Was ist so toll am Eltern sein?

Wie schlimm Geburten sein können, wie sehr ein Kind die Beziehung belasten kann, wie quälend Schlafentzug oder die Pubertät ist – davon erzählen einem ungefragt viele, wenn es um das Thema Eltern sein geht.

Nur, was das Schöne am Eltern sein ist, so en detail, das erzählen eher wenige. Vielleicht, weil es so banal scheint und gleichzeitig so unfassbar? Vielleicht, weil es so schwer in Worte zu fassen ist? Dies ist der Versuch einer Antwort auf die große Frage:

Was ist so toll am Eltern sein?

Es beginnt mit diesem großen Gefühl Stolz. Auf sich selbst und das Kind, von der ersten Sekunde an. Da wächst in diesem Bauch ganz von allein ein Baby. Das haben wir da zusammen reingesetzt, wie genau haben wir bis heute nicht so wirklich verstanden, aber jetzt schwimmt es fröhlich umher und ist bereits unser größter Held. Weil: dem wachsen gerade Hände! Und Füße! Wimpern! Oberschenkel! Unterschenkel! Eine Wirbelsäule! Eine Nase! Einfach so!

Wir starren auf Alienbilder in Schwarz-Weiß auf dem Ultraschallgerät und denken: Etwas Schöneres hat die Welt noch nicht gesehen! Unser Kind! Und da ist schon das zweite große Gefühl: fast überzuschwappen vor Liebe. Sie kommt ganz langsam auf einen zu, diese Riesenportion Liebe, für die man nichts tun muss, für die man nicht toll sein muss, die jetzt einfach da ist und nicht mehr gehen wird.

Es ist wie verliebt sein. Es ist verliebt sein. Nur nicht so hysterisch, schwankend, manchmal berechnend wie das Verliebtsein zwischen Erwachsenen mitunter sein kann. Es ist ein warmes, weiches Gefühl, das immer da ist und in bestimmten Situationen ganz plötzlich noch tiefer als sonst in einen reinkriecht. Es ist Liebe, die große Liebe, die für immer bleibt, egal was passiert.

Das Kind schafft den Weg auf die Welt und gemeinsam bezwingt man das Chaos des Anfangs. Superheldengefühle durchfluten einen, nach der geschafften Geburt, sobald man das schreiende Kind beruhigt hat. Es schläft, isst, pupst, was auch immer – immer ist da dieser Stolz. Auf das Kind, aber auch sich selbst, was man so wegsteckt, wie intuitiv man weiß, was zu tun ist und auf den Partner, dem man beim Lieben zuschaut und ihn dafür gleich noch mehr liebt.

Man übt zu sagen „Ich bin die Mama von…“, „Der Papa von…“ und es kribbelt im ganzen Körper und man kommt nicht umher zu grinsen dabei. Sogar am Telefon, wenn es einfach nur um einen Termin beim Kinderarzt geht.

Dann setzt sich das Kind plötzlich einfach so hin und man möchte die Neuigkeiten mit einem Megaphon vom Balkon brüllen, weil, so etwas kann es vorher noch nicht auf der Welt gegeben haben. Es läuft, es nimmt einen in den Arm, legt einem die Patschehände ins Gesicht, streichelt über die Wange und für dieses Gefühl würde man gerade alles andere eintauschen.

Sie finden, dass wir Helden sind, dass es sich lohnt uns nachzuahmen. Sie sind so stolz, dass wir ihre Eltern sind, erzählen es der ganzen Welt: „Meine Mama!“, „Mein Papa!“, „Alles meins!“. Sie wollen gar nicht viel von uns, einfach nur, dass wir da sind und sie lieb haben. Dass wir ihnen zeigen, wie etwas funktioniert und wie man damit umgeht, wenn etwas mal nicht funktioniert. Mit ihnen über den Quatsch lachen, den sie anstellen und einfach nicht alles so schrecklich ernst nehmen.

