BEZAHLTE PARTNERSCHAFT

Nach dem Weg gefragt:

Die Gründerinnen Christin von Dahlen und Ulrike Schiller erzählen, wie es ist, plötzlich Chefin zu sein. Eine Menge falsch zu machen und doch ganz schön viel richtig.

Manchmal bleibt eben keine Zeit, etwas komplett zu durchdenken. Manchmal ist da diese Idee und Chance, die man sieht, das Gold auf der Straße, das man einfach nur aufheben muss, bevor es andere tun, also rennt man los. Ohne großen Plan, aber ein verdammt gutes Ziel vor Augen. So erging es Christin von Dahlen, 37, Spitzname Pony (rechts im Bild), und Ulrike Schiller, 33, Spitzname Blond (links), als sie vor fünf Jahren den Markt für Social Media Kommunikation erkannten.

Die beiden festangestellten PR-Beraterinnen, und Bloggerinnen, kündigten und gründeten ihre Agentur Pony & Blond in Hamburg. Ohne Business Plan, ohne überhaupt einen Plan. Aber gleich mit einer langen Schlange an großen Kunden vor der Tür, die Beratung brauchten für den neuen großen Trend, von dem alle sprachen: Dieses Influencer-Ding.

Pony & Blond arbeiteten rund um die Uhr. Konzeptionierten Events und Kampagnen, die sich durch Kreativität und gutes Storytelling hervortaten. Es kamen noch mehr Kunden, nur gingen leider die Mitarbeiter. Und den Gründerinnen ging auch langsam die Puste aus. Es gab viel zu lernen für die zwei Frauen, die so plötzlich Chefinnen geworden waren.

Ein Gespräch übers Fehler machen und dadurch besser werden. Gesponsert von der globalen Initiative She’s Mercedes. Einer Plattform für Frauen, die die Möglichkeit bietet, sich gegenseitig zu unterstützen, sich zu vernetzen und voneinander zu lernen.

Ulrike, du hast mir mal erzählt, dass viele Frauen sich erschrecken, wie du wirklich bist, wenn sie dich kennenlernen.

Ulrike: Oh Gott ja, das war am Anfang so. Ich hatte früher einen Back-Blog, alles sehr niedlich und hübsch. So manche Mitarbeiterin unserer Agentur dachte, ich käme jeden Morgen mit selbst gebackenen Keksen ins Büro und wir würden erst ein Mal Gruppenkuscheln. Da haben sich viele erschrocken, dass ich viel direkter und tougher bin als sie denken, wir sehr professionell arbeiten, täglich abliefern müssen. Viele sind bei unserem Tempo gar nicht mitgekommen. Fragten mit großen Augen: „Oh Gott, es gibt Zeiterfassung? So durch getaktete Tage?“

Christin: Wir hörten oft: „Boah, ihr arbeitet mit den und den Bloggern und Influenzern zusammen, wie cool!“. Viele verstanden nicht, dass das leichte, einfache Leben, dass sie über Kanäle wie Instagram sehen, natürlich nicht so im Alltag aussieht, sondern sau viel Arbeit ist.

Klingt so, als hätten die Mitarbeiter euch falsch eingeschätzt. Nur habt ihr den Niedlichkeits-Faktor mit eurem Namen und Auftreten ja auch befeuert.

Christin: Da ist was dran. Zu uns hat am Anfang mal jemand gesagt, als er uns in unseren Rüschenblusen sah: „Ihr seht aus wie Cupcakes!“. Das Image haben wir schnell versucht abzulegen.

Ulrike: Wir haben den Fehler gemacht, zu denken, alle sind wie wir. Super engagiert, bringen sich gern ein, arbeiten rund um die Uhr. Bis wir verstanden: Wir tun das, weil uns der Laden gehört und unser Leben ist. Für die Mitarbeiter ist es nur ein Job.

Ein Freund riet uns: „Seht euch mehr als Gastgeber für die Mitarbeiter“.

