Ach, guck an:

Meine Beispielwoche. Heute mit Zweifachmama und Lehrerin Saskia Niechzial, die mit ansteckender Gelassenheit den normalen Wahnsinn angeht.

Text – Saskia Niechzial

 

Hallo. Oder, wie man hier im hochdeutschen Hannover sagt: „Hallo.“

Ich bin Sassi, 32 Jahre alt, verheiratet, Mutter zweier Kinder (2 und 4 Jahre alt) und Grundschullehrerin. Halt, stop, bevor ihr einschlaft oder noch auf die 1,3 Goldenretriever, die Doppelhaushälfte und die schwedische Familienkutsche wartet – jetzt kommt’s spannender. Versprochen. Hier ist immer Trubel. Nämlich. Mein Mann hat eine IT-Firma gegründet, die er unter wunderbaren sozialen Gesichtspunkten aufbaut und wir deswegen im Alltag oft auf ihn verzichten müssen. Und während ich unser Leben so vor mich hin jongliere, versuche zwischen Wäsche und kindlichen Wutanfällen nicht durchzudrehen, kämpfe ich (im Klassenzimmer und im Internet) an vorderster Front für eine Bildungsrevolution und versuche unser Schulsystem einmal umzukrempeln.

 

Meine Woche – „Darf’s auch ein bisschen mehr sein?“

Montag

Mein Wecker klingelt um 6.17 Uhr. Fragt nicht. Ich hab da so eine Macke mit krummen Uhrzeiten. Es ist ein theoretisches Klingeln. In der Regel sind meine Kinder früher wach. Der Morgen gehört dem Papa. Ich arbeite fast Vollzeit und muss einfach sehr früh in der Schule stehen. Da bleibt wenig Puffer, um zwei kleine Menschen stressfrei pünktlich in die KiTa zu bringen. Eigentlich gar kein Puffer. Also ist das Papazeit. Eine riesige Erleichterung für mich und kostbare Zeit für die Kinder. Denn wann anders sehen sie den Mann an den vielen Tagen kaum (Ausnahme, siehe Mittwoch).

Ich erwische auf den letzten Drücker meine Bahn. Bin vor ein paar Monaten umgestiegen. Gute Wortwahl, stelle ich gerade fest. Dank der Denkanstöße der Fridays-for-Future-Bewegung bleibt das Auto stehen.

In der Schule führt der erste Weg zur Kaffeemaschine, inklusive eines Küsschens für die Lieblingskollegin, weil sie den Kaffee in meiner Stärke gekocht hat. Dann der normale Morgentrubel. Wer ist krank? Wer fängt auf? Wer übernimmt Doppelführungen? Wer macht Zusatzstunden? Spontane Vertretungsideen? Denkt ihr an die Abgabe der Elternzettel-Rückläufe? Wer hat Küchendienst?

Dann Unterricht.

Nach Unterrichtsschluss spurte ich heute im Eiltempo aus dem Schulgebäude, um meine Bahn zu erwischen. Ich muss vor dem Abholen der Kinder unbedingt noch Einkaufen. Es ist der ganz große Alltagsglamour.

Der Einkauf wird verräumt, eine Wäsche angeschmissen und die Trinkflaschen für den Spielplatz gepackt. Tür auf, Tür zu, Straße überqueren, KiTa-Tür auf, KiTa-Tür zu und zwei hocherfreute Sprösslinge in die Arme schließen.

Unser Kindergarten ist eine Elterninitiative. Das bedeutet zwar regelmäßiges Engagement, heißt aber auch ein enges Miteinander und die Freiheit, seine Kinder in Ruhe abzuholen und auch mal länger zu bleiben.

Heute geht es fix. Die Eisdiele wartet. So wie eigentlich jeden Tag im Sommer. Anschließend Spielplatz, 183.034mal Schwung beim Schaukeln geben, ein nettes Pläuschchen hier und da und schon ist der Nachmittag rum. Der Rückweg gestaltet sich erst schwierig, da die Tochter zwingenderweise barfuß durch die Stadtstraßen laufen muss und ich erst wage, dagegen zu sein. Aber dann klappt’s. Also barfuß. Pädagogik? Kann ich.

Abends wartet der Schreibtisch auf mich.