Endlich nimmt man jemanden noch wichtiger als sich selbst. Ist sich für keinen Scherz zu keiner Uhrzeit zu schade. Hauptsache, das Kind gackert noch ein Mal so herrlich voller Inbrunst. Es ist wahr, man würde alles für diesen Menschen tun, sein Leben lassen, alles lassen, Hauptsache es geht ihm gut. Und gleichzeitig weiß man, dass es jetzt noch umso wichtiger ist, dass es einem auch selbst gut geht. Weil das Kraft gibt für die Herausforderungen und weil es vielleicht eine der wichtigsten Lektionen ist, die man weiter geben kann: wie man glücklich wird. Man manchmal mutig sein muss, besonders in unglücklichen Zeiten, es Wege da raus gibt und sich das lohnt. Das Leben manchmal so ist, es aber nicht sein muss. Egal in welchem Alter.

Man kann sich so viel sparen mit Kindern – Achtsamkeitsseminare zum Beispiel, weil man dank der Kinder so sehr im Jetzt verankert wird, dass nicht achtsam zu sein ein Eigentor wäre. Auch Kurse für Lachyoga geben einem Kinder ganz für umsonst. Seien es lustige Blicke, die sie sich bei anderen abgucken. Wörter, die sie erfinden. Sprüche, die sie raushauen. Man sollte jederzeit in den absurdesten Situationen darauf gefasst sein, sehr zum Lachen gebracht zu werden.

Und auch mit dem Partner gibt es jetzt noch mehr zu lachen: über die bekloppten Frisuren, die man manchmal aus Zeitnot trägt. Dass man sich schon wieder ungeduscht zur Arbeit schummelt. Das Lachen, das einem manchmal nur bleibt, wenn alles andere um einen herum gerade explodiert und man eh nicht mehr gewinnen kann. Dann den Partner anzuschauen und einfach nur zu lachen oder ihn zu küssen, ihm ohne viele Worte zu signalisieren, ich sitz gerade echt tief in der Scheiße, aber mit dir ist selbst das schön – das gibt ganz viel Wir-können-alles-zusammen-schaffen-Gefühle. Und zwei Sekunden später sagt eh einer von beiden: „Gott, ist sie/er süß, haben wir ein tolles Kind, ach guck mal, was sie/er wieder macht und alles tolles Neues kann…“.

Sie bringen einem so viel über sich selbst bei und das Leben. Das eigentlich nicht viel wichtig ist, ausser etwas Gutes zu essen und keine quersitzenden Furze.

Das Lachen manchmal einfach schon die Lösung ist. Und irgendwie zu improvisieren.

Sie zwingen einen dazu, Prioritäten zu setzen, effizienter zu werden oder auch einfach nicht. Dann ist man eben krank, dann verdaddelt man eben einen ganzen Tag – was ist denn wirklich wichtiger, als jetzt zusammen zu sein? Am Leben und in Sicherheit? Genau.

Und weil dieses Kind einem immer wieder zeigt, dass im Leben eigentlich alles möglich ist, macht es Spaß das eigene auch noch mal zu überdenken. Bin ich glücklich mit dem, was ich tue? Könnte ich das, was mich ärgert oder unnötig Zeit kostet nicht vielleicht noch elegant loswerden? Weil: sie wollen Spaß, sie wollen das, was sie wollen bedingungslos. Und wehe, man nimmt es ihnen weg. Da kann man sich eine Menge abgucken von dieser Unbedingtheit. Wenn man für eine Sache nicht so empfindet – wie wichtig kann sie dann sein?

Sie wuppen die Schule, schaffen die Pubertät, den ersten Liebeskummer und man darf dabei sein. Was für ein Privileg, am Leben dieses Menschen teilhaben zu dürfen. Um Rat gefragt zu werden, helfen zu dürfen, einfach nur in den Arm zu nehmen. Angerufen zu werden, wenn es am schlimmsten ist. Vermisst zu werden. Was für ein Kompliment.

Sie erinnern einen unbewusst an das, was man selbst erlebt hat, als man so alt war wie sie, beziehungsweise was auch die eigenen Eltern durchmachten, und geben einem damit die Möglichkeit, sich mit Menschen und Situationen im Nachhinein auszusöhnen. Etwas glatt zu ziehen im Kopf oder auch persönlich. Sich selbst auch immer mal wieder in Frage zu stellen und zu wachsen. Ein Stück Frieden zu finden.

