Wonach ist dir heute?
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Hallo zusammen, mein Name ist Kati Ernst und ich bin 38 Jahre alt. Im letzten Jahr habe ich gemeinsam mit meiner Freundin Kristine die Marke ooshi gegründet, die Periodenunterwäsche auf den Markt bringt. Vielleicht habt ihr uns in der TV-Show „Höhle der Löwen“ gesehen? Genau, wir waren die, die das Angebot von Judith Williams abgelehnt haben, weil sie dafür zu viele Anteile an unserer Firma wollte. Die geben wir so leicht nicht her. Dafür stecken zu viel Schweiß, Tränen und tatsächlich Blut drin. Was ihr in unserer Beispielwoche gleich lesen werdet.

Mein Mann Mattes, auch 38 Jahre alt, ist ebenfalls selbstständig und leitet eine eigene Sportfirma. Wir sind nun schon seit 13 Jahren zusammen, zehn davon verheiratet. Als Paar reisten wir einst gemeinsam um die Welt, haben in Barcelona und in Melbourne gelebt, doch als die Kinder kamen, sind wir in Berlin sesshaft geworden. Wir haben zwei Mädchen (sechs und vier Jahre alt) und einen Jungen (zwei Jahre). Glücklicherweise erlauben unsere Jobs es, dass wir uns unsere Zeit frei einteilen und auch unseren Alltag im 50/50-Modell (sprich: jeder übernimmt die Hälfte von allem) gestalten können, damit wir alles irgendwie gewuppt bekommen.

Das ist ein kleiner Einblick in unsere Woche, die trotz Organisation immer anders verläuft als gedacht:

MONTAG

Der Morgen beginnt direkt wild. Als ich um 6 Uhr das erste Mal aufs Handy schaue, bekomme ich eine Nachricht, dass meine Kollegin heute krank ist. Doof – und doppelt doof, weil sie den Umbau unseres Büros betreut, der HEUTE stattfindet. Waaah! Also packe ich eilig meine sieben Sachen ein und düse ins Büro. Zum Glück sind solche Zwischenfälle nur halb so schlimm für die Koordination daheim, da Mattes bei uns die Morgenschicht mit den Kindern übernimmt. Anziehen, Zähne putzen, frühstücken und dann ab in die Schule und in die Kita.

Das kann ganz schön knapp werden. Daher haben wir seit zwei Wochen Aleja bei uns, unser erstes Au-pair. Besonders morgens ist sie eine echte Unterstützung und hilft uns stressfreier in den Tag zu starten.

Ich verbringe den Tag heute im Office, koordiniere Handwerker, kontrolliere neue Unterwäschemodelle, löse Probleme von Mitarbeiterinnen und telefoniere sehr oft mit meiner Mitgründerin Kristine. Sie ist heute nicht im Büro, denn wir arbeiten als gesamte Firma orts- und zeitunabhängig.

Statt sich gegenüberzusitzen, kommunizieren wir also per WhatsApp.

Um 15 Uhr packe ich ein und fahre zum Lichterfest in die Kita. Vorher muss ich noch die Große in der Schule einsammeln. Das Fest ist schön, trotz Regen. Dann ab nach Hause. Um 18 Uhr ist Papa Mattes dann da – wie jeden Abend. Ich kümmere mich ums Essen. Es gibt Reste vom Wochenende und Mattes beginnt nebenbei damit, ein paar unterhaltsame Wasser-Experimente mit den Kindern zu machen. Nach dem Essen lesen wir noch einige Bücher zusammen. Um 20.30 Uhr schlafen dann alle. Mattes nickt mit ein, aber ich hole ihn wieder aus dem Bett. Wir wollen nämlich eine Serie zusammen weitergucken. Parallel dazu tippen wir beide am Laptop. Diese Woche ist so viel los, dass wir nach dem freien Nachmittag mit den Kindern Abendschichten einschieben müssen. Gegen Mitternacht falle ich k.o. ins Bett.

DIENSTAG

Oh je, nun ist auch das Au-pair krank. Mattes rockt den Morgen also wieder alleine. Ich schmeiße noch schnell die Waschmaschine an, schließlich haben wir den Haushalt unter allen Familienmitgliedern aufgeteilt und Wäsche gehört zu meinen Familienaufgaben. Momentan übernimmt mein Mann sogar mehr. Er kümmert sich um die Küche, den Müll, die Steuern sowie um alle Friseur- und Arztbesuche der Kinder.

