Wonach ist dir heute?

Ich bin wütend, so richtig wütend. Irgendetwas läuft verdammt schief und ich finde nicht die richtigen Worte, um dem Ausdruck zu verleihen. Es ist der zweite Elternabend in der neuen Kita meiner dreijährigen Tochter. Die Kita im hippen, vermeintlich toleranten Hamburger Vorzeige-Antifa-Stadtteil St. Pauli war mir empfohlen worden. Sie war auch eine der einzigen Kitas, die mir die Betreuungszeiten garantieren konnte, auf die ich als alleinerziehende und vollzeitarbeitende Mutter schlichtweg angewiesen bin. Ich war noch im Ausland, als ich den neuen Job in meiner Heimatstadt zugesagt bekam. Und ich dachte, dass ich mir über Diversität auf St. Pauli keine Sorgen machen müsste. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass meine Tochter nur eines von zwei Schwarzen Kindern in einer Kita mit über 120 Kindern war. Auch jegliche andere Form von Diversität und Inklusion fand hier augenscheinlich nicht statt.

Ein Vater hatte die Erzieherinnen Wochen vor dem Elternabend darauf aufmerksam gemacht, sein Sohn hätte gesagt, nur Afrikaner würden ihren Müll auf die Straße schmeißen. Er war davon überzeugt, dass sein Sohn dies aus der Kita haben müsse, denn zuhause, so beteuerte er, würde er dies nicht zu Ohren bekommen – derselbe Vater begrüßte meine Tochter morgens öfters mit Betitelungen wie „Brownie“ oder „Schokoladenkind“, beides höchst problematische Fetischisierungen. Dieser besagte Vater bat nun die Erzieherinnen, dies irgendwie aufzuarbeiten. Und das taten sie auch. Mit viel Hingabe konzentrierten sie sich auf ein Müllprojekt, welches die Kinder wohl allesamt toll fanden.

Da sitzen wir also beim Elternabend. Die anderen Eltern – allesamt in Doppelbesetzung, alle weiß – loben das Müllprojekt mit großer Inbrunst. Sie singen quasi Lobeshymnen, unerträgliche zehn Minuten lang. Ich bin also wütend und wage es zu fragen, wie die Kita denn mit dem rassistischen Teil der Aussage des Kindes umgegangen sei.

Ja, ich habe das böse R-Wort benutzt. Um mich wird es still und mir wird heiß.

Ich als einzige Schwarze Frau, allein unter weißen Elternpaaren, habe es gewagt, den positiven Vibe zu stören. Ich fange an zu stottern. Ich versuche zu erklären, dass die Situation für meine Tochter und mich eine andere sei, da wir gerade erst aus Südafrika zurückgezogen seien. Ich artikuliere meine Sorge, dass die Kinder die Aussage auch auf meine Tochter projizieren könnten, und thematisiere, dass meine Tochter öfter gesagt bekommt, sie könne nicht „Elsa“ spielen, da sie keine blonden Haare hätte – nur eins von unzähligen Beispielen.

Dann bricht die erste Mutter ihr Schweigen und erwidert, dass ihre Tochter braune Haare hätte und demnach dann ja auch nicht „Elsa“ sein könnte. Die nächste stimmt mit ein, sie wurde als Kind auch wegen ihrer blonden Locken gehänselt. Ein Vater drängt auf die Zeit. Die Erzieherinnen sitzen überfordert da und stammeln etwas davon, dass die Kinder zu klein seien, um zu verstehen. Und dann geht es einfach weiter im Programm. Ich bin unzufrieden, fühle mich allein und hilflos. Mir wird auf einmal bewusst, dass mir die Worte fehlen, um auszudrücken, was hier gerade geschieht. Worte, um zu benennen, was mir und meiner Tochter tagtäglich widerfährt.

Sprache ist Macht.

Das war der Zeitpunkt, an dem meine Suche begann – die Suche nach den richtigen Worten. Ich landete schließlich bei einem Empowerment-Workshop für Schwarze Eltern. Geleitet von der derzeit oft zitierten und unglaublich kompetenten Autorin und Antirassismus-Trainerin Tupoka Ogette. Dieser Workshop war alles, was ich brauchte: ein geschützter Raum, in dem mir bestätigt wurde, dass das Fehlen der richtigen Worte unter anderem darauf zurückzuführen sei, dass der rassismuskritische Diskurs in Deutschland noch sehr jung ist. Viele Worte werden eins zu eins aus dem Englischen übernommen, wie zum Beispiel People of Colour (POC) – welches als Selbstbezeichnung aus der Bürger*innenrechtsbewegung der USA der 1960er Jahre stammt und deshalb nicht übersetzt wird. Oder das Wort „race“, das sich nicht einfach in „Rasse“ übersetzen lässt, sondern einen ganzen Diskurs beschreibt. Oder Mikroaggressionen, ein Begriff, geprägt durch den Psychiater Chester Pierce in den 1970ern. Dieser fasst die täglichen Sticheleien zusammen, die einem als nicht Weiß gelesene Person (als nicht weißer Mensch) widerfahren. Dieser bezeichnet den Effekt, den diese Vorfälle in ihrer Wiederholung auf die Psyche der Betroffenen haben können. Ein oft wiederkehrendes Beispiel für Mikroaggressionen ist die Frage nach der Herkunft: „Woher kommst du?“. Es ist vergleichbar mit einem Mückenstich. Ein einzelner Stich nervt, macht aber nicht viel aus.

Je mehr Stiche kommen, desto mehr machen sie einen verrückt.

Kurzum – es ist die Summe der Stiche, die den Zustand unerträglich macht.

Ich fing an zu lesen, Bücher, Artikel und Social-Media-Beiträge, und merkte in den nächsten Monate, dass ich immer sicherer wurde. Aber es war Arbeit, verdammt viel Arbeit. Ich hatte zuvor 15 Jahre im Ausland gelebt und auf Englisch war ich durch Studium und Beruf sehr gut gewappnet. Auf Deutsch fehlten mir jedoch die Begrifflichkeiten. Sprache ist Macht, das war mir schlagartig bewusst.

Zurück zum Elternabend. Endlich ist er vorbei. Die Erzieherinnen bitten mich noch zu bleiben. Überraschenderweise bedanken sie sich für meine Einwände und geben zu, unvorbereitet gewesen zu sein. Auf meinen Vorschlag hin versprechen sie, bei der nächsten Bücherbestellung auf Diversität zu achten, und fragen nach einer Referenzliste. Heute hätte ich gesagt „Google it“, aber zu dem Zeitpunkt bin ich einfach froh, dass wenigstens die, auf die es ankommt, mich zu hören scheinen, und es gibt  mir Hoffnung. Den anderen Eltern gehe ich von nun an möglichst aus dem Weg.

Ungeschützte Räume.

Aber es dauerte nicht lange und das Unvermeidliche geschah: klare rassistische Vorfälle, die ich mittlerweile auch als solche benennen konnte. Die Kinder sind  nun fünf. Ich bin auf Dienstreise in Ruanda und bekomme einen Anruf von meiner Mutter und meiner völlig aufgelösten Tochter. Kinder aus der Kita hatten behauptet, sie sähe aus wie Schokolade und hätte einen komischen Körper. Ich rede meine Tochter gut zu, stärke sie, versichere ihr, dass sie genauso, wie sie ist, richtig, wichtig und schön ist. Was bleibt mir anderes übrig?