Die Sichtweise hat uns sehr geholfen. Wir erwarten jetzt nicht mehr, dass die Mitarbeiter kleine Mini-Me’s sind. Es war einfach vermessen von uns zu denken, dass Mitarbeiter dem Job den gleichen Stellenwert geben wie wir.

Also war der Rat: Zieht doch eure Emotionen mal aus dem Job.

Ulrike: Ja, das steckte auch mit drin. Ich bin am Anfang in die Agentur gekommen und habe gedacht: Das ist mein Leben. Mein Lebensinhalt. Wir haben durchgearbeitet Tag und Nacht, jedes Wochenende.

Wir mussten einfach lernen, realistischer zu sein. Das ganze nur als unseren Job zu sehen.

Christin: Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, hilft es, einen Schritt rauszumachen und zu sehen wo man steht…

Ulrike: …das konnten wir am Anfang aber Null! Wir dachten: Wir operieren hier am offenen Herzen in der Notaufnahme. Hatten ja auch top OP-Ergebnisse nach außen, nach innen gab es etwas Blutverlust (lacht)…

Christin: … und hohe Opferzahlen! Aber das haben wir Gott sei Dank zurechtgerückt – wir haben die Dramatik stark rausgenommen.

Ulrike: Jetzt fühlt es sich einfach entspannter an, was nicht heißt, dass wir keinen Stress haben. Ich weiß nur mittlerweile auch, was mir gut tut. Dienstagsabends habe ich zum Beispiel Sport und da gehe ich mittlerweile hin, egal was kommt. Und wenn der Laden zusammen kracht. Dann schaue ich mir eben Mittwochmorgen in Ruhe an, was zusammen gekracht ist und richte es wieder auf.

 

Was habt ihr noch gelernt?

Ulrike: Etwas zu verschieben. Einem engen Timing etwas mehr Luft zu verschaffen. So etwas war für uns früher undenkbar. Eher haben wir aufgehört zu schlafen und alles andere abgesagt. Für mich ist, um mehr Zeit zu bitten mittlerweile ein Zeichen von Souveränität. Natürlich sollte man nicht sagen: „Wir haben es nicht rechtzeitig geschafft.“ Eher „Wenn Sie uns noch bis dann und dann Zeit geben, können wir ein noch besseres Ergebnis abgeben!“

Fanden euch eure Kunden eigentlich je niedlich oder haben die euch gleich ernst genommen?

Ulrike: Ich kenne das Thema nicht, im Job nicht ernst genommen zu werden. Weder von Frauen noch Männern. Wir arbeiten natürlich in einer sehr frauenfreundlichen PR-Domäne. Wir treten aber auch sehr souverän auf. Es ist uns noch nie etwas Abwertendes entgegen gekommen. Ich würde das auch sehr entschieden zurückweisen, würde mich nicht einschüchtern lassen oder der Sache Raum geben.

Christin: Unsere Kunden haben einen großen Respekt vor unserer Kompetenz.

Ulrike: Es ist ja auch eine innere Haltung. Ich habe einfach verinnerlicht, dass ich gut in meinem Job bin, das stelle ich gar nicht in Frage. Und dadurch auch sonst niemand.

Christin wurde schwanger, als ihr gerade im dritten Gründungsjahr wart. Das war die Zeit, als euch viele Mitarbeiter abgehauen sind. Alles ein Mal zusammengekracht ist. Wie habt ihr euch aus der Krise rausgeholt?

Ulrike: Uns hat der Austausch mit anderen in ähnlichen Positionen sehr geholfen. Mit alten Kollegen, die man persönlich kennt. Mal sagen zu können: Wir wissen gerade nicht weiter. Kennst du die Situation? Was würdest du tun? Da fielen Sätze, die mir bestimmt die nächsten zehn Jahre noch im Kopf bleiben.

Zum Beispiel?

Ulrike: Ein Kollege hat erklärt, dass er Mitarbeiter immer so aussucht, dass sie mindestens eine Sache besser können als er. Das hat mir sehr geholfen von meinem eigenen Größenwahn herunter zu kommen. Ich dachte, ich kann doch alles am besten!

Mittlerweile kann ich bei jedem Mitarbeiter sagen, was er besser kann.

