Wonach ist dir heute?

Wie sag ich's meinem Mann? Die Kaffeemaschine ohhhmhhh.de

Frauen können ja mittlerweile so gut wie alles, was Männer auch können. Bis auf im stehen pinkeln, na gut, aber ansonsten: alles. Das hat erst zur Metrosexualität geführt, dann zum Revival der Grönemeyer-Frage „Wann ist ein Mann ein Mann?“ und schließlich zur geteilten Elternzeit. Und ums Teilen ging es Frauen doch eigentlich bei der Wir-wollen-auch-in-Vorstände-wir-wollen-auch-nicht-mehr-alleine-die-Verantwortung-für-die-Kinder-Diskussion, oder? Wir wollen ein größeres Stück vom Spaß. Mindestens eben so groß wie das der Männer.

Nur: Männer und teilen – schwierig. Irgendwas müssen sie dann doch immer besser können als jemand anderes. Und so glaube ich einen Trend erkannt zu haben. Für eine groß angelegte Studie fehlt mir gerade das Kleingeld und der Glaube an solche Umfragen, aber ist es nicht auffällig, dass ungefähr zeitgleich die Krise der Männer mit dem Kaufanstieg der Kaffeemaschinen in den Himmel schoss? Dieser Wahnsinn, dass man nicht mehr einfach nur Filterkaffee kocht, sondern sich hochkomplizierte Riesenmaschinen anschafft im Wert von Kleinwagen? Das es massenweise Kurse gibt, in denen man lernt den besten und am hübschesten verzierten Kaffee zu kochen? Na? Ich seh’ da eine Parallele. Und überwiegend Männer am Start.

Ich bin oft mit Frauen zusammen und noch keine hat mir in den letzten Jahren erzählt, was für eine großartige neue Kaffeemaschine gekauft hätte. Und wir trinken viel Kaffee. Aber wenn wir bei Freunden eingeladen sind, trippeln die Kerle schon am Eingang auf den Zehenspitzen, um uns in die Küche zu ziehen, wo ihr Prachtwerk steht und glänzt. Oder, auch im Freundeskreis vertreten: der zurückhaltende Typ, der auf seinen großen Moment wartet, den er natürlich also eigentlich so gar nicht wollte, aber na gut, wenn ihr wollt, dann mach ich euch jetzt einen Kaffee. Na gut, na gut.

Wenn er schlau ist, kauft er sich so eine komplizierte Maschine, die mindestens seine Frau, noch besser: auch seine Gäste nicht verstehen. Dann kommt sein Moment. Am besten in einer offenen Küche, in der ihm alle zuschauen können. Und dann werden sie rausgeholt, die vielen Utensilien, die man mittlerweile für 20 Milliliter Espresso braucht. Die Mahlmaschine, es wird kurz laut, die Presse für den gemahlenen Kaffee, da lässt er beim Runterpressen gut sichtbar seine Muskeln spielen. Ach ja, aufgeheizt werden muss die Riesenmaschine natürlich auch erstmal, dabei stößt sie dramatisch Wasserdampf aus diversen kleinen Rohren. Milch muss aufgeschäumt, die Tassen vorheizt werden. Und der benutzte Kaffeesatz hat seinen eigenen kleinen Mülleimer mit Abschlagschiene für den Einsatzhebel. Wenn die Gäste dann endlich ihr Käffchen haben und der Applaus abgeebbt ist, gönnt sich auch der Gastgeber einen und schlürft und schmeckt mit kritischem Blick daran rum wie man es bisher nur von Weinexperten kannte.

Ein wenig später, wenn der Kaffeesatz unten in den Tassen schon ein bisschen antrocknet, wird der Gastgeber nervös. Sein schweineteures Spielzeug müsste längst gereinigt werden. Mit so viel Akribie, wie Frau nie glaubte, dass sie in ihrem Kerl steckt. Weil wenn was kaputt gehen sollte an diesen Riesenteilen, kann das nur in Spezial-Werkstätten repariert werden.  Wie man dieses Phänomen wohl auf die ganze Wohnung übertragen könnte, damit sich der ein oder andere Mann da genau so motiviert einbringen würde?

