Urlaub auf Mallorca:

3 Dinge, die ich hier liebe: entspannende Spa-Tage im Hotel Portixol, Superheldengefühle beim Tauchen mit dem Atemrausch-Team und köstlich befüllte Lunchboxen von Amano für den Hunger am Strand

Portixol

TomDixonPortixol

Wenn ich einen Ort finde an dem es mir gefällt, dann bin ich eine sehr treue Seele. Dann möchte ich dort am liebsten einziehen oder alles und jeden mit nach Hause nehmen. Im Hotel Portixol wären das zum Beispiel die Kellner, die einem am Pool oder wo man auch gerade ist, fragen: „Können wir Ihnen noch etwas Gutes tun? Vielleicht einen Eiskaffee mit Keksen oder einen Hugo mit Nüssen?“ oder „Oh, Sie haben keinen Strom mehr für Ihr Handy, sollen wir Ihnen schnell ein Ladegerät besorgen? Gar kein Problem!“. Oder die Kupfer-Lampen von Tom Dixon, die würde ich auch sofort mitnehmen. Oder die hübsche Tapete im Spabereich, genau so wie die tolle Masseuse. Auch den Koch würde ich am liebsten nächste Woche, wenn es zurück nach Hause geht, in meinen Koffer stecken – sein Ceviche ist das köstlichste, das ich je gegessen habe. Ach, einfach alles macht in dem so hübschen Hotel Portixol Spaß. Besonders ein fantastischer Spa-Tag mit der Freundin, wie Marlene und ich ihn hatten. Auf ihrem Blog spruced findet ihr noch viele, weitere tolle Bilder von ihr zu unserem Tag. Und kleiner Tipp: wenn man die Spa-Behandlungen im Voraus bucht, bekommt man 10 Prozent Rabatt. Und wenn man ganz lieb fragt, am besten noch eine Lunch- und Dinner-Reservierung macht, darf man den Tag auch am Pool verbringen. Zum Beispiel auf diesen so gemütlichen Lounge-Sofas. Wo es haufenweise skandinavische und englische Zeitschriften zum Blättern und hübsche Schweden zum Anschauen gibt. Das ist eigentlich nur den Hotelgästen vorbehalten, es sei denn man fragt liebt. Oder noch besser: man zieht dort einfach ein!

cala molins mit boot

Ich bin noch nie getaucht. Habe noch nicht mal geschnorchelt. Ich bin nicht heiß drauf meinen Kopf im Meer unter Wasser zu stecken und noch dazu mit einer Sauerstoffflasche, dessen Mundteil schon diverse andere Menschen eingespeichelt haben, ein paar Stunden zu verbringen!

Doch dann lernte ich die beiden Deutschen Caroline und Stefan kennen, die in Cala Sant Vincent, die Tauchschule atemrausch und einen Fahrradverleih mit Ausflugsangeboten betreiben. Und wenn die beiden vom Glück des Tauchens erzählen, wie schön der Schwebezustand unter Wasser ist, dass es überhaupt nicht kompliziert, sondern einfach nur toll sei – und das Mundteil der Flasche desinfiziert – dann ist man schon mit einem Fuß im Wasser.

Neoprenanzüge anziehen- Top Gefühl, macht eine super Figur und man fühlt sich gleich so sportlich. Sauerstoffflasche auf den Rücken – irre schwer, so sehr, dass man sich freut sobald man im Wasser damit und das Gewicht weg ist. Der beste Überbrückungstrick, wenn man wie ich doch plötzlich lieber am Strand bleiben würde als ins Wasser zu gehen. Stefan hat uns alles wirklich top erklärt, doch als wir am Strand ins Wasser gehen, da all die Menschen um uns herum schwimmen, ich plötzlich unter Wasser atmen soll (klingt bekloppt, aber das muss man sich erstmal trauen, wenn einem das 34 Jahre anders beigebracht wurde) und ich noch so viele andere Dinge beachten soll (Druckausgleich via Nase für die Ohren, mit einem Knopf und Schlauch sich absenken lassen, nur durch den Mund ein und ausatmen, mich von den vielen Wasserbläschen nicht irritieren lassen, Flossen benutzen…), da bekomm ich plötzlich Panik und sag: „Ach Jungs, macht das doch sonst lieber alleine, ich plantsch hier ein bisschen und nachher gehen wir schön essen…“

