Wer wir sind: Hi, ich bin Jana, 39 Jahre alt, Illustratorin, Designerin und die Gründerin des Onlineshops für Papeterie und Accessoires
Abrakajamo. Gemeinsam mit meinem Mann und unseren drei Kindern sowie zwei Katzen wohne ich in einer 95 Quadratmeter großen Wohnung in Hamburg-Uhlenhorst.
Wie wir leben: Unsere Wohnung gehört zu einem Wohnprojekt am Eilbekkanal und wir haben sie nach dem Kauf viele Jahre lang selbst geplant und waren am Bau beteiligt. Vor acht Jahren konnten wir dann endlich einziehen. Da wir damals zwei Kinder hatten, fand jeder von uns in den vier Zimmern genügend Platz. Doch als das dritte Kind auf die Welt kam, mussten wir einen zusätzlichen Raum schaffen, denn ein Umzug kam für uns nicht in Frage.
„Also haben wir uns im Wohnzimmer eine Koje gebaut, ein hochfahrendes Schlafzimmer über der Sofaecke.“ -
Als wir den Wunsch nach einem dritten Kind verspürten, haben wir die Koje über mehrere Jahre in unterschiedlichen Varianten geplant. Wichtig war mir, dass wir ein Schlafzimmer mit einer Tür, einem Fenster und einer Schrankwand erschaffen. Ich wollte keinesfalls in einem Hochbett schlafen.
Wie unsere Koje sowie der Rest der Wohnung aussehen, zeige ich euch hier in der Videotour:
Unser Sohn wird jetzt fast vier und wir haben etwa drei Monate für den Bau gebraucht. Damit wir auch unsere Kleider und Hemden unterbekommen, installierten wir einen Schrank unten im Boden der Koje. Im Fußboden gibt's zusätzlich noch zwei Luken, um zum Beispiel große Koffer zu verstauen.
Auf der Koje oben steht unser Doppelbett und dahinter befindet sich noch ein Beistellbett für unseren Jüngsten. Die Ebene hängt an vier Deckenhaken und wird nach unten zusätzlich über eine Seitenwand abgestützt.
Hinter der Schrankwand sorgt ein Gegengewicht, welches runterfährt, für Balance, wenn wir die Koje hochschieben. Die Beleuchtung findet über eine Fernbedienung statt, da sich die Steckdosen sowie die komplette Elektrik außerhalb befinden.
„Die Koje können wir abends runter und tagsüber nach oben schieben, damit wir darunter Platz für eine Sofaecke haben.“ -
Dort sitzen wir abends gern und schmieden Pläne – oft sind es neue Einrichtungsprojekte, die mein Mann dann mit mir umsetzt. Denn wir lackieren gern mal bis nachts um zwölf die Schränke oder schleifen die Decke ab.
Der Eingang der Koje ist etwas versteckt und dient gleichzeitig als Regal. Anfangs entdeckten Freund:innen von uns die Tür gar nicht. Es fällt also kaum auf.
Insgesamt mag ich es zuhause gerne simpel und praktisch. Alles sollte möglichst seinen Platz haben und aufgeräumt sein. Deshalb bevorzuge ich helle, fröhliche Farben und cleanes Weiß.
Unser Wohnraum mit offener Küche ist das größte Zimmer mit einem ausklappbaren Esstisch, der als Mittelpunkt dient. Dort haben bis zu zwölf Personen Platz, sodass wir hier jeden Kindergeburtstag und jedes Familienfest feiern können.
„Für unsere Koje mussten wir im letzten Jahr extra unsere Küche umbauen.“ -
Wir hatten vorher noch eine Säule mitten im Raum stehen und an der Decke ein Oberlichtfenster. Allerdings wäre es mit der Koje zu eng geworden und wir mussten alles einmal rausreißen.
Als die Küche wieder eingebaut war, stellten wir fest, dass sich noch Löcher im Boden befinden. Die wurden bisher nicht geflickt, aber das machen wir bestimmt noch bis Weihnachten.
„Um die Kinderzimmer voll und ganz ausnutzen zu können, haben wir in allen Räumen eine Hochebene eingezogen.“ -
Leitern, Kletterstufen, Schaukeln und Hängematten bieten zudem den Kindern die Möglichkeit, sich auszutoben oder sich zurückzuziehen. Die Mädels wünschten sich damals ein Fenster zwischen den Zimmern, also haben wir ihnen eine kleine Geheimklappe eingebaut. So können sie miteinander von Zimmer zu Zimmer quatschen.
Ich mag Veränderungen, also streichen wir regelmäßig die Wände mit neuen Farben. Zum zehnten Geburtstag unserer Tochter haben wir ihr ein Kinderzimmer-Makeover geschenkt. Dabei bin ich etwas mit der Farbe eskaliert, sodass am Ende alles komplett in Flieder war. Das war zu viel und ich musste einige Stellen dann doch noch mit einem neutraleren Ton überstreichen.
Auf der Hochebene im Kinderzimmer meines jüngsten Sohnes befand sich vor seiner Geburt mein Schreibtisch und darunter stand unser Bett. Wir nannten es „mein Hochbüro“, denn ich wollte schon damals nicht in einem Hochbett schlafen und darunter arbeiten. Also hatten wir es umgekehrt. Nun gehört die Fläche meinem Sohn und ich arbeite an einem aufklappbaren Tisch im Wohnzimmer.
Da der Stauraum in unserer Wohnung etwas begrenzt ist, bewahre ich im Flur auch meine Karten, meine Papeterie und meinen Schmuck für meinen Onlineshop auf.
Unsere Katzen haben im Flur oben auf unserem Schuhschrank eine Ebene, wo sie über einen Kratzbaum hochklettern können. Und damit wir die Katzentoilette nicht sehen müssen, haben wir sie in einem Schrank eingebaut. Auf beiden Seiten sind Katzenklappen drin, sodass jede ihre eigene Toilette hat.
„Beim Bau der Wohnung haben wir uns für zwei Badezimmer entschieden – und gegen eine Vorratskammer.“ -
Statt eines Abstellraums haben wir uns lieber für zwei Bäder – ein Badewannen- sowie ein Duschbad mit kleiner Wäschekammer – entschieden. Den Wäscheständer, der nun in ein Regalsystem integriert ist, besitze ich seit meiner ersten Student:innen-WG und er kommt immer noch zum Einsatz. Sollte der Platz mal nicht ausreichen, hängen wir auch Teile über der Badewanne an einer Metallstange auf. Geht auch.
Auch aus kleinem Wohnraum kann man also mit ein paar kleinen Tricks das Maximale rausholen. Ich hoffe, wir konnten euch ein bisschen inspirieren.
Schön, dass ihr bei uns vorbeigeschaut habt.
Eure
Jana