Nach meiner Rückkehr spreche ich den Vorfall in der Kita an. Die Erzieherin fragt, was denn nun wirklich vorgefallen sei. Sie fordert, dass meine Tochter doch bitte sofort Bescheid sagen solle, da die Erzieherinnen nicht immer alles mitbekommen könnten. In einem zehnminütigen Redeschwall versichert sie mir, dass Kinder ja gar nicht rassistisch sein können.

Aus meiner Recherche weiß ich aber, Kinder können sehr wohl rassistische Bilder und Haltungen wiedergeben und projizieren.

Der viel kopierte „Doll Test“ bewies dies erstmals in den 1940er Jahren. Kenneth Bancroft Clark und Mamie Phipps Clark testeten anhand von vier Puppen, die sich nur durch ihre Hautfarbe unterschieden, wie Kinder Zuschreibungen kategorisieren und Hautfarbe bewerten. Der Großteil der Kinder im Vorschulalter, auch Schwarze, sprachen der weißen Puppe Merkmale wie „schön“ und „gut“ zu und der Schwarzen Puppe Merkmale wie „böse“ und „hässlich“.

Ich bin sprachlos – schon wieder. Augenblicklich wird mir klar, dass ich meine Tochter täglich in einen ungeschützten Raum gebe. Einen Raum, in dem sie aufgrund optischer, naturgegebener Merkmale der Möglichkeit ausgesetzt ist, ausgegrenzt zu werden. Ich lege auf und fange an zu weinen. Genau davon hatten mir viele befreundete Schwarze Eltern bereits erzählt: Institutionen, denen der Wille und die Kenntnis zur Selbstreflexion fehlen.

Schwarze Räume.

Tagelang fühle ich mich machtlos und zu schwach, um einen solchen Kampf zu führen. Ich habe in der Kita keine Verbündeten, niemanden, dem ich vertraue, niemanden, den ich nach Unterstützung fragen kann. Die „Täterkinder“ wussten nicht einmal, dass sie etwas falsch gemacht hatten. Wie auch? Erzieherinnen sowie Eltern entzogen sich ihrer Verantwortung und so lag der Auftrag einzig und allein bei mir, meine Tochter stark zu machen und dafür zu sorgen, dass sie einigermaßen unbeschädigt durch diese Zeit kommt. Sie ging nach wie vor fröhlich in die Kita, doch meine Sorgen wuchsen von Tag zu Tag. Der Erzieherin konnte ich wochenlang nicht ins Gesicht schauen. Ich zog mich zurück in mehrheitlich Schwarze Räume. Wir fuhren zum Bundestreffen der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, um wenigstens für ein langes Wochenende Mehrheitsgefühl zu erleben. Nach unserer Rückkehr gründete ich eine Eltern-Kind-Gruppe für Schwarze Menschen. Seitdem ersehne ich die Einschulung meiner Tochter, mit der Hoffnung, nicht mehr alleine zu sein.

Fällt hier etwas auf? Die seelische Erschütterung haben meine Tochter und ich erlebt. Die Kita und ihr Personal haben mich lediglich als ungemütliche Political-Correctness-Polizei abgespeichert.

Erschöpft von einem 40-Stunden-Arbeitsalltag hatte ich selten die Kraft, noch größere Kämpfe zu führen.

Etwas später bei einem Elterngespräch fand ich jedoch den Mut, meiner Enttäuschung Ausdruck zu verleihen und anzusprechen, dass das Wohlergehen meines Kindes nie im Mittelpunkt stand. Ich legte den Erzieherinnen eine Referenzliste zu Diversitätsansätzen in der frühkindlichen Erziehung auf den Tisch und ging.

Mein sehnlichster Wunsch? Mal nicht kämpfen müssen.

Warum habe ich diese Erlebnisse beschrieben? Weil ich aufzeigen will, dass fehlende Sprache einhergeht mit der fehlenden Reflexion rund um das Thema Rassismus. Mir als betroffener Person wird das Leben unglaublich schwer gemacht durch genau die fehlende Bereitschaft von weißen Menschen zu reflektieren und zu lernen, so wie ich es letztendlich auch tun musste. Sich aktiv mit Rassismus und den diversen Formen, in denen er sich zeigt, zu beschäftigen kann nicht nur Aufgabe von Betroffenen sein, denn aktiv verhindern können ihn nur weiße Menschen. Meine Geschichte ist nicht die einzige, ich kenne tausende dieser Geschichten aus Kitas und Schulen im ganzen Land.

Es reicht nicht aus, wenn sich nur Schwarze Eltern mit Sprache auseinandersetzen, um die richtigen Worte zu finden, und Wert auf Diversität in Kinderbüchern legen. Das muss von allen gemacht werden, denn es ist verdammt viel Arbeit, die nur gemeinschaftlich bewältigt werden kann. Weiße Eltern dürfen keine Mühe sparen und müssen ihren Teil dazu beitragen, damit Schwarze Kinder und Kinder of Colour geschützt werden und in einem geschützten Raum aufwachsen. Sie müssen den Anspruch erheben, dass auch ihre Kinder auf eine vielfältige Gesellschaft vorbereitet sind, diese schätzen und sich bewusst sind, dass jeder Mensch wichtig und richtig ist. Denn das Privileg, es zu kompliziert zu finden oder sich nicht damit zu beschäftigen, haben wir Betroffenen einfach nicht.

Und was hätte ich mir damals beim Elternabend sehnlichst gewünscht? Verständnis, Bestätigung, Unterstützung und verbündete Eltern. Ich hätte mir gewünscht, gehört zu werden. Am besten hätte die Elternvertretung mit der Kitaleitung über Weiterbildungen für das Personal gesprochen, denn genau so sieht wirkliche Solidarität aus. Nehmt uns diese Kämpfe doch einfach mal ab!

 

Wer mehr von Aileen sehen und hören möchte, findet sie hier auf Instagram. 

 

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Nicole 12. Juni 2020 um 08:50 Uhr

    Liebe Aileen,

    Danke! Danke für diesen Text, deine Offenheit und die Kraft die du aufbringst für dich, deine Tochter und für die gesamte schwarze Community zu kämpfen.
    Ich selber befinde mich noch am Anfang meines Weges, bin aber offen und möchte an meinem Mindset arbeiten. Mir ist meine rassistische Sozialisation total bewusst und ich schäme mich dafür.
    Noch mal danke für einen weiteren Denkanstoß!

    Antworten
  3. Ann-Kathrin 12. Juni 2020 um 08:59 Uhr

    Danke für diesen Artikel, der mich berührt und auch erschreckt hat, dass wir selbst in Erziehungsinstitutionen noch so in den Kinderschuhen stecken was den Umgang mit Diversität und Rassismus angeht.

    Antworten
  4. Gerda 12. Juni 2020 um 09:09 Uhr

    Liebe Aileen,
    vielen Dank für diesen wachrüttelnden Beitrag!

    Auch mir fehlen oft die richtigen Worte. Vor kurzem auf dem Spielplatz erzählte eine Mutter (in Anwesenheit unserer 5 jährigen Kinder) eine Geschichte von ihrer Haushaltshilfe. Es war eine normale Geschichte, in der es um die Art und Weise ging, wie sie miteinander kommunizieren würde. Also völlig harmlos. Sie endete aber mit dem Satz: „Tja, das ist halt so bei Türken, die Kommunizieren einfach anders!“. Als wäre das die Erklärung für alles Übel und das Selbstverständlichste auf der ganzen Welt. Da war ich erschrocken, erschüttert und sprachlos.

