Wonach ist dir heute?

 

Ein Wochenende Berlin, zwei Freundinnen – von Marlene (bloggt auf Spruced) & Okka (bloggt auf Slomo)

SAMSTAG

Die Übernachtungsfrage ist schnell geklärt. Schöner als im Hotel ist es in einem der Nest-Apartments im Prenzlauer Berg, die so sind wie sie heißen: klein, kuschelig, nicht luxuriös, aber mit allem ausgestattet, was man für ein Wochenende braucht: großes Bett, kleine Küche, Kaffeemaschine und WLAN, 70 Euro die Nacht für zwei Personen. Und wenn wir schon im Kiez sind, beginnt der Samstagmorgen mit einem Frühstück bei Suicide Sue: superleckere Stullen, selbstgemachte Brotaufstriche, Waffeln, köstlicher Kuchen, den man auch gleich zum Frühstück essen kann. Danach haben auch die Läden geöffnet: Bei Goldhahn und Sampson, dem schönsten Lebensmittelladen der Stadt, einen LØv-Tee, Schokolade und getrocknete mexikanische Chili-Schoten für den Liebsten kaufen, in einem der tiefen Ledersessel versinken und in Kochbüchern schmökern. So schwer das Aufstehen fällt, in der Nachbarschaft gibt es gleich drei tolle Läden: Victoria met Albert (Interior & Mode), Misses & Marbles (Wohnaccessoires) und die Pomeranza Design Ranch (noch mehr Wohnaccessoires und wunderschöne Karten). Weiter zu Jacks Beauty Department und die sensationellen Lippenstifte von „Cosmetics a la carte” ausprobieren. Bei Ting, nur ein paar Schritte weiter, gibt es schöne Dinge aus dem nahen Norden und fernen Osten (und köstliche dänische Schokofrösche mit Cremefüllung zum Kaffee). Ofelia verkauft Blusen von Vanessa Bruno, Kleider von Theory und wunderschönen Schmuck. Etwas abgelegen, aber der kleine Spaziergang dorthin lohnt: Soeur, ein Second-Hand-Laden voller Schätze von Chloé, APC oder Acne. Außerdem gibt es bei Vanilla gegenüber Cupcakes zum Niederknien, und jetzt ist wirklich mal Zeit für eine kleine Pause und einen Kaffee.

Wenn man vom Prenzlberg den spanischen Touristen Richtung Mitte folgt, landet man schnell bei Cos, Muji, Acne und dem frisch eröffneten Schiesser-Laden am Hackeschen Markt. Im Zweifel findet man dort immer etwas Schönes (unsere Kleiderschränke sind der beste Beweis dafür), aber es lohnt auch, von den großen Einkaufsmeilen abzubiegen. Zum Beispiel in die kleine Einkaufsmeile Mulackstraße. Erster Halt: APC, für die schlicht französischen, extrem lässigen Jeans, Kleider und Accessoires. Bonus: Wer es noch zum Sale schafft, findet bei APC womöglich endlich den Bikini, der wirklich glücklich macht. Die Straße runter kann man bei Lala Berlin nicht nur butterweiche Kaschmirschals, sondern auch den Rest der Kollektion von Leyla Piedayesh kaufen. Bei Schwarzhogerzeil findet man die Isabel Marant-Stiefel und das Kleid von Tsumori Chisato, die man sonst nirgends finden konnte. Und was man sonst noch so alles dringend für die neue Saison braucht, liest man in den internationalen Modemagazinen, die bei Do you read me?! verkauft werden. Schön: Die Karten und Notizbücher von R.S.V.P.. Ungefähr jetzt sollte man auf die Torstraße abbiegen und im Laden von Sabrina Dehoff vorbei schauen, die so fantastischen Schmuck macht, dass man über einen Anruf beim Kreditsachbearbeiter nachdenkt, um das Kontolimit noch ein wenig zu erhöhen. Danach einen Haken zurück in die Auguststraße schlagen, wo man bei Garment Second-Hand-Kleider findet, die schöner sind als neu.

Zeit für ein anständiges Essen. Das kann nur ein Burger im Bird sein: „Filthy Harry” mit Bacon, Cheddar und ein eiskalter Cider. Danach ein guter Film im Freiluftkino Friedrichshain. Und glücklich umfallen.

Oder doch noch ein Drink? An der langen Theke in der Bar 3 kann man gut abhängen und ein paar Kölsch trinken. Weil in Berlin neue Clubs schneller eröffnen, als man darüber reden kann, welcher neue Club gerade eröffnet hat, hier ein Geheimtipp: KTV in der Chausseestraße 36, wo der Abend in einer unrenovierten Altbauwohnung anfängt, ein Stockwerk tiefer in der Bar weitergeht und schließlich im Club endet. Dort ist es so schummrig, dass man gar nicht mitbekommt, dass draußen längst der neue Tag begonnen hat.

