Do it yourself:

Beton für Anfänger – eine Vase und ein Couchtisch, mit einfachen Anleitungen aus dem schönen Magazin CUT

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Auch was Schönes am Urlaub ist: mal wieder richtig lesen. Nicht nur schnell blättern, überfliegen, nein, sich mal wieder in Ruhe etwas anschauen. So geschehen bei mir mit dem DIY-Magazin CUT. Am Flughafen lockte mich das wirklich sehr gelungene Cover und die Titelgeschichte “Betonieren für Anfänger”. Weil ich den Trend schon lange mal ausprobieren wollte. Als ich kurz in der CUT blätterte, war ich überrascht wie schön das Heft geworden ist. Die Macherinnen Marta, Anke und Lucie haben daraus ein wirklich hochwertiges, inhaltsstarkes und modernes Magazin entwickelt. Also: gekauft!

9,50 Euro kosten die 144 Seiten, aber dafür bekommt man auch eine Menge. Zum Beispiel Schnittmusterbögen für Anziehsachen, die ich auch wirklich tragen würde. Sonst denk ich bei so Schnittbögen immer – ähem, nicht meins. Aber diese, dafür würde ich mich glatt an die Maschine setzen.

Das Papier fühlt sich gut an, nimmt man gern in die Hand, um immer wieder hier und da noch eine Geschichte zu lesen. Auch schön: die entspannte Ansprache, der Ton, in dem mit einem als Leserin gesprochen wird. Klingt als würde man einer entspannten, lustigen, klugen Freundin beim Erzählen zuhören.

Und dann also diese Betongeschichte . Idee und Produktion sind von Laborette Raumgestaltung mit Norman Herwig, Fotos von Wolfgang Gruber. Ist der Tisch nicht der Knüller? Betonplatte auf einem Lampenschirmrohling! Den werde ich ausprobieren, wenn ich wieder Zuhause bin. Und die Vase, die man supereinfach in einer Plastikflasche machen kann, ebenfalls. Detaillierte Anleitung siehe weiter unten.

Macht ihr mit? Und kennt ihr die CUT? Wie findet ihr sie? Und welche Zeitschriften lest ihr denn gerade gern?

[herz steffi mitte]

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Anleitung DER TARZAN-TISCH:

Du brauchst:

Ca. 1,5–2 kg Fließspachtel,

Wanne oder Schale (ca. 50 cm Durchmesser),

Lampenschirmrohling,

Malerfolie,

Heißkleber

Als Gestell haben wir einen Lampenschirmrohling (Durchmesser 40 cm, Höhe 29 cm) für Stehleuchten verwendet. Da das Gestell aus dünnen Stahlstäben besteht, sollte die Tischplatte aus leichterem (und stabilerem), faserverstärktem Fließspachtel gegossen werden. Hier verbinden sich die kleinen Faserelemente zu einer Armierung und erhöhen die Belastbarkeit der Platte. Eine flexible Kunststoffwanne aus dem Baumarkt (Durchmesser 50 cm) mit Öl ausstreichen und mit der fertigen Betonmischung ausgießen. Beton antrocknen lassen. Damit er nun gleichmäßig abbindet, die Oberfläche für einen Tag mit einer Plastikfolie (z. B. dünne Malerfolie) zudecken. Nach circa zwei Tagen kann man die Platte durch leichtes Anbiegen der Wanne aus der Schalung lösen. Nun den Mittelpunkt auf der Unterseite der Platte anzeichnen und so die Position für das Gestell ermitteln. Damit die Platte später nicht vom Gestell rutschen kann, haben wir sie mit etwas Heißkleber punktuell befestigt. Da stellt Tarzan gern sein Teetässchen drauf!

 

Anleitung DIE WILDNIS-VASE 

Du brauchst:

Je nach Größe ca. 0,5–1 kg Estrichbeton oder Zementmörtel pro Vase,

leere PET-Flaschen,

Reagenzglas, Joghurtglas oder Ähnliches,

Cutter

PET-Flaschen sind eine praktische Schalung für Vasen. Einfach den Hals der Flasche abschneiden, die Innenseiten säubern, trocknen lassen und anschließend mit Speiseöl ausreiben – oder, falls der Hals zu schmal ist, ausschwenken. Es sollten dabei keine Ölpfützen in der Flasche zurückbleiben.