Wahrscheinlich sind wir Frauen daran schuld, dass sich die Männer so in ihre Kaffeemaschinen reinsteigern. Angeblich lassen wir ihnen ja keinen Platz in der Wohnung. Weder für die Ablage ihrer Sachen noch für ihre Möbel oder Hobbies. Da müssen sie sich natürlich Spielflächen wie solche Maschinen zulegen. Und wir akzeptieren, dass sie die Küchen noch kleiner machen.

An den Maschinen tankt der Mann sein Selbstbewusstsein auf. Da kann ihm niemand reinreden. Da weiß nur er, wo es lang geht. Dafür braucht man schon (männliches) technisches Know-how. Und das Riesenteil trägt ihm auch niemand mal eben so aus der Küche weg an einen Ort, wo er sie nicht wiederfindet. Schon gar nicht seine Frau.

Natürlich wissen auch wir, wie solche Maschinen funktionieren. So schwer ist das dann auch nicht. Aber das würden wir euch natürlich niemals sagen. Wir machen uns einfach schnell einen Kaffee damit, wenn ihr nicht da seid. Und verwischen unsere Spuren. Weil: was haben wir denn davon, wenn ihr euch einen neuen Spielbereich sucht? Hier haben wir euch doch bestens im Blick.

 

Und? Habt ihr so einen Mann auch schon mal getroffen oder sogar zu Hause?

[herz steffi mitte]

 

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Aus dieser Kolumne wird gerade ein Buch, das am 15.September 2014  erscheint und es ist jetzt sogar schon vorbestellbar: Wie sag ich’s meinem Mann? Über das Zusammenleben mit einer anderen Spezies (Eden Verlag, 256 Seiten, 12,95 Euro).

Hier noch mal als Übersicht die bisher erschienenen Kolumnen:

1.) Wie schafft man seine nicht so hübschen Möbel raus aus der Wohnung?

2.) Mein Mann macht Häufchen. Über das Phänomen, dass Männer alles liegen lassen.

3.) Wir brauchen mehr Haltung. Das Ende des Lümmelsofas.

4.) Warum Männer sich keine zwei Meter etwas merken können. 

5.) Mein Auto, seine Müllhalde

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Antje 4. Mai 2017 um 12:13 Uhr

    Wuuuuaahh… analog zur hightechundend Kaffeemachine haben wir..äähh..hat mein Mann einen Grill. Also einen richtigen GRILL nicht nur irgendein Grill natürlich..ohne Thermometer , hot stone und ca. 2,5 Wochen bei 57,344 Grad sanft, sehr sanft gegartes Fleisch kommt für unsere Gäste nichts anderes mehr auf den Tisch. Aufstehen um 3 Uhr nachts ist für meinen Mann dann selbstverständlich..das gute Stück braucht doch Fürsorge Die strahlenden Augen meines Liebsten sind Belohnung genug..macht sich ja quasi von alleine !! Augenringe gehen in den nächsten Nächten wieder weg-versprochen!

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  3. Doro 1. September 2014 um 11:43 Uhr

    Ach Steffi, unglaublich. Ich schicke jetzt sofort meinem Mann den Link zu Deinem Artikelt. Seine “Neue” sieht aus die eine Weltraumrakete, macht ebensolche Geräusche, man verbrennt sich höllisch, wenn man an die falschen Röhrchen kommt, und das Reinigen ist seine Religion 🙂
    Mir war noch nicht bewusst, dass das ein neuer Trend ist, aber scheinbar liegen wir voll drin 😉 Ganz liebe Grüße! Doro

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  4. wolkenschmiede 31. August 2014 um 20:53 Uhr

    Ich hab eine ganz andere Frage: Was ist das denn für eine coole Postkarte?? gibt es die im Handel?? :D:D:D

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  5. Nike 30. August 2014 um 10:36 Uhr

    Hehe. Ich bin eine Frau. Ich habe eine Siebträgerkaffeemaschine. Es hat Jahre gedauert, meinem Mann seine Filtermaschine auszureden!
    Liebe Grüße & habt ein schönes Wochenende mit gutem Kaffee,
    Nike
    Ps: Ich mache aber keine Muster.

