Vogue ist, sich einzumischen und unsensible/ungefragte/unkluge Ratschläge zu geben. Das beginnt vor/in der Schwangerschaft, geht mit Stillen/Wiedereinstieg in den Beruf/Erziehung etc. weiter und hört dann noch lange nicht auf… es macht mich einfach nur müde! Und ist so arrogant, dass die Leute zu wissen glauben, was richtig und falsch ist Bzw nicht reflektieren, was alles dahinter stecken kann. Was wäre das für eine schöne Welt, in der „leben und leben lassen“ wirklich gelten würde. Ich suche noch nach den passenden, schlagfertigen Sprüchen/Reaktionen – vllt könnt ihr dazu mal was machen.
    Btw: es gibt genügend unanständige Arschlöcher (Pardon) mit Geschwistern …
    Einen schönen Gruß an alle Frauen dieser Welt 🙂

    Antworten
  37. Petra von FrauGenial 18. Oktober 2019 um 12:27 Uhr

    Ein Hammer Text, und so viel Wahres dran. Am Ende liegt die Entscheidung bei Jedem selbst. Wir haben auch „nur“ ein Kind. Verzogen? Definitiv nicht? Sind wir egoistisch! Nein, keineswegs. Sie besucht uns regelmäßig und telefoniert ab und an mal und hat sich super in Ihr Umfeld eingebunden.

    Antworten
  38. Susanne 18. Oktober 2019 um 12:37 Uhr

    Liebe Alexa,
    ich finde auch, daß sich keiner für die Anzahl der Kinder die er/sie bekommt oder nicht kommt rechtfertigen muss. Diese Entscheidung muss man für sich und sein leben treffen und da haben andere Leute einfach mal gar nichts zu zu sagen.
    Aber wie Simone stoße ich mich an der Passage zur “Angst vor Fehlgeburten, MISSbildungen und Behinderungen”:
    Missgeburt sagt ja auch keiner. Das ist sehr abwertend und verletzend für alle Betroffenen. Im heutigen Sprachgebrauch, erst recht im seriösen Journalismus, sollte so ein Wort nicht auftauchen.
    Ich bin Mutter eines Kindes mit Behinderung (Tris.21) UND Fehlbildung (Komplexer Herzfehler, zum Glück gut operabel), natürlich “wünscht” sich das niemand, aber meine Tochter hat mein Leben unglaublich bereichert, durch sie habe ich wunderbare Menschen kennengelernt und es haben sich Türen geöffnet, beruflich und privat, die ich sonst niemals gesehen hätte.
    Ich finde diese Angst zeigt leider sehr, wo wir in unserer Gesellschaft in Punkto Inklusion und Akzeptanz stehen. Gerade wenn man einen langen weg zum Kind hinter sich hat (ich bin selber beim ersten Kind erst nach 5 Jahren durch IVF schwanger geworden) sollte man wissen, wie wertvoll jede einzelne Schwangerschaft ist, und auch jedes Kind. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der alle Kinder willkommen sind und die Frauen nach einer Fehlgeburt auffängt, denn auch eine Fehlgeburt ist etwas ganz normales, so traurig sie ist. Wir sollten von diesen Ängsten nicht unser Leben lenken lassen.

    Antworten
  39. Alexa von Heyden 18. Oktober 2019 um 13:16 Uhr

    Liebe Susanne, danke für den Kommentar. In diesem Punkt habe ich durch diesen Artikel und eure Nachrichten viel gelernt. Ihr habt völlig Recht und es tut mir aufrichtig leid, wenn es abwertend oder verletzend klang. Das war nicht meine Absicht. Aber hätte ich den Text anders geschrieben, wäre dieser Punkt in dieser Diskussion vielleicht nie aufgegriffen worden. Insofern habt ihr das gut gesehen und wie gesagt: Danke für den Input!

    Antworten
  40. Katharina 18. Oktober 2019 um 14:36 Uhr

    Alexa, du schreibst eh immer toll: ehrlich, offen, verletzlich, selbstironisch. Das tut zwischen dem ganzen vermeintlich perfekten Mompreneur-Gequatsche so gut

    Antworten
  41. Susanne Krieg 18. Oktober 2019 um 15:48 Uhr

    Du und Dein Mann haben als Eltern eine Entscheidung getroffen – und die ist super so wie sie ist. Ich verstehe nicht, wie jemand verwundert oder gar mit Anfeindungen darauf reagieren kann, wenn jemand nur ein Kind haben möchte. Geht’s noch? Es gibt momentan wahrlich andere Dinge auf der Welt (und in unserem Land), über die wir uns brüskieren sollten… Manchmal denke ich, wir können einfach nicht akzeptieren, dass andere Menschen unterschiedliche Lebensentwürfe haben als wir. Vielleicht fühlen wir uns selbst und unseren eigenen Lebensentwurf dadurch in Frage gestellt – und merken dann manchmal sogar, dass wir mit unserer eigenen Entscheidung im Nachhinein vielleicht gar nicht mal so glücklich sind, wie wir nach außen hin immer beteuern…? (Aber zurück geht ja auch nicht mehr!) Mennooo, ist das nicht einfach nur traurig?

    Antworten
  42. Nina 18. Oktober 2019 um 21:50 Uhr

    Danke für den ehrlichen und persönlichen Text!

