Wonach ist dir heute?

Ihre Todesanzeige hat sie schon mal fertig. Dabei ist Alexandra Reinwarth kerngesund. Sie hat die Anzeige trotzdem geschrieben. Das war Teil ihres Experiments: Was würde ich tun, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte? Darüber hat die 46-Jährige das Buch Das Leben ist zu kurz für später (*Affiliate Link) geschrieben. Mein Mann hat es mir zu Weihnachten geschenkt. Erst habe ich ihn entsetzt angeschaut und es dann nicht mehr aus der Hand gelegt. So schlau und spannend schreibt Alexandra Reinwarth darüber, wie wir glauben, ewig Zeit für alles zu haben.

Pustekuchen.

Wir haben mit der Familie schon unterm Weihnachtsbaum angefangen zu überlegen, was wir dieses Jahr gern realisieren würden, was uns wirklich wichtig ist. Die Umsetzung läuft. Alexandra Reinwarth ist da schon viel weiter. In unserem Gespräch erzählt sie, was sie bereits alles verändert hat in ihrem Leben. So ist sie zum Beispiel mit ihrem Freund auseinander gezogen. Trotz gemeinsamen Kindes. Sie wünschte sich mehr Zeit für sich und so würde man auch gemeinsam wieder viel bewusster miteinander umgehen, erzählt sie in unserem Gespräch. Ihren Job hat sie ebenfalls gekündigt und ein Haus gekauft, in dem sie gern ein Bed & Breakfast eröffnen möchte. Auch viele kleine Dinge hat Alexandra in ihrem alltäglichen Leben verändert. So spricht sie nur noch selten übers Wetter, dafür lieber über Themen, die wirklich ihr Herz bewegen. Ob mit Fremden oder Freunden.

Mich lässt ihr Buch und auch unser Gespräch immer wieder im Alltag innehalten und meine Entscheidungen überdenken. Ich warte jetzt lieber noch einen Tick länger, bis ich Dinge zusage. Stelle mir tatsächlich oft die Frage: Würde ich das auch tun, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte?

Natürlich ist das Thema makaber und es soll auf keinen Fall die Gefühle verletzten von denen, die tatsächlich nicht mehr lang zu leben haben oder jemand Geliebtes beim Sterben begleiten. Gerade für die, die in aussichtslosen Situationen stecken und alles geben würden für noch mehr Zeit, sollten wir uns daran erinnern, wie wichtig es ist, jetzt zu leben. Und zwar so, wie wir es wirklich gern möchten.

Jetzt bin ich sehr gespannt, wie ihr diese Podcastfolge findet. Wie immer findet ihr sie ab heute auf ItunesSpotify und Soundcloud.

Viel Spaß bei dem Gespräch!

 

In dieser Folge stelle ich in einem Werbespot das Buch Less Meat, Less Heat. Ein Rezept für unseren Planeten (*Affiliate Link) aus dem Claudius Verlag vor. Darin ist die leidenschaftliche Rede von Paul McCartney abgedruckt, der seit über 40 Jahren Vegetarier ist und daran erinnert, dass schon mit einem fleischlosen Tag die Woche viel bewegt werden kann in Richtung Klimakatastrophe. Das Buch hat nur 72 Seiten, kostet 12 Euro, ist hübsch illustriert und liest sich so weg. Perfekt für alle, die gerade anfangen, sich für das Thema zu interessieren oder die man gern sanft darauf stoßen würde. Ich werde es meinen Eltern schenken, die Paul McCartney sehr verehren. Genau wie ein gutes Stück Fleisch. Das Buch eignet sich auch toll als Gastgeschenk, zum Beispiel für einen vegetarischen Abend mit Freunden. Die Rezepte dafür liefert Paul McCartney nämlich auch gleich mit.

 

Ich freu mich wie immer sehr auf euer Feedback!