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  6. Martina 26. August 2014 um 12:09 Uhr

    ich hab gerade den kommentar einer kollegin aus salzburg gelesen (wo ich selber auch herkomme): liebe steffi, ich bin eigentlich sonst immer nur stille mitleserin deines wundervollen blogs, dieser artikel hat mich aber so zum lachen gebracht. “der meinige” hat sich für seine vibiemme-super-laut-und-super-breit diese woche besagten “tamper” und ein abklopfdings bestellt. es nimmt kein ende!!
    beste grüße (und natürlich nachträglich herzliche wünsche zur geburt deines sonnenscheins)
    martina

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  7. Jasmin 24. August 2014 um 22:41 Uhr

    Oh Gott, ich musste gerade so lachen, denn ich kenne genau so einen Vertreter der männlichen Gattung.
    Wir waren zu Gast bei der Tante meines Liebsten und deren Lebensgefährte, nennen wir ihn mal M., hat sich exakt so benommen, wie du es oben beschrieben hattest. Ich werde nie wieder ohne ein Schmunzeln bei ihnen sitzen können und Kaffee trinken☺️
    Liebste Grüße
    Jasmin von Mein gehäkeltes Herz

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  8. Britta bloggt 24. August 2014 um 10:54 Uhr

    ….ich kann nich mehr!! Hihi,ich mußte gerade sehr lachen!!! Vielen Dank dafür………

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  9. Mathilde 23. August 2014 um 12:13 Uhr

    Hach ja, aber Schichten finde ich auch hübsch. Erst weißer Milchschaum, dann dunkelbrauner Espresso, dann wieder weißer Schaum und zum Abschluss zartbrauner Schokostaub. Ist das jetzt männlich oder weiblich? Meistens ist ja zumindest der Deko-Wahn eine eher weibliche Angelegenheit während die technisch einwandfreie Zubereitung männlich .. Ach, es ist kompliziert.

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  10. Heidy 22. August 2014 um 22:29 Uhr

    Oh wie herrlich – wir sind zwar nicht betroffen… Denken aber tatsächlich ab und an über den Kauf eines Ungetüms nach… Aber Hey – lieber ein Kaffee-Freak (die anderen Leserinnen haben recht: Da haben wir ja auch was davon.) als ein anderes monströses Hobby. Es gab vor Jahren mal eine Dokusoap “mein Mann sein Hobby u. Ich” – da hatte einer ein echtes Flugzeugcockpit im Hobbykeller samt 15 Bildschirmen an der Wand für den echten Blick nach draußen. Und wenn der so Frft-New York “flog” war seine Frau im kompletten Wohnbereich glatte 12 Stunden allein… Ich muss immer wieder dran denken, und verzeihe kleine technische Anschaffungen dann gnädig…
    Grüße aus dem Ländle
    Heidy

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  11. Nicole 22. August 2014 um 17:47 Uhr

    Ach – wat freu ich mich auf das Buch! Das wird grandios… Mein Mann toppt es fast. Ich sage fast, weil zu Hause ist alles gut. Wir habe ne Nespresso Maschine. Klein, fein, langt. Aber und jetzt kommt’s. Er hat eine zweite fürs Büro. An seinem Platz. Nur für sich! Er will doch nicht den Filterkaffee, wie das restliche Volk im Büro! Ich kann es mir richtig vorstellen, wenn er eine Kapsel reinschmeisst, gibt es ja auch ordentlich Getöse. Bäm! Wie männlich, nicht wahr?

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  12. Jurinde macht was /Julika 22. August 2014 um 15:37 Uhr

    Hej Steffi,
    Vielleicht ist die Monsterkafeemaschine auch eine Art Ersatzkind oder Ersatzhaustier um das man sich liebevoll kümmern kann? Das Schöne ist,es schreit und jault nicht. Ich glaube,das mögen Männer. Es blinkt einfach stumm vor sich hin: Es möchte mehr Wasser, der Kaffeeschacht soll entleert werden, es sollen Bohnen nachgefüllt werden…und er muss ENTKALKT werden. Das ist scheinbar die neue Lieblingsbeschäftigung von meinem Freund: ENTKALKEN. Das wird gefühlt alle zwei Wochen gemacht. Ich habe in meinem ganzen Leben übrigens noch nie überhaupt nur irgendetwas entkalkt.
    Liebste grüße,
    Julika

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  13. Luisa 22. August 2014 um 14:31 Uhr

    Liebe steffi,
    grandios auf den Punkt getroffen!

