Trau dich, nimm dir Zeit:

Warum man eine Auszeit niemals bereut. Meine fünf Erkenntnisse und Tipps.

Karussel Blogpost

Es war ja nicht so, als hätte ich es mir ausgesucht. Das mit dem Aus. Und der Zeit. Es wurde nur Zeit für ein kleines Aus, auch wenn ich es partout nicht einsah. Also trickste das Leben ein wenig. Es schickte mich wegen einer Kleinigkeit ins Krankenhaus. Nicht wie zwei Mal in den letzten drei Jahren auf die rosarote Geburtenstation, wo gefühlt den ganzen Tag Geigen spielten und Großeltern voller Glück über die Flure zu ihren neugeborenen Enkeln eilten.

Nein, es setzte mich auf die Station für das etwas weniger sonnige Leben. Mit sehr kranken Menschen. Männern, Frauen, Jungen, Alten. Die nicht stolz ihre Babies über die Flure schoben, sondern tapfer ihre Katheter und Infusionen neben sich herzogen. Es ließ mich mit großer Demut zurück nach Hause gehen.

Als ich dort ankam, schien sich das Leben wohl trotzdem nicht sicher, ob ich meinen (Job-) Alltag etwas ruhiger angehen würde. Meinen Bauch drei Monate komplett schonen würde, wie die Ärzte es verordnet hatten. Trotz zweier Kinder unter drei Jahren, die ich nun nicht mehr selbst heben durfte. Also packte das Leben lieber noch eine Ladung drauf: und schickte den fiesesten Magen-Darm-Infekt aller Zeiten. Als ich versuchte trotzdem irgendwie zu arbeiten und mit frischer OP-Narbe gekrümmt Betten bezog, anschließend Kinderhändchen hielt und heimlich meine Tränen der Erschöpfung wegwischte, hatte mich das Leben soweit. Dann eben eins nach dem anderen jetzt, willigte ich ein. Was für ein Scheiß.

Erkenntnis Nummer eins: Scheiß aufs tapfer sein!

„Und, genießt du deine Auszeit?“ fragten mich viele, wenn sie mich im Supermarkt oder auf dem Spielplatz trafen. Ich dachte heimlich: „Ähm, guck mal wo wir uns gerade treffen? Ist nicht gerade die Poolbar eines 5-Sterne-Hotels auf den Seychellen, oder?“ Natürlich blieb ich höflich, sie meinten es ja lieb. Mich machte es nur wütend, dass ich jetzt zwar offiziell in Auszeit war, davon aber noch nicht viel merkte.

Die, die mich fragten, wie die Auszeit so sei, sahen selbst oft sehr müde aus.

Viele erzählten mir, wie dringend sie selbst Zeit für sich bräuchten. Aber das ginge ja nicht. Leider.

Nein, wirklich, Nein, das ginge nicht. Gut, man selbst habe schon einen Tinnitus und der Mann sei im Krankenhaus mit gigantischer Gürtelrose, verursacht durch zu viel Stress im Job. Aber Nein, eine Auszeit sei leider nicht drin.

Warum noch mal nicht? Nicht mal eine ganz klitzekleine? Warum sind so viele, mich eingeschlossen, bloß immer so irre tapfer? Was ist denn wichtiger im Leben – ein großer Haufen Fleißkärtchen oder schöne, entspannte Erinnerungen mit den Liebsten?

 

 

Super Marie Blogpost

Erkenntnis Nummer zwei: Sei so richtig schön egoistisch!

Der Schriftsteller Paulo Coelho hat mal gesagt: „Stress, anxiety and depression are caused when we are living to please others.“ Als Eltern pleast man natürlich seine Kinder. Und das ist gut so. Aber darüber hinaus lohnt sich manchmal zu schauen, ob weiteres Geplease anderer wirklich nötig ist oder es jetzt vielleicht einfach mal Zeit ist, sich selbst zu pleasen. Und da viele Menschen, wie ich auch, zur Selbstausbeutung neigen, kann man glaub ich getrost schreiben: Lasst uns endlich mal egoistisch sein!

Wir hatten für eine große Scheibe Erspartes eine Rundumbetreuung für die Kinder und mich organisiert. Es war immer jemand in der Nähe, der mir beim Tragen helfen konnte. Ich hatte die Auszeit auf dem Blog verkündet, diverse Jobs abgesagt, aber natürlich blieb der ganz normale Alltagswahnsinn. Zwei Monate verreisen war leider gerade nicht drin. Ich räumte die Spül- und Waschmaschine jetzt mit mehr Ruhe ein und aus, hatte noch mehr Zeit mit den Kindern zu spielen, was ich sehr genoss. Nur, wo blieb die Erholung, warum setzte sie nicht ein? Warum rannte ich immer noch statt endlich entspannt zu gehen? Wo blieb die Zeit für mich? Musste ich sie noch stärker einfordern? Und wenn ja, bei wem? Mein Umfeld rotierte doch genau so sehr wie ich. Oder hatte ich kein Recht auf Freizeit, weil ja meine Bauch-OP den Extra-Stress für alle verursachte?

Es wurde Zeit, meine Wünsche klar und deutlich zu formulieren und sie endlich umzusetzen. Nicht noch die Menschen, die ich dafür bezahlte, mir mit den Kindern zu helfen, zu entertainen und ihnen Heißgetränke und Kuchen zu reichen, sondern auch mal die Zeit für mich zu nutzen. Endlich mal schlafen, mir die Nägel machen lassen, mal wieder mit einer Freundin essen gehen und ganz in Ruhe quatschen. Nicht zu denken, wie könnte man diese Zeit jetzt maximal effizient nutzen, weil sie so hart erkämpft und pures Gold war, sondern sie mit vollen Händen verschwenden,

Maximal uneffizient sein. Gott, war das schwierig!

Aber ich übte. Und ganz langsam zog Ruhe ein. Das Gehetze verschwand. Ich beschloss mehr Geduld mit mir und dem Leben zu haben. Nicht jeder Tag ist dafür da, die Welt zu retten. Es würde schon alles werden. Mir wurde klarer, was ich brauchte und wie ich es bekam.

 

Erkenntnis Nummer drei: Schmeiß alles Negative raus! Und geh neue Wege.

Die Auszeit galt nicht nur für meinen Blog, sondern auch die sozialen Kanäle. Obwohl ich nichts Neues postete, scrollte ich trotzdem weiter fleißig durch Instagram und Facebook. Dabei ging es mir wie vielen – die Freude, die man vor Jahren, als dieses Kanäle an den Start gingen, verspürte, war eher einem großen negativen Gefühl gewichen. Also entfolgte ich diversen Menschen, die mich mit ihren Bildern zuspamten, aber bei mir keine guten Gefühle hinterließen und langsam kam der Spaß zurück. Auch beschloss ich, Instagram einfach weiterhin als Spielplatz für Ideen zu sehen. Mir keinen Stress über Likes, Followerzahlen oder Hashtags zu machen. Ich nutzte diese Plattform, um Spaß zu haben und nicht als Ratespiel, was wem weshalb gefallen könnte. Wenn ich andere mit meinem Spaß anstecken würde – gut. Aber ich kauf keine Katze für noch mehr Likes.

Nachdem ich digital (und analog) ausgemistet hatte, entstand Platz für Neues.

So las ich unter anderem diesen großartigen Artikel darüber, dass im Grunde niemand alles im Griff habe. Sehr entspannend.

