Was ist denn da los?

5 Tipps, wie man auf neue Ideen kommt – Lea Lange von Juniqe hat da eine sehr hübsche Methode.

JuniqueKreativmeeting

Im Moment denke ich sehr viel über neue Ideen nach. Weil ich das Gefühl habe, ich sehe überall das gleiche Einerlei, ein Best-Of des Bekannten. Nichts oder sagen wir mal wenig, was einen wirklich umhaut, weil’s mal so richtig neu gedacht ist. Neue Ideen haben ist nicht einfach, keine Frage. Aber es lohnt sich so nach ihnen zu suchen, den Kopf dafür zu verbiegen, weil wenn es dann Plopp macht und man eine hat, eine neue Idee – hui. Das beschwingt wie sehr verliebt zu sein. Wisst ihr was ich meine?

Wahrscheinlich weil ich selbst gerade auf dem Thema so viel herumdenke, habe ich deshalb gleich gestoppt, als ich dieses Bild (oben) bei Instagram sah. “Huch, hübsch, häh?” war ungefähr mein Gedankenverlauf. “Ist das nicht die Wohnung von Lea Lange, die Juniqe macht und hier zur Komm se rein Haustour war?”. Jep, ist sie. Also hab ich mal fix gefragt, was da los ist. Das muss irgendwas mit Ideen ausdenken zu tun haben…

LeaJunique

Lea, was macht ihr da? Das ist doch bei dir in der Wohnung!

Ja genau, das ist bei mir Zuhause! Ich habe mit unserer Art Direktorin Ideen gesammelt und unsere nächsten Künstler-Launches visuell dargestellt, um uns das Ganze mal vor Augen zu führen. Manchmal machen wir das so – ich brauche immer das Visuelle!

So kommst du auf Ideen? Erklär doch bitte mal genau, wie du das machst.

(1) Ich visualisiere Ideen, nehme einen richtigen (!) Stift in die Hand und male und schreibe alles an eine Wand. Manchmal auch auf kleine Kärtchen, die ich dann Hin- und Her schiebe.
(2) Ich reisse alles aus Magazinen aus, was mich irgendwie inspiriert und hänge eine “Inspirationswand”. Das können Einrichtungsideen sein, Farben, die ich zusammen toll finde oder einen Stil, den ich als Designinspiration nehme.
(3) Ich involviere mein Team – in alle kreativeren Projekte involviere ich unsere Art Direktorin, unseren Einkäufer und die Chefin unseres Content-Teams. Wir diskutieren, brainstormen und tauschen Ideen aus. Man glaube gar nicht, auf wie viel mehr man im Team kommt.
(4) Ich höre ganz laut Musik – da komme ich immer auf die besten Ideen
(5) Ich gehe raus und schaue, was um mich rum passiert. Wenn ich unter anderen Menschen bin und Dinge tue, die vielleicht gar nicht mit der Arbeit zu tun haben, kommen mir die allerbesten Ideen.

Und woran merkst du, ob eine Idee was taugt oder leider nicht?

Wie weiss ich, dass ich eine gute Idee habe: Ich hole mir das Feedback von vielen Leuten, denke etwas von vorne bis hinten durch, mache Research und einen genauen Plan. Wenn ich nach all diesen Schritten immer noch davon überzeugt bin, dass es eine gute Idee ist, dann muss sie wirklich gut sein. Natürlich fallen bei diesen vielen Schritten auch immer einige Ideen raus!

Und wie ich merke, dass die Idee nicht gut ist: Da ich die meisten Ideen mit meinen Mitarbeitern oder Freunden diskutiere, merke ich immer relativ schnell, wenn etwas in die falsche Richtung geht. Da wird mir dann immer sehr schnell eine ehrliche Meinung gegeben.

Vielen Dank, Lea!

Und wie kommt ihr auf neue Ideen? Wie geht ihr vor?

[herz steffi mitte]

13 Comments

  1. Antworten Franzy vom Schlüssel zum Glück 12. Mai 2015 um 10:03 Uhr

    Schöne Tipps! Bestätigenm ich wieder in meiner analogen Arbeitsweise 🙂

    Ganz viele liebe Grüße

    Franzy

  2. Antworten Michele Decho 12. Mai 2015 um 10:45 Uhr

    Mich würde ja jetzt interessieren auf welche Ideen du so gekommen bist, Steffi? Und ein Punkt hat mich nachdenklich gemacht. Wenn man seine Ideen mit Freunden diskutiert, läuft man dann nicht Gefahr dass man am Ende nur das umsetzt was sich die anderen auch vorstellen können. Fallen dann nicht die unkonventionellen, verrückten Ideen raus?
    VG aus Leipzig
    Michèle

    • Antworten stephanies 12. Mai 2015 um 12:12 Uhr

      Ich wuerde sagen, es kommt auf die Freunde an, oder? Manche befluegeln und manche lassen uns den Boden wiederfinden. Da ist es vielleicht ratsam sich vorher zu ueberlegen, bei wem man mit der Tuer ins Haus fällt. Manchmal fällst du ja aber auch einfach hin und irgendjemand fängt dich dann auf. That´s life! Oder….?