    Übrigens: ich habe mir letztens ein Prägegerät bestellt und dann stand da: “Aufgrund ihrer bestellung empfehlen wir außerdem:” Und was zeigen se?! Dein Buch “Wie sage ich es meinem Mann” 😉

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  14. Bianca 22. August 2014 um 13:32 Uhr

    Hallöchen,
    meiner gibt sich ja mit Bröselkaffe zum in heißem Wasser auflösen zufrieden, aber seine selbstgebaute Kommode (Schreiner), die darf nur in seinem Spielzimmer stehen und es darf nichts darauf gestellt werden, außer er genehmigt es. Ich durfte sie gnädigerweise anfassen, als wir umgezogen sind und er feststellte, dass er sein Baby nun wirklich nicht allein durchs Treppenhaus kriegt. Aber die Türen richtig schließen, den Schlüssel im Schloß richtig umdrehen und die Schubläden ordentlich zu schieben – das kann nur er! Aber das lasse ich ihm auch gerne, denn das Geschrei, wenn dann doch mal ein Kratzer drin ist und es meine Schuld war, will ich mir nicht antun 😉

    Aber jetzt zu viel wichtigeren Dingen: Wo hast du denn bitte diese wunderbaren Hirschfiguren her? Die sind ja der Wahnsinn! Würde mich sehr über eine Antwort an meine E-Mail Adresse freuen =D

    Liebe Grüße

    Bianca

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  15. andrea 22. August 2014 um 13:28 Uhr

    super, dass ihr einen Italiener für die herdplatte habt. ist, neben dem handfester meines erachtens die beste lösung für privathaushalte. generell finde ich, dass nespresso und sonstige kapselmaschinen die absurdeste erfindung seit Weichspüler sind. ich hoffe, dass darauf irgendwann eine so fette ökostrafsteuer gelegt wird, dass keiner mehr diese umweltkiller nutzt!

    und sonst muss ich sagen, dass mein mann ist nicht so ist wie beschrieben, und ich kenne auch keinen solchen mann. und darauf mach ich mir jetzt einen kaffee!

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    • ChristinaInAustralien 22. August 2014 um 13:52 Uhr

      Stimmt, diese kapselfressenden Monster sind übel. Aber die Wegwerfbecher vom Strassencafe sind auch nicht viel besser.

      Ich kenne eine Reihe Männer wie oben beschrieben. Unser Prof an der Uni fährt Sportwagen und hat die dazu passende Kaffeemaschine, und ein zwei befreundete Pärchen haben auch so einen hobby barristo am Start. Mein Mann hingegen kann unsere Maschine nur einschalten, nicht bedienen (I missed a trick there….).

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  16. Sandra 22. August 2014 um 11:57 Uhr

    Ich gebe es nicht gerne zu, aber bei uns bin eher ich diejenige, die den Maschinenpark gerne erweitert bzw. gerne immer weiter erweitern würde. Die Wohnungsgröße setzt mir da leider enge Grenzen… Eine Super-Duper-Kaffeemaschine haben wir allerdings nicht. Nicht nur, weil die Teile einfach so riesig und so teuer sind, sondern auch aus der im Lauf der Jahre gewonnenen Erkenntnis: Wenn ich für ein Tässchen Espresso anschließend ne halbe Stunde spülen und putzen muss, wird die Maschine ziemlich sicher ein Staubfänger. So wie vor ihr die fabelhafte Küchenmaschine. Oder der Entsafter…

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  17. Gisa's 22. August 2014 um 11:51 Uhr

    Ach – ist das herrlich! Mir kommt das irgendwie entfernt auch bekannt vor 😉 Wir haben zwar glücklicherweise gar keine riesige Kaffeemaschine (da die Küche viel zu klein ist und ich kaum Kaffee trinke), aber auch mit einer normalen Nespressomaschine lässt sich schon ganz schön das Rad drehen – von wegen welche Sorte, welche Größe, mit Schaum oder ohne und auch das Schichtenthema ist da machbar. 😀
    Naja – aber das Ding von wegen anderen Spielbereich und in der Küche haben wir ihn schließlich gut im Blick – leuchtet ja sowas von ein!!!