Da Beton nicht wasserdicht und daher als Vasenmaterial eigentlich ungeeignet ist, haben wir kleine Gefäße in den Flaschen versenkt, in die später das Wasser gefüllt wird. Je nach Größe der auszugießenden Flasche eignen sich hier z. B. kleine Joghurtgläser, Reagenzgläser, Plastikbecher oder Ähnliches.

Bevor diese eingesetzt werden, füllt man die Betonmischung in die PET-Flasche. Wichtig: lieber zunächst etwas weniger hineingießen, denn durch das Hineindrücken des Inlays wird der Beton verdrängt und die Masse wandert nach oben. Also nicht zu viel Beton, sonst quillt er über – lieber noch mal etwas nachfüllen, sobald das Innengefäß drin ist. Da Beton eine sehr hohe Dichte hat, schwimmt der Vaseneinsatz nach oben und muss beschwert werden (zum Beispiel mit Münzen oder Steinen). Alternativ könnt ihr auch die gesamte Öffnung mit einem Unterteller abdecken und diesen mit einem Stein beschweren. Nach circa zwei Tagen kann die Vase durch Aufschneiden des Plastiks mit dem Cutter ausgeschalt werden. Vollständig getrocknet ist sie nach circa einer Woche. Der Flaschenhals kann nun bei Bedarf mit etwas Schleifpapier noch nachbehandelt werden. Diese Technik lässt sich natürlich auch bei anderen Gefäßen anwenden und so könnt ihr zum Beispiel aus Wasserkanistern 1a Blumentöpfe für euren Wohnzimmerdschungel betonieren.

 

21 Comments

  1. Antworten Katrin 14. August 2013 um 10:51 Uhr

    Die Cut kenne ich, habe ich in der letzten Zeit aber vernachlässigt weil meine Nähmaschine auch so schon wegen Vernachlässigung nicht gut auf mich zu sprechen ist … (letztes – ja genau gelesen: letztes – Jahr einen Nähkurs besucht und zwei fast vollendete Blusen hängen im Schrank und warten …)
    Zur Zeit liegen das Veggie Journal und die Slowly Veggie bei mir auf dem Lesetisch. Kann ich nur empfehlen, sehr schön gestaltet, sehr leckere Rezepte.

  2. Antworten Clara OnLine 14. August 2013 um 11:06 Uhr

    Oh, super!!! Ich habe neulich auch mal in einem Shop vor Beton-Wohn-Gegenständen gestanden (Teelichthalter etc.) und fand die ganz schön teuer! Da lohnt sich selber machen auf jeden Fall. Mein Liebster hat bestimmt Lust zu helfen, der ist Bauing. und kennt sich mit Beton aus hoffe ich. 😀
    Wenn ich was umsetze berichte ich natürlich. Liebe Grüße!

  3. Antworten Laura 14. August 2013 um 11:14 Uhr

    Das sind wirklich geniale Ideen und es klingt so einfach!! Wird ausprobiert! 🙂
    Leider sitz ich in einer Kleinstadt und hab keine Möglichkeit auf Flohmärkten nach Lampenschirm-Rohlinge zu suchen. Weißt du eine Möglichkeit, diese Teile online zu bestellen? Bin schon länger auf der Suche (die Idee daraus einen Tisch zu bauen, hatte ich schon, nur bisher ohne Beton-Platte) und find einfach nix!

    Ich bin Fan der COUCH. Nachdem ich meinen Lampenschirm-TIsch eigentlich schon abgehakt hab, bin ich dort auch auf eine Alternative gestoßen: http://www.linie58.de/index.php/de/sprachwahl
    Der Tisch wird halt jetzt eckig und nicht rund, aber die Betonplatten-Idee könnte man ja trotzdem mal ausprobieren! 😉

    Ui ui und die Deli find ich auch super!! Sie erscheint im November zum 3. Mal und steckt noch in den Kinderschuhen, aber sie ist TOLL! Wahnsinnig leckere Rezepte, Restaurant- und Übernachtungstipps, wunderschöne und liebevolle Gestaltung.
    Und: man muss nicht nähen! 🙂