Und irgendwann sieht man sie dann vielleicht selbst Eltern sein. Und man sieht diesen Stolz, den sie jetzt selbst empfinden, auf sich, ihre Kinder und ein bisschen auch auf ihre eigenen Eltern. Weil sie wissen, es war vielleicht nicht immer alles perfekt, aber es war und ist für immer die große Liebe.

Text – Stefanie Luxat

36 Comments

  1. Antworten Kaddi 11. März 2016 um 09:49

    Liebe Steffi, was für ein wunderbarer Text. Jetzt sitz ich hier im Bett, krank, seh so aus, dass ich auch mal ganz laut lachen muss und heule zu allem Überfluss auch noch wegen deines Textes. Er spricht mir so aus der Seele. Ja, es ist wunderbar. Und ja, du hast recht, das sollte man viel öfter sagen. Es ist wunder-wunder-wunderbar mit Kindern. Sie sind einfach ein Wunder, das man sein ganzes Leben liebt!
    Ich sehe unsere Pauli auch oft und denke: Och Mann, ist die süß. Oder sage: Guck mal Steff, wie sie jetzt schaut. Ohhhh! Und diese Freude, dieser Stolz, das will gar nicht vergehen, das ist so toll.
    Deswegen hab ich auch manchmal ganz schön Angst, dass ihr was passieren könnte, aber das ist wahrscheinlich normal, so geht es uns doch allen, oder?

    Dein Text kommt zudem ganz richtig, weil er mich nochmal hat fokussieren lassen, auf das Wesentliche nämlich. Auf uns. Unsere Liebe. Weg von allem, was doof ist. Schlaflose Nächte etc. So oft wird man gefragt, wie es so läuft zu Hause, was das Kind macht, ob es leicht ist und ganz oft hab ich das Gefühl, dass meine Antwort falsch ist, wenn ich sage, dass ich ganz zufrieden bin, dass alles im Großen und Ganzen gut läuft. Ganz oft wird dann wohl gedacht, dass ich mir ins Täschchen lüge oder etwas schön rede, dass es gar nicht alles so gut sein kann, wie ich es erzähle oder sehe. Ganz oft wird dann gezögert, als ob sich mein Gegenüber fragt, ob da jetzt noch eine Horrorstory oder irgendwas kommt, was negativ ist, was nicht so läuft. Und ja, natürlich gibt es Negatives, gibt es Dinge, die nicht so laufen, aber wie du so schön sagst: Was zählt das denn alles, wenn man sich auf das Kind und sich selbst besinnt. Sind da unterbrochene Nächte nicht wurschtegal? Hauptsache man kann lachen, ist gesund und liebt sich?

    Liebe Steffi, genau deshalb fand ich deinen Text so toll, weil er uns besinnen lässt: Auf das Positive. Auf uns als Familie. DANKE!
    LG von Kaddi

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:37

      @Kaddi: Liebste Kaddi, bitte entschuldige, dass ich erst jetzt auf deinen schönen Kommentar antworte. Ich hatte ihn sofort gelesen und mich sehr gefreut, mich dann aber komplett verkuschelt mit meiner kleinen Familie. Ich hoffe, du bist inzwischen genesen? Und weißte was: Scheiß drauf, was die anderen denken! Ist doch latte! Hauptsache ihr seid happy, egal ob mit viel oder wenig Schlaf oder was auch immer! Ihr macht das schon! Liebste Grüße!! Steffi

  2. Antworten Doro 11. März 2016 um 09:54

    Ich habe keine Kinder und kann entsprechend die Gefühle nicht nachvollziehen, aber ich verstehe es. Wenn ich meine Eltern heute anschaue, mag ich ein bisschen verstehen, was da in ihnen vorgeht, wenn ich Texte wie deinen lese. Und Verständnis ist immer gut. Danke :)

  3. Antworten Eva 11. März 2016 um 10:22

    Ein großes Dankeschön für diesen Text! Unser erster Sohn kommt in ca. vier Wochen – und bei all den Geschichten über Schlafentzug, Stress und „Mach das jetzt nochmal, du wirst nie wieder Zeit für dich haben!“ tut das richtig gut. Danke fürs Mutmachen!