    Liebe Grüße
    Gisa

    Antworten
  18. Lena 22. August 2014 um 11:50 Uhr

    Lustig, bei mir ist es genau umgekehrt und trotzdem ähnlich. Mein Mann besteht darauf, SEINEN Kaffee zu trinken und schwört Stein und Bein, dass dieser besser schmeckt. Wie er den macht? Mit einer Bialetti, diese 8-eckigen, silbernen italienischen Kannen für den Herd. Vorher mahlt er die Kaffeebohnen mit Oma’s alter Kaffeemühle (dauert also alles entsprechend ewig – ist ihm aber heilig). Also nix Technik, sondern nach dem guten alten Haushaltsprinzip. Ich hingegen drücke genüsslich den Knopf meiner Nespresso-Maschine und genieße nach einigen Sekunden meinen Kaffee mit aufgeschäumter Milch. 🙂

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  19. Bix 22. August 2014 um 11:45 Uhr

    Oh neeeeein!!! Bei uns ist es genau umgekehrt: ich bin diejenige, die sich stundenlang über die beste, tollste und großartigste Kaffeezubereitungsart unterhalten kann. Es scheitert bei uns bisher nur am ausreichenden Platz in der Kücher. Aber ich gebe zu, meine kompetenten Gesprächspartner zu diesem Thema sind meistens Männer! ☕️

    Antworten
  20. Julia 22. August 2014 um 11:24 Uhr

    Liebe Steffi, bei Deiner neuen Kolumne hätte ich ja mal wieder laut Hurra schreien können!!! 🙂
    Mein Holder tänzelt inzwischen seit geraumer Zeit um diese riesigen, gerne verchromten Monster herum. Meistens versucht er ja mich von so einem Ding zu überzeugen, um seine Neuanschaffung rechtfertigen zu können. Aber bisher konnte ich sein Bestreben immer mit dem Hinweis “unsere Alte tut’s ja noch” abblocken. Mal sehen, wie lange mir das noch gelingen wird 😉
    Sonnige Grüße

    Antworten
  21. ChristinaInAustralien 22. August 2014 um 11:20 Uhr

    Naja, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich habe einen Mann, der vor drei Jahren meinte, wir sollten doch auch so eine Maschine kaufen… Für mich, zum Geburtstag. Und das ist jetzt nicht eins dieser superdurchgeplanten “den-Grill-wollte-ich-schon-superlange-den-schenke-ich-dir” Geschenken. Ich liebe diese Maschine! Dazu habe ich eine Reihe bunter australischer coffee-to-go Becher. Frühmorgens wirft er die Maschine an, ich mach meinen Kaffee, die Katzen bekommen den übrigen Milchschaum & alle sind glücklich. Vor allem ich, denn ich kann im Auto langsam aufwachen, Cappuccino trinken und Kängurus zählen. Und der Göttergatte muss mich nicht erst zum coffeeshop fahren. Wenn’s übers Wochenende ans Meer geht, sitzt die Maschine auf dem Rücksitz. Angeschnallt natürlich. Nowcall me crazy…

    Antworten
  22. Judith 22. August 2014 um 11:15 Uhr

    ich bin hier noch in der phase ‘davor’. will heissen mein mann sucht seit 6jahren eine kaffeemaschine aus. bis dahin wurschteln wir mit einer italienischen cuccina dahin und tja, was soll ich sagen: schmeckt!

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  23. Anna 22. August 2014 um 11:15 Uhr

    Liebe Steffi!
    Ich musste grad lauthals lachen: vor knapp einer Woche ist so ein glänzendes, dampfendes “Ungetüm” samt Kaffeemühle, Tamper, Abklopfdings usw. bei uns eingezogen 😉
    Liebe Grüße aus Salzburg
    Anna

    Antworten
  24. Kathi 22. August 2014 um 11:14 Uhr

    Wie wunderbar! Wunderbar geschrieben und wunderbar nah an der Realtität. Die Kolumne wird driekt mal an meinen Liebsten weitergeleietet, der welch Überraschung sich zum 30. dieses Jahr eine so komplizierte Maschine wünscht 😛 Aber ich freue mich auch immer über die Eifer mir einen leckeren Latte Macchiato zuzubereiten, das kann nämlich wirklich keiner so gut wie er!