Christin: Mir hat eine befreundete Kollegin geraten, nach den drei Jahren, die wir nach außen hin gewachsen sind, sprich viele neue Kunden gewonnen haben, jetzt nach innen  zu wachsen, sich zu überlegen, wohin man will, langfristig Ziele setzen, Strukturen aufzubauen, Prozesse zu verbessern, sich mehr um die Mitarbeiter zu kümmern. Der Rat, weiterhin Fehler zu machen, hat auch geholfen. Man muss schon sehr fehlerfreudig sein als Gründer. Viele Fehler schlauchen sehr, was für Veränderungen motiviert.

Was hat euch noch geholfen, um durch die toughe Zeit zu kommen?

Ulrike: Wir haben viel miteinander gesprochen, sind viel spazieren gegangen zusammen. Wir haben uns gefragt, ob wir das so wollen wie es läuft, wie wir es gern anders hätten. Wir hatten den Mut, alles in Frage zu stellen.

Wir wollten wieder das Gefühl haben, dass wir unser Business gestalten und nicht es uns gestaltet.

Uns fehlen auch ehrlich gesagt noch gute Vorbilder, die auch mal sagen, was nicht gut funktioniert und wie man es besser macht.

Christin: Besonders als berufstätige Mutter fehlen mir Vorbilder. Es ist ja auch etwas anderes, ob man nur nebenbei ein bisschen arbeitet, so als Hobby etwas dazu verdient, weil der Mann das Hauptgeld mit nach Hause bringt oder ob man die Verantwortung für ein Unternehmen hat, Mitarbeiter, hohe Ausgaben. Da ist natürlich ein ganz anderer Druck dahinter, mit dem man erst ein Mal umzugehen lernen muss.

Ulrike: Manchmal hilft in solchen Krisen auch einfach pures Durchhalten. Es bringt nichts zu heulen und den Kopf in den Sand zu stecken, sondern weiter daran zu glauben, dass man schon grob auf dem richtigen Weg ist. Das Ziel in der Ferne zu sehen und sich daran zu erinnern, warum man gestartet ist.

Was hat die Zeit mit euch gemacht?

Ulrike: Ich bin nicht mehr die Selbe wie vor fünf Jahren, der Prozess hat mich auch menschlich verändert. Ich war sehr fokussiert darauf, was ich mir vorgenommen hatte. Heute sind wir viel offener und flexibler, Wege zu gehen, die nicht hundertprozentig unserer Leidenschaft entsprechen. Nicht eingeschnappt zu sein, wenn ein Kunde nicht genau das will, was wir uns ausgedacht haben. Milde mit sich und dem Team sein. Wir müssen alles perfekt machen,  war lange ein Thema für uns. Wir wollten alles zu einhundertachtzig Prozent abliefern, mittlerweile reichen uns wieder einhundert Prozent.

Christin: Man braucht den Wille zum Overperformen. Das vereint Gründer. Sonst kannst du ja auch in deinem gemütlichen Festangestellten-Job bleiben. Nur setzen wir unseren Größenwahn jetzt gezielter ein und schlauer. Jetzt in Jahr fünf laufen wir viel mehr mit Weitblick. Alles durchdachter, priorisierter. Im Dezember haben wir sogar zum ersten Mal einen Job abgesagt. Weil wir wussten, wenn wir den annehmen, werden wir uns und unseren Mitarbeitern damit nichts Gutes tun. Hat uns schlaflose Nächte bereitet. Aber wir waren einfach k.o., taten uns schwer mit neuen Ideen.

Sehr souverän und ein Zeichen von Selbstliebe, sich nicht mehr zwingend umbringen zu wollen für den Job.

Ulrike: Das Lustige ist: Wir sind durch die Absage noch attraktiver für den Kunden geworden. Die wollten uns noch unbedingter.

Christin: Es war ein super Gefühl im Januar zu merken, dass die Entscheidung, uns erstmal zu erholen, schöne Weihnachten mit der Familie zu feiern und dann neu durchzustarten genau das Richtige war.

Wir wurden so belohnt dafür, uns mal um uns selbst zu kümmern.