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:31

      @Eva: Sehr, sehr, sehr gern geschehen! Oh ich kenn die Laberbacken so gut, die den Quatsch vorher einem erzählen. Vielleicht tun sie’s manchmal, weil sie nicht wissen, was sie anderes sagen sollen, aber es nervt trotzdem. Weißte, was ich dann immer gemacht habe? Schnell innerlich „Summ, summ, summ Bienchen summ herum“ angestimmt und erschrocken auf die Uhr geguckt, „Mist, ich muss los!“ gesagt und weg war ich. Zieh’s dir nicht rein, renn lieber weg! :) Als Hochschwangere sollte man herrlich egoistisch sein und sich nur mit schönen Dingen und Themen umgeben, finde ich. Alles was einem Superkräfte und Superlaune macht, der Rest soll sich verpieseln! Herzliche Grüße & alles, alles Liebe für dich, du rockst das!! Steffi

  4. Antworten Kristin 11. März 2016 um 10:23

    Oh jeeee… Wie schön! Wie wahr! Jedes Wort. Schon in der ersten Zeile („Stolz“) bin ich in ein Schluchzen ausgebrochen. Das hat sich dann jede zweite Zeile wiederholt. Meine Tochter (jaaaaaaaaaaa, Stolz!!! Meine Tochter! Das schreibt sich so toll, das sagt sich so toll, das ist so toll!) schaute mich mit ihren großen blauen Augen ganz irritiert aus ihrem Babybjörn an. Ich wollte ihr keine Angst machen, also versuchte ich das einzustellen. Doch dann kam wieder eine weitere Zeile und ein weiteres Schluchzen. Jetzt brabbelt sie, während ich schreibe, ihr Spielzeug voll. Und schwups, da ist auch diese eben beschriebene tiefe Liebe wieder! (Aber die brabbelt doch nur! Noch nicht einmal Wörter! Mach‘ doch nicht so ein Theater drum!) Täglich denke ich, doller kann man nicht lieben! Und dann kommt der nächste Morgen, sie weckt mich nach einer kurzen Nacht mit ihrem Geplapper und grinst mir dabei frech ins Gesicht und ich denke: „Doch! Kann man!“

    Diese schöne Liebe, nehmt sie mit in ein schönes Wochenende und macht, was richtig und wichtig und schön für euch ist!

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:26

      @Kristin: So, nach tagelangem Gekuschel und Geknutsche komm ich endlich dazu, die tollen Kommentare hier zu beantworten. Hab einfach gemacht, wozu du geraten hast, das zu tun was richtig und wichtig für uns ist. 😉 Das klingt echt bekloppt, aber du weißt ja, wie es gemeint ist, ich freu mich, dass dich der Text zum Schluchzen gebracht hat! Herzlichste Grüße von Hormonschleuder zu Hormonschleuder! Steffi

  5. Antworten Nini 11. März 2016 um 10:34

    Liebe Steffi,
    leider höre ich außer dir auch immer nur die mir den Vorwarnungen wie schlimm das alles wird mit Kind. Daher lese ich lieber deine Texte und freue mich darauf auch irgendwann Mama zu sein. Jetzt sitze ich in der Bibliothek, wische mir meine Tränen aus den Augen und bin herrlich glücklich, dass es dich gibt.
    Liebste Grüße!

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:23

      @Nini: Ach wie süß von dir! Freu mich unbekannter Weise auch sehr, dass es dich gibt! Du hast so viel Tolles vor dir (mit und ohne Kind), ganz viel Spaß dabei! Herzlich, Steffi

  6. Antworten Eva 11. März 2016 um 10:58

    Genau DAS hat es gebraucht, um die Sorgen, die Fragen „Haben wir uns das eigentlich gut überlegt? Werden wir wirklich so gute Eltern sein?“ in den Hintergrund treten zu lassen – jetzt ist da nur noch Vorfreude auf das kleine Mädchen in meinem Bauch! Danke, dass du mich mit diesem Gefühl ins Wochenende schickst!
    Eva

