Die neue Serie:

Das Tolle am Mama sein, das Toughe & was gut tut – Heute mit Natalia alias Milia Ink.. Sie hofft, ein bisschen Mut zu machen. Vor allem Single-Müttern.

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Toll ist…

… die Hand meiner Tochter zu spüren, wie sie zart und klein in meiner liegt, wenn wir den Weg gemeinsam entlangspazieren. Ihr warmer Körper, der sich an meinen schmiegt, wenn sie nachts mit all ihren 20 Kuscheltieren zu mir ins Bett zieht, um dann beseelt von „Mamas-Parfööm“ wieder fest einzuschlafen. Ihr unsagbares Mitgefühl für Tiere aber auch Insekten, die zwecks Überwinterung Asyl auf der Fensterbank suchen und selbst dann ein Häuschen aus Legosteinen bekommen, wenn sie längst nicht mehr zucken. Ihre Angewohnheit jeden Tag mit dem Satz: „Heute ist mein Lieblingstag, weil …“ zu beginnen, sobald wir aus der Tür raus ist. Ihre Geduld mit mir, wenn ich umringt von einem Stapel Deutschaufsätze auf der einen und Kalligrafieaufträgen auf der anderen Seite am Schreibtisch festklebe und nicht wie versprochen „Feenfest auf der Pferderanch“ spielen kann. Dann geht sie in die Küche und spült ganz akribisch ihr Puppengeschirr und freut sich im Nachhinein, dass Mama nicht die Spaßbremse spielt und alles unterbricht, nur weil die halbe Küche unter Wasser steht! Ihre unerschütterliche Lebensfreude, ihr Lachen und ihre Neugier, die mir jeden Tag aufs Neue zeigen, was wichtig im Leben ist – und das ist der Moment!

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Tough ist…

… für mich war es die Entscheidung: Gehen oder Bleiben? Ein Gedankenkarussell, das sich über ein Jahr lang in meinem Kopf gedreht hat, bis ich schließlich den Entschluss gefasst hatte meine Ehe zu beenden, die mich schlichtweg sehr unglücklich gemacht hat. Zu dieser Zeit habe ich ungeahnte Kräfte entwickelt: habe Behördengänge, Wohnungssuche, Kinderbetreuung, Job sowie ausstehende Aufträge für meinen Onlineshop bewältigt, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich glaube, dass Frauen sehr stark sein können, wenn es darum geht ihren Weg zu gehen! Meine Mama war mir in dieser Zeit eine starke Hilfe und hat vieles mitgetragen. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass Kinder trotz Trennung behütet aufwachsen können, wenn beide Elternteile fair miteinander umgehen. Und selbst wenn mein Mann und ich große Differenzen hatten, so ist er dennoch ein guter und fürsorglicher Vater für meine Tochter. Sicher ist die räumliche Trennung für ein Kind nicht immer gleich nachvollziehbar und auch schwierig, aber es hat ihr geholfen zu wissen, dass sie Mama und Papa gleich stark lieben darf und zu beiden Kontakt hat. Kinder sind sehr sensibel, was den Umgang zwischen Erwachsenen angeht. Mich unglücklich zu sehen, hätte ihr auf lange Sicht mehr geschadet, als diesen Schritt der Trennung zu gehen. „Ich trenne mich von Papa, niemals von dir!“ – dieser Satz hat Emilia ein stückweit Sicherheit gegeben, was ihr noch bleibt!

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Tut gut…

… zu wissen, dass man die „liebste Mami der Welt“ ist! Tolle Freunde und Familie, die einem zu verstehen geben, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Zu wissen, dass man als Frau heutzutage nicht mehr stigmatisiert wird, nur weil man nicht mehr die Institution „Ehe“ lebt. Die Tatsache, dass ich gesund bin und ein starkes, kreatives Potenzial habe, das mich so manch dunklen Moment überstehen lässt. Der unbändige Wille, Dinge anzupacken und in Erfolg zu verwandelt und nicht zuletzt mein Glaube, dass Geld immer ausgegeben werden muss, damit es dreifach wieder zurückkommt!

