Wonach ist dir heute?
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Ich oute mich hiermit: Hallo, ich bin Alexa und ich habe Angst vorm Autofahren. Danke fürs Klatschen. Vielleicht geht es der ein oder anderen von euch auch so. Ganz bestimmt sogar, denn laut Experten leiden bis zu vier Millionen Menschen in Deutschland unter Fahrangst, der “Amaxophobie”. Das Problem betrifft vor allem (aber nicht nur) Frauen, denn in der tradierten Rollenverteilung des Patriarchats fährt meistens Vati den Wagen. Wenn die Frauen nach jahrzehntelanger Fahrpause plötzlich wieder ans Steuer müssen, fehlt ihnen, so wie mir, die Praxis. Dabei zeigen Statistiken, dass Frauen sichere und überlegte Fahrer sind und im Vergleich zu Männern ein geringeres Unfallrisiko haben. Dass ich keine Punkte in Flensburg habe, habe ich allerdings nicht dem Patriarchat zu verdanken, sondern meinem Schissertum.

Es fing total gut an: Die Führerscheinprüfung bestand ich beim ersten Versuch und meine Mutter stellte mir großzügig ihr Auto zu Verfügung. Das ging ein paar Wochen gut, bis ich in einer Tiefgarage eine Wand schrammte und dann einem Bus die Vorfahrt nahm. Es kam niemand zu Schaden, aber mein Selbstbewusstsein bekam eine Delle. Ich fühlte mich der Maschine unter meinem Hintern nicht gewachsen, verlor das Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten und bekam Panik, wenn ich nicht mehr wusste, wie der Scheibenwischer ausging.

Das Gewusel im Straßenverkehr führte dazu, dass ich mich hilflos und bedroht fühlte. Mehr noch: Wenn jemand hupte oder mir einen Vogel zeigte, nahm ich es persönlich. “Ich kann es nicht!”, heulte ich, wenn meine Mama mit mir sonntags auf dem Aldi-Parkplatz üben wollte. Ich fuhr ein paar Runden, aber traute mich nie wieder zurück auf die Straße. Es war eine verfahrene Situation.

Ich gebe zu, dass ich mindestens einen Mann nur gedatet habe, weil er ein Auto hatte.

Ich war jung und wollte ausgehen. In die coolen Clubs in der Stadt kam man aus meinem Heimatdorf nicht mit dem Bus. Außerdem wollte ich Alkohol trinken. Dafür brauchte ich einen Fahrer. Ich stieg auf der Beifahrerseite ein, schaltete die Sitzheizung an und machte es mir in meiner Abhängigkeit bequem.

In Hamburg und Berlin, wo ich später studierte und arbeitete, fuhr ich Fahrrad, Bahn oder Taxi. Dass ich nicht Autofahren konnte, fiel in der Großstadt nicht auf. Ich prahlte mit meinem geringen ökologischen Fußabdruck, bewunderte aber insgeheim meine Freundinnen, die in ihr Auto sprangen und alleine zu Ikea, zum Baden an den See oder sogar in den Urlaub fuhren. Ich brauchte für alle diese Dinge immer einen Mann und wusste zu diesem Zeitpunkt schon nicht mal mehr, wie man eigentlich tankt. Mein Führerschein lag in einer Kommode zwischen Schlüssel, von denen ich vergesse hatte, zu welchem Schloss sie gehörten.

Als ich raus aufs Land zog, wurde meine fehlende Fahrpraxis plötzlich zu einem Problem.

Ich war als Mutter isoliert und abhängig von einem Chauffeur, denn der Bus fährt nur einmal in der Stunde und Taxis gibt es nicht. Angesichts des Klimawandels will ich nicht zwischen den Zeilen schreiben, dass ich neuerdings mit einer G-Klasse liebäugele, aber mit einem fiebernden Kind acht Kilometer auf dem Fahrrad bis zum nächsten Kinderarzt zu fahren ist einfach scheiße, genauso wie auf dem Kinderwagen die Wasserkästen nach Hause zu schieben oder in einem Lastenfahrrad die fast 80 Jahre alte Mutter zum Bahnhof zu bringen.

Mein Mann Florian sah ein, dass ich Hilfe brauchte, er aber als Partner diese nur bedingt leisten konnte. Fast jeder Versuch, den wir zusammen gestartet hatten, endete in einem Streit. Letztes Jahr schenkte mir deshalb zu meinem Geburtstag nicht die Handtasche, die ich mir gewünscht hatte, sondern Fahrstunden. Kein spezielles Programm für Angsthasen, keine frauenorientierte Fahrschule oder ADAC-Sicherheitstraining: einfach eine stinknormale Fahrschule. Die Angst nahm mir die Luft, gleichzeitig war ich dankbar, dass mir jemand diesen Anstupser gab.