    Schon vor Ort habe ich mich für meine Sprachlosigkeit geschämt, tue es seitdem und frage mich, wie man diese „Mückenstiche“ im Alltag adressieren kann.

    Hier bin ich tatsächlich weiterhin ratlos. Sollte man die Diskussion suchen? Die andere tadeln? Das ganze auf dem Spielplatz, vor den Kinder austragen? Oder gerade wegen der anwesenden und mithörenden Kinder? Führt man als weiße Person dann eine „Stellvertreter-Diskussion“? Kann man danach überhaupt wieder zu einem friedlichen Miteinander kommen?

    Antworten
    • Sarah 13. Juni 2020 um 11:25 Uhr

      Hallo Gerda,
      Ich möchte gerne kurz auf deine Fragen Bezug nehmen aus meiner Sicht als Schwarzer Mutter.
      Ich finde jede*r (egal ob schwarz oder weiß) kann in solchen Situationen immer versuchen darüber zu sprechen, auch und gerade im Beisein der Kinder. Das ist so wichtig, damit solche rassistischen Äußerungen nicht unkommentiert oder vermeintlich richtig stehen bleiben. Gerade Kinder sind in der Lage Dinge zu hinterfragen und sich eine Meinung zu bilden – wenn ihnen andere Sichtweisen angeboten werden.
      Mir ist wichtig dass weiße Menschen nicht das Gefühl haben sie dürften sich nicht „einmischen“ oder mitreden, da sie nicht direkt von rassismus betroffen sind. Im Gegenteil braucht es alle Menschen um das Thema aufzuarbeiten. Dabei ist es wichtig dass wenn eine Schwarze Person dabei ist, dass ihr zugehört und sie bestärkt wird. Man darf aber gerne auch den ersten Schritt in die Diskussion machen, wenn die schwarze Person das nicht tut. Denn es ist ja dein Anliegen in dem Fall. Es ist wichtig dass wir zusammenstehen mit dem gemeinsamen Ziel Rassismus zu bekämpfen.
      Ob man nach der Diskussion auch wieder friedlich sein kann hängt von der Art und Weise ab wie die Diskussion verläuft und natürlich von der Reaktion der Person die die rassistische Äußerung gemacht hat. Jede*r Mensch sollte für sich einen Umgang mit solchen Situationen lernen, der zu ihm passt.

      Antworten
      • Aileen 13. Juni 2020 um 20:22 Uhr

        Danke Sarah!!!

      • Gerda Pümmel 14. Juni 2020 um 00:07 Uhr

        Liebe Sarah,
        vielen Dank für deine Antwort. Ich gebe dir vollkommen Recht. Und gerade dein Hinweis auf die Perspektive der Kinder bzw. deren Fähigkeit Dinge zu hinterfragen war für mich noch mal ein Augenöffner. Daran will ich mich für zukünftige Situationen erinnern (wie unendlich beschämend es doch ist, zu wissen, dass solche Situationen wiederkommen werden). In Zukunft will ich dann mehr hinterfragen „wie meinst du das?“ „Woher hast du diese Information?“ oder vor den Kindern klarstellen „diese Erfahrungen habe ich auch schon mit anderen Menschen gemacht, unabhängig von deren Herkunft/Kultur/Abstammung“ oder: „ich finde, dass muss man losgelöst betrachten“. Auch wenn ich die andere Mutter damit wohl nicht ändern können werde, zeige ich jedenfalls den Kindern, dass man das ganze auch anderes beurteilen kann.

  5. Katharina 12. Juni 2020 um 09:20 Uhr

    Liebe Aileen,

    wie immer wenn ich solche Berichte lese bin ich geschockt und sprachlos. Ich als weiße Frau in einer weißen Gesellschaft kann nur ansatzweise erahnen wie es Ihnen und ihrer Tochter ergeht. Wir leben im 21 Jahrhundert in einer sch so aufgeklärten Gesellschaft und trotzdem ist es in der Ausbildung von Erziehern immer noch nicht Standard mit Diversität geschult umzugehen und den Kindern zum einen in ihrer Minderheitsrolle Schutz, Unterstützung und die Möglichkeit zu geben sich unbeschwert zu entwickeln und auf der anderen Seite bei den anderen Kindern mit Vorurteilen und Klischeebildern aufzuräumen und diese zu beseitigen. Es ist schon traurig, dass von von den einen und den anderen Kindern redet. Als Mutter möchte man doch nur, dass seine Kinder unbeschwert und unbeschadet wachsen und Kind sein dürfen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und hoffe, dass die Gesellschaft aufgeklärter wird und hilft aus ihrer Tochter eine starke Persönlichkeit zu machen die sich in der Gesellschaft wohl und sicher fühlt.

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    • ChristinaInAustralien 13. Juni 2020 um 02:26 Uhr

      Die Gesellschaft sind doch aber wir alle? Da können wir lange hoffen, dass etwas aufgeklärter wird. (Hier in Australien hat der Premierminister grad verkündet, hätte es ja keine Sklaverei gegeben. Und ein Journalist ist ihm prompt zur Hilfe geeilt: er habe es halt in der Schule nicht anders gelernt. )

      Die Kinder haben ihre Bemerkungen ja von draußen mitgebracht, und beim Elternabend haben alle versagt, außer Aileen. Ja, alle: auch die, die nichts gesagt haben. Vor allem die.

      Hut ab, Aileen. Und vielen Dank für diesen Artikel. ❤️ Der Autor Ngugi wa Thiongo schreibt von decolonising the mind— die Entkolonialisierung fängt im Kopf an, in allen Köpfen…

      Antworten
    • Aileen 13. Juni 2020 um 20:26 Uhr

      Ich wünsche mir für meine Tochter vor allem das sie einfach so sensibel und unbeschwert bleiben kann wie sie ist und nicht durch gesellschaftliches Versagen dazu gezwungen wird stärker zu sein… Ich schätze ihr Kommentar aber sehr wert. Vielen Dank für’s lesen 🙂

      Antworten
  6. Micha 12. Juni 2020 um 10:38 Uhr

    Ein toller Beitrag. Danke dafür!

    Antworten
  7. Susanne Strobach 12. Juni 2020 um 10:54 Uhr

    Liebe Aileen,

    vielen Dank für Deinen Artikel! Es macht mich betroffen zu lesen, wie sehr Du mit Deiner Tochter kämpfen musst für Dinge, die für mich als weiße Mutter selbstverständlich sind.

    Ich arbeite als Logopädin seit 15 Jahren in meinem Heimatstadtteil. Hier sind deutschstämmige Kinder in Schulen und KiTas eher in der Minderheit. So auch in unserer Praxis. Das pädagogische Personal ist hier seit Jahren geschult darin, unterschiedliche Kulturen in der frühkindlichen Bildung zu thematisieren und zusammenzubringen.
    Trotzdem sind die Bilderbücher und Spielmaterialien auch in unserer Praxis meist ganz klassisch. Man kauft halt irgendwie das, was man aus der eigenen Kindheit kennt oder was einen selbst anspricht.

    Ich werde bei neuen Anschaffungen zukünftig verstärkt auf Vielfalt achten. Wenn in der Kindergruppe und im Wartezimmer die Kinder Emre, Golden und Vitali heißen, sollten sie nicht nur mit blonden Puppen und Bullerbü-Büchern beschäftigt werden.
    Doof, dass wir da nicht schon selber drauf gekommen sind!