 

Dienstag

Papa und Kinder machen sich bereit für die KiTa, ich bastle Brotboxen zusammen. Und denke heute sogar mal an mein Frühstück. Dann Kaffeebecher und Spurt zur Bahn. In der Bahn Instagram-Nachrichten beantworten. Aufgrund der Schulthemen sind das mehrere hundert am Tag. Ich brauche lange, um sie abzuarbeiten. Aber ich mache es gern. Weil ich sehe, was sich bewegt.

Lehrerzimmer, Kaffeemaschine und Kaffee Nummer 2. Leider nicht in meiner Stärke, aber wir wollen nicht kleinlich sein.

Dann Unterricht – in Auszügen:

„Frau N., ich brauche eine Pause, ich nehme mir das Springseil mit nach vorne, 5 Minuten, ok?“ – Natürlich.

„Frau N., können Ben und ich zusammenarbeiten?“ – Sicherlich.

„Frau N., wir zwei setzen uns nach draußen zum Arbeiten, in Ordnung? – Gut, aber lasst bitte die Tür offen.

„Frau N., mir ist das etwas zu laut, ich nehme mir die Kopfhörer.“ Gute Idee.

„Frau N., ich habe meine Hausaufgaben vergessen.“ – Das kann passieren. Gibt es einen Moment, in dem du sie gut nachholen kannst?

Ich liebe meine Arbeit. Und glaube, dass man (meinetwegen auch erstmal ohne große Umbrüche) Schule auch mit einfachen Möglichkeiten gleich ein bisschen schöner machen kann. Ein bisschen den Blickwinkel drehen, ein bisschen reflektieren, ein bisschen auf Augenhöhe gehen und schwupps fallen Sätze wie „Och, Frau N., die Ferien waren eigentlich zu lang. Ich hab mich richtig wieder auf die Schule gefreut.“

Nach einem schönen Schultag und einem ebenso schönen Nachmittag mit meinen Kindern, sitze ich abends auf dem Sofa und schreibe einen Post. Darüber, wie viel Grenzen im Klassenzimmer wirklich herrschen müssen und über die Frage, ob wir nicht viel mehr Ja sagen könnten.

Kurz bevor ich ins Bett verschwinde, kommt der Mann nach Hause. Wir erzählen uns vom Tag. Ein kleiner kostbarer Moment.

 

Mittwoch

Aufstehen. Kinder knutschen. Kaffee, Brotbox, heute Fahrradfahren. Mein Sportprogramm. Immerhin insgesamt dann 17km. Heute liegt ein langer Tag vor mir. Um mein berufliches Pensum zu schaffen, holt an diesem Tag der Papa die Kinder vom Kindergarten ab. Und ich bleibe in der Schule und bereite die letzte Woche nach und die nächste Woche vor.

Da meine Kinder noch klein sind, gestaltet sich nämlich aufgrund längerer Einschlafbegleitungen abendliches Arbeiten am Schreibtisch manchmal schwierig. Außerdem weiß man mit einem selbstständigen Mann nie so genau, was die Woche spontan so bringt und da ist es gut, wenn ich das Gröbste wirklich gebündelt wegarbeiten kann. Heißt konkret, ich befinde mich von 7.30 bis meist 21.00 Uhr im Schulgebäude und unterrichte, plane, schaue Hefte und Mappen durch, kopiere, laminiere, erstelle Förderpläne, beantworte Mails, schreibe kleine Briefchen für die Postkästen meiner SchülerInnen, buche unseren nächsten Ausflug, erstelle Hilfsmaterial für die nächste Mathematik-Sequenz, dekoriere das Klassenzimmer in Richtung der kommenden Jahreszeit. Naja und all die 300 Sachen, die sonst noch so anfallen.

Weil ich an diesem Tag das mit dem gut geregelten Essen nicht schaffe, bestelle ich vor Abfahrt nach Hause immer etwas, das dann auf mich wartet, wenn ich ankomme. Dann wird auf dem Sofa zusammen mit dem Mann geschlemmt, ich höre mir an, wie die drei den Tag verbracht haben und falle ins Bett.