Vor meiner ersten Fahrstunde traute ich mich weder zu trinken noch zu essen, weil ich so nervös war und dauernd über dem Klo hing. Es war eine Mischung aus Lampenfieber, Prüfungs- und Todesangst. Ich band mir die Haare zu einem strengen Pferdeschwanz zurück, wischte die Kotze von meiner Brille und versuchte mein Innerstes durch tiefes Einatmen und langes Ausatmen zu beruhigen. Gerade in dem Moment, in dem ich einen Rückzieher machen und die Fahrstunde absagen wollte, klingelte es. Mein Fahrlehrer war ein älterer Herr, der mit einem schwarzen Golf GTI mit roten Rallyestreifen an der Seite vor unserem Haus parkte. Angesichts von diesem Geschoss war ich mir sicher, dass wir beide an diesem Tag sterben würden. Ich bekam neben Schwindel und Übelkeit auch noch Augenzucken.

Herr S. verlor keine großen Worte und reichte mir den Schlüssel. Da er ein Fremder war, wollte ich mir meine Angst nicht anmerken lassen. Ich stieg ein, schnallte mich an, stellte mit zitternden Fingern den Sitz und Rückspiegel ein. Er korrigierte mich mit ruhiger Stimme und erklärte, wie ich den Motor starte. „Sie schaffen das“, sagte er. Die 120 längsten Minuten meines Lebens gurkte ich über die brandenburgischen Dörfer, immer geradeaus, hier und da mal durch einen Kreisverkehr und dann zurück. Ich war froh, als es vorbei war und dass niemand sein Leben verloren hatte. Das einzige, das gelitten hatte, war das Handschaltgetriebe, weil ich dauernd im falschen Gang fuhr.

In der zweiten Fahrstunde fuhren wir in die Stadt, nach Brandenburg an der Havel. Ich fühlte mich wie Alicia Keys, die über New York singt. Was für ein Gefühl: Ich! Mit 290 PS unter dem Hintern! Auf einer mehrspurigen Strasse! Wohoooooooo! Auf dem Heimweg schaltete ich das erste Mal seit meiner Prüfung vor 20 Jahren ganz smooth in den fünften Gang und fuhr 100 km/h. Der Fahrlehrer plauderte derweil entspannt von seinen Tomatenpflanzen im Garten und wie er daraus literweise Ketchup kochte. Ich fragte ihn, ob er denn keine Angst habe, wenn ich so über die Landstraße heize. Er fragte zurück: “Angst, wieso? Sie können doch Autofahren.” Der Knoten war geplatzt.

Die Angst war in wenigen Sekunden entstanden und fast genau so schnell wieder verflogen.

Ich hatte es noch nicht mal bemerkt. Rückblickend stellte ich fest, dass mein erster Fahrlehrer es wohl versäumt hatte, mir Selbstvertrauen in Stresssituationen zu vermitteln. Dazu gehört es Fehler zu machen, denn ohne Fehler erlangt man weder eine Erkenntnis, noch eine Routine. Ihm ging es darum möglichst schnell viele Schüler durch die Prüfung zu schleusen, um den guten Ruf seiner Fahrschule zu wahren und für weiterhin ausgebuchte Kurse zu sorgen.

Trotz meiner neu gewonnen Unabhängigkeit bleibt mein ökologischer Fußabdruck vorbildlich, weil ich immer noch viel und gerne mit dem Rad fahre. Das Autofahren bis heute keine Routineangelegenheit für mich. Vor allem das vorausschauende Fahren fällt mir schwer, da ich trotz Automatikgetriebe immer noch zu sehr mit der Maschine und der Straßenverkehrsordnung beschäftigt bin. Übersichtliche Tafeln helfen mir, wenn ich zwischendurch an der Ampel nachgucken muss, wie genau das Schild für absolutes Halteverbot aussieht. Wenn ich an einer Kreuzung nicht weiter weiß, bleibe ich so lange stehen, bis keiner mehr kommt. Und wenn einer hupt? Dann lächele ich und werfe ihm eine Kusshand zu.

 

 

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  1. Kommentare zu diesem Artikel
  2. Silvi 19. Mai 2020 um 08:02 Uhr

    Vielen Dank für das Ansprechen dieses für einen persönlich ja sehr unangenehmen Themas. Bei mir kam die Angst vorm Autofahren sehr viel später: Als ich Kinder hatte! Auf einmal hatte ich einen riesen Bammel davor, im Straßenverkehr so eine große Verantwortung zu übernehmen für die wertvolle „Fracht“ im Auto. Lustigerweise beschränkt sich das aber nur auf das Fahren auf Schnellstraßen. In der Stadt (in der ich aber eh fast nur Rad fahre o. den ÖPNV nutze) habe ich kein Problem. Denn da weiß ich, dass ich jederzeit irgendwo schnell anhalten könnte. Auf der Autobahn zwischen LKW und anderen schnell fahrenden Autos bekomme ich Panik. Vielleicht überwinde ich das irgendwann mal – bis dahin hoffe ich, dass die selbstfahrenden Autos ganz schnell Realität werden. 😉

    Antworten
    • Alexa von Heyden 19. Mai 2020 um 09:04 Uhr

      Also vor dieser Situation habe ich auch riesigen Schiss. So weit bin ich noch lange nicht. Allerdings muss ich sagen, dass jetzt ein guter Zeitpunkt zum Üben ist, weil die Straßen leerer sind. Mir hilft das total.