Dann düse ich ins Büro, das zum Glück nur 15 Minuten von zuhause entfernt ist. Kristine und ich treffen uns häufig morgens noch kurz im Café. Wir suchen gerade eine Co-Founderin für ein neues Projekt und haben einige Gespräche mit tollen Frauen in den nächsten Tagen geplant.

Dann führe ich Video-Calls, ein Radiointerview und flitze ab in die Schule, um die Große abzuholen. Die spielt aber noch total vertieft und bittet mich um mehr Zeit mit ihren Freunden. Also lasse ich sie dort, sammele erst einmal die Mittlere und den Kleinen in der Kita ein und dann zurück zur Schule.

Während der Abholzeit lasse ich bewusst das Handy weg, damit ich mehr von den Kindern mitbekomme.

Am Abend bin ich zu einem schönen Dinner eingeladen, also findet um 18 Uhr eine Übergabe der Kinder an Mattes statt. Wichtig hierbei: Innerhalb der nächsten Stunde wird unser Wocheneinkauf angeliefert. Ich plane und bestelle das Essen der ganzen Woche immer am Wochenende, am Dienstag wird es dann geliefert. Wir sehen zwar nur selten einen Supermarkt von innen, sparen aber extrem viel Zeit. Spontane Essenswünsche können so nicht erfüllt werden, aber für uns passt es. Während die Kinder gespannt auf die Lieferung warten, mach ich mich schnell fertig. Ich habe heute Morgen extra ein Kleid angezogen, sodass ich noch alle knutsche und dann nur noch schnell den Lippenstift nachziehen muss. Kristine holt mich ab. Es wird ein richtig schöner Abend und ich bin erst um 1 Uhr im Bett, dafür aber sehr glücklich!

MITTWOCH

Mittwoch ist unser langer Arbeitstag. Aleja holt die Kinder ab und verbringt den Nachmittag mit ihnen. Am Morgen drücke ich also alle besonders doll, da ich sie erst am Abend wiedersehe. Der Tag im Büro startet mit einem Meeting sowie mit vielen Menschen, die unser nächstes Shooting begleiten. Dann gönne ich mir etwas Besonderes: Ich mache um 13 Uhr Schluss und düse in einen Day-Spa. Die letzten Wochen haben mich ausgelaugt und ich will einfach nur ohne Handy ein paar Stunden faul rumliegen. Klappt überraschend gut. Ich lese endlich das Buch „Alte Weiße Männer“ von Sophie Passmann zu Ende, was meinem Gehirn sehr guttut.

Leider schaffe ich es, seit die Kinder auf der Welt sind, kaum noch zu lesen und es fehlt mir. Zum Glück werden die Kinderbücher immer spannender. Um 19.30 Uhr bin ich wieder zuhause und bringe gemeinsam mit Mattes die Kinder ins Bett, was heute zum Kraftakt wird. Keiner der drei möchte schlafen gehen. Unten im Wohnzimmer wartet eine verständnisvolle Freundin auf uns. Mattes schläft neben den Kindern ein und ich quatsche bis nach Mitternacht mit ihr. Dann wird Mattes wieder wach und ich gehe schlafen. Die beiden schnacken noch bis um 3 Uhr. Zusammen wäre es netter gewesen, aber daran arbeiten wir noch.

DONNERSTAG

Ich habe heute im Büro einen Interview-Marathon. Danach flitze ich schnell zum Bäcker, um fünf Butterbrezeln für die Kinder und eine Freundin der Mittleren einzukaufen, die nach der Kita mit zu uns kommt. Die Kita-Kinder finden die Schule der Großen spannend, daher hole ich sie zuerst ab. Angekommen suchen wir erst einmal ein Notfall-Klo für die Mittlere, die natürlich dick eingepackt ist und so dringend muss. Dann gehts für alle im Regen zurück ins Auto. Ich schwitze und es ist schon sehr dunkel. Die Oma der kleinen Freundin kommt vorbei und bleibt noch lange zum Quatschen.

Wir reden über Kinder, Liebe und das Leben überhaupt.