Mir fiel wieder ein, dass ich schon immer gern kleine Videos selbst gemacht hatte und die Fotografin Xanthe Berkeley, die mich in London für das Modehaus Boden fotografiert hatte, einen Online-Kurs zu dem Thema anbot. Also buchte ich ihn. Es war wunderbar ein bisschen rumzuspielen ohne Druck oder ein großes Ziel vor Augen. Es fühlte sich an, als käme dadurch auch langsam mein Gehirn, das sich durch drei Jahre konstanten Schlafentzug und Stress etwas träge angefühlt hatte, wieder in die Gänge. Ich wurde geradezu süchtig nach Neuem, weil ich merkte, wie sehr es mir wieder Leben einhauchte und mich auf Ideen brachte. Dafür musste ich nicht nach Australien fliegen, es reichte schon, einen anderen Heimweg auszuprobieren, ein frisch eröffnetes Restaurant, eine Galerie oder zum Beispiel den Hamburger Dom, wo ich bis dato noch nie mit unseren Kindern war. Hier ein klitzekleiner Film von unserem Nachmittag dort:

 

Erkenntnis Nummer vier: Nimm dir so viel Zeit wie du brauchst! 

In den zwei Monaten Auszeit dachte ich immer mal wieder, besonders am Anfang: „So, ich bin dann soweit, es kann weitergehen! Let’s go!“. Aber ich bin froh, dass ich mir die gesamte Zeit gegönnt habe, weil Zeit ein Top-Berater ist. Stress ermöglicht nur oberflächliches Nachdenken, mit Zeit kann man sich das große Ganze anschauen und kommt zu tiefergehenden Erkenntnissen und Entscheidungen. Ich probierte Neues aus, besann mich aber auch darauf, was mir in den letzten Jahren am meisten Spaß gemacht hatte und versuchte ein Konzept zu finden, wie ich in Zukunft mehr Zeit dafür haben könnte. Zum Beispiel fürs Schreiben. Ich hatte so viele neue Textideen.

Natürlich ist es auch eine finanzielle Frage, ob man sich eine Auszeit leisten kann. Wobei ich denke, es ist die beste Investition. Am Ende hat man so viel neue Kraft und Ideen, die die Finanzen wohlmöglich auf ein ganz neues Niveau bringen. Oder man merkt: eigentlich brauche ich gar nicht so viel. Entspannung ist unbezahlbar.

Manchmal reicht schon die Frage, was die Alternative wäre. Tot umkippen?

Und auf dem Grabstein steht dann: „Aber sie hat immer alles gegeben!“? Wäre nicht „Boah, hat die es sich gut gehen lassen!“ besser?

 

Erkenntnis Nummer fünf: Plan nicht nur eine Auszeit, sondern gleich zwei!

Diäten jeglicher Art (auch digitale) funktionieren meist nicht, weil sie zu extrem sind und dem Alltag nicht standhalten. Mit diesem Argument arrangierte ich mich damit, mich nicht Cocktail schlürfend auf den Seychellen zu erholen, sondern versuchte, meine Auszeit in unserem normalen Alltagswahnsinn zu integrieren. So war ich gezwungen, mir dort Platz für Zeit für mich zu schaffen, auch langfristig gesehen, und unsere Situation zu optimieren, so dass ich nicht immer wieder in die gleichen Stressfallen rutsche. Ob ich das geschafft habe, wird die Zeit zeigen. Sicher ist hier und da ein Finetuning nötig. Deshalb ist bereits die nächste Auszeit geplant. Nicht wieder so lang, vorerst. Aber es wird sie geben. Und sie wird wunderbar.

 

UPDATE: Weil viele den Satz „Nicht jeder Tag ist dafür da, die Welt zu retten.“ so mochten, hat die großartige Art Direktorin Imke Jurok ihn mal schnell hübsch so gebastelt, dass man sich hier als Schreibtischhintergrund in Rosa-Weiß oder Schwarz-Weiß, herunterladen kann. Und als A3-Poster in Rosa-Weiß oder Schwarz-Weiß zum Ausdrucken. Viel Freude damit!

Text & Video – Stefanie Luxat

74 Comments

  1. Antworten Mandy 25. April 2017 um 08:12


    Alles richtig gemacht

  2. Antworten Janine 25. April 2017 um 08:44

    Hallo liebe Steffi,
    deine Zeilen zu lesen, tut wirklich gut. Ich freue mich, dass es dir so gut getan hat.
    Als du zum Thema Video „einfach nur spielen“ geschrieben hast, musste ich sofort an das neue Buch von Gerald Hüther „Rettet das Spiel“ denken. Ich kann es dir sehr ans Herz legen. Es beschreibt genau das, was aus fast allen deiner Zeilen springt. Vielleicht hast du ja gerade Lust es zu lesen.
    Ganz liebe Grüße aus dem Süden der Elbe
    Janine

    • Antworten Steffi 25. April 2017 um 10:19

      @Janine: Liebe Janine, vielen Dank für deine lieben Worte. Das Buch habe ich auch gesehen – das macht wirklich Spaß? Steht etwas überraschendes drin oder ist es das, was man sich schon durch den Titel denken kann? Ich spiele ja jeden Tag viel mit meinen Kindern und nehme das schon als sehr entspannend und kreativitätsfördernd wahr. Aber herzlichen Dank für den Tipp, ich werde mal reinschauen! Herzliche Grüße über die Elbe, Steffi

  3. Antworten Chrissyvictoria 25. April 2017 um 08:46

    Du hast ja so recht! Ich muss auch dringend ausmisten, analog und digital, Schrank und „Freundeskreis“. Und nicht immer alles an einem Tag schaffen wollen.
    „Nicht zu denken, wie könnte man diese Zeit jetzt maximal effizient nutzen, weil sie so hart erkämpft und pures Gold war, sondern sie mit vollen Händen verschwenden.“ das ist mein Lieblingssatz in deinem Text. Ich habe jetzt während meiner 8 Wochen Mutterschutz leider genau wie im ersten Halbsatz gedacht und zwar wahnsinnig viel geschafft, mich aber auch ordentlich ausgelaugt. War ja so hart erkämpft (ich bin selbständig) und nun bin ich einfach nur fertig und werde genau JETZT überlegen, wie ich mir meine Freiräume einplane. Denn ich sehe es wie Du: nur mit Entspannung sieht man das große Ganze und kann Dinge optimieren oder neue Sachen angehen.

    • Antworten Steffi 25. April 2017 um 10:16

      @Chrissyvictoria: Liebe Chrissy, wie schön, dass der Text etwas in dir auslöst. Und weißt du was: du musst gar nichts. Mach dir jetzt nicht auch noch „Entspannungs-Stress“ – weißt du, was ich meine? Vielleicht einfach erstmal hinsetzen und ganz in Ruhe den großen Bauch streicheln. Wenn du das schaffst, hast du schon alles wichtige geschafft! 🙂 Und den Rest machste einfach Schritt für Schritt. Im Mutterschutz ist es so natürlich, dass man etwas durchdreht (Hormone!) und noch maximal viel erledigen möchte, weil man denkt, wenn das Baby erstmal da ist, muss doch alles fertig und möglichst perfekt sein (dabei ist es das eh schon). Es ist auch gut, wenn man die wichtigsten Sachen vorher geregelt hat, damit man im Wochenbett entspannen kann. Aber als Schwangere ist wirklich nichts wichtiger, als auf sich selbst zu achten und sich zu entspannen. Mit ganz einfachen Mitteln. Du machst das bestimmt ganz toll! Also mach es dir einfach gemütlich! Sehr herzliche Grüße (auch an den Bauch!), Steffi

  4. Antworten ChristinaInAustralien 25. April 2017 um 09:27

    Wie wahr.