Herzlich,

Steffi

Foto – NeONBRAND

  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Eva 1. Februar 2019 um 09:42 Uhr

    Liebe Steffi,

    wie großartig, dass du immer wieder genau die Themen triffst, mit denen ich mich aktuell auch beschäftige!

    Im vergangenen Jahr habe ich mich sehr in meinem Job gequält, wusste aber auch nicht, was ich sonst machen sollte. Also habe ich viele Gespräche geführt, viel recherchiert, Coachings in Anspruch genommen und mich zum Schluss für eine berufsbegleitende Weiterbildung entschieden, die ich im Februar beenden werde. Aktuell bin ich dabei, ein großes Netzwerk in dem neuen Aufgabengebiet zu knüpfen, in dem ich hoffentlich auch bald einen Platz finden werde. Ein halbes Jahr habe ich mir noch gegeben (bis 30.6.), dann werde ich meinem aktuellen Arbeitgeber den Rücken kehren, im Zweifel auch ohne neuen Job in der Tasche – und das habe ich auch schon unserem Management mitgeteilt, damit ich bloß keine Kehrtwende mache.

    Heute Morgen ist mir klar geworden: Wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte, würde ich nicht nur nicht auch nur einen einzigen Tag in meiner aktuellen Stelle verbleiben. Ich wäre sogar bereit, Geld dafür zu bezahlen, dass ich sofort gehen dürfte. Wenn das mal nicht die Bestätigung für eine richtige Entscheidung ist!

    Ganz herzlichen Dank dir, liebe Steffi, für die wunderbaren, interessanten, herausfordernden, augenöffnenden Inhalte deines Blog-Magazins!
    Viele Grüße
    Eva

    Antworten
    • Steffi 1. Februar 2019 um 12:21 Uhr

      @Eva: Liebe Eva, wow! Und: Genau so! Warum warten, wenn man weiß, was man tun möchte. Das lähmt nur, statt loszulegen. Ich kenn das so gut. Und ich halte es immer, immer, immer wieder mit Hermann Hesse: Mut wird belohnt! Ganz viel Spaß mit den herrlich kribbeligen Gefühlen & ich freu mich sehr, dass du hier liest! Herzlich, Steffi

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  3. Katharina 1. Februar 2019 um 12:57 Uhr

    Vielen Dank für die Buchempfehlung, das Hörbuch von Frau Reinwarth höre ich gleich bei Spotify, danke für die Inspiration & ein schönes Wochenende, Katharina

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  4. Julika 1. Februar 2019 um 13:55 Uhr

    Hallo Steffi, ja, ich sehe das auch so: gerade für die, die gerne mehr Zeit gehabt hätten, sollten wir uns unser Leben so richtig schön machen. Da denke ich seit mein Papa gestorben ist viel drüber nach. Er hat selbst am Schluss noch gesagt, dass er ein gutes Leben hatte. Ich finde, das ist ein schönes Ziel: sich selbst immer wieder zu hinterfragen und dann hoffentlich auch bestätigen zu können: ich habe ein gutes Leben.
    Viele Grüße! Julika

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  5. Kathrin 2. Februar 2019 um 12:02 Uhr

    Ich denke tatsächlich schon immer ein bisschen so in dieser Richtung, ich versuche das zu machen was mir am Wichtigsten ist, jedes Jahr überlege ich neu, was wollen wir dieses Jahr erleben und was will ich beruflich erreichen. Die wichtigsten Sachen kommen dann immer als erstes, nach dem Motto wenn morgen die Welt untergeht was will ich unbedingt sehen, machen, erreichen (natürlich immer unter dem Bezug auf das was machbar ist) Jeden Monat schaue ich was ansteht, was ist wichtiger, was muss ich sehen , unternehmen, erledigen und was ist nicht so wichtig, so wird dann der Monat geplant. Hat man was nicht geschafft wird es auf den nächsten Monat geschoben oder die nächsten Ferien. Das Buch hört sich deshalb sehr interessant für mich an.
    Viele Grüße Kathrin

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