  4. Antworten Sarah 14. August 2013 um 11:21 Uhr

    Da ich der absolut grösste Näh-Trottel bin habe ich mir das Heft nie gekauft. Obwohl es mich immer von der Auslage mit dem schönen Cover anlacht. Da ich jetzt aber weiss, dass es darin nicht nur Schnittmuster gibt. Steht dem Kauf nichts mehr im Wege, danke Steffi! Den Betontrend gefällt mir überaus, ich werde bestimmt etwas nachmachen.
    ♥ Sarah

  5. Antworten Julia 14. August 2013 um 11:21 Uhr

    Super, vielen Dank für die Lese- und Beton-Tipps! Das Tablett hat’s mir angetan, das wär doch mal ein DIY-Projekt für meinen Liebsten, da ich immer noch über zwei linke Hände verfüge…
    Ich lese zurzeit das Cereal Magazin, das wirklich wunderbar gelungen ist!
    Viele Grüße
    Julia

  6. Antworten Sandra 14. August 2013 um 11:38 Uhr

    beton als arbeitsfläche in der küche hach,davon träum ich. vasen und schalen hab ich nicht so gern daraus, da mag ich lieber schöne keramik oder warmes holz. die CUT kenn ich aber gar nciht, werd ich mal nach ausschau halten, danke für den tollen tipp. könnte ein ansporn sein, nähen zu lernen. ich selber lese im urlaub ganz klassisch die brigitte oder auch schöner wohnen, obwohl die mir von den möbeln zu hochpreisig ist. das ist dann mehr z träumen…

  7. Antworten Maren 14. August 2013 um 11:39 Uhr

    HA! Das kommt mir bekannt vor, denn ich habe mir die CUT bereits vor ein paar Wochen gekauft und habe heute Abend ein Date mit meinem Mann, im Baumarkt, um alle nötigen Zutaten für die Betonmischerei einzukaufen. Ich habe vor ein paar Jahren schon einmal ein wenig mit Beton gewerkelt und es ist nicht nur einfach und sieht super aus, sondern die Optik ist einfach zeitlos. Allerdings muss man sehr geduldig sein und am besten das Betonwerk nach dem in-Form-gießen vergessen damit man nicht vor Aufregung und Neugier auf das Ergebnis kaputt geht… Aber das Warten lohnt sich in jedem Fall!
    Ich freue mich auf jede neue Ausgabe der CUT, denn man spürt jedes Mal die Liebe und das Herzblut, die in diesem Magazin stecken. Inspirationen vorprogrammiert. Zuletzt habe ich ein älteres Heft rausgekramt, um unserem Amsterdam-Trip am vergangenen Wochenende den letzten Schliff zu verpassen. Und zu guter Letzt wäre ich wohl nie über viele Klicks und Umwege auf Deinen Blog gestoßen, wenn es die drei großen Buchstaben nicht gegeben hätte…

  8. Antworten Monja 14. August 2013 um 12:50 Uhr

    Geil! Bin schon lange Beton-Dekofan 😀 Ich werde es auf jeden Fall testen! Ich freu mich :))

  9. Antworten kristin 14. August 2013 um 13:39 Uhr

    Oh, das ist cool! Werde ich auch mit ausprobieren. Ich starte vielleicht klein, mit der Schimpansenschale 😉

  10. Antworten Hannah 14. August 2013 um 13:49 Uhr

    Ich bin ja schon länger auf der Suche nach schönen Plastikgefäßen die ich mit Beton füllen kann aber die Idee mit dem Pappteller find ich genial!
    lg Hannah

  11. Antworten Jenny 14. August 2013 um 14:33 Uhr

    Aaaah, ich bin im Moment so im Betonfieber!
    Gerade haben wir uns Sitzblöcke aus Sichtbeton für den Garten bestellt (die schön hinzubekommen, habe ich mir nicht zugetraut).
    So ein Tisch würde gut dazu passen …
    xx
    Jenny