    Letztes Jahr ist ein sehr guter, sehr lieber Kollege von mir verstorben, völlig unerwartet, zack, am nächsten Tag war er nicht mehr da. Herzinfarkt, mit 57. Seine Frau hat uns später von seiner To-Do Liste erzählt, die noch auf dem Schreibtisch lag, halb durchgearbeitet. Das Buchkapitel hatte er fertig, das Radiointerview vorbereitet, die Texte des Doktoranden zurückgegeben. „Termin beim Kardiologen“ stand noch da. Ich weiß noch, wie er mich eindringlich angesehen hat, als ich ihm von meinen Wochenenden am Schreibtisch erzählt habe. „Don’t,“ hat er gesagt. „It’s simply not worth it.“

    • Antworten Steffi 25. April 2017 um 10:04

      @ChristinaInAustralien: Liebe Christina, wow. Danke, dass du von deinem Kollegen erzählst. Was für ein wahres und furchtbares Beispiel dafür, dass man sich selbst an erste Stelle setzen sollte auf der To Do-Liste. An deinen Kollegen werde ich jetzt wohl noch sehr oft denken. Es geht eben nicht ums Abhaken, sondern ums leben. Ich drück dich (und seine Frau) in Gedanken. Herzlichste Grüße aus Hamburg, Steffi

  5. Antworten Maike 25. April 2017 um 09:42

    Du hast mir aus der Seele gesprochen! Danke für diese tollen Worte! Alles Liebe. Maike

    • Antworten Steffi 25. April 2017 um 10:42

      @Maike: Liebe Maike, das freut mich so sehr! Ich hatte etwas Angst, den Text zu veröffentlichen, aber so liebe Kommentare wie deiner und das Gefühl, für andere gleich mit in Worte zu fassen, was ihnen auch durch den Kopf schwirrt, gibt mir dann genügend Mut, um auf Veröffentlichen zu drücken! Also: Danke an dich! Herzliche Grüße, Steffi

  6. Antworten Stine 25. April 2017 um 10:04

    Danke! Einfach nur Danke!

  7. Antworten Martina 25. April 2017 um 10:44

    Liebe Steffi,
    man hätte es nicht besser formulieren können.
    Fazit -> nutze die Zeit und geniesse dein Leben!
    Freu mich, dass Du wieder da bist :-).
    Liebe Grüße,
    Martina

  8. Antworten Amy 25. April 2017 um 11:24

    Liebe Steffi,
    wunderschön! Und mutig. Und richtig.

  9. Antworten Biggi 25. April 2017 um 11:26

    Liebe Steffi,
    dein Post ist ganz großartig, vielen Dank dafür!
    Wie toll, dass du deine „Zwangs“-Auszeit so ergiebig für dich nutzen konntest und dass so tolle Erkenntnisse dabei heraus gekommen sind. Ich wünsche dir von Herzen, dass du ganz lange davon profitieren kannst und der alte Trott dich nicht wieder einholt. Das finde ich persönlich am schwierigsten.
    Ganz liebe Grüße
    Biggi

    • Antworten Steffi 25. April 2017 um 13:00

      @Biggi: Liebe Biggi, ich dank dir für deinen Kommentar! Du meinst den Jojo-Effekt? Vielleicht gilt ja: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!“ Und sonst gibt es ja immer eine nächste Auszeit, um es wieder gerade zu ziehen. Alles Liebe auch dir, herzlich, Steffi

  10. Antworten Kristin 25. April 2017 um 11:26

    Hallo Steffi,

    ich muss sagen, ich hatte gleich ein paar Tränchen in den Augen beim Lesen, das liegt aber sicher auch ein wenig an den Schwangerschaftshormonen. Ich freue mich, dass du deinen Weg gefunden hast und natürlich auch, dass du wieder da bist. Ich lese deine Texte so unglaublich gern und freue mich auf das, was kommt <3

    Liebste Grüße

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 16:33

      @Kristin: Liebe Kristin, dann bin ich auch schwanger! 😉 Nein, ich weiß, was du meinst. Ich hatte auch manchmal Tränen in den Augen beim Schreiben, ist halt so wenn man über die tiefergehenden Dinge schreibt. Aber als Mütter ist man dank der Hormone echt für immer versaut. Ich dachte, das hört mit dem Abstillen auf, aber Pustekuchen. Ich heule auch jetzt noch bei jeder rührseligen Werbung. In diesem Sinne, lassen wir es fließen! 🙂 Herzliche Grüße & ich freu mich, dass du hier bist! Steffi

  11. Antworten Ann-Cathrin 25. April 2017 um 11:27

    Liebe Steffi,

    es ist so schön wieder deine inspirierenden Texte zu lesen. Auch ich versuche momentan mehr Entspannung für mich aber auch für uns alle in den Familienalltag zu bringen. Es ist nicht immer ganz leicht, aber ich werde immer besser darin. Nur leider sind es gerade andere Mütter, die nicht akzeptieren können, dass ihr Kind auch mal zwei Wochen auf die nächste Verabredung zum Spielen warten muss weil wir nicht mehr von Termin zu Termin hetzen wollen. Frauen, machen wir uns das Leben doch nicht gegenseitig noch schwerer!

    Und was Instagram betrifft, da sprichst du mir aus der Seele. Danke, dafür! Ich habe kürzlich gelesen: Offline is the new luxury. Den Luxus gönne ich mir jetzt öfter.

    Herzliche Grüße aus Bayern, Ann-Cathrin

    • Antworten Steffi 25. April 2017 um 13:09

      @Ann-Cathrin: Liebe Ann-Cathrin, ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich von einer Sache sehr überzeugt bin (z.B., dass ich meine Kinder nicht jeden Tag verabreden will), mir die Meinung anderer immer egaler wird, weil ich mich auf mich und meine Meinung besinne. Weißt du, was ich meine? Und ich setze noch einen drauf: Vielleicht wehren sich dir gegenüber ein paar Mütter, weil es etwas mit ihnen macht. Sie vielleicht merken, dass du dich zurecht abgrenzt und es ihnen eigentlich auch gut tun würde. Kann nur meine Erfahrung mit Frauen/Müttern/Menschen sein, aber vielleicht ist ja was klitzekleines dran. Und warte, einen hab ich noch. Ich hoffe, ich bekomm es noch zusammen. Es gab vor kurzem ein Zitat eines Vaters, dessen Sohn entsetzt einen Terroranschlag kommentierte. Der Vater sagte etwas in die Richtung wie, konzentriere dich nicht auf die Menschen, die das Schlimme angerichtet haben. Schau zu denen, die helfen. Es wird immer welche geben, die helfen. Und so ist es mit Müttern/Menschen. Es gibt BombenlegerInnen und welche, die helfen, dass Bomben erst gar nicht explodieren. Weißt du, was ich meine? Einfach auf die Guten konzentrieren. Herzlichste Grüße aus Hamburg, Steffi

      • Anja 25. April 2017 um 18:49

        Jaaa! Du sprichst mir aus der Seele! Mir sind Andere mit ihren ganzen Verabredungen, Terminen, hetzten von hier nach da…, schon immer gegen den Strich gegangen und ich habe versucht, uns davon fernzuhalten. Mit Stolz muss ich sagen, es ist uns ziemlich gut gelungen. Ich bin immer deutlich entspannter als viele andere und kann dadurch viel mehr genießen. Meine Jungs sind jetzt schon fast erwachsen, der eine steckt grad mitten im Abi und trotzdem ist es hier sehr entspannt. Aber man merkt deutlich, daß einige meiner damaligen Freundinnen damit nicht umgehen können. Danke für die ehrlichen und so wahren Worte von Dir! Liebe Grüße, Anja aus dem Norden Hamburgs

  12. Antworten Eva 25. April 2017 um 11:58

    Liebe Steffi,
    vielen Dank für diese „Zusammenfassung“. Deine Worte (und Erkenntnisse) decken sich sich mit meinen Erfahrungen. Trotzdem finde ich es wahnsinnig schwierig, den eigenen Weg immer wieder zu hinterfragen und anzupassen. Ich möchte es wirklich gerne „richtig“ machen, aber was ist denn „richtig“? Ich arbeite im Augenblick nicht, sondern kümmere mich um unsere drei Kinder und den Haushalt/Familienalltag. Das ist auch nicht so ganz das Gelbe vom Ei und ich oft recht einsam dabei. Wenn ich aber die berufstätigen Mütter in meinem Freundeskreis sehe, die fast alle kurz vor dem Kollaps stehen, dann weiß ich nicht, wie ich jemals den Weg zurück an den Schreibtisch schaffen soll…
    Herzliche Grüße, Eva