DCIM100GOPRO

Aber weil ich nicht die erste Schisserin bin, die Stefan in seinem Kurs  hat, nimmt er einfach meine Hand und sagt: „Komm mal mit, wir üben ja noch, es geht ja noch gar nicht los…“. Dieser Profi. Denn irgendwann geht es doch los, aber da hab ich mich schon Schritt für Schritt an alles gewöhnt, ist die Vorstellung nicht mehr so absurd, komplett unter Wasser zu gehen und da weiter zu leben. Es macht so ganz langsam sogar Spaß. Nachdem ich gemerkt habe, ich kann ja jederzeit auftauchen mit diesem Fahrstuhl-Knopf an meiner Weste. Und hingegen der blöden Gerüchte, man würde dabei ohnmächtig werden (nicht bei einer maximalen Tiefe von fünf Metern). Salzwasserschlucken, falsch ein- und ausatmen überlebt man auch. Also lass ich los, vertrau ich Stefan, tauche ein bisschen Hand in Hand mit ihm und mach dann mein eigenes Ding. Und das ist ganz schön cool: Es ist lustig, abzutauchen und die anderen Schwimmer nur noch von unten aus Haiperspektive zu sehen. Die Ruhe je mehr ich es schaffe, entspannt zu atmen. Die Fische, die einen mit riesigen Augen angucken, mit einem schwimmen, dieses Gefühl zu schweben. Irgendwann macht es Plopp und mein ganzer Gedankenballast düst an die Oberfläche, ist weg. Ich bin nur noch hier unten, denke an nichts mehr, genieße einfach nur die Stille, schau mir alles ganz genau an und fühle mich so leicht wie das Baby auf dem CD-Cover von Nirvana. Ohne die Dollar-Note, dafür mit unbezahlbaren Glücksgefühlen. Und diese Glücksgefühle werden zu Superheldengefühlen als wir später aus dem Wasser kommen und unsere Ausrüstung zurück bringen. Ich hab mich was getraut, ich hab meiner Angst gesagt „Verpiss dich!“, fühle mich wie Lara Croft und Superman auf ein Mal. Mindestens. Und es ist schön, dass mein Mann mit war. Ein gemeinsames Abendteuer. Noch tagelang schwärmen wir von unserer Heldentat. Ich kann sie sehr empfehlen: die Superheldengefühle to go.

amano

Vielleicht gibt es sie und ich habe sie bisher nur einfach noch nicht gefunden: Strandbuden auf Mallorca mit richtig gutem Essen. Alles, was wir an vielen verschiedenen Stränden dort gekauft haben war, puh, pappig. Lieblos gemacht und teuer. Also war ich sehr glücklich über die Entdeckung des Ladens „Amano“ in Ses Salines, kurz vor dem EsTrenc-Strand. Bei Amano kann man sich eine Beachbox packen lassen. Eine Kühlbox mit diversen selbstgemachten Köstlichkeiten. Frische Melone mit leckerem Schinken, Mozarella-Tomaten-Salat. Käse-Feigen-Salat, Chorizo-Wurst im Blätterteig, Sandwiches mit Roast Beef oder Käse, Muffins, Brownies, hausgemachte Limonade – das Angebot ist groß & köstlich. Für die Kühlbox hinterlegt man 20 Euro Pfand, bringt sie abends oder am nächsten Tag einfach wieder zurück. Oder noch besser: lässt sich gleich neu befüllen. So haben wir es gemacht und hatten damit herrliche Tage am EsTrenc.

[herz steffi mitte]

13 Comments

  1. Antworten Ni Luka 29. August 2013 um 13:15 Uhr

    Ahhhhrrrr…was soll ich sagen…ich bin total NEIDIIIISCH….pfuiii…= dass soll man doch nicht sein…nochmal pfuiii…also ZU MIR !!!
    Umswitschen, aber ganz schnell…
    Alles so toll…tolle Fotos…tolles Spa…tauchen hab’ ich mich auch noch nicht getraut…aber sicher eine ebenso tolle Erfahrung…ein supertolles Lunchpaket…mit soviel Liebe ausgesucht und gepackt…
    Tolle Erinnerungen und Erfahrungen, die Du mit nach Hause nimmst liebe Steffi
    Bewahr sie Dir und behüte sie…
    Eine schöne Hochzeitsfeier heute und komm’ wieder gesund und gut in Good old Germany an !!!

