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Wie bleibt man mutig? Doris Dörrie erzählt, wie man weitermacht, selbst, wenn man nicht mehr weiter weiß. Hier kommt Podcastfolge 15.

Text – Stefanie Luxat

Es ist spannend zu sehen, was für ein Eigenleben mein Podcast führt. Was er mit mir und anderen anstellt. So berührte mich das, was Alexandra Reinwarth in der “Wie trifft man Entscheidungen?”-Folge übers allein sein erzählte so sehr, dass ich spontan nach dem Gespräch beschloss, das Wochenende einfach mal nur mit mir zu verbringen. Eine großartige Entscheidung.

Natürlich weiß ich auch bei meinem Blog nicht immer genau, wer hier alles liest. Viele Leser sind auch zu Hörerinnen geworden und umgekehrt. Überrascht war ich dann aber wirklich, als ich angefragt wurde für ein Interview mit Filmregisseurin Doris Dörrie. Normalerweise läuft sowas eher andersherum. Seit Jahren bin ich Fan von Doris Dörrie. Mag, wie sie ihr Publikum emotional herausfordert. Ich habe viele ihrer Bücher gelesen und ihre Filme immer schon gemocht. Ihre Produzentin würde meinen Podcast hören, so kam es zu dem Gespräch, das mich dann ebenfalls nachhaltig beeindruckt hat.

Im Interview sprechen wir auch über eine sehr schwierige Zeit im Leben von Doris Dörrie: Als sie Mitte dreißig war, erkrankte ihr Ehemann an Krebs, der Vater ihrer damals noch sehr kleinen Tochter. Wie Doris Dörrie ihre Angst und spätere Trauer mit einer eigentlich ganz simplen Übung in den Griff bekommen hat, erzählt sie in unserem Gespräch. Ich denke seitdem oft an diese Übung, die auch hilft, wenn man sich mit was auch immer überfordert fühlt. Wenn man Weitermachen muss und erstmal gar nicht weiß wie.

Wir sprechen übers mutig bleiben, wie einem das gelingt. Dörrie sagt:

Es ist schwer, die Geschichte, die wir uns über uns selbst ausdenken, fallen zu lassen.

Und Neues zu wagen. Doris Dörrie findet, dass wir das Drehbuch zu unserem Leben selbst schreiben. Es liegt an uns, ob wir den Dämonen unserer Vergangenheit und Kindheit Raum geben wollen. Das zeigt sie auch sehr eindringlich in ihrem aktuellen Film „Kirschblüten & Dämonen“, der Fortsetzung des Films „Kirschblüten Hanami“.  Ihr aktueller Film handelt davon, wie man sich mit seiner Vergangenheit, mit den Eltern und sich selbst aussöhnt. Gedreht wurde mit großartigen Schauspielern und beeindruckenden Szenen in Bayern und Japan. Am Ende des Interviews verlosen wir Kinokarten dafür.

Ihr könnt euch die Podcastfolge wie immer über ItunesSpotify und Soundcloud anhören.

Ich freu mich wie immer sehr auf euer Feedback zu der neuen Folge.

Herzlich,

Steffi

Text – Stefanie Luxat

Szenenbild Aufmacher – © 2018 Constantin Film Verleih GmbH/ Mathias Bothor; Foto Doris Dörrie – Mathias Bothor

6 Comments

  1. Antworten Tina 8. März 2019 um 08:11 Uhr

    Liebe Steffi,

    ich habe immer noch Gänsehaut vom Hören dieser neuen Folge. Ich fand Doris Dörrie schon immer ganz toll und werde natürlich auch den neuen Film bald sehen.
    Aber dieses Gespräch, das Ihr beide da geführt habt, hat mich so unglaublich berührt. Ich denke, es hat mir auch geholfen. Mir geht es psychisch und physisch gerade sehr schlecht, da eine schwere Krankheit und Trennung mich sehr in die Knie gezwungen haben.

    Danke für diesen unglaublich tollen Trost am Morgen.

    Tina

  2. Antworten Ulli 8. März 2019 um 08:22 Uhr

    Liebe Steffi,

    ich habe den Podcast leider erst zur Hälfte gehört (ich musste ins Büro, Manno!), aber ich bin jetzt schon begeistert. Habe mir direkt 3 Bücher von Doris Dörrie bestellt.
    An diesem Podcast gefällt mir bisher besonders gut, dass er ruhiger ist als die bisherigen. In den anderen Podcast wird viel gelacht, man ist sich oft einig. Das hat mir auch immer sehr gut gefallen. Diesmal wird (bisher) nicht so viel gelacht, sie gibt Dir oft “Widerworte” (nee, der nächste Film nach Männer war kein Flop, oder, nein, so habe ich das nicht gemeint.)
    Ich hatte heute Morgen den Eindruck direkt etwas von Doris Dörrie mitgegeben zu bekommen. Das fand ich sehr schön. Und ich fand es auch mal schön, auf eine andere Art und Weise von Deinem Podcast mitgenommen zu werden. Danke!
    Und ab halb zwei heute Mittag wird der Rest gehört!