Mattes geht direkt nach der Arbeit zu einer Veranstaltung, daher rocke ich den Abend alleine. Irgendwie schaffe ich es, allen dreien jeweils etwas vorzulesen, sodass ein Kind nach dem anderen happy einschläft. Das kommt sehr selten vor. Zur Feier des Tages gehts auch für mich direkt ins Bett.

FREITAG

Meine Bande will gerade aus der Tür. Wir sind eh schon recht spät, da fällt Mattes siedend heiß ein: Die Große soll heute doch verkleidet in die Schule kommen! Das Thema ist Weltall. Wir haben ca. 30 Sekunden Zeit, um uns etwas einfallen zu lassen. Wir ziehen sie dunkel an, wickeln eine Girlande mit goldenen Sternen um sie herum und schminken einen Nachthimmel auf ihr Gesicht. Am Ende strahlt sie: „Ich bin ein Himmelsmädchen.“ Mein Mutterherz geht auf und die ersten Schweißperlen des Tages können wieder trocknen.

Auf den heutigen Tag haben Mattes und ich uns gefreut, denn wir verbringen ihn, wenn auch beruflich bedingt, zusammen. Unser gemeinsamer damaliger Arbeitgeber hat uns beide zu einer Konferenz eingeladen. Damit das klappt, war wieder etwas Koordination notwendig, da die Große nach der Schule mit zu einer Freundin zum Hip-Hop-Tanzen geht und am Abend abgeholt werden muss. Der Plan steht. Letztendlich vergisst die Große vor lauter Aufregung in der Schule zum Tanzen zu gehen. Alles andere klappt aber! Virtuelle High Five an uns und an den Babysitter, der heute einspringt. Mattes und ich treffen währenddessen auf der Konferenz alte und neue Gesichter, lernen etwas, diskutieren viel zusammen. Das ist schön. Um 1.30 Uhr springen wir ins Taxi nach Hause.

SAMSTAG

Das Au-pair will uns am Morgen die Kinder abnehmen, damit wir ausschlafen können, aber sie verlangen lautstark nach uns. Nun gut, zumindest haben wir etwas geschlafen. Wir packen alle, die Hälfte davon noch in Pyjamas, ins Auto und fahren zu meinen Eltern, die nur 20 Minuten von uns entfernt in Berlin-Mitte wohnen. Gemeinsam essen wir etwas und die Kinder spielen mit ihrer Cousine und den Tanten. Die Mittlere will bei Oma und Opa bleiben und dort auch übernachten – das passt.

Mattes packt den müden Kleinen ins Auto und fährt ins Brandenburger Land, wo wir gerade unser kleines Wochenendhäuschen renovieren. Dort wird heute die alte Küche abgeholt. Das heißt, dass die Große und ich den ganzen Nachmittag alleine zusammen verbringen können. Wir freuen uns einen Keks, spielen zusammen auf dem Tablet, zocken einige (nicht digitale) Logikspiele und dann lese ich ihr ein Buch vor. Alles in Ruhe – wie schön! Um 18 Uhr kommt Papa mit dem Kleinen zurück. Wir essen zusammen und Mattes fährt zu einem Geburtstag. Heute dauert es wieder eine Ewigkeit, beide Kinder zum Schlafen zu bekommen. Auf dem Land hat der Kleine einen verspäteten Mittagsschlaf gemacht und ist noch bis 21.30 Uhr wach. Oh Mann. Zum Glück kuschelt er sich ruhig mit ein und wir lesen zusammen Bücher mit der Großen. Kurz nach 22 Uhr schlafen beide endlich ein. Zeit für mich alleine bleibt aber keine mehr und ich falle müde ins Bett.

SONNTAG

So. Mutti hat fertig. Meine Erkältung pocht auf Aufmerksamkeit. Mattes und ich beschließen: Ich bleibe im Bett und dafür bin ich sehr dankbar. Alle toben herum und ab und an werde ich von den Kindern besucht, um Bagger zu bestaunen oder ihnen etwas vorzulesen. Ich höre ein paar Politik-Podcasts und mache den (digitalen) Essenseinkauf für die Woche. Am Nachmittag fährt Mattes mit der Bande zu meiner Mitgründerin Kristine und ihrer Familie. Die Kinder sind wie wir Erwachsene miteinander befreundet, was ein echtes Geschenk ist! So habe ich ein paar Stunden Ruhe und Zeit zum Schlafen.