SONNTAG

Kaputt vom KTV? Macht nichts. Große Sonnenbrille aufsetzen und zum Flohmarkt am Arkonaplatz schlendern, der nicht nur überschaubarer ist als der am Mauerpark, sondern wo es auch weit weniger Ramsch gibt. Glücksfunde der letzten Besuche: Ein Globus, große Metallbuchstaben und eine schwarze Schreibtischlampe aus den 60ern. Danach entspannt auf ein Croissant im Café Fleury am Weinbergspark, wo man von der Terasse den anderen Sonnenbrillenträgern beim Flanieren zugucken kann.

In der eigenen Stadt geht man viel zu selten ins Museum, aber das C/O Berlin hat immer wieder so gute Foto-Ausstellungen, dass wir dort sogar schon öfter waren. Auch gut: die Galeria Camerawork, die gerade eine große Auswahl von Jackie Kennedy-Bildern an das Museum The Kennedys (direkt am Brandenburger Tor) verliehen hat, doll.

Den Sonntagnachmittag verbringt man am schönsten im Liquidrom: In der abgedunkelten Salzwasser-Therme kann man sich stundenlang treiben lassen. Unter Wasser läuft Musik, manchmal Klassik, manchmal Elektro, immer gut, auf der schlichten Kuppel wechseln die Farben zur Musik. Ahhhh, jetzt in die Sauna. Oder eine Massage, die hier übrigens ganz fantastisch sind (Handtücher und Bademäntel können ausgeliehen werden).

Falls noch Zeit für ein Essen ist: Zum Mädchenitaliener, der zurecht so beliebt ist – nicht nur bei Mädchen. Unbedingt reservieren. Und dann zu einem Glas Prosecco mit Himbeerpüree die Pasta mit Feigen bestellen.

Viel Spaß wünschen euch:

Marlene & Okka

 

Foto-Credits im Uhrzeigersinn von oben links:
Suicide Sue (Suicide Sue)
Soeur (Marlene Sørensen)
Tasche von Ting (Ting)
Armreif von Sabrina Dehoff (Sabrine Dehoof)
Lippenstift von Cosmetics à la Carte, den man bei Jacks bekommt (Cosmetics à la Carte)
Bar 3 (Berlin Unlike)
Russh und Port, die man beide bei Do you read me?! bekommt (Russh und Port)
Boots von Acne (Acne)
Interior bei Ting (Ting)
Tasche von Tila March, die man bei Ofelia bekommt (Tila March)
Bikini von A.P.C. (A.P.C.)
Saft bei Café Fleury (Marlene Sørensen)
Plakat von Breathless auf dem Flohmarkt am Arkonaplatz (Marlene Sørensen)

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Virginia 11. August 2011 um 09:38 Uhr

    Wow. Ich muss nach BAAALLLIIIIIIIN <3 <3 <3 sehr tolle Tips, besonders das Risto Bird muß ich mir ansehen. M U S S ! Vielen Dank Okka und Marlene!

    J

    Antworten
    • Steffi 11. August 2011 um 09:54 Uhr

      @ Virginia: Also ich war gleich gestern noch schnell in Berlin (Rückfahrt Flitterwochen) und hab die Tipps alle getestet – suuuuper! Hab sehr hübsch geshoppt, kann alle sehr empfehlen!!

      Antworten
  3. Christiane 11. August 2011 um 10:37 Uhr

    Puhh… so viele tolle Tipps!!! Es ändert sich einfach zu schnell, gerade in der Ecke von Berlin muss ich mich mal wieder umschauen. Einen hab ich noch, wenn man sich in der Gegend befindet bitte auch bei der Froschkönigin reinschauen(www.diefroschkoenigin.de), ein ganz charmanter kleiner Second-Hand Laden.

    Antworten
  4. nike 11. August 2011 um 10:56 Uhr

    toll!
    genau so sollte doch jeder reiseführer geschrieben werden!
    am liebsten würd ich gleich los!

    Antworten
  5. Rike 11. August 2011 um 11:47 Uhr

    Ich!will!sofort!nach!Berlin!
    Danke, danke, danke für die tollen Tipps!

    Antworten
  6. nina 11. August 2011 um 19:04 Uhr

    goldhahn & sampson machen supertolle käsebrötchen! alles andere ist auch ganz nach meinem geschmack. dankedanke, ihr beiden 🙂

    Antworten
  7. Annika 25. Oktober 2011 um 16:27 Uhr

    Huhu!
    Habe dieses Wochenende die Tipps The Bird und fleury in Berlin getestet. Beides super gut!
    Toll, vielen Dank für die Tipps.

    Antworten

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