      Antworten
  3. Caroline Lesniewska 19. Mai 2020 um 08:19 Uhr

    Hallo Alexa,
    Danke für die ehrlichen Worte! Ich kann es nur 100% nachvollziehen! Ich komme aus Hamburg und habe auch nach der Fahrprüfung kein Auto gebraucht und mich ohne es zu merken in die Abhängigkeit als Beifahrer begeben.
    Dein Artikel spornt mich jetzt an auch Fahrstunden zu nehmen!
    Danke dir dafür 🙂

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    • Alexa von Heyden 19. Mai 2020 um 09:02 Uhr

      Sehr gerne, ich verstehe dich zu gut. In der Stadt braucht man ja meistens auch kein Auto, aber für den Notfall finde ich es wichtig. Einfach mal testen!

      Antworten
  4. Constanze 19. Mai 2020 um 08:50 Uhr

    Liebe Alexa,vielen Dank für den Beitrag.Ich wohne in HH und habe drei Kinder.Ich habe meine Kinder das Radfahren beigebracht etc.und bin ein Fan von den Öffis,aber es gibt oft Situationen,wo es einfach praktischer wäre das Auto zu nehmen.Ich habe nur schon Panik davor,kein Parkplatz am Ziel zu finden,da ich leider mangels Praxis keine Routine habe und nur vorwärts einparken kann.Über Fahrstunden habe ich auch schon nachgedacht,nur das ist ein anderes Auto,aber vielleicht ist es doch den Versuch wert!Es hat mir einfach schon geholfen,dass ich damit nicht allein bin !

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    • Alexa von Heyden 19. Mai 2020 um 09:02 Uhr

      Nein, du bist damit auf keinen Fall alleine und die Parkplatzsituation kenne ich auch so gut. Du könntest ja mal ein paar Fahrschulen googeln, die in deiner Nähe sind. Es gibt wirklich auch tolle von Frauen für Frauen,
      die genau diese Stresspunkte kennen und darauf eingehen. Vielleicht kannst du ja sogar jemanden finden, der nach der Auffrischung mit dir das Parken in deinem Auto übt. Nicht aufgeben, ich bin auch dran! Liebe Grüße!

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  5. Lilli 19. Mai 2020 um 09:02 Uhr

    Liebe Alexa, danke Dir für Deinen ehrlichen Text, gut, dass Dein Mann Dir Hilfe von Dritten geholt hat und Du das Problem bewältigt hast. Ich habe mit 18 meinen Führerschein ganz normal gemacht, bin mit meinem Käfer durch dick und dünn gefahren, in Italien in Frankreich – alles wunderbar. Dann ging ich nach Berlin und brauchte kein Auto mehr und jetzt habe ich es verlernt, wenn wir eins mieten, muss immer der Mann fahren und den nervt das und er kann mir die Angst nicht nehmen. Wie viele Fahrstunden hast Du genommen? Und ist es mittlerweile wieder selbstverständlich für Dich? Du bist mir hoffentlich ein Ansporn, danke, lg Lilli

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    • Alexa von Heyden 19. Mai 2020 um 09:16 Uhr

      Hm, also wenn du nur aus der Übung bist, dann reichen vielleicht 2 Doppelstunden? Ich hatte 6×2 Stunden und fahre jetzt immer in kleinen Etappen. Selbstverständlich ist es nicht, aber in kleinen Schritten merke ich, dass ich Fortschritte mache. Früher habe ich ewig gebraucht, bis ich den Sitz und die Spiegel eingestellt hatte, dann hatte ich wieder vergessen wo Gas und Bremse sind, wie der Motor angeht, wo das Licht ist etc. Das wird jetzt zur Routine und dann kann ich mich auch besser auf den Verkehr konzentrieren. Ich muss eigentlich jede Woche fahren, damit ich in Übung bleibe.

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  6. Lilli 19. Mai 2020 um 09:27 Uhr

    Danke Dir, ich nehme die challenge an, übe erstmal mit Papa aufm Dorf, wo ich das ganze mal gelernt habe und damals der Ehrgeiz groß war, denn ich wollte ja nichts wie raus aus dem Dorf. Vielleicht hilft es ja schon, wie gesagt mit dem Käfer lange gefahren, dumm nur, dass die Autos heute so viel besser ausgestattet sind, schon der Autoschlüssel sieht so anders aus 😉 Ich stelle mich der Geschichte, danke.

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  7. Nina 19. Mai 2020 um 09:30 Uhr

    Boa, Alexa. Dass du du dich deiner Amaxophobie (it’s a thing!) gestellt hast, ist echt der Hammer! Danke für deinen ehrlichen Text, der mich richtig gut abgeholt hat. Wenn ich ein Auto hätte, würde ich für dich ein kurzes Hupkonzert veranstalten.
    Zwar bin ich im Gegensatz zu dir gleich zwei Mal durch die Führerscheinprüfung gerasselt – jedes Mal kurz vor Schluss, aus Angst, dass ich einen Unfall baue. Trotzdem habe ich mich danach in meiner Heimatstadt hinters Steuer gesetzt, aber habe immer einen großen Bogen um die Autobahn gemacht. Warum auch immer. Jetzt wohne ich seit 16 Jahren in Berlin und – wie du schon sagst – fällt man hier ohne Auto nicht auf. Trotzdem merke ich, wie der Respekt und die Angst vorm Autofahren mir hier und da die Spontanität und Freiheit nimmt. Als ich vor zwei Jahren meinen Freund auf den US-amerikanischen Highways beim Fahren ablösen musste, habe ich erstmal auf einem Walmart-Parkplatz ne Panikattacke bekommen (Highway? Da überholen die Autos doch von rechts und links…). Ich habe es dann irgendwie geschafft…und trotzdem bin ich bis heute kein einziges Mal in Berlin Auto gefahren. Bin bis eben tatsächlich nicht darauf gekommen, dass ich ja auch mal wieder Fahrstunden nehmen könnte und suche jetzt mal nach Fahrlehrerinnen in Berlin. To be continued. Liebe Grüße von Nina