 

Donnerstag

Aufstehen. Kinder knutschen. Kaffee, Brotbox, zur Schule radeln. Heute besonders hart, weil ich oft geschlaucht bin vom langen Mittwoch. Deswegen auch direkt mal vergessen, Frühstück einzupacken. Na gut, zum Glück ist ein Lehrerzimmer ein Fundus verlockender Süß- und Salzspeisen. So will es das Gesetz. Und dieses Gesetz rettet mich nicht selten.

Dann Unterricht.

Wusstet ihr, dass Fehler was ziemlich Tolles sind?

Und dass unglaublich glorreiche Erfindungen durch Irrtümer entstanden? Eis am Stiel, zum Beispiel. Wenn das mal kein Argument ist, seinen Blick auf Fehler zu ändern. Im Klassenzimmer. Und vermutlich auch anderswo. Und wusstet ihr, dass Albert Einstein, einer der klügsten Menschen unserer Spezies, Legastheniker war? Und dass Astrid Lindgren in heutigen Zeit vermutlich auf ADS getestet worden wäre? Und wusstet ihr, dass wenn wir die Lernwege öffnen würden, viele, viele Kinder gar nicht auffällig wären? Sondern stinkepupsnormal?

Falls nicht, wisst ihr’s jetzt. Und ihr wisst auch, wie mein schulischer Donnerstag so in seiner Grundlage aussah.

Nachmittags habe ich mit den Kindern einen Zahnarzttermin. Unliebsame Termine mit 2 Kindern einhalten. Es sollte olympische Disziplin werden. Wir schaffen es. Irgendwie. Aber nicht ohne den Verlust von rund 3 Litern mütterlichen Schweißes.

Abends gibt es Nudeln mit Soße. Haben sich die Kinder gewünscht. Oder vielleicht auch ich.

Der Mann kommt etwas früher. Schon gegen 18.30 Uhr. Und ich mach mich auf den Weg zu meinen Elternabend.

 

Freitag

Aufstehen. Kinder knutschen. Kaffee, Brotbox, Spurt zur Bahn. Und freuen, dass bald Wochenende ist.

Ich bin Grundschulmedienbeauftragte und beim Betreten des Schulgebäudes wartet heute der erste mediale Notfall auf mich. Die Sekretärin hat einen versehentlichen Zeilenumbruch in ihrem Schriftstück veranlasst. Alles ist in heller Aufruhr. Der soll da wieder weg. Auftritt, mein Zeigefinger. Mit heldenhafter Leichtigkeit drückt er auf die „Löschen“-Taste und, fast ein Hexenwerk, der Zeilenumbruch verschwindet. Der Tumult legt sich. Man reicht mir Kaffee.

Ein würdiger Auftakt ins Wochenende. Aber erstmal Unterricht.

Wieder zu Hause nehme ich mir Zeit fürs Mittagessen. Ich versuche das verstärkt. Diesen Moment. Und manchmal klappt es. Und manchmal kommt der Alltag in die Quere.

Dann räume ich auf. Aufräumen vor dem häuslichen Wochenende. Manchmal bin ich wirklich ein Genie. Nicht. Und ich setze mich nochmal an den Schreibtisch. Dieses Wochenende will ich mir freihalten. Also jetzt den letzten Rest wegarbeiten. Viel ist es nicht mehr. Dem Mittwoch sei Dank. In dieser Woche komme ich auf 44 Stunden Arbeitszeit. Eher eine ruhige Woche. Und ja, ich arbeite Teilzeit (70%). Eigentlich.

Ich hole die Kinder ab. Und die KiTa-Wäsche. Wir haben Waschdienst. Und natürlich habe ich die Woche schon unsere Wäsche erledigt, damit am Wochenende die Waschmaschine für diese Pflicht frei ist.

Ach, quatsch. So organisiert ist niemand. Nicht mal Lehrerinnen.

Die Kinder und ich verbringen einen schönen Nachmittag bei Freunden. Und abends ist Kino auf dem Sofa. Mit selbstgemachter Pizza. Ich liebe es. Meine Tochter, auch selbstgemacht, schläft dabei auf meinem Schoß ein. Ich liebe es noch mehr.