    Viele liebe grüße, mit einer Tasse Kaffee,
    Kathi

    Antworten
    • Steffi 22. August 2014 um 11:17 Uhr

      @Kathi: Oh, da bin ich gespannt was er sagt! Und eine Tasse Kaffee – die mach ich mir jetzt auch mal ganz dringend! Ehrlich gesagt hätte ich gerade gar nichts dagegen, wenn jetzt so’n Superheld mit seiner Supermaschine mir in meiner Superküche einen Knüller-Kaffee zaubern würde. Dann könnte ich schön im Bett-Büro bleiben… Herzliche Grüße! Steffi

      Antworten
  25. Katharina 22. August 2014 um 11:12 Uhr

    Liebe Steffi, ich habe gerade ein wenig Angst. Ist mein Mann überhaupt ein Mann?! Keine Bundesliga am Samstag, keine Equipment-Orgien für was auch immer und das Zelebrieren von einfachsten Tätigkeiten sind im ein Graus. Neulich fragte er verstohlen bei neuen Bekannten, ob der Mann beruflich mit Kaffeemaschinen zu tun hätte, also ganz schnöde gesagt: Verkäufer sei. War der nicht, mehr so doppeltpromovierter BWL-IT-Igenieur-Sonstwas….Netter Typ, Kaffee war lecker, trotzdem liebe ich meinen Mann genau für diese gnadenlose Naivität in Bezug auf männliche Rituale. LG von der Elbe, Katharina

    Antworten
  26. sophie 22. August 2014 um 11:02 Uhr

    ” wer möchte denn gerne einen café?” ja! Genau! Dieses nervöse Getrippel, wenn Gäste kommen und die dann darauf folgende Stunden währende Zubereitung der Heißgetränke, das stolze Präsentieren der Ergebnisse, die Menge an Schläuchen, Düsen, blitzblank zu wienernden, polierten Chrom-Oberflächen des zischenden Monstrums,das in der (Klar!) Wohnküche ( im Berliner Zimmer!) auf einem eigenen Extra-super-duper-Tisch trohnen darf…. mir sind sofort 3 Männer eingefallen, die Du mit Deinem Text herrlich gut getroffen hast und ich hab sehr gelacht! Meiner hat zum Glück nur eine GANZ KLEINE von den verchromten Mitbewohnern in unsere Ehe und die Küche eingebracht .. und die ist meistens kaputt, weil altersschwach…. und hurrah! Die darf sogar von mir ( !!) gereinigt werden! toll, oder?

    Antworten
  27. Julie 22. August 2014 um 10:59 Uhr

    Wie gut, dass wir DIESES eine Problem mal nicht haben: Wir sind beide Teetrinker 🙂 ABER: Gott-sei-Dank gibt es Kaffeemaschinen, sonst wäre nicht so eine herrliche Kolumne von dir dabei heraus gekommen 🙂

    Ich freu’ mich wie Bolle auf Dein Buch!

    Liebe Grüße, Julie

    Antworten
    • Steffi 22. August 2014 um 11:01 Uhr

      @Julie: ohhh, du Liebe! Danke! Ich freu mich wie Bolle, dass du dich wie Bolle freust, juhu! Bin sooo gespannt, wie du es finden wirst, das Buch! Heieiei! 🙂 Herzliche Grüße! Steffi

      Antworten
  28. Linda 22. August 2014 um 10:47 Uhr

    Hah, damit ist der Mann bei mir erst mal nicht weit gekommen. Ich trinke nämlich keinen Kaffee!
    Deswegen hat meiner erst versucht, mir teure Wässerchen aufzuschwatzen, während ich mit desinteressiertem Blick den Secherpack Aldi-Sprudel in den Wagen gepackt habe. Dann versuchte er es mit Wein, aber von dem vielen Weinproben wurde ich erst nur redseelig und dann wurde mir schlecht. Schließlich probierte er es mit Tee und da hat er mich ein bisschen an die Angel bekommen. Nun kredenzt er mir jeden Tag eine andere Kanne Tee, mischt die Sorten schon auch mal selbst untereinander. Aber eins muss man ihm lassen – er macht das gut 🙂

    LG

    Antworten
    • Steffi 22. August 2014 um 10:55 Uhr

      @Linda: Das klingt aber nach einem sehr entzückenden, fürsorglichen Mann! Nur, Achtung, Achtung, lass ihn nicht in die Nähe kommen von diesen neuen, hässlichen, riesigen Teemaschinen, die aussehen wie Kaffeevollautomaten, aber für Tee sind. Höllehölle, Riiiiesenkästen sind das! 🙂

      Antworten
  29. Katharina Wroblewski 22. August 2014 um 10:41 Uhr

    Liebe Steffi,
    ein herrlicher Artikel, denn ich hab genau so ein Prachtexemplar hier sitzen. Mein Mann hat zwar keine große, schweineteure Maschine, aber er kann auch mit einer Cafetière von Bialetti, Milch und einem Handmilchschäumer einen auf Mr. Wichtig machen 🙂 Das ist wirklich seine Bastion. Wenn ich mich an einem Cappuccino versuche, ist der natürlich nie so gut wie seiner 🙂
    Lassen wir den Kerlen den Spaß, wir profitieren ja auch davon!