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  8. Susan 19. Mai 2020 um 09:39 Uhr

    Ich bin so froh, diesen Text gelesen zu haben und zu wissen, ich bin mit meiner Angst vorm Autofahren nicht alleine. Vor meinen Kinder bin ich Jahre im eigenen Auto überall hin gefahren, egal ob Autobahn/Großstadt etc. Und konnte sogar rückwärts links in der Einbahnstraße einparken. Dann gab es zwei, drei kleine Mini Unfälle ohne großen Schaden, weil mich Geschrei auf der Rückbank einfach so gestresst hat. Ich mich irgendwann einfach nicht mehr überwinden und ich habe lange meinem Mann das Fahren überlassen und selbst Fahrrad/Öffentliche Verkehrsmittel benutzt und mir eingeredet, dass tue ich für die Umwelt/Gesundheit. Aber ich war auch immer unglücklich, einen aus meiner Sicht so wichtigen Teil meiner Selbstständigkeit aufzugeben. Tatsächlich hat mir dann meine Mutter “in den Hintern getreten”(eine sehr selbständige und selbstbewusste Frau) und neulich habe ich meine erste lange Fahrt gemacht und war so glücklich, es geschafft zu haben. Nun versuche ich dran zu bleiben.

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  9. Yenni 19. Mai 2020 um 10:15 Uhr

    Als mit 18 Jahren alle meine Freundinnen einen Führerschein machten, war ich sehr neidisch (ich hatte einfach kein Geld dafür). Was soll ich sagen: von meinen fünf engsten Freundinnen, die damals den Führerschein gemacht haben fährt heute noch eine… Fehlende Praxis in der Großstadt und zunehmende Angst sind die Gründe.
    Ich habe den Führerschein dann erst für den Job mit 27 Jahren gemacht und ich muss sagen: das war genau richtig für mich.
    Das Selbstbewusstsein einzufordern mir etwas auch nochmal das fünfte Mal zu erklären, weil ich es immer noch nicht verstanden hatte oder dass ich noch zwei Fahrstunden mehr vor der Prüfung will, hätte ich mit 18 Jahren einfach nicht gehabt.
    Und ja: ich habe mir eine Frauenfahrschule gesucht (“Hamburger Frauenfahrschule”) und habe mich viel wohler gefühlt als ich bei einem Mann.
    Ich fahre heute sehr sehr gerne und auch sicher Auto. Die Investition in ein paar Auffrischungsfahrstunden ist eine super Möglichkeit!

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  10. Eva 19. Mai 2020 um 10:29 Uhr

    Oh ja das kenne ich zu gut. Wir sind nach 10 Jahren Großstadt ins Ländliche gezogen, wo es immer noch ÖPNV gibt und Fahrrad. Aber vieles muss eben doch mit dem Auto gemacht werden. Ich hatte einen riesen Respekt vor dem Wieder-Autofahren und hab mich einfach nicht getraut. Mein Mann ist dann irgendwann einfach auf der Autobahn rausgefahren und hat gesagt: Du fährst jetzt, oder wir bleiben halt hier – Was ein Schock, aber es hat geholfen und mit ganz viel Geduld von seiner Seite in allen möglichen Aut-Situationen (Was ein Mann :), bin ich heute total souverän, fahre überall hin und hab mir mein erstes eigenes Auto gekauft. Was für ein Gefühl!!

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  11. An 19. Mai 2020 um 10:43 Uhr

    Hallo Alexa, ich bin auch im Club der “Wiedereinsteiger”. Ich habe meinen Führerschein gemacht, weil ich ihn geschenkt bekam. Danach gab aber weit und breit kein Auto für mich zum Üben. Und als dann endlich nach Jahrzehnten ein Auto vor der Tür stand, hatte ich Angst und ließ meinen Mann fahren. Vor drei Jahren habe ich dann den Versuch gestartet die Angst zu überwinden und bin auch in eine stinknormale Fahrschule gegangen. Ich habe etliche Stunden gebraucht, quasi habe ich den Führerschein neu gemacht ohne Prüfung. Aber es hat sich so gelohnt. Wer hätte es je gedacht, ich liebe Autofahren. Und manchmal habe ich Spaß daran andere an der Ampel zu verheizen 😉 Liebe Grüße An

    Antworten
  12. Petra 19. Mai 2020 um 11:14 Uhr

    Hallo Alexa, Daumen hoch.