 

Samstag

Wir starten so gemütlich, wie das eben geht. Um 6.00 Uhr. Mein Mann verabschiedet sich zum Arbeiten, wird aber am Nachmittag fertig sein. Vor 4 Jahren hat er eine eigene IT-Firma gegründet, mit dem Anspruch sozial und in den Arbeitsstrukturen neue Wege zu gehen. Viele Vertreter alteingesessener Management-Ebenen haben ihn  gewarnt. Und trotzdem zieht er es seit Jahren erfolgreich durch. Flexible Zeiten, Home-Office, Übernahme der KiTakosten, ein Eltern-Kind-Büro, gemeinsame Aktionen, tägliches gemeinsames und bezahltes Mittagessen, Möglichkeiten zum Frühstücken (ein wundervolles Müsli-Buffet), Unterstützung bei der Wohnungssuche, bezahlte Sprachkurse für ihre Mitarbeiter mit Migrationshintergrund und und und. Ich liebe ihn dafür. Aber es verlangt uns familiär Kompromisse ab. Denn „selbst“ und „ständig“ sagt sich nicht nur so. Es ist Programm. Auch am Wochenende.

Die Kinder und ich erledigen den Wocheneinkauf, schmeißen uns auf den Fußweg und wüten darüber, dass die Ampel schon grün war,

obwohl man doch auf den Knopf drücken wollte. Na gut, 2/3 TeilnehmerInnen tun das.

Am Nachmittag holen wir den Papa ab. Meine Kinder sind selbstverständlicher Bestandteil der Firma und regelmäßig zu Besuch. Die beiden wollen unbedingt im Eltern-Kind-Büro spielen und so sitzen mein Mann und ich dort mit einer Tasse Kaffee auf dem Boden und genießen die Zeit. Erst zum Abendbrot machen wir uns auf dem Heimweg. Dann essen, Pipi, baden, Zähneputzen und ins Bett. Einschlafbegleitung. Meine Kinder begleiten mich heute wunderbar in den Schlaf. Der Mann verbringt die Zeit allein vor Netflix. So ist das. Manchmal.

 

Sonntag

Die Kinder lassen uns „ausschlafen“. 6.30 Uhr. Immerhin. Mein Mann steht mit ihnen auf, ich darf noch etwas weiterschlafen. Wieder einmal mehr wissen, warum ich ihn geheiratet habe. Wir starten in den Tag. Lego bauen, Pferde reiten, Hörspielen lauschen. Mit der Hoffnung auf ein ebenso idyllisches Frühstück decke ich den Tisch. Kannste versuchen, aber Pustekuchen. Ich erweise mich als klägliche Gastgeberin. Die Becher sind falsch. Die Teller sowieso. Bei der Milch habe ich törichterweise um 0,00003 ml Füllhöhe daneben gelegen und als meine Tochter sehr bestimmt sagte, sie wolle Marmelade auf ihr Brötchen, habe ich nicht direkt verstanden, dass sie damit eigentlich meinte, sie wolle Frischkäse mit Honig. In der schon ohnehin brüchigen Stimmung liefern sich die Kinder noch diverse „Nein-Doch-Nein-Doch-Nein-Doch-Nein-Doch“-Geschwister-Eskalationen. In der Regel haben mein Mann und ich aber nach einer Weile Ruhe zum Frühstücken, denn die Sprösslinge halten nie viel vom gemütlichen Beieinandersitzen. Nach drei Bissen rennen sie wieder ins Kinderzimmer und wiederholen das dann im 5-Minuten-Takt. Irgendwann wird das sicher mal anders. Aber für jetzt ist das ok so. Der Mann und ich können so auch mal ein paar Worte miteinander wechseln.

Am Wochenende geben unsere Kinder den Takt an. Unter der Woche bestimmen wir den Rhythmus weitgehend und sie machen das ziemlich verlässlich mit, daher ist es nur fair, das am Wochenende mehr in ihre Hände zu geben. Heute wünschen sie sich einen Ausflug in den Zoo.

Es wird ein guter Tag. Ich genieße die seltenen Momente zu viert sehr. Ein Erwachsener pro Kind. Es ist eine große Erleichterung. Das merke ich dann doch. Ich muss mich auf dem Zoo-Spielplatz nicht zerreißen, weil der eine rutschen und der andere hüpfen will. Im Alltag muss doch immer wieder einer kurz zurückstecken.