    Ich denke, wenn man mit blöden Sprüchen oder Nachfragen konfrontiert wird, sagt das mehr über die Persönlichkeit des Fragers bzw. Sprücheklopfers als über die eigene Lebenssituation aus. Manche Leute nutzen einfach alles als Sprungbrett für blöde Kommentare. Bei einem Kind wird dann gefragt, wann das zweite kommt und wenn jemand vier Kinder hat, „dann ist jetzt aber langsam mal Schluss, oder, hö hö hö?“. NERV.

    Antworten
  43. Rita 19. Oktober 2019 um 12:54 Uhr

    Liebe Alexa und alle Frauen die sich hier geäußert haben.

    Ich bin 71, also mit dem Thema durch. Selber Einzelkind gewesen und wollte deshalb immer viele Kinder haben. Die kamen dann schneller als erwartet und haben auch nicht immer nur Spaß gemacht. Solange sie Klein sind ist alles gut. Die Probleme kommen erst wenn sie größer werden. Trotzdem habe ich heute drei tolle Söhne. Auf die angestrebten 6 Kinder habe ich dann gerne verzichtet.
    Niemals wäre ich auf die Idee gekommen mein Familienmodell anderen einreden zu wollen.
    Es ist Euer Leben und was Andere darüber denken kann euch doch völlig egal sein.
    Zugegeben, ich war auch schon über 40 bevor ich endlich begriffen habe, dass ich mich nicht nach Anderen richten muß. Versucht es mal. Das ist sehr befreiend. So wie Ihr seit, seit ihr richtig. Egal ob mit oder ohne Kind. Ob mit oder ohne Karriere. Wer beides schafft ohne Abstriche zu machen, toll.
    Wer nicht, auch toll. Ihr entscheidet ganz alleine ob Ihr Euch gut oder schlecht fühlt.
    Solltet Ihr euch aber schlecht fühlen, dann müsst Ihr etwas ändern. Rechtfertigen müsst Ihr Euch garnicht. Von Männern erwartet das auch Keiner.

    Ihr seit alles tolle Frauen hier.

    Antworten
  44. Andrea 19. Oktober 2019 um 22:57 Uhr

    Hallo,
    Ich habe eben eure Erfahrungen zum Thema 1-Kind-Familie gelesen.
    Wir sind auch eine Familie mit 1 Tochter. Sie ist inzwischen 3,5 Jahre alt und supersüss… natürlich wie jedes Kind in dem Alter aber auch anstrengend.
    Früher, inzwischen bin ich 41 Jahre alt, dachte ich immer es sei einfach Kinder in die Welt zu setzen.
    Erst als ich meinen Mann kennengelernt habe und es zwei Jahre ohne Erfolg versucht haben merkten wir das es eben nicht so ist.
    Danach haben wir uns untersuchen lassen.
    Unser langwieriges Warten lag an ihm. Mit Hilfe einer ICSI haben wir dann endlich unser Wunschkind bekommen. Gleich beim ersten Versuch wurde ich mit einer heute gesunden Tochter schwanger.
    Die Schwangerschaft verlief anfangs problemlos, die Maus kam jedoch 10 Wochen zu früh. Ich hatte das HELPP-Syndrom entwickelt und sie musste von heute auf morgen geholt werden.
    Ein harter Faustschlag wenn man mit sowas nicht gerechnet hat.
    Danach verfiel ich fast ein Jahr lang in eine schwerwiegende Depression so das ich vom ersten Lebensjahr unserer Tochter kaum etwas mitbekommen habe.
    Erst nach und nach konnte ich mich wieder auf meine Beine stellen. Eigentlich wollten wir immer zwei Kinder, heute sind wir dem Himmel dankbar für diesen einen Sonnenschein! Das einzige Problem habe ich damit wenn wir älter werden wird sie im natürlichen Lauf des Lebens alleine sein. Es gibt keine Cousins oder Cousinnen, Nichten oder Neffen. Das nagt schon etwas an mir. Ich hoffe sie wird eines Tages so gut auf ihren eigenen Beinen stehen das ihr das nichts ausmacht. Liebe Grüsse an alle Mamas und Papas denen auch nichts einfach so in den Schoss gefallen ist!

    Antworten
  45. Anne 21. Oktober 2019 um 07:22 Uhr

    Ich kann verstehen, dass es viele Gründe gibt, kein weiteres Kind zu wollen. Das ist eine individuelle Entscheidung, die man natürlich selber für sich trifft und treffen darf. Vor allem als Mutter, da es den eigenen Körper betrifft.

    Aber als Einzelkind rate ich jedem dazu, unbedingt ein zweites Kind zu bekommen!!

    Meine Eltern haben mich alleine in die Welt gesetzt und sich 10 Jahre später geschieden. Danke Mama, danke Papa. Jetzt bin ich alleine mit sowohl den Problemen meiner Mutter als auch denen meines Vaters. Das einsame (doppelte) Sorgen machen beginnt schon lange vor der Pflegestufe. Ich will das nicht für mein Kind.

    Antworten
  46. Ramona 21. Oktober 2019 um 11:08 Uhr

    Liebe Anne!

    Ich kann verstehen, was du meinst. Aber leider ist es nicht gesagt, dass man sich die Sorgen automatisch teilt, wenn man Geschwister hat. Meine Kollegin hat einen Bruder und eine Schwester – trotzdem bleibt alles an ihr hängen, weil die Geschwister weiter weg wohnen und auch gar kein offenes Ohr haben, ihr nichts abnehmen und einfach nicht eingebunden werden wollen.

    Liebe Grüße
    Ramona

    Antworten
  47. Barbara Schilling 21. Oktober 2019 um 12:13 Uhr

    Toller Artikel, war wirklich “fällig” – danke ;-))

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