    • Antworten Steffi 25. April 2017 um 13:16

      @Eva: Liebe Eva, ich glaub, du kennst die Antwort eigentlich selbst: es gibt kein richtig. Kein allgemein gültiges. Dafür sind wir Menschen dann doch im Detail zu verschieden. Es gibt glaub ich ein paar große Dinge, die bei vielen gleich sind, aber was uns dann speziell glücklich und zufrieden macht, muss jeder für sich selbst herausfinden. Deshalb habe ich auch nicht en detail aufgeschrieben, wie genau jetzt mein Anti-Stress-Programm aussieht, weil es auf mich und meine Bedürfnisse abzielt und nicht einfach so auch zu jemand anderen passt. Deshalb kann ich dir nur den Rat geben, auf dich zu schauen und was dir Freude bereitet. Was dir das Gefühl von Einsamkeit nimmt und das große Stressgefühl, wenn du an deinen Job-Schreibtisch denkst. Und dann kommen zufriedene Gefühle ganz von allein. Ich kenne es so gut, dass man auf andere schaut, aber das ist eine Einbahnstraße, weil man in dem Moment eigentlich nur nicht den Mumm hat, seinen eigenen Mist anzupacken. Eine kleine Flucht, die ich gut kenne. Aber geiler ist es am Ende, den eigenen Mist in etwas gut duftendes für sich selbst zu verwandeln. 🙂 Ich bin mir sehr sicher, dass dir das gelingen wird! Ich drück dir alle Daumen!! Herzlichste Grüße, Steffi

  13. Antworten Daniela 25. April 2017 um 12:01

    Liebe Steffi,

    wie wunderbar klar du beschreibst, wie eindeutig eine Pause vom Dancefloor das Wesentliche im Leben wieder hervorbringt. Gerade als Mutter und Selbstständige und Kreative! Und dabei bei jeder von uns!
    Ich erlebe privat wie beruflich immer mehr, dass Menschen sich Schritt für Schritt aus dem ultraschnellen Fahrtwasser heraus manövrieren und schmerzvoll den Weg zurück zum ganz normalen Leben suchen. Dem Leben wo man noch Zeit hatte die ganz normalen Erlebnisse des Tages mit den Kindern und Co zu verarbeiten und zu genießen. Und nicht öffentlich zu teilen und auf positive Resonanz von außen zu warten.

    Wenn man einmal wirklich innehält im Hamsterrad, aufhört in ruhigen Sekunden sich die nächste Reizdröhnung per Instagram, Pinterest und Facebook reinzuziehen, sondern wirklich im Jetzt verweilt. Mit einem selbst. Mit den Kindern. Mit dem Partner. Mit den Freunden. Mit dem Haushalt. Ohne Optimierungsinspirationen. Ohne Sehnsuchtsteaser. Ohne karrieretechnischsinnvolle Extra-Todos im Hinterkopf. Dann spürt man es: die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, die haltlose Freiheit, die wirklich Verantwortung, die Endlichkeit, den wahren Sinn und die Einsamkeit. Und schon möchte man am Liebsten lieber ein paar schöne Fotos von schönen Dingen oder Orten anschauen. Oder schauen, was die anderen so treiben. Oder Ideen sammeln, was man unbedingt man machen möchte. ..Wenn man aber die Kraft und die Ruhe und das Vertrauen in sich sammelt und das einfache Leben aushält, kommt man sich selbst und dem Wahren wieder ganz nah! Und auf einmal ist es ganz einfach. Und doch so schwer!

    Wir sind in einem Zeitalter erzogen worden, in dem der Konsens über allem hieß: du kannst alles werden was du willst, jedes Mädchen kann alles werden was sie will, wenn du es nur hart genug willst und leidenschaftlich und diszipliniert dafür arbeitest.
    Im Umkehrschluss bedeutet das für viele, viele im Unterbewusstsein: wenn ich nicht ständig und immer Vollgas gebe und voller Leidenschaft mich nach Leibeskräften anstrenge aus meinem Leben etwas ganz besonderes zu kreieren, ist mein Leben am Ende weniger gut, als es hätte sein können! Und: wenn mein Leben sich gerade nicht nach Feuerwerk und Loveparade anfühlt bin ich selbst schuld! Ich muss ja nur mehr Gas geben! Und schwupps – haben wir eine prima Burn-Out-Erfahrung auf der Vita stehen.

    Die 4 Gründe weshalb Menschen sich in psychotherapeutische Behandlung begeben, sind weltweit:
    1. Vermissen eines gefühlten Lebenssinns
    2. Umgang mit der essenziellen Isolation
    3. Unausweichlichkeit des eigenen Todes (und dem der Liebsten)
    4. die Freiheit, das Leben selbst gestalten zu müssen

    Nehmen wir uns die Freiheit zu leben. Zu erleben. Zu fühlen. Da zu sein. Und dabei genug zu schlafen, gut zu essen, die Natur zu genießen, nachzudenken, die Kinder wirklich anzuschauen, den Partner wirklich zu spüren, den Freunden wirklich zuzuhören und uns in die Sonne zu legen. Das macht nicht nur Ferien zu guten Ferien. Das macht ein Leben zu einem guten Leben!
    Mit der ein oder anderen chicken Klamotte…

    Sonnige Grüße, Daniela

    • Antworten Steffi 25. April 2017 um 13:23

      @Daniela: Liebe Daniela, wow, was für ein Kommentar! Wie recht du hast, davon kann ich ganz viel unterschreiben. Lieber früh genug mit Auszeiten beginnen. Unsere Generation hat da bestimmt eine besondere Herausforderung, aber ehrlich gesagt hatten das unsere (Ur-) Groß-Mütter auch schon. Die Gemeinschaft, die wir dank des Internets fühlen, dass sich zu jedem Thema Gleichgesinnte finden lassen, die für Erleichterung und Inspiration sorgen, ist ein sehr schöner Teil. Es kommt nur auf die richtige Dosis und schlaues Nutzen der Kanäle an, da hast du sehr recht und die Erfahrung habe ich ja auch gemacht. Ich beobachte den Trend, dass sich viele Menschen gerade wieder in dieses Richtung orientieren auf jeden Fall mit Freude! Herzlichen Dank, dass du deine schönen Gedanken hier aufgeschrieben hast und herzliche Grüße! Steffi

      • Daniela 25. April 2017 um 13:54

        Liebe Steffi,
        ich seh‘ schon, es bildet sich eindeutig ein Trend ab… aber klar, wir sind die erste Generation, die mit der Fülle Internet jonglieren lernen muss. Langsam zeichnet es sich ab, welche Bälle als erstes runter fallen, welche davon kaputt gehen und welche zum im die Luft werfen nicht taugen…!