    Viele Grüße,
    Susanne

    Antworten
    • HC Mahnke 25. Juni 2020 um 14:34 Uhr

      Ich verstehe nicht ganz: Was sind deutschstaemmige Kinder? Aileen’s Kind ist doch deutschstaemmig. Und was ist das ueberhaupt fuer eine Kategorie?

      Antworten
  8. Kathrin M 12. Juni 2020 um 10:59 Uhr

    Danke für diesen tollen Beitrag! Für alle Eltern, die ebenfalls auf St. Pauli wohnen, bzw. dort ihre Kinder in einen geschützten Raum geben wollen, kann ich den Kinderladen Maimouna e.V. empfehlen. Wie auf ihrer Website zu entnehmen ist, “wurde [er] für Familien mit Rassismuserfahrungen gegründet und arbeitet nach dem Konzept eines geschützten Raums ( safe space ) als Selbsthilfeprojekt mit Kindern aus betroffenen Familien.”
    Dennoch ist es unglaublich wichtig, dass jede*r Einzelne auch in den KiTas und Schulen, an denen Weiße Kinder die Mehrzahl sind, täglich dafür kämpft, dass Diskriminierung, Rassissmus etc. keine Chance haben.
    Mein Sohn ist momentan das einzige nicht-Weiße Kind in seiner KiTa und kann mit seinen 21 Monaten noch nicht erzählen, was ihm geschieht und was gesagt wird – mir bleibt lediglich die Hoffnung, dass er in seinem Leben nicht zu viele “Mückenstiche” über sich ergehen lassen muss.

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  9. Anica 12. Juni 2020 um 11:21 Uhr

    Vielen Dank für diesen wichtigen und so gut geschriebenen Beitrag!

    Und vor allem super, dass du, Stefanie, deine Reichweite auch für solche wichtigen Alltagsthemen nutzt, die eben nicht alle Menschen betreffen.

    Alltagsrassismus trifft auch meine Kinder und meinen Mann, täglich. Und ich bin froh, wenn dieses Thema endlich auch in den Blogs ankommt, wo viele Leser*innen vielleicht noch nicht wissen, dass Rassismus ein großer Teil des Lebens für viele Menschen ist und damit vielleicht einige Augen und Ohren öffnen kann. Sensibilisierung und Aufmerksamkeit schaffen ist so wichtig! Daher danke!

    Antworten
  10. Karin 12. Juni 2020 um 11:22 Uhr

    Dazu würde mich interessieren, warum immer noch viele Eltern rechtzeitig vor dem Erreichen der Einschulung aus dem einst coolen Wedding oder Neukölln wegziehen, damit ihr Kind eine gute Schule besuchen kann. Diversity ist toll toll toll, nur bitte nicht für die eigenen Kinder. Solange man es sich leisten kann, natürlich. Warum wohl boomen Privatschulen so?

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  11. Anne 12. Juni 2020 um 11:58 Uhr

    Liebe Aileen,
    Danke für diesen Artikel und die Thematisierung des ganzen. Ich mache mir grade auch große Sorgen um dieses Thema und habe deshalb auch eine Frage:
    Wir erwarten gerade unser erstes Kind – mein Mann ist Schwarzafrikaner. Die Reaktion von (sehr liebevollen und eigl sehr liberalen) Freunden und Familie ist in 90% der Fälle „oh das wird ja so eine süße Mischung“; „seid ihr gespannt welche Farbe es haben wird?“ und ich habe jetzt schon einige Male eine Debatte darüber angefangen, warum ich nicht möchte, dass mein Kind schon vor seiner Geburt auf seine Hautfarbe reduziert wird und warum mich diese Fragen stören. Mein Mann sieht es dagegen ganz gelassen, weil er sagt: Die Leute denken es doch eh, wenn sie es nicht sagen würden würden sie das offensichtliche nicht aussprechen, es sind ja außerdem positive Attribute (mixed Kids = always cute). Und mir fehlen einfach die Argumente warum ich das trotzdem nicht möchte, es mir weh tut und warum ich mir jetzt schon solche Sorgen mache um unser kleines. Kannst du mir da weiterhelfen? Wie macht man Menschen, die es gar nicht böse meinen klar, dass auch solche Kommentare Alltagsrassismus sind und unserem Kind weh tun können und vermutlich werden und dass Sprache Macht hat? Danke dir!!!

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    • Aileen 12. Juni 2020 um 14:56 Uhr

      Hey Anne, ich würde Dir als erstes die Facebook Gruppe Eltern Schwarzer Kinder empfehlen, da gibt es so viele Resourcen zu all den Kommentaren die Du da beschreibst. Das Dein Mann das anders sieht is auch klar, er ist ja auch mit in einer Welt sozialisiert in der Weißsein als oberstes Ziel gesehen wird. Deine unguten Gefühle sind richtig, es gibt wirklich tolle Bücher dazu ‘ Empowerment als Erziehungsaufgabe’ zum Beispiel

      Antworten
    • Kirsten 14. Juni 2020 um 14:31 Uhr

      Liebe Anne,
      mich hat schon immer die Frage:” Wird es ein Junge oder ein Mädchen?” gestört. Meistens denken diese Fragenden nicht wirklich nach, sondern wollen die Kommunikation aufbauen. Ihnen ist nicht bewußt was sie da sagen. Ich habe immer geantwortet: ” Es wird ein Kind.” In deinem Falle würde ich vielleicht eine Gegenfrage stellen.

      Antworten
  12. Andrea 12. Juni 2020 um 12:04 Uhr

    Liebe Aileen,

    Vielen Dank für Deinen Artikel und vieles – viel zu vieles – kam mir erschreckend bekannt vor.
    Ich habe vor 21 Jahren ein farbiges Kind bekommen. Die Beziehung scheiterte in der Schwangerschaft und so wuchs dieses Kind bei mir und meiner Familie in unserem kleinen Dorf auf. In einer rein weißen Umgebung. In einem Dorf, in der man mir als Kind immer gedroht hatte, der schwarze Mann würde mich holen, wenn ich nicht brav bin.
    Das Kind war noch keine zwei Wochen alt, da war das ganze Dorf schon vorbei gekommen, um einen Blick darauf zu werden – und mich zu beglückwünschen, dass der Kleine “ja gar nicht so dunkel” war. Als ob das wichtig gewesen wäre. Es ist mein Kind, und ich liebe es. Ich habe auch seinen Vater geliebt, und ich habe sehr getrauert, als die Beziehung in die Brüche ging.
    Irgendwann kam das Kind dann auch in den Kindergarten. Als einziges farbiges Kind, als einziges Kind ohne Papa. Alle waren begeistert “Ein Schokokind – wie süß!” und wollten permanent über die lockigen Haare streichen – was mein Sohn als absolut furchtbar empfand – “die fassen mich alle an”. Die Ausgrenzung war nicht wirklich feindseelig, aber es war eben eine Ausgrenzung. Mit der Hautfarbe verband man gewisse Eigenschaften – meist Sportlichkeit, Schokolade, Rhythmusgefühl. Mein Sohn ist sportlich, schmeckt nicht nach Schokolade und har ein miserables Rhythmusgefühl. Er tanzt auch nicht zu Trommelrhythmen um ein Lagerfeuer.
    Trotzdem kam das Kind mit Zukunftsvorstellungen nach Hause, die einem einen Schauer über den Rücken laufen lassen “Wenn ich groß bin, werde ich weiß.” Ganz abgesehen davon, dass das nicht geht, wäre das verdammt schade, denn das Kind ist so wie es ist perfekt. Gespräche mit dem Kindergarten verliefen mehr oder weniger im Sande. Wenn Rassismus nicht bösartig war, wurde es nicht als Problem gesehen. Und ehrlich: Ich war Studentin, alleinerziehend, ziemlich mittellos und mit mir selbst nicht fertig. Mir fehlte oft die Kraft zu kämpfen, letztendlich hätte mein Sohn wahrscheinlich eine Mutter mit mehr Power gebraucht.
    In der Grundschule war es besser. Da gab es noch andere farbige Kinder und Kinder mit überwiegend türkischem Hintergrund. Insgesamt war dort alles etwas bunter.
    In der weiterführenden Schule und bei der Berufswahl gab es keine Probleme, auch nicht im privaten Freundeskreis.
    Ich habe dann irgendwann geheiratet (einen weißen Mann), und so bekam das Kind dann im Alter von 10 Jahren einen kleinen Bruder. Die beiden verstehen sich, wie sich Geschwister nun mal verstehen – man liebt sich, man kebbelt sich, man zankt sich und verträgt sich. Der kleine Bruder kam mit 4 Jahren aus dem Kindergarten, ganz erstaunt “Du, Mama, mein Bruder hat dunkle Haut.” Bis dahin war es ihm nicht aufgefallen, dass irgendwas am Bruder “anders” sein sollte. Der Bruder ist eben der Bruder. Der Kindergarten halt.