    Mich macht das zu lesen froh und traurig zugleich, denn – wer kennt Männer, die das Fahren verlernt haben? Ich keinen, dafür aber viele Frauen, die sich, kaum dass ein Mann ins Leben trat, in diese Abhängigkeit begeben haben. Wer nie fuhr und keinen “Lappen” hat – kein Thema. Aber wenn man die Fahrerlaubnis hat und dann immer nur auf der Beifahrerseite Platz nimmt, weil “mann” nun mal fährt und nicht frau, und es dann verlernt, dann ist das einfach nur schade und jenseits von Emanzipation. Mein Vater lies mich noch am Tag der Fahrprüfung (der zweiten, die dann endlich erfolgreich war) Reifen wechseln und dann den dicken Opel fahren. Ich bin ihm ewig dankbar dafür, für beides, weil Reifenwechseln leider öfter nötig war als mir lieb. Auch da steigt keine Panik auf oder die Suche nach Handynetz und das Warten auf den ADAC. Mit simplem Knowhow ist das zackig erledigt.
    Ich würde mich übrigens niemalsnicht in die neue Abhängigkeit von einem selbstfahrenden Auto begeben, da bekomme ICH Angst davor und hoffe, dass die Dinger noch lange auf sich warten lassen. Am Ende wird es gehackt, ich werde irgendwohin gefahren, wo ich gar nicht hin will, es fährt schneller als ich möchte oder langsamer, rast mit einem anderen außer Kontrolle geratenen selbstfahrenden Gefährt ineinander. Ich gebe die Kontrolle ungern ab und wenns blöd läuft, will lieber ich selbst Schuld gewesen sein als ein wirrer Autorechner.

    Allzeit gute und sichere Fahrt!

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  13. Vera 19. Mai 2020 um 13:13 Uhr

    Was für ein wertvoller Text!
    Ich habe auch den Führerschein gemacht und bin dann kaum Auto gefahren als Studentin. Und dann brauchte ich doch ein Auto , 10 Jahre später, für den Job. Ich kaufte ein Auto und hatte wochenlang furchtbares Herzklopfen beim Fahren. Mein persönlicher Horror ist das Anfahren :/
    Aber irgendwann, nach Monaten, ging’s besser. Ich werde nie die perfekte Autofahrerin sein, aber darum geht’s auch nicht. Es ist so toll, etwas zu schaffen, vor dem man Angst hatte. Danke fürs Erinnern daran <3

    Antworten
  14. Alexa von Heyden 19. Mai 2020 um 13:39 Uhr

    @Vera: Danke für deine Rückmeldung. Zum Thema Anfahren: Hast du einen Diesel? Mir hilft die Automatik dabei total, da muss man über nichts nachdenken, auch nicht am Berg!

    Antworten
  15. Vera 19. Mai 2020 um 14:08 Uhr

    Hallo Alexa!
    Ja, hatte ich – in der Fahrschule 😀
    Es ist inzwischen auch besser, aber es wäre eine Idee fürs nächste Auto 🙂

    Antworten
  16. anja 19. Mai 2020 um 15:29 Uhr

    Liebe Alexa, danke für diesen Text. Ich selbst fahre richtig, richtig gut und mega gern Auto, egal, ob auf dem Land, in Berlin, Rom oder New York. Ich kann super einparken und auch wenn ich ab und zu mal einen Poller auf Kniehöhe übersehen habe, mindert das mein Selbstvertrauen hier nicht. Aber beide meiner Großmütter, meine Schwiegermutter und eine meiner Schwägerinnen haben den Führerschein gemacht und sind dann nicht mehr gefahren. Meine Mutter hat sich aufgerafft, als meine Eltern aufs Land gezogen sind, einer weiteren Schwögerin haben wir zum Geburtstag sogar ein Auto geschenkt, damit sie wieder anfängt zu fahren. Es ist eine weit verbreitete Angst unter Frauen und es ist gut, dass die thematisiert wird. Fahrstunden zu schenken, ist auch eine super Idee!

    Antworten
  17. Hanna 19. Mai 2020 um 16:22 Uhr

    Liebe Alexa,

    vielen Dank für deinen tollen Text. Ich bin schon in der Fahrschule nicht gern gefahren, danach nur, wenn ich unbedingt musste, als mir jemand hinten drauf gefahren war, gar nicht mehr.

    Im Studium kam ich auch super ohne Auto aus, 8 Jahre nach dem Führerschein brauchte ich dann unbedingt eins für die Arbeit. Ich hatte vor jeder Fahrt total Angst, musste nach jeder auch nur in Ansätzen kritischen Situation (jemand hupt doof, du sagst es!) anhalten und zu Atem kommen.
    Meine Eltern haben mir dann 3 Fahrstunden gesponsert, das hat mir wie dir total viel Sicherheit gegeben.
    Als ich 2 Jahre später regelmäßig Autobahn fahren musste (Auffahren war damals der Horror für mich), hab ich nochmal ne Fahrstunde genommen, wo wir nur das geübt haben. Ich kann das wirklich jeder/jedem nur empfehlen.