Plötzlich hatten wir ganz viel Power, waren wieder ganz viele Ideen da und jetzt ist der, dem wir noch im Dezember abgesagt haben, unser Kunde.

Ulrike: Wenn wir Grenzen wahren, bekommen das auch unsere Mitarbeiter mit und fühlen sich wohl. Das Signal ist: Wir passen auf euch auf und auch auf uns. Das ist ein wichtiges Gefühl.

Ihr sucht nach wie vor Mitarbeiter, weil ihr stetig weiter wachst. Wie sollte man auf gar keinen Fall sein als Bewerber?

Ulrike: Beliebig!

Christin: Wenn das Erste, was einem einfällt, warum man hier arbeiten möchte, ist, man fände es cool…

Ulrike (lacht laut): … das war vor drei Jahren noch das Erste, was wir hören wollten!

Christin: Ich würde nur mittlerweile gern wissen, was die Person daran cool findet. Und vor allem, was man selbst mitbringt. Eigene Ideen, die man bisher noch nirgendwo unterbringen konnte. Weil man gern etwas anders machen möchte. Nicht den dreihunderttausendsten Presse-Aussand.

War Geld eigentlich je ein Thema für euch? Als Selbstständige, gerade in der Kreativbranche, ja oft ein schwieriges Thema.

Ulrike: Die Agentur läuft hoch profitabel, wir haben keine Probleme damit zu sagen, was wir wert sind.

Christin: In der PR-Branche gibt es klare Standards, Kosten und Preise. Von daher hatten wir es leicht, den Wert unserer Arbeit klar zu kommunizieren.

Ulrike: Wobei wir oft hören, wir seien viel zu teuer. Wir wissen aber, was es wert ist, was wir können und welch hoher Aufwand dahinter steckt. Und das hat seinen Preis. Wenn wir es deutlich günstiger machen würden, würde es an so vielen Stellen kippen. Erstens wäre gar nicht die Wertschätzung unserer Arbeit da, was immer im Hinterkopf bleiben und frustrierend sein wird. Weil wir wissen, wir werden nicht richtig bezahlt. Also sagen wir bei „Wir haben eigentlich kein Geld“-Anfragen einfach direkt nein und haben das Vertrauen, dass die passenden Jobs schon reinkommen werden. Natürlich haben wir das auch schmerzhaft an ein, zwei Beispielen lernen müssen, aber mittlerweile haben wir es verinnerlicht.

 

Gerade im Influencer-Bereich gibt es mittlerweile viele halbseidene Vermittler, die branchenunübliche Preise anbieten – verunsichert euch das?

Ulrike: Das freut uns. Die Branche ist groß genug. Das hat uns noch nie Angst gemacht. Wir grenzen uns inhaltlich einfach immer besser ab. Setzen auf Qualitätssicherung und Kreation. Wir machen eben nicht die Kampagnen mit 15 Influencern, die eine angebliche Lieblings-Schokolade in die Kamera halten oder mit Waschmittel im Fahrradkorb auf Fotos durch die Gegend fahren. Das ist einfach nur platte, peinliche Werbung. Wir wissen aber, wie man daraus glaubwürdige Geschichten kreiert.

Christin: Ich würde jedem raten, sich immer wieder vor Augen zu führen, was einen ausmacht, was nicht jeder kann, man selbst aber besonders gut. Das sorgt für Selbstbewusstsein. Wir hatten auch schon die Situation, dass Kunden erstmal eine günstigere Agentur gebucht haben und ein halbes Jahr später anriefen und fragten: „Die Kampagne war großer Mist, können wir es jetzt mit euch noch mal richtig machen?“

Ulrike:  Wir können es uns einfach nicht leisten, für jemanden zu günstig zu arbeiten. Davon haben wir auch nichts. Wir wollten auch schon immer mit unserer Arbeit Geld verdienen, Mitarbeiter bezahlen und uns Schönes leisten können.

Wir wollen gut davon leben können, sonst lohnt es sich doch nicht.

Nur, um sagen zu können „Ich bin mein eigener Chef“. Nein, also wirklich nicht, nein.