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:22

      @Eva: Sehr, sehr gern geschehen! Und ihr werdet ganz bestimmt tolle Eltern! Die Fragen, die du dir stellst, stellen sich alle, also kannst du sie einfach zur Seite schieben. Die kommen immer mal wieder vorbei, aber mit einem breiten Lächeln und einem dicken Kuss ans Kind, nerven sie einen weniger. Herzliche Grüße & alles, alles Liebe für deine Schwangerschaft! Steffi

  7. Antworten stephanie 11. März 2016 um 11:03

    Ja, ein wirklich schöner Text und alles wahr. Ebenso empfinden (fast) alle Eltern, ein Stück davon auch Großeltern. Es ist wichtig dieses fast unbeschreibliche Gefühl so in Worte zu fassen. Punkt. Gleichzeitig – ohne deine Worte einschränken oder relativieren zu wollen – gibt es auch Eltern, und derer gar nicht so wenig, die werden von dieser Liebe zum Kind nicht umgehauen. Die vorher so angekündigte uneingeschränkte und selbstverständliche Liebe ist PENG nicht einfach da. Und das ist dann sehr schwer, weil doch alle davon erzählt haben, weil man sich das vorher so viele male so schön ausgemalt hat, und weil es bei allen anderen auch genauso ist oder aber vielleicht nur erscheint?! Diese Eltern, wohl eher Mütter, müssen sich die Liebe erst sehr mühselig zu ihrem Kind aufbauen, und das ist ein schwerer und auch schmerzhafter Weg, da man sich ja fragt, was an einem so falsch ist, dass die als selbstverständlich empfundene Mutterliebe nicht mit der Geburt auf die Welt gekommen ist. Da kann die Welt um einen herum getränkt mit der Mutterliebe der anderen sehr brutal sein. Ich habe beides erlebt, heute liebe ich meine beiden Töchter uneingeschränkt, aber diese selbstverständliche Leichtigkeit hat sich bei meiner Großen leider nie eingestellt. Meine Liebe ist dennoch da, immer.

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:20

      @stephanie: Liebe Stephanie, ja, ganz wichtiges, großes Thema. Wie so viele zum Thema Eltern werden. Ich hab sie nur alle, die nicht positiv im klassischen Sinne sind, für diesen Artikel ausgelassen. Weil es mal nur um das Positive gehen sollte. Weil mir auffiel, das auch darüber sehr selten nur geschrieben wird. Herzliche Grüße, Steffi

  8. Antworten Uschi Graf 11. März 2016 um 11:13

    Schön geschrieben, vielen Dank!
    Manchmal vergisst man, die schönen Dinge zu genießen, in diesem täglichen Wahnsinn…
    Liebe Grüße
    Uschi

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:18

      @Uschi Graf: Liebe Uschi, genau deshalb hab ich den Artikel geschrieben. Damit man sich im Wahnsinn an den ein oder anderen Satz erinnert. Oder sich darüber lustig macht, so wie mein Mann und ich es jetzt manchmal machen. Ach, Hauptsache es wird gelacht, oder? Herzlich, Steffi

  9. Antworten Karina 11. März 2016 um 13:19

    Wundervoll geschrieben, liebe Steffi und so treffend! Ich bin sehr dankbar sagen zu können: ich weiß, wovon die da schreibt. :) So, und nun auch endlich mal
    einen dicken GLÜCKWUNSCH zur Geburt eures Sohnes! Ganz liebe Grüße Karina

  10. Antworten Stephke 11. März 2016 um 14:33

    Schluchz.. Ohhh, Wie Wahr. Schluchz.. Ohhh, Wie Schoen.

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:16

      @Stephke: Wie schön… Ich reiche ein Taschentuch in Gedanken, virtuell, digital, ach was weiß denn ich: ein Stofftaschentuch! 😉 Herzliche Grüße, Steffi

  11. Antworten Sonja 11. März 2016 um 15:40

    Als ich schwanger war, wurde mir immer wieder gesagt, wie anstrengend alles sein wird mit Baby und dass man komplett fremdbestimmt sein wird. Ich hatte dadurch fast schon Angst auf die Zeit nach der Geburt. Doch wie gern man so vieles für sein Baby aufgibt, wenn es erst einmal da ist und wie wenig anstrengend alles ist, hätte ich nie gedacht. Es ist das Schönste, das Wundervollste was ich je hatte.