Am Abend essen wir alle noch zusammen, ich bereite Insta-Storys für unser Label vor und dann gönnen Mattes und ich uns eine Auszeit, indem wir unsere Lieblingsserie gucken. Um Mitternacht muss ich noch etwas an der Website ändern, denn wir haben eine 24-Stunden-Aktion am Montag geplant. Wir Geschäftsführerinnen sind dann natürlich weiterhin die, die wach bleiben müssen, um die entscheidenden Änderungen machen zu können. Irgendwie gut so. Aber müde macht es trotzdem. Gute Nacht.

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Sophie 5. März 2020 um 07:31 Uhr

    Ich liebe diese Serie! Ibwohls nur Alltagsgeschichten sind, die jede/r kennt.
    Und ich merke immer wieder: Ich brauche einfach zu viel Schlaf, um Karriere zu machen :-). Mehrmals die Woche erst um 1/1:30 h ins Bett – ich wäre tot!
    Liebe Grüße

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    • Steffi 5. März 2020 um 08:36 Uhr

      @Sophie: Liebe Sophie, großartiger Satz! Ich brauche zu viel Schlaf, um Karriere zu machen. Hab gerade sehr gelacht, Danke dafür! Kleiner Tipp: Fang bloß nicht mit Bad Banks an – das hat mich diese Woche fast die Karriere gekostet! 😉 Herzlich, Steffi

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  3. Dominika 5. März 2020 um 09:33 Uhr

    Ach, ich weiß gar nicht, wie du es machst, aber bei deinen Artikel muss ich öfters mit den Tränen kämpfen. Ich weiß gar nicht warum, diese Folge habe ich mir eben angehört. Solch eine tolle Funktion und die Blogreihe liebe ich auch. Danke!

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  4. Barbara 5. März 2020 um 10:40 Uhr

    was für ein toller Artikel von Kati Ernst. Ich hab ähnlich viel workload, aber weniger Abendveranstaltungen. Es ist aber immer schön zu sehen, dass es auch noch andere gibt, die dass so wuppen und dass dieses 50/50 Ding durchaus flächendeckend funktionieren kann (bei uns funktionierts nämlich auch mit 2 Vollzeitjobs!). Bitte immer weiter so schöne Geschichten erzählen. Und ich kundschafte heute Abend mal die Wocheneinkauf-Lieferservice aus !

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  5. Carolin 5. März 2020 um 11:05 Uhr

    Danke für diesen tollen Artikel! Mir geht es ähnlich wie Barbara – wir leben unsere Version von 50/50 und ich freue mich immer sehr zu lesen, dass andere Paare es auch so machen und es klappt – irgendwie. Bei uns im direkten Umfeld gibt es nämlich keine Familien, die ein ähnliches Model leben und bisher habe ich nur in der Finanzgruppe von Natasha Wegelin – Madame Moneypenny – Gleichgesinnte gefunden. Gerne immer mehr davon und Hut ab für Kati und ihre Familie, dass sie sich einen Alltag mit so vielen Facetten geschaffen haben.

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  6. Petra von FrauGenial 5. März 2020 um 12:04 Uhr

    Ich bin baff und sprachlos. Nach jeden Tag fühle ich mich abends hundemüde, und das obwohl unsere Tochter bereits ausgezogen ist. Was ich besonders mag, wenn mal was nicht klappt durch Krankheit oder co., dann stehst Du schon mit einem neuen Plan auf der Matte. Ich bräuchte erstmal Stunden um zu überlegen, was als Nächstes folgt. Man merkt, was für ein tolles und eingespieltes Team Ihr doch seid!

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  7. Isa 5. März 2020 um 14:31 Uhr

    Vielen Dank für diese Beispiel-Woche! Ich bin wirklich jeder Frau dankbar, die offen sagt, dass mehrere Kinder und erfolgreiche Karrieren mit Hilfe einer Nanny, Lieferdiensten, flexiblen Arbeitszeiten, harter Arbeit und Verzicht auf Schlaf möglich ist. Sonst klingt das oft wie eine Wolke und ich Frage mich dann, wieso das bei mir ganz anders aussieht und ich immer so müde bin und einfach froh, meinen Job zu wuppen ohne grade die Leiter hochzuklettern. . . Danke!