    Liebste Grüße und ein tolles Wochenende mit leckerem Kaffee, Mann und Kind,
    Kaddi

    Antworten
  30. sarahemily 22. August 2014 um 09:48 Uhr

    Ich scheine ein ungewöhnliches Exemplar daheim zu haben: in seiner Singlebude hatte er eine ganz einfache Runterdrück-“Maschine” (ich glaube man nennt die Pressstempelkanne) und jetzt ist er sehr glücklich mit der Nespressomaschine in der Küche. Aber vielleicht hat er seine Kaffeemaschinenwünsche noch nie so richtig geäussert. 😉

    Antworten
    • Steffi 22. August 2014 um 10:37 Uhr

      @sarahemily: Mein Kerl ist da ja auch ganz einfach gestrickt. Wir haben diese italienischen – Gott wie heißen die denn noch mal! Diese Stilldemenz – na, die zum zusammen schrauben, aufn Herd stellen, du weißt schon! Ich mag nur diese Padmaschinen nicht. Ich find immer, dass die mehr nach dem Pad als Kaffee schmecken, ist aber alles ganz bestimmt ne Kopfsache. 😉 Herzliche Grüße!! Steffi

      Antworten
  31. Frau A bis Z 22. August 2014 um 09:38 Uhr

    Du triffst mal wieder den Nagel auf den Kopf, liebe Steffi. Bei uns steht noch nicht die exklusivste Kaffeemaschine (die werden aber immer wieder bewundert), dafür werden die sorgfältig in der Rösterei ausgewählten Bohnen aus aller Welt handgemahlen und zu Espresso, Kaffee oder Kaffeegetränken verarbeitet. Welche Bohne hat welchen Geschmack, welcher Kaffee braucht welche Zubereitung usw usw. Schön zu sehen, wie man sich in seinem neuen Revier auslebt und wir haben ja auch etwas davon…den vielleicht besten Kaffee der Welt.

    Antworten
    • Steffi 22. August 2014 um 10:35 Uhr

      @Frau A bis Z: Stimmt! Hab ich ganz vergessen zu erwähnen – der Kaffee ist immer der Knüller, wirklich köstlich! Und wenn dein Mann so auf die perfekte Bohne und Zubereitung steht, dann hoff ich ganz doll, dass ihr mal den Stockholm Espresso Club im Hamburger Winterhude und das Elbgold im Schanzenviertel besucht, da wird er durchdrehen vor Freude! Herzliche Grüße, Steffi

      Antworten
  32. vroni 22. August 2014 um 09:27 Uhr

    ahhh, bist du geil! super geschrieben!!! bin gerade zum ersten mal über deine kolumne gestolpert, aber eins ist sicher: das buch kauf ich mir!!!

    Antworten
  33. Dorthe 22. August 2014 um 09:18 Uhr

    Liebe Steffi,
    jaaaa, wir haben so ein ähnliches, nicht gaaanz so exklusives Ding in der Küche. Früher wurde sie jeden Tag gesäubert, ausgeleert etc. Mittlerweile eher seltener … 😉
    Und auch mein Mann freut sich immer, wenn er mal was anderes als nur schwarzen Kaffee machen kann. Dann steht er echt ewig in der Küche, bis alle versorgt sind. Gern präsentiert er auch, wie gut ihm die einzelnen Schichten gelungen sind :-)))
    Zum Schießen!
    Ach so: Ich trinke gar nicht so gern Kaffee…:-)))
    Liebe Grüße,
    Dorthe

    Antworten
    • Steffi 22. August 2014 um 10:32 Uhr

      @Dorthe: Liebe Dorthe, ha, sehr gut! Die Schichten, die hatte ich ganz vergessen, stimmt!! Dafür braucht man natürlich am besten Glastassen, damit man die schön angucken und bestaunen kann! 😉 Herrlich! Was trinkst du denn gern? Dafür gibt es doch sicher auch eine Maschine! 🙂 Herzliche Grüße, Steffi

      Antworten

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