        Du, dass unsere Groß- und Urgroßmütter mal richtig viel zu tun hatten, im Vergleich zu uns Waschmaschinen und Staubsauger verwöhnten Ladies – überhaupt keine Frage! Aber: die Frauen hatten nur einen sehr kleinen Radius des Wirkens und des Wünschens – für Luftschlösser und Selbstverwirklichung war überhaupt keine Zeit vor lauter harter unverzichtbarer Arbeit (und massiven sozialen Einschränkungen!). Und was die Frauen damals taten, taten sie mit ihren Händen. Sie hatten immer ein Ergebnis anschließend in der Hand. Das ist ein RIESENunterschied zu gedanklichen und virtuellen algorithmusgesteuerten Facebook-Likes und Wunschschlössern auf Pinterest-Pinboards und Insta-Timelines.
        Denn unser Gehirn funktioniert nun mal nach dem Motto: begreifen und erledigen durch anfassen!
        Mit ein Grund für das seit einigen Jahren übergreifende Gefühl von: ich schaffe nichts. – (Was ja gar nicht stimmt! Denn angezogen, sauber, satt, geborgen, gebildet und mit festem, sauberen Wohnsitz sind wir und unsere Kinder allemal…)
        Aber die Communities im Netz geben unserem Affen gehörig Zucker, täuschen jedoch einen echten sozialen Kontakt mit der für uns so wichtigen vielfältiger Resonanz (Mimik, Gestik, Akustik, Gefühl etc.) nur vor – was bleibt ist ein Gefühl von Überzuckerung: irgendwie total lecker, aber ohne Nährwert! Trotzdem wollen wir immer mehr davon und werden dabei immer hungriger, wenn wir nicht, wie du sagst: kontrolliert sozial netzwerken und für Abwechslung sorgen.
        In diesem Sinne, flitze ich mal ganz schnell mit Kind, Freundin und Hund in den Wald…

        Sonnige Grüße, Daniela

  14. Antworten Lilli 25. April 2017 um 12:10

    Liebe Steffi,

    wie offen und ehrlich und Steffi-Like Du das alles beschreibst – es gehört eine Menge Mut dazu das hier so öffentlich zu erzählen, aber es ist genau dieser Mut, Deine Ehrlichkeit und Deine Schreibe, warum ich hier so gerne lese. Bleib wie Du bist und nimm Dir Deinen Freiraum, man sieht schon in dem kleinen Video, wie gut Dir diese kleine ‚Freiheit‘ bekommt. Deine Worte sind nicht nur ehrlich, sondern sie regen auch zum Nachdenken über die eigene Situation an. Danke Dir sehr dafür!

    • Antworten Steffi 25. April 2017 um 13:24

      @Lilli: Ach Lilli, und ich liebe dich einfach immer für deine genau so ehrlichen, schlauen wie lustigen und lieben Kommentare! Schön, dass es dich gibt! Herzlich, Steffi

  15. Antworten Anne 25. April 2017 um 13:32

    Hallo Steffi,

    wie treffend du meine jetzige Situation beschreibst. Es ist anfangs finde ich sehr hart wenn man gezwungen wird sein Leben zu entschleunigen. Und es bedarf einiger harter Arbeit und Unterstützung der Familie so selbst darauf einzulassen. Mir gelingt es so langsam das „langsame“ leben anzunehmen. Und es ist erstaunlich welche Werte es mit sich bringt wenn man die Essenz erkennt und sich auf das konzentriert was wirklich wichtig ist. Wie du sagst ist es eine Zeit des „Ausmistens“ wie eine Seelenreinigung oder Fastenkur die Entbehrung aber auch Klarheit bringt. Glg

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 16:43

      @Anne: Liebe Anne, genau so ist es. Ich erinnere mich noch an einen Kommentar Ende Februar als ich die Auszeit bekannt gab. Da schrieb eine tolle Frau, dass sie auch so eine OP gehabt hätte und danach ebenfalls ihre Kinder nicht hätte heben dürfen. Zuerst erschien ihr die Situation nicht meisterbar. Aber am Ende war es dann doch nicht so schlimm wie gedacht. So ist es doch mit vielem. Herzliche Grüße, Steffi

  16. Antworten Angelika Offer 25. April 2017 um 13:42

    Dein Blog ist definitiv einer, den zu lesen NICHT verschwendete Zeit ist! Schön, dass du wieder da bist. Möge es uns allen gelingen, immer wieder kleine Auszeiten im Alltag zu nehmen: Alles Liebe Angelika

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 16:45

      @Angelika Offer: Liebe Angelika, herzlichen Dank für das sehr schöne Kompliment! Ich freu mich riesig, dass du auch wieder da bist! Dir auch alles Liebe, Steffi

  17. Antworten Jane 25. April 2017 um 13:58

    HACH!
    Hallo Liebes, WELCOME BACK! Es ist so schön zu lesen, dass Dir Deine Zeit auch wirklich etwas gebracht hat und dass Du wohl auch wieder ein Stück weit mehr zu Dir selbst gefunden hast… Auch ich kenne das mit der gewünschten Auszeit, dem Vorhaben und der dann fraglichen Umsetzung nur zu gut – sofern man überhaupt anfängt anzufangen! Du sprichst mir so aus der Seele – in einen ständigen Selbstoptimierungs-und-es-anderen-stets-recht-machen-wollen-Marathon bleibt einem irgendwann die Puste weg und man muss stehenbleiben, um nicht umzukippen. So bremst man im Tagesbetrieb immer mal wieder ab und reduziert Geschwindigkeit und Listenlänge, aber der Kollaps schwebt über einem, wie die Möhre über der Eselnase! Und wann wird man wach?
    Mein Mann sagt immer: Der Leidensdruck ist nicht hoch genug – und dann erschrecke ich und denke „Waaaaaaas? Na klar! Aber ich finde die Pausentaste nicht und bin nicht lieb genug zu mir selbst!“ Dann ist da diese Muskelentzündung in beiden Beinen (kommt vom Rücken und Rocker-Schleppen), Schlafmangel (worst thing ever!), Keine Zeit für nichts, alles nur im Laufschritt. Vielleicht muss man manchmal in die Knie gezwungen werden, dass man etwas ändert, weil sich das Hamsterrad sonst weiterdreht, bis man eines Tage umkippt. Oder man liest diesen Text von Dir und denkt nochmal nach. Ich freue mich auf Dich, hoffentlich ganz bald auch wieder mal persönlich. Vielleicht auf Mallorca. Im Spa des Portixol. Mit ganz viel Selbstliebe im Gepäck! Knutscher!

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 16:51

      @Jane: Liebe Jana, erinnerst du dich noch an den Spruch meines Mannes? „Wie isst man einen Elefanten? Stück für Stück“. Wenn die große Auszeit gerade nicht passt, vielleicht tun’s dann erstmal ganz viele kleine, bis der große Sprung von allein kommt? Champagner im Portixol ist aber auch eine Lösung, hehe! Sobald wir wissen, wann wir da sind, melde ich mich SOFORT bei dir! Ich drück & knutsch dich und finde, du machst das alles ganz toll!! Herzlich, Steffi

  18. Antworten Dorthe 25. April 2017 um 14:25

    Ach Steffi, solche Texte von dir liebe ich!
    Ich kann gar nicht genau sagen, wie lange wir hier schon auf dem Zahnfleisch gehen…trotz Beratung kriegen wir die Kurve nicht so richtig … dein Text zeigt mir wieder, dass es aber sehr wohl möglich ist. Danke dafür! Und Respekt, dass du dich das getraut hast. Ich freue mich auf mehr davon 🙂
    Ganz liebe Grüße, dorthe

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 16:57

      @Dorthe: Liebe Dorthe, ich schreib diese Texte auch so gern, deshalb wird es davon auch wieder mehr hier geben. Zahnfleisch klingt gemein. Manchmal hilft ja auch nicht zu viel nachzudenken, sondern einfach zu tun, was man fühlt. So hab ich mich ja selbst auch überlistet. Ihr schafft das schon!!! Herzlichste Grüße, Steffi

  19. Antworten Katrin 25. April 2017 um 15:38

    Hey,

    bei Dir werde ich noch zu einem richtigen ‚Follower‘, die einfach auf Deine Zeilen hin was schreiben ‚muss‘ 😉

    Ich glaube, so eine Auszeit, die der Körper einem knallhart vor die Füße katapultiert, bringt einen zu anderen Gedanken und Resultaten – manch einer nutzt diese Zeit, so wie Du, andere verfallen anschließend wieder in ihr Hamsterrad…..
    Und beim Lesen Deiner Zeilen kam mir wieder der Gedanke, dass es so wichtig ist, diese Auszeiten in seinen Alltag zu integrieren. Sich ab und an in der Woche einfach die Zeit nehmen, nur für sich, das was mir wichtig ist oder auch einfach nur, um Löcher in meine Wände zu starren und nichts zu tun – so kann man diesen ‚Zwangspausen‘, die einem der Körper sendet, ein wenig besser umgehen und sie geben Kraft für den alltäglichen Wahnsinn. So geht es zumindest mir, wobei ich auch ein Mensch bin, der gern ab und an nur für sich ist und sein mag und nicht ständig das Gefühl hat, wie manch eine meiner Freundinnen, dass sie was verpasst.