  3. Antworten Tania 12. Mai 2015 um 10:48 Uhr

    Inspirationswand ist eine gute Idee! Inspirationmappen sind jetzt wahrscheinlich schon out. Alles muss viel schneller gehen, da helfen solche Wände bestimmt viel besser! Schöner Post, Steffi!
    Liebe Grüsse.
    Tania

  4. Antworten Larissa//No Robots Magazine 12. Mai 2015 um 11:35 Uhr

    Ich gehe gerne spazieren, wenn ich über etwas nachdenken muss. Eine Wand mit Post-its wäre allerdings auch super. Ach, hätte ich doch nur einen Schreibtisch…

  5. Antworten Kaddi 12. Mai 2015 um 11:58 Uhr

    Hallo Steffi!
    Was für ein toller Artikel. Der kommt genau zur rechten Zeit, denn ich suche auch immer wieder nach Ideen und lass mich von anderen inspirieren, wie die auf welche kommen.
    Auf die besten Ideen komme ich, wenn ich mit kreativen und inspirierenden Person zusammen bin, die selbst gerade etwas auf die Beine gestellt haben und mit denen man ganz tolle Projekte und Pläne schmieden kann. Das sind oft Person, die vielseitig interessiert sind und ihren Horizont immer und immer wieder erweitern, das inspiriert mich ohne Ende.

    Viele liebe Grüße, deine Kaddi

  6. Antworten Dorthe 12. Mai 2015 um 12:09 Uhr

    Liebe Steffi,
    ich mache mir auch eine Wand pro Projekt. Allerdings sind die Ideen dann schon weiter. An der Wand hängen Dinge, die mit dem Projekt zu tun haben, die es mir leichter machen, mich in die Geschichte und alles hineinzufühlen. Das habe ich mir von Isabel Abedi abgeguckt. Auch Geräusche habe ich schon aufgenommen, um die Stimmung ganz genau zu fühlen. Das macht so einen Spaß…und während ich das hier schreibe, weiß ich plötzlich, dass meine Gedanken, ob ich beruflich evtl doch was anderes machen sollte/muss, völliger Quatsch sind… Danke Steffi und Lea 🙂
    Liebe Grüße,
    Dorthe

  7. Antworten Mathilde 12. Mai 2015 um 13:28 Uhr

    Wobei, einfach so eine weiße Wand mit nix drauf kann auch sehr gut funktionieren. Am besten ist, glaube ich, ein Schreibtisch, an dem von mehreren Seiten sitzen kann (ist eh am besten, weil man dann auch mal zu zweit oder dritt was besprechen kann ohne gleich umziehen zu müssen), eine Seite zum Rausgucken, eine mit freier Sicht auf eine weiße Wand und von einer Seite aus eine Inspirationswand im Blickfeld. Bekomme ich in meiner aktuellen Arbeitssituation nicht hin, wäre aber wahrscheinlich ganz gut.

  8. Antworten Wasfürmich 12. Mai 2015 um 13:44 Uhr

    Diese Post-it Wand muss ein Ideen-Maschinengewehr sein: Ich finde die Juniqe-Seite einfach spitzeneusuperdurchdachtknallertoll. Macht ihr fast zu toll, Lea. Ich könnte immer viel zu viel bestellen. Und Juniqe kann ich jetzt auch endlich schreiben… Jippiejei! Danke fürs Zeigen, Steffi!
    Liebe Grüße, Claudi

  9. Antworten Karina Franki 12. Mai 2015 um 16:42 Uhr

    Hallo Steffi!
    Auf was beziehst du dich denn genau? Was ist alles so gleich? In welchen Bereichen ?
    LG Karina

  10. Antworten Isabell Zindler 13. Mai 2015 um 08:25 Uhr

    Hallo Steffi,
    das mit den “Ideen finden” hört sich ja fast ein bisschen stressig an. Ich bin da doch spontaner und probiere einfach aus, was in meinem Kopf ist. Wenn die Umsetzung dann mal nicht so supertoll ist oder das Material sich doch nicht so verarbeiten lässt, wie ich dachte, dann überlege ich weiter.
    Ich plane nicht alles durch aber das ist bestimmt Typsache und kommt auch auf den Druck an, der dahinter steht. Das mit der Inspirationswand probiere ich dann doch mal aus. Danke und sonnige Grüße, Isabell

  11. Antworten Ahoi 15. Mai 2015 um 15:10 Uhr

    Visualisieren hilft wirklich ungemein. Faszinierend, dass wir in der digitalen Welt wieder häufiger in die analoge wechseln. Aber klar wir sind aus Fleisch und Blut und nicht aus Zahlen.

  12. Antworten Kathrin 16. Mai 2015 um 13:11 Uhr

    So eine ähnliche Wand habe ich auch neben dem Schreibtisch, sie ist zwar nicht als Inspirationswand gedacht, es wird einfach aufgeklebt was mir gefällt, was mich anspricht, was zu schade ist einfach in einer Kiste zu landen. DIe Inspiration kommt dann als Nebeneffekt manchmal dazu. Ich bin auf jeden Fall einer der das Papier noch in der Hand halten will (oder an die Wand pinnen). Viele Grüße Kathrin

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