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:15

      @Sonja: Liebe Sonja, mir ging es genau so, guck, da sind wir schon zwei! Also schnell weiter rum erzählen, es gibt bestimmt noch mehr Frauen, die so denken und fühlen und die das erleichtern wird. Herzliche Grüße, Steffi

  12. Antworten Anke 11. März 2016 um 16:18

    So schön geschrieben, dass ich jetzt hier sitze und vor Rührung vor mich hin schluchze! Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich auch bald Mama werde! Danke für so schöne Worte!

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:14

      @Anke: Liebe Anke, oh das erinnere ich auch noch gut, war ja quasi gestern noch schwanger. Als ich das erste Mal schwanger war, hab ich schon geweint, als an der Kreuzung nur ein Krankenwagen an mir vorbei fuhr und alle anderen Autos sofort Platz machten. Oder als die Straßen gesperrt wurden für ganz viele Radfahrer auf der Fahrbahn Freitagabends. So eine Mischung aus Solidarität und Gruppendynamik, heieiei. Aber weißte was, es haben mir auch Nichtschwangere geschrieben, dass der Text sie zum Weinen gebracht hat, also alles gut, wir Hormonschleudern (bleibt man ja auch nachdem das Kind raus ist) sind nicht die Einzigen! Alles Liebe für dich und deine Schwangerschaft!! Herzlich, Steffi

  13. Antworten Yvonne 11. März 2016 um 16:34

    Liebe Steffi,

    meine Schwester schickte mir den Link zu diesem Text und ich bin ihr so dankbar dafür (wie für viele andere tolle Anregungen und Tipps ).
    Du hast so recht mit allem, was du geschrieben hast !! Und Du hast ein so großes Talent, Gedanken in Worte zu fassen, die einen tief berühren … zu Tränen rühren. So oft schaue ich meinen kleinen Schatz an und es überkommt mich dieses überwältigende Gefühl tiefer Liebe. Und sie wächst jeden Tag mit meinem Sohn um die Wette. Und man hofft, dass ihm nie etwas Schlimmes zustößt und er sein Glück findet.
    Danke für Deine schönen Zeilen. Lg, y

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:11

      @Yvonne: Liebe Yvonne, das mal zuerst: Herzliche Grüße an deine Schwester und lieben Dank fürs Weiterleiten des Links! Es hat glaub ich noch nie so viele Weiterleitungen gegeben wie bei diesem Beitrag, bei Facebook sind es weit über 100, das ist wirklich unglaublich. Jemanden mit meinen Texten zu berühren ist das allerschönste. Und es ist so beruhigend. Man denkt doch immer, man sei etwas allein als Eltern mit seinen Gedanken ums Kind, aber dann merkt man: im Groben empfinden ganz viele doch das gleiche. Herzlichen Dank für deinen Kommentar, alles Liebe, Steffi

  14. Antworten Maja 11. März 2016 um 17:15

    Danke liebe Steffi für diese Zeilen. Ich habe vor 2 Monaten meinen Sohn bekommen und neben dem wirklich teils harten Schlafentzug und den ganzen Veränderungen, die am Anfang auftreten (ja es sind Veränderungen, mit denen man erst einmal zurecht kommen muss), ist es doch eben dieses eine Gefühl, was all das sowas von absolut unwichtig macht: Liebe! Und nun gehe ich wieder zu meinem Sohn, der gerade auf seiner Spieldecke liegt und es bereits verstanden hat, gegen ein Tierchen zu schlagen, um die Musik zu hören … Man, macht einen das stolz!!!!