    Inzwischen schreckt mich nur noch das Zentrum von richtig großen Städten, alles andere mach ich mit links… 🙂

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  18. Levke 19. Mai 2020 um 17:21 Uhr

    Hallo, auch ich finde mich in diesem Bericht wieder! Ich habe auch direkt nach der Schule den Führerschein gemacht, hatte dann aber kein eigenes Auto und habe später auf dem Beifahrersitz platzgenommen. Dann kam die Angst bzw. das mangelnde Selbstvertrauen, es wieder zu probieren. Vor zwei Jahren hat mir mein Mann einen Autoschlüssel übergeben. Er hatte ein kleines Elektroauto gemietet, das man monatlich kündigen kann. Die Strecke zur Arbeit fahre ich sonst immer mit dem Fahrrad, aber es war Winter und so habe ich mich getraut. Geholfen hat mir auch das elektrische, ruhige Fahren. Kein Abwürgen, kein Quietschen und Scheppern. Und Strom tanken finde ich aus vielen Gründen schöner als Benzin. Die Tankstelle war auch immer so ein Grund, es nicht in Angriff zu nehmen.
    In der Stadt brauchen wir kein Auto und das Mieten ist recht teuer, deswegen habe ich es jetzt zwei Winter lang gemacht. Und ich weiß jetzt, dass ich es kann und im Notfall von A nach B kommen würde. Mit einem Schaltgetriebe nehm ich es vielleicht auch mal wieder auf… Erste Schritte sind gemacht 🙂 Herzliche Grüße

    Antworten
  19. Claudia 19. Mai 2020 um 21:06 Uhr

    Ich fühle mit. Im Alltag wohne ich auf dem Land und fahre jeden Tag und es macht mir gar nichts aus. Autobahnfahrten verursachen bei mir aber Schnappatmung und gingen lange Zeit nur als Beifahrer. Um selbständiger zu werden habe ich wieder angefangen zu fahren, auch um meinen Mann bei Urlaubsfahrten ablösen zu können, mehr als 2 Spuren sind aber immer noch der Horror. Podcast hören hilft und zur Not zuckle ich einfach auf der rechten Spur hinter einem LKW her, bis ich mich traue zu überholen…
    Liebe Grüße
    Claudia

    Antworten
  20. Andrea 19. Mai 2020 um 23:47 Uhr

    Danke für diesen Text von dir. Ich dachte immer ich bin die Einzige die sich nicht traut. Hab mich immer dafür geschämt so uncool zu sein. Dabei hab ich Theorie und Praxis direkt bestanden und bin gut gefahren. Ist schon 20 Jahre her. Dann hab ich einen kleinen Unfall mit dem Passat meines Freundes gehabt und der war sehr genervt, dass er in der Versicherung gestiegen ist. Bin dann erstmal nicht gefahren und von da an leider nie wieder. Hab heute über Stunden nachgedacht – und dann lese ich diesen Text! Its a sign!

    Antworten
  21. Lu 20. Mai 2020 um 07:59 Uhr

    Was für ein charmanter, entwaffnender Text. Musste mehrfach sehr lachen, weil die Situationen so sympathisch ehrlich beschrieben werden, wie das Tanken:). Mir ging es nach 12 Jahren ohne Fahrpraxis genauso. Beim ersten Mal Tanken hatte ich danach einen heldenhaften Adrenalinflash und fand mich irre cool. Oder in die Waschanlage fahren… 🙂
    Auch mir hat ein
    super Fahrlehrer Selbstbewusstsein zurückgegeben, um dann im Anschluss tatsächlich 2500 km durch die USA zu fahren. Unter anderem sechsspurig in L.A. Das war verrückt, hat aber total abgehärtet. Heute fahre ich immernoch nicht gerne, aber ich muss es auf dem Land fast täglich machen. Es ist auch wieder ok geworden. Trotzdem wird es mir nie so gehen, dass ich “mal eben” abends nochmal tiefenentspannt 4 Stunden irgendwohin fahre, wie andere, denen so was gar nichts ausmacht und die davon berichten, dass sie Autofahren über Stunden so herrlich entspannt.
    Ich lese deine Texte so gerne, weil sie immer entwaffnend sympathisch und echt geschrieben sind. Freue mich schon richtig auf weitere.

    Antworten
    • Alexa von Heyden 22. Mai 2020 um 20:42 Uhr

      Liebe Lu,

      danke für dieses wirklich tolle Feedback, das ich immer wieder lesen muss, weil es mir a. genauso geht und ich mich b. so über dein Lob über meinen Schreibstil freue.

      In die Waschanlage muss ich noch, meine Tochter hat panische Angst vor “der Bürste”. Und 2500 km durch die USA – wow, nie und nimmer bin ich SO weit! Deshalb großen Respekt von mir und einen noch größeren Dank!

      Antworten
  22. Katharina 22. Mai 2020 um 15:21 Uhr

    Danke für das Thema. Mir fällt dazu nur ein, dass wir endlich ein Tempolimit brauchen, um den Rasern und Dränglern auf den Autobahnen den Wind aus den Rädern zu nehmen, Leben zu retten und die Angst vor Autobahnen zu verringern.

    Ansonsten denke ich: Jede muss, wenn sie Interesse am Autofahren hat, einfach „dranbleiben“ und sich eben nicht auf der Beifahrer-Comfort-Zone einrichten, weil es so bequem ist.