    LG,

    Andrea

    Antworten
  13. Blundell 12. Juni 2020 um 13:42 Uhr

    Really hope that this reaches the right people.

    Lots of love all the way from South Africa

    Antworten
  14. Bente 12. Juni 2020 um 19:55 Uhr

    Liebe Aileen,
    danke für deinen erhellenden Beitrag! Ich arbeite als päd. Fachberatung für Kitas und ich brauche ganz viel Input – es gibt in dem Bereich noch soooo viel Entwicklungspotenzial – oft sind die Pädagog*innen so festgefahren. Wir brauchen Multiplikatoren – wir brauchen „Laute“ im doppelten Wortsinn.
    …und ich brauche jemanden der mich dabei an die Hand nimmt.
    Herzlichst, Bente

    Antworten
  15. Petra von FrauGenial 12. Juni 2020 um 20:29 Uhr

    Ich kann mich nicht ansatzweise vorstellen, wie es in Dir vorgeht, was es doch für ein Kampf ist, und das immer wieder auf das Neue auszutragen. Sich zu widerholen, für sich und vor allem seine Tochter einzustehen. Immer wieder dran zu bleiben. Man bekommt sowas immer wieder mit, hat aber nie richtig Zeit es herauszufiltern, was da vor sich geht..rückblickend gab es einzelne Situationen, in der ich nicht richtig nachgedacht habe…danke für deine Erfahrung, die auch mir sehr weiterhelfen, um mich noch viel, viel intensiver mit dem Thema auseindnerzusetzen.

    Antworten
  16. Birte 12. Juni 2020 um 21:25 Uhr

    Liebe Aileen!

    Danke für Deinen wichtigen Beitrag. Kinder können rassistisch sein. Etwas anderes anzunehmen ist naiv. Mein Sohn ging in einen katholischen Kindergarten mit einer großen nigerianischen und ghanaischen Gemeinde. Schwarze Kinder waren immer Teil seines Kitaalltags. Irgendwann beschwerte er sich über einen Jungen aus der Gruppe und führte es auf seine Hautfarbe zurück. Da musste ich schlucken und fing ein langes Gespräch über Rassismus mit ihm an. Unangenehm, aber absolut notwendig. Ich wünsche mir mehr Dialog und hoffe, dass wir die jetzige Situation wirklich langfristig dafür nutzen.
    Herzlichen Dank, Birte

    Antworten
  17. Carla 13. Juni 2020 um 10:03 Uhr

    Ich danke herzlich für den persönlichen Einblick und “revanchiere” mich, indem ich diesen Artikel künftig in der Ausbildung für ErzieherInnen einsetze.

    Antworten
    • Aileen 13. Juni 2020 um 14:00 Uhr

      Boah…. Ich bin platt. Wie toll !!!

      Antworten
      • Carla 13. Juni 2020 um 15:22 Uhr

        Sehr gerne:-)

        Weißt du, die Thematik findet sich natürlich im Lehrplan (zumindest in Baden-Württemberg), dennoch gibt es wie immer diesen Graben zwischen “Theorie” und “Praxis”. Deine Perspektive als Mutter ist nun für den Unterricht besonders gut.

  18. Nadine 13. Juni 2020 um 14:34 Uhr

    Was ich noch ergänzen möchte ist, dass es auch kein Schutz ist in multikulterellen Kitas oder Stadtteilen zu leben. Das heißt nicht automatisch, dass es keinen Rassismus, keine Ausgrenzung gibt. Dieses Vorurteil begegnet mir immer wieder, und dem ist leider nicht sol.
    Ich arbeite in einer Kita und wir erleben immer wieder Rassismus von Kindern, die aus einer “deutschen” Sicht ebenso “Ausländerkinder” sind. Die auch keine weiße Hautfarbe haben. Die aber v.a. Kinder mit Schwarzer Hautfarbe abwerten. Sie nicht anfassen wollen.
    Ich kann für meine Gruppe sagen, dass meine Kolleginnen und ich das nicht unkommentiert lassen und sehr, sehr deutlich unsere Meinung dazu sagen, auch wenn wir mit Sicherheit auch weiteren Lernbedarf haben. und vielleicht hier und da auch was “falsch” machen.
    Die Aileen alles Gute!

    Antworten
  19. Lilly 13. Juni 2020 um 15:20 Uhr

    Wo fängt Ausgrenzung an und wo hört sie auf? Wir haben, aus meiner Sicht, ein allgemeines Problem mit Sprache, mit dem Ton und mit einfach schlechten Benehmen! Menschen können sich ungestraft über andere äußern, bis hin zur Bedrohung mit dem Tod.

    Schon als kleines Kind wurde mir bewusst, dass mit mir was nicht stimmen kann. Nein es ist nicht die Hautfarbe, aber ich überragte alle anderen Kinder. Lange Latte (Lattchen), eine lange Dürre wird kommen, wie ist die Luft da oben, kannst du aus der Dachrinne trinken usw. Erwachsene die mich mit Gleichaltrigen zu Schule gehen sahen, vermuteten, dass ich wohl sitzengeblieben sein musst. Leider hatte ich keinen Zuspruch von meinen Eltern, ich war einfach immer die Große. Ich bin 184 cm groß. Immer wieder zu hören, das ich aber schon sehr groß bin, finde ich zum schreien dämlich, als ob ich es noch nicht bemerkt

    Eine Nachbarin sprach mich an, warum mein Sohn immer mit den kleinen Kindern spielt, weil er so alt war wie die “kleinen” Kinder, er ist 203 cm groß.

    Alles vermeintlich Andersein wir kommentiert, selten angenehm für die Betroffenen.