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Fotocredit: Susan van Treel

 

13 Comments

  1. Antworten Angela - designhaus no.9 3. März 2015 um 08:56 Uhr

    Wieder eine gute Story und richtig schöne Fotos. Sehr gelungen! Übrigens Steffi, es kommt keine Email-Benachrichtigung mehr von dir an. Ist die nicht mehr aktiv? LG, Angela

  2. Antworten Sabine 3. März 2015 um 09:16 Uhr

    Tolle Frau, wunderschöner Text, bezaubernde Fotos. DANKE! <3

  3. Antworten Julie 3. März 2015 um 09:43 Uhr

    DANKE für diesen wunderschönen Post (in Bild und Text), der einem zur Abwechslung mal Mut macht als werdende Mutter!

    Liebe Grüße,
    Julie

  4. Antworten Valerie 3. März 2015 um 09:47 Uhr

    Liebe Steffi, liebe Natalia, bitte mehr von diesen Berichten! So eine tolle, starke, kreative und unglaublich schöne Frau. Artikel über Mamas/Papas, die vom “klassischen Modell” abweichen, fehlen mir in der Blogwelt bisher viel zu sehr! Macht beide weiter so, bitte 🙂

  5. Antworten caro 3. März 2015 um 09:53 Uhr

    Sehr schöne Worte von einer Frau, die mich an meine Mutter erinnert . Meine Eltern waren auch getrennt u ich kann unterstreichen, wie wichtig es für mich war, dass beide miteinander respektvoll umgehen konnten. Danke für den Beitrag :-))

  6. Antworten Dorthe 3. März 2015 um 13:07 Uhr

    Liebe Steffi, liebe Natalia,
    da ist er ja, der Beitrag, den ich nicht öffnen konnte 🙂 Das Warten hat sich gelohnt. “heute ist mein Lieblingstag, weil …” Sooo schön! Das werde ich in Zukunft jeden Tag beim Rausgehen überlegen. Beeindruckender Post, toll!
    Liebe Grüße,
    Dorthe

  7. Antworten Susanne 3. März 2015 um 15:12 Uhr

    Liebe Steffi, liebe Natalia,

    der Beitrag hat mich sehr berührt – und ja zu: “Ich bin auch der festen Überzeugung, dass Kinder trotz Trennung behütet aufwachsen können, wenn beide Elternteile fair miteinander umgehen.” Bei mir hat es sehr lange gedauert, bis ich mich getraut habe, diesen Schritt zu gehen. Das ist nun fünf Jahre her – und ich bereue es keinen Tag. Im Gegenteil – mir geht es besser denn je. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es Kindern nur gut gehen kann, wenn es den Eltern gut geht. Außerdem möchte ich meinen Kindern, insbesondere meiner Tochter, auch ein Rollenvorbild sein – und das kann ich nur, wenn ich authentisch lebe. Danke Natalia – ich hoffe der Beitrag macht auch anderen Frauen Mut, sich aus ungesunden Beziehungen zu lösen.
    Liebe Grüße
    Susanne

  8. Antworten Jennie 3. März 2015 um 15:22 Uhr

    Oh, was für ein schöner Post! Mein Herz hüpft.
    xp Jennie

  9. Antworten Katrin 3. März 2015 um 20:55 Uhr

    Hey Steffi, toller Bericht…wobei ich schon ganz lange auf Deinen eigenen Halbjahres- “how is Life with Ruby” Report warte, so wie Du das die ersten Monate gemacht hast. Meine Tochter ist ja gleich alt und ich habe diese Berichte alle für Sie ausgedruckt für Ihr Tagebuch, weil so viele Sachen so 199% stimmten. Also demnach sind Deine Zeilen sehnsüchtig aber geduldig erwartet…lg Katrin

  10. Antworten Andrea 4. März 2015 um 11:21 Uhr

    Ein wunderbarer Text, der Mut macht und Halt gibt – gerade bei Entscheidungen, die das Leben der Liebsten nachhaltig beeinflussen. Alles, was geschrieben wurde, hat mein Herz und meine Seele berührt. Vielen lieben Dank für diesen Artikel.
    Liebe Grüße
    Andrea

  11. Antworten Tammy 13. März 2015 um 11:41 Uhr

    Eine so wunderschöne und starke Frau <3 Bin ganz großer Fan von ihr!!

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