    Das ist doch eben auch Gleichberechtigung, dass eben sie statt ihm mal fährt. Mich wundert immer wieder, wie die klassischen Rollenbilder verbreitet sind und nicht hinterfragt werden, die Frauen sich aber dann wundern, dass sie (besonders wenn Kinder kommen) sehr lange nicht gefahren, gearbeitet, gefeiert haben, die Männer aber easypeasy alles weitermachen.

    Antworten
  23. Alexa von Heyden 22. Mai 2020 um 20:36 Uhr

    Liebe Erika,

    danke für deine Offenheit! Ich kenne das gut: Einmal was falsch gemacht, dauernd einen meckernden oder angsterfüllten Mann neben sich. Oder so Sprüche wie “Das ist ein Auto, kein Panzer!” Auch die Scham ist mir ein sehr bekanntes Gefühl, deshalb finde ich es wirklich toll, dass du über deinen Schatten gesprungen bist und dich angemeldet hast. Hoffentlich taugt der Fahrlehrer*in was! In diesem Sinne: Viel Spaß, lass dir den Schneid nicht abkaufen (hat meine Mutter immer zu mir gesagt) und gute Fahrt! Liebe Grüße von Alexa

    Antworten
  24. Andrea 22. Mai 2020 um 22:14 Uhr

    Liebe Alexa,
    ich habe meinen Führerschein nie zu Ende gemacht. Mitten auf einer Kreuzung stellte ich während der Fahrstunde fest, Autofahren ist nichts für mich, es stresst mich nur und bin auf die Seite gefahren und habe mit dem Fahrlehrer den Platz gewechselt. Er war verwundert und meinte, dies sei ihm noch nie passiert. Er hat meinen Eltern sogar die bereits in Anspruch genommenen Fahrstunden zurückgezahlt. Das ist nun 40 Jahre her. Ich habe noch keinen Tag den Führerschein vermisst und bin bisher überall hingekommen wohin ich wollte. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln und ab und zu Taxi.
    Liebe Grüße
    Andrea

    Antworten
  25. Valentina 25. Mai 2020 um 10:28 Uhr

    So ein toller Artikel, da habe ich mich auch wieder erkannt. Ich habe die Angst damals durch “Zwang” überwunden. Meine Mutter hat mir die Wahl gegeben 2 Stunden öffentliche Verkehrsmittel einmal die Woche oder ich fahre 20 min alleine mit Auto.. habe mich dann langsam daran gewöhnt und daheim bin ich immer schon die Strecke gedanklich durchgegangen damit ich mit so wenig Streifenwechsel wie möglich ankomme.
    Eine Frage, woher ist denn der tolle Streifenpulli auf den Bilder?

    Antworten
    • Alexa von Heyden 25. Mai 2020 um 10:33 Uhr

      Der Streifenwechsel stresst mich auch mit am meisten, aber zu Coronazeiten kann man ihn gut üben, finde ich. Der Pullover ist von Ganni, kennste bestimmt oder?!

      Antworten
  26. Lena 25. Mai 2020 um 20:59 Uhr

    Mir geht es ähnlich, bin aber gerade mal zehn Jahre aus der Fahrschule raus. Ich fahre und auch egal wo, doch der Schweinehund ist groß. Wenn ich es vermeiden kann, vermeide ich es. Es fängt schon an, dass ich in einer engen Altstadt wohne mit vielen Touristen und im Rückwärtsgang aus meinem Hof muss. Immerhin besser als rückwärts rein… die Gasse ist so eng, da passen keine zwei Autos durch. Wenn ich ausparke, stresst mich schon der ätzende Touri, der meint er könnte direkt in den Dom ne Straße drüber fahren… die Leute haben auch alle keine Zeit, mal eine Sekunde zu warten. Aus Stress bin ich mal dem Nachbar gegenüber leicht gegen das Tor gefahren… ich verstehe dich und alle Kommentare so gut! Danke für einen mal wieder super Artikel von dir!

    Antworten
    • Alexa von Heyden 26. Mai 2020 um 08:50 Uhr

      Danke dir, liebe Lena. Wenn das Fahren in der Stadt für dich zu stressig ist, dann ist das eben so. Das kann ich total gut verstehen, die engen Gassen und vielen Menschen. Wenn möglich würde ich das auch vermeiden und dann jemanden bitten, ob er das Auto fährt oder zu Fuß gehen. Ansonsten vielleicht mal zu einer ruhigen Tages- oder Nachtzeit üben, damit du die Abstände verinnerlichen kannst? Liebe Grüße Alexa

      Antworten
  27. Lydia 25. Mai 2020 um 22:04 Uhr

    Alexa, was für ein herrlicher Text! Mir geht es ganz genauso und ich musste bei deinen Formulierungen in jeder zweiten Zeile laut lachen. Einfach herrlich! Vielen Dank und weiterhin entspannte Fahrt!

    Antworten
    • Alexa von Heyden 26. Mai 2020 um 08:49 Uhr

      Freut mich sehr, dass dir der Text gefallen hat bzw. du dich darin wiedergefunden hast. Fahrangst darf kein Tabu sein! Liebe Grüße!