  2. Antworten Kleinstadtprimel claudia Buchstaller 29. August 2013 um 13:19 Uhr

    Gratulation Du hast es geschafft! Danke das du uns beim tauchen hast teilhaben lassen und sogar mit Augen und Ohren! Tauchen ist absolute Meditation, I love it und ich fühle wie Du es beschreibst: irgendwann ist der Kopf auf aus und man chillt nur noch. Liebe Grüsse aus Bayern von der Taucherin die momentan leider nix taucht 🙂

  3. Antworten gisela 29. August 2013 um 13:38 Uhr

    ich hoffe mal, sie haben dir eine pressluftflasche und keine sauerstoffflasche zum tauchen gegeben. 😉

  4. Antworten Lisa-Marie 29. August 2013 um 14:29 Uhr

    Liebe Steffi,
    Dein Urlaub haut mich wirklich um. Das ist ja wirklich ein Traum, was du dort alles erlebst. Danke für dieses äußert sympathische Video

    • Antworten Lisa-Marie 29. August 2013 um 14:31 Uhr

      Jetzt überlege ich wirklich auch mal dorthin zu fliehen und mal tauchen zu gehen, einen SPA-tag im portixol zu erleben und und und…
      Ich wünsche dir noch eine schöne zeit.
      Liebe Grüße
      Lisa-marie

  5. Antworten Sarah 29. August 2013 um 15:30 Uhr

    Das Gefühl der Panik die aufkommt beim Tauchen kann ich gut von meinem ersten Schnorchel-Trip nachvollziehen. Ich hatte ein einfaches Mantra Einatmen-du schaffst das- Ausatmen – du schaffst das – Einatmen usw. irgendwann gehts und es ist einfach nur wunderschön. Wegen Dir hab ich nun Lust nach Mallé (ohne sauffen wie mit 14).
    ♥ Sarah

  6. Antworten Katrin 29. August 2013 um 15:34 Uhr

    Sieht traumhaft aus, aber ich hätte lieber die Beachbox als den Tauchgang …

  7. Antworten missmenke 29. August 2013 um 15:44 Uhr

    Oh, Steffi, wie toll dass du uns an dem Taucherlebnis teilhaben lässt! Und wie so einigen anderen vor mir wäre mir auch lieber nach der Box am Strand… 🙂

  8. Antworten *nane 30. August 2013 um 08:20 Uhr

    Ohhhh WOW, Du hast Dich getraut – Hut ab !!!!!
    Ich krieg schon beim Schnorcheln die Panik, echt jetzt, hab das auch schon ausprobiert. Dein Kurzfilm vom Tauchen ist super wie auch die Fotos und der ganze Bericht von Deinem Aufenthalt auf Mallorca.
    FERNWEH, Mallorca ist so schön.
    Liebe Grüße Christiane

  9. Antworten Ina 31. August 2013 um 15:31 Uhr

    Ich bin in zwei Wochen auf Mallorca und ich glaube, Tauchen werde ich auch mal probieren! Habe ich schon so lange vor… Sieht aus, als hättest du eine tolle Zeit 🙂

  10. Antworten Franzi 1. September 2013 um 12:18 Uhr

    Was für ein wunderschöner Eintrag! Deine Worte bereiten mir einfach Freude, ich freue mich mit dir und muss einfach lächeln! Daumen hoch und Hut ab, dass du dich getraut hast!

    Alles Liebe,
    Franzi

  11. Antworten Heike Eichler 10. September 2013 um 12:51 Uhr

    Liebe Steffi, seit gestern aus dem Mallorca Urlaub zurück (leider mit einem mich quälenden Tinitus) und heute mal wieder auf deiner Seite (um dem Ton im Ohr leiser werden zu lassen, weil ich mich hier so schön ablenken lassen kann) und was sehe ich da? Du in “unserer” Bucht, wo wir 2 sehr schöne Wochen erleben durften (Cala Sant Vincent)! Hätte ich deinen Beitrag früher gelesen, dann wäre ich auch mal bei Atemrausch gelandet, so hab ich den Tauchern nur von der Ferne zugeschaut!
    Alles Liebe,
    Heike

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