Was glaubt ihr, wie lang der Hype um Influencer und Social Media noch anhält?

Ulrike: Ich glaube nicht, dass es eine Blase ist, die platzen wird. Eher wird es keine Print-Magazine mehr geben. Die Influencer-Szene wird noch viel größer werden, aber sie wird sich noch stärker professionalisieren müssen. Oft springen jetzt noch Marken hysterisch auf Instagrammer mit 500.000 Followern, statt genau zu schauen, wer diese Person überhaupt ist und wen sie erreicht. Ob das überhaupt zur Marke und den Zielen passt. Da gibt es auf jeden Fall noch viel zu tun. Qualität wird sich weiter durchsetzen. Hochwertige Blog- und Instagram-Posts und die Kommunikation mit den Followern.

Christin: Am Ende ist es ein neues Kommunikationsfeld, das man als Marke nutzen kann, um seine Zielgruppe zu erreichen. Man darf am Leben von Menschen wie du und ich teilnehmen. Mal mehr oder weniger authentisch. Uns interessieren letztere, weil sie eine höhere Werbewirkung haben.  Dabei überprüfen wir sehr genau, ob die Reichweite echt ist und auch wirklich funktioniert.

Ulrike: Ich glaube, das ist eine Welt, die produziert wird, weil sie gefragt ist. Eine Sehnsucht, die sich als Gegensatz zu in der Welt Angst einflößenden Dingen bildet. Eine vermeintliche heile Welt. Ein Fluchtort zur Entspannung.

Herzlichen Dank für eure Offenheit und das Gespräch.

 

Ulrike und Christin haben mir für den neuen Newsletter von She’s Mercedes noch fünf Überlebens-Tricks verraten, die sie an alle Gründerinnen und Selbstständigen weiter geben möchten. Die gibt es im nächsten Newsletter, für den ihr euch unter newsletter.shesmercedes.de anmelden könnt. Ich gehöre zu den Autorinnen des neuen Newsletters, genau wie Jessica von Journelles, Nora und Susann von Edition F und Julia von Wanderlust. Wir schreiben in dem Newsletter über Themen, die uns bewegen. Treffen starke Frauen, fragen sie, was sie antreibt, was Empowerment für sie bedeutet, welche Karrieretipps sie gerne früher bekommen hätten und vieles mehr. Darüber hinaus gibt es tolle Goodies exklusiv für alle Abonentinnen. Registrieren kann man sich unter: newsletter.shesmercedes.de

 

Interview & Filmkonzept – Stefanie Luxat

Fotos & Kamera/Schnitt/Ton – Dennis Dirksen

23 Comments

  1. Antworten Chrissyvictor 7. Juni 2018 um 09:14 Uhr

    Was für ein bombastisch hammermäßig gutes Interview. Ich kann mich, als working mom und Chefin von fast 200 Leuten, so gut mit vielen Aussagen identifizieren und nehme doch noch Input mit! Danke für diesen fantastischen Start in den Tag!

    • Antworten Steffi 7. Juni 2018 um 10:19 Uhr

      @Chrissyvictor: Liebe Chrissy, vielen Dank, das freut uns riesig! Und Reeeeespekt, 200 Mitarbeiter, holy moly! Wir wünschen dir einen schönen Tag!! Herzlich, Steffi

  2. Antworten Stephanie 7. Juni 2018 um 09:50 Uhr

    Tolles Interview und sehr schön, endlich mal von Frauen zu lesen, die ihren Wert kennen und auch so auftreten. Nur über die Stelle, dass andere „als Hobby nebenbei arbeiten“ bin ich schwer gestolpert.

    • Antworten Chrissyvictor 7. Juni 2018 um 10:00 Uhr

      Ich weiß, was Du meinst. Man sollte hier das Wort “Hobby” aber nicht auf die Goldwaage legen. Es ist für die persönliche Wahrnehmung schon ein gewaltiger Unterschied, ob man die Hauptverdienerin in der Familie ist oder ob es der Mann/die Frau, halt der andere Partner, ist.