      Antworten
  28. Eva 28. Mai 2020 um 13:45 Uhr

    Vielen lieben Dank, Alexa, für den tollen Text! Ich finde es ja Hammer, dass dein Mann dir statt der gewünschten Handtasche einfach Fahrstunden geschenkt hat. Den musste festhalten! 😉

    Ich fahre grundsätzlich gut Auto, habe aber nie ein eigenes besessen und bin daher seit meiner Fahrprüfung vor 20 Jahren nicht mehr regelmäßig gefahren. Was mich inzwischen total stresst, wenn ich mir mal ein Auto leihe, ist die neue Technik! Die hat sich komplett an mir vorbei entwickelt. Du glaubst gar nicht, wie bescheuert ich mich gefühlt habe, als ich das erste Mal in ein modernes Auto eingestiegen bin und nach dem Zündschloss gesucht habe… Ich meine, wer kommt den bitteschön auf die Idee, das Zündschloss abzuschaffen?!? Und warum?

    Auf jeden Fall habe ich deinen Artikel zum Anlass genommen, mir endlich einmal wieder ein Auto zu mieten und an Vatertag zu meinen Eltern zu fahren. Sie haben sich wahnsinnig gefreut! Und ich weiß jetzt auch, was ein Head-up-Display ist. 🙂

    Liebe Grüße
    Eva

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    • Alexa von Heyden 28. Mai 2020 um 13:48 Uhr

      Ja, das stimmt der ist ein Guter! Der Beste für mich sowieso! Das mit der Technik fängt bei mir schon an, wenn ich zwischen Diesel und Benziner wechsele. Und dann steig mal in ein Elektroauto – da ist dann alles aus! 🙂 Dir gute Fahrt, meine Liebe!

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  29. Diana Franke 29. Mai 2020 um 10:26 Uhr

    hey Ho Alexa! Ich bin stolz auf dich, ich will das auch- seit Jahren- hatte schon die Vermutung es liegt in meiner Ahnenlinie und habe Familienaufstellungen hinter mir. Ohne Erfolg. Dein Text macht mir Mut. Wo finde ich diese Übersichtskarten- so etwas suche ich!! Hab Dank -und weiter so!

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    • Alexa von Heyden 25. Juni 2020 um 11:48 Uhr

      Liebe Diana, vielleicht war noch nicht der richtige Zeitpunkt in deinem Leben dafür. Die Karten habe ich über einen großen Onlineshop bestellt 🙂 Alles Liebe Alexa

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  30. Sigrid 25. Juni 2020 um 11:25 Uhr

    Liebe Alexa,
    du sprichst mir aus der Seele. Auch mir geht es sehr ähnlich, nur habe ich mich bis dato nicht aus meiner Abhängigkeit lösen können. Ich habe mit 18 den Führerschein gemacht, bin ein paar Mal gefahren und drauf gekommen, dass ich nicht Multitasking fähig bin, wenn ich einen Freund auf der Straße gesehen und gewunken habe, hat sich das Auto auch so komisch in eine andere Richtung gedreht….
    Dann bin ich ein Jahr als au pair nach England gegangen, da war auch nix mit fahren (auf der linken Seite schon gar nicht!) und als ich wieder zurück gekommen bin nach Ö, habe ich zu arbeiten begonnen und bin sehr gut mit Zug, Straßenbahn und Fahrrad unterwegs gewesen.
    Dann musste ich nach ca. 12 Jahren beruflich mit dem Auto unterwegs sein. Wenn ich wusste, dass ich am nächsten Tag fahren muss, habe ich vor lauter Angst kaum schlafen können. Und dann, Schnee!! Eis!! Dunkle Abendstunden. Furchtbar. Diese Zeit mit dem Autofahren aus beruflichen Gründen war dann auch vorbei. Zum Glück ist niemand dabei gestorben. Denn das ist ja auch etwas, was du in deinem Artikel beschreibst und ich auch so verinnerlicht habe, dass ich eine Gefahr bin für die Allgemeinheit und irrsinnige Angst habe, jemanden zu schädigen, umzubringen, anzufahren…
    Ich bewundere alle Frauen, die Autofahren können, ohne Panikattacken zu bekommen…
    Mittlerweile bin ich Mitte 40, Mutter von 2 Kindern und in der vollen Abhängigkeit, was das Autofahren betrifft (mein Mann fährt gerne und beschwert sich nicht, obwohl ich weiß, dass ich mir das Leben schwerer als nötig mache). Auf der einen Seite möchte ich es lernen, eine neue Selbstständigkeit erlangen. Aber ich kann so es so wenig gut einschätzen. Wann kann ich überholen (das will ich ja eigentlich gar nicht…), wie funktioniert ein Spurenwechsel, oh Gott, jetzt kommen 4 Fahrbahnen. Mich macht das als Beifahrer schon vollkommen nervös. Ja, klar, Fahrstunden sind das einzige, was mir dabei helfen kann.

    Danke für deinen Artikel und die Kommentare von vielen Frauen, denen es gleich geht wie dir und mir. Es macht mir Mut, weil ich weiß, dass es viele von uns gibt und das wichtigste ist, den ersten Schritt zu setzen.

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    • Alexa von Heyden 25. Juni 2020 um 11:51 Uhr

      Ich habe nach wie vor großen Respekt vor dem Autofahren, aber wenn es dir so mies dabei geht, dann hat es keinen Sinn sich zu zwingen. Denke ich! Dann ist es eben so. No bad feelings!

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