Abends schauen wir alle zusammen noch eine Folge Bibi und Tina und essen Abendbrot auf dem Sofa. Sobald die Kinder schlafen, planen der Mann und ich noch grob die nächste Woche, bevor ich mich gedanklich auf die kommenden Schultage vorbereite. Dann schreibe ich gern sonntagabends einen Text für Instagram. Bis dahin bleibt das Handy an Wochenenden eher liegen.

Und dann sitzen wir noch ein bisschen da. Schauen was. Und stellen immer wieder fest. Alle gesund. Uns geht es gut.

Text – Saskia Niechzial

Fotos – Claudia Piotrowski

24 Comments

  1. Antworten Katharina 3. September 2019 um 07:55 Uhr

    Ein lieber Gruß von Grundschullehrerin zu Grundschullehrerin und Danke für deinen tollen Text und den Einblick in euren Alltag. Ich arbeite zur Zeit nur vier Stunden in der Woche und jongliere ansonsten unseren Alltag mit drei Jungs (1,3,5). Nächstes Jahr wird es wieder mehr und dann freue auch mich drauf, ein wenig am großen Ganzen zu feilen und den Unterricht für die Kids passend zu machen. Liebe Grüße Katharina

  2. Antworten Soo-Hyun 3. September 2019 um 08:18 Uhr

    Oh, so viel Herz und Verstand, der mir den Dienstagmorgen versüßt! Ein großes Dankeschön fürs Teilen dieser lebensbejahenden, aufmunternden und mutmachenden Woche!

  3. Antworten Doro 3. September 2019 um 08:21 Uhr

    Ein sehr schöner Text! Gut und witzig geschrieben. Wir hatten heute Nacht Kübelalarm. Keine Großeltern weit und breit. Mama übernimmt. Wie meistens. Wie fangt Ihr diese nicht vorhersehbaren Dazwischengrätscher auf? Das hätte ich auch noch interessant gefunden. Lieber Gruß, Doro

    • Antworten Steffi 3. September 2019 um 11:08 Uhr

      @Doro: Liebe Doro, Sassi meldet sich nachher auch noch mal. Von mir schon mal: Wir haben aktuell auch ein Fieberkind Zuhause. Ich bin jetzt 3 Stunden im Büro, dann düst der Anwalt zu Gericht und ins Büro – sprich, wir wechseln uns ab. Für mich gilt immer die Maxime: Was Mama kann, kann Papa auch. Herzlich, Steffi

  4. Antworten Nadine 3. September 2019 um 09:44 Uhr

    Was für ein toller Text!
    Lieben Dank für das Teilen und erzählen.
    Es ist spannend, wie unterschiedlich der Alltag bei den Menschen ausschaut.
    Die Lernwege öffnen, wäre toll und ich wäre dafür – Umdenken und einfach mal anders machen….

  5. Antworten Christina Victoria Kaut 3. September 2019 um 10:15 Uhr

    Eine wahnsinnig sympatische Woche. 🙂

  6. Antworten Nina 3. September 2019 um 10:32 Uhr

    Ich finde die Woche klingt mega anstrengend und ich bin gerade seeeehr dankbar für meine 4-Tage Woche! So viel alleine bzw. muss hier die Mama viel arbeiten und dann noch 2 Kinder nebenbei wuppen. Respekt. Ich hoffe dein Mann findet in der Zukunft etwas mehr Zeit für seine Familie und kann auch einiges delegieren, so dass er etwas mehr zu Hause als in der Firma sein kann. Das wäre sicher für Saskia eine schöne Entlastung als auch für die Kinder toll etwas mehr vom Papa zu haben. Hier fehlt leider auch komplett die “me-time” oder die “Paar-time”. Findet die gar nicht statt? Kein Babysitter hin u wieder u ein Date nur für die Eltern? Wann macht die Mama mal Sport o kann ihre Freundinnen treffen? Gibt es das alles nicht? Ich hoffe doch sehr, dass ihr trotz des stressigen Alltags auch mal kleine Auszeiten nehmen könnt, sowohl die Mama für sich allein als auch beide zusammen als Paar!

  7. Antworten Britta 3. September 2019 um 10:33 Uhr

    Was für ein Alltag!! Chapeau! Und immer wieder die Erkenntnis: entspannt oder gestresst sein ist eine Frage der Einstellung…

  8. Antworten Antje 3. September 2019 um 11:16 Uhr

    Klar ist das eine volle Woche. Aber auch eine enthusiastische Frau, die mit so viel Wärme, Witz und Liebe auf ihr Leben und ihre Familie schaut. So ist das zu schaffen und das macht mir Mut und gute Laune. Vielen Dank für diesen Einblick und alles Gute, liebe Saskia!