    Es gelingt mir nicht immer, aber ich kann jedem nur empfehlen, sich diesen Raum für sich allein zu schaffen – sei es um neue Ideen für mein eigenes Leben zu entwickeln, Neues auszuprobieren oder einfach nur phlegmatisch auf dem Sofa abzuhängen

    Es leben die kleinen und großen Auszeiten, die uns so viel an Lebensqualität schenken können und Balsam für die Seele sind 😉 LG Katrin

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 17:19

      @Katrin: Liebe Katrin, wie schön, dass du dich überwunden hast, etwas zu schreiben. Ich freue mich riesig über jeden Kommentar! Und wie recht zu hast! Ich sehe manchmal jetzt Zufallspausen (das Wort Zwang erinnert mich gleich an Zwangsjacke…). Zufallspausen aka freie Zeit, die einfach so auftaucht, wo ich kurz überlege – eigentlich könnte ich doch jetzt einfach erstmal ganz in Ruhe frühstücken da drüben in dem Café. Und dann weitermachen. Ich check dann kurz, ob es irgendetwas lebenswichtiges zu tun gibt und wenn nicht – ab dafür! Tut super gut. Und etwas zu verpassen finde ich manchmal herrlich entspannend! 😉 Herzlichste Grüße & bitte schreib weiter Kommentare! 🙂 Herzlich, Steffi

      • Katrin 26. April 2017 um 19:12

        Wenn Du mich so nett bittest, werde ich dir natürlich weiterhin Kommentare schreiben 😉 LG

  20. Antworten Kristin 25. April 2017 um 16:53

    Och, menno! Habe dir heute Vormittag so viele nette Worte dazu hinterlassen, aber irgendwie werden die nicht gepostet. Bin ich gesperrt? 😉

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 16:34

      @Kristin: Liebe Kristin, was ist das denn für eine technische Sauerei? Ich habe nichts getan, wirklich nicht! Du stehst auf der Gästeliste, du kommst rein!!! Was kann ich tun? Herzlich, Steffi

      • kristin 26. April 2017 um 20:35

        Ich probiere es einfach noch einmal und wenn’s nicht klappt, dann schicke ich Dir das noch mal als digitales Briefchen (Danke an copy&paste):

        ❤️ ❤️ Das sind schöne Worte, die Du geschrieben hast. Das Umdenken ist zwar nicht einfach und auch langwierig, aber kann so schöne neue Erfahrungen und Tiefe mit sich bringen. Ich wünsche dir so viel Spaß beim Erlernen der neuen Langsamkeit! Es wird wirklich jeden Tag einfacher und schöner, weil man es doch nach und nach verinnerlicht und aus tiefstem Herzen lebt. Ich weiß es aus eigener Erfahrung.

        Ich musste vor nun 4 Jahren auch eine unfreiwillige mehrmonatige Auszeit einlegen und danach hat sich so vieles bei mir geändert – weg aus der Festanstellung, nieder mit überzogen Ansprüchen und her mit dem schönen Leben! Manchmal ist es natürlich ein finanzieller Kampf (bei mir zumindest, erst jetzt nun nach der Elternzeit wieder Fuß zu fassen) aber trotz allem bin ich sehr glücklich und will keinen anderen Weg mehr! Unsere Tochter hat mich komischer Weise noch entspannter gemacht, weil sie mich zwingt ihren Rhythmus aufzunehmen. Ich nehme das dankend an, presse sie nicht in meine hektische Welt. Ich genieße die Kitazeit (boaaaaahhhhh… DAS ist Freiheit!), 6 Stunden am Tag entspannt arbeiten. Ganz bei mir sein, in jeder Minute, das habe ich über lange Zeit lernen müssen, aber es ist die bereichernste Lehre meines Lebens gewesen!

        Ich sage mir sehr oft: „Wenn’s schlecht läuft, lebst du nur einmal! Also, mach‘ es so, wie es DIR gut tut!“ Ich opfere mich nicht mehr auf, ich bin – wie jeder andere auch – keine Maschine. Ich bin und will keine perfekte Mama sein, ich bin „egoistisch“ und gönne mir viele Kleinkind-Auszeiten (und sei es auch nur mal am Abend, wenn Papa übernimmt und Mama konsequent bei allem auf Durchzug schaltet). Und trotzdem habe ich das Gefühl, ein sehr glückliches und vor allem unheimlich entspanntes Kind zu haben, was neugierig ist und alles begeistert aufnimmt und ausprobiert. Ich mache Dinge nicht mehr so, wie es sich nun mal gehört und wie man es gerne sieht, sondern so, wie es unserem und meinem Leben gut tut. Mich auf mich und die Menschen einzulassen, die mir wirklich wichtig sind, das ist für mich Luxus und Freiheit. Ich habe einfach Vertrauen in mich und darin, dass alles seinen Weg finden wird. Und irgendwie tut es das auch, manchmal anders als man denkt, aber am Ende immer ganz wunderbar!

        Also, was ich eigentlich sagen will, wie schon ober auch angedeutet: ❤️ Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel, hab‘ viel Spaß dabei ihn zu beschreiten! Und festhalten, es wird schön! 😉

      • Steffi 27. April 2017 um 09:21

        @kristin: Yeah, geschafft! Herzlichen Dank, dass du nicht aufgegeben hast und mir diese schöne Zeilen schreibst. Das klingt nach einer wunderbaren Reise zu einem entspannten Leben. Ganz viel davon kommt mir sehr bekannt vor. Auf das wir es so weiter hinbekommen & wenn mal nicht, einfach drüber lachen können! Herzlichste Grüße, Steffi (die sich gleich die Nägel machen lässt, woop, woop)

      • kristin 26. April 2017 um 20:37

        Wuuuhuuuuu… geklappt! 🙂 Gästeliste ist gold wert! Hahaha…

  21. Antworten Lina 25. April 2017 um 17:30

    Liebe Steffi, habe deinen Text ganz gebannt gelesen – danke! Er regt zum nachdenken und hinterfragen an, aber dann erscheint dieses Auszeit nehmen auch so fern – wie kann man als Angestellte solch eine Auszeit nehmen, ohne zu kündigen? Urlaub bekommt man nicht länger als zwei Wochen am Stück. „Sabbatical“ gibt es vor allem in kleinen Unternehmen nicht. Ich würde deshalb so gerne erfahren, wie ich es TROTZ und IM Alltag schaffe, herauszufinden, was ich eigentlich möchte, zu mir zu kommen, zur Ruhe zu kommen, neue Energie und Kraft zu tanken. Das klappt im Alltag vielleicht für einige Minuten mal bei Yoga & Co. – aber so richtig nachhaltig mit Langzeitwirkung? Irgendwie auch nicht. Hach.

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 17:25

      @Lina: Liebe Lina, hast du denn deinen Chef mal gefragt, ob ein längerer Urlaub möglich ist? Vielleicht gibt es ja doch die Möglichkeit. Manchmal muss man einfach nur fragen. Oder sagen, was man wirklich gern machen würde. Die meisten Menschen helfen doch gern. Und vielleicht gibt es für deinen Arbeitgeber ja auch einen Vorteil, wenn er das dir ermöglichen würde. Aber deine Frage zielte ja eigentlich auf den Alltag ab. Bist du denn schon mal ein ganzes Wochenende weggefahren zum Beispiel? Von Freitag bis Sonntag? Hast etwas Neues ausprobiert? Vielleicht ein Yoga-Retreat, wenn das dein Ding ist? Viele schwören ja auch auf das tägliche meditieren, da gibt es die tollsten Apps, mit denen man es Zuhause üben kann. Du kennst deinen Alltag und die Schlupflöcher für Entspannung am besten. Ich habe auch mehrere Sachen ausprobiert, bis ich gemerkt habe, was mir persönlich gut tut. Und alles, was es eben nicht tut, ist rausgeflogen. Vielleicht fängst du einfach damit an? Alles wird gut! Herzliche Grüße, Steffi

  22. Antworten Gudy 25. April 2017 um 19:46

    Ich habe mal als gar nix mehr ging ein sabbatical year gemacht. Die beste Entscheidung ever. Und das wird eines Tages wiederholt. Denn diese Zeit hat mich komplett umgepolt und mir das gegeben was ich heute habe. In spätestens 3 Jahren möchte ich das wiederholen. Ich freue mich, dass auch du bereits wieder ein Time Out planst, Steffi. Un abrazo. G.