  3. Antworten Lilli 8. März 2019 um 09:08 Uhr

    Steffiiiiii, Du machst ein Interview mit Doris Dörrie, wie toll ist das denn bitte. Ich liebe Ohhhmhhh und die Filme von Doris und Ihre Einstellung zum Leben noch dazu ist heute Feiertag und ich konnte gleich hören – perfect match für mich heute, danke Dir. Sehr berührend, den Film Kirschblüten Hanami mochte ich sehr und bin gespannt auf den neuen Film. Danke Steffi, tolles Comeback von Dir diese Woche hier :-), lg Lilli

  4. Antworten Susanne 8. März 2019 um 09:08 Uhr

    Liebe Steffi,

    tausend Dank für diese unglaublich tolle und bereichernde Folge!

    Dass ich gerade heute dieses wunderbare Interview mit Doris Dörrie hören durfte, hilft mir so sehr!

    Ich habe leider schon viele Menschen an den Tod verloren und bin selbst schwer erkrankt, weshalb ich oft mit meinem Schicksal gehadert hatte.
    Deine Podcastfolge hilft mir sehr dabei, mein Leben auch mal wieder anders zu sehen und dankbar zu sein. Mein durch die Krankheit entstandener finanzieller Engpass hat mir in den letzten Wochen die Luft zum Atmen genommen, zumal ich alleinerziehende Mutter von drei Kindern bin, aber jetzt werde ich versuchen, gelassen zu bleiben. Es wird schon alles werden.

    Danke und liebe Grüße
    Susanne

  5. Antworten Beate 8. März 2019 um 11:18 Uhr

    Steffffiiiii,

    gleich zwei Aha-Momente am internationalen Frauentag für mich.
    Mit 40 habe ich endlich meine ersten Podcastfolge angefangen – hat gar nicht weh getan und ging erstaunlich einfach.
    Und nach nur zwei Minuten Doris Dörrie bin ich schon geflasht. Sie spricht einen Gedanken aus, den ich bereits seit Jahren in mir trage. Alle sprechen immer von der Gelassenheit, von der zunehmenden Souveränität, der Ruhe und Ausglichenheit, die mit dem Alter käme… Und ich? Ich sitze stets daneben und denke… what? Gerade weil ich mit den Jahren Wissen angesammelt habe, ständig weiter lerne, gerade weil ich sehe, was es da draußen alles gibt…gerade deshalb habe ich manchmal das Gefühl, mehr zu zweifeln, mehr zu hadern, mehr zu hinterfragen. Mich und die Umwelt. Nicht ständig. Nicht immer. Aber öfter als noch mit 25 oder 30. Bisher dachte ich ehrlich gesagt, dass ich damit ziemlich allein bin auf weiter Flur. Aber schon dieser Einstieg entlockt mir ein “erleichterndes Ohhh!” In diesem Sinne – ich freue mich auf den Rest des Interviews (…und die restlichen 15 Podcast-Episoden). LG Beate

  6. Antworten Beate 8. März 2019 um 11:54 Uhr

    Ich nochmal. Passend zum Frauentag. Auch irgendwie passend zum Interview von Doris. Jede Frau mit ihrer eigenen Geschichte.
    Ich war gestern auf einer ganz, ganz tollen Lesung zu einer Buchneuerscheinung “Unerhörte Ostfrauen”.
    Was haben wir gelacht… und auch an der einen oder anderen Stelle ein Tränchen verdrückt. In dem Buch erzählen 37 Frauen ihre Lebensgeschichte. Von der Straßenbahnfahrerin bis zur hohen Politikerin. Natürlich liegt der Fokus auf dem Thema Ostfrauen – was vielleicht den einen oder anderen abschrecken wird – ABER!!! Ich finde, es geht um so viel mehr. Am Ende der Veranstaltung ging eine ältere Dame an mir vorbei und sagte: “Ach wisst ihr, wir Frauen wir sind einfach richtig. Egal ob Ost oder West, egal ob studiert oder nicht. Wir teilen einen Weg. Auch wenn jede ihren eigenen geht.” Irgendwie schön, oder?

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    Nordliebe
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