    Antworten
    • Therese 13. Juni 2020 um 17:13 Uhr

      Und jetzt einfach noch mal ihre Erfahrungen x1000 rechnen. Ich finde es höchst problematisch, dass sie sich und ihre Erfahrungen, die offensichtlich keine rassistischen sind, unter so einem Post in den Mittelpunkt zu stellen. Ja – sie hatten sicherlich keine einfache Zeit und das hat sie sicher emotional getroffen, aber das nur ansatzweise mit dem zu vergleichen, was Schwarze Menschen und POC – und in dem Fall Aileen – beschreiben, ist einfach unangebracht.

      Antworten
  20. Lilly 13. Juni 2020 um 18:22 Uhr

    Therese, es gibt keine Menschenrassen, da fängt es schon mal an.

    Es ist eine Ausgrenzung von Menschen und das findet überall statt! Es wäre falsch, wenn wir diese Entwicklung zum Hass nur auf eine Gruppe von Menschen reduzieren!

    Antworten
    • Sonja 13. Juni 2020 um 19:51 Uhr

      Es geht um rassistische Äußerungen und weiße Menschen können keinen Rassismus erfahren. Indem sie nicht anerkennen wollen, dass nicht alle gleich sind, blockieren sie das sich etwas ändert. Mit ihrer Aussage machen sie es nicht anders, als die Eltern auf dem Elternabend. Ich kann ihnen nur empfehlen sich mit der Thematik näher zu beschäftigen….

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  21. Sonja 13. Juni 2020 um 19:10 Uhr

    Es wäre falsch den Rassismus nicht sehen zu wollen! Wir sind nicht gleich und es gibt kein Rassismus an weißen Menschen. Ihr Beispiel ist gleich zusetzen mit dem Elsa Kommentar, der weißen Eltern auf dem Elternabend. Nehmen Sie es nicht als Kritik, sondern als eine Aufforderung sich auf die Reise zu machen und sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen.

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  22. Franzi 13. Juni 2020 um 20:51 Uhr

    Danke für den Artikel und dass ihr das Thema auch hier aufgreift! Hat mir den Anstoß gegeben es in unserer Kita mal zu thematisieren: hautfarben, sprachen, diversität, klein , groß, schwarze Haare, rote Haare es wäre doch einfach schön wenn unsere Kinder erleben dass sie toll sind genau wie sie sind und es toll finden, dass andere anders toll sind.

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    • Sonja 13. Juni 2020 um 21:26 Uhr

      Dazu müssen wir weißen Menschen (Eltern) akzeptieren, dass wir nicht alle gleich sind. Wenn du willst das deine Kinder, keine rassistischen Weltbilder weitergeben, müssen wir uns über unsere weißen Privilegien bewusst werden. Rassismus erkennen lernen isr nicht immer einfach als weißer Mensch – da muss man sich intensiver mit ihm beschäftigen. Wir können fast nicht rassistisch Handeln, da wir in einer rassistischen Welt leben und das schon über mehr als 400 Jahre.

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    • Aileen 13. Juni 2020 um 21:43 Uhr

      Das freut mich 🙂

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    • Zoe 14. Juni 2020 um 23:54 Uhr

      This is so well written! We have had identical experiences here in the UK. Especially with schools. And just like you mentioned the dismissive, inadequate responses from school staff and other parents… That feeling you describe of leaving your child in an ‘unprotected room’ every day you drop them off resonates so much….

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  23. Sigrid 15. Juni 2020 um 14:06 Uhr

    Danke für die vielen Denkanstösse.

    Ich hatte neulich schon gegoogelt, versprochen, bin aber nicht fündig geworden (ausser zwei Büchern aus der Little People Reihe).

    Kannst Du uns vielleicht Kinderbücher zu dem Thema empfehlen? Ich würde mich gern mit meinen Kindern auf diese Weise auseinander setzen.

    Den Umstand, dass ich trotz intensiver Suche nichts finden konnte, werte ich auch als ein Signal…

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    • Aileen 16. Juni 2020 um 09:37 Uhr

      Ich bestelle die meisten Bücher über Tebalou.de die haben eine tolle Auswahl. Auf dem Ohhhmhhh instagram kanal gibt es unter den Highlights die Story die ich aufgenommen habe. Da empfehle ich ‘Das kleine Wir’ und ‘ Nelly und die Berlinchen’. Die waren bei uns ganz hoch im Kurs. Ansonsten lesen wir viel auf Englisch und da ist die Auswahl tatsächlich viel größer.

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    • Christiane 25. Juni 2020 um 10:54 Uhr

      Die Schnetts und die Schmoos finde ich auch wundervoll zu dem Thema. Auch wenn die Protagonisten blaue und rote Außerirdische sind. 🙂

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  24. Indra 17. Juni 2020 um 09:41 Uhr

    Danke für den Artikel, Aileen, und für die Schilderung der Zustände und deiner Reflexionen.

    Ich bin selbst PoC und habe Kinder (inzwischen größer), die teils PoC sind und teils, äusserlich heller und damit als weiß geltend, aus nächster Nähe Rassismus gegenüber ihren Geschwistern und Familie miterlebt haben.

    Einen ganz wesentlichen Punkt finde ich die Einsamkeit mit den Erfahrungen und der Sorge um das Kind, direkt neben der fröhlichen Unbelecktheit der hellhäutigen Menschen.

    Es wurde deine Aufgabe, dich um die Weiterbildung der Kita zu kümmern. Erst wenn es die Aufgabe aller Menschen wird, und sich Menschen nicht mehr wohl und unbeteiligt fühlen, wenn neben ihnen jemand ausgegrenzt und abgewertet wird, kann sich wirklich was verändern.

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    • Nico 24. Juni 2020 um 00:29 Uhr

      Für meine Frau und mich ein Beitrag wie er passender nicht hätte kommen können!!!

      Liebe Aileen,

      vielen Dank für deine klaren und offenen Worte! Sie sind so wichtig und ich hoffe, dass sie dazu beitragen, dass unsere Kinder in Zukunft besser geschützt sind.

      Unsere Tochter kommt im August in die Kita. Hier in unserem Kiez in Berlin ist es wahrlich nicht leicht einen Kitaplatz zu finden. Umso glücklicher waren wir, als wir die Zusage einer recht renomierten Kita bekommen haben. Auf dem Infoabend wurde uns schon gesagt, dass wir unbedingt in die Bewerbung schreiben sollen, dass unsere Tochter eine dunklere Hautfarbe hat, da sie die Gruppen diverser haben möchten. Dies haben wir getan und haben den Platz prompt bekommen.
      Als meine Frau vor einigen Wochen den Kitagutschein vorbeibrachte, schrie die Kitaleiterin bei ihrem Anblick begeistert über den gesamten Flur: “Ohhhh eine schwarze Mutter!!!!”. Als wir dann vor 2 Wochen zur Vertragsunterschrift beide vorbeikamen, fand die Kitaleiterin amüsant, dass meine Frau eine schwarze und ich eine weiße Maske trugen und meinte, dass wir das ja gut abgestimmt hätten. Hinzu kamen noch 1-2 Bemerkungen, in denen die Hautfarbe unnötigerweise thematisiert wurde.
      Als wir draußen waren, haben wir uns entschlossen, dass ich nochmal reingehe und ihr mitteile, dass wir mit einem unguten Gefühl aus dem Gespräch gegangen seien. Ich führte an, was uns aufgestoßen sei und dass wir nicht wollen, dass die Hautfarbe und somit das “anders sein” ständig thematisiert werden müsse. Sie entgegnete mit einer Art Schutzhaltung.
      Im Nachhinein sind wir dankbar, dass das Gespräch nach hinten losgegangen war, da wir uns sofort um einen anderen Kitaplatz bemüht und den auch gefunden haben. In der neuen Kita gibt es sogar Schwarze Erzieherinnen und die Diversität gilt als selbstverständlich.
      Ich hatte das Bedürfnis nochmal mit der anderen Kitaleiterin zu reden und ihr den Wechsel persönlich mitzuteilen. Es tat mir und meiner Frau gut, dass sie eingestand sich “daneben benommen” zu haben. Ich hoffe beim nächsten Schwarzen Kind sind sie sensibilisierter.