  9. Antworten Jen 3. September 2019 um 11:53 Uhr

    Ich habe nicht den Eindruck, dass das fehlt. Sie schildert ein sehr zufriedenes Leben, auch als Paar, trotz Stress. Man muss auch mal sehen: Das sind Lebensphasen von wenigen Jahren, die Kinder werden größer, die Firma stabiler etc. Es muss nicht immer alles gehen und Platz für jeden Bereich da sein. Auch, wenn uns Lifestyle-Blogs diese dauernde Me- und Paar-Time als absolutes Muss suggerieren. Ich kenne sehr viele Menschen, die das nicht haben (können), und dennoch glücklich sind. Alles eine Frage der Lebenseinstellung und Gelassenheit.

  10. Antworten Antje 3. September 2019 um 12:14 Uhr

    Ich finde diese Woche nicht stressig – ich finde, sie klingt ganz normal. Wie die Wochen von berufstätigen Frauen mit Kindern eben so sind. Wie meine Woche auch ist. Saskia ist eine so warmherzige, witzige, enthusiastische tolle Frau & Mutter mit dem Blick fürs Wesentliche. Ich folge ihr schon lange auf Instagram und freue mich sehr, hier von ihr zu lesen. Da gibt es kein Aufwiegen von Zeiten mit dem Partner – jeder macht, wie er es kann und es passt. Sasse – ich wäre so gern deine Real-Life-Freundin. Große Liebe!

  11. Antworten Nina 3. September 2019 um 12:27 Uhr

    Bitte nichts Falsches in meine Zeilen hinein interpretieren liebe Frauen! Mit Sicherheit ist Saskia eine tolle, warmherzige Frau, die alles wunderbar meistert. Das habe ich gar nicht in Frage gestellt.
    Ich bin selber Mama und war gerade beim Lesen des Artikels einmal mehr dankbar um meine 4-Tage Woche. Ich verzichte auf Geld, dafür bekomme ich Zeit. Das ist für mich großartig. Ich kann zum Sport o mal zum Lunch mit einer Freundin o mal in Ruhe etwas Lesen etc. Manchmal gönne ich auch meinem Kleinen eine Kita-Pause und wir machen etwas gemeinsam. Ja, die Kinder werden größer und alles ist nur eine “Phase”. Ich finde kleine Auszeiten gerade in diesen turbulenten Jahren, in denen man oft wenig schläft u seine Bedürfnisse absolut hinten anstellt, dennoch sehr wichtig. Für einen selber. Aber auch für die Partnerschaft. Ich merke das immer doll, wenn wir in erster Linie “nur noch” “Mama” und “Papa” sind, wird es mal wieder Zeit für eine mini Auszeit. Für mich gehört das auch in dieser Zeit dazu und ist recht erholsam ;).

  12. Antworten Richard & Hugo 3. September 2019 um 12:38 Uhr

    Spannender Einblick, vielen Dank!

    “Alltags-Glamour” gefällt mir besonders gut, grade bei uns Eltern trifft dies perfekt zu…:-)

    LG, Richard & Hugo vom https://www.vatersohn.blog/

  13. Antworten Kerstin 3. September 2019 um 12:39 Uhr

    Sassi ist großartig und unverblümt ehrlich. Ich liebe ihr Insta-Profil. Soviel zum Thema, dass LehrerInnen mittags frei haben. Wenn da in den Ferien und abends nicht ganz viel vorbereitet wäre, würde das nichts werden…

  14. Antworten Marie 3. September 2019 um 13:37 Uhr

    Vielen lieben Dank! Ich liebe diese Rubrik und freue mich noch mehr darüber, dass auch verschiedene Berufsgruppen angesprochen werden! Somit hüpfe ich mit einem Lächeln im Gesicht vom Klassenzimmer zur Kita!
    Gute Woche!

