Die sind ja toll:

Drei Frauen, in die ich gerade verliebt bin, weil sie so, so gute Laune machen. Und einen zurück in die Kindheit beamen.

1.) Christina Tosi – die Zurückzauberin der Kindheit.

Da ist man wehrlos. Ernsthaft. Wer Christina Tosi in “Chef’s Table Pastry” auf Netflix sieht, wird sich verlieben. Geht nicht anders. Wirklich nicht. Selbst Zuckerhasser werden sie umarmen wollen. Warum? Allein ihr Blick, ihr Lächeln, da steckt etwas drin, das man eigentlich nur von Kindern kennt: Dieses Ich-weiß-das-ist-verboten-aber-ich-mach-es-trotzdem-ich-finde-schon-einen-Trick-wie-ich-bekomme-was-ich-gern-hätte. Dieses Spielerische. Diese Lust, zu versuchen, Grenzen auszudehnen. Die 37-Jährige hat es geschafft, sich das Kindliche zu bewahren und zaubert heute mit ihren Patisserie-Ideen andere zurück in die Kindheit.

Da wäre zum Beispiel die Idee mit der Cereal Milk, womit Tosis großer Erfolg in New York startete. Die Patisseurin stellte fest, dass das Beste an den Frühstücks-Cerealien der Moment ist, wenn die Stückchen weggelöffelt sind und die süße Milch zurückbleibt. Also nahm sie genau diese Milch und benutzte sie für ihre Desserts (u.a. Pana Cotta), Cookies, verkauft sie sogar pur in ihrer Milk Bar. Die Amerikaner drehten durch. Man selbst als Zuschauer ebenfalls. Weil es einfach eine verdammt gute Idee ist. Herausgepickt aus den Kindheitserinnerungen so, so vieler.

Dass Backen in ihrer Familie zwar ein anerkanntes Hobby, aber auf gar keinen Fall ein richtiger Beruf sei, davon erzählt Christina Tosi auch. Lächelt und erklärt, dass es aber nun mal das ist, was sie jeden Tag tun möchte und sie es sich deshalb trotz aller Vorbehalte zum Beruf gemacht hat. Nach der Ausbildung startet sie als Patisserie-Chefin in einem angesagten New Yorker Restaurant. Als irgendwann die Location nebenan frei wurde, traute sie sich, ihren eigenen Laden zu eröffnen. Das war 2008, aber man fiebert beim Zuschauen mit, als habe sie die Entscheidung gerade erst getroffen.

Mittlerweile hat sie diverse Filialen, hat bei der TV-Serie MasterChef mitgemacht, zwei Kochbücher geschrieben, das Dritte kommt im Oktober 2018. Ihr Motto, ihr Antrieb für alles ist gleich geblieben. Sie will nicht einfach nur Süßkram backen, für sie ist es ein Weg, anderen eine gute Zeit zu bescheren: “… there should always be a moment where the weight of the world is just a little bit lighter on your shoulders.”

Spätestens da ist es um einen geschehen.

 

 

2.) Silvie Bomhard – die heimliche Mithörerin und Aufmalerin schöner Momente.

Sie fängt sie einfach ein. Hält sie fest, malt sie auf, schreibt sie auf, diese kleinen Gesprächsfetzen, die durch die Luft fliegen in der U-Bahn, im Bus, um Parkbänke herum. Die Hamburger Illustratorin Silvie Bomhard lässt sie nicht liegen, sondern nimmt diese Szenen mit und teilt sie später auf Instagram unter “love.kram”. Da erscheinen die kleinen Gesprächsfetzen hübsch herausgeputzt mit einer Illustration. Wie zum Beispiel

Das Leben ist viel zu ernst. Da braucht man ab und zu mal einen Kuss.

Das stellte ein älteres Ehepaar im Bus so schön fest. Oder dieses Gespräch einer Männergruppe, bei dem Silvie hörte: “Hannes kann leider nicht. Der macht dieses Wochenende eine Umschulung zum Instagram Husband.” Muahhhhaha.

Auch schön:

Oder:

Gäbe es Kinderbücher für Erwachsene, so würden sie sich anfühlen. Man leidet mit. Man ach wie schönt mit. Ist gespannt, gerührt, einfach glücklich. Danke dafür, liebe Silvie.

 

 

3.) Ulrike Lea – die Gute-Laune-Fanclub-Leiterin.

Sie sei definitiv der Glashalbvoll-Typ schrieb mir Ulrike, als ich sie für eine Komm se rein-Haustour bei mir aufm Blog anfragte. Meine Idee war, dass sie nicht nur ihre schöne bunte Wohnung hier zeigt, sondern auch noch Tipps verrät, wie sie die gute Laune behält, egal, was gerade Wildes in ihrem Leben als Zweifachmama in Aachen passiert. Das war im Januar. Einen harten Winter und diverse seltsame (Kita-) Krankheiten in ihrem und meinem Leben später, passt Ulrike einfach wunderbar in diese Rubrik heute.