      Dein Text bestätigt uns noch einmal in unserem Handeln und zeigt uns, dass man gar nicht sensibel genug sein kann rund um dieses Thema! Ich muss gestehen, dass ich das als weißer Mann erstmal lernen musste.

      Ich wünsche Dir und deiner Tochter alles Gute!!

      Liebe Grüße
      Nico

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      • Aileen 25. Juni 2020 um 08:35 Uhr

        Das freut mich sehr und gut gemacht. Ich glaube Bauchgefühl sagt uns so viel. Überlege Mal was Dein Kind hätte aushalten müssen in der Kita… Viel Glück mit eurem Kitastart.

  25. Philipp 23. Juni 2020 um 21:19 Uhr

    Grüße aus dem im Verhältnis zu StP doch ziemlich bürgerlichen Lokstedt.

    Unsere Tochter war in einer französich/deutschem KiTa. Dort waren die hellhäutigen Kinder oft in der Minderzahl. Obwohl wir Rassismus und Ressentiments zwischen den Erzieherinnen und Erziehern mitbekommen hatten (französische Kolonialgeschichte…), war es zwischen den Kindern meist ruhig.

    Den Kindern fallen die Phänotypen auf, und sie thematisieren das. Soweit, so gut, wenn daraus keine Erniedrigungen entstehen. Das konnte ich nicht erkennen.

    Wir Hellhäutigen haben hier nie eine Form der Missachtung, Erniedrigung oder andere Formen der phänotypischen Grenzüberschreitung erdulden müssen. Und das macht uns gewissermaßen blind für die Zustände derer, die ganz offenen Rassismus aus ihrem Alltag kennen.

    Ich weiß nicht, wie sich das anfühlt. Ich finde es zutiefst ungehörig und verletzend, aber ich kenne diese Verletzung selber nicht. Alles, was ich darüber weiß, ist abstrakt. Ich muss es aus jugendlichen Erfahrungen mit Macht und Machtmissbrauch übertragen, sozusagen mein “emotionales Gedächtnis” bemühen. Das ist bestimmt nicht das gleiche.

    Macht das diejenigen, die soetwas erleiden, zu geborenen Experten? Wohl kaum: Diese Erfahrungen sind nicht vermittelbar, nur erlebbar, und das wünsche ich auch niemandem.

    Noch schräger finde ich das blinde Aufstellen von Regeln zur Wortwahl. Es trifft die Sache nicht, und es verhindert überhaupt nicht das Zutagetreten von Rassismus.

    Wir müssen miteinander reden, uns begegnen, die Übertragung aus der Empathie heraus abwarten. Dadurch kann ein Gespür für angemessenes Verhalten entstehen.

    “It does not have to be like this. All we have to do is make sure we keep talking.” – Stephen Hawking

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  26. Norbert 23. Juni 2020 um 22:57 Uhr

    Es gab vor kurzem, ich glaube auf Spiegel Online, einen Artikel, in dem die weißen Menschen aufgefordert wurden, ihre eigenen Gedanken oder Impulse zum Thema Rassismus zu reflektieren. Einige haben wohl begriffen, dass das auch für das eigene Persönlichkeitsverständnis eine wichtige Erfahrung sein kann, viele haben es aber leider als überflüssig oder unsinnig bezeichnet, so nach dem Motto “das ist doch nicht unser Problem”. Es ist leider sehr schwierig, deutlich zu machen, dass man als weißer Mensch meist überhaupt nicht nachfühlen kann, wie es Schwarzen Menschen in unserer weißen Gesellschaft geht. Einige Kommentatoren hatten Erfahrung in Asien gemacht und haben berichtet, wie sie sich als Weißer unter lauter Asiaten gefühlt haben – immerhin ein Ansatz von Verständnis. Wie ihr aus meinem Kommentar ersehen könnt, habe ich mich zumindest um Reflexion “bemüht” – es ist aber noch viel mehr Arbeit, seine eigenen tiefsitzenden “selbstverständlichen” Vorurteile zu erkennen und irgendwann abstellen zu können.

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  27. TSeral 24. Juni 2020 um 02:23 Uhr

    Liebe Aileen,
    danke für den Artikel. Ich selbst bin zwar weiß und habe Ausgrenzung wegen meiner Hautfarbe nicht erlebt, aber ich fühle mich durch die gegenwärtige Diskussion von Diskriminierung auch an meine Kindheit erinnert. Ich wurde diskriminiert weil meine Mutter alleinerziehend und arm war, und wir deswegen nicht in die schöne heile Welt der glücklichen Mittelstandsfamilien gepasst haben. Die Texte über Rassismus geben mir damit irgendwie auch zum ersten Mal eine Sprache, über meine Erlebnisse nachzudenken – auch wenn natürlich viele Dinge trotzdem unterschiedlich sind. Danke für den Artikel!

    Antworten
  28. Wiebke 24. Juni 2020 um 08:38 Uhr

    Liebste Aileen,

    hier vielleicht ein kleiner Lichtblick: Wenn du meinen Sohn fragen würdest gäbe er Dir eine kurze und knappe Antwort: Es gibt nicht schwarz nicht weiss, nicht Mann noch Frau. Es gibt nur eins und das ist der Mensch. Sie haben alle das gleiche Herz in sich schlagen. Ich wünsche dir und deinem wunderbarem Mädchen alles Gute♥️

    Antworten
    • Anne 28. Juni 2020 um 11:51 Uhr

      Liebe Wiebke,
      ich finde es wichtig, dass Sie Ihrem Sohn in erster Linie die Würde vor dem Menschen beibringen. Aber falls Ihr Sohn Weiß ist: Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass er nicht die Augen davor verschließt, dass Weiße Menschen in unserer Gesellschaft enorme Vorteile genießen. Sich dann einfach nur zurückzuziehen und zu sagen: “Ich sehe keine Hautfarbe, ich sehe nur den Menschen!” wird der Situation der PoC in Deutschland und überall auf der Welt nicht gerecht. Wir Weißen Menschen haben die Aufgabe, nicht nur keine Rassisten zu sein, sondern uns aktiv zu solidarisieren und bewusst Anti-Rassisten zu werden.

