Wonach ist dir heute?

Es hätte auch einfach so weitergehen können. Wir funktionierten super als Team, Eltern, Freunde, wir lachten zusammen, sorgten dafür, dass es dem anderen gut ging, unterstützten uns im Job, suchten die Nähe zueinander, hatten Sex, Spaß, doch irgendwas war anders als früher. Ich stellte meine Ehe plötzlich infrage. Zum ersten Mal. Hatte ich mich zu sehr verändert? Veränderte er sich zu wenig? Veränderten wir uns nicht mehr gemeinsam?

Vor 13 Jahren verliebten wir uns ineinander und waren ab dem Tag kaum noch getrennt. Wir waren eins dieser nervigen Paare, die jetzt fast alles zusammen machten und kaum noch andere brauchten. Gemeinsam ging es uns am besten.

Nach ein paar Jahren justierten wir ab und an unsere Beziehung etwas nach. Oft war ich die, die Verbesserungsvorschläge hatte, er war meist mit allem einverstanden. Von Beziehungsarbeit oder Krisen waren wir weit entfernt. Es lief alles so im Einklang, dass ich mir immer sicher war – wir schaffen es zusammen bis an unser Lebensende. Mit anderen zu flirten oder nur darüber nachzudenken, kam mir vollkommen absurd vor.

Doch dieses Jahr erwischte ich mich plötzlich bei dem Gedanken und fragte mich selbst: Warum? Warum jetzt?

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