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 17:26

      @Gudy: Liebste Gudy, wie schön, dass du einen Kommentar hinterlässt! Das mit deinem Sabbatical klingt wunderbar. Ein Hoch auf die zweite Runde! 😉 Ich drück dich, Steffi

  23. Antworten Isa 25. April 2017 um 21:20

    Ja, das soll auch auf meinem Grabstein stehen! Und bis dahin will ich noch ganz viel Tolles hier lesen – und zu gerne auch schauen, dein Video macht Lust auf mehr…

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 17:27

      @Isa: Liebe Isa, wie toll! Ich gebe mir Mühe – bist du bei Instagram? Da kann man so Mini-Videos ja so wunderbar zeigen. Ich hab da auch schon ein paar Ideen… Bald kommt mehr! Herzlichste Grüße, Steffi

  24. Antworten kate 25. April 2017 um 21:39

    Vielen Dank für diesen Artikel. Für mich persönlich auch sehr aktuell und er hilft mir sehr.

  25. Antworten Kerstin 26. April 2017 um 09:48

    Ach Steffi!
    Großartiger Text! Mit dem Thema beschäftige ich mich gerade viel und trotzdem ist es so so schwer, sich Auszeiten zu nehmen. Also, wirkliche Auszeiten.
    Ich werde mich jetzt jedenfalls noch mal hinlegen, wenn mein kleiner Sohn Mittagsschlaf macht, wie ich es mir die ganze Nacht vorgenommen habe (anstatt zum Sport zu hetzen – auch wenn ich die Sporthose schon an hab). Die Welt kann heute jemand anders retten 😉
    Trotzdem schön, dass du wieder „da“ bist!

  26. Antworten Nicole 26. April 2017 um 14:18

    Liebe Steffi,
    deinem Blog folge ich schon lange, keine 20-jährige super Hipster-Bloggerin kann Dir da das Wasser reichen. (die sollen erstmal Kupfer-Konfetti erfinden.)
    Ab und zu sehe ich Dich (die Kitas unserer Kinder sind glaub ich sehr nah beieinander), so auch gestern und jedes Mal freue ich mich ganz doll 🙂 Natürlich heimlich.
    Du lächelst immer, siehst glücklich und zufrieden aus. Und immer toll.
    Alle, die sich oft gefragt haben „..WOW, wie macht die das alles, wann und was als nächstes??..“ erkennen jetzt vielleicht, daß man manchmal STOP sagen/machen muss. In glückliche, entspannte Erinnerungen zu investieren ist das Beste was man machen kann glaube ich.
    Ich bewundere Dich für Deine Ehrlichkeit und daß Du uns an Deiner Geschichte teilhaben lässt.
    Liebste Grüße aus der Schanze,
    Nicole

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 17:37

      @Nicole: Liebe Nicole, whaaaaaaaaat? Wie lustig! Bitte sprich mich nächstes Mal unbedingt an!! Ich denke immer aufm Weg zur Kita, dass ich komplett anders aussehe als wenn ich später ins Büro gehe und mir doch keiner der mich morgens sieht jemals noch irgendeinen Mode- oder Beautytipp abnimmt!! Weißte? Haha!! Aber wie schön, dass das auf dich ganz anders wirkt. Also gib mir bitte ein Zeichen beim nächsten Mal, damit ich dich erkenne, würde mich wirklich freuen! Herzlich, Steffi (voll schick ausm Büro)

  27. Antworten Verena 26. April 2017 um 16:21

    Ach, liebe Steffi, du bist einfach toll. Du bist authentisch und richtest den Blick immer auf die vielen kleinen Dinge, die das große Ganze ausmachen. Das macht Dich aus. Dachte nie, dass ich mal Fan werden könnte, aber von Dir bin ich es irgendwie:) Selbst wenn es Dir nicht gut geht, denkst Du an die vielen Menschen, denen es schlechter geht und machst mit Deiner Geschichte Mut. Das beeindruckt mich und man merkt an jeder Zeile, die Du schreibst, das Du das, was Du alles machst, mit viel Herzblut tust. Deshalb geht Dir auch mal die Puste aus. Ich wünsche Dir und allen Deinen Leserinnen, die gerade auch sehr müde vom wilden Leben sind, dass immer wieder ein Licht am Horizont erscheint, egal ob es sich dabei um eine besondere Verschnaufpause oder eine kleine Auszeit handelt. Das „einfache, pure Leben ohne den Dauerfokus auf Social Media“ ist gerade auf dem Vormarsch. Irgendwie schön. Qualität vor Quantität – das passt auf so viele Bereiche des Lebens. Besonders dann, wenn man auch über das von Dir beschriebene „Ausmisten“ von nachdenkt 😉 Hat mir auch viel mehr bedeutende Momente geschenkt. Alles Liebe und schön, dass Du wieder da bist!

    • Antworten Steffi 26. April 2017 um 17:42

      @Verena: Liebe Verena, ganz lieben Dank für die schönen Worte! Was für ein großartiges Kompliment! Du hast genau erkannt, um was es mir geht, das freut mich sehr. So schön, dass du hier gern liest und Kommentare hinterlässt, das freut mich wirklich sehr! Herzlichste Grüße, Steffi

  28. Antworten Chrissi 26. April 2017 um 19:01

    Liebe Steffi, danke für deine wunderbaren, Augen öffnenden Worte. Seit November ist unser Sohn Fitz da und bringt alles gehörig durcheinander, auch mein Gespür für mich. Aber das kennen sicher viele Mütter. Nun gilt es das mal wieder in die richtigen Bahnen zu bringen. Danke! Wie schön, dass du zurück bist. Deine Texte sind meine kleinen Auszeiten.
    Herzlichst,
    Chrissi

    • Antworten Steffi 27. April 2017 um 09:25

      @Chrissi: Sehr, sehr gern geschehen! Und na klar, kenn ich das mit dem aus der Bahn geworfen werden. Mein Mantra war in den ersten beiden Jahren mit beiden Kindern immer: „Am Ende bin ich wieder ich selbst. Nur noch toller.“ Das beruhigt ungemein, vielleicht hilft es dir auch. Und sag mal, dein Sohn heißt auch Fitz?! Das ist ja ein sehr lustiger Zufall! 😉 Herzlichste Grüße, Steffi

      • Chrissi 27. April 2017 um 09:55

        Das ist ein gutes Mantra. Denn letztendlich managed man jetzt noch ein Männlein mehr und wuppt trotzdem noch alles. Du hast recht, wir sind toll.
        Jaa, der kleine Rabauke heißt Fitz und der Name passt wie die Faust auf’s Auge. Hier im Norden, wird er schnell ein Fritz, aber wir werden nicht müde es zu verbessern.
        Wie seid ihr eigentlich darauf gekommen? Bei uns war es leider ganz trivial, in der Serie Scandals kam der Name vor. Den fanden wir super, waren aber unsicher, ob man das machen kann.
        Und dann sah ich auf deinem Blogg das Bild nach Fitz Geburt und hab zu meinem Mann gesagt:“Siehste, das kann man machen!“ Bumms, jetzt heisst er Fitz!
        GLG