Today my dear friend Martha – who runs a super cool gallery in Barcelona, where she sells curated art for kids and those who are young at heart – launches her first textile collection. A cooperation with the illustrator and artist @vallkarsunke including shirts for kids and adults, from 2-11 years. Isn’t this mouse illustration extra super good?! To celebrate the collection you will recieve 20% off and free shipping today!! by my dear friend @jmdphoto_de thank you so much JM! Werbung | Ad @plomgallery #plomgallery #illustration #mouse #tshirt #bedifferent #beunique #organiccotton #originalseries #kiddult #twinning #makeyousmilestyle #mystyle #mywardrobe #colourpop #aboutalook #interiordesign #interior #nicenicenice #supportartists #supportsmallbusiness #womenbusiness

Ein Beitrag geteilt von Ulrike Lea (@donnerstagsonntag) am

A) Weil ich ihre Wohnung immer noch großartig finde und jedes Mal grinsen muss, wenn ich sie mir in ihrem Instagram-Profil donnerstagsonntag anschaue. Das ist ein bisschen wie sich unter eine Gute-Laune-Sonnenbank zu legen. Oder bei Pippa Langstrumpfs Schwester vorbei zu schauen. Ich mein, allein diese Karneval-Kostüme? Der Knaller! Die vielen Donna Wilson-Sachen! Ihre Küchenhandtuch-Sammlung, ach was, die Kaffeebecher!

Und

B) macht mir Ulrike einfach sehr gute Laune, weil unsere ständig aufgeschobene Geschichte mich daran erinnert, dass es manchmal einfach Wichtigeres gibt. Manchmal notgedrungen, weil man es nicht anders schafft. So pausiert Ulrike aktuell zum Beispiel von ihrem Job als Einrichtungsberaterin und Innenarchitektin. Weil sie merkte, wie ausgepowert sie war und noch rechtzeitig auf die Bremse trat.

Da ist ja auch etwas Gutes dran, mal nicht alles zu schaffen.

Das Leben mal bestimmen zu lassen und nicht immer so zu tun, als seien wir die, die irgendwas bestimmen könnten. Kann entspannende Effekte haben. So kam Ulrike zum Beispiel eine ganz neue Jobidee im Bereich Interior, an der sie gerade heimlich tüfftelt.

Mal auf die Bremse zu treten ist also fast so gut wie den Stress einfach wegzutanzen. Das schrieb Ulrike mir dann nämlich doch noch irgendwann zwischendurch: Bei ihnen würde viel getanzt werden, weil ständig Musik liefe. Und wenn schlechte Laune eins nicht kann, dann tanzen.

Text – Stefanie Luxat

9 Comments

  1. Antworten Lilli 19. April 2018 um 08:25 Uhr

    Hallo Steffi, danke für den Beitrag…schlürfe gerade meine cereals und freue mich natürlich auf die Restmilch, die ich gleich mit einem Lächeln, dank Dir und Christina Tossi, trinken werden, das Beste kommt zum Schluß. Die Fotos von ‘donnerstagsonntag’ sind ja Klasse, da werde ich gleich mal reinschauen, sehr inspirierend, danke fürs Vorstellen. Durch Dich wird doch mein Donnerstag auch zum Sonntag 😉 Lg, Lilli

    • Antworten Steffi 19. April 2018 um 10:32 Uhr

      @Lilli: Ach du wieder Lilli, schönstes Wortspiel schon so früh am Morgen. Wenn das von der Cereal Milk kommt, mach ich mir auch gleich eine. 😉 Herzlichste Grüße, Steffi

  2. Antworten Caroline 19. April 2018 um 08:51 Uhr

    Faust aufs Auge würde ich sagen! Die erste Dame ist mir zu gefährlich -> ich meide aus taktischen Gründen alle Food Leute auf Instagram, da krieg ich nur Hunger. Aber die andern beiden liebe ich sehr und bewundere vor allem wie schön bunt und kreativ ohne kitschig zu sein, Ulrike ihre Wohnung einrichtet. Wäre manchmal gerne mehr wie sie. #fangirl

  3. Antworten Anita 19. April 2018 um 12:32 Uhr

    love.kram ist einfach göttlich!
    Vielen Dank für diesen erheiternden Tipp, sitze schon den ganzen Morgen und lache mich durch diese wunderschönen Momente!
    Silvie sollte wirklich ein Buch daraus machen- das wäre definitiv eines, das ich meinen Freundinnen schenken würde.
    Danke, Anita

    • Antworten Steffi 19. April 2018 um 12:41 Uhr

      @Anita: Wie lustig, genau das habe ich auch gedacht! Silvie, wir wollen ein Buch von dir! Please!!! Ich hätte es gern als Coffee Table Buch und zum Verschenken! Herzliche Grüße, Steffi

  4. Antworten Andrea 21. April 2018 um 09:20 Uhr

    Hallo Steffi,
    kennst du die Zeichnungen vin Sophie Blackall, missed connections? Sie zeichnet verpasste Begegnungen aus der New Yorker subway, auch ganz toll!
    http://www.sophieblackall.com/missed-connections-2

    liebe Grüße

  5. Antworten Irina 23. April 2018 um 22:44 Uhr

    Hallo Steffi, eben in deinem Blog noch über Zuckerverzicht gelesen, hier eine Ode an “Cereal Milk”. Mich schüttelt’s echt bei dem Gedanken … Wenn man irgendwas ohne einen Verlust an Lebensqualität weglassen, dann doch solchen Dreck?! Sicher, das ist Geschmackssache – aber in meinen Augen gehören Frühstückscerealien (dieses dämliche Marketingwort sagt eigentlich schon alles) und Softdrinks zu den Ernährungsgeißeln der Menschheit (und Cereal Milk ist irgendwie die Verbindung aus beidem …). Wer sich solch ein Zuckergebräu nicht täglich hinter die Binde kippt (und das machen die meisten ja), kann am Wochenende ohne Reue auch mal ein Stück Kuchen genießen …

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