  15. Antworten Marie 3. September 2019 um 13:41 Uhr

    Danke, danke, danke!
    Ich hüpfe mit einem Lächeln im Gesicht vom Klassenzimmer rüber zur Kita!
    Gute Woche

  16. Antworten Lena 3. September 2019 um 14:00 Uhr

    Vielen Dank für den tollen Text! Als Lehrerin freut man sich immer über Texte auf Blogs, die sonst eher die außergewöhnlichen Dinge vorstellen. Eine neue Generation von Pädagogen ist in den Schulen und kann vieles verändern und die Kinder auf Augenhöhe begleiten.
    Liebe Saskia, vielen Dank für das Teilen deines Alltags – sehr inspirierend. Und bei Instagram möchte ich dich nun auch regelmäßig lesen!
    Liebe Grüße Lena

  17. Antworten Silvana 3. September 2019 um 14:11 Uhr

    Danke für den Einblick in Euren Alltag, den Sassis ziemlich gut im Griff hat! Ich würde jetzt gern in der IT-Firma von Sassis Mann anheuern, die Arbeitsbedingungen, die er für seine Mitarbeiter geschaffen hat, klingen ja traumhaft! 🙂

  18. Antworten Nina 3. September 2019 um 14:28 Uhr

    Sehr schön geschrieben, vielen Dank! Was ich mich wieder – wie schon bei anderen Beispielwochen aus dieser Serie – gefragt habe: wann wird die Hausarbeit erledigt? Klar, Wäsche kommt vor. Aber was ist mit Staubsaugen, Bad & Co.? Selbst wenn man nicht super penibel ist, nimmt das bei 4 Personen doch zwangsläufig Zeit in Anspruch. Gibt es eine Haushaltshilfe (was super wäre, keine Kritik, mich interessierts nur) oder in welchen Zeitfenstern wird das noch untergebracht?

  19. Antworten Sassi 3. September 2019 um 18:29 Uhr

    Ich antworte mal ausführlich auf alle Fragen:

    1. Kranke Kinder –> Entweder nehme ich einen Krankheitstag oder eben der Mann. Wenn Alltag ist, ist er viel eingebunden, aber für solche Fälle ist eine Selbstständigkeit manchmal praktisch (zumindest nach den ersten ein bis zwei Jahren). Dann bleibt er, bis ich aus der Schule komme und fährt dann zur Arbeit. Funktioniert bisher eigentlich ganz gut.

    2. Hausarbeit –> Wir leben sehr minimal. Es gibt einfach nicht viel zu tun. Und dauert nicht lange. Ich habe nicht mal ein Arbeitszimmer. Abends in der Regel. Vielleicht so eine halbe Stunde am Tag. Und in Phasen, in denen es voll ist, ist es auch mal etwas chaotischer.

    3. Me-Time –> Ich habe oft ein wenig Zeit zwischen Schule und Kids abholen. Während ich früher da IMMER geputzt etc. habe, habe ich mich irgendwann zur Ruhe gezwungen. Ich erledige natürlich Sachen. Räume auf. Wäsche. Einkaufen. Aber nur einen Teil. Ich trinke 15 Minuten vor Abholen der Kinder oft einfach in Ruhe eine Tasse Kaffe. Und atme tief durch. Ich treffe mich abends mit Freunden und Freundinnen. Ich führe tolle Gespräche mit Mamas/Papas, wenn unsere Kids miteinander spielen. Ich habe quasi jeden Tag etwas für mich Schönes an (egal ob “spielplatztauglich”, ich war schon mitm Tüllrock aufm Klettergerüst) und fühle mich wie ich. Ich fahre jeden Tag knapp 20 km Rad oder höre meine Lieblingsmusik in der Bahn. Da sind so viele Momente. Für mich. In denen ich nicht das Emblem Mama auf die Brust getackert habe. In Kopf und Herz bin Ichs natürlich trotzdem immer.

    4. Zeit mit dem Papa –> Mein Mann ist quantitativ nicht so oft da. Aber qualitativ ohne Abstriche. Er wäscht Wäsche. Er bringt seine Kinder ins Bett. Er ist geduldig und mit vollem Fokus bei uns. Will alles wissen. Ich fühle mich nie allein oder allein verantwortlich. Ich kenne Papas, die zwar um 17.00 Uhr zu Hause sind, aber sich dann mit Handy aufs Sofa verkrümeln. Das ist ok, das ist nicht als Urteil gemeint. Auch der Elternteil, der später nach Hause kommt, hatte einen anstrengenden Tag. Ich muss nur unbedingt die Lanze für meinen Mann brechen, der vielleicht auf weniger Stunden kommt, aber die Zeit mit uns bis in jede Faser nutzt.