  29. Antworten Sarah 26. April 2017 um 20:08

    Hallo liebe Steffi,

    Seitdem ich gestern deinen Artikel las, kreisen meine Gedanken ständig um diesen Dyson (sooo sehr, dass ich denke, ich bin wohl auch reif für eine Auszeit). Ersetzt der quasi einen herkömmlichen schweren undhandlichen Staubsauger? Weil…dann brauche ich den auch. Ganz liebe Grüße, Sarah

    • Antworten Steffi 27. April 2017 um 09:22

      @Sarah: Liebe Sarah, ja, das tut er! Er ist göttlich!! Gönn ihn dir & probiere ihn doch sonst im Geschäft einfach mal aus! Herzliche Grüße, Steffi

  30. Antworten Miriam 27. April 2017 um 09:30

    Liebe Steffi, dir meinen größten Respekt und vor allem herzlichen Glückwunsch! Ich stehe gerade am selben Punkt – warte seit gefühlt Ewigkeiten, dass mein Körper von alleine „Schluß jetzt!“ ruft. Noch gehts gut und das ist das fatale: ich schaffe noch keinen Absprung ins Ruhigerwerden, obwohl ich doch ganz genau weiß, wie nötig es ist. Dein Bericht hilft mir hoffentlich ein klein wenig, endlich den letzten Schritt zu tun. Weil ich ja jetzt noch einmal mehr weiß, dass die Welt nicht untergeht, wenn einer seiner Bewohner ein bisschen leiser wird. 🙂 Dir alles Gute und bitte halte uns auf dem Laufenden, wie sich das im Alltag bewerkstelligen lässt. Gute Besserung und alles Liebe, Miriam

  31. Antworten Anni 27. April 2017 um 11:40

    Ich kenne dieses Gefühl, sich selbst so weit zurückzunehmen, damit es der Familie gut geht, als dreifache Mutter sehr gut. Immer gut gelaunt den Haushalt schmeißen, 30 Stunden Woche im Büro, den Garten pflegen, mit den Kindern jeden Tag Spaß haben und für die Schule lernen. Dann Abendessen kochen, „was gibt’s als Dessert“? Doch irgendwann rebelliert der Körper unter dieser Dauerbelastung, weil man sich selbst so zurückgenommen hat, dass keine Zeit für eigene Bedürfnisse blieb. Nach einem schweren halben Jahr Krise lebe ich heute viel bewusster, gehe die Wunschliste an, die ich wirklich in diesem einen Leben noch erfüllt sehen will, und entspanne mich auch mal gegen den Willen der Kinder mit einer halben Stunde Klavierspiel. Sie müssen lernen, auch mal ein paar Minuten ohne Mama klar zu kommen. Man sollte jeden Tag kleine Auszeiten haben. Lernen, auch mal trotz einer unordentlichen Wohnung glücklich zu sein.

  32. Antworten Anni 27. April 2017 um 11:45

    Was mir zudem richtig im Haushalt hilft, ist mein allerliebster Freund, der Staubsaugerroboter. Man verlässt das Haus, schaltet ihn ein, und kommt man nach Hause, ist alles wie von Zauberhand an Krümeln, Staub und Haaren vom Boden verschwunden und man hat das Gefühl, es ist sauber.

  33. Antworten Doreen 28. April 2017 um 14:08

    Liebe Steffi,
    wenn auch erst ein paar Tage nach Erscheinen, habe ich gerade deinen Artikel gelesen.
    Meine Auszeit dauert bereits fast ein Jahr. Und ich kann dir nur zustimmen, dass ist das Beste was ich je für mich, meine Familie und der Suche nach neuen Perspektiven und Zielen gemacht habe. Was so lange, wird der Eine oder Andere jetzt sagen. Und die Antwort lautet: „Ja.“
    Früher hatte ich die finanzielle Verantwortung für meine Familie aber ich war fast nie da. Jetzt hat mein Mann diese Aufgabe übernommen und auch wenn keine großen Sprünge drin sind und ich ein strenges Haushaltsbuch führe, ist unser Leben endlich wieder etwas, worauf ich 100% stolz bin. Ich möchte gar nicht so weit auf die Dinge eingehen, die dazu geführt haben, dass nichts mehr ging und ich sehr müde von allem war. Ich möchte einfach Jedem sagen, dass man nur das eine Leben hat und wenn es nicht mehr passt, sollte man anhalten, aussteigen und sich umschauen ob da nicht noch was anderes, besseres zu finden ist. Es dauert und braucht seine Zeit. Aber wenn dieses Gefühl der Zufriedenheit sich einfach wieder so einstellt, durch ganz normale alltägliche Dinge (die zudem meines nichts kosten), dann fühlt sich das Leben wieder sehr gut an.
    Und dann ist man bereits für neue Abenteuer!

    Beste Grüße und viel Glück, Doreen.

  34. Antworten Caro 28. April 2017 um 22:36

    Liebe Steffi, das klingt nach einer verdammt guten Zeit.
    Wir haben uns vor 3 Jahren nachdem unser ganzes Familienleben über uns zusammengebrochen ist entschieden jede Woche einen Tag weniger zu arbeiten und gemeinsam „blau“ zu machen….
    Einfach mal Frühstücken gehen, Montag morgens –
    ohne die 3 kids!
    Und auch ganz wundervoll…. mit der ganzen Räuberbande um 14.00 im Park rumlümmeln….. An einem Montag….. Kopfschütteln der Anderen ignorierend!
    Für uns war das die Rettung unserer Ehe und unser kleinen Familie und ich würde auf alles Geld der Welt verzichten um uns diesen Tag zu erhalten. Also… Weiter so! Liebst Caro

  35. Antworten Unterwegs 8. Mai 2017 um 17:59

    Liebe Steffi,
    ich bin spät dran mit deinem tollen Text. Das liegt daran, dass ich selbst grad mitten in der Auszeit stecke. Und zwar so, wie es bei dir grad nicht ging: in fernen Ländern, Cocktail mit Schirmchen in der Hand und einfach ganz weit weg von allem, was zu viel wurde.
    Und so wunderbar es ist, dieses Bis-hierhin-und-nicht-weiter, dieses Ich-kümmer-mich-jetzt-mal-um-mich, so schwer ist es auch. Mir kam es teilweise schon fast dreist vor, dass ich meinen doch so sicheren aber unglücklich machenden Job einfach hingeschmissen habe und nun drei Monate lang das Ersparte auf den Kopf haue. Das tut man doch nicht, dachte ein Teil von mir und las ich in so manchem Blick. Doch, genau das tut man, wenn einem was am eigenem Leben liegt.
    Die Auszeit wirklich zu genießen (und sie nicht „nutzen“ zu wollen) ist gerade meine Aufgabe. Wie oft ich vorher Kommentare gehört habe wie „Dann lernst du bestimmt ganz viel“ oder „nach den drei Monaten bist du voller Ideen zurück“. Nein! Ich will nichts lernen. Ich will genießen, heilen. Und wenn ich drei Monate lang am Strand liegt und Frauenromane lese – es ist meine Zeit. Und solange es mir gut geht, ist sie nicht verschwendet.
    Soweit meine mit der Hilfe von Pina Colada gefundene Erkenntnis 😉

  36. Antworten Julia 22. Mai 2017 um 08:23

    Liebe Steffi, ein toller Artikel, nur eine Kleinigkeit fällt mir auf ;-): in der Überschrift heißt es „niemals beTreut“…da ist ein T zuviel, oder? 😉
    Liebe Grüße,
    Julia

Schreibe einen kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht
* Erforderliche Felder sind markiert


Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.

Werbung
  • 01_Juniqe
    05_AnniBazaar
    05_My Home Flair
    Nordliebe
  • kemikuroj Werbung
    Yogaeasy
    spoon Werbung
    Stoll Werbung

Das könnte dir auch gefallen

Alles im Archiv anschauen