      Antworten
  29. george 24. Juni 2020 um 12:07 Uhr

    Ein richtiger schöner Ton ! Danke! Und es ist so schwierig bei kleinen Kindern damit umzugehen.
    Mir fehlen in der öffentlichen Reflexion
    Überlegungen wie Rassismus gibt es nicht ! Da es ja keine Rassen gibt !
    Eine rassistisch Ideologie schon und die hat unsere eu Geschichte deutlich geprägt …und das Selbstverständnis der Menschen hier und dort…Fanon sagt es gibt den Schwarzen nicht, denn Weissen natürlich auch nicht !
    Das ist ein guter Anfang ! Ich hasse es, wenn meiner Tochter gesagt wird, sie habe eine schöne (Mischlings) Farbe!
    Wie gehen wir mit Fremdheit um,?mit Anders aussehen…?.mit neuem anderen Vehalten..?..da gibt es soviel zu experimentieren zu lernen
    Gruss aus einer karibischen Insel

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  30. Christiane David 24. Juni 2020 um 20:25 Uhr

    Liebe Aileen, ich bin fassungslos. Nicht mal so sehr über die Erlebnisse, die ihr machen musstet, dass es alltäglichen Rassismus überall gibt, weiß ich. Aber dass niemand mit dir aufgestanden ist. Auf St. Pauli. Alles nur pseudo, man möchte ko***n.
    Es sollte eigentlich nicht nötig sein, deine Tochter sollte in ihrer Kita einen geschützten Raum vorfinden, aber wenn du über einen Wechsel nachdenkst: in der Blücherstraße (Altona-Altstadt) gibt es die Kita Taka-Tuka-Land, geöffnet von 7-18 Uhr, die wirklich divers und integrativ ist.
    Im Übrigen ist auf dem Spielplatz beim Festland oft eine größere Gruppe Eltern schwarzer Kinder unterwegs, insgesamt ist dieser Spielplatz sehr divers. Vielleicht sehen wir uns dort einmal. 🙂
    Ich wünsche dir und deiner Tochter von Herzen alles Gute!

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  31. Holger Henke 24. Juni 2020 um 22:35 Uhr

    Das war ueberfaellig! Deutschland ist ja – wenn es das ueberhaupt jemals war – schon seit Jahrzehnten nicht mehr nur das einfach “weisse” Land mit ein paar hundert Tausend “Gastarbeitern” aus anderen europaeischen Laendern. Es wird also langsam Zeit, sich endlich einmal offen, ehrlich, und selbstkritisch mit dem “Anderssein” auseinanderzusetzen, so schmerzlich und schwierig das auch bislang sein mag. In diesem Dialog inbegriffen muss auch die deutsche Kolonialreschichte in Afrika beinhaltet sein. Danke fuer diesen Beitrag, Eileen, und die Pionierarbeit, die Du in dieser Hinsicht leistest. BLM! Willkommen im 21sten Jahrhundert!

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  32. Eva Zerhoch-Jah 25. Juni 2020 um 18:43 Uhr

    Liebe Aileen,
    Dein Bericht ist sehr treffend. Derzeit kommen Stimmen Betroffener wenigstens mal an die Öffentlichkeit.
    Ich wundere mich immer wieder über die fehlende Sensibilistät und die fehlende Empathie weißer Mitmenschen. Stattdessen Abwehr und wirre Rechtfertigung.
    Es muss strukturelle Veränderungen vorallem dahingehend geben, dass z.B. die Erzieherschaft divers wird und z.B. die Leitung eine andere Hautfarbe als weiß hat. die weiße Dominanz muss durchbrochen werden.
    Dann erübrigen sich mühsame Erklärungen ( die auch immer von den Betroffenen erwartet werden!!!!). Dann erleben die Kinder tägliche Gleichwertigkeit.

    Antworten
  33. Ana Delgado 27. Juni 2020 um 00:48 Uhr

    Liebe Aileen,
    Ich werde bald 59 Jahre alt und fest entschlossen, mich für die Namensänderung eines Biskuits einzusetzen. Bolacha Mulata wird in Portugal produziert, anscheinend hat sich bis jetzt niemand gemerkt wie verletzend dieses Wort ist. Die Fabrik liefert weiter, Supermarktketten haben „kein Problem damit“. Ich war entsetzt und beschämt als mir eine Flugbegleiterin, September 2019, ein Päckchen Bolachas Mulata überreichte. Ich kannte die nicht. Bis jetzt habe ich keine sichtbaren Resultate erzielt, nur 1 Online Shop hat auf diese Biskuits verzichtet. Ich bleibe daran. Unter anderem, weil die Fabrik das Sortiment erweitert hat und explizit „Kids“ anspricht, Bolacha Mulata Kids. Die Kids lernen dadurch dieses Wort zu benützen und nicht weisse Kinder täglich zu stigmatisieren. Ich bleibe daran und hoffe, dass viele Menschen sich gegen Rassismus aktiv einsetzen!

    PS, ich wurde selber als Teenager, täglich auf dem Schulweg als Mulata beschimpft

    Viel Kraft und Zuversicht!

    Antworten
  34. Anne 28. Juni 2020 um 11:45 Uhr

    Liebe Aileen,
    auch von mir herzlichen Dank für den Artikel. Ich bin ebenfalls Weiße Mutter und setze mich im Moment viel mit dem Thema Rassismus auseinander. Meine Tochter ist erst 13 Monate alt, aber ich versuche schon ihr Spielumfeld hier zuhause so zu gestalten, dass sie Diversität als die Normalität wahrnimmt, die es auch ist. Ich achte verstärkt auf meine Sprache, ertappe mich immer weider bei rassistischen Denkmustern (so etwas wie der kurze Gedanke: “Der*die spricht aber gut Deutsch!” o.ä. …) und möchte sie aktiv überwinden.
    Artikel wie Ihrer zeigen mir erneut, wie unbedingt notwendig das ist. Ich hoffe sehr, dass die aktuelle Entwicklung der Black Lives Matter-Bewegung auch in Deutschland wirkliche Verönderungen anstößt.
    Danke für Ihre Offenheit!

    Antworten
  35. Berthold Seeger 10. Juli 2020 um 23:15 Uhr

    Sehr geehrte Frau Puhlmann,
    Eben habe ich das “Nachtcafe” gesehen mit Ihrem sehr beeindruckenden Bericht . Herzlichen Dank für Ihren Mut, Ihr Beisiel für mich und viele “weiße” Menschen. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft, Kreativität und berechtigte Hoffnung.
    Alles Gute für Sie und Ihre Tochter und freundliche Grüße
    Berthold Seeger

    Antworten
  36. Wolfgang Meier 11. Juli 2020 um 03:53 Uhr

    Liebe Aileen, herzlichen Dank für ein immerfort lohnendes Lebenselexier, das uns allen gut tut. Offene Kommunikation und immer die Fakten benennen ist manchmal sehr schwer, bringt aber langfristig nur positive Ergebnisse. Ihre Tochter erfreut sich eines prima Vorbildes. Sie tragen Mandelablut in sich. Mirjam Makeba wollte auch mit ihren Liedern immer die Menschen einen. Weiter so, Sie sind unsagbar wertvoll auch für die Nachwelt. Denn alle haben nur ein schönes Leben, wenn wir friedlich zugewandt füreinander da sind. Auch die Schulzeit Ihrer Tochter wird sich durch Ihre Art ,mit den Dingen umzugehen, ein toller Erfolg. Viel Glück und alles Gute Wolfgang

    Antworten
  37. Thomas Strubel 13. Juli 2020 um 08:00 Uhr

    Liebe Frau Puhlmann,
    Ihr Auftritt in der Sendung von Michael Steinbrecher war top.
    Sie sind eine ganze starke Frau – von Ihnen kann man wirklich nur den Hut ziehen. Wenn es in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft mehr Menschen mit Ihren Charaktereigenschaften gäbe, wäre mir um die Zukunft nicht bange. Alles Gute für Ihre Zukunft

    Antworten

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