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  8. Pauline 5. März 2020 um 22:47 Uhr

    Toller Artikel! Super interessant und toll geschrieben…unglaublich, wie ihr das alles wuppt, Respekt!! Liebe Grüße

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  9. Angelika Offer 5. März 2020 um 23:33 Uhr

    Tolle Serie! So läuft Leben. Und Leben ist ja das, was passiert während wir noch in dessen Planung stecken…

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  10. Maike 6. März 2020 um 09:36 Uhr

    Vielen Dank für diese tolle Beispiel Woche! Und bisher keine Kommentare „wieso bekommt Sie eigentlich Kinder“.. das finde ich super!
    Ich bin momentan in Elternzeit, doch ab nächsten Monat nimmt mein Mann 1/2 Jahr Elternzeit und bleibt mit unserer 7 Monate alten Tochter zuhause während ich wieder Vollzeit arbeite! Aber nicht weil ich mehr verdiene, sondern weil er es gerne macht! Wir versuchen das 50/50 Modell zu leben! Das ist nicht immer einfach, und wir sind gerade erst am Anfang, aber ich weiß dass wir das hinbekommen werden! Langfristig würden wir beide gerne 80% arbeiten und zusätzlich Hilfe durch Familie und vielleicht eine Nanny in Anspruch nehmen!

    Vielen Dank für die Inspiration! Kleinigkeiten verändern manchmal so viel. Bei uns gibt es keinen Lieferservice aber einen Abholdienst. Da muss ich den Einkauf nur noch abholen! Außerdem habe ich mir gestern einen Fensterreiniger gegönnt 🙂 mein Gucci

    Viele Grüße
    Maike

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  11. Kati Ernst 6. März 2020 um 10:39 Uhr

    Ihr Lieben – ich wollte nur mal ein ganz großes Dankeschön aussprechen, für die ganze Liebe in den Kommentaren. Wie Maike es schreibt – es ist so toll, dass ihr unser Modell wertfrei annimmt und kommentiert. Das weiß ich sehr zu schätzen – und deswegen mag ich diese Reihe so: sie zeigt die Vielfalt der Lebensmodelle, und ich feiere sie ALLE.
    Liebste Grüße – kati

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  12. Katinka 11. März 2020 um 09:19 Uhr

    Schöne inspirierende Beispielwoche.
    Unter 50:50 verstehe ich, dass zum Beispiel beide auf 80 % oder 50 % gehengehen, und sich somit beide um Familie und Beruf zu gleichen Teilen kümmern.

    Die Sätze „Er kümmert sich um die Küche, den Müll, die Steuern sowie um alle Friseur- und Arztbesuche der Kinder. Momentan übernimmt mein Mann sogar mehr.“, habe ich nicht verstanden.

    Was genau macht dein Mann denn mehr in der Küche, während du den gesamten Essensplan konzipierst und kochst? Räumt er mal die Küche auf und bringt den Müll runter? Und wo ist sein Beitrag für die Steuern, außer Belege zu sammeln und beim Steuerberater 2h abzugeben? Wäsche für 5 Personen jeden Tag waschen, zusammenlegen, bügeln übersteigt dies doch, oder?

    Was ist sein Beitrag bei den Friseur- und Arztbesuchen, außer dass er sich Zeit für diese nimmt? Wieso teilt ihr euch diese und die anderen Aufgaben nicht auch oder könnt, wo es möglich ist, das AuPair einbeziehen?

    Ich hoffe, ich darf diese Fragen stellen, weil es mich wirklich interessiert, denn mein Mann und ich loten selbst gerade noch für unsere Familie und unsere Kinder einen gerechten Plan aus. Danke!

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  13. Lina 11. März 2020 um 14:56 Uhr

    Vielen Dank für diese Beispielwoche, ganz ähnlich läuft es bei uns auch und keine Woche ist wie die andere. Dank einem Team aus Babysitterinnen ist es aber gut möglich und fühlt sich – meistens – herrlich wuselig und großfamilig an und ist auch nicht auf Kante genäht. Nur manchmal, v.a. wenn ich selbst angeschlagen bin, werde ich wahnsinnig wenn der Plan in sich zusammenstürzt….

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