    5. Paar-Zeit –> Wir haben keinen Babysitter. Das würde mit meinem Sohn nicht funktionieren. Darüber mag ich hier aber nicht so öffentlich reden. Beide Kinder haben noch nie woanders geschlafen. Aber wenn die Schwiegermama aus Frankfurt kommt, gibt es alle paar Wochen mal die Möglichkeit auszugehen. Aber, und das ist einfach die Melodie unserer Beziehung, mein Mann und ich haben gar nicht so den Drang nach großen Aktionen. Paarzeit zelebrieren wir nicht. Wir lassen sie kommen, erkennen sie in den kleinsten, unscheinbaren Nischen und genießen sie, wie andere 5 Gänge Menüs in schönen Restaurants. Da waren schon vollgekrümelte Kinoabende im Milchfleckenbett, mit Säugling zwischen uns. Da war das tolle Gespräche am Frühstückstisch, als die Kids ihr Kinderzimmer auseinandernahmen. Da sind Abende in denen wir einfach beieinandersitzen mit Essen vom Lieferdienst und quatschen. Da ist ein Kaffee zwischen Schule und Kindergarten. Und seit 10 Jahren gehen wir durch Hoch und Tief.

    Ich hoffe, das beantwortet einiges. Ich verstehe die Fragen total. Sie ergeben sich. So eine Beispielwoche kann ja nie das ganze Leben ablichten. Ich habe sie auch nicht negativ aufgefasst. Es ist, was uns alle beschäftigt. Ich, allein, als Paar, als Mutter, als Freundin. Wie geht das. Es ist immer ein Drahtseilakt. Und es braucht gegenseitiges Verständnis und die eigene Einsicht, das nicht alles gleichzeitig geht. Sondern jeder seine Zeit bekommt. Kinder natürlich häufiger und auf andere Weise, denn ihr Zuwendungsbedürfnis ist selbstredend ein anderes. Danke für das Lesen und das aufrichtige Interesse an dem, was ich mein Leben nenne.

    Sassi

  20. Antworten Nina 3. September 2019 um 19:32 Uhr

    Liebe Saskia,
    Danke für deine ausführlichen Antworten und einen erholsamen Abend mit hoffentlich schon friedlich schlafenden Kindern ;). LG

  21. Antworten Carla 4. September 2019 um 11:16 Uhr

    Oh, was für ein toller Text. Saskia klingt total sympathisch.

    Auch wenn ich mir kurz gedacht habe: Uff, das klingt aber anstrengend. Und uff, vielleicht doch lieber keine Kinder. Aber eigentlich bleibt bei mir nur die Hoffnung zurück, dass mein neuer Freund auch ein bisschen so ist wie Saskias Mann bzw. wir als Paar irgendwann mal ein bisschen so sein werden.

    Und auch hier fällt mir wieder auf,dass vieles im Leben Einstellungssache ist und ich vor allem (weiter) an meinem positiven Mindset arbeiten möchte.

  22. Antworten Elena 4. September 2019 um 21:56 Uhr

    Liebe Sassi, liebe Steffi! Danke für diesen warmherzigen und tollen Text mit den vielen Einblicken in den Alltag. Ich liiiiiebe diese Rubrik und finde es so spannend, Beispielwochen von unterschiedlichen Frauen zu lesen! Als frischgebackene Schulkind-Mama habe ich diesen Text aufgesogen und ihn sofort mit mehreren Freundinnen geteilt! Und bin Sassi sofort auf Installiert gefolgt 😉 Liebe Grüße, Elena

  23. Antworten ankemaria 9. September 2019 um 09:13 Uhr

    das ist bislang meine absolute Lieblings-Beispielswoche: so voll und so optimistisch! ich bin direkt verliebt in Dich, Saskia! (Ehrlich gesagt, war ich schon Bein Foto von Deinem Tattoo ein bisschen verschossen..)
    Und folge Dir jetzt direkt mal auf Instagram und bin gespannt, mehr von Dir zu hören/lesen.
    Liebe Grüße
    Anke

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