  12. Antworten Lea 14. August 2013 um 22:58 Uhr

    Ahaaaa…Beton!!! Sehr geil. Ich konnte leider dem Kupfertrend nicht so viel abgewinnen, aber hier bin ich dabei. Sehr coole Idee mit der Fruchtsaftflasche.
    Schön, dass du auch auf Malle noch Zeit für so was findest und nicht schon weggebrutzelt bist.
    Viele liebe Grüße aus Bonn. Lea
    P.S. Wie steht’s mit dem Sport? 😉

  13. Antworten Katja 15. August 2013 um 09:29 Uhr

    Wunderschön! Ich liiiiiebe die CUT, da stimmt einfach alles und ich greife auch gerne mal tiefer in die Tasche als für irgendein beliebiges Hochglanz Magazin. Die Vase finde ich absolut Hammer. Ansonsten stehen auf meiner Leseliste noch Sweet Paul, Handmade Kultur und Mollie Makes ganz oben..

    xoxo
    Katja

  14. Antworten Saskia 15. August 2013 um 10:17 Uhr

    Ich bin CUT-Leserin der ersten Stunde und dachte damals, beim ersten Heft: Ist es möglich, dass es sowas Schönes gibt? Mittlerweile machen sich viele die Mühe, schöne Magazine zu kreieren, gut so!
    Ich liebe zudem das Strickmagazin Rebecca. Klingt vom Namen her furchtbar, ist aber das einzige Heft zum Thema, das wirklich wirklich extrem gut ist, wunderschön gestaltet und wirklich sehr tolle, moderne Modelle zum Stricken hat. Sehr zu empfehlen!

  15. Antworten Lara 15. August 2013 um 10:26 Uhr

    Sehr geil, das wollte ich schon immer mal ausprobieren! Bis jetzt habe ich mich aber noch nicht getraut… Und die CUT hört sich echt spannend an, werde mal hier “auf dem Dorf” nach ihr Ausschau halten…
    Liebste Grüße, Lara

  16. Antworten Maral macht mal 15. August 2013 um 12:57 Uhr

    KommentarOhh! Der Tisch sieht wirklich klasse aus. Da bin ich ja mal gespannt, wie deiner wird. Lass es uns wissen! Liebe Grüße, Maral von “Mach mal”

  17. Antworten Fräulein Mimi 15. August 2013 um 21:19 Uhr

    Beton also? Interessant, interessant… mit ein bissl farbigem Lack hier und da, bestimmt ein absoluter Hingucker. Meine Liste für den Baumarkt wird immer länger… 🙂

    Thanks for sharing!

  18. Antworten Sarah 16. August 2013 um 10:18 Uhr

    Von dem Magazin habe ich ja noch nie gehört… Knapp 10 EUR ist tatsächlich nicht billig, allerdings sind 144 Seiten ja auch wirklich eine Menge. Ich werde mich dann mal auf die Suche begeben nach der CUT. Genauso wie die Themen, finde ich allein diese Urwald-Bilder schon total klasse! Danke für den tollen Tipp!
    LG, Sarah
    http://meewendy.de

  19. Antworten Viviane 30. August 2013 um 14:54 Uhr

    ich bin schon lange ein Fan von Beton, wobei ich ihn lieber rauh und archaisch habe, denn glatt und poliert. Besonders schön wirkt Beton in Kombination mit (geöltem) Holz.
    GLG, Viviane

  20. Antworten Jenny 17. September 2013 um 11:40 Uhr

    Hallo,
    ich war von der Vase auch sofort begeistert und habe es mittlerweile schon viermal versucht, aber leider nie mit zufriedenstellendem Ergebnis. Hat es von euch jemand getestet und Erfolg gehabt? Bei mir sieht die Vase unten super glatt aus, aber nach oben hin sieht sie sehr ausgebrochen aus. Über einen Tipp würde ich mich freuen.

    Liebe Grüße
    Jenny

  21. Antworten Miriam 1. September 2014 um 23:36 Uhr

    Wow! Ich würde mich ja so gerne mal an ein etwas größeres Projekt wagen…wie zB den Tisch, der sieht super aus! Ich frage mich nur, ob man das wohl vertreben muss o.ä.? Ab welcher Größe das wohl nötig ist?
    Habe jetzt erstmal mit kleinen Projekten angefangen und es funktioniert echt super :)!

    Viele Grüße :*

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