    • Antworten Steffi 12. März 2016 um 09:11

      @Maja: Herrlich, das klingt nach einem verdammt cleveren Kerlchen, der wird bestimmt noch für ganz viel Spaß sorgen! Juhu! Herzliche Grüße, Steffi

  15. Antworten Dani K. 12. März 2016 um 11:03

    Liebe Steffi,
    Vielen Dank für deine tollen Worte. Ich musste beim Lesen lachen und weinen und das gleichzeitig. Viel von dem, was wir jetzt gerade fühlen, habe ich in deinem Text wiedergefunden. Du spricht mir und meinem Mann aus der Seele. Danke schön.
    Liebe Grüße
    Dani

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:04

      @Dani K.: Wie schön liebe Dani, das ist immer das schönste Kompliment für mich. Wenn ich etwas in Worte fassen kann, dass andere auch so empfinden, aber nicht auszudrücken wissen. Dann macht mein Job plötzlich noch mehr Spaß und so viel Sinn! 😉 Ich freu mich wirklich sehr, was immer etwas komisch klingt, wenn einem jemand schreibt, dass er geweint hat beim Lesen. Aber hey, das war ja aus Rührung, dann darf man das schreiben, oder? Herzliche Grüße, Steffi

  16. Antworten Steffi 14. März 2016 um 10:30

    So ein schöner Text und wirklich so auf den Punkt! Wobei ich es nicht als selbstverständlich erachte und ich mich immer mit jedem freue, der genauso empfindet und vor allem auch aus Kindern noch mehr Liebe zum Partner entwickeln kann. Damit hatte ich vorher nicht gerechnet und freue mich ganz hormongesteuert für jeden, der das genauso empfindet!

    • Antworten Steffi 16. März 2016 um 12:01

      @Steffi: Stimmt, damit gerechnet habe ich auch nicht wirklich. Vielleicht auch nicht, weil so wenige darüber sprechen. Dass so viele Ehen im ersten Jahr mit Kind auseinander gehen, davon hört man oft, aber das man den Partner plötzlich noch toller findet als vorher- erzählen eher wenige. Natürlich gibt es auch Gezicke am Anfang aufgrund des Schlafentzugs, aber ihn als Vater zu sehen und wie stolz er ist, überwiegt tausend Mal mehr, finde ich. Herzliche Grüße, Steffi

  17. Antworten Nic 17. März 2016 um 22:38

    Liebe Steffi,
    im Streben nach einer geschlechtsspezifischen Heterogenität im Kommentarbereich möchte ich als Mann nun auch gerne einen Kommentar hinterlassen. Unser Sohn ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und seine Schwester folgt noch in diesem Sommer. Deine Erklärung auf die große Frage hat mir sehr gut gefallen – ein wirklich toller und liebevoller Blogpost. Ich bin ganz deiner Meinung, dass es nicht schaden kann, den Fokus öfter auf die basalen Dinge im Leben zu richten.
    Liebe Grüße & alles Gute für dich und deine Familie
    Nic

  18. Antworten Nanne 23. März 2016 um 23:40

    Knutscha! Trifft mitten ins Herz. Habe mich gerade noch gefragt, wieso man sich so automatisch in Gesprächen auf das konzentriert, was nervt, was anstrengend ist, was anders ist als gewünscht. Was ist schön und wieso nicht darauf mehr den Fokus lenken? Habe ich mir überlegt und jetzt entdeck ich noch deinen tollen Text.

  19. Antworten Mandy 10. April 2016 um 22:34

    Unsere Zwillinge sind mittlerweile knapp 5,aber ich schau sie immer an und denke verblüfft’das sind meine Menschen‘. Ich liebe sie,egal wie stressig der Tag war.
    Meine Freundin hat vor einigen Wochen ihr erstes Kind bekommen. Sie fragt oft,wie war dies wie war das. Und wenn ich weiß, ich müsste ihr eine ehrliche Antwort geben, die sie wahrscheinlich erschüttert, weil zB der nächste Schub kommt oder der Schlafentzug noch weiter anhalten wird, dann Lüge ich und sage,ich hätte vergessen wie das war. Aber so schlimm kann es nicht gewesen sein, ich lebe ja noch. Meistens lacht sie und es ist alles halb so schlimm.
    Kinder sind was tolles. Sie spiegeln das eigene Ich. Besser als jeder Spiegel. Und sie sind mitunter die einzigen Menschen die sich ein ganzes Leben lang bedingungslos lieben.

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