    • Antworten Steffi 7. Juni 2018 um 10:22 Uhr

      @Stephanie: Liebe Stephanie, wir freuen uns riesig, dass dir das Interview gefällt. Ich fand es auch wunderbar, dass Christin und Ulrike so selbstbewusst auftreten. Ich erinnere mich, dass Christin zu dem “Hobby”-Punkt erzählte, dass es viele Frauen gibt, die finanziell abgesichert sind durch das Einkommen des Mannes und dadurch nicht den Druck verspüren, monatlich eine bestimmte Summe verdienen zu müssen. Das ist schon etwas anderes, ob man die benötigte Kohle jeden Monat ranholen muss oder man sich ein Extra dazu verdient, mit dem man machen kann was man möchte. Bei dem es nice to have, aber nicht lebensnotwendig ist. Wird es so ein bisschen klarer? Sonst kann ich Christin auch noch um einen Kommentar bitten. Herzlich, Steffi

      • Anna 8. Juni 2018 um 15:13 Uhr

        Nice to have oder vielleicht auch die Notwendigkeit, den Anschluss nicht zu verlieren oder ein Job in einer Branche, bei dem die Kinderbetreuung bei Vollzeit den Mehrverdienst auffrisst? Klar ist ein Vollzeitjob als Chefin was anderes, aber Hobby ist trotzdem für viele Fälle sicher nicht das richtige Wort, finde ich.

  3. Antworten Fiona 7. Juni 2018 um 10:11 Uhr

    Vielen Dank für das tolle Interview. Und vielen Dank an Ulrike und Christin, dass sie so ehrlich und offen sind. Gerade in der Kommunikationsbranche muss ja immer alles glänzen und perfekt sein – wie schön, dass hier Fehler eingestanden werden und dass zugegeben wird, dass es auch mal nicht perfekt lief.

    • Antworten Steffi 7. Juni 2018 um 10:26 Uhr

      @Fiona: Liebe Fiona, ja, für ihre Ehrlichkeit und den Mut, das alles so offen zu erzählen, gebührt den beiden wirklich großer Respekt. Ich bin ehrlich gesagt soooo gelangweilt von all den glatt gebügelten Interviews und Aussagen, die man so oft zu lesen bekommt. Wie soll man denn wirklich inspiriert werden, sich mehr trauen, Vorbilder finden, wenn einen jeder an der vermeindlichen Perfektion abprallen lässt. Ich liebe auch das Zitat im Film “macht weiter Fehler, nur so kommt ihr voran!”. Genau so ist es doch! Und wenn man weiß, alle geben täglich ihr Bestes, machen dabei Fehler, aber trotzdem weiter und kommen so gut voran – ist doch herrlich entspannend! Ich denk an den Spruch seit dem Interview sehr oft! Herzliche Grüße, Steffi

      • Chrissyvictor 7. Juni 2018 um 10:32 Uhr

        An der Sache mit den Fehlern ist so viel dran. Ich finde nur wenn man Fehler zulässt, kann man sich auch was trauen. Ich sag immer allen: Wir machen das jetzt mal so und wenn wir merken, dass es sich als falsch rausstellt, dann ändern wir es halt wieder.

      • Steffi 7. Juni 2018 um 10:37 Uhr

        @Chrissyvictor: Das klingt wunderbar! Uns so herrlich realistisch! Woher soll man denn auch wissen, was wie funktioniert. Es hat dann ja auch immer noch mit so vielen weiteren Faktoren und auch einer großer Portion Glück zu tun, wenn Pläne aufgehen. Es könnte so viel Druck/schlaflose Nächte etc. eingespart werden, wenn man mehr so denken würde. Ich übe es auch immer wieder, tut sehr gut, wenn man es schafft! 🙂

  4. Antworten Silvia 7. Juni 2018 um 12:46 Uhr

    Ich bin wirklich geflasht! Der Teaser auf Instagram durch den kleinen Filmausschnitt, die feste Stimme von Christin und Ulrike, gaben keinen anderen Raum als dieses Interview sofort zu lesen. Ihr redet von 5 Jahren und es sprudelt so eine Bestimmtheit, Souveränität und Erfahrungen aus jedem einzelnen Wort. Man merkt kein Stillstand, sondern eine stetige Weiterentwicklung und als AN fasst diese Begeisterung einen direkt in den Bann, so daß man die Ärmel hoch krempelt und laut ruft: “Was soll ich tun?”. Danke für dieses Interview.
    LG
    Silvia

  5. Antworten Heidi 7. Juni 2018 um 13:06 Uhr

    “Man braucht den Wille zum Overperformen. Das vereint Gründer. Sonst kannst du ja auch in deinem gemütlichen Festangestellten-Job bleiben.” Autsch.

    Da muss ich erst mal schlucken. Eine sehr unpassende Wertung, über die ich mich ärgere. So gemütlich scheinen ja die Jobs in dieser Firma nicht zu sein oder zumindest nicht gewesen zu sein.

    Zur “Hobby”-Bemerkung ist wohl alles gesagt.

    • Antworten Steffi 7. Juni 2018 um 13:33 Uhr

      @Heidi: Liebe Heidi, warum musst du bei der Formulierung schlucken? Kommt das vielleicht falsch rüber? Die beiden haben von sich selbst gesprochen, nicht von ihren Mitarbeiterinnen. Es ging darum, dass sie sich selbstständig gemacht haben und am Anfang stark overperformt haben. Und es ist ja wirklich so, wenn man dazu nicht bereit ist, wird es schwierig, sich selbstständig zu machen. Das heißt aber nicht, dass die Mitarbeiter es tun müssen. Wie ja auch die Einsicht der beiden lautet. Liebe Grüße, Steffi

      • Heidi 7. Juni 2018 um 15:57 Uhr

        Das sehe ich anders. Am vernünftigsten und meist auch am erfolgreichsten sind die Gründer, die ein klares Konzept haben und sich nicht selbst ausbeuten, sondern maßvoll arbeiten. Das ist ja auch der Punkt, den die beiden im Nachhinein kritisch sehen. Insofern ist Overperformer ein schwieriger Begriff. Selbständig und Gründerin bin ich übrigens selbst. Ich würde von mir aber nie als Overperformerin sprechen.

        Im Zusammenhang mit “gemütlichem Festangestellten-Job” erst recht – sind das die Underperformer? Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber ich kenne nun wenige Leute, die so gemütliche Festangestelltenjobs haben. Wie war das während deiner Festanstellungen? Meine waren zumindest nicht so gemütlich.

  6. Antworten Katrin 7. Juni 2018 um 13:23 Uhr

    Poah Steffi, mega gutes Interview mit Pony & Blond. Ich fand beide Frauen einfach wahnsinnig sympathisch und inspirierend. Ich hatte oft das Gefühl, “was würde die Luxat jetzt wohl dazu sagen?”. Das hab ich mir in meinem Kopf dann einfach dazugedacht – der Knüller! Auf jeden Fall mega bombastisch, aber deine Sichtweise noch dazuzuhaben, natürlich ohne den beiden die Show zu stehlen, wäre auch mal toll. Wieder mal ein Post, wo ich sogar sämtliche Kommentare verschlinge! Du rockst einfach!
    Ganz viel Liebe und ganz viel Support von Herzen!

    • Antworten Steffi 7. Juni 2018 um 13:34 Uhr

      @Katrin: Ganz lieben Dank Katrin, das motiviert für die nächsten Interviews! 🙂 Ich lerne gerade in meinem Meditationskurs auch mal die anderen erzählen zu lassen. Man erfährt so viel Spannendes. 😉 Herzliche Grüße, Steffi

  7. Antworten Claudia 7. Juni 2018 um 13:48 Uhr

    Sehr, sehr spannend! Und Wahnsinn – und toll, toll, toll – wie sich Frauen entwickeln.
    Liebe Grüße!

  8. Antworten Beate 7. Juni 2018 um 18:33 Uhr

    Hallo Ihr Lieben,

    mir ging es ehrlich gesagt beim Lesen des Interviews etwas anders als meinen Vorgängerinnen. Ich hegte eher eine diffuse Aversion. Natürlich nicht gegen die zwei jungen Damen, wie sollte ich auch. Sondern gegen die Zwischentöne, die vielleicht auch nur ich allein höre.
    Power, Selbstbewusstsein, Schaffenskraft, Kreativität, Leistung, Engagement, Leidenschaft – eigentlich alles positiv behaftete Dinge, die für mich aber in diesen Zeilen irgendwie einen negativen Beigeschmack hatten und haben. Vielleicht erinnern sie mich zu sehr an meine eigene Agenturerfahrung mit unzähligen Überstunden, Erwartungsdruck, Schnelllebigkeit und einer gehörigen Portion Oberflächlichkeit. Ich weiß, das ist nur (m)eine Momentaufnahme. Dennoch.
    Ich habe mittlerweile in so, so vielen verschiedenen Branchen gearbeitet, war jahrelang Kunstlehrerin, habe ein Aterlier in Berlin geleitet, habe Agenturluft geschnuppert und internationale Grafik-Festivals organisert.
    Heute arbeite ich in einem Unternehmen für Luft- und Raumfahrt. Seit nahezu 10 Jahren. Als gemütliche Festangestellte. Umgeben von Ingenieuren. Und es ist mein Traumberuf, aus verschiedenen Gründen… Warum gilt heutzutage das Helle, Laute, Schnelle, Taffe immer als erstrebenswert? Immer mehr, immer weiter, immer höher. Du musst nur stark sein, dich durchsetzen – dann schaffst du das schon!
    Was jedoch , wenn es dort draußen junge Mädchen und Jungen gibt, die Routine, Sicherheit, Zeit und Muße – eben das “Gemütliche” bevorzugen? Warum wird denen, wenn auch nur unterschwellig, vermittelt – dass sie okay sind, aber eben niemals “reich und schön” sein werden.

    Ich hoffe Ihr wisst, dass ich bewusst übertreibe. Ich möchte Euch eigentlich nur ein wenig sensibilisieren, dass es so viele verschiedene, erstrebenswerte berufliche Wege gibt.

    Amen!

    LG Beate (…die Euch Drei übrigens schon persönlich kennen lernen durfte…)

  9. Antworten Juli 8. Juni 2018 um 08:37 Uhr

    Ich möchte hier auch aufrufen für mehr Mut zur “Gemütlichkeit”. Es ist vielleicht nicht so sexy, aber vollkommen ok, kein “Overperfomer” zu sein und das auch nicht als erstrebenswert zu erachten.
    LG Juli

  10. Antworten Ann Quoc Pham 8. Juni 2018 um 09:25 Uhr

    Ein wirklich gelungenes Interview! Interessante Sichtweisen, vor allem der Vergleich der “Chefetagen” Sicht mit Mitarbeitern kommt sehr gut raus! Viele eurer Anregungen und Gedanken sind auch auf soviele andere Bereiche fernab dem Beruflichen anzuwenden. Vor allem der letzte Gedankenstrang, Social Media als eine Welt zu betrachten, die man sich selber schafft um eine Heile Welt aufrecht zu erhalten finde ich direkt ins Schwarze getroffen. Einerseits bemerkenswert wie wir über Social Media versuchen eine Heile Welt uns vorzustellen, gleichzeitig schwingt eine gewisse Naivität mit diesem Denken mit rein.

  11. Antworten Bärbel 8. Juni 2018 um 23:31 Uhr

    Wow wie toll sind die zwei denn? Viel Erfolg weiterhin. Meine Eltern waren ohne Angestellte selbstständig. Als Kind habe ich schon mitbekommen, dass man fleißig sein muss um Erfolg zu haben. Mit allen Höhen und Tiefen. Ich empfinde großen Respekt! Das ist eine große Verantwortung! Keep on rocking ladies!

  12. Antworten fluffylista 14. Juni 2018 um 14:58 Uhr

    Mutiger Artikel, finde super, dass die beiden so ehrlich sind & auch offen über ihre Fehler sprechen und